Wie hoch ist die krankenversicherung bei rentnern

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Krankenversicherung der Rentner

Die gesetzliche Krankenversicherung im Ruhestand

  • Zuletzt aktualisiert: 2. August 2017
  • Von: Annika Krempel

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) ist gar keine Krankenkasse, sondern ein Status: KVdR-Versicherte gelten als pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
  • Ein Vorteil der KVdR ist, dass auf private Einkünfte wie Mieteinnahmen, Privatrenten oder Zinsen keine Krankenkassenbeiträge zu zahlen sind.
  • Wer zu 90 Prozent der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens gesetzlich versichert war, darf in die KVdR. Zum 1. August 2017 gilt eine neue Regelung, die vielen Rentnern den Eintritt in die Pflichtversicherung erleichtern.
  • Wer im Alter nicht über die KVdR versichert ist, kann sich unter Umständen freiwillig gesetzlich versichern. Dann gelten jedoch andere Regeln.
  • Privat krankenversicherte Rentner haben gegebenenfalls Anspruch auf einen Zuschuss zur PKV.

So gehen Sie vor

  • Versicherte sollten sich möglichst vor dem 40. Lebensjahr entscheiden, ob sie langfristig gesetzlich oder privat versichert sein wollen.
  • Lassen Sie zum Rentenbeginn von der Krankenkasse prüfen, ob Sie in die Krankenversicherung der Rentner dürfen.
  • Sind Sie bereits in Rente, können Sie durch die neue Regelung möglicherweise nachträglich in die KVdR wechseln. Stellen Sie bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag, um die Vorversicherungszeit unter den neuen Voraussetzungen prüfen zu lassen.
  • Auch wer in der Krankenversicherung der Rentner ist, kann seine Krankenkasse frei wählen.

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Wer sich Gedanken um Rente und Altersvorsorge macht, sollte auch unbedingt an die Beiträge für die Krankenversicherung im Alter denken. Denn die Unterschiede in der Beitragshöhe sind je nach Krankenversicherungsstatus zum Teil enorm. Vor allem wer von der privaten Krankenversicherung (PKV) in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zurückgewechselt ist, muss auf einige komplizierte Regelungen achten.

Krankenversicherungsstatus im Alter

Wer in Rente geht, gehört bezüglich der Krankenversicherung zu einer von drei Gruppen:

  • Rentner, die in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert sind,
  • Rentner, die freiwillig gesetzlich versichert sind oder
  • Rentner, die privat krankenversichert sind.

Die Begriffe „pflichtversichert“ und „freiwillig versichert“ sind dabei irreführend: Denn in aller Regel ist es von Vorteil, in die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) zu dürfen. Rentner mit diesem Krankenversicherungsstatus zahlen in aller Regel deutlich geringere Krankenkassenbeiträge als Senioren, die sich freiwillig gesetzlich krankenversichern. Denn wer nicht in die Krankenversicherung der Rentner darf, zum Beispiel weil er lange privat versichert war und dann zurückgewechselt ist, muss auch auf alle Einkünfte aus Mieteinnahmen, Zinsen oder private Rentenversicherungen Beiträge zur Krankenversicherung abführen.

Für Privatversicherte spielt die Krankenversicherung der Rentner ohnehin keine Rolle. Senioren mit privater Krankenversicherung sollten aber einen Zuschuss zur PKV beantragen, wenn sie gesetzliche Rente beziehen. Diesen Zuschuss können auch freiwillig gesetzlich versicherte Rentner beantragen.

Was ist die Krankenversicherung der Rentner?

Die Krankenversicherung der Rentner ist keine eigene Krankenkasse. Vielmehr handelt es sich dabei um die Bezeichnung für einen Status: Wer gesetzliche Rente bekommt und für eine bestimmte Vorversicherungszeit gesetzlich versichert war, gilt als pflichtversichert in der KVdR. Wer auf diese Weise krankenversichert ist, zahlt lediglich Krankenkassenbeiträge auf die gesetzliche Rente, auf Arbeitseinkommen und auf sogenannte Versorgungsbezüge wie Betriebsrenten, Pensionen oder Zahlungen von Versorgungswerken. Die erwähnten privaten Einkünfte bleiben dagegen beitragsfrei. Im Übrigen können auch Rentner, die in der KVdR versichert sind, ihre Krankenkasse frei wählen und gegebenenfalls wechseln.

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Annika Krempel

Expertin für Versicherungen

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Regelungen zur Vorversicherungszeit

In die Krankenversicherung der Rentner darf, wer in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens zu 90 Prozent gesetzlich versichert war (9/10-Regelung, § 5 Abs. 1.11 SGB V). Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie während Ihrer Erwerbstätigkeit in der GKV pflichtversichert, freiwillig versichert oder familienversichert waren – es genügt, dass Sie überhaupt in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert waren. Die Zeit des Erwerbslebens reicht dabei vom Beginn der ersten Erwerbstätigkeit, einschließlich Berufsausbildung und Selbstständigkeit, bis zum Zeitpunkt des Antrags auf gesetzliche Rente. Wer nicht berufstätig war, bei dem gilt der Termin der Heirat oder der 18. Geburtstag.

Ein Ingenieur arbeitet nach seinem Studium mit 25 als Angestellter und ist gesetzlich krankenversichert. Nach ein paar Jahren macht er sich selbstständig und wechselt in die private Krankenversicherung. Mit 47 muss er seine Selbstständigkeit aufgeben und geht wieder in ein Angestelltenverhältnis. Im Zuge dessen kehrt er in die GKV zurück. Mit 65 geht er schließlich in Rente.

Der Ingenieur in diesem Beispiel darf in die Krankenversicherung der Rentner, da er die Vorversicherungszeit gerade so erfüllt: Er war 40 Jahre lang erwerbstätig. Die zweite Hälfte seines Erwerbslebens begann mit 45. Von diesen 20 Jahren war er 18 Jahre lang gesetzlich versichert, das entspricht genau 90 Prozent dieses relevanten Zeitraums.

Mit der Reform des Heil- und Hilfsmittelgesetzes gilt zum 1. August 2017 außerdem eine neue Regelung zur Vorversicherungszeit. Jeder Versicherte erhält pauschal pro Kind drei Jahre als Vorversicherungszeit angerechnet, unabhängig von der Krankenversicherung des Ehe- oder Lebenspartners (§5 Abs. 2 Satz 3 SGB V). Dabei kommt es nicht darauf an, ob das Kind tatsächlich von der Person betreut wurde. Jedes Elternteil erhält drei Jahre pro Kind angerechnet. Zu den Kindern zählen auch Adoptivkinder, Pflegekinder und Stiefkinder. Die Zeiten werden automatisch der zweiten Hälfte des Erwerbslebens zugerechnet, auch wenn die Geburt der Kinder früher war.

Besonders für Partner von privat Krankenversicherten ist dies eine Verbesserung. Es profitieren vor allem Frauen von Beamten, Richtern oder Selbstständigen. Denn viele von ihnen waren während der Erziehungszeit nicht gesetzlich krankenversichert und erfüllten mitunter deswegen nicht die erforderliche Vorversicherungszeit. Das neue Gesetz schließt diese Lücke.

Lassen Sie die Vorversicherungszeit prüfen

Freiwillig versicherte Rentner können durch das neue Heil- und Hilfsmittelgesetz nachträglich in die Krankenversicherung der Rentner wechseln, falls sie nun die erforderliche Vorversicherungszeit erfüllen. Fordern Sie Ihre Krankenkasse dazu auf, die Zeiten zu überprüfen. Ein formloser Antrag genügt. Es ist sinnvoll, als Beleg gleich Geburtsurkunden der Kinder oder andere Nachweise mitzuschicken.

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Wie viel Beitrag muss ein Rentner bezahlen?

Für einen Rentner ist entscheidend, auf welche Einnahmen er Beiträge zur Krankenversicherung bezahlen muss. Dabei werden die folgenden Einkünfte unterschieden:

  • gesetzliche Rente – Altersrente, Rente aus dem Ausland, Witwenrente;
  • Versorgungsbezüge – Betriebsrenten, Direktversicherungen, Pensionskassen und -fonds, Unterstützungskassen, Zusatzversorgungen, Renten aus Versorgungswerken, betrieblich abgeschlossene Riester-Renten, Beamtenpensionen;
  • Erwerbseinkommen – aus angestellter oder selbstständiger Tätigkeit;
  • private Einnahmen – Miet- und Pachteinkünfte, Kapitalerträge, private Renten einschließlich privat abgeschlossener Riester-Renten.

Auf diese Einkommensgruppen entfallen unterschiedliche Beitragssätze; je nachdem, ob der Versicherte in der Krankenversicherung der Rentner ist oder nicht. Die folgende Tabelle schlüsselt das auf. Auf gesetzliche Renten zahlen sowohl KVdR-Versicherte wie freiwillig gesetzlich versicherte Rentner nur den halben Beitrag plus Zusatzbeitrag, genau wie ein Arbeitnehmer auf sein Gehalt. Auf Versorgungsbezüge, also vor allem auf Leistungen aus betrieblicher Altersvorsorge, entfällt dagegen der volle Beitrag, was alle Arten von Betriebsrenten deutlich schmälert. Das Gleiche gilt für Erwerbseinkommen aus einer selbstständigen Tätigkeit neben der Rente.

GKV-Beiträge als Rentner

*Zusätzlich zum Beitragssatz muss der Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse bezahlt werden.

Quelle: GKV-Beitragssätze von 2017 (Stand: Januar 2017)

Wenn Senioren die Kriterien für die Aufnahme in die Krankenversicherung der Rentner nicht erfüllen, haben sie dennoch die Möglichkeit, sich weiterhin freiwillig gesetzlich zu versichern, sofern sie bereits vor dem Renteneintritt bei einer gesetzlichen Kasse waren und die Vorversicherungszeiten erfüllen. Allerdings müssen sie dann auf alle Einnahmen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung entrichten. Neben Rente, Versorgungsbezüge und Erwerbseinkommen sind das zum Beispiel auch Einnahmen aus Miete oder Pacht sowie aus Kapitalvermögen, auch Leistungen aus privaten Lebens- und Rentenversicherungen sind dann nicht mehr beitragsfrei.

Zusatzbeitrag der Krankenkassen auch für Rentner

Zusätzlich zahlen gesetzlich krankenversicherte Rentner noch einen Zusatzbeitrag von durchschnittlich 1,1 Prozent, den viele Krankenkassen erheben. Auch ein Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung von derzeit 2,55 Prozent (2,8 Prozent für Kinderlose) muss von Rentnern geleistet werden. Für beides gibt es keinen Zuschuss von der gesetzlichen Rentenversicherung. In jedem Fall müssen Beiträge aber nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung von derzeit 52.200 Euro im Jahr bezahlt werden. Auf alle Einnahmen oberhalb dieser Grenze zahlen auch Rentner keine GKV-Beiträge.

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Tipp: Rechtzeitig für ein System entscheiden

Freiwillig gesetzlich versicherte Rentner zahlen in der Regel also deutlich höhere Beiträge für ihre Krankenversicherung. Für Kassenpatienten ist es daher erstrebenswert, im Alter in die Krankenversicherung der Rentner aufgenommen zu werden. Eine zu späte Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung kann sich diesbezüglich rächen. Deshalb empfehlen wir, die Entscheidung, ob Sie sich langfristig gesetzlich oder privat versichern möchten, noch vor dem 40. Lebensjahr zu treffen.

Weitere Informationen können Sie dem Merkblatt „Krankenversicherung der Rentner (KVdR)“ der Deutschen Rentenversicherung entnehmen.

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Artikel verfasst von

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Gesetzliche Krankenversicherung für Rentner

Wer während seines Erwerbslebens die meiste Zeit gesetzlich versichert war, ist dies meist auch als Rentner. Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen versicherungspflichtigen und freiwillig versicherten Rentnern. Wir erklären den Unterschied.

