Welche versicherung brauche ich

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Verbraucher-Check | Ab wann brauche ich

Haftpflicht, Hausrat, Unfall: Welche Versicherung brauche ich wirklich? Und vor allem wann?

Die ZeitschriftFinanztest“ hat den Check gemacht und sagt, welche Policen Berufsanfänger, Paare, Rentner und Autofahrer brauchen.

► Ein absolutes MUSS

Auf eine Kranken- und private Haftpflichtversicherung kann niemand verzichten. Kinder sind dabei oft über ihre Eltern mitversichert.

Empfehlung: Hunde- oder Pferdebesitzer sollten eine Tierhalterhaftpflicht abschließen.

Vorteil von Haftpflichtverträgen: Im Schadensfall haftet der Versicherte nicht seinem eigenen Vermögen.

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► Nach dem 18. Geburtstag

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Eine Auslandskrankenversicherung für eine Reise ist häufig die erste Police, um die sich ein Volljähriger kümmern muss. Grund: Bei vielen Verträgen sind im Familientarif Kinder nur bis zu ihrem 18. Geburtstag mitversichert. Gute Tarife gibt es schon für rund zehn Euro.

Wer bei den Eltern auszieht, seinen ersten eigenen Haushalt gründet, braucht eine Hausratversicherung.

Spätestens mit dem 25. Geburtstag endet die kostenlose Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse. Wer mehr als 385 Euro im Monat verdient, fliegt schon vorher raus.

Nicht ganz so wichtig ist eine Zahnzusatzversicherung. Sie kann vor allem für Kassenpatienten interessant sein.

Überflüssig und teuer sind Ausbildungs-, Krankenhaustagegeld- und Reisegepäckversicherungen. Handy- oder Laptop-Policen sind ebenfalls nur selten sinnvoll.

Wer arbeitet, sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben. Sie zahlt eine Rente, wenn der Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann.

Wer aus Gesundheitsgründen keine Police bekommt oder nur zu sehr schlechten Konditionen, kann sich mit einer Erwerbsunfähigkeits- oder Unfallversicherung absichern.

Eine Berufsunfähigkeitspolice kann eine Unfallversicherung nicht ersetzen. Grund: Sie zahlt nur bei Krankheit. Bei einem Unfall (z.B. Verlust des Gehörs oder einer Hand) ginge der Verbraucher leer aus.

Bei der Wahl des Anbieters sollte man auf jeden Fall auf einen leistungsstarken Tarif achten. Eine Vollinvalidität muss mindestens mit 500 000 Euro abgesichert sein.

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► Gemeinsame Wohnung

Mit dem Einzug in eine gemeinsame Wohnung kann man sich doppelte Policen sparen, dazu zählen in der Regel die Privathaftpflicht, die Hausrats- und Auslands-Krankenversicherung.

Der jeweils jüngere Vertrag kann gekündigt werden.

► Familiengründung

Bei Hauskauf oder Familiengründung sollten Partner und Kinder abgesichert werden. Das geht über eine Risikolebensversicherung. Sie bietet im Todesfall ausreichend Absicherung für die Hinterbliebenen. Eine Kapitallebensversicherung ist häufig zu teuer.

Kinder werden fast immer von der privaten Haftpflichtpolice mitversichert.

ACHTUNG: Nicht jeder Anbieter kommt für Schäden auf, die Kinder unter sieben Jahren anrichten. Fährt z. B. das Kind mit seinem Roller gegen das Autos des Nachbarn, kann es unangenehm werden, wenn die Versicherung nicht zahlt. Tipp: Der Schutz sollte Schäden von „deliktunfähigen“ Kindern einschließen.

Hält die Ehe nicht, müssen die Verträge wieder angepasst werden. Bei Lebensversicherungen und Unfallpolicen mit Todesfallleistung sollte der eingetragene Bezugsberechtige überdacht werden.

► Rentenalter

Mit Rentenbeginn endet die Berugsunfähigkeitsversicherung automatisch.

