Zusätzliche altersvorsorge

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Gesetzlich und private Altersvorsorge :  Welche Optionen zur Altersvorsorge gibt es?

Betriebliche Altersvorsorge, Rürup, Riester oder doch private Altersvorsorge: Welche Optionen gibt es, auf was muss man achten?

75 Prozent der Deutschen ist klar: Im Alter wird es oft knapp mit dem Geld. Die gegenwärtige Altersvorsorge reicht womöglich nicht, um nach der Pensionierung ein sorgenfreies Leben zu führen. Überlegungen, mit 63 auf Rente zu gehen, scheinen bei den Aussichten auf Geldknappheit nicht realistisch. Wie kann man der winkenden Altersarmut entgehen? Fragestellzungen wie sparen als Altersvorsorge oder auch betriebliche Altersvorsorge per Riester oder Rürup Vorsorge stehen dabei im Raum und müssen beantwortet werden. Alle probaten Ideen zu den gesetzlichen und den privaten Vorsorge-Möglichkeiten finden Sie in diesem Artikel.

Die Aussichten zur gesetzlichen Altersvorsorge bis 2030

80 Prozent des letzten Nettogehalts, sagt eine Faustregel, brauchen Senioren in etwa, wenn sie ihren Lebensstandard nicht massiv einschränken wollen. Doch die gesetzliche Rente wird wohl ab 2030 auf 50 Prozent vom Nettogehalt schrumpfen. Wer morgen nicht verarmen will, wird also heute vorsorgen müssen. Zehn Prozent seines Einkommens, sagen Rentenexperten, sollten zusätzlich in die Altersvorsorge fließen. Doch welche Möglichkeiten gibt es? Hier der Altersabsicherung-Ratgeber für Ihre Renten-Absicherung zusammengefasst:

Gesetzliche Rente

Grundsätzlich steht die Altersvorsorge in Deutschland auf vier Beinen: Wichtigstes Standbein für alle abhängig Beschäftigten und für Beamte ist zunächst die gesetzliche Rente. Eine Auszahlung ist zwar sicher. Doch wie hoch sie ausfallen wird, ist erst gegen Ende des Berufslebens vollends klar, denn Dauer und Höhe der Einzahlung sind entscheidend. Brüche im Arbeitsleben wie Arbeitslosigkeit oder umgekehrt Karrieresprünge verändern das Resultat deutlich.

Betriebliche Altersvorsorge

Die zweite Säule: Seit 2002 haben Angestellte zusätzlich zur gesetzlichen Rente einen Rechtsanspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge. Größere Unternehmen haben seit vielen Jahren Pensionskassen oder Versorgungswerke. Doch auch kleinere Unternehmen müssen ihren Angestellten Sparpakete fürs Alter anbieten. Das könnte eine Direktanlage über das Unternehmen oder eine externe Geldanlage durch Umwidmung eines Gehaltanteils sein. Sparen kann der Arbeitnehmer dabei bis zu vier Prozent seines Bruttogehalts bis zur Beitragsbemessungsgrenze, die derzeit bei 48.600 Euro liegt. Der Vorteil der Betriebsrente: Sie wird aus dem Brutto gezahlt, so dass sie Steuerlast und Sozialabgaben senkt. Der Arbeitnehmer muss damit netto auf weniger verzichten, als er in seine Alterssicherung steckt.

Wichtig bei der Entscheidung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer für eine Sparform: Jedes Prozent laufende Rendite wirkt sich wegen des Zinseszinseffektes überproportional auf die Rente aus. Wer 30 Jahre lang monatlich 200 Euro vom Brutto abzweigt und dafür pro Jahr drei Prozent Zinsen erhält, hat nach 30 Jahren gut 116.000 Euro auf dem Sparkonto. Liegt die jährliche Rendite bei fünf Prozent, dann wären am Ende knapp 164.000 Euro im Depot, vor Kosten und Steuern. Wie jede Zusatzrente muss der Rentner seine betriebliche Altersvorsorge versteuern. Allerdings sind die Steuersätze im Alter meist deutlich geringer als zuvor. Unter dem Strich lohne sich eine Betriebsrente für etwa 90 Prozent der Beschäftigten, glauben die Rentenspezialisten beim Fondsanbieter Fidelity. Dennoch verzichten etwa 50 Prozent der Arbeitnehmer darauf.

Altersabsicherung-Ratgeber: Riester-Rente

Für manche Menschen kann die dritte Säule der Altersvorsorge sinnvoller sein: staatlich geförderte Sparformen wie die Riester- und die Rürup-Rente. Knapp 16 Millionen Riester-Verträge liegen derzeit in den Schubladen der Deutschen. Bei der Riester-Rente zahlt der Staat eine Grundzulage von 154 Euro pro Jahr, plus 185 Euro für jedes Kind zusätzlich (für Kinder, die nach dem 1.1.2008 geboren sind, sogar 300 Euro). Bedingung ist, dass der Riester-Sparer vier Prozent seines rentenversicherungspflichtigen Einkommens selbst beisteuert, mindestens jedoch 60 Euro im Jahr. Ein Recht auf Riester-Förderung haben alle rentenversicherungspflichtig Beschäftigten, also unter anderem Angestellte, pflichtversicherte Landwirte, Mitglieder der Künstlersozialkasse, Kindererziehende, Bezieher von Arbeitslosengeld bzw. deren Partner. Gespart wird mit Rentenversicherungen, mit Fonds, mit Bau- und Banksparverträgen oder auch mit Immobilien. Grundsätzlich gilt: je niedriger das Einkommen und je mehr Kinder, desto größer ist der Nutzen. Kritisch sehen Verbraucherschützer vor allem die Kosten: Verschiedene Analysen zeigten, so der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), dass vor allem in den Versicherungsvarianten die Kosten am Ende teilweise die staatlichen Zulagen aufzehren. Auch sei nicht jedes geförderte Produkt auch ein gutes Produkt, kritisiert der VZBV. Hinzu kommt: Banksparplänen und Rentenversicherungen machen die niedrigen Zinsen zu schaffen. Ab 2015 sinkt bei Versicherungen der Garantiezins weiter von 1,75 auf 1,25 Prozent. Bei allen Riester-Verträgen ist aber garantiert, dass am Ende zumindest Erspartes und Zulagen im Depot liegen müssen.

Altersabsicherung-Ratgeber: Rürup-Rente

Wer keine Riester-Rente abschließen darf, also vor allem Selbstständige und Freiberufler, dem bleibt die Rürup-Rente. Auch sie fördert der Staat: Sparer können gut drei Viertel ihrer Beiträge von der Steuer absetzen, allerdings nur bis zu 20.000 Euro pro Jahr bzw. 40.000 bei Verheirateten. Dafür werden die Renten, wie auch bei Riester, in der Auszahlungsphase besteuert. Ob und wann sich das Rürup-Modell lohnt, sollte ein Interessent von seinem Steuerberater durchrechnen lassen. Nach Meinung des Bundes der Versicherten rechnen sich Rürup-Renten mit ihrem strikten Regelwerk nur, wenn der Kunde sehr alt wird. Sie sind auch nicht (bzw. nur mit kostenpflichtigen Sonderregelungen) vererbbar und nicht beleihbar. Mit privaten Rentenversicherungen ohne Förderung oder Aktiensparplänen sind Selbstständige manchmal besser bedient.

Private Altersvorsorge: Immobilien

Eine vierte Säule der Altersvorsorge kann das ungeförderte Sparen in Eigenregie sein. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig: Wer seine Geldbörse im Alter entlasten möchte, denkt vor allem an eine Immobilie. Damit die eigene Wohnung oder das eigene Haus tatsächlich eine Erleichterung sind, sollten sie nicht nur ab Renteneintritt schuldenfrei sein, sondern auch altersgerecht gelegen, in gutem Zustand und barrierefrei nutzbar. Alternativ eignen sich Immobilien als Sachwerte auch zur Geldanlage in Form von Offenen Immobilienfonds. Der Alterssparer kann Sparpläne abschließen und damit regelmäßig Geld zurücklegen, muss aber bei höheren Summen gewisse Kündigungsfristen einhalten. 4,6 Prozent pro Jahr hätte (im Schnitt) erwirtschaftet, wer in den vergangenen 35 Jahren jeden Monat in Offene Immobilienfonds eingezahlt hätte. Geschlossene Immobilienfonds sind dagegen völlig ungeeignet für die Altersvorsorge, da der Käufer zum Mitunternehmer wird und damit das Risiko eines Totalverlusts trägt.

