Wurzelbehandlung techniker krankenkasse

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Wurzelkanalbehandlung beim Endodontologen – was zahlt die Krankenkasse ?

Wenn eine Wurzelbehandlung durchgeführt werden muss, dann ist dies der letzte Versuch einen Zahn zu retten, also zu erhalten. Denn Karies hat sich hier meist schon bis zum Nerv vorgearbeitet. Ist das Loch bereits tief, dann ist es wahrscheinlich, dass auch schon Bakterien in die Wunde eingedrungen sind, was sehr schmerzhaft werden kann. Dann ist in der Regel eine Wurzelbehandlung nötig, wenn nicht das Ziehen des Zahnes verhindert werden soll. Fatalerweise ist es so, dass das Ganze nicht einmal schmerzhaft sein muss. Dennoch macht es eine Wurzelbehandlung nötig, denn unbehandelt käme es früher oder später zu einer eitrige Entzündung im Kieferknochen bzw. an der Wurzelspitze. Statt bei einem normalen Zahnarzt kann die Wurzelkanalbehandlung auch bei einem Endodontologen stattfinden. Dieser deckt einen Teil der Zahnheilkunde ab, die sich schwerpunktmäßig mit der Erkrankungen des Pulpa-Dentin-Komplexes und des periapikalen Gewebes beschäftigt.

Bei 45 % der Leser war die Wurzelbehandlung bei ihrem Zahnarzt erfolgreich.

Ziel einer derartigen Behandlung beim Fachmann ist es, dass die Erhaltung des erkrankten Zahnes gewährleistet wird. Im Rahmen der Endodontie wird in den meisten Fällen eine Behandlung des Wurzelkanals vorgenommen bzw. diese damit gleichgesetzt. Der Endodontologe wird meist dann konsultiert, wenn zuvor eine Wurzelkanalbehandlung beim Zahnarzt bereits fehlgeschlagen ist. Wenn auch diese nicht erfolgreich, dann muss letztlich eine chirurgische Wurzelspitzenresektion durchgeführt. Und auch diese fällt in die Kategorie von Tätigkeiten, die diesem zahnmedizinischen Spezialisten zugeschrieben werden.

Darüber hinaus gehören auch Pulpaüberkappungen (also die Abdeckung des eröffneten Zahnmarks) und alle erhaltenden Maßnahmen der Pulpa in den Bereich der Endodontologie. Es handelt sich in diesem Fall um einen Bereich der Zahnmedizin, in den sich der Zahnarzt weiterbilden lassen kann. Wer sich in die Hände von einem Experten begeben möchte für die Wurzelkanalbehandlung, sollte einen Endodontologen aufsuchen.

Kosten für Endodontologen – teils durch die Krankenkasse gedeckt

Zu den einzelnen Kosten, die bei einer derartigen Behandlung beim Zahnmediziner anfallen, gehört unter anderem die elektrometrische Längenbestimmung des Wurzelkanals sowie die Anwendung elektrophysikalischer-chemischer Methoden und medizinische Einlagen, welche über die 3.Sitzung hinausgehen, wenn keine Ausnahmeindikation vorliegt. Hierbei handelt es sich um medikamentöse Einlagen, die dazu beitragen sollen, dass die Behandlung erfolgreich ist. Die Kosten für Endodontologen werden von der GKV dann übernommen, wenn der Zahn als erhaltungswürdig eingestuft wird. Dies gilt insbesondere im hinteren Backenzahnbereich und wenn der Backenzahn in einer vollständigen Zahnreihe ohne Lücke steht. Behandlungen mit unklaren Erfolgsaussichten übernimmt die Krankenkasse nicht. Sie zahlt dann aber die Zahnentfernung und beteiligt sich an den Kosten für einen Zahnersatz.

Bei 62 % der Leser wurden die Kosten für ihre Wurzelbehandlung

von ihrer gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

Die Kosten werden zudem auch von der Krankenkasse übernommen, wenn eine Freiendsituation durch den Erhalt des betroffenen Zahns vermieden werden kann. Und auch wenn der Zahn bereits einen Zahnersatz (Kosten) trägt, dann wird die Behandlung durch die GKV bezahlt, denn dieser Zahn muss in der Regel dann erhalten werden, weil er als Pfeilerzahn dient bzw. überkront bzw. überbrückt ist. Von den Kosten her muss der Patient allerdings mit einer Selbstbeteiligung bzw. Eigenleistung von bis zu 600 Euro rechnen, wenn er von der Krankenkasse nur den Festzuschuss von 50 Prozent erhält. Kann er nachweisen, dass er 5 bzw. 10 Jahre lang immer zum Zahnarzt gegangen ist und sich einer Vorsorgeuntersuchung unterzog, kann er bis zu 65 Prozent der Kosten, also rund 400 Euro von der Krankenkasse übernommen bekommen, was ihm eine Ersparnis von effektiv 200 Euro bringt. Doch nicht alle Arbeitsschritte bei einer derartigen Wurzelkanalbehandlung sind durch die GKV abgedeckt.

Die Desinfektion durch eine Spüllösung ist zum Beispiel schon vor einigen Jahren aus dem Leistungskatalog der GKV gestrichen worden. Doch ohne diese desinfizierenden Spülungen des Wurzelkanals ist der Erfolg der Wurzelbehandlung fast ausgeschlossen und muss durchgeführt werden. Wir eine Laserbehandlung vorgenommen, gehört diese ebenfalls nicht zur Kassenleistung. Und auch der Kofferdam, der den Speichel isoliert, wird separat berechnet. Der Endodontologe verwendet zudem auch moderne Geräte für die elektronische Längenmessung. Damit werden dem Patienten zwar unnötige Röntgenaufnahmen vom Zahn erspart und somit die Strahlenbelastung gesenkt, doch die Kosten dafür trägt die GKV nicht. Dies gilt auch für die Kosten für eine Vollnarkose. Denn gerade am Nerv direkt ist es sinnvoll eine derartige Behandlung unter Vollnarkose vornehmen zu lassen. Doch auch dafür zahlt die Krankenkasse nicht.

Private Versicherung zahlt mehr für Wurzelkanalbehandlung

Die privat versicherten Patienten zahlen für eine Wurzelkanalbehandlung allerdings ein bisschen weniger bzw. bekommen mehr von der Krankenkasse erstattet. Es kommt hier natürlich auf die Vereinbarung in den Tarifen an, die die Versicherten natürlich nach Wahl abschließen können. Die Erstatttungshöhen liegen hier bei bis zu 80 Prozent. Und dies ist eine Summe, bei der ein Patient sicherlich nicht überlegt, ob er sich nun behandeln lässt oder nicht. Denn statt eine Wurzelkanalbehandlung durchführen zu lassen, entscheiden sich viele Patienten wenn sie damit Probleme bekommen aus Kostengründen für die Extraktion von dem betroffenen Zahn.

Weiterführende Infos zu Wurzelbehandlung:

Übersicht häufigste Zahnprobleme – Fragen und Antworten

Sie finden hier eine Übersicht der häufigsten Probleme in der Zahnmedizin. Wählen Sie unten ein Thema und erhalten alle Antworten über diese Thematik:

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Die Wurzelbehandlung Kosten:

Eine Wurzelbehandlung stellt manchmal die letzte Rettung für einen durch Karies zerstörten Zahn dar. Dazu entfernt der Zahnarzt das durch Karies zerstörte Zahnmark oder die Zahnwurzel und füllt anschließend den Zahn. Anlass für eine Wurzelbehandlung ist gewöhnlich eine entzündete oder vereiterte Zahnwurzel, die starke Schmerzen und eine dicke Wange verursacht. Die Prozedur nimmt viel Zeit in Anspruch und der Erfolg hängt von zahlreichen Faktoren ab. Durch die Wurzelbehandlung ist der Zahn zwar tot, dennoch kann er über viele Jahre hinweg seinen Dienst verrichten. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Wurzelbehandlung ganz oder teilweise unter bestimmten Voraussetzungen.

Was kostet eine Wurzelkanalbehandlung?:

Die Wurzelbehandlung erfordert vom Zahnarzt ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl. Bakterien, die beim Bohren in die Zahnwurzel eindringen, führen selbst nach Monaten oder Jahren zu erneuten Entzündungen. Die Kosten für eine Wurzelbehandlung hängen wesentlich vom Aufwand für das Ausbohren und Setzen der Füllungen ab. Bei einer durchschnittlichen Wurzelbehandlung liegt der Kassentarif bei 280 Euro, mit Zusatzleistungen bis zu 650 Euro. Auf den Patienten kommen bis zu 450 Euro als Eigenanteil hinzu. Die Erfolgsquote liegt beim Kassentarif unter 50, mit Zusatzleistungen über 50 Prozent. Insbesondere stark gekrümmte Wurzelkanäle erfordern eine umfangreiche und zeitintensive Desinfektion. Diese kann der Zahnarzt nicht über die gesetzliche Krankenkasse abrechnen.

