Versicherung selbständige

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Welche Versicherungen braucht man als Selbstständiger?

Welche Versicherungen braucht man als Selbstständiger?

Lesen Sie hier einige Denkanstöße dazu – und lassen Sie sich individuell beraten:

**** Pflichtversicherungen:

Krankenversicherung und Pflegepflichtversicherung.

Gesetzliche Rentenversicherung oder Versorgungswerk. Manche Selbstständige, z.B. Handwerksmeister, müssen für eine bestimmte Zeit in die Gesetzliche Rentenversicherung einzahlen; Freiberufler wie Architekten und Ärzte werden Pflichtmitglieder in der Versorgungskasse der zuständigen Kammer. Für viele andere Selbstständige besteht hingegen bislang keine Rentenversicherungspflicht, auch wenn es bereits konkrete Pläne zur Einführung gibt. Diese Selbstständigen müssen ihre Altersvorsorge vollständig selber gestalten.

KFZ Haftpflichtversicherung. Die KFZ -Haftpflichtversicherung ist eine Pflichtversicherung, falls Sie ein KFZ zulassen wollen.

Hundehaftpflichtversicherung Eine Tierhalterhaftpflichtversicherung ist in einigen Bundesländern (unter anderem in Niedersachsen) Pflicht, wenn Sie privat einen Hund halten. Zurück zur Übersicht.

*** Sehr wichtig:

Privathaftpflichtversicherung. Für Schäden, die man gegenüber anderen anrichtet, ist eine Privathaftpflichtversicherung sehr wichtig. Auch wenn das Wort „Pflicht“ darin vorkommt, ist es keine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtversicherung – aber sehr, sehr wichtig, denn man haftet für Schäden in unbegrenzter Höhe und fast lebenslang. Seit einigen Jahren bieten verschiedene Anbieter einer Privathaftpflichtversicherung sogar Schutz für den umgekehrten Fall an: Dass jemand Sie schädigt, jedoch selbst nicht in der Lage ist, den Schaden zu ersetzen (Ausfalldeckung). Manche Anbieter bieten sogar Versicherungsschutz für nebenberuflich tätige Selbständige im Rahmen der Privathaftpflichtversicherung. Für viele Bereiche reicht eine Privathaftpflichtversicherung allein jedoch nicht aus und ein Zusatzbaustein, oder ein separater Vertrag werden notwendig; das gilt beispielsweise für vermieteten Haus- und Grundbesitz, für Bauherren, für die Haltung von Hunden oder Pferden, die Tätigkeit als Lehrer, hauptberuflich Selbstständiger, Jäger, Halter eines Bootes, KFZ… – die Liste ist lang!

Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Arbeitskraft stellt für die meisten Selbstständigen ihr größtes Vermögen dar (Rechenweg: Jahresgewinn x Jahre bis zur Altersrente) und sollte daher auch mit entsprechendem Vorrang abgesichert werden. Das erfolgt in aller Regel durch eine Krankentagegeldversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung, Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder Absicherung gegen Schwere Krankheiten (Dread Disease Police). Bei diesen Versicherungen kann man sich nicht selbst aussuchen, wann man sich versichert: Nur wessen Gesundheitshistorie aus Sicht des Versicherers in Ordnung ist, hat überhaupt die Chance auf einen vernünftigen Vertrag: Also versichern, so lange man gesund genug ist! Zurück zur Übersicht.

Auslandsreisekrankenversicherung. Eine Auslandsreisekrankenversicherung, kann sehr wichtig sein, wenn Sie ins Ausland reisen, weil die Gesetzlichen Krankenkassen unter Umständen auch die Private Krankenversicherung nicht alle Kosten, beispielsweise auch für Rückholung, übernehmen. Selbständige sollten beachten, dass berufliche Reisen ins Ausland oftmals in einer normalen Auslandsreisekrankenversicherung nicht versichert sind.

Krankenzusatzversicherung. Eine Krankenzusatzversicherung für Krankenhausaufenthalt, Chefarztbehandlung, evtl. Heilpraktiker, Zahnersatz . Warum? Weil bei schweren Erkrankungen oder Unfällen keine Chance aus finanziellen Gründen ausgelassen werden sollte, eine möglichst schnelle und vollständige Genesung sicherzustellen; Heilpraktikerbehandlung, weil sie von den meisten gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden; Zahnersatz wird mit zunehmendem Alter ein Thema sein.

Sachversicherungen. Absicherung des bereits erreichten ‚Hab und Guts‘, um es im Schadensfall nach Möglichkeit nicht ersatzlos zu verlieren (z.B. Gebäudeversicherung falls Eigentum vorhanden ist, Teilkasko-, oder Vollkaskoversicherung für wertvollere PKW, Diebstahlversicherung für wertvolle Fahrräder, Hausratversicherung immer – allein schon wegen Wasserschäden.) Grundsatz: Je weniger Vermögen Sie haben, um einen Schaden selber ersetzen zu können, desto umfangreicher sollten Sie versichert sein. Zurück zur Übersicht.

* Je nach Sicherheitsbedürfnis:

Rechtsschutzversicherung. Eine Rechtsschutzversicherung ist sinnvoll, wenn es Ihnen wichtig erscheint, eigene Rechtsansprüche gerichtlich durchzusetzen, z.B. im Verkehr, gegenüber den Nachbarn, einer Versicherung, dem Vermieter oder dem Mieter. Rechtsschutzversicherer unterscheiden scharf zwischen Rechtsschutz für Nichtselbstständige und dem für Selbstständige – Obacht!

Unfallversicherung. Eine Unfallversicherung kann als Ergänzung einer Berufsunfähigkeitsversicherung sinnig sein, nicht jedoch als deren Ersatz. Für Selbstständige, die viel auf Reisen sind, oder körperlich tätig sind, ist sie besonders sinnvoll.

Weitere Versicherungen je nach individuellem Bedarf (z.B. bei Tierhaltung, für wertvolle Musikinstrumente, oder wertvolle Elektronik) und Sicherheitsbedürfnis. Zurück zur Übersicht.

Betriebliche Versicherungen für Selbstständige

Zu den oben genannten Privaten Versicherungen kommen bei Selbstständigen noch die betrieblichen Versicherungen hinzu:

*** Sehr wichtig:

Betriebs- / Berufshaftpflichtversicherung (letztere ist oft eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtversicherung, z.B. für Ärzte, Rechtsanwälte und Versicherungsvermittler);

Absicherung von Werten, Maschinen, Waren und Vorräten

Absicherung des Ertrages (Betriebsunterbrechungsversicherung, Ertragsausfallversicherung, Warenkreditversicherung)

** Bei Bedarf und je nach Branche:

D & O Versicherung

Weitere Versicherungen je nach Branche, Tätigkeiten und betrieblichem Sicherheitsbedürfnis;

Weiterreichende Aussagen ohne vorherige Analyse sind auf Grund der sehr unterschiedlichen Anforderungen in den verschiedenen Branchen kaum möglich. Zurück zur Übersicht.

Vielen Dank fürs Lesen des Beitrages Welche Versicherungen braucht man als Selbstständiger?

Wichtige Risiken absichern – Versicherungen für Selbstständige

Neben den unternehmerischen Risiken sollten Selbstständige und Existenzgründer auch ihre betrieblichen und vor allem ihre persönlichen Risiken im Blick haben. Für die Absicherung der beiden Risikogruppen gibt es eine Vielzahl von Versicherungen für Selbstständige.

Für die privaten Risiken ist insbesondere die Krankenversicherung und die Berufsunfähigkeitsversicherung relevant. Die betrieblichen Risiken hängen jeweils vom Geschäftsmodell ab – erfahren Sie, welche Versicherungen für Selbstständige sinnvoll und bezahlbar sind.

Persönliche und betriebliche Risiken absichern

Eine Existenzgründung ist immer mit Chancen und Risiken verbunden. Um die unternehmerischen Risiken zu managen, müssen Sie als selbstständiger Unternehmer regelmäßig Ihre Entscheidungen an die jeweiligen Marktgegebenheiten anpassen.