Private Altersvorsorge: Aktienfonds

Noch höhere Renditen erzielen Aktienfonds. Nach Statistiken des Deutschen Fondsverbands BVI warfen Fonds mit deutschen Aktien in den vergangenen 35 Jahren im Schnitt, über alle Crashs und Krisen hinweg, jedes Jahr 7,7 Prozent ab. Wer seit 1979 jeden Monat 100 Euro auf die hohe Kante gelegt hätte, könnte sich über gut 202.000 Euro freuen, nach Kosten, aber vor Steuern. Hier gilt aber auch die Formel: Je höher die Rendite, desto höher das Risiko. Eine Garantie, dass in Zukunft so hohe Renditen winken, gibt es nicht. Und: Wer in Eigenregie spart, braucht Selbstdisziplin und darf nicht dem Infarkt nahe sein, wenn sein Angespartes in den ersten Jahren zeitweise ins Minus rutscht. Geeignet fürs langfristige Aktiensparen sind eher weltweit anlegende Produkte sowie Fonds mit geringen Kosten. Vor allem jüngere Menschen, raten Verbraucherschützer, können fürs Alter zu einem großen Prozentsatz auf Aktien setzen, denn die lange Sparzeit glättet Verlustphasen und senkt damit das Risiko. Fondssparpläne bieten Banken bereits ab kleinen Summen von 25 Euro im Monat an.

Private Altersabsicherung: Rentenversicherungen

Wer auf Nummer sicher gehen will, dafür aber auch weniger Rendite in Kauf nimmt, setzt vielleicht auch außerhalb des Riester-Dachs lieber auf Rentenversicherungen. Sie garantieren dem Sparer eine bestimmte Ablaufleistung, so dass er grundsätzlich schon heute weiß, womit er in 30 oder 40 Jahren rechnen kann. Der Nachteil: Rentenversicherungen leiden unter den sehr dürren Zinsen und haben meist hohe Abschlusskosten. Dass sie von den Beiträgen in den ersten fünf Jahren abgezogen werden, mindert den Hauptvorteil langjährigen Sparens, den Zinseszinseffekt. Gerne werben manche Versicherer auch mit Rentenversprechen, in die Gewinnbeteiligungen eingeflochten sind. Anders als die Mindestverzinsung und die jährlich neu garantierte Überschussbeteiligung sind diese Leistungen jedoch nicht garantiert und könnten notfalls auch ersatzlos wegfallen. Rentenversicherungen sind auch wenig flexibel: Sie können zwar zeitweise beitragsfrei gestellt werden. Bei einer Kündigung ist, vor allem in den ersten Jahren, ein Gutteil des Geldes weg.

Private Altersvorsorge: Gold

Ein Lieblingskind vieler Menschen ist Gold. 8200 Tonnen horten die Deutschen in Schatullen, Kellern und Safes, teilweise in Form von Schmuck, teilweise als Barren oder Münzen. Als Basis für eine Alterssicherung ist das Edelmetall jedoch ungeeignet. Denn Gold wirft keine regelmäßige Rendite ab, keine Dividende und keinen Zins. Niemand weiß, wie sich der Goldkurs in den kommenden 30 oder 40 Jahren entwickeln wird. Ob er tendenziell steigt oder, wie zuletzt, gewaltig fällt, ist Glaubenssache. Geeignet ist Gold also eher als Teil einer komplexen Altersvorsorge und für Menschen mit Wunsch nach zusätzlicher Sicherheit.

Welche Form der Altersvorsorge für wen am besten geeignet ist, ist am Ende individuell zu beantworten und hängt von vielen Faktoren ab: dem Alter, dem Einkommen und damit den finanziellen Möglichkeiten, der familiären Situation, der Risikobereitschaft, den Zukunftsplänen. Oft sind Kombinationen mehrerer Modelle sinnvoll. Wer selbst nicht weiterweiß, findet unabhängige Hilfe bei den Verbraucherzentralen oder bei Honorarberatern, die gegen Stundenhonorar ein Konzept zusammenstellen. Versicherungsvertreter oder Banken beraten hingegen nicht kunden-, sondern produktorientiert und verkaufen am liebsten jene Produkte, bei denen sie die höchsten Provisionen erzielen.

