Zahnzusatzversicherung wurzelbehandlung

0
50

Teurer Zahnersatz :  Wann sich eine Zusatzversicherung lohnt

Ein Zahnarztbesuch kann schnell teuer werden. Wann sich eine Zusatzversicherung auszahlt und worauf Patienten achten sollten.

Millionen haben Angst vorm Zahnarzt. Zur Panik vorm Bohrer kommt bei vielen die Furcht vor der Rechnung. Denn die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt längst nicht alle Kosten, die beim Zahnarztbesuch entstehen.

Die Kasse kommt nur für die Leistungen auf, die aus ihrer Sicht „ausreichend und zweckmäßig“ sind. Wer zum Beispiel ein Loch im Backenzahn hat, bekommt nur die Kosten für eine Amalgamfüllung ersetzt. Für eine höherwertige Kunststofffüllung müssen Verbraucher draufzahlen. Richtig teuer wird es, wenn der Arzt einen Zahn teilweise oder komplett ersetzen muss. Beim Zahnersatz zahlt die Kasse selbst für die sogenannte Regelversorgung nur einen Teil der Rechnung. An einer Standard-Krone, die laut Stiftung Warentest rund 260 Euro kostet, beteiligt sich die Kasse mit 175 Euro. Wer dagegen Wert darauf legt, dass die Krone mit Keramik überzogen wird, zahlt dazu. Eine solche vollverblendete Metall-Keramik-Krone kostet 540 Euro – und auch für sie zahlt die gesetzliche Krankenkasse nur 175 Euro.

Das Problem: Die teurere Lösung ist meist schöner und schont die Zähne. So zahlt die Krankenkasse bei einer Zahnlücke nur den Zuschuss für eine Brücke. Die Alternative ist ein Implantat, das jedoch 3300 Euro kostet, wovon die Krankenkasse 416 Euro übernimmt. So eine hohe Eigenbeteiligung können sich viele schlichtweg nicht leisten. Manche haben nicht einmal das Geld für die Zuzahlung zur Regelversorgung. Jeder achte Deutsche läuft deshalb mit einer Zahnlücke herum, hat eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ergeben.

Um die Kosten aufzufangen, raten Verbraucherschützer deshalb dazu, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen – und zwar solange die Zähne gesund sind. „Wenn der Zahnarzt feststellt, dass etwas gemacht werden muss, ist es zu spät“, sagt Ulrike Steckkönig von der Stiftung Warentest. Denn die Versicherung zahlt nicht, wenn man die Zahnprobleme bereits bei Vertragsabschluss hatte. Und das zu verheimlichen, ist kaum möglich. „Die Patienten müssen den Zahnarzt gegenüber der Versicherung von seiner Schweigepflicht entbinden“, sagt Steckkönig.

Spätestens wenn der Patient der Versicherung eine hohe Rechnung präsentiert, wird der Sachbearbeiter beim Arzt nachfragen. Stellt sich dann heraus, dass der Patient die Zahnprobleme schon vor Abschluss der Versicherung hatte, wird das Unternehmen die Zahlung verweigern. Hinzu kommt, dass die Versicherung nicht sofort nach Abschluss des Vertrags zahlt. „Die meisten Verträge sehen eine Wartezeit von acht Monaten vor“, sagt Steckkönig. Erst nach Ablauf dieser Frist übernimmt die Versicherung überhaupt einen Teil der Kosten. Die volle Leistung bekommen Versicherte sogar erst, wenn sie drei bis fünf Jahre eingezahlt haben.

Dafür werden Verbraucher belohnt, wenn sie fünf bis zehn Jahre in Folge regelmäßig zur Kontrolluntersuchung gehen. Sowohl die gesetzliche Krankenkasse als auch die Zusatzversicherung zahlen dann mehr. Das Fatale: Wer einmal seinen Termin verpasst, verliert den Bonus und muss von vorne anfangen.

