Unverheiratet kind krankenversicherung

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Unverheiratet kind krankenversicherung

Drei Möglichkeiten existieren in Deutschland, sich zu versichern: bei einer gesetzlichen Krankenkasse, einem privaten Versicherer oder einer gesetzlichen mit zusätzlichem privaten Schutz. Wer eine Familie gründen möchte, sollte sich genau informieren, welche am besten passt.

Persönliche Situation

Drei Möglichkeiten existieren in Deutschland, sich zu versichern: bei einer gesetzlichen Krankenkasse (GKV), bei einem privaten Versicherer (PKV) oder bei einer gesetzlichen mit zusätzlichem privaten Schutz für bestimmte Bereiche wie Zahnersatz oder Brillen. Jede Art hat ihre Vor- und Nachteile. Daher sollte jeder auf seine persönliche Situation achten, bevor er sich für einen Weg entscheidet. Vor allem gilt jedoch: Wer Kinder haben will, sollte rechtzeitig, möglichst vor Beginn einer Schwangerschaft, seinen eigenen Versicherungsschutz analysieren, bei Bedarf anpassen und sich rechtzeitig überlegen, wie der Nachwuchs versichert werden soll.

Gesetzliche Grundversorgung

Der Standard für Familien ist die gesetzliche Krankenversicherung beziehungsweise die freiwillige Versicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse. Gerade für Familien hat dieses Modell einen klaren Vorteil: Kinder und nicht arbeitende Familienmitglieder zahlen keine Beiträge und erhalten dennoch volle Leistung.Voraussetzungen für die kostenfreie Familienversicherung sind:

  • Familienangehörige sind nicht hauptberuflich selbstständig erwerbstätig.
  • Sie beziehen kein eigenes Gesamteinkommen von über 415 Euro (beziehungsweise 450 Euro für geringfügig Beschäftigte) im Monat.
  • Sie sind nicht selbst versichert (Pflicht- oder freiwillige Versicherung etwa als Rentner).
  • Sie haben ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland.

Kranken­versicherung: Wann die Kinder „gratis“ sind

Viele Eltern wünschen sich für ihr Kind den Schutz der gesetzlichen Kranken­versicherung. Denn der ist kostenlos, wenn die Voraus­setzungen einer Familien­versicherung vorliegen. Ist bei Eheleuten ein Partner privat versichert, hängt die beitrags­freie Familien­versicherung fürs Kind von seiner Einkommens­höhe ab. Ist die Familien­versicherung nicht möglich, muss das Kind freiwil­lig gesetzlich versichert werden. Oder die Eltern schließen für ihr Kind eine private Kranken­versicherung ab.

Gratis­schutz für das Kind

Zwei Fälle sind klar und einfach: Der beitrags­freie Schutz der gesetzlichen Kranken­versicherung ist für ein Kind immer möglich, wenn beide Eltern­teile gesetzlich kranken­versichert sind. Und er ist auf keinen Fall möglich, wenn beide Eltern privat versichert sind. Dazwischen gibt es jedoch noch viele Familien­konstellationen, bei denen es „drauf ankommt“. Entscheidend ist mitunter, ob die Eheleute verheiratet sind und wie viel der privat versicherte Eltern­teil verdient.

Im Test Private Krankenversicherungen

Im Test Gesetzliche Krankenkassen

Vorteil für Unver­heiratete

Sind die Eltern eines Kindes nicht verheiratet, ist für das Kind immer eine beitrags­freie Familien­versicherung möglich, wenn wenigs­tens ein Eltern­teil Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist. Was der nicht­eheliche Partner verdient, spielt dann keine Rolle. Komplizierter wird es allerdings, wenn die Eltern verheiratet sind und ein Eltern­teil privat versichert ist. Verdient der privat Versicherte nämlich mehr als sein gesetzlich versicherter Partner und liegt sein Einkommen außerdem über der derzeitigen Grenze von 4 462,50 Euro brutto, ist eine Beitrags­freiheit für das Kind ausgeschlossen. Das Kind kann dann nur gegen Beitrags­zahlung freiwil­lig gesetzlich versichert werden. Oder es kann beitrags­pflichtiger Kunde einer privaten Kranken­versicherung werden. Die Einkommens­verhält­nisse prüfen die gesetzlichen Kassen in der Regel einmal pro Jahr. So kann es vorkