Wann lohnt sich eine zahnzusatzversicherung

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Teurer Zahnersatz :  Wann sich eine Zusatzversicherung lohnt

Ein Zahnarztbesuch kann schnell teuer werden. Wann sich eine Zusatzversicherung auszahlt und worauf Patienten achten sollten.

Millionen haben Angst vorm Zahnarzt. Zur Panik vorm Bohrer kommt bei vielen die Furcht vor der Rechnung. Denn die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt längst nicht alle Kosten, die beim Zahnarztbesuch entstehen.

Die Kasse kommt nur für die Leistungen auf, die aus ihrer Sicht „ausreichend und zweckmäßig“ sind. Wer zum Beispiel ein Loch im Backenzahn hat, bekommt nur die Kosten für eine Amalgamfüllung ersetzt. Für eine höherwertige Kunststofffüllung müssen Verbraucher draufzahlen. Richtig teuer wird es, wenn der Arzt einen Zahn teilweise oder komplett ersetzen muss. Beim Zahnersatz zahlt die Kasse selbst für die sogenannte Regelversorgung nur einen Teil der Rechnung. An einer Standard-Krone, die laut Stiftung Warentest rund 260 Euro kostet, beteiligt sich die Kasse mit 175 Euro. Wer dagegen Wert darauf legt, dass die Krone mit Keramik überzogen wird, zahlt dazu. Eine solche vollverblendete Metall-Keramik-Krone kostet 540 Euro – und auch für sie zahlt die gesetzliche Krankenkasse nur 175 Euro.

Das Problem: Die teurere Lösung ist meist schöner und schont die Zähne. So zahlt die Krankenkasse bei einer Zahnlücke nur den Zuschuss für eine Brücke. Die Alternative ist ein Implantat, das jedoch 3300 Euro kostet, wovon die Krankenkasse 416 Euro übernimmt. So eine hohe Eigenbeteiligung können sich viele schlichtweg nicht leisten. Manche haben nicht einmal das Geld für die Zuzahlung zur Regelversorgung. Jeder achte Deutsche läuft deshalb mit einer Zahnlücke herum, hat eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ergeben.

Um die Kosten aufzufangen, raten Verbraucherschützer deshalb dazu, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen – und zwar solange die Zähne gesund sind. „Wenn der Zahnarzt feststellt, dass etwas gemacht werden muss, ist es zu spät“, sagt Ulrike Steckkönig von der Stiftung Warentest. Denn die Versicherung zahlt nicht, wenn man die Zahnprobleme bereits bei Vertragsabschluss hatte. Und das zu verheimlichen, ist kaum möglich. „Die Patienten müssen den Zahnarzt gegenüber der Versicherung von seiner Schweigepflicht entbinden“, sagt Steckkönig.

Spätestens wenn der Patient der Versicherung eine hohe Rechnung präsentiert, wird der Sachbearbeiter beim Arzt nachfragen. Stellt sich dann heraus, dass der Patient die Zahnprobleme schon vor Abschluss der Versicherung hatte, wird das Unternehmen die Zahlung verweigern. Hinzu kommt, dass die Versicherung nicht sofort nach Abschluss des Vertrags zahlt. „Die meisten Verträge sehen eine Wartezeit von acht Monaten vor“, sagt Steckkönig. Erst nach Ablauf dieser Frist übernimmt die Versicherung überhaupt einen Teil der Kosten. Die volle Leistung bekommen Versicherte sogar erst, wenn sie drei bis fünf Jahre eingezahlt haben.

Dafür werden Verbraucher belohnt, wenn sie fünf bis zehn Jahre in Folge regelmäßig zur Kontrolluntersuchung gehen. Sowohl die gesetzliche Krankenkasse als auch die Zusatzversicherung zahlen dann mehr. Das Fatale: Wer einmal seinen Termin verpasst, verliert den Bonus und muss von vorne anfangen.