Die Unfallversicherung wird dagegen gerade im Alter wichtig. Für ältere Menschen gibt es spezielle Senioren-Unfallverträge. Sie zahlt z.B. auch für eine Haushaltshilfe, wenn man vorübergehend Hilfe benötigt.

Ist der Tod Folge eines Unfalls, müssen die Angehörigen schnell handeln und innerhalb von 48 Stunden die Unfallversicherung informieren. Bei Haftpflicht- und Hausratspolicen kommt es darauf an, ob Familienmitglieder mitversichert sind. Wenn ja, bleibt der Schutz auch über den Tod hinaus bestehen.

Versicherungen: So versichern Sie sich richtig – und sparen

Ihr persönlicher Versicherung­scheck

Machen Sie Bestands­aufnahme: Welche Versicherungen haben Sie? Welche sollten Sie über­prüfen, welche kündigen? Der Bedarf ändert sich oft mit einem neuen Lebens­abschnitt.

Test oder Analyse hier zu finden

Jeder. Unver­heiratete Kinder sind in der Regel bis zum Ende ihrer Ausbildung über den Vertrag der Eltern mitversichert.

Kraft­fahr­zeughalter, sie ist Pflicht.

Hunde- und Pferde­besitzer, für Hundehalter in manchen Bundes­ländern Pflicht.

Eigentümer und Vermieter von Immobilien und von unbe­bauten Grund­stücken.

Gesetzliche Kranken- und Pflege­versicherung

Jeder, sie ist Pflicht, sofern sich jemand nicht privat kranken­versichern kann oder einen anderen Anspruch auf Absicherung im Krank­heits­fall hat (zum Beispiel freie Heilfür­sorge).

Private Krankenvoll­versicherung und

Beamte, weil für sie die Privatversicherung meist güns­tiger ist als die gesetzliche. Für alle freiwil­lig gesetzlich Versicherten über­legens­wert, wenn sie bessere Leistungen als die der gesetzlichen Kasse wünschen und bereit sind, dafür lang­fristig viel zu zahlen.

Gesetzlich versicherte Selbst­ständige und Angestellte mit hohen Einkommen ober­halb der Beitrags­bemessungs­grenze. Angestellte sollten die Zahlung von Kranken­tagegeld erst ab dem Ende der Lohn­fortzahlung vereinbaren.

Gesetzlich Kranken­versicherte, die im Kranken­haus Chef­arzt­behand­lung und ein Ein- oder Zweibett­zimmer wünschen.

Jeder, um die Leistungen der Pflege­versicherung aufzusto­cken.

Gesetzlich Kranken­versicherte, die eine höher­wertige Zahn­versorgung wünschen, als sie die Kassen bieten.

Niemand. Der Verdienst­ausfall bei Kranken­haus­auf­enthalt wird durch das Krankengeld der Kasse, bei Privatversicherten durch eine private Kranken­tagegeld­versicherung (siehe oben) abge­deckt.

Alle, die für andere sorgen.

Niemand. Sie ist für die meisten zu teuer. Besser anders für die Beerdigung sparen.

Für jeden, der von seinem Arbeits­einkommen lebt.

Alle, die aus Kostengründen keine Berufs­unfähigkeits­versicherung abschließen können oder wegen ihres hohen Risikos keine bekommen.

Kinder und Jugend­liche bis zum Ende ihrer Ausbildung. Anschließend Berufs­unfähigkeits­schutz sichern.

Kinder und Jugend­liche, sofern keine Kinder­invaliditäts­versicherung vorhanden, sowie Erwachsene, wenn sie weder Berufs- noch Erwerbs­unfähigkeits­versicherung bekommen. Eine Senioren-Unfall­versicherung mit Hilfe­leistungen ist sinn­voll für ältere Menschen, die nach einem Unfall niemanden haben, der sich um sie kümmert.

Jeder Eigentümer eines Wohn­hauses.

Haushalte, deren Hausrat einen höheren Wert erreicht.

Rechts­schutz­versicherung (Verkehrs­rechts­schutz siehe unten)

Selbst­ständige, Angestellte, Mieter, Privatleute je nach Rechts­schutz­paket. Preis­werteren Rechts­schutz als die Versicherer bieten für spezielle Probleme oft Gewerk­schaften (Arbeits­recht) oder Vereine (Mietrecht).