Neben den unternehmerischen Risiken gibt es eine Fülle von existenzbedrohenden Risiken, die man mit einer speziellen Versicherung für Selbstständige absichern kann. Dazu zählen persönliche aber auch betriebliche Versicherungen (sogenannte Gewerbeversicherungen).

Krankenversicherung & Berufsunfähigkeit für private Risiken

Gerade bei einer Existenzgründung ist es wichtig, die persönlichen Risiken genau zu prüfen. Dabei gibt es Risiken, die Sie zwingend absichern müssen (die Kranken- & Pflegeversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben) sowie persönliche Versicherungen, die je nach Situation empfehlenswert sind. Zu den wichtigen persönlichen Versicherungen für Selbstständige gehören:

Daneben dürfen Sie aber auch die Unfallversicherung, die Rentenversicherung sowie ggf. die freiwillige Arbeitslosenversicherung nicht vergessen. Insbesondere für Existenzgründer ergibt es Sinn, die Vielzahl der Versicherungsangebote zu vergleichen – immerhin wollen Sie als Existenzgründer existenzbedrohende Risiken mit einer Versicherung für Selbstständige bestmöglich minimieren.

Um einen guten Überblick über das Preis-Leistungs-Verhältnis der jeweiligen Versicherung für Selbstständige zu gewinnen, sollten Sie sich umfassend informieren. So bietet es sich beispielsweise bei der Kranken- und Pflegeversicherung an, einen Krankenkassenvergleich zu machen (als Selbstständiger können Sie zwischen der freiwillig gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung wählen).

Normalerweise starten Sie dabei mit einem unverbindlichen PKV-Vergleich und stellen dann Kosten und Leistung der freiwillig gesetzlichen Krankenversicherung gegenüber. Mit einem Krankenkassenvergleich können oft mehrere hundert bis weit über tausend Euro pro Jahr gespart werden – vergleichen lohnt sich!

Gewerbeversicherungen abhängig von der Branche

Gerade während einer Existenzgründung kann eine Unterversicherung im Schadensfall schnell zum finanziellen Aus führen. Daher ist es wichtig, die für Ihr Geschäftsmodell relevanten Risiken zu identifizieren und abzusichern. Wichtige Versicherungen für Selbstständige sind unter Anderem:

Aber auch eine Rechtsschutzversicherung und/oder eine Sachversicherung – bei entsprechenden Vermögenswerten – kann ein sinnvoller Schutz sein.

Die entscheidende Frage dabei ist, welche betrieblichen Risiken direkt zu Beginn abgesichert werden sollen und welche Risiken man bewusst in Kauf nehmen kann. Eine Antwort darauf liefert das Portal Finanzchef24. Analysieren Sie mit dem kostenlosen Bedarfsrechner, welche Versicherungen für Ihre Branche und Unternehmenszweck sinnvoll sind.

Für Gründer gibt es bei Gewerbeversicherungen oft einen speziellen Rabatt! Bevor Sie sich daher für einen Anbieter entscheiden, sollten Sie einen kostenlosen, auf Ihre Branche abgestimmten Vergleich erstellen lassen!

Einzelne Versicherungen im Detail

Welche der oben genannten Versicherung für Selbstständige was für einen Versicherungsschutz beinhalten, wollen wir hier kurz beschreiben. Dabei wird auch hier zwischen betrieblicher Versicherung für Selbstständige und persönlicher Versicherung für Selbstständige unterschieden.

1. Betriebliche Versicherung für Selbstständige

Wird einer dritten Person bei betrieblichen Tätigkeiten Schaden zugefügt, greift die Betriebshaftpflicht (Firmenhaftpflichtversicherung). Da jedes Unternehmen unterschiedliche Risiken beinhaltet, bieten die Versicherungsgesellschaften individuelle Versicherungsleistungen an. Sprechen Sie aus diesem Grund auch hier individuell mit dem für Sie infrage kommenden Versicherungsanbieter.

