Was ist eine haftpflichtversicherung

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Für wen ist eine Haftpflichtversicherung sinnvoll?

Wenn Sie einer anderen Person einen Schaden zufügen, haften Sie mit Ihrem Privatvermögen dafür. So ein Fall tritt schneller ein, als Sie vielleicht denken. Sie leihen sich beispielsweise das sündhaft teure und nagelneue Notebook eines Bekannten aus. Aus Versehen kippen Sie beim Schreiben die volle Kaffeetasse über das gute Stück – Totalschaden.

Hier geht es um einige hundert oder tausend Euro. Das könnten Sie vielleicht noch aus eigener Tasche bezahlen. Anders sieht es bei Personenschäden aus, die Sie verursachen. Hier können die Forderungen die Millionengrenze übersteigen. Das bedeutet für die meisten von uns den finanziellen Genickbruch.

Eine Haftpflichtversicherung rettet Ihnen in solchen Fällen das finanzielle Überleben. Denn sie gewährt Ihnen den Kostenschutz für Schadensersatzansprüche, die sich aus der gesetzlichen Haftung ergeben und gegen Sie geltend gemacht werden. Sie ist keine Pflichtversicherung, doch besitzen schätzungsweise 75 Prozent der Deutschen aufgrund der hohen Haftungsgefahren eine private Haftpflichtversicherung.

Versicherung übernimmt die Prüfung der Ansprüche

Die Versicherung kommt für alle Schäden auf, die der Versicherte und die eventuell mitversicherten Personen anderen fahrlässig oder grob fahrlässig zufügen. Darunter fallen sowohl Personen-, Sach- und Vermögensschäden als auch Mietsachschäden. Tritt ein Schaden ein, untersucht die Versicherungsgesellschaft, ob und in welcher Höhe ein Schadensersatzanspruch besteht, und begleicht für Sie den Schaden oder wehrt unbegründete Ansprüche ab.

Gerade wenn Menschen betroffen sind, summieren sich die Beträge im Schadensfall rasch auf. Behandlungskosten, Schmerzensgeld oder sogar eine lebenslange Rente können zu Buche schlagen. Damit Sie finanziell auf der sicheren Seite sind und auch solch hohe Summen durch Ihre Police abgedeckt werden, sollten Sie die Versicherungssumme möglichst hoch wählen.

Andernfalls reicht im schlimmsten Fall das Geld der Versicherung nicht aus und Sie müssen einen hohen Restbetrag aus eigener Tasche obendrauf legen. Wir raten dazu, eine Deckungssumme von mindestens zehn Millionen Euro zu vereinbaren.

Mit der privaten Haftpflichtversicherung ist auf alle Fälle der Versicherungsnehmer geschützt. Wenn Sie Familie haben, lohnt sich der Abschluss einer Familienhaftpflichtversicherung. Dann sind auch Ihr Partner und die Kinder mitversichert.

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Haftpflichtversicherung Leistungen

  • Schutz bei Personen-, Vermögens- und Sachschäden
  • Mindestdeckungssumme vereinbaren
  • Versicherung gilt in vielen Fällen auch im Ausland
  • Familientarife versichern auch Kinder und Lebenspartner

Leistungen der Haftpflichtversicherung im Überblick

Die Haftpflichtversicherung schützt Sie vor den finanziellen Auswirkungen von Schäden, die Sie Dritten zufügen und für die Sie verantwortlich sind. Ohne die Versicherung müssen Sie die Folgekosten in voller Höhe selbst tragen. Der Schutz der Haftpflichtversicherung gilt sowohl für Sie als auch für Familienmitglieder, falls Sie sich für einen Familientarif entscheiden.

Wer ist versichert?

Ehepartner und Kinder sind mit einer privaten Haftpflichtversicherung gemeinsam versichert – Kinder in der Regel so lang, bis Sie volljährig sind oder die erste Berufsausbildung abgeschlossen haben. Auch unverheiratete Paare können bei vielen Versicherungsgesellschaften mittlerweile mit einer einzigen Police versichert sein. Hierbei ist wichtig, dass beide Lebenspartner namentlich im Versicherungsvertrag genannt werden.

Leistungen und typische Schadensfälle

Eine Haftpflichtversicherung schützt Sie vor wichtigen Risiken des Alltags. Dazu gehören das umgestoßene Weinglas auf dem teuren Teppich der Nachbarin oder auch ein Unfall auf eisglatten Gehwegen vor Ihrem Haus. Versicherer haften demnach für drei Schadensarten: Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden, die aus Personen- oder Sachschäden hervorgehen. Auch für reine Vermögensschäden kommen manche Versicherer – meist allerdings nur eingeschränkt – auf.