Wählen können Patienten zwischen zwei Arten von Zusatzversicherungen. Es gibt Tarife nach Art der Lebensversicherung und nach Art der Schadenversicherung. Der Unterschied liegt in der Berechnung der Beiträge. Die meisten Verträge sind nach Art einer Schadenversicherung konstruiert. Dabei steigt der Beitrag stufenweise mit dem Alter an. Bei einem Vertrag nach Vorbild der Lebensversicherung fallen die Beiträge von Anfang höher aus. Dafür bildet der Versicherer für den Patienten eine Altersrückstellung: Er legt also einen Teil des Geldes für später zurück, wenn an den Zähnen mehr gemacht werden muss. Das klingt sinnvoll, hat aber den Nachteil, dass es den Verbraucher an seinen Versicherer bindet. Entscheidet er sich, den Anbieter zu wechseln, verliert er die Altersrückstellung.

Die Stiftung Warentest hat 189 Tarife untersucht – 55 davon bewertet sie als „sehr gut“. Mit den besten Tarifen könnten Verbraucher auch die Kosten für teuren Zahnersatz zu 80 bis 95 Prozent decken. Die umfangreichste Leistung für Zahnersatz bekommen Patienten laut Stiftung Warentest bei der Deutschen Familienversicherung (DFV) mit dem Tarif „Zahn Exklusiv“. Kein anderer Anbieter zahlt zum Beispiel so viel Geld für ein Implantat. Dafür ist der Tarif allerdings nicht der günstigste: Wer Mitte 40 ist, zahlt 42 Euro im Monat. Bis Mitte 70 steigt der Beitrag auf 61 Euro. Günstiger, aber immer noch „sehr gut“ ist laut Stiftung Warentest der Tarif „Z 90“ der Versicherungsgruppe Inter. Für den zahlt ein Kunde mit Mitte 40 nur 13 Euro im Monat, mit Mitte 70 dann 26 Euro.

Noch mehr Geld lässt sich sparen, wenn Verbraucher nur die Regelversorgung absichern. Dann bekommen sie aber zum Beispiel auch nur die Standardkrone bezahlt. Einen solchen Tarif gibt es bereits für sieben Euro im Monat. Experten raten von dieser Sparversion allerdings ab. „Kaum ein Zahnarzt behandelt rein nach der Regelversorgung“, sagt Versicherungsexperte Hans Waizmann. Grundsätzlich versuche der Zahnarzt, einen Zahn auch dann noch zu retten, wenn die gesetzliche Krankenkasse diesen als „nicht erhaltungswürdig“ einstuft und deshalb für die Behandlung nicht zahlt. Das ist etwa der Fall, wenn der Arzt zum zweiten Mal eine Wurzelbehandlung am selben Zahn vornimmt. Hat der Versicherte dann mit der Zusatzversicherung nur die Regelversorgung abgedeckt, muss er die Mehrkosten selbst tragen.

Wer schon eine Zahnzusatzversicherung hat, sollte überprüfen, welche Leistungen sie abdeckt. Je nachdem, wie der Vertrag ausgestaltet ist, kann es Sinn machen, zu wechseln. Allerdings lassen sich die meisten Verträge erst nach zwei Jahren kündigen – und das auch nur zu den vereinbarten Fristen. „Es macht Sinn, beim eigenen Anbieter zu schauen, ob er mittlerweile einen Tarif mit besserer Leistung anbietet“, sagt Steckkönig. Denn wer bei seinem Versicherer bleibt und nur den Tarif wechselt, muss für die bereits versicherte Leistung keine Wartezeiten in Kauf nehmen. Wechselt man dagegen zu einem anderen Anbieter, behandelt der einen so, als habe man bislang gar keine Zusatzversicherung gehabt. Gerade wenn in nächster Zeit eine Zahnbehandlung ansteht, kann es sich daher rechnen, bei der einmal gewählten Versicherung zu bleiben – auch wenn die teurer ist als andere.

Entscheidend für die Wahl eines Tarifs sollte laut Stiftung Warentest sein, wie viel die Versicherung für Zahnersatz zahlt. Denn der ist besonders teuer. Darüber hinaus bieten viele Anbieter allerdings weitere Zusatzleistungen an. Vor Vertragsabschluss sollte man daher klären, was man davon brauchen könnte. Viele Versicherungen übernehmen zum Beispiel auch einen Teil der Rechnung bei einer Parodontose- oder Wurzelbehandlung und leisten einen Zuschuss für höherwertige Zahnfüllungen. „Bei den Toptarifen bekommen Verbraucher zusätzlich noch einen Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung“, sagt Waizmann.

Wurzelbehandlung

Wurzelbehandlung – wenn Sie jetzt schmerzhaft das Gesicht verziehen, haben Sie vermutlich schon Erfahrung damit.

Tatsächlich ist diese Maßnahme nicht sehr beliebt. Dabei kann sie, wenn nicht Leben, so doch zumindest Zähne retten

Wurzelbehandlung – wozu?

Die Wurzelbehandlung ist genau genommen eine Wurzelkanalbehandlung (Endodontie). Der Zahnarzt führt sie durch, wenn das weiche Gewebe im Inneren eines Zahns (Zahnmark, Pulpa) entzündet oder bereits abgestorben ist.

Was geschieht bei der Wurzelbehandlung?

Vor der Wurzelbehandlung wird der Patient örtlich betäubt. Der Zahnarzt bohrt den Zahn auf und entfernt das geschädigte Gewebe.

Zahnzusatzversicherung im Vergleich

Stellen Sie sich Ihren persönlichen Zahnschutz ganz individuell selbst zusammen. Schnell und einfach mit unserer praktischen Übersicht.

Wurzelbehandlung: Kosten und Nutzen

In der Regel übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Wurzelbehandlung nur, wenn der Zahn als erhaltungswürdig gilt. Ist das nicht der Fall und der Aufwand anfangs nicht überschaubar, können Sie schnell eine unangenehme Überraschung erleben: Bis zu 1.000 € können fällig werden. Mit einer Zahnzusatzversicherung bleiben Sie nicht auf den Kosten sitzen.

Zahnzusatzversicherung trotz Wurzelbehandlung

Der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung ist trotz Wurzelbehandlungen möglich! Die Behandlungen müssen jedoch abgeschlossen sein. Was ist noch wichtig?

Was schmerzt mehr? Wenn Ihr Zahnarzt bei der Wurzelbehandlung trotz unwirksamer Betäubung mit seinen Werkzeugen die Zahnkanäle reinigt? Oder wenn er Ihnen eröffnet, dass er Sie zu einem Spezialisten überweisen muss – der mit geeigneteren Geräten die Zahnwurzelbehandlung beenden und so den Zahn erhalten soll?

Variante 1 tut direkt in dem Moment weh, Variante 2 erst, wenn Sie realisieren, dass der nun anstehende Besuch beim Endodontologen richtig teuer, weil privat bezahlt, wird.

Die Dienste eines per Fort-/Zusatzausbildung geschulten Zahnarztes bzw. Endodontologen kosten Sie pro behandeltem Zahn leicht über 1.000,- Euro. Allein der Einsatz des für komplizierte Wurzelkanalbehandlungen wichtigen Operationsmikroskops schlägt mit 500,- bis 800,- Euro zu Buche. Damit kann der Zahnmediziner u. a. wesentlich präziser erkennen, ob es bisher unerkannte Verästelungen der Zahnwurzelkanäle gibt, in denen noch Entzündungen vorhanden sind.

Ich möchte jetzt vorsorgen

Das Übel bei der Wurzel packen – private Vorsorge für Zahnwurzelentzündungen

Achten Sie nicht nur bei der Wahl des Experten für Zahnwurzelkanal-Behandlung auf Qualität, sondern auch beim Abschluss Ihrer Zahnzusatzversicherung. Einen guten Endodontologen erkennen Sie z. B. daran, dass er einen “Kofferdam” verwendet. Das ist ein zahnmedizinisches Hilfsmittel aus Latex, mit dem der behandelte Zahn vor dem Eintrag von Material aus den umgebenden Mundbereichen geschützt wird. Der Grund für diese Vorsichtsmaßnahme: Asepsis garantiert, dass das Zahninnere dauerhaft von Bakterien befreit werden kann.

Gegen unangenehme Entdeckungen in Bezug auf die Leistungsgrenzen der gesetzlichen Krankenversicherung schützt Sie die richtige Zahnzusatzversicherung. Denn diese zahlt die Kosten für Zahnwurzelbehandlungen auch, wenn die Standards der “Gesetzlichen” überschritten werden. Kassenpatienten erhalten ohne private Absicherung nämlich nur Leistungen, wenn ein durchgängig lückenloses Gebiss bewahrt, ein endständiger Zahn behandelt oder vorhandener Zahnersatz erhalten werden soll.