  • Rechtschutzversicherung

    Rechtsschutzversicherungen als Versicherung für Selbstständige werden in der Regel im Paket angeboten. Der Selbstständige kann sich entweder als Firmeninhaber einzeln über eine Berufsrechtschutzversicherung oder gemeinsam mit seinen Mitarbeitern über die Firmenrechtsschutz versichern. Der Leistungsumfang ist bei einer Rechtschutzversicherung abhängig von der Anzahl der Mitarbeiter, der Tätigkeit sowie von der Unternehmensform. Daher sollten Sie sich auch hier individuell beim Versicherungsanbieter erkundigen.

  • Haftpflicht speziell für Vermögensschaden

    Wenn Sie als Selbstständiger durch Ihre berufliche Tätigkeit einen Vermögensschaden verursachen, dann sind Sie zum Schadensersatz verpflichtet. Gerade wenn Sie als Berater, Prüfer oder Gutachter tätig sind, ist die Vermögensschadenhaftpflicht unentbehrlich.

  • Zudem gibt es zahlreiche Sachversicherungen. Diese und weitere Versicherungen finden Sie unter betriebliche Versicherungen im Detail.

    2. Persönliche Versicherung

    • Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige

    Wer seinen vertrauten Lebensstandard trotz einer Berufs- und Arbeitsunfähigkeit aufrecht erhalten möchte, sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Denn kaum ein Selbstständiger ist, aufgrund der Regularien im gesetzlichen Rentenversicherungssystem, durch staatlichen Schutz (Erwerbsminderungsrente) abgesichert. Wer nun als Existenzgründer eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige abschließen möchte, sollte sich auf jeden Fall direkt beim Versicherungsanbieter über den Leistungsumfang erkundigen. Denn nicht selten wird die Versicherungssumme nur ausbezahlt, wenn der Selbstständige absolut keine Tätigkeit mehr ausüben kann. Bei einer teilweisen Erwerbsunfähigkeit, kann die Versicherung vom Unternehmer eine „Umgestaltung" des Unternehmens verlangen.

  • Krankenversicherung (privat oder gesetzlich)

    Als Selbständiger haben Sie die Möglichkeit eine gesetzliche oder private Krankenversicherung abzuschließen. Wägen Sie daher genau die Vor- und Nachteile der beiden Formen miteinander ab. Dies gilt insbesondere, wenn Sie eine Familie zu versorgen haben. Aber Achtung: Entscheiden Sie sich für eine private Krankenversicherung, ist der Weg zurück in die gesetzliche Krankenversicherung nur bedingt möglich.

  • Rentenversicherung (gesetzlich oder/ und privat)

    Einige Berufsgruppen sind verpflichtet in das gesetzliche Rentenversicherungssystem einzuzahlen. Dazu zählen zum Beispiel Dozenten an Hochschulen, Handwerksmeister, Publizisten oder Künstler. Die anderen Selbstständigen haben die Wahl der Qual. Bedenken Sie bei der Existenzgründung, dass Sie innerhalb von fünf Jahren bei der Rentenversicherungsanstalt einen Antrag auf Weiterversicherung stellen müssen. Verpassen Sie die Frist, ist eine freiwillige Aufnahme in der gesetzlichen Rentenversicherung nur schwer möglich. Sind Sie einmal bei der gesetzlichen Versicherung als Selbstständiger aufgenommen, ist eine Kündigung jedoch nur erschwert möglich.

  • Arbeitslosenversicherung

    Als Selbstständiger müssen Sie innerhalb der letzen 24 Monate mindestens 12 Monate vor Ihrer Existenzgründung versicherungspflichtig gewesen sein, um sich freiwillig gegen Arbeitslosigkeit versichern zu können. Unmittelbar nach Aufnahme Ihrer selbstständigen Tätigkeit, müssen Sie einen Antrag auf Aufnahme stellen. Scheitern Sie mit Ihrer Selbstständigkeit können Sie dann entsprechend Arbeitslosengeld beziehen.