Abwehr unberechtigter Ansprüche

Auch wenn jemand Sie für einen Schaden verantwortlich macht, den Sie gar nicht verursacht haben, leistet die Haftpflicht wertvolle Hilfe: den so genannten passiven Rechtsschutz. Der Versicherer wehrt die unberechtigten Haftungsansprüche und Schadensersatzforderungen für Sie ab, wenn nötig auch vor Gericht. Gerichts- und Anwaltskosten, die dafür anfallen, trägt in einem solchen Fall die Versicherung. Wer auf der Suche nach einem aktiven Rechtsschutz ist, muss zusätzlich eine passende Rechtsschutzversicherung abschließen.

Deckungssumme bei der Privathaftpflicht

Die finanziellen Folgen von Personen- und Sachschäden können enorm sein. Aus diesem Grund ist es bei der privaten Haftpflichtversicherung besonders wichtig, dass eine ausreichende Deckungssumme vereinbart wird. Die Mindestdeckungssumme sollte für Personen- und Sachschäden pauschal drei Millionen Euro betragen. Manche Anbieter schlüsseln die Deckungssumme auch auf Personen- und Sachschäden auf. In diesem Fall sollte die Mindestdeckungssumme für Personenschäden bei zwei Millionen Euro liegen, bei Sachschäden bei einer Million Euro. Die vereinbarte Summe ist dann die maximale Entschädigungsleistung, die der Versicherer bei einem Schaden leistet.

Stolperfalle

Die Haftpflichtversicherung kommt auch für Schäden auf, die kleinere Haustiere bei Dritten verursachen. Versicherbar sind unter anderem Katzen, Meerschweinchen und Vögel. Für größere Tiere wie Hunde oder Pferde benötigen Sie zusätzlichen Schutz durch eine eigene Tierhalter-Haftpflichtversicherung.

Privathaftpflicht im Ausland

Der Vertragsschutz gilt in der Regel nicht nur in Deutschland, sondern in befristeter Form auch im Ausland. Viele Versicherungsgesellschaften bieten einen weltweiten Schutz für Urlaub, Reisen und andere Auslandsaufenthalte für maximal ein Jahr. Sollten Sie längere Zeit im Ausland leben wollen, dann fragen Sie bei Ihrer Versicherungsgesellschaft nach, um optimal geschützt zu sein.

Ausfalldeckung für Versicherungsnehmer

schädigt und nicht zahlen kann

Mit einer Ausfalldeckung, auch Forderungsausfall-Versicherung genannt, stellen Versicherte sicher, dass sie nach einem erlittenen Schaden auch dann die ihnen zustehenden Entschädigungsleistungen erhalten, wenn der Schadenverursacher zahlungsunfähig ist und keine eigene Haftpflichtversicherung hat. Die Versicherung bietet dem Versicherten Schutz für den Fall, dass dieser von einem Dritten geschädigt wird und die Schadensersatzforderungen nicht eingetrieben werden können. Die Ausfalldeckung greift allerdings erst dann, wenn die Forderung einen zuvor vereinbarten Betrag übersteigt und die Forderung rechtskräftig besteht.

Zahlt die Haftpflicht Neuwert oder Zeitwert?

Die Haftpflichtversicherung kommt bei Sachschäden in der Regel nicht für den Neuwert, sondern nur für den Zeitwert eines beschädigten Objektes auf. Das bedeutet, dass die Versicherung an den Geschädigten nicht die Summe zahlt, die aktuell nötig wäre, um ein zerstörtes Teil neu zu kaufen. Sie übernimmt nur das, was das Objekt zum Zeitpunkt des Schadens noch wert war und nimmt daher einen Abzug vor. Gegen dieses Vorgehen gab es in der Vergangenheit bereits mehrfach Gerichtsurteile. Im Grundsatz gilt hier: Dem Geschädigten wird ein Schaden ersetzt, er darf sich aber nach einem Schadensfall nicht bereichern.

Wichtiger Schutz bei Personenschäden

Die Haftpflichtversicherung ist eine der wichtigsten Policen überhaupt. Weil die Haftung von Privatpersonen nach dem deutschen Recht unbegrenzt ist, können gerade bei Personenschäden – auch bei solchen, die durch ein bloßes Missgeschick oder Unachtsamkeit entstehen – horrende Forderungssummen fällig werden. Je nachdem, wie schwer eine Person verletzt wird, fallen neben den Kosten für einen Krankenhausaufenthalt und eine medizinische Versorgung unter anderem auch Schmerzensgeldforderungen oder Forderungen wegen eines Arbeitsausfalls an. Nur die private Haftpflichtversicherung nimmt Ihnen dann verpflichtende Zahlungen ab.

Ist grobe Fahrlässigkeit versichert?

Jemand, der naheliegende Erwägungen außer Acht lässt, eine erforderliche Sorgfalt nicht beachtet und dadurch einen Schaden verursacht, handelt nach geltendem Recht grob fahrlässig. Die private Haftpflichtversicherung greift nur in solchen Fällen, in denen ein Schaden durch grobe Fahrlässigkeit oder Leichtfertigkeit des Versicherten entstanden ist. Für jemanden, der anderen mit Vorsatz, willentlich und mit Absicht einen Schaden zufügt, leistet die Haftpflicht nicht. Sobald einem Schadensverursacher ein Vorsatz nachgewiesen werden kann, nimmt die Versicherung ihn in Regress und fordert die Kosten für die Schadensregulierung von ihm zurück. Wissenwert: Bei einer Gebäudeversicherung werden grobfahrlässige Schäden nicht versichert.

Ohne Rechnung Schadensersatzansprüche begleichen

In einem Schadensfall ist es für die Versicherung hilfreich, wenn der Geschädigte einen Beleg für den Wert der beschädigten Sache vorlegen kann. Wer keine Rechnung mehr besitzt oder finden kann, muss jedoch in der Regel keine Sorge haben, dass die Versicherung nicht zahlt. Grundsätzlich darf die Haftpflicht eine Schadensersatzforderung nicht einfach ablehnen, wenn keine Rechnung vorliegt. Um den Wert einer Sache zu belegen, können im Zweifelsfall auch alte Kontoauszüge oder Zahlungsbelege vorgelegt werden. Hilfreich ist möglicherweise auch ein aktueller Kostenvoranschlag für die gleiche oder eine ähnliche Sache.

Berufshaftpflicht für Rechtsanwälte, Steuerberater und Ärzte

Die private Haftpflichtversicherung ist grundsätzlich zu unterscheiden von der Berufshaftpflichtversicherung. Für bestimmte Berufsgruppen wie Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten, Dolmetscher und Ärzte ist eine solche Berufshaftpflicht vorgeschrieben oder empfehlenswert, damit diese für den Fall einer Fehlberatung und daraus resultierende Schadensersatzforderungen von Kunden finanziell abgesichert sind. Lesen Sie hier mehr zur Berufshaftpflichtversicherung.

Schlüsselverlust mitversichern

Bei vielen Versicherungsgesellschaften ist es möglich, einen Schlüsselverlust in den Versicherungsschutz einzuschließen. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn die versicherten Personen neben privaten Schlüsseln auch über berufliche und ehrenamtliche Schlüssel verfügen. Verliert beispielsweise ein Lehrer seinen Schlüsselbund, an dem neben den privaten Hausschlüsseln auch die Schlüssel der Schule hängen, so kann ein anschließend notwendiger Austausch der Schließanlage im gesamten Schulgebäude enorme Kosten zur Folge haben. Bis zu einem begrenzten Umfang zahlt dann die private Haftpflichtversicherung, wenn diese Schlüsselschäden einschließt.

Redaktions-Tipp: Die Haftpflichtversicherung Testsieger vergleichen

Die Stiftung Warentest kürt regelmäßig die besten Haftpflichtversicherungen. In unserem Haftpflichtversicherung Test können Interessierte die führenden Tarife genauer unter die Lupe nehmen.

Richtiger Schutz bei Glasschaden

Haftpflicht nicht inklusive

Eine gute Privathaftpflichtversicherung kommt per Vertrag auch für Mietsachschäden auf. Die Versicherungsnehmer sind dann in der eigenen Mietwohnung und in gemieteten Häusern, Ferienhäusern und Kleingärten versichert. Bei Glasschaden haftet die Versicherung jedoch grundsätzlich nicht. Für die richtige Absicherung müssen Mieter hier eine eigenständige Glasversicherung oder eine Hausratversicherung inklusive Glasversicherung abschliessen.

Zahlt die Haftpflicht bei Schäden am Handy?

Für ein beschädigtes Handy kommt die Haftpflichtversicherung unter Umständen auf. Geht das Mobiltelefon durch das Einwirken Dritter kaputt oder wird beschädigt, so kann die Privathaftpflicht des Schädigers den Zeitwert des Telefons ersetzen. Wird das Handy jedoch durch Verschulden des Eigentümers beschädigt oder zerstört, so zahlt die private Haftpflichtversicherung nicht. Hier finden Sie weitere Informationen zur Handyversicherung.