Wer zahlt eigentlich die Wurzelbehandlung?

Gilt der Zahn als erhaltungswürdig, zahlt die Krankenkasse unter bestimmten Voraussetzungen den Kassentarif. Für den Patienten entstehen somit keine Kosten. Zusätzliche Leistungen wie die elektronische Längenmessung der Wurzelspitze oder bestimmte Verfahren der Desinfektion bezahlt der Patient als Eigenanteil. Wünscht der Patient eine weitergehende Behandlung oder erfolgt diese unter dem Mikroskop, ist sie als Privatbehandlung in voller Höhe zu zahlen. Gleiches gilt bei nicht erhaltungswürdigen Zähnen. Bei einer Wurzelbehandlung als Privatleistung liegt nach bisherigen Erkenntnissen die Erfolgsquote bei 98 Prozent.

Was genau zahlt die gesetzliche und private Krankenversicherung?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Wurzelbehandlung laut Kassentarif. Dieser beinhaltet das Aufbohren und anschließende Desinfizieren der Wurzelkanäle sowie Einbringen der Füllungen. Darüber hinausgehende Leistungen wie die Behandlung unter dem Mikroskop oder elektronische Längenmessung sind vom Patienten zu zahlen. Die privaten Krankenversicherungen sind dagegen kulanter und übernehmen je nach Vertrag auch die Kosten für Zusatzleistungen. Finanzielle Vorteile genießen Inhaber einer Zahnzusatzversicherung, die je nach gewähltem Tarif die Kosten ganz oder teilweise übernehmen.

Warum vorher informieren so wichtig?

Eine Wurzelbehandlung stellt einen umfangreichen Eingriff dar, der bis zu sieben Sitzungen beim Zahnarzt erfordert. Daher ist es gerade für Kassenpatienten von Vorteil, sich im Vorfeld über die anfallenden Kosten und mögliche Alternativen zu informieren. Der Zahnarzt erstellt vor der Wurzelbehandlung einen Kostenvoranschlag. Jedem Patienten steht es frei, bei einem weiteren Zahnarzt eine Zweitmeinung einzuholen oder die Kosten miteinander zu vergleichen. Auch unabhängige Gutachter sowie die Zahnärztekammern geben nützliche Hinweise. Wichtig ist, dass der Zahnarzt alle relevanten Positionen detailliert in seinem Kostenvoranschlag ausweist. Stuft er den Zahn als nicht erhaltungswürdig ein, sind das Ziehen und ein preiswerter Zahnersatz oftmals die bessere Alternative.

Unter welchen Voraussetzungen zahlt die gesetzliche Krankenkasse?

Die Wurzelbehandlung ist ein kostenintensives Verfahren zum Behandeln von kariösen Zähnen und entzündeten Zahnwurzeln. Die Aussichten auf einen Erfolg lassen sich vorab nicht einschätzen und hängen von verschiedenen Faktoren ab. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nur bei erhaltungswürdigen Zähnen unter folgenden Bedingungen:

  • die Zahnwurzel ist bis zu seiner Spitze erreichbar,
  • der Zahn lässt sich mit einer Füllung aus Zement oder Kunststoff verschließen,
  • Vermeiden einer einseitigen Freiendsituation bei Backenzähnen,
  • Erhalten einer geschlossenen Zahnreihe sowie
  • Erhalten von bestehendem Zahnersatz, wenn der zu behandelnde Zahn beispielsweise als Pfeiler für eine Brücke dient.

Zum Beurteilen des Schadens an den Zahnwurzeln fertigt der Zahnarzt ein Röntgenbild an. Auf diesem erkennt er die genaue Lage der Wurzelspitzen und kann den Aufwand der Behandlung im Vorfeld grob einschätzen. Der Patient reicht den Therapieplan des behandelnden Zahnarztes bei seiner Krankenkasse ein. Diese entscheidet dann anhand der erfüllten Kriterien über eine Kostenübernahme.

Wann zahlt nicht die Kasse?