  • Unfallversicherung

    Das Risiko eines Unfalls (und den daraus folgenden Risiken) können Sie über eine Unfallversicherung absichern. Als Selbstständiger können Sie z.B. freiwillig bei einer Berufsgenossenschaft versichern – die Leistungen entsprechen dann der gesetzlichen Unfallversicherung. Umfangreicher ist dabei der Schutz der privaten Unfallversicherung, die meist für Berufe mit einem höheren Unfallrisiko empfehlenswert ist.

  • Erfahren Sie mehr über die freiwillige Arbeitslosenversicherung und andere Versicherungen für den persönlichen Bereich des Gründers.

    Versicherungen für Selbstständige auf dem Prüfstand

    Versicherungen gibt es viele. Wie im privaten Bereich besteht auch für Existenzgründer sowie für Selbstständige sowohl die Gefahr der Unter- als auch der Überversicherung. Stellen Sie sich als Existenzgründer deshalb konkrete Fragen welche Arten der Versicherung für Selbstständige für Sie relevant sind. Zum Beispiel:

    • Wo liegen die Risiken meiner Selbstständigkeit?
    • Wie wahrscheinlich ist der Eintritt dieses Risikos?
    • Wie hoch sind die finanziellen Auswirkungen dieser Risiken?

    Für Freiberufler gibt es spezielle Punkte, auf die Sie achten sollten. Wir haben die wichtigsten Versicherungen für Selbstständige mit freien Berufen zusammengestellt!

    Verträge und Tarife regelmässig prüfen

    Prüfen Sie Ihre abgeschlossenen Versicherungsverträge regelmäßig einerseits darauf,

    • ob die Versicherung für Selbstständige noch nötig ist, andererseits darauf
    • ob durch die Erweiterung Ihrer Geschäftstätigkeit neue Tatbestände abgesichert sind bzw. die Deckungssummen noch angemessen sind
    • außerdem müssen Sie Veränderungen in der Risikolage durch betriebliche Veränderungen auch der Versicherung mitteilen.

    Achten Sie außerdem auf Bedingungen Ihrer Verträge und erfüllen Sie diese stets, sonst kann es im Schadensfall zur Ablehnung durch die Versicherung kommen.

    Zusätzlich bietet es sich an, in regelmäßigen Abständen die Kosten- & Leistungen der bestehenden Versicherungen mit aktuellen Angeboten zu vergleichen. Insbesondere bei der privaten Krankenversicherung sollten Sie Ihren Tarif mit aktuellen Angeboten vergleichen – so können Sie unter Umständen viel Geld sparen!

    Versicherung für Selbstständige Fazit

    Final müssen Sie als Existenzgründer die Entscheidung treffen, welche der Versicherung für Selbstständige für Sie persönlich relevant sind. Insbesondere in der Anfangszeit Ihrer Selbstständigkeit gilt es darauf zu achten, nicht zu langfristige Versicherungen einzugehen. Auch die Beiträge für die Versicherung für Selbstständige sind oft unterschätzte Kosten, die Sie als Existenzgründer in Ihrem Finanzplan berücksichtigen sollten.

    Aber schauen Sie nicht nur auf die Kosten! Gerade bei einer Versicherung für Selbstständige ist vielmehr auf das Leistungsangebot zu achten. Bei speziellen Versicherungs-Paketen für Selbstständige und Existenzgründer ist zu prüfen, ob wirklich alle Versicherungen aus dem Paket für den Existenzgründer relevant sind.

    Neben der Frage welche Versicherung für Sie als Selbstständiger notwendig ist, sollten Sie auch regelmäßig die Kosten- und Leistungen der bestehenden Versicherungen überprüfen. Damit stellen Sie sicher, dass Sie für den weiteren Geschäftsverlauf optimal abgesichert sind und nicht zu viel für Ihre Absicherung bezahlen – insbesondere bei der privaten Krankenversicherung lohnt es sicht, regelmäßig einen unverbindlichen Vergleich zu machen – so können oft mehrere hundert bis über tausend Euro pro Jahr gespart werden.

    Private Krankenversicherung für Gründer oft die bessere Wahl

    Die Krankenversicherung ist in Deutschland Pflicht – das gilt auch für Gründer. Sie können sich entweder für eine gesetzliche oder für die private Krankenversicherung entscheiden.