Kassenpatienten sowie Privatversicherte, wenn der Schutz für die Kosten­über­nahme für medizi­nisch notwendige Rück­trans­porte aus dem Ausland fehlt.

Besitzer neuer Fahr­zeuge.

Besitzer höher­wertiger älterer Autos. Oft werden die Versicherungs­beiträge aber im Verhältnis zum Rest­wert des Autos nach einigen Jahren zu teuer.

Urlauber, die teure Pauschal­reisen buchen, vor allem mit kleinen Kindern.

Auto­fahrer. Preisgünstig beim Kfz-Haft­pflicht­versicherer abzu­schließen.

Niemand. Mitfahrende sind über die Kfz-Haft­pflicht­versicherung des Schaden­ver­ursachers versichert, der Fahrer besser über eine Berufs­unfähigkeits- oder Unfall­versicherung.

Niemand. Meist lohnt sich der Abschluss nicht. Reisege­päck ist weit­gehend über die Hausrat­versicherung und zum Teil über Reise­ver­anstalter geschützt.

= Unbe­dingt notwendig. = Sehr zu empfehlen. = Sinn­voll. = Mit Einschränkung sinn­voll. = Über­flüssig.

Sinnvolle Versicherungen

Welche Versicherungen Sie brauchen und welche nicht

  • Zuletzt aktualisiert: 1. September 2017
  • Von: Annika Krempel

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Krankenversicherung, eine private Haftpflicht- und eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte jeder haben.
  • Sinnvoll sind eine Risikolebensversicherung, eine Auslandsreisekrankenversicherung und Krankentagegeld.
  • Lebensversicherungen lohnen sich nicht mehr.
  • Überflüssig sind Handy-, Brillen- und Sterbegeldversicherung.
  • Prüfen Sie Ihre Versicherungen regelmäßig, sobald sich etwas in Ihrem Leben ändert – etwa wenn Sie mit jemanden zusammenziehen, heiraten oder in Rente gehen.

Unser Tipp: Bleiben Sie über Versicherungs-Empfehlungen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Wir haben jeweils eine kurze Version dieses Artikels zusammengestellt, die nur die Versicherungen enthält, die wir empfehlen für:

Selten ist es so unbestritten wie bei der Krankenversicherung: Diese Versicherung ist ein Muss. So dachte auch der Gesetzgeber und führte 2007 eine Versicherungspflicht ein. Trotzdem waren 2015 noch 80.000 Menschen nicht versichert.

Neben den Policen, die der Staat vorschreibt, gibt es zwei weitere, die jeder haben sollte, weil sie vor dem finanziellen Ruin schützen: die private Haftpflicht- und die Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Haftpflichtversicherung ist vergleichsweise günstig, aber jeder siebte Haushalt besitzt dem Versicherungsverband GDV zufolge keinen Vertrag. Gegen Berufsunfähigkeit waren 2015 statistisch gesehen sogar nur 40 Prozent der Erwerbstätigen versichert.

Während viele Menschen gerade in wichtigen Bereichen unterversichert sind, besitzen andere zu viele Versicherungen. Insgesamt 431 Millionen Verträge gibt es in Deutschland laut dem GDV. Sehr beliebt sind noch immer Lebensversicherungen als Kapitalanlage. Wegen hoher Kosten und geringer Rendite lohnt sich ein Abschluss aber heute nicht mehr.

Unnötig sind auch Brillen- oder Handyversicherungen. Diese verkauft der Optiker oder der Elektronikhändler oft mit, sie sind jedoch meist zu teuer.

Diese Versicherungen sind Pflicht

Mehr dazu im Ratgeber gesetzliche Krankenversicherung

Annika Krempel

Expertin für Versicherungen

Leistungen meist gleich

  • Kassen erheben unterschiedliche Zusatzbeiträge.
  • Achten Sie auf Zusatzleistungen und Erstattungen.
  • Sie dürfen die Krankenkasse jederzeit wechseln.