Private Altersvorsorge: Die Lebensversicherung

Ein anderes probates Mittel für die Aufstockung der eigenen Rente im Alter ist die rechtzeitige Anschaffung einer Lebensversicherung als finanzielles Polster. Absolut flexible Zahlungsoptionen ermöglichen diese private Vorsorgevariante zusätzlich zur gesetzlichen Rente und so auch für den kleinen Geldbeutel möglich. Die Kondiotionen einer solchen Lebensverischerung können dabei unterschiedlich ausfallen. Bedenken sollte man generell die lange Laufzeit, die stetige Beitragszahlungen bedeuten. Löst man die Lebensversicherung bevor dem vertraglich vereinbarten Termin auf, winken hier erhebliche Einbuße. Auch die Versteuerung des ausgezahlten Geldes der Lebensversicherung ist ein Thema, welches man bei der Anschaffung einer Lebensversicherung mitdenken sollte. Bei einer Laufzeit bis zum 62. Lebensjahr muss hier beispielsweise bis zur Hälfte der Erträge versteuert werden.

Welche Vorsorge-Optionen gibt es? Hier mehr dazu.

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Private Altersvorsorge: Rechtzeitige Vorsorge ist wichtig

Ohne eine vernünftige private Altersvorsorge werden die meisten Berufstätigen im Alter zu wenig Geld zur Verfügung haben, um ihren Lebensabend sorgenfrei zu gestalten. Dennoch schieben viele ihre Vorsorge auf die lange Bank. Das ist zwar verständlich, denn die meisten Vorsorgeangebote erscheinen auf den ersten Blick kompliziert. Trotzdem ist die frühzeitige Entscheidung für eine passende Altersvorsorge ratsam, um eine finanzielle Sicherheit für die Zeit nach dem Berufsleben zu schaffen.

Inhaltsverzeichnis

Drohende Altersarmut vermeiden

Mit der gesetzlichen Rente allein ist ein finanziell sorgenfreier Lebensabend heutzutage leider nicht mehr garantiert. Dies gilt nicht nur für Geringverdiener. Auch Durchschnittsverdiener laufen mittlerweile Gefahr, mit ihrer gesetzlichen Rente allein nicht auszukommen. Im schlimmsten Fall sind sie später auf Sozialleistungen angewiesen. Durch den demografischen Wandel und das sinkende Rentenniveau verschärft sich die Situation zusehends. Gerade deshalb ist es wichtig, bereits jetzt an später zu denken, der Rentenlücke ein Schnippchen zu schlagen und sich möglichst frühzeitig mit einer privaten Altersvorsorge abzusichern.

Staatliche Unterstützung bei der Rente

Auch von staatlicher Seite wurde erkannt, dass die gesetzliche Rente oftmals keine ausreichende Altersvorsorge darstellt. Durch verschiedene Förderungen bietet der Bund daher Unterstützung beim Vorsorgen, etwa in Form der Riester-Rente oder der Rürup-Rente. Neben diesen beiden Varianten der Altersvorsorge gibt es aber noch eine Vielzahl weitere Möglichkeiten, sich finanziell für den Lebensabend abzusichern. Welche Vorsorgeform empfehlenswert ist, hängt immer stark von der jeweiligen Lebenssituation des Sparers ab.

Generell gilt: Wer bereits in jungen Jahren Geld für den Ruhestand beiseitelegt, sammelt länger Erträge und kann daher am Ende höhere Leistungen erhalten. Doch auch im fortgeschrittenen Alter ist es noch möglich, eine kostengünstige und zugleich umfassende Vorsorge zu finden. Es gibt eine ganze Reihe von Strategien, ein finanzielles Polster für das Alter zu schaffen. Die beliebtesten Varianten sind neben der bereits erwähnten Riester- und Rürup-Rente die klassische Rentenversicherung, die betriebliche Altersvorsorge sowie die Kapitalanlage und das Eigenheim.

Tipps zu Altersvorsorge

1. Erkundigen Sie sich über die Höhe der Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese geht hervor aus den jährlichen Bescheiden der gesetzlichen Rentenversicherungsträger. Sie können auch bei der für Sie zuständigen Stelle nachfragen.

2. Berechnen Sie Ihren Geldbedarf im Rentenalter. Ermitteln Sie, welche Ausgaben Sie später voraussichtlich haben werden. Ihre private Zusatzrente sollte die Lücke zwischen gesetzlicher Rentenversicherung und dem späteren finanziellem Bedarf schließen.

3. Informieren Sie sich, ob Anspruch auf Riester-Förderung und ob eine betriebliche Altersvorsorge sinnvoll wäre. Falls nicht, haben Sie ein Anrecht auf Riester-Zulagen, wenn Ihr Ehepartner förderberechtigt ist.

4. Prüfen Sie Ihre Altersvorsorge regelmäßig. Vergewissern Sie sich jährlich, ob die zu erwartende Rente Ihren Ansprüchen genügt und passen Sie den Vertrag gegebenenfalls an.

Riester-Rente: Staatliche Zulagen für Familien

Die Riester-Rente wird vom Staat durch Zulagen und Steuervorteile unterstützt. Riester-Sparer erhalten jedes Jahr eine Grundzulage in Höhe von 154 Euro (ab dem Jahr 2018 wird die Grundzulage auf 175 Euro jährlich erhöht). Besonders Eltern können von dieser Unterstützung profitieren: Denn für jedes Kind erhalten sie zusätzlich eine sogenannte Kinderzulage von 185 Euro. Für Kinder, die nach 2007 geboren wurden, beträgt die Zulage sogar 300 Euro pro Jahr.

Gute Erträge bei der Riester-Rente hängen jedoch vom richtigen Versicherungsvertrag ab. Denn die Kosten und der wirtschaftliche Erfolg der Anbieter unterscheiden sich teilweise erheblich voneinander. In einer persönlichen Beratung kann geklärt werden, ob sich die Riester-Rente für die persönliche Vorsorge eignet und welcher Vertrag aktuell die besten Konditionen bietet.

Erfahren Sie hier mehr zur Riester-Rente.

Vertrauensschutz bei der Riester-Rente

Über die Riester-Rente wird immer wieder diskutiert, manchmal sogar deren Abschaffung gefordert. Sollte es tatsächlich dazu kommen, muss allerdings kein Riester-Sparer bereits gezahlte Förderungen zurückzahlen. Es gilt der Vertrauensschutz.

Rürup-Rente: Altersvorsorge für Selbstständige und Gutverdiener

Die Rürup-Rente richtet sich vor allem an Selbstständige und Freiberufler. Die Vorsorge wird durch Steuervorteile gefördert. Bis zu einem Maximalbetrag von 23.362 Euro für Alleinstehende beziehungsweise 46.724 Euro für Ehepaare können die Einzahlungen zu 82 Prozent als Sonderausgaben steuerlich angerechnet werden (Stand 2017). Ab 2030 ist eine komplette Anrechnung der Beiträge möglich. Auch Arbeitnehmer mit einem sehr guten Einkommen und einer hohen Steuerlast profitieren mitunter von der Rürup-Rente mehr als von der Riester-Rente.

Erfahren Sie hier mehr zur Rürup-Rente.

Private Lebens- und Rentenversicherungen: Altersvorsorge in Zeiten der Niedrigzinsen

Lebensversicherungen und Rentenversicherungen ohne Förderung haben mittlerweile an Bedeutung verloren, da die derzeitige Niedrigzinsphase sehr stark auf die Erträge drückt. So wurde der Garantiezins für klassische Verträge immer wieder gesenkt und liegt im Jahr 2017 bei nur noch 0,9 Prozent (2016: 1,25 Prozent) .

Viele Versicherer verabschieden sich daher momentan von klassischen Lebensversicherungen und setzen verstärkt auf fondsgebundene Varianten. Diese bieten keine garantierte Verzinsung, dafür höhere Renditechancen. Einige Anbieter haben inzwischen auch Lebensversicherungen mit neuen Garantiemodellen auf den Markt gebracht. Wer die Altersvorsorge mit einer Absicherung für die eigene Familie kombinieren will, sollte sich daher beraten lassen, welche Form der Lebensversicherung den richtigen Mix aus Sicherheit und Rendite aufweist.

den persönlichen Bedürfnissen ab

Betriebliche Altersversorgung mit Unterstützung vom Arbeitgeber

Jeder Arbeitnehmer hat in Deutschland ein Anrecht auf die betriebliche Altersversorgung. Viele größere Unternehmen unterstützen Arbeitnehmer dabei in Form von Zuschüssen. Gerade wenn dies der Fall ist, bietet die betriebliche Altersversorgung gegenüber anderen Vorsorgeformen einen großen Vorteil.

Die Zahlungen in die sogenannte Betriebsrente erfolgen nicht aus dem Nettogehalt. Vielmehr führt der Arbeitgeber den Beitrag aus dem Bruttoeinkommen ab, noch bevor Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abgezogen werden. Da Betriebsrenten jedoch nachgelagert versteuert und Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung fällig werden, sollten Interessierte überprüfen lassen, ob und in welcher Form die betriebliche Altersvorsorge das richtige Mittel für ihre persönliche Vorsorge darstellt.