    Bei der privaten Krankenversicherung können Sie Leistung und somit auch Kosten Ihren Bedürfnissen anpassen. Dies ist ein entscheidender Vorteil der privaten Krankenversicherung, da Sie so z.B. mit einem günstigeren Tarif starten und später in einen leistungsstarken Tarif wechseln können – machen Sie einen unverbindlichen PKV-Vergleich.

    Krankenversicherungspflicht für Selbstständige

    In der Bundesrepublik besteht für alle Bürger eine Krankenversicherungspflicht – entweder bei einer privaten Krankenversicherung oder bei einer gesetzlichen Krankenversicherung. Existenzgründer, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, haben dabei Wahlfreiheit und können sich entweder für eine private Krankversicherung oder für eine freiwillige gesetzliche Mitgliedschaft entscheiden.

    Arbeitnehmern in Deutschland bietet sich diese Wahlmöglichkeit nur, wenn Sie über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (57.600€ Stand 2017) verdienen. Gründer können mit dem Zeitpunkt Ihrer Gewerbeanmeldung den Schritt in die PKV gehen.

    Vorteil private Krankenversicherung: Leistungen anpassen!

    Der große Vorteil, den eine private Krankenversicherung bietet, ist die Möglichkeit, Leistungen entsprechend den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

    So können Sie als Existenzgründer beispielsweise mit einem günstigen Tarif starten. Wenn Sie gewisse Leistungen etwas reduzieren und die Selbstbeteiligung erhöhen, sind bereits Tarife für unter 100 € möglich.

    Haben Sie die Gründungsphase dann erfolgreich überstanden, so können Sie in einen leistungsstärkeren Tarif der privaten Krankenversicherung wechseln und profitieren so von besseren Leistungen.

    In der GKV sind Sie gezwungen, unabhängig von Ihrem Alter und Gesundheitstzustand, etwa 15,7 % Ihres beitragspflichtigen Einkommens an die Kassen abzutreten. Hinzu kommen etwaige Zusatzbeiträge. Der monatliche Gesamtbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung bemisst sich ausschließlich nach Ihrem individuellen Gewinn. Der Mindestbeitrag in der GKV beträgt bis zu einem monatlichen Gewinn von 2.231.25 € durch Ihre Selbstständigkeit ca. 400 €. Liegt Ihr monatlicher Gewinn über diesem Wert, steigern sich Ihre gesetzlichen Krankenversicherungskosten auf bis zu derzeit 800 € pro Monat. Dies stellt jedoch die Obergrenze dar.

    Den besten Tarif für Ihre private Krankenversicherung finden

    Den besten Tarif für Ihre private Krankenversicherung zu finden, ist gar nicht so einfach – private Krankenversicherungen bieten für Selbstständige eine Vielzahl von Tarifen mit einem breiten Leistungsspektrum an. Die Beitragshöhe für die private Krankenversicherung ist abhängig von den individuell zu wählenden Leistungen, wie beispielsweise Chefarzt und Ein- oder Zweibettzimmer. Zum anderen richtet sich der Beitrag bei der privaten Krankenversicherung nach dem Einstiegsalter und dem gesundheitlichen Zustand des Selbstständigen bzw. des Exisenzgründers.

    Als Existenzgründer sollten Sie sich daher vor der Entscheidung für eine private Krankenversicherung Gedanken über die gewünschten Leistungen und die Kosten machen. Vergleichen Sie dann die Tarife der verschiedenen Anbieter um den besten Tarif für Ihre private Krankenversicherung zu finden. Nutzen Sie hierfür den kostenlosen und unverbindlichen Vergleich – über 1.000 Tarife werden von unserem Partner unabhängig und kostenfrei für Sie verglichen!

    Beitragssätze abhängig von Alter und Gesundheitszustand

    Bei der privaten Krankenversicherung richtet sich der Beitrag nicht wie bei der gesetzlichen Krankenversicherung nach dem Erwerbseinkommen sondern nach dem Risiko – sprich Alter und Gesundheitszustand.