Von uns empfohlene Anbieter:

  • HEK
  • HKK Krankenkasse
  • BKK24
  • Energie-BKK
  • Techniker Krankenkasse

Mehr zur Kfz-Versicherung in unserem Ratgeber

Annika Krempel

Expertin für Versicherungen

Mindestens zwei Internetportale nutzen

  • Vollkasko kann billiger als Teilkasko sein.
  • Versichern Sie grobe Fahrlässigkeit und Mallorca-Police.
  • Werkstattbindung ist sinnvoll und spart Geld.

Empfohlene Vergleichsportale und Anbieter:

  • Check24
  • Verivox
  • autoversicherung.de
  • Hannoversche Direkt
  • Huk24

Diese Versicherungen müssen Sie haben

Mehr dazu im Ratgeber Haftpflichtversicherung

Julia Rieder

Expertin für Versicherungen

Keine Kür, sondern Pflicht

  • Haftpflichtschäden an Personen können Sie ruinieren.
  • Sparen Sie nicht an den Leistungen.
  • Neue Policen haben oft bessere Leistungen. Wechseln Sie.

Von uns empfohlene Tarife:

  • attraktiver Preis für Alle: die Haftpflichtkasse Tarif Einfach Komplett
  • deckt am meisten Risiken ab: Interrisk Tarif XXL über Mr-Money
  • Preistipp für Singles ohne Vorschäden: die Bayerische Tarif Prestige

Berufsunfähigkeitsversicherung und Alternativen

Mehr dazu im Ratgeber Berufsunfähigkeitsversicherung

Julia Rieder

Expertin für Versicherungen

Staatliche Rente reicht nicht aus

  • Versichern Sie eine ausreichend hohe Rente.
  • Achten Sie auf die Leistung, nicht auf den Preis.
  • Wer Gesundheitsfragen falsch beantwortet, bekommt womöglich keine Leistung.

Von uns empfohlene Makler:

  • Hoesch & Partner
  • Buforum24
  • Zeroprov
  • Freche Versicherungsmakler
  • Blank & Partner
  • Thomas Kliem
  • Ritzerfeld & Partner
  • Meyer & Fritzsche

Unser Tipp: Bleiben Sie über Versicherungs-Empfehlungen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Über diese Versicherungen sollten Sie nachdenken

Mehr dazu im Ratgeber Risikolebensversicherung

Annika Krempel

Expertin für Versicherungen

Sichert Hinterbliebene im Todesfall ab

  • Empfehlenswert bei Allein- oder Hauptverdienern.
  • Ein Muss bei Immobilienkrediten.
  • Die Summe richtet sich nach der individuellen Situation.

Unsere Anbieter-Empfehlung aus dem Finanztip Ratgeber:

  • Sind Sie gesund und im Beruf nicht körperlich tätig: Europa und Cosmosdirekt
  • Sind Sie gesund und im Beruf körperlich tätig: Hannoversche und Cosmosdirekt

Diese Versicherungen bieten zusätzlichen Schutz

Mehr in unserem Ratgeber Rechtsschutzversicherung

Julia Rieder

Expertin für Versicherungen

Ein Rechtsstreit kann teuer werden

  • Rechtsschutz ist sinnvoll, aber kein Muss.
  • Viele Fälle, etwa rund um Hausbau oder Scheidung, sind nicht versichert.
  • Wir zeigen gute Tarife zu einem fairen Preis.

Von uns empfohlene Tarife

Diese Versicherungen sind nicht empfehlenswert

Kapital- oder fondsgebundene Lebensversicherung

Diese Versicherungen sind unnötig

Eine ambulante Zusatzversicherung hat nur Sinn, wenn Sie häufig alternative Heilmethoden nutzen wollen. Allerdings ist die Erstattung meist begrenzt.

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Artikel verfasst von

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Источники: http://www.bild.de/geld/versicherungen/versicherung/ab-wann-brauche-ich-welche-versicherung-32473338.bild.html, http://www.test.de/Versicherungen-Optimaler-Risikoschutz-1162242-1218400/, http://www.finanztip.de/sinnvolle-versicherungen/

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