Versicherung gekündigt

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Versicherung wegen Inanspruchnahme gekündigt

Eine Versicherung schließt man ab um bei einem Schadensfall keine – unter Umstände recht hohen – Kosten zu haben. Dass aber auch Kosten von Versicherungen nicht zu hoch werden, dagegen schützen sich die Assekuranzen mit Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die es ihnen leicht machen, unliebsam gewordene Kunden los zu werden.

2003 hat Stefan F. bei der HDI-Versicherung eine Rechtsschutzversicherung für 96 Euro im Jahr abgeschlossen. Im März dieses Jahres hat die Versicherung Herrn F. nun mitgeteilt, dass diese Rechtsschutzversicherung nach Ablauf einer einmonatigen Frist gekündigt wird, erzählt er: "Weil die Kündigung unerwartet gekommen ist, hab ich rückgefragt, warum ich jetzt gekündigt wurde – womit mir dann eine Auflistung meiner Schäden bekanntgegeben wurde."

Zuviel beansprucht

Neben einigen kleineren Rechtsberatungen zu je 54 Euro schienen in dieser Auflistung zwei Schadenfälle auf: einer mit 250 Euro von 2004 und ein weiterer mit 850 Euro von einem Verkehrsunfall im Jahr 2006. Alles zusammengerechnet ist Herr F. damit also kein rentabler Kunde für die Versicherung und so schreibt uns die HDI auch: "Wir dürfen darauf hinweisen, dass die Schadenhäufigkeit, also Anzahl der Schäden in einem bestimmten Zeitraum, ein wesentlicher Bestandteil einer Geschäftsbeziehung darstellt und diese liegt im Fall von Herrn F. weit über dem Durchschnitt."

Außerdem schreibt uns HDI, man sei immer an einer gemeinsamen Lösung des Problems interessiert gewesen. Davon hat Herrn F. allerdings nichts bemerkt, denn ihm ist bloß die Kündigung mitgeteilt worden. Auch geht aus der HDI-Stellungnahme nicht hervor, warum die Kündigung erst sechs Jahre nach dem größeren Schadensfall ausgesprochen wurde. Denn die Kündigung erfolgte nach einer im Februar 2012 mit Kosten von gerade 54 Euro in Anspruch genommenen Rechtsberatung und in den zwei Jahren davor hatte Herr F. überhaupt keine Leistung aus seiner Rechtsschutzversicherung in Anspruch genommen.

Geltende AGB-Klausel

Eine Versicherung ist aber grundsätzlich dazu berechtigt, einen Schadenfall als Anlass zur Kündigung zu nehmen, denn sowohl in den Muster-AGB des Versicherungsverbandes als auch in den HDI-AGB steht: "Der Versicherer kann zum Schutz der Versicherten-gemeinschaft vor überdurchschnittlicher oder ungerechtfertigter Inanspruchnahme der Versicherung kündigen, wenn er den Versicherungsschutz bestätigt oder eine Leistung erbracht hat."

Nachdeckungspflicht nach Kündigung

Also erfolgte die Kündigung von Herrn F.s Versicherung rechtskonform, sagt unser Jurist Sebastian Schumacher, ergänzt aber: "Wichtig ist, dass auch nach der Aufkündigung des Versicherungsvertrages noch eine Deckungsverpflichtung für Versicherungsfälle besteht, die während der Laufzeit des Versicherungsvertrages eingetreten sind. Das gilt auch dann, wenn der Versicherungsnehmer erst nach der Aufkündigung des Versicherungsvertrages vom Schadensfall Kenntnis nimmt. Normalerweise gilt diese Nachdeckungspflicht noch zwei Jahre nach Beendigung des Versicherungsvertrages. Es empfiehlt sich jedenfalls, wenn noch später ein Versicherungsfall eintritt, dies der alten Rechtsschutzversicherung mitzuteilen und vorsichtshalber auch, sofern eine neue Rechtsschutzversicherung besteht, dieser."

Aus der Autoversicherung geflogen – wie kann das sein?

Nicht nur Versicherungsnehmer haben Kündigungsrecht – auch Versicherungen können den Vertrag beenden

Jedes Jahr im Herbst beginnt die große Wechsel-Saison in der Autoversicherung. Nach dem Vergleich von Tarifen entscheiden sich viele Autofahrer, eine günstige Police zu wählen und kündigen ihrem Anbieter. Was Versicherte dabei nicht wissen: das Ganze funktioniert auch in die andere Richtung. Dabei kommt es gar nicht so selten vor, dass eine Versicherung die Kündigung ausspricht. Grund Nummer eins sind falsche Angaben, die Autobesitzer machen, um die Beiträge für die Autoversicherung zu drücken. Aber auch in anderen Fällen kann es passieren, dass man selbst die Kündigung der Kfz-Versicherung im Postkasten hat.