    Speziell für junge Gründer, die keine Vorerkrankungen aufweisen, ist die private Krankenversicherung entsprechend meist deutlich attraktiver als die gesetzliche Krankenversicherung. Aber auch für ältere Selbstständige ohne Vorerkrankung kann eine private Krankversicherung die günstigere Option sein. Entsprechend wichtig ist es auch hier, dass Sie Ihre Entscheidung auf Basis eines unabhängigen Tarifvergleichs treffen.

    Alternative: Private Krankversicherung im Basistarif

    Für Existenzgründer kann auch der seit 2009 für die private Krankenversicherung gesetzlich vorgeschriebene Basistarif in Betracht gezogen werden. Der Basistarif ersetzt seit 2009 den Standardtarif der privaten Krankenversicherung, der sich in Art und Umfang an den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung orientiert.

    Der Basistarif einer privaten Krankenversicherung enthält keine Risikozuschläge – eine vereinfachte Gesundheitsprüfung wird dennoch durchgeführt. Da sich auch die Beiträge nach Alter und Einkommen richten und auf den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung begrenzt sind, kann die private Krankenversicherung im Basistarif gut mit der gesetzlichen Krankenversicherung verglichen werden. Entsprechend gilt auch hier: lassen Sie sich einen unverbindlichen und kostenfreien Vergleich erstellen.

    Gesetzliche Krankenversicherung für Selbstständige

    Nach dem Start in die Selbstständigkeit müssen Sie sich als Existenzgründer innerhalb von drei Monaten entscheiden, ob Sie sich freiwillig gesetzlich versichern oder sich bei der privaten Krankenversicherung anschließen möchten. Sollte diese Dreimonatsfrist verstreichen, erfolgt ein Beitritt in die private Krankenversicherung.

    Die Hauptunterschiede zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV) sind die folgenden:

    • Leistung: Das Leistungsspektrum ist bei der PKV deutlich umfangreicher
    • Kosten: Die Beitragshöhe richtet sich bei der GKV nach dem Erwerbseinkommen, bei der PKV nach Alter und Gesundheitszustand
    • Selbstbeteiligung: Kann bei der PKV selbst angepasst werden, um entsprechend Kosten zu reduzieren
    • Familienversicherung: Bei der GKV sind Familienmitglieder mit keinem oder geringfügigen Einkommen kostenlos mitversichert
    • Beitragsrückerstattung: Die Nichtinanspruchnahme von Versicherungsleistungen kann zu signifikanten Beitragsrückerstattungen der PKV führen

    Grundlage für die Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung ist die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze. Nach dieser Bemessungsgrenze richtet sich nämlich der gesetzliche Krankenversicherungsbeitrag. In der gesetzlichen Krankenversicherung muss der Versicherungshöchstbeitrag gezahlt werden, wenn der Selbstständige einen Gewinn von 4.350,00 Euro (Stand: 2017) erzielt. Für alle Selbstständigen, die weniger verdienen, gilt eine Mindest-Bemessungsgrundlage von 2.231,25 Euro (Stand: 2017) und somit ein monatlicher Mindestbeitrag von etwa 400 €.

    Bei der gesetzlichen Krankenversicherung werden für die Beitragsbemessung alle Einkommensarten mitgerechnet. Also auch Mieteinnahmen, Zinserträge oder Pacht. Von dieser Regel ausgenommen sind Existenzgründer, die einen Gründungszuschuss vom Arbeitsamt erhalten, sowie Teilzeitselbstständige.

    • Bruttoeinnahme von 4.350,00 Euro x 15,5% = 674,25 Euro maximaler monatlicher Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung.
    • Bruttoeinnahme von 2.231,25 Euro x 15,5% = 345,84 Euro minimaler monatlicher Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung.

    *hinzu kommt ein Pflegepflicht-Beitragssatz von 2,55% (ca. 56,00 € – 112,00 €)

    Selbstständige die bei der Künstlersozialkasse versichert sind, zahlen einen Beitragssatz von 15,5% (Stand: 2013). Für Selbstständige gilt ansonsten der herabgesetzte Beitragssatz von 14,9%.