Wählen können Patienten zwischen zwei Arten von Zusatzversicherungen. Es gibt Tarife nach Art der Lebensversicherung und nach Art der Schadenversicherung. Der Unterschied liegt in der Berechnung der Beiträge. Die meisten Verträge sind nach Art einer Schadenversicherung konstruiert. Dabei steigt der Beitrag stufenweise mit dem Alter an. Bei einem Vertrag nach Vorbild der Lebensversicherung fallen die Beiträge von Anfang höher aus. Dafür bildet der Versicherer für den Patienten eine Altersrückstellung: Er legt also einen Teil des Geldes für später zurück, wenn an den Zähnen mehr gemacht werden muss. Das klingt sinnvoll, hat aber den Nachteil, dass es den Verbraucher an seinen Versicherer bindet. Entscheidet er sich, den Anbieter zu wechseln, verliert er die Altersrückstellung.

Die Stiftung Warentest hat 189 Tarife untersucht – 55 davon bewertet sie als „sehr gut“. Mit den besten Tarifen könnten Verbraucher auch die Kosten für teuren Zahnersatz zu 80 bis 95 Prozent decken. Die umfangreichste Leistung für Zahnersatz bekommen Patienten laut Stiftung Warentest bei der Deutschen Familienversicherung (DFV) mit dem Tarif „Zahn Exklusiv“. Kein anderer Anbieter zahlt zum Beispiel so viel Geld für ein Implantat. Dafür ist der Tarif allerdings nicht der günstigste: Wer Mitte 40 ist, zahlt 42 Euro im Monat. Bis Mitte 70 steigt der Beitrag auf 61 Euro. Günstiger, aber immer noch „sehr gut“ ist laut Stiftung Warentest der Tarif „Z 90“ der Versicherungsgruppe Inter. Für den zahlt ein Kunde mit Mitte 40 nur 13 Euro im Monat, mit Mitte 70 dann 26 Euro.

Noch mehr Geld lässt sich sparen, wenn Verbraucher nur die Regelversorgung absichern. Dann bekommen sie aber zum Beispiel auch nur die Standardkrone bezahlt. Einen solchen Tarif gibt es bereits für sieben Euro im Monat. Experten raten von dieser Sparversion allerdings ab. „Kaum ein Zahnarzt behandelt rein nach der Regelversorgung“, sagt Versicherungsexperte Hans Waizmann. Grundsätzlich versuche der Zahnarzt, einen Zahn auch dann noch zu retten, wenn die gesetzliche Krankenkasse diesen als „nicht erhaltungswürdig“ einstuft und deshalb für die Behandlung nicht zahlt. Das ist etwa der Fall, wenn der Arzt zum zweiten Mal eine Wurzelbehandlung am selben Zahn vornimmt. Hat der Versicherte dann mit der Zusatzversicherung nur die Regelversorgung abgedeckt, muss er die Mehrkosten selbst tragen.

Wer schon eine Zahnzusatzversicherung hat, sollte überprüfen, welche Leistungen sie abdeckt. Je nachdem, wie der Vertrag ausgestaltet ist, kann es Sinn machen, zu wechseln. Allerdings lassen sich die meisten Verträge erst nach zwei Jahren kündigen – und das auch nur zu den vereinbarten Fristen. „Es macht Sinn, beim eigenen Anbieter zu schauen, ob er mittlerweile einen Tarif mit besserer Leistung anbietet“, sagt Steckkönig. Denn wer bei seinem Versicherer bleibt und nur den Tarif wechselt, muss für die bereits versicherte Leistung keine Wartezeiten in Kauf nehmen. Wechselt man dagegen zu einem anderen Anbieter, behandelt der einen so, als habe man bislang gar keine Zusatzversicherung gehabt. Gerade wenn in nächster Zeit eine Zahnbehandlung ansteht, kann es sich daher rechnen, bei der einmal gewählten Versicherung zu bleiben – auch wenn die teurer ist als andere.

Entscheidend für die Wahl eines Tarifs sollte laut Stiftung Warentest sein, wie viel die Versicherung für Zahnersatz zahlt. Denn der ist besonders teuer. Darüber hinaus bieten viele Anbieter allerdings weitere Zusatzleistungen an. Vor Vertragsabschluss sollte man daher klären, was man davon brauchen könnte. Viele Versicherungen übernehmen zum Beispiel auch einen Teil der Rechnung bei einer Parodontose- oder Wurzelbehandlung und leisten einen Zuschuss für höherwertige Zahnfüllungen. „Bei den Toptarifen bekommen Verbraucher zusätzlich noch einen Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung“, sagt Waizmann.

FAQ Zahn­zusatz­versicherung: Was bringt die private Zusatz­police?

Lohnt sich für mich eine private Zahn­zusatz­versicherung? In welchem Alter sollte ich sie abschließen? Kann ich mich noch schnell versichern, wenn mein Zahn­arzt mir eine Behand­lung nahegelegt hat? Finanztest beant­wortet die wichtigsten Fragen zum Thema Zahn­versicherung und hilft mit der Analyse Zahnzusatzversicherung, die passende Police zu finden.

Wer die Police braucht

Wenn es Vorschäden gibt

Kosten der Zusatz-Police

Wechsel in einen neuen Tarif

Knapp bei Kasse

Wer die Police braucht

Für wen lohnt sich der Abschluss einer privaten Zusatz­versicherung?

Eine private Zahn­zusatz­versicherung lohnt sich für Sie vor allem dann, wenn Ihnen die von der Krankenkasse bezu­schusste Regel­versorgung nicht reicht. Wollen Sie zum Beispiel statt der vorgesehenen Metall­krone die schönere Lösung aus Keramik, kann das teuer werden. An den Zusatz­kosten beteiligt sich die Kasse nämlich nicht. Wenn Sie dagegen mit der kostengüns­tigen Stan­dard­lösung zufrieden sind, brauchen Sie nicht unbe­dingt eine Versicherung, weil Ihr Eigen­anteil dann geringer ist. Sie kann aber hilf­reich sein, falls mehrere Zähne in kurzer Zeit gemacht werden müssen.

In welchem Alter sollte ich eine solche Versicherung abschließen. Lohnt sich das mit 59 Jahren noch?

Das kann sich für Sie lohnen, wenn Ihre Zähne noch weit­gehend in Ordnung sind. Eine solche Versicherung schließt man am besten ab, bevor größere Baustellen auftreten. Denn für Schäden, die bei Vertrags­schluss bereits da sind, zahlen die Versicherer normaler­weise nicht. Außerdem sind die Leistungen in den ersten Jahren begrenzt. Das alles spricht dafür, eine solche Versicherung am besten mit etwa Mitte 30, Anfang 40 abzu­schließen, denn statistisch gesehen wird Zahn­ersatz ab dann häufiger nötig. Ein Abschluss im frühen Jugend­alter lohnt sich dagegen eher nicht. Junge Leute zahlen sonst wahr­scheinlich zu lange Beiträge, bis sie erst­mals Leistungen brauchen. Die besten Angebote finden Sie mit unserer Analyse Zahnzusatzversicherung.

Sobald der Zahn­arzt ein Problem diagnostiziert hat, gilt die Behand­lung als begonnen. Das ist selbst dann der Fall, wenn Sie noch keinen Heil- und Kostenplan haben.

Wenn es Vorschäden gibt

Wenn meine Zähne zwar noch in Ordnung sind, die Notwendig­keit einer Behand­lung aber absehbar ist – kann ich mich dann noch versichern?

Ich habe durch eine Krebs­erkrankung und die Strahlen­therapie bereits viele Zähne verloren. Obwohl die restlichen Zähne noch in Ordnung sind, rechne ich damit, auch diese zu verlieren. Dann kämen Kosten von 12 000 Euro für vier Implantate im Oberkiefer auf mich zu. Kann ich eine Zusatz­versicherung abschließen, um diese Kosten in einigen Jahren abzu­fangen?

Versuchen Sie es über einen Versicherungs­makler oder einen unabhängigen Versicherungs­berater, der für Sie bei mehreren Gesell­schaften anfragt. Es ist allerdings zu befürchten, dass Ihre Situation von den Versicherern als laufende Behand­lung des gesamten Kiefers angesehen wird. Dann können Sie keine Police dafür abschließen. Falls Sie bereits einen Heil- und Kostenplan haben, holen Sie noch die Meinung eines zweiten Zahn­arztes ein, um eventuell die Kosten zu senken.

Kann man mit mehreren fehlenden Zähnen, ausgeglichen durch Implantate und Kronen noch eine Zusatz­versicherung abschließen?

Die Versicherer betrachten Brücken, Kronen oder Implantate üblicher­weise nicht als fehlende Zähne, da die Lücke ja geschlossen ist. Sie können also einen Vertrag bekommen. Wichtig ist, dass Sie im Antrag alle Fragen des Versicherers wahr­heits­gemäß beant­worten. Stellen Sie Anträge bei mehreren Versicherern gleich­zeitig, da die Gesell­schaften mit Vorschäden unterschiedlich umgehen. Von manchen erhalten Sie sogar Leistungen für die Reparatur oder den Austausch von bestehendem Zahn­ersatz.

Die Ergo Direkt Versicherung zahlt auch bei laufenden Behand­lungen. Was ist davon zu halten?

Es gibt den Tarif ZEZ der Ergo Direkt, aus dem Sie Leistungen erhalten, wenn Sie den Vertrag inner­halb von sechs Monaten nach Behand­lungs­beginn abschließen. Das ist eine große Ausnahme, denn normaler­weise ist eine bereits laufende Behand­lung nicht mehr versicher­bar. Die Leistung ist aber begrenzt: Der Versicherer verdoppelt nur den Fest­zuschuss der Krankenkasse, beteiligt sich also an den Kosten der Regel­versorgung. Für teuren Zahn­ersatz wie Implantate nutzt das wenig. Der Beitrag ist recht hoch: Kunden ab 21 Jahren bezahlen monatlich rund 34 Euro. Außerdem gilt eine Mindest­lauf­zeit von 24 Monaten. Falls Sie also in den nächsten zwei Jahren voraus­sicht­lich nur eine oder zwei Kronen benötigen, zahlen Sie wahr­scheinlich mehr Beiträge, als Sie an Leistungen von der Versicherung bekommen.

Kosten der Zusatz-Police

Für eine Zusatz­versicherung, die auch teure Behand­lungen über­nimmt, muss ich wohl mit 40 Euro Beitrag im Monat rechnen, oder?

Nicht unbe­dingt. Der Tarif mit den umfang­reichsten Zahn­ersatz­leistungen in unserem aktuellen Test kostete zwar für unsere 43-jährigen Modell­kunden 43 Euro im Monat. Doch das güns­tigste sehr gute Angebot lag bei 11 Euro. Vergleichen lohnt sich also, Test Zahnzusatzversicherung, Finanztest 11/2016.

Ich bin jünger als Ihr 43-jähriger Modell­kunde. Wird die Zusatz­versicherung dann für mich güns­tiger als in Ihren Tests ausgewiesen?

In vielen Fällen ja. Wenn Sie genau wissen wollen, was für Ihr Alter die güns­tigsten Angebote sind, hilft Ihnen unsere individuelle Analyse. Analyse Zahnzusatzversicherung

Welche Sorte Zusatz­versicherung ist für mich besser: die nach Art der Lebens­versicherung oder die nach Art der Schaden­versicherung?

Gute und güns­tige Angebote gibt es in beiden Tarif­arten. Sie sollten nach den Leistungen für Zahn­ersatz entscheiden. Der Haupt­unterschied zwischen beiden Varianten besteht in der plan­mäßigen Beitrags­entwick­lung. Während Zahn­zusatz­versicherungen nach Art der Lebens­versicherung keine alters­abhängigen Beitrags­anpassungen vorsehen, gibt es solche in der Regel bei Tarifen nach Art der Schaden­versicherung. Um die Angebote im Test Zahnzusatzversicherung besser vergleich­bar zu machen, haben wir deshalb für unseren 43-jährigen Modell­kunden einen Durch­schnitts­beitrag für den Zeitraum von 31 Jahren ermittelt, der mit dem Eintritts­beitrag der Tarife nach Art der Lebens­versicherung vergleich­bar ist.

Beim letzten Test von Zahn­zusatz­versicherungen habe ich meinen Versicherer vermisst. Warum fehlen manche Unternehmen?

Zu Beginn eines Tests schreiben wir alle Unternehmen an, die von der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht in dieser Sparte zugelassen sind, und fordern sie auf, uns detaillierte Produkt­informationen zu schi­cken. Nicht immer erhalten wir eine Rück­meldung. Das hat verschiedene Gründe: Ein Versicherer über­arbeitet zum Beispiel gerade sein Angebot, so dass es zum Veröffent­lichungs­zeit­punkt nicht mehr erhältlich, das neue zu unserem Stichtag aber noch nicht fertig ist. Andere Anbieter scheuen den Vergleich. In jedem Fall über­prüfen wir die Angaben der Versicherer und versuchen, uns fehlende Unterlagen anders zu beschaffen. Das gelingt nicht immer. Möglich ist auch, dass ein Anbieter fehlt, weil er ein Auswahl­kriterium nicht erfüllt, etwa keinen Tarif in einer Produktkategorie anbietet oder nicht für das dem Test zugrunde liegende Modell.

Wechsel in einen neuen Tarif

Lohnt es sich für mich als 64jährigen, eine uralte Zahn­versicherung um einen zusätzlichen Tarif beim selben Versicherer zu ergänzen?

Wenn Sie bei Ihrem Versicherer in einen Tarif mit höheren Leistungen wechseln oder einen zusätzlichen Tarif­baustein abschließen, gelten nur für die neu hinzukommenden Leistungen Warte­zeiten. Für die neuen Vertrags­bestand­teile gilt Ihr heutiges Alter als Eintritts­alter, Sie müssen also dafür den Beitrag für 64-jährige Neukunden zahlen. Das kann teuer werden. Vielleicht bekommen Sie auch keinen neuen Vertrag mehr, da bei etlichen Versicherungs­gesell­schaften für Neuabschlüsse Höchst­eintritts­alter gelten. Setzen Sie sich mit Ihrem Ansprech­partner bei Ihrer Versicherung in Verbindung.

Knapp bei Kasse

Lohnt sich eine private Zusatz­versicherung auch für Menschen, die sehr knapp bei Kasse sind?

Wahr­scheinlich eher nicht – denn die Versicherungs­beiträge müssen Sie ja auch regel­mäßig aufbringen. Stellen Sie lieber bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag auf einen höheren Fest­zuschuss. Wenn der Eigen­anteil an der Regel­versorgung für Sie eine unzu­mutbare Belastung ist, über­nimmt die Kasse im Rahmen der Härtefall­regelung unter Umständen die gesamten Kosten.

Wird bei der Härtefall­regelung der Krankenkassen auch das Vermögen berück­sichtigt? Wie viel darf man haben? Muss man Konto­auszüge vorlegen?

Bei der Härtefall­regelung zählt nur das laufende Einkommen. Allerdings gehen die Kassen vom Haus­halts­brutto­einkommen aus. Wenn Sie mit jemandem zusammenleben, zählt dessen Einkommen mit. Vermögen müssen Sie hingegen nicht angeben. Den doppelten Fest­zuschuss von der Kasse erhalten Sie zum Beispiel, wenn Sie Hartz IV, Bafög oder Grund­sicherung beziehen oder wenn Ihre monatlichen Brutto­einnahmen die Grenze von 1 162 Euro für eine Einzel­person nicht über­steigen. Mit einem Angehörigen sind es 1 597,75 Euro, für jeden weiteren kommen 290,50 Euro hinzu (Zahlen für das Jahr 2016). Nehmen Sie auch Kontakt mit Ihrer Krankenkasse auf, wenn Sie gering­fügig über der Grenze liegen. Es gibt eine gleitende Härtefall­regelung, über die Sie auch dann einen höheren Zuschuss bekommen können. Die Kassen sind verpflichtet, Versicherte zu beraten und auszurechnen, auf welchen Zuschuss sie Anspruch haben.

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Zahnzusatzversicherung sinnvoll oder nicht

Ein makelloses Lächeln ist für viele Menschen ein wichtiger Teil des Erscheinungsbildes. Leider ist es so, dass eine sorgfältige Zahnpflege alleine nicht immer ausreichend ist. Empfindlicher Zahnschmelz, ein Unfall oder die Ernährungsweise können schnell zu Schäden am Gebiss führen. Die daraus resultierende Behandlung ist mit hohen Kosten verbunden, schon deshalb ist eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll.

Dieses wichtige Thema interessiert sogar das ZDF. Mit der Frage: Was bringt eine Zahnzusatzversicherung?

Ist es sinnvoll, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen

Die zahnmedizinischen Kosten für die Durchführung von Zahnbehandlungen und Zahnersatz Maßnahmen steigen ständig. Gesetzlich Versicherte bekommen dabei nur die günstigste Behandlung erstattet bzw. müssen selbst bei Standardtherapien einen hohen Eigenanteil zahlen. Für ein makelloses Lächeln und weiße Zähne, braucht es aber eine hochwertige Behandlung, bei der Gesundheitsverträgliche und vernünftige Materialien eingesetzt werden.

Spätestens jetzt kommt die Frage auf: Ist eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll oder nicht?

Der Nutzen einer solchen Zahnzusatzversicherung ist schlichtweg, dass man sich moderne und teure Behandlungen leisten kann und nur einen sehr geringen Eigenanteil leisten muss. Die Bandbreite der Leistungen fällt dabei je nach Zahnzusatzversicherung sehr unterschiedlich aus. Mit unserem Zahnzusatzversicherung Online Rechner können Sie sich eine gute Übersicht über eine für Sie sinnvolle Zahnzusatzversicherung machen.

Warum lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung

Sie glauben eine Zahnzusatzversicherung lohnt sich nicht für Sie? Wir haben für Sie verschiedene Experten aus der Zahnmedizin und Versicherungsbranche befragt. Daraus ergeben sich sieben Argumente, warum eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll ist:

  • Kosten sparen bei hochwertigen Zahnbehandlungen: in der gesetzlichen Krankenversicherung werden Ihnen lediglich Amalgamfüllungen erstattet. Zahnmediziner und Gesundheitswissenschaftler zweifeln jedoch schon lange daran, dass dieses Material sehr gesund ist. Es wird meistens zu Kunststofffüllungen oder dem Einsatz von Keramik geraten. Beide Materialien sind gesünder als Amalgam. In der Zahnzusatzversicherung bekommen Sie die Kosten bis zu 100% erstattet.
  • Kosten sparen bei Zahnersatzmaßnahmen: sobald das Zahnlabor tätig werden muss, ist eine Zahnzusatzversicherung eigentlich unumgänglich. Für ein Implantat inkl. farblich angepasster Keramik Krone werden schnell weit über 2.000 EUR fällig. Die gesetzliche Krankenversicherung leistet hier keinerlei Unterstützung.
  • Bein einer Zahnzusatzversicherung bekommen Sie bis zu zweimal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung erstattet. Damit sorgen Sie vor, anstatt erst dann tätig zu werden, wenn Ihre Zähne bereits durch Karies oder Parodontitis geschädigt wurden. Die professionelle Zahnreinigung würden Sie von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht bezahlt bekommen – alleine damit sparen Sie bis zu 200 EUR pro Jahr.
  • Es gibt mittlerweile fast von jeder Versicherungsgesellschaft ein Angebot zur Zahnzusatzversicherung. Manche sind sehr sinnvoll, andere Zahntarife sind einfach nur teuer und warten mit schlechten Versicherungsbedingungen auf. Nutzen Sie unbedingt unseren Online Rechner, um hier den passenden Tarif zu finden. Gerne erreichen Sie uns auch telefonisch unter 089 / 402 87 403.
  • Zahnprobleme kennen keinen Kalender und keine Finanzplanung. Mit einer Zahnzusatzversicherung können Sie ganz entspannt bleiben und nach Einholung eines Kostenvoranschlages die Behandlung antreten. Sinnvoll ist an der Zahnzusatzversicherung, dass Sie ihr finanzielles Risiko auf kleine und regelmäßige Monatsbeiträge verteilen.
  • Die Beiträge zur Zahnzusatzversicherung können Sie von der Steuer absetzen im Rahmen der Freibeträge für Versicherungsdienstleistungen. Je nach Gehalt und bereits vorhandenen Versicherungen kann dies attraktive Steuervorteile bewirken.
  • In einer Zahnzusatzversicherung mit Parodontose Leistungen bekommen Sie bei einer Zahnfleischentzündung bereits Erstattungen, wenn die gesetzliche Krankenkasse noch nicht leisten würde. Wichtig: manche Zahnzusatzversicherungen koppeln die Parodontose an die gesetzliche Erstattung bzw. Indikation. Solche Tarife sind nicht sinnvoll.

Tarif Empfehlungen und Testsieger vergleichen

Zahnzusatzversicherung sinnvoll vergleichen

Wann lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung nicht

Ist eine Zahnzusatzversicherung immer sinnvoll? Es gibt verschiedene Situationen und Fälle, in denen ein solcher Tarif keinen Sinn macht oder unnötige Kosten verursacht:

  • Es wird einfach irgendein Tarif abgeschlossen beim Versicherungsmakler um’s Eck. Dieser Makler vertreibt leider nur eine Gesellschaft und im schlechtesten Fall auch noch nicht alle Tarife dieser Gesellschaft. Vergleichen Sie deshalb unbedingt und immer möglichst viele Gesellschaften. Dazu können Sie beispielsweise unseren Tarifrechner nutzen.
  • Die Schäden oder Probleme am Gebiss bestehen bereits. Hier ist der Versicherungsfall schon eingetreten. Die Zahnzusatzversicherung wird nicht für den Schaden aufkommen, wenn Sie Ihren Tarif erst nach Eintreten eines solchen Versicherungsfalles abschließen.
  • Viele Zahnzusatzversicherungen stellen in ihren Aufnahmeanträgen Fragen zum Zahn Zustand. Diese Gesundheitsfragen können dazu führen, dass Sie von einer Zahnzusatzversicherung abgelehnt werden. Eine Zahnzusatzversicherung ist also dann sinnvoll, wenn aktuell keine Behandlung läuft. Es gibt jedoch Ausnahmen, diese versichern Sie trotz laufender Behandlungen an Ihren Zähnen.
  • Ihr Gebiss ist in einem außerordentlich guten Zustand und Sie haben selten Probleme mit den Zähnen. Hier sollten Sie die Kosten aus eigener Tasche begleichen, denn die Summe der Monatsbeiträge einer Zahnzusatzversicherung würde vermutlich Ihre Behandlungskosten übersteigen. Dies können wir auch gerne für Sie berechnen und überprüfen. Kontaktieren Sie uns dazu einfach per Telefon.

Pro und Contra einer Zahnzusatzversicherung

Die Grafik zeigt, dass es sowohl gute Argumente für eine Zahnzusatzversicherung gibt, als auch Gründe, die gegen den Abschluss eines Zusatztarifes rund um die Zahngesundheit sprechen.

Wir sind jederzeit für Sie da

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch unter 089 – 402 879 33 (zum normalen Telefontarif) oder per Email ([email protected]) zur Verfügung.

Kostenlose persönliche Beratung

Rechtliches

Testsieger Tarife vergleichen

Vergleichen Sie bei uns alle aktuellen Zahnzusatzversicherung Testsieger von Stiftung Warentest Finanztest und die Testsieger der Zahnzusatzversicherung Experten.

Источники: http://m.tagesspiegel.de/wirtschaft/teurer-zahnersatz-wann-sich-eine-zusatzversicherung-lohnt/10285918.html, http://www.test.de/FAQ-Zahnzusatzversicherung-Was-bringt-die-private-Zusatzpolice-4802010-0/, http://www.test-zahnzusatzversicherung.de/zahnzusatzversicherung-sinnvoll/

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