Kündigung durch den Versicherer – wann der Rauswurf droht

Dem Versicherer stehen ordentliche und außerordentliche Kündigungsrechte zu, die in den Versicherungsbedingungen (Kleingedrucktes) geregelt sind. Hier sind nicht nur Fälle aufgelistet, die eine Kündigung rechtfertigen, sondern auch auf das zeitliche Inkrafttreten der Kündigung und die Möglichkeiten des Autofahrers, die Kündigung zu umgehen. Ein ordentliches Kündigungsrecht steht jedem Versicherer zum Ende jeder Versicherungsperiode zu. Die Kündigung muss dem Autobesitzer einen Monat vor dem Ablauf der Versicherung zugehen.

Da Versicherte bei einem Rauswurf aus der Autoversicherung oft aus allen Wolken fallen und sich die Reaktion des Versicherungsunternehmens nicht erklären können, haben wir Ihnen im Verti-Blog die Anlässe aufgeführt, die eine Kündigung rechtfertigen.

Rauswurf-Grund Nummer 1: Falsche Angaben im Versicherungsantrag

Autobesitzer müssen bei einem neuen Antrag für eine Kfz-Versicherung eine Menge Fragen beantworten: zur jährlichen Fahrleistung, der Art des Parkens (abschließbare Garage oder Straßenrand) und zu weiteren Fahrern des Wagens. Diese Punkte entscheiden neben den Fahrzeugdaten, dem Wohnort und den bisher angefallenen unfallfreien Jahren über die Höhe des Versicherungsbeitrags. Leider mogeln Antragsteller sehr gern bei diesen Angaben, denn hier lässt sich viel Geld „sparen“. Kommt die Schummelei allerdings heraus, gibt es Ärger. Spätestens nach einem Schaden oder einem Unfall werden Kilometerstand, Fahrer usw. abgefragt. Wenn es hier zu Unstimmigkeiten kommt, kann das dazu führen, dass entweder eine Vertragsstrafe droht oder die Versicherung den Vertrag kündigt.

Grund Nummer 2: Beiträge zur Autoversicherung wurden zu spät oder nicht bezahlt

Zahlt man als Versicherungsnehmer den Erstbeitrag nicht, tritt der Vertrag nicht endgültig in Kraft. Ist man mit der Beitragszahlung im Rückstand, geht es ganz schnell, dass die Kündigung in den Briefkasten flattert. Manchmal liegt auch nur eine geringfügige Differenz zwischen Zahlung und Mahnung oder es geht um eine Nachzahlung: die Kündigung kommt trotzdem. Sobald man ein entsprechendes Schreiben erhalten hat, ist es ratsam, unmittelbar Kontakt mit der Versicherung aufzunehmen, um das Problem zu klären. Bei einer Einigung kann die Kündigung der Autoversicherung rückgängig gemacht werden. Grundsätzlich rechtfertigt eine zu späte, zu geringe oder nicht bezahlte Beitragsrechnung aber eine Kündigung.

Grund Nummer 3: nach einem entstandenen Schaden

Nach einer Schadensregulierung kommt es häufig zu einer Kündigung. Dieses Recht steht sowohl dem Versicherten als auch der Versicherung zu. Die Kündigung muss dem Autobesitzer einer Kasko-Autoversicherung innerhalb eines Monats nach der Entscheidung über die Entschädigung zugehen. In der Kfz-Haftpflichtversicherung muss die Kündigung binnen eines Monats zugehen, nachdem der Versicherer seine Leistungspflicht anerkannt oder zu Unrecht abgelehnt hat.

Grund Nummer 4: Man hat seine Pflicht als Autofahrer missachtet

Eine Kündigung mit sofortiger Wirkung kann eine Versicherung dann aussprechen, wenn der Versicherungsnehmer eine vertraglich vereinbarte Pflicht beim Gebrauch des Autos verletzt hat. Die Beweislast für das Vorliegen einfacher Fahrlässigkeit (statt Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit) liegt beim Versicherungsnehmer. Vereinbarte Pflichten beziehen sich zum Beispiel auf die ausschließliche Nutzung des Fahrzeugs durch berechtigte Fahrer und das Fahren mit gültiger Fahrerlaubnis. In der Kfz-Haftpflichtversicherung gelten zusätzlich der Konsum von Alkohol und/oder Drogen sowie die Teilnahme an nicht genehmigten Autorennen als Pflichtverletzung. Beide Verstöße führen auch in der Kasko-Versicherung zur Gefährdung des Versicherungsschutzes.

Grund Nummer 5: Das Auto wird anders verwendet, veräußert oder zwangsversteigert

In jedem Versicherungsschein ist die Verwendung des Autos angegeben. Ändert sich diese, steht dem Versicherer ein fristloses Kündigungsrecht zu. Eine geänderte Verwendung liegt zum Beispiel dann vor, wenn der Versicherungsnehmer sein Wohnmobil regelmäßig gegen Entgelt an Dritte vermietet. Während dem Versicherungsnehmer im Fall einer Veräußerung – Auto und Vertrag gehen auf eine andere Person über – kein Kündigungsrecht zusteht, kann der Versicherer die Police kündigen. Die Kündigung nach Veräußerung oder Zwangsversteigerung wird einen Monat nach dem Zugang beim Käufer des Fahrzeugs wirksam.

  • Die Kfz-Versicherungen von Verti werden durchschnittlich mit 4.6 von 5 Sternen bewertet.

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    Die Versicherung hat gekündigt – wie der Versicherungsschutz gerettet werden kann

    Es ereignet sich ein Schadensfall, die Versicherung führt die Schadensregulierung durch und kündigt den bestehenden Versicherungsvertrag mit dem Versicherungsnehmer. Auch wenn eine solche Fallsituation auf den ersten Blick undenkbar erscheint, wird dieses Szenario immer öfter erlebt. Doch kann der Versicherer den bestehenden Versicherungsschutz einfach so kündigen? Im Zuge dessen klären wir zunächst über die rechtlichen Aspekte einer derartigen Situation auf. Im Anschluss daran zeigen wir auf, was im Falle einer Kündigung zu tun ist. Zu guter Letzt geben wir einige Empfehlungen und Tipps, wie Ärger mit der Versicherung abgewehrt werden kann.

    Versicherung hat das Recht zur Kündigung

    Nimmt man den vorliegenden Versicherungsfall hinsichtlich seiner rechtlichen Komponenten unter die Lupe, kann der Versicherung kein Vorwurf gemacht werden. Rechtlich gesehen können sich Versicherer nach einer Schadensmeldung von ihren bestehenden Versicherungsnehmern verabschieden (Die Versicherung zahlt nicht – das Dilemma zahlreicher Versicherter). Dabei erfolgt die Auflösung des Versicherungsvertrages mittels einer außerordentlichen Kündigung innerhalb eines Monats. Schließlich sind die Versicherungen dazu verpflichtet, sich von ungünstigen Risiken, zum Schutze der anderen Versicherten abzuspalten.

    Zugang zur Versicherung – nur mit Beantwortung der Gesundheitsfragen

    Wurde dem Versicherungsnehmer aufgrund hoher Schadensfälle der Versicherungsschutz gekündigt, sieht er sich mit einem großen Problem konfrontiert. Zahlreiche Versicherungen sind freiwillige Versicherungen und bleiben somit frei von jeglicher Annahme durch die Versicherungsgesellschaft. Ein solches Abbild spiegelt sich häufig bei den KFZ-Versicherungen wider. Im Gegensatz dazu gibt es Versicherungen, die eine Annahme verweigern können. Bei Beantragung eines neuen Versicherungsvertrages erfolgt in der Regel eine Gesundheitsprüfung, die folgende Fragen zugrunde legt:

    • Gab es bereits Schäden? Wenn ja, welche?
    • Gab es bereits Schäden? Wenn ja wie viele?

    Die Antworten der Gesundheitsfragen sollten der Wahrheit entsprechen

    In dem Fall müssen die Fragen wahrheitsgemäß beantwortet werden. In der Regel werden die persönlichen Daten im ersten Abschlussverfahren in einer zentralen Auskunftsdatei festgehalten, sodass jegliche Diskrepanzen zwischen den Daten und gegebenen Antworten zu einem unmittelbaren Ausschluss führen.

    Kündigungsumkehr sichert den Neuabschluss einer Versicherung ab

    Neben der Hoffnung auf einen Neuabschluss bleibt dem gekündigten Versicherungsnehmer die Möglichkeit, eine Kündigungsumkehr bei der Versicherung zu erwirken. Nach erfolgter Kündigung seitens der Versicherung hat man es als Versicherungsnehmer schwer, eine neue Police abschließen zu können. Denn der neue Versicherer muss über den Kündigungsgrund aufgeklärt werden und sieht es nicht gern, wenn die vorherige Versicherungsgesellschaft das Vertragsverhältnis gekündigt hat. Damit diese Problematik gar nicht erst aufkommt, ist es ratsam dem Versicherer um eine Kündigungsumkehr zu bitten. Dahingehend revidiert der Versicherer seine Kündigung und der Versicherungsvertrag wird vom Versicherungsnehmer gekündigt.

    Individuelle Vereinbarungen mit der Versicherung treffen

    Alternativ zur Kündigungsumkehr kann mit dem Versicherer auch eine mögliche Sanierung des Versicherungsvertrages ausgehandelt werden. Hierbei wird der Versicherungsnehmer darüber aufgeklärt, zu welchen Bedingungen er den bestehenden Versicherungsschutz behalten darf.

    Auswirkungen einer Kündigung auf andere Versicherungsbereiche

    Wie sich ein bereits gekündigtes Vertragsverhältnis auf den Abschluss unterschiedlicher Versicherungen auswirkt, wird im Nachfolgenden geklärt:

    Wohngebäudeversicherung nur bei Leistungskürzung und höherer Selbstbeteiligung möglich

    Wurden nur ein bis mehrere Sturmschäden während der Versicherungslaufzeit registriert, ist es sehr viel einfacher an eine neue Wohngebäudeversicherung (Gebäudeversicherung im Test) zu gelangen, als bei mehreren Leitungswasserschäden. Bei mehreren Leitungswasserschäden besteht meist keine Möglichkeit für einen Versicherungsabschluss, es sei denn man veranlasst die Sanierung der Wasserzu- und Ableitungssysteme. Um den Versicherungsschutz einer Wohngebäudeversicherung genießen zu dürfen, ist es hilfreich, sich auf eine hohe Selbstbeteiligung im Schadensfall einzulassen. Ist die Schadenshäufigkeit auf Elementarschäden zurückzuführen, kann der Versicherungsabschluss nur erfolgreich vonstattengehen, wenn dieser Aspekt nicht im Versicherungsschutz aufgeführt wird.

    KFZ-Versicherungen sind zur Annahme verpflichtet

    Anders als bei den anderen Versicherungen ist die KFZ-Versicherung (KFZ-Versicherung im Test) an eine Annahmepflicht gebunden. Dabei beschränkt sich die Annahmepflicht auf die Haftpflicht, nicht aber auf die Voll- oder Teilkasko. Somit muss die KFZ-Versicherung den Versicherungsnehmer aufnehmen, gleichwohl wie viele Schäden er sich hat zu Schulden kommen lassen. Die Anzahl der Schadensfälle macht sich spätestens aber in der Höhe des Versicherungsbeitrags oder dem eingeschränkten Versicherungsschutz bemerkbar.

    Tierhalterhaftpflicht nimmt einen Versicherungsschaden sehr ernst

    Genauso schwierig sieht es in der Tierhalterhaftpflicht (Tierhalterhaftpflicht im Test) aus, wenn sich ein Schaden innerhalb der letzten fünf Jahre ereignet hat. In dem Fall bleibt dem Versicherungsnehmer nichts anderes übrig, als der Versicherung eine Jahreszahlung der Versicherungsbeiträge anzubieten. Optional kann mit der Versicherung ein höherer Selbstbehalt ausgehandelt werden. Im schlimmsten Fall wechselt man sogar seinen tierischen Freund.

    Haftpflichtversicherung prüft Schadensfälle auf Täuschung

    Wird innerhalb der Haftpflichtversicherung (Haftpflichtversicherung im Test) eine Anhäufung zahlreicher Schadensfälle registriert, die den Anschein fingierter Schadensfälle weckt, wird dieser Sachverhalt in der Regel in der zentralen Warndatei der Versicherung aufgenommen. In dem Zusammenhang können sich Versicherer auf diesen Eintrag berufen und die eingehende Versicherungsanfrage ablehnen.

    Private Krankenversicherung behandeln Versicherten mit einer Rückstufung in den Basistarif

    Erfolgt innerhalb der privaten Krankenversicherung (Private Krankenversicherung im Test) seitens der Versicherer, ist zunächst zu prüfen, auf welchen Bereich sich die Kündigung bezieht. Geht es um die Krankenversicherung (Gesetzliche Krankenversicherung im Test) ist die Pflicht gesetzlich geregelt, sodass lediglich im Versicherungsschutz, Abstriche hingenommen werden müssen oder eine Rückstufung in den Basistarif durchgeführt wird. Kommt es zu Schwierigkeiten in diesem Bereich ist es ratsam den Versicherungsombudsmann zu Rate zu ziehen.

    Rechtsschutzversicherung beurteilt hohe Anzahl an Rechtsstreitigkeiten sehr unterschiedlich

    Zeigt sich der Versicherungsnehmer äußerst streitwütig und verursacht dadurch eine hohe Anzahl an Rechtsstreitigkeiten, beurteilen die Rechtsschutzversicherungen (Rechtsschutzversicherung im Test) diesen Fall sehr unterschiedlich. Einige Rechtsschutzversicherungen sorgen bereits bei zwei Schadensfällen innerhalb der letzten zwei Jahre dafür, dass dem Versicherungsnehmer gekündigt wird. Im Gegensatz dazu greifen andere Versicherer sehr viel später zum Rauswurf des Versicherten. Gleichwohl wie das Urteil ausfällt sind Rechtsschutzversicherungen an keine Annahmepflicht gebunden und können die Anfrage jederzeit verweigern. Hierbei ist ebenfalls zum Aushandeln eines höheren Selbstbehaltes zu raten.

    Abwehrmöglichkeiten zur Rettung des bestehenden Versicherungsschutzes

    Damit es zu keinen Schwierigkeiten mit der Versicherungsgesellschaft, sollten einige Abwehrmöglichkeiten verinnerlicht werden:

    Selbstbeteiligung: Bei Erhöhung der Selbstbeteiligung zahlt der Versicherungsnehmer im Schadensfall einen Großteil des Schadens selbst. Dieses Verhalten wird meist mit einer Senkung der Prämien belohnt, da die gemeldeten Schäden häufig Kleinschäden sind und die Versicherung nicht für ihre Regulierung einspringen muss.

    Kündigen: Erhält man von seinem Versicherer ein Kündigungsschreiben sollte man ihn um die Kündigungsumkehr bitten. Das hat den Vorteil, dass die Frage von wem die Kündigung ausging, mit dem Versicherungsnehmer beantwortet werden kann. Im umgekehrten Fall wird es für den Versicherten schwer an einen neuen Versicherungsvertrag zu gelangen.

    Nachzahlen: Sofern der Versicherungsnehmer mit den Versicherungsbeiträgen im Rückstand ist und eine Zahlungsfrist mit Kündigungsandrohung erhält, sollten die ausstehenden Versicherungsbeiträge umgehend entrichtet werden.

    Nachmelden: machen sich nach Versicherungsabschluss Veränderungen bemerkbar, die zu einer Erhöhung der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens führen, kann die Versicherung den Vertrag unmittelbar und sofort kündigen. Einzige Ausnahme bildet die grobe Fahrlässigkeit. Hier verlängert sich die Kündigungsfrist um einen Monat.

    Verhandeln: bei Erhalt eines Kündigungsschreiben sollte der Versicherungsnehmer bestrebt sein, den Sachverhalt mit der Versicherung zu klären. In dem Zusammenhang ist zu klären, zu welchen Bedingungen eine eventuelle Rücknahme der Kündigung erwirkt werden kann. Dabei kann eine Fortsetzung des bestehenden Versicherungsertrages durchgesetzt werden, wenn schadenträchtige Risiken aus dem Versicherungsschutz ausgemerzt werden.

    Auflagen: Der gekündigte Versicherungsvertrag kann auch bestehen bleiben, wenn sich der Versicherungsnehmer zur Einhaltung besonderer Auflagen erklärt, wie zum Beispiel Fenster einbauen bei der Hausratversicherung (Hausratversicherung im Test).

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    Auch wenn der Erhalt eines Kündigungsschreibens des Versicherers erste Besorgnis auslöst, sollte in jedem Fall ein kühler Kopf bewahrt werden. Im besten Fall einigt man sich mit der Versicherung, unter Berücksichtigung einiger Auflagen, über den Fortbestand des Versicherungsschutzes.

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