Versicherung mietwohnung

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Fensterscheibe in der Mietwohnung zerbrochen? Aquarium ausgelaufen? – Mieter haften in der Mietwohnung für alle Schäden die durch Sie selbst, Ihre Kinder, Besucher oder andere Mitbewohner (z.B. Haustiere) verursacht werden, grundsätzlich selbst. Dabei erstreckt sich die Haftung nicht nur auf die eigene Wohnung und Einrichtung, sondern auch auf die Wohnung des Nachbarn und dessen Einrichtung, wenn diese betroffen ist (z.B. Wasserschaden). Den Mieter können hier sehr hohe Kosten treffen. Aber nicht nur das – unerwartete Kosten und Schäden können dem Mieter einer Wohnung auch bei Einbruch und Diebstahl entstehen. Ist der Mieter nicht gut versichert kann das schnell ein finanzielles Desaster hervorrufen.

Für die Mieter einer Mietwohnung sind gewisse Versicherungen daher einfach unverzichtbar. In dem nachfolgenden Artikel, wird gezeigt welche Versicherungen ein Mieter tatsächlich braucht.

Inhalt: Welche Versicherungen braucht ein Mieter?

I. Wichtigste Versicherung der Mietwohnung: Haftpflichtversicherung

Der Abschluss einer Haftpflichtversicherung ist für daher jeden Mieter und besonders Familien mit Kindern oder Haustierbesitzer sinnvoll: üblicherweise werden alle Mietsachschäden abgedeckt. Das geht von der zerbrochenen Fensterscheibe, über den Teppich mit Brandlöchern bis hin zu den Dellen im Parkett. Wasser- und Brandschäden sind meist mitversichert. Während die bei jedem Mietshaus vom Vermieter abzuschließende Gebäudeversicherung, grundsätzlich alle Schäden an der Substanz des Hauses (z.B. Decken, Mauerwerk, Fassade, Dach etc.) und damit zusammenhängende Schadenersatzansprüche (z.B. bei Verletzung oder Schäden durch vom Dach fallende Eiszapfen etc.) abdeckt, greift die Haftpflicht für alle in der Mietwohnung eingebauten Gegenstände (z.B. Türen, Fenster, Waschbecken, Parkett, Teppichboden usw.). Normale Abnutzung in der Mietwohnung zählen allerdings nicht zu Schäden und sind vom Mieter auch nicht zu ersetzen.

Der Mieter deckt mit dem Abschluss der Haftpflichtversicherung alle Schäden ab, die an dem fremden Eigentum und anderen Personen, entstehen können. Zudem gibt es oft kostengünstige Zusatzoptionen, die zum Beispiel auch den Schlüsselverlust mit Schlossaustausch oder den Austausch einer vorhandenen Schließanlage in die Versicherung miteinschließen.

Die Haftpflichtversicherung ist daher eine Empfehlung für jeden Mieter, um sich vor hohen Kosten und Schadensersatzansprüchen zu schützen. Der Abschluss einer Haftpflichtversicherung kann allerdings vom Vermieter nicht erzwungen werden: „Mieter: Besteht eine Pflicht zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung?„.

II. Versicherung für den eigenen Hausstand: Hausratversicherung

Die Haftpflichtversicherung hilft allerdings nur begrenzt, denn eigene Schäden an Möbeln oder Haushaltsgegenständen sind nicht erfasst. In solchen Fällen greift nur eine entsprechende Hausratversicherung: die Deckung betrifft hier alle eigenen Einrichtungsgegenstände, Elektrogeräte und Gebrauchsgegenstände. Erfasst werden die verschiedensten Arten an Beschädigungen (z.B. durch Feuer, Sturm oder Hagel, Leitungswasser, Vandalismus) und sogar Verluste durch Straftaten wie Einbruchdiebstahl und Raub.

Der Abschluss dieser Versicherung ist besonders dann zu empfehlen, wenn Mieter bereits einen größeren Hausstand haben oder besonders wertvolle Einrichtungsgegenstände besitzen. Wenn Sie sich einen Überblick über die Hausratversicherung verschaffen möchten, sollten Sie auch den Beitrag: „Hausratversicherung für Mieter Pflicht? Kosten und Nutzen im Überblick“ lesen.

III. Versicherung für Streitigkeiten: Rechtsschutzversicherung

Welche Versicherungen der Mieter einer Mietwohnung braucht, muss der Mieter letztendlich selbst entscheiden: Kriterien wie z.B. der eigene Besitz oder die Mitversicherung bei einer Familie oder Haustieren spielen hier eine Rolle. Ratsam ist „als Minimum“ zumindest immer der Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung.

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Die wichtigsten Versicherungen für Mieter

Zuletzt aktualisiert am 08.05.2017

  • Wissen
  • Ratgeber
  • Versicherungen für Mieter

Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) besitzen rund 15 Prozent aller deutschen Haushalte keine private Haftpflichtversicherung. Eine kleine Fahrlässigkeit kann allerdings schnell teuer werden – und muss dann aus eigener Tasche bezahlt werden. Ausreichende Absicherung ist also wichtig, um im Schadensfall finanziell abgedeckt zu sein.

Inhaltsverzeichnis

Nicht nur als Hausbesitzer sollten Sie ausreichend versichert sein, auch als Mieter gilt es einige wichtige Versicherungen zu besitzen. Besonders grundlegend sind dabei vor allem zwei Versicherungen, die Sie besitzen sollten: Eine private Haftpflichtversicherung und eine Hausratversicherung. Und bei Bedarf auch am besten eine Rechtsschutzversicherung.

Wichtig: Eine private Haftpflichtversicherung

Die mitunter wichtigste Versicherung ist die private Haftpflichtversicherung: Mit dieser werden Schäden abgedeckt, die Sie an fremdem Eigentum verursachen. Die vereinbarte Versicherungssumme legt dabei fest, ob das Versicherungsunternehmen die Kosten sowohl für kleine Mängel als auch für große Beschädigungen trägt.

Die Beiträge einer Haftpflicht erscheinen in Relation zu den gedeckten Schadenssummen niedrig – denn bei Unfällen können rasch Schäden entstehen, deren Beseitigung sechsstellige Euro-Beträge erfordert.

Wichtig: Die Hausratversicherung

Um gegen Schäden im eigenen Haushalt versichert zu sein, benötigen Sie die Hausratversicherung. Diese greift, wenn Sturm, Feuer, Diebstahl, Wasserschäden oder ähnliche Faktoren für die Beschädigung verantwortlich sind – und erspart Ihnen damit immerhin finanzielle Unkosten, sollte es zu einem Schaden kommen.

Zusätzlich wird durch diese Versicherung auch ein Teil Ihres Hausrats abgesichert: Einrichtungs-, Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände werden durch die Police häufig abgedeckt. Sollte es hier zu einer Beschädigung kommen, können Sie dann mit der Erstattung des Neuwertes rechnen.

Optional: Eine Rechtsschutzversicherung

In einigen Fällen ist auch die Rechtsschutzversicherung vorteilhaft: Sie deckt üblicherweise die Kosten, die durch einen Rechtsstreit entstehen – doch nur, wenn Sie für den jeweiligen Lebensbereich versichert sind.

Vor allem zwischen Mieter und Vermieter oder auch mit Mietnachbarn kommt es oft zu Streitigkeiten, die nicht selten vor Gericht getragen werden. Eine Versicherung sollten Sie daher auch immer für diesen Rechtsbereich abschließen, sodass Sie finanzielle Sicherheit bei drohenden Auseinandersetzungen haben. Übrigens: Oft werden Selbstbeteiligungen in den Policen vereinbart; in so einem Fall sollten Sie immer auch prüfen, ob nicht eine außergerichtliche Einigung günstiger sein kann.

Sinn und Unsinn von Rechtsschutzversicherungen

In der Finanz-Kolumne äußert sich Prof. Dr. Steffen Sebastian objektiv und kritisch zu Finanzthemen. Lesen Sie hier, wann er eine Rechtsschutzversicherung für sinnvoll erachtet.

Haftpflichtversicherung: Fragen & Antworten

Durch diese Versicherungen sind Schäden abgedeckt, die Sie in ihrem Umfeld verursachen – das kann auf dem Grundstück Ihrer Nachbarn, in Ihrem Sportverein oder bei einem Ausflug geschehen. Die Haftpflichtversicherung greift zum Beispiel, wenn durch Ihre ausgelaufene Waschmaschine auch die Wohnung unter Ihnen beschädigt wird. Ebenso können Sie sich absichern, wenn Sie etwa beim Fahrradfahren mit einem Fußgänger kollidieren und dieser sich beim Sturz verletzt.

Wie wird die richtige Versicherungssumme berechnet?

Es wird empfohlen, eine Deckungssumme von mindestens drei bis fünf Millionen Euro für Personen- und Sachschäden zu vereinbaren – drei Millionen Euro gelten dabei als unterste Grenze.

Bei der Wahl des Versicherungsunternehmens lohnt es sich, wenn Sie verschiedene Anbieter miteinander vergleichen. Zudem bieten einige Unternehmen eine Selbstbeteiligung von bis zu 250 € an: Dadurch können Sie beim zu zahlenden Beitrag sparen.

Was sind „Obliegenheiten des Versicherungsnehmers“?

Unter Obliegenheiten des Versicherungsnehmers werden Handlungs- sowie Unterlassungspflichten für den Versicherungsnehmer verstanden. Diese Verhaltensweisen finden Sie stets in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Versicherungsunternehmen. Werden diese von Ihnen verletzt, kann sich die Versicherung weigern, im Schadensfall die Kosten zu tragen.

Bei diesen Obliegenheiten handelt es sich beispielsweise um folgende Aspekte:

  • Der Mieter muss im Schadensfall den Schaden so gering wie möglich halten.
  • Der Mieter muss den Schaden rechtzeitig der Versicherung melden.
  • Der Mieter muss der Versicherung bei einem Einbruchsdiebstahl eine Liste aller gestohlenen Gegenstände übermitteln.

Was passiert bei selbst verursachten Schäden?

Die Versicherung greift nicht, wenn der Schaden von Ihnen vorsätzlich verursacht wurde. Die Haftpflichtversicherung kommt aber für grobe Fahrlässigkeit auf.

Kann der Vermieter zum Abschluss einer Haftpflicht verpflichten?

Nein, ein Vermieter darf keine Klausel im Vertrag festhalten, durch die Sie zum Abschluss einer Versicherung verpflichtet werden (siehe § 307 BGB) – ist solche eine Vertragsklausel im Mietvertrag dennoch vorhanden, ist sie unwirksam.

Es ist allerdings gesetzlich zulässig, dass Mieter und Vermieter vereinbaren, die Betriebskosten für eine Haftpflicht- und Sachversicherung umzulegen, wenn sie dem Schutz der Bewohner und des Gebäudes dienen. Im Schadensfall darf der Mieter jedoch nie schlechter gestellt werden, als wenn er die Versicherung selbst abgeschlossen hätte.

Sind Familienangehörige mit versichert?

In der privaten Haftpflichtversicherung sind Familienangehörige automatisch mit versichert. Abhängig vom jeweiligen Versicherungsunternehmen können auch Partner, die sich in einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft befinden, in die Versicherung mit aufgenommen werden.

Tipp: Sondertarife prüfen

Sollten Sie alleinstehend sein, informieren Sie sich bei Ihrer Versicherung, ob für Alleinstehende besondere Tarife greifen.

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Hausratversicherung: Fragen & Antworten

Alle Haushaltsgegenstände sowie Bargeld und Wertpapiere bis zu einer festgelegten Höhe sind mit dieser Versicherung abgedeckt, solange der Schaden nicht vorsätzlich verursacht wurde. Das Eigentum von Untermietern, die sich in Ihrem Haushalt befinden, ist allerdings nicht mit versichert.

Sorgfaltspflicht beachten

Entscheidet die Versicherung, dass Sie Ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen sind, muss sie den Schaden nicht begleichen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie Ihre Waschmaschine anstellen und die Wohnung verlassen – entsteht hierbei ein Wasserschaden, greift die Versicherung nicht.

Wie wird die richtige Versicherungssumme berechnet?

Um die Versicherungssumme ermitteln zu können, sollten Sie eine Liste aller zu versichernden Gegenstände im Hausrat anlegen. Dazu muss außerdem der jeweilige Wiederbeschaffungswert notiert werden. Die Kosten für alle Gegenstände summieren Sie anschließend – daraus ergibt sich die Versicherungssumme.

Es ist auch möglich, mit Unterstützung der Versicherung den Wert des gesamten Hausrats zu schützen: Pro Quadratmeter wird dabei ein Betrag festgelegt. Für diese Pauschalberechnung finden Sie bei einigen Versicherungsunternehmen Onlinerechner.

Was sind „Obliegenheiten des Versicherungsnehmers“?

Unter Obliegenheiten des Versicherungsnehmers werden Handlungs- sowie Unterlassungspflichten für den Versicherungsnehmer verstanden. Diese Verhaltensweisen finden Sie stets in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Versicherungsunternehmen. Werden diese von Ihnen verletzt, kann sich die Versicherung weigern, im Schadensfall die Kosten zu tragen.

Bei diesen Obliegenheiten handelt es sich beispielsweise um folgende Aspekte:

  • Der Mieter muss im Schadensfall den Schaden so gering wie möglich halten.
  • Der Mieter muss den Schaden rechtzeitig der Versicherung melden.
  • Der Mieter muss der Versicherung bei einem Einbruchsdiebstahl eine Liste aller gestohlenen Gegenstände übermitteln.

Was passiert bei selbst verursachten Schäden?

Die Versicherung greift nicht, wenn der Schaden von Ihnen vorsätzlich verursacht wurde. Darüber hinaus sind in der Hausratversicherung keine Beschädigungen versichert, die durch grobe Fahrlässigkeit des Mieters entstanden sind – das ist der Fall, wenn Sie Ihre Sorgfaltspflicht verletzen.

Kann der Vermieter zum Abschluss der Versicherung verpflichten?

Nein, ein Vermieter darf keine Klausel im Vertrag festhalten, durch die Sie zum Abschluss einer Versicherung verpflichtet werden (siehe § 307 BGB) – ist solche eine Vertragsklausel im Mietvertrag dennoch vorhanden, ist sie unwirksam.

Es ist allerdings gesetzlich zulässig, dass Mieter und Vermieter vereinbaren, die Betriebskosten für eine Haftpflicht- und Sachversicherung umzulegen, wenn sie dem Schutz der Bewohner und des Gebäudes dienen. Im Schadensfall darf der Mieter jedoch nie schlechter gestellt werden, als wenn er die Versicherung selbst abgeschlossen hätte.

Worauf beim Umzug achten?

Während eines Umzugs greift die Hausratversicherung üblicherweise für beide Wohnungen – allerdings nur für maximal zwei Monate. Aus diesem Grund sollten Sie sich schnellstmöglich am neuen Wohnort ummelden.

Wichtig ist außerdem, dass Sie den Vertrag auf die neue Wohnung anpassen: Ist sie größer, kann es im Falle eines Schadens dazu führen, dass die unveränderte Versicherung nicht den gesamten Hausrat abdeckt. Informieren Sie sich bei einem Umzug bei Ihrer Hausratversicherung; oftmals befinden sich auf den Webseiten der Unternehmen auch Berechnungstabellen mit Richtwerten.

Ist der Abschluss einer Glasversicherung sinnvoll?

Eine Glasversicherung greift, wenn Außen- oder Innenscheiben zerbrechen, die zu dem von Ihnen bewohnten Haus gehören. Dabei kann es sich sowohl um Fenster als auch um Kochfelder oder die Wände des Aquariums handeln. Allerdings wird ein Großteil dieser Glasschäden schon von anderen Versicherungen abgedeckt: Oftmals hat der Vermieter eine Gebäudeversicherung abgeschlossen, mit welcher Schäden an Fenstern und Glasfronten bezahlt werden können, die durch Unwetter entstanden sind. Die Hausratversicherung deckt zudem die Kosten ab, die durch Vandalismus entstanden sind.

Eine Glasversicherung ist also nur sinnvoll, wenn Sie als Vermieter oder Eigenheimbesitzer alle Glasfronten eines Haus gegen jedwede Art von Beschädigung absichern möchten.

Welche Konsequenzen hat eine Doppelversicherung?

Eine Doppelversicherung bedeutet, dass über mindestens zwei Versicherungen der gleiche Schadensbereich abgedeckt ist. Dies ergibt sich etwa, wenn zwei Parteien für sich selbst jeweils eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, nachfolgend jedoch heiraten. Ähnlich ist es auch bei einer Hausratversicherung, wenn eine Partei in einen schon bestehenden Haushalt zieht. In beiden Fällen sollte die später abgeschlossene Versicherung gekündigt werden, um zu hohe Beitragskosten zu vermeiden.

Verträge bei betrügerischer Absicht nichtig

Wurden mehrere Versicherungen in betrügerischer Absicht (um beispielsweise mehrfach kassieren zu können) geschlossen, sind alle Verträge nichtig – ggf. zieht dieser Umstand ein strafrechtliches Verfahren mit sich. Eine Doppelversicherung besteht allerdings auch, wenn Sie als Mieter eine private Haftpflichtversicherung besitzen und der Vermieter zeitgleich eine Gebäudeversicherung abgeschlossen hat. In diesem Fall muss geklärt werden, welches Unternehmen für den Schaden aufkommt. Haften Sie als Mieter für den Schaden, kann der Gebäudeversicherer einen anteiligen Ausgleich verlangen – andernfalls ist der Gebäudeversicherer verpflichtet, die Kosten für den Schaden zu tragen.

Das Wichtigste zusammengefasst

Vergleich der Angebote verschiedener Unternehmen lohnt sich: Es gibt verschiedene Versicherungssummen und dadurch unterschiedliche Beiträge. Mieter sind nie zum Abschluss einer Versicherung verpflichtet. Die Hausratversicherung sollte stets auf Größe der Wohnung angepasst werden. Bei Schadensfall sollte die Versicherung sofort schriftlich benachrichtigt werden. Bei Nichterfüllung der Sorgfaltspflicht greift die Hausratversicherung nicht. Bei vorsätzlich verursachten Schäden greift keine Versicherung. Haftpflichtversicherung versichert auch Familienangehörige. Doppelversicherung sollte umgehend überprüft und ggf. beendet werden.

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Mein Vermieter hat mir eine Versicherungspolice zur Zahlung in den Briefkasten geworfen. Ich weiß jetzt nicht ob ich diese begleichen muss? Ich zahle ja nicht seine Versicherung auch wenn diese für .

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Warum die private Haftpflichtversicherung Mietsachschäden nicht immer übernimmt

Schäden in einer Mietwohnung lassen sich manchmal einfach nicht vermeiden. Vor allem bei einem Umzug passiert es schnell, dass durch das Möbelrücken Schrammen in Türen oder Wänden entstehen oder etwas zu Bruch geht. Doch wann genau muss der Mieter für solche Schäden haften und inwieweit hilft hier eine Haftpflichtversicherung?

Haftpflichtversicherung und Mietsachschäden: Die Definition

Die Haftpflichtversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen, die man abschließen sollte. Sobald man einer dritten Person oder dem Eigentum eines Dritten einen Schaden verursacht, greift diese und tritt für etwaige Schadensersatzansprüche ein. Doch wie verhält es sich im Bereich von Mietwohnungen? Immerhin handelt es sich hierbei ja um den Besitz eines anderen. Was passiert also, wenn beim Umzug versehentlich eine Tür in der Wohnung zerkratzt oder ein Waschbecken zu Bruch geht? Dann ist man als Mieter im Falle einer Schadensverursachung zunächst einmal schadensersatzpflichtig. In diesen Fällen sollte man eine Haftpflichtversicherung besitzen, die auch Mietsachschäden versichert.

Was ist ein Mietsachschaden?

Auch wenn eine Mietwohnung auf den ersten Blick leer erscheint, gibt es dort jede Menge Gegenstände, die beschädigt werden oder die zu Bruch gehen können. Verursacht werden können dabei unter anderem

  • Schäden an dem gemieteten Gebäude: z.B. Wände, Fußböden, Türen, Fenster, Badkeramik
  • Schäden an Vermögensgegenständen der Mietsache (z.B. Möbel und Einrichtungsgegenstände, Einbauküchen)
  • Schlüsselschäden, z.B. durch Schlüsselverlust und die dadurch entstehenden Kosten eines Schlossaustauschs

In diesen Fällen greift die Haftpflichtversicherung

Ob die Haftpflichtversicherung Mietschäden abdeckt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In den Allgemeinen Haftpflichtbedingungen (AHB) des GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) geht hervor, dass Schadensersatzsprüche von der Haftung ausgeschlossen sind, wenn es sich um Miet- oder Pachtobjekte handelt.