Gilt der Zahn aus der Sicht des Zahnarztes als nicht mehr erhaltungswürdig oder wünscht der Patient zusätzliche Leistungen, sind diese privat zu zahlen. Dazu zählen:

  • ein unverhältnismäßig hoher Aufwand bei geringen Chancen auf Erfolg,
  • bereits wurzelbehandelte Zähne,
  • vorhandene Zahnlücken in der Zahnreihe,
  • der Einsatz spezieller Geräte wie Mikroskope sowie
  • eine Behandlung auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten.

Selbstverständlich steht es jedem Patienten frei, eine Wurzelbehandlung durchführen zu lassen, auch wenn die Krankenkasse die Kosten nicht übernimmt. Aufgrund der hohen Kosten lohnt es sich jedoch, über eine Alternative wie günstigen Zahnersatz anstelle einer Wurzelbehandlung nachzudenken.

Wenn die Kosten zu hoch, dann besser Zahn ziehen?

Je nach Aufwand zahlt der Patient für die Behandlung zwischen 200 und 1.000 Euro. Sind die Aussichten auf einen Erfolg ungewiss oder gilt der Zahn als nicht mehr erhaltungswürdig, empfiehlt sich dessen Extraktion. Oftmals ist der Erfolg einer Wurzelbehandlung erst nach Monaten erkennbar. Kommt es zu einer erneuten Entzündung der Zahnwurzel oder des Kieferknochens, raten viele Zahnärzte von einer weiteren Wurzelbehandlung ab. Die Extraktion des Zahnes und ein kostengünstiger Zahnersatz sind weniger aufwendig und somit zuschussfähig.

Was spricht für Wurzelkanalbehandlung?

Eine Wurzelbehandlung ist bei Zähnen mit entzündeter Zahnwurzel oder starkem Kariesbefall angezeigt. Durch das Entfernen der Zahnwurzel und anschließende Füllen mit Zement oder Kunststoff lässt sich der Zahn erhalten. Aus medizinischer Sicht ist der Zahn aufgrund der fehlenden Versorgung mit Blut und Nährstoffen tot, seine Funktion bleibt aber weitestgehend erhalten. Treten keine Komplikationen auf, leistet ein wurzelbehandelter Zahn über Jahre hinweg seinen Dienst und verursacht keine weiteren Kosten.

Was spricht dagegen ?

Sind die Wurzelspitzen erkrankt, raten viele Zahnärzte zu einer Wurzelspitzenresektion. Bei diesem aufwendigen Verfahren öffnet der Zahnarzt den Kieferknochen mit einem Bohrer und entfernt das entzündete Gewebe. Dann erfolgt ein Desinfizieren der Wunde und Füllen der Wurzel mit Zement oder Kunststoff. Zum Schluss vernäht der Zahnarzt die Wunde und zieht nach einer Woche die Fäden. Die Wurzelspitzenresektion erfordert ein präzises Arbeiten, das nicht alle Zahnärzte beherrschen. Durch ungenaues Arbeiten oder mangelnde Hygiene dringen Bakterien in die Wunde ein und entzünden das Gewebe. Daher ist eine Extraktion des erkrankten Zahnes oft die bessere Alternative.

Gibt es Beihilfe für Studenten, Auszubildende oder Hartz-IV-Empfänger?

Geringverdiener wie Auszubildende, Studenten oder Hartz-IV-Empfänger profitieren bei einer Wurzelbehandlung von dem Kassentarif. Alle darüber hinausgehenden Leistungen bezahlt der Patient aus eigener Tasche. Gleiches gilt bei nicht erfüllten Kriterien wie das Behandeln eines Zahnes mit starken Schäden und geringen Erfolgschancen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen keine Kosten für Therapien mit nicht eindeutigen Aussichten auf Erfolg. Ist nach einer Wurzelbehandlung ein Überkronen des Zahnes erforderlich, profitieren Geringverdiener mit einem Bruttoeinkommen von weniger als 1050 Euro monatlich von der sogenannten Härtefallregelung.

In welchen Fällen müssen Sie die Kosten für die Behandlung übernehmen?