Wer während seines Erwerbslebens gesetzlich krankenversichert war, bleibt in der Regel auch als Rentner Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung. Es gibt dabei einen Unterschied zwischen Rentnern, die versicherungspflichtig, und solchen, die freiwillig gesetzlich versichert sind.

Versicherungspflichtige Rentner

Pflichtversichert sind alle Rentner, die bestimmte Vorversicherungszeiten erfüllen. Sie müssen während der zweiten Hälfte ihres Erwerbslebens mindestens 90 Prozent der Zeit gesetzlich versichert gewesen sein. Hierbei zählen neben Zeiten einer Pflichtversicherung ebenfalls Phasen mit einer freiwilligen Versicherung oder Familienversicherung über den Partner.

Vorversicherungszeit für Rentner mit Kindern

Rentner mit Kindern erhalten zusätzliche Zeiten für die Kindererziehung angerechnet: Für jedes eigene Kind sowie Stief- oder Pflegekind werden dem Rentner pauschal drei Versicherungsjahre gutgeschrieben. Es ist hierbei unerheblich, ob man das Kind selbst großgezogen hat.

Versicherungspflichtige Rentner sind in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) versichert. Sie müssen auf ihre gesetzliche Rente nur die Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes zahlen – das sind derzeit 7,3 Prozent. Die anderen 7,3 Prozent zahlt die KVdR.

Hinzu kommt noch der Zusatzbeitrag der jeweiligen gesetzlichen Krankenkasse: Der durchschnittliche Zusatzbeitrag der GKV beträgt dabei im Jahr 2018 1,0 Prozent.

Verlangt die Kasse etwa 1,0 Prozent, muss der Rentner auf seine gesetzlichen Versorgungsbezüge insgesamt 8,3 Prozent zahlen.

Geht er neben dem Bezug seiner Altersrente arbeiten, muss er auf die Einkünfte aus dieser Erwerbsarbeit den vollen Beitragssatz der Kasse sowie den Zusatzbeitrag zahlen – die KVdR beteiligt sich hieran nicht.

Das gleiche gilt für Versorgungsbezüge. Dazu gehören etwa Leistungen aus einer betrieblichen Altersversorgung (zum Beispiel eine Betriebsrente oder über den Betrieb abgeschlossene Riester-Rente) oder eine Beamtenpension.

Freiwillig versicherte Rentner

Erfüllt ein Rentner die Vorversicherungszeiten für die Versicherungspflicht nicht, kann er sich unter bestimmten Bedingungen freiwillig gesetzlich versichern. Er muss dann den allgemeinen Beitragssatz der GKV in voller Höhe auf seine Rente zahlen. Von seinem Rentenversicherungsträger erhält er jedoch auf Antrag die Hälfte der Beiträge zurück.

* Zuschuss des Rententrägers berücksichtigt.

Vorteil für versicherungspflichtige Rentner

Der große Vorteil für versicherungspflichtige Rentner: Auf private Einnahmen wie etwa Mieteinkünfte, Zinsen oder private Renten zahlen sie keine Krankenversicherungsbeiträge. Anders ist dies bei freiwillig versicherten Rentnern: Sie müssen darauf einen Beitragssatz von 14 Prozent zahlen – sowie den jeweiligen Zusatzbeitrag ihrer Krankenkasse.

Egal, ob freiwillig versichert oder versicherungspflichtig – alle Rentner zahlen Krankenversicherungsbeiträge maximal auf Einkünfte in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze. Diese liegt im Jahr 2018 bei 53.100 Euro.

Familienversicherung für den Partner

Der Ehe- oder Lebenspartner eines Rentners ist unter bestimmten Voraussetzungen kostenlos familienversichert. So darf die Ehefrau oder der Ehemann kein regelmäßiges monatliches Einkommen – etwa eine eigene Rente – von mehr als 435 Euro haben. Bei einem Mini-Job liegt diese Grenze bei 450 Euro.