Mietsachschäden sind aufgrund dieser Besitzklausel also im Normalfall nicht abgedeckt. Doch wie fast immer gibt es auch hier Ausnahmen. Das Schlüsselwort hierbei lautet „Mietsachschadenklausel“. Diese hebt den Ausschluss von solchen Schäden teilweise wieder auf. Daher sollte man die Versicherungspolice der Haftpflichtversicherung genau ansehen und überprüfen, ob Mietsachschäden extra eingeschlossen sind.

Ob die Haftpflichtversicherung bei einem Mietschaden in Anspruch genommen werden kann, hängt von folgenden Bedingungen ab: Zunächst steht die Frage, wessen Eigentum beschädigt wurde – handelt es sich um eine Sache, die dem Vermieter gehört (wie Wände, Türen, Fenster, Böden) oder betrifft der Schaden das eigene Eigentum.

Als nächstes muss geklärt werden, ob es sich bei der beschädigten Sache um einen unbeweglichen Gegenstand handelt. Diese werden normalerweise von der Versicherung abgedeckt. Zu solchen unbeweglichen Gegenständen zählt etwa eine Einbauküche. Bewegliche Gegenstände wiederum werden im Allgemeinen nicht einbezogen. Ausnahmen gibt es aber natürlich auch hier wieder, dies hängt nicht zuletzt vom gewählten Tarif ab.

Da die Policen der Gesellschaften teilweise sehr unterschiedlich sind, sollten Sie vor Abschluss einen Blick in die „Besonderen Versicherungsbedingungen“ bzw. in die „Risikobeschreibungen“ werfen.

Wann die Haftpflichtversicherung nicht greift

Im Normalfall sind von der privaten Haftpflichtversicherung Mietschäden ausgeschlossen, die vom GDV wie folgt festgelegt wurden:

Vor allem Glasschäden dürften hier für viele Mieter interessant sein. Um sich gegen Kosten für einen solchen Schaden abzusichern, kann eine Hausratversicherung mit Versicherungsschutz bei Glasbruch nützlich sein. Eine Haftpflichtversicherung schützt hier leider nie.

Haftpflichtversicherungsschutz auch im Hotel und in gemieteten Ferienwohnungen?

Mitunter ist es auch möglich, dass die private Haftpflichtversicherung ebenfalls zum Einsatz kommt, wenn Schäden in Hotelzimmern oder Ferienwohnungen entstehen. Auch hier gibt der Blick in die Versicherungspolice Aufschluss darüber, ob der Schaden abgedeckt wird und wenn ja, wie hoch die Leistungen dabei ausfallen.

Wenn Sie wissen wollen, ob Ihre Haftpflichtversicherung Mietsachschäden übernimmt, sollten Sie unbedingt in Ihrer Police prüfen, ob eine Mietsachschadenklausel enthalten ist. Wer einen neuen Haftpflichtvertrag abschließen möchte, sollte vor Abschluss genau die Versicherungsbedingungen prüfen und sich über die Schadensleistung im Falle von Mietsachschäden erkundigen. Auch ein direkter Vergleich auf verschiedenen Online-Portalen kann hier sehr aufschlussreich sein. In jedem Fall muss ein entstandener Mietschaden dem Vermieter zeitnah mitgeteilt werden, unabhängig davon, ob die Versicherung nun den Schaden übernimmt oder nicht. Denn Schadensersatz müssen Sie als Verursacher in jedem Fall leisten.

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Ein sehr informativer Beitrag. Es ist sehr sinnvoll, dass die private Haftpflichtversicherung ebenfalls zum Einsatz kommt, wenn Schäden in Hotelzimmern oder Ferienwohnungen entstehen. So können sich die Leute auch wohler fühlen da sie wissen, dass die private Haftpflichtversicherung sich um die Schäden kümmert.

Источники: http://www.mietrecht.org/mietvertrag/versicherungen-mieter/, http://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/tipps-versicherungen-fuer-mieter, http://blog.friendsurance.de/haftpflichtversicherung-mietsachschaeden/

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