Schätzt der Zahnarzt den Zahn aufgrund des Befundes als nicht erhaltungswürdig ein, ist die Wurzelbehandlung eine Privatsache und vom Patienten zu bezahlen. Gleiches gilt bei bereits wurzelbehandelten Zähnen und solche, die in einer lückenhaften Zahnreihe stehen. Macht sich der Einsatz spezieller Geräte erforderlich, geht dies zulasten des Patienten. Deshalb empfiehlt es sich, vor Beginn einer Wurzelbehandlung einen detaillierten Kostenvoranschlag zu vereinbaren, der sämtliche Positionen enthält. Dieser ist kostenlos und verpflichtet zu nichts. Mitglieder einer privaten Krankenkasse sowie Zahnzusatzversicherung profitieren je nach Anbieter und gewähltem Tarif von diversen Zuschüssen oder einer Kostenübernahme.

Höhere Kosten durch Laserbehandlung?

Das Behandeln einer entzündeten Zahnwurzel mit Laser stellt eine innovative Methode dar, die eine höhere Erfolgsquote verspricht. Laut aktueller Studien liegt diese bei 90 Prozent. Der feine Laserstrahl tötet Bakterien schneller und sicherer als die bekannten Verfahren zur Desinfektion, da er bis in die entlegensten Ecken vordringt. Durch das vollständige Abtöten der Bakterien sind wesentlich weniger Komplikationen zu erwarten. Die gesamte Prozedur erfolgt wie bei der klassischen Methode unter örtlicher Betäubung. Nach dem Füllen der Wurzel erfolgt das Verschließen mit dem Laser. Diese Methode erfordert allerdings moderne und teure Geräte, die nicht jedem Zahnarzt zur Verfügung stehen. Dadurch entstehen für den Patienten hohe Kosten, da die gesetzlichen Kassen diese nicht übernehmen. In der Regel überweisen die Zahnärzte ihre Patienten zu einem Spezialisten, der über die erforderliche Technik und das nötige Wissen verfügt.

Welche Zusatzkosten können anfallen?

Wurzelbehandelte Zähne verfärben sich nach einiger Zeit bräunlich, außerdem brechen sie leichter. Daher raten die Zahnärzte zum Überkronen. Je nach gewähltem Material fallen hierbei zusätzliche Kosten für das Anfertigen und Eingliedern der Krone an. Im sichtbaren Frontzahnbereich gehören vestibulär verblendete Zahnkronen zur Regelversorgung, für welche die gesetzliche Krankenkasse Zuschüsse zahlt. Wünscht der Patient eine vollverblendete Krone oder Keramik im Backenzahnbereich, zahlt er den Eigenanteil. Außerdem entstehen zusätzliche Kosten durch den Einsatz spezieller Techniken wie die elektronische Längenmessung. Diese erlaubt ein genaueres Lokalisieren der Wurzelspitze und ein präziseres Arbeiten. Viele Zahnärzte weisen die zusätzlichen Kosten gesondert in ihrem Kostenvoranschlag aus.

Die Aussicht auf einen Erfolg liegt bei der klassischen Wurzelbehandlung bei 50 Prozent. Komplikationen entstehen durch ungenaues Arbeiten, mangelnde Hygiene oder unvollständiges Desinfizieren der Wurzel. Der Erfolg zeigt sich oftmals erst nach Monaten oder Jahren. Treten Komplikationen auf oder entzündet sich die Wurzel erneut, ist die gesamte Prozedur zu wiederholen oder der Zahn zu ziehen. Aufgrund der geringen Erfolgsquote übernehmen die gesetzlichen Kassen die Kosten für eine zweite Wurzelbehandlung nicht. Dem Patienten bleibt die Wahl zwischen dem Selbstzahlen oder der Extraktion des Zahnes. Viele Zahnärzte empfehlen die letztere Variante, da jeder weitere Therapieversuch die Erfolgschancen minimiert. Dagegen erhöht sich das Risiko weiterer Komplikationen, die letztlich in einem Zahnverlust enden.

Wurzelbehandlung Kosten

Eine Wurzelbehandlung ist eine Therapie der durch Bakterien infizierten Zähne. Diese ist vor allem notwendig, wenn das Innere des Zahns, das Zahnmark, betroffen ist. Eine Entzündung kann sehr schmerzhaft sein. Wenn der Zahn zu verfaulen droht, hilft nur noch eine Wurzelbehandlung. Hierbei muss der Zahnarzt die Wurzelkanäle aufbohren und den Nerv entfernen. Der Hohlraum wird wieder geschlossen. Eine derartige Behandlung ist teuer. Sie kann zwischen 200 Euro und 1000 Euro kosten. Die Höhe der Kosten richten sich nach dem Aufwand, den der Zahnarzt hat. Einen Teil der Kosten rechnet der Zahnarzt privat ab. Das bedeutet, dass die Zahnarzt Rechnung unerwartet meist ins Haus flattert. Aufklärung wird nur selten betrieben. Doch die Krankenkassen übernehmen nicht alle Kosten für eine Wurzelbehandlung. Denn die Krankenkasse übernimmt nur dann die Kosten, wenn gute Aussichten bestehen, dass der Zahn erhalten werden kann. Nach der Ursache wird in der Regel nicht gefragt.

Bei 62 % der Leser wurden die Kosten für ihre Wurzelbehandlung

von ihrer gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

Denn nach der Fachmeinung trägt der Patient dann, wenn der Zahn zu verfaulen droht, eine nicht unwesentliche Mitschuld. Für Backenzähne gelten im Bezug auf die Wurzelbehandlung besondere Regelungen. Damit die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung übernimmt, muss der Zahnarzt den Zahn bis fast zur Spitze aufbereiten können, damit die Entzündung vollständig entfernt ist. Bei Backenzähnen muss mindestens eine von drei Bedingungen zusätzlich erfüllt sein:

1. Der Backenzahn steht in einer vollständigen Zahnreihe, und zwar ohne Lücke.

2. Eine derartige Behandlung verhindert, dass auf einer Seite die letzten Backenzähne fehlen

3. Ist bereits ein Zahnersatz vorhanden, an dem eine Brücke hängt, zahlt die Krankenkasse ebenfalls.

Wird die Wurzelbehandlung kompliziert, zahlt die Krankenkasse auch in diesem Fall nicht alle Kosten. Die Krankenkasse zahlt jedoch, da die Wurzelbehandlung bewirkt, dass der Zahn zwar abstirbt, aber dennoch im Gebiss verbleiben kann. Ob dies auf Dauer so ist, das prognostiziert der Zahnarzt bei späteren Untersuchungen.

Wurzelbehandlung – Wann zahlt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten? (Video)

Kein Zahnerhalt möglich, keine Zahlung durch die GKV

Insbesondere wenn die Erfolgsaussicht unklar sind, dass der Zahn erhalten werden kann, zahlt die Krankenkasse nicht. Dabei müssen vom Zahnarzt zuvor natürlich die anatomischen Gegebenheiten im Gebiss genau beurteilt worden sein. Viele Details lassen sich nur auf dem Röntgenbild erkennen, das viele der Wurzelkanäle schwer zu finden bzw. stark gekrümmt sind. Wenn der Zahnarzt meint, dass die Erfolgsaussichten für die Erhaltung des Zahnes trotz Wurzelbehandlung nur sehr gering sind, muss der Patient die Kosten für die Behandlung selbst tragen. Eine Alternative zur Wurzelbehandlung gibt es dann allerdings nicht, wobei es meist dann darauf hinaus läuft, dass der Zahn gezogen wird. Paradoxerweise übernimmt die Krankenkasse dafür dann die Kosten. Doch dies ist natürlich genau zu überlegen, denn ein Zahnlücke ohne weitere Behandlung gibt es meist nicht. Und die Folgekosten dafür können hoch sein. Aus diesem Grund entscheiden sich dann letztlich doch viele Patienten die Kosten aus eigener Tasche zu bezahlen, wenn eine Wurzelbehandlung vorgeschlagen wurde.

Das zahlt die GKV

Die Kosten für eine Wurzelbehandlung entstehen im Wesentlichen durch den Aufwand für das Ausbohren und das Setzen der Füllungen durch den Zahnarzt. Die Wurzelbehandlung an sich kostet um die 200 Euro, die Zusatzleistungen noch einmal 600 bis 800 Euro. Die GKV zahlt wenn der Zahn dadurch erhalten werden kann, einen Festzuschuss von 50 Prozent. Die Höhe des Eigenanteils ist natürlich bei einer aufwändigen Behandlung sehr hoch. Dies trifft vor allem bei stark gekrümmten Wurzelkanälen zu. Diese erfordern eine umfangreiche und zeitintensive Desinfektion. Dafür kann der Patient zwar nicht, weil es sich hier um eine anatomische Veranlagung handelt.

Bei 45 % der Leser war die Wurzelbehandlung bei ihrem Zahnarzt erfolgreich.

Doch in diesem Fall kann der Mehraufwand, den der Zahnarzt dadurch hat, nicht über die Krankenkasse abgerechnet werden. Wenn der Zahn vom Zahnarzt sogar als erhaltungswürdig eingestuft wird, dann zahlt die Krankenkasse unter bestimmten Voraussetzungen den sogenannten Kassentarif. In diesem Fall fallen für den Patienten keine Kosten an, weil die Krankenkasse das, was der Zahnarzt dafür bekommt, zu 100 Prozent übernimmt. Doch auch hier gilt: Zusätzliche Leistungen wie die elektronische Längenmessung der Wurzelspitze oder die Anwendung von bestimmten Verfahren bei der Desinfektion muss der Patient als Eigenanteil selbst bezahlen. Und wenn der Patient eine weitergehende Behandlung wünscht oder diese notwendigerweise erfolgen muss, rechnet der Zahnarzt diese Leistungen über eine Privatbehandlung in voller Höhe ab, die vom Patienten dann auch zu zahlen ist. Ist der Patient anderer Meinung und denkt, dass der Zahn erhalten werden kann, kann er sich natürlich noch von einem anderen Zahnarzt eine Zweitmeinung einholen.

Alle Fragen und Antworten zu Wurzelbehandlung Kosten

Privat versichert – abhängig vom Vertrag

Wenn ein Patient privat versichert ist, kann es ein, dass auch er die Kosten für eine Wurzelbehandlung selbst tragen muss. Es kommt hier ganz auf die Vertragsgestaltung an. Denn auch bei den privat versicherten Patienten sind nicht alle Leistungen inklusive. Doch die Privaten Krankenkassen reagieren im Bezug auf die Übernahme von Kosten für eine Wurzelbehandlung kulanter bzw. haben entsprechende Tarifmodelle, die die Kostenübernahme hier vorsehen. Wichtig ist, dass sich die Patienten vor der Behandlung informieren, ob ihre Krankenkasse die Kosten übernimmt oder nicht. Aus diesem Grund ist es wichtig sich auch als Privatpatient einen Heil- und Kostenplan ausstellen zu lassen, so dass die Krankenkasse genau weiß, was der Patient für ein genaues Problem hat. Und auch der Patient weiß in diesem Fall sehr genau, was finanziell durch eine Wurzelbehandlung auf ihn zukommt.

58% unserer Leser haben Zahnlücke nicht ersetzt weil zu teuer.

Vorherige Absprache immer notwendig

Wenn der Patient für eine Wurzelbehandlung nun von einem Zahnarzt eine Kostenrechnung erhalten sollte, wenn dies vorher nicht abgesprochen wurde, dann muss er diese nicht zahlen. Denn der Zahnarzt muss den Patienten stets über die Höhe der Kosten für eine Zahnbehandlung aufklären. Gerade bei einer Wurzelbehandlung kommt es schon mal vor, dass hier nicht mit dem Patienten gesprochen wird, da die Krankenkasse in der Regel die Kosten eh nicht übernimmt. Kommt es zu keiner Einigung zwischen Patienten und Zahnarzt, kann der Patient sich an die Kassenzahnärztliche Vereinigung oder die Berufsaufsicht der Zahnärztekammer wenden. Wenn der Arzt auch dann nicht einlenkt, kommt es zwangsläufig zu einem Rechtsstreit.

Zahnzusatzversicherung sinnvoll

Der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung ist natürlich auch sinnvoll für eine Wurzelbehandlung. Diese Art der Behandlung sollte auf jeden Fall einbezogen werden in den Vertragsinhalt. Denn dadurch wird die Garantie übernommen, dass die Versicherung auch dann zahlt, wenn der Zahn gezogen werden muss oder nach Meinung des Zahnarztes nicht erhaltungswürdig ist.

Wie hoch mein Eigentanteil für eine Wurzelbehandlung ?

Übersicht häufigste Zahnprobleme – Fragen und Antworten

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Источники: http://www.kosten-beim-zahnarzt.de/wurzelbehandlung-das-zahlt-die-kasse.html, http://www.zahnersatzguenstig.com/Wurzelbehandlung-Kosten.html, http://www.kosten-beim-zahnarzt.de/wurzelbehandlung-kosten.html

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