Zudem darf der Partner nicht hauptberuflich selbstständig tätig sein, damit eine Familienmitversicherung möglich ist. Der Partner, der mitversichert ist, muss keine eigenen Beiträge zahlen.

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Mit welchen Beiträgen Sie rechnen müssen

Informationen zu den Beitragssätzen

Als versicherungspflichtiger Rentner müssen Sie aus Ihrer gesetzlichen Rente Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Dies erledigt Ihre Rentenversicherung für Sie.

Beteiligung an Krankenversicherungsbeiträgen

Die Beitragshöhe richtet sich zum einen nach dem Betrag Ihrer Rente und zum anderen nach dem allgemeinen Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung. Dieser beträgt derzeit einheitlich für alle Krankenkassen 14,6 Prozent. Hiervon tragen Sie und Ihr Rentenversicherungsträger jeweils 7,3 Prozent. Der Rentenversicherungsträger behält Ihren Anteil jeweils bei der monatlichen Rentenzahlung ein und leitet diesen zusammen mit seinem Beitragsanteil an den Gesundheitsfonds weiter. Darüber hinaus können die Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben. Diesen tragen Sie alleine, der Beitrag wird aber ebenfalls direkt von der Rente einbehalten und vom Rentenversicherungsträger an den Gesundheitsfonds weitergeleitet.

Walter T. erhält eine monatliche Rente in Höhe von 1.000 Euro.

Der aufgrund der Rente zu zahlende Krankenversicherungsbeitrag (14,6 Prozent von 1.000 Euro) beträgt 146 Euro. Diesen Beitrag tragen Walter T. und sein Rentenversicherungsträger zu gleichen Teilen. Die Krankenkasse von Walter T. erhebt einen Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent. Diesen Zusatzbeitrag hat Walter T. alleine zu tragen.

146 Euro : 2 = 73 Euro

1,1 Prozent von 1.000 Euro = 11 Euro

Walter T. hat somit einen Beitrag in Höhe von 84 Euro (73 Euro + 11 Euro) zu zahlen. Die Rentenversicherung leitet ihren Beitragsanteil in Höhe von 73 Euro und den Beitrag von Walter T. in Höhe von 84 Euro an den Gesundheitsfonds.

Haben Sie mehrere Renten, beispielsweise eine Altersrente und eine Witwenrente, zahlen Sie aus jeder Rente Beiträge zur Krankenversicherung. Auch Versorgungsbezüge oder Einkommen aus Selbstständigkeit sind beitragspflichtig. Dabei gilt aktuell die Beitragsbemessungsgrenze von 4.425,00 Euro.

Seit dem 1. Juli 2011 sind auch gesetzliche Renten aus dem Ausland beitragspflichtig. Für die Berechnung der Beiträge gilt ein verminderter allgemeiner Beitragssatz. Die Beiträge tragen Sie allein und zahlen sie selbst an Ihre Krankenkasse.

Für Pflegeversicherungsbeiträge gibt es keinen Zuschuss

Als freiwillig krankenversicherter Rentner sind Sie versicherungspflichtig in der sozialen Pflegeversicherung. Die Beiträge zur Pflegeversicherung tragen Sie alleine. Der Beitragssatz beträgt einheitlich 2,55 Prozent und 1,25 Prozent für beihilfeberechtigte Personen wie zum Beispiel Beamte.

Kinderlose Rentner, die nach 1939 geboren sind und das 23. Lebensjahr bereits vollendet haben, zahlen außerdem einen Beitragszuschlag von 0,25 Prozent. Für sie beträgt der Beitragssatz somit 2,8 Prozent oder bei bestehender Beihilfeberechtigung 1,5 Prozent. Als Kinder zählen leibliche Kinder sowie Adoptiv-, Stief- oder Pflegekinder.

Für die Beitragsberechnung werden – wie auch bei den Krankenversicherungsbeiträgen – sämtliche Einkünfte und Einkommensarten herangezogen.

Zu Ihren Pflegeversicherungsbeiträgen zahlen die Rentenversicherungsträger keinen Zuschuss.

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