Tarife vergleichen

Die Angebote zur Haftpflichtversicherung sind hinsichtlich Leistungsumfang und Kosten sehr verschieden. Um eine solide Absicherung zu erhalten, sollten Sie vorab mehrere Tarife gegenüberstellen. Nutzen Sie unseren Tarifvergleich und finden Sie die für Sie ideale Haftpflichtversicherung – kostenlos und ganz bequem von zu Hause aus.

Haftpflichtversicherung: Wer und was ist versichert?

Die private Haftpflichtversicherung ist freiwillig und doch unverzichtbar. Doch was ist eigentlich alles versichert? Was ist im Grundschutz enthalten? Welche Extras gibt es und wann ist eine Entschädigung durch die Versicherung ausgeschlossen?

Familienhaftpflicht

Paare (ob verheiratet oder unverheiratet) und Familien mit Kindern können in der Privathaftpflicht von der Familienversicherung profitieren.

Bei der Familienversicherung gilt: ein Haushalt = ein Vertrag = Kosten gespart

Ledige Kinder in Ausbildung oder Studium sind in der Familienhaftpflichtversicherung eingeschlossen. Folgt nach der Lehre die Arbeitslosigkeit, bleibt der Schutz bestehen. Auch gleichgeschlechtliche oder unverheiratete Paare können sich als Familie versichern lassen. Der Vorteil hierbei ist, dass eine Police überflüssig wird, sobald man einen gemeinsamen Hausstand pflegt.

Passiver Rechtsschutz

Erwähnenswert ist außerdem, dass die Versicherung hilft, eine nicht berechtigten Forderung, die ein Geschädigter Ihnen gegenüber erhebt, abzuwehren. Die Experten Ihrer Privathaftpflicht prüfen, ob nach geltendem Recht tatsächlich für einen Schaden zu haften ist oder nicht. Dies wird auch defensiver bzw. passiver Rechtsschutz genannt.

Schäden durch Haustiere

Der Grundschutz in der Privathaftpflicht deckt üblicherweise alle im privaten Bereich entstandenen Missgeschicke ab. Darunter fallen auch zahme Haustiere wie Katzen, Hamster, Vögel und sogar Bienen. Für Hunde und Pferde brauchen Sie eine Tierhaftpflichtversicherung. Nimmt man einen fremden Hund gelegentlich in Obhut oder reitet ein fremdes Pferd, steht die Versicherung auch für diese etwaigen Schäden gerade.

Zusätzlicher optionaler Versicherungsschutz

Je nach Lebenssituation ist eine Erweiterung des Grundschutzes nötig. Jeder sollte vor Abschluss prüfen, ob folgende Risiken für ihn in Frage kommen. Eventuell können einige Zusätze schon im Grundschutz enthalten sein, eventuell kann man auch getrost darauf verzichten. Extras gibt es in Form von Schlüsselversicherungen für Zentralanlagen (jedoch keine Büroanlagen). Allmählichkeitsschäden, zum Beispiel durch Rauch oder Feuchtigkeit, gehören in diese Kategorie. Ebenso können Kinder unter sieben Jahren mitversichert werden. Diese gelten dem Gesetz nach zwar als deliktunfähig, jedoch können Eltern ein manchmal berechtigtes Interesse daran haben, den Schaden des Nachwuchses doch finanziell zu begleichen. Die Versicherung unterscheidet auch streng zwischen Bauherren, Haus- und Grundstückseigentümern und Wohnungseigentümern. Nur letztere sind durch die private Haftpflicht gesichert. Der Grundstückeigentümer an sich haftet bei herunterfallenden Dachziegeln oder Verletzungen, die auf seinem Grundstück entstehen.

Einige Schäden müssen aber in jedem Falle aus eigener Tasche bezahlt werden. Wer einen Streit anzettelt, bei dem der Gegner einen Zahn einbüßt, muss diesen selbst ersetzen. Auch geliehene oder gepachtete Sachen werden wie eigene behandelt und können daher meist bei alten Tarifen der Versicherung nicht in Rechnung gestellt werden. Neuere Privathaftpflichttarife bieten in diesem Fall in der Regel Versicherungsschutz. Zu beachten ist ebenfalls, dass Mitversicherte, also etwa Familienmitglieder, sich nicht gegenseitig haftbar machen können. Hier greift die Regelung zu Eigenschäden.

Источники: http://www.check24.de/privathaftpflicht/fragen/sinnvoll/, http://www.finanzen.de/haftpflichtversicherung/leistungsumfang, http://www.geld.de/private-haftpflichtversicherung-allgemeines-haftpflichtversicherung-was-ist-versichert.html

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