Vorsorgen über Umwege: Geldanlage und Immobilie

Natürlich gibt es weitere Optionen, finanziell für das Alter vorzusorgen. Gerade Selbstständige setzen häufig auf eine Geldanlage, auf die sie bei finanziellen Engpässen zurückgreifen können. Ebenso beliebt ist der Kauf eines Eigenheims. Schließlich sparen sich Hausbesitzer Mietzahlungen und sie können die Immobilie im Alter bei Bedarf verkaufen oder vermieten, um ihre Rente aufzubessern.

Da es derzeit sehr günstige Angebote zur Baufinanzierung gibt, setzen immer mehr Menschen bei der Altersvorsorge auf das sogenannte Betongeld. Gerade bei Immobilien gilt es allerdings auf viele andere Faktoren wie beispielsweise Lage und Wertentwicklung zu achten. Ob sich Wohneigentum deshalb als alleinige Altersvorsorge eignet, sollte noch vor dem Kauf in einem Gespräch mit einem Experten geklärt werden.

Ökologische Altersvorsorge

Viele Versicherer bieten heute auch Altersvorsorgetarife an, bei denen aus „grünen“ Fonds gewählt werden kann. Diese investieren dann zum Beispiel in erneuerbare Energien. Mit der sogenannten ökologischen Altersvorsorge haben Sparer so die Möglichkeit, für den Lebensabend vorzusorgen und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun.

Passende Altersvorsorge finden

Bei der Altersvorsorge gibt es keine Patentlösung. Ein Berufsanfänger kann beispielsweise weniger Geld zurücklegen als jemand, der bereits seit mehreren Jahren mit beiden Beinen fest im Berufsleben steht. Ob und welche Altersvorsorge sich eignet, ist sowohl von dem beruflichen Werdegang und der Familienplanung des Sparers als auch den Möglichkeiten der staatlichen Förderung abhängig. Daher sollte die Altersvorsorge genauestens geplant und an die individuelle Lebenssituation angepasst werden. Selbst Menschen, die genau wissen, welche Altersvorsorge zu ihnen passt, haben die Auswahl aus einer Vielzahl unterschiedlicher Anbieter und Tarife. Ein Vergleich der unterschiedlichen Optionen kann sich daher immer lohnen. Aus diesem Grund ist es ratsam, mittels eines individuellen Angebots den persönlichen finanziellen Bedarf im Alter zu bestimmen und die dazu passende Vorsorgelösung zu finden.

Im Laufe des Berufslebens fragen sich darüber hinaus viele Sparer, ob sie schon genug für ihre Rente tun. Oftmals lohnt es sich, bereits bestehende Altersvorsorgeverträge von einem Experten überprüfen zu lassen. Reichen diese noch nicht aus, um die spätere Rentenlücke zu schließen, kann das Vorsorge-Portfolio entsprechend ergänzt werden.

Zusätzliche Altersvorsorge: Früh lohnt sich

  • 17.09.2005 08:00 Uhr

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Aufschieben gilt nicht: Wer sich erst später um die Rente kümmert, verzichtet auf den Zinseszinseffekt. Das angelegte Geld vermehrt sich am besten, wenn es viel Zeit dazu hat. Wer früh mit dem Sparen anfängt, muss auf viel weniger Konsum verzichten als ein Sparer, der erst mit 50 Jahren beginnt.

Guter Rat kostet: Die Altersvorsorge von Tchibo ist nicht unbedingt für jeden richtig. Beratung ist wichtig, vor allem bei langfristigen Engagements. Wer einen vernünftigen Finanzplan haben will, wird mitunter auch bei Versicherungsvertretern oder Bankberatern nicht korrekt aufgeklärt. Ein unabhängiger Finanzplaner nimmt Honorar – doch das ist in der Regel gut investiert und kann helfen, viele Tausender zu sparen.

Inflation nicht vergessen: Die Rentenlücke wird nach dem Eintritt ins Rentenalter mit der Zeit immer größer. Denn die Preissteigerungen hören auch für Rentner nicht auf. Als Faustregel gilt: Bei einer Lebenserwartung von 90 Jahren oder mehr muss auf die Zielsparsumme ein Drittel aufgeschlagen werden.

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    Источники: http://m.tagesspiegel.de/gesetzlich-und-private-altersvorsorge-welche-optionen-zur-altersvorsorge-gibt-es/10988446.html, http://www.finanzen.de/altersvorsorge, http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/zusaetzliche-altersvorsorge-frueh-lohnt-sich/2552764.html

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