Mit einer privaten Vorsorge für Zahnwurzelentzündungen können Sie das Übel bei der Wurzel packen.

Auf Wurzelbehandlung beim Versicherungsschutz achten

Ihr Zahnarzt führt den “berühmten” Kältetest durch und Ihr Zahnnerv reagiert extrem empfindlich oder gar nicht mehr? Jetzt sollten Sie bereits im Besitz einer Zahnzusatzversicherung sein, die die Kosten für Zahnbehandlungen bzw. Zahnerhaltmaßnahmen trägt.

Ihr Arzt wird Sie nämlich nach dem Kältetest mit der unangenehmen Realität einer akuten Nerventzündung konfrontieren: Wenn der Tarif Ihrer Zahnzusatzversicherung jetzt nicht auf die optimale Wurzelbehandlung ausgelegt ist, müssen Sie Komfortabstriche machen oder tief in die Haushaltskasse greifen.

Wenn Sie erst zu diesem Zeitpunkt auf die Idee kommen, eine Zahnzusatzversicherung zu beantragen, dann ist es für die laufende Behandlung schon zu spät. Ist eine Wurzelbehandlung geplant oder wurde mit deren Umsetzung begonnen, können Sie nicht mit Leistungen des Zahnzusatzversicherers für die Wurzelkanalbehandlung rechnen.

Es kann sogar noch schlimmer kommen. Muss der Zahn gezogen werden, weil sich doch noch Keime im Zahnwurzelkanal festgesetzt und anschließend entzündet haben bleibt die Zahnzusatzversicherung hart! Für den Versicherer handelt es sich hierbei um einen “laufenden Fall”, sodass er keine Leistungen erbringt. Eine Stabilisierung des verbliebenen, stark substanz-reduzierten Restzahns mittels Krone oder Teilkrone muss dann ebenfalls privat bezahlt werden.

Das für Sie deutlich bessere Szenario: Ihr Zahnarzt schliesst die Wurzelbehandlung ab und der wurzelbehandelte Zahn macht keine weiteren Probleme. Dann können Sie beruhigt eine Zahnzusatzversicherung abschließen. Wenn der Zahn dann doch wieder Probleme bereitet und die erneute Wurzelentzündung dazu führt, dass der Zahn gezogen und ersetzt werden muss, greift der tarifliche Versicherungsschutz Ihrer Zahnzusatzversicherung für Zahnersatz.

Aber Achtung: In Ihrer Patientenakte muss der Behandlungsabschluss dokumentiert sein! Ein Eintrag “Zahn muss weiter beobachtet werden. ” gilt als laufende Behandlung!

Daher achten Sie bitte beim Vergleichen von Angeboten für Zahnzusatzversicherungen darauf, dass durch den Versicherungsschutz für Zahnbehandlungen die Wurzelbehandlung abgedeckt ist. Besser noch wählen Sie einen Zahnversicherer, der in jedem Fall zahlt – unabhängig davon, ob Ihre gesetzliche Krankenkasse einen Zuschuss gewährt oder nicht.

Tarifen auf den Zahn gefühlt – Ihr individuelles Angebot

Fragen Sie unsere to:dent.ta-Experten für Zahnzusatzversicherungen direkt – diese können Ihnen genau sagen, welche Zahntarife umfassenden Schutz bei Wurzelbehandlungen gewähren.

Aktuelle Top-Themen

. Parodontitis

. Zahnprophylaxe

. rund ums Geld

. Zahngesundheit

. Heil- und Kostenplan (HKP)

. Kinder und Kinderwunsch

. für Gehörlose

. spezielle Versicherungstarife

Haben Sie Fragen? Unsere Zahnexperten sind gerne fГјr Sie da:

Источники: http://m.tagesspiegel.de/wirtschaft/teurer-zahnersatz-wann-sich-eine-zusatzversicherung-lohnt/10285918.html, http://ergodirekt.de/de/ratgeber/zahngesundheit/Wurzelbehandlung.html, http://www.todentta.de/zahnzusatzversicherung-trotz-wurzelbehandlung

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here