    Vor- & Nachteile der gesetzlichen Krankenversicherung

    Ein Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur bedingt möglich. Dazu zählt beispielsweise eine Aufgabe der Selbstständigkeit für Personen unter 54 Lebensjahren.

    Als einer der Nachteile gegenüber der privaten Krankenversicherung ist die generelle Möglichkeit der Leistungseinschränkung bei der gesetzlichen Krankenversicherung zu nennen sowie die Zuzahlungen bei Medikamenten, bei stationärer Behandlung sowie Heilpraktiker- und Zahnersatzleistungen. Außerdem sind die lange Kündigungsfrist und die mangelnde Leistungsübernahme bei Auslandsaufenthalten als Nachteil zu werten.

    Einer der Vorteile der gesetzlichen Krankenversicherung gegenüber der privaten Krankenversicherung ist, dass der Versicherte im Falle von Berufsunfähigkeit oder Ruhestand ein verringertes Einkommen erzielt und demnach auch einen verringerten Krankenversicherungsbeitrag zahlt. Ebenso ruht bei der gesetzlichen Krankenversicherung der Beitrag bei längerer Krankheit.

    Neben der privaten Krankenversicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung eine weitere wichtige persönliche Versicherung, die Sie als Existenzgründer prüfen sollten!

    Fazit: Private Krankenversicherung als meist attraktivere Wahl

    Die private Krankenversicherung bietet eine ganze Reihe an Leistungen (u.A. auch die Sicherung des medizinischen Fortschrittes), die es in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht gibt. Darüber hinaus steht dem privat krankenversicherten Existenzgründer die Arztwahl frei. Von der Hand zu weisen sind auch nicht die Privilegien, die man mit einer privaten Krankenversicherung genießt, wie beispielsweise verringerte Wartezeiten. Außerdem ist die hohe Beitragsrückerstattung vieler privater Krankenversicherungen ein wirklich gutes Argument für die private Krankenversicherung für Selbstständige. Auch der volle Leistungsumfang bei Auslandsaufenthalten ist als vorteilhaft zu werten.

    Das wichtigste Argument für eine private Krankenversicherung aus Sicht eines Existenzgründers ist jedoch die Flexibilität. Insbesondere zu Beginn einer Gründung ist es sinnvoll, auf die Kosten zu achten. Da man bei der privaten Krankenversicherung mit einem günstigen Tarif starten kann, ist es möglich, im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung deutlich Kosten zu sparen. Zu einem späteren Zeitpunkt kann man dann den Tarif der privaten Krankenversicherung anpassen und die Leistungen erhöhen. Vorsichtig sollten alle diejenigen Gründer sein, die beispielsweise eine chronische Vorerkrankung aufweisen oder sich in deutlich erhöhtem Alter selbstständig machen möchten. Auch Gründer mit Familie sollten genau durchrechnen, inwieweit die Mitversicherung der Familienmitglieder ein Vorteil der gesetzlichen Krankenkasse darstellt.

    Fazit: Obwohl die private Krankenversicherung für viele Gründer die bessere Wahl ist, so sollten Sie sich als Entschdeidungsgrundlage trotzdem im ersten Schritt immer einen kostenlosen Vergleich erstellen lassen und Kosten und Leistung der jeweiligen Tarife gegenüberstellen. Den einen besten Tarif gibt es leider nicht – es kommt immer auf Ihre persönliche Situation und Bedürfnisse an.

    Fordern Sie Ihren unverbindlichen PKV-Vergleich an!

    Ob sich die PKV für Sie wirklich lohnt bzw. ob Sie den richtigen Tarif für sich gefunden haben, können Sie am besten über einen unverbindlichen und kostenfreien Vergleich herausfinden.

    Источники: http://www.helberg.info/welche-versicherung/welche-versicherungen-als-selbstaendiger/, http://www.fuer-gruender.de/wissen/unternehmen-gruenden/versicherung/, http://www.fuer-gruender.de/wissen/unternehmen-gruenden/versicherung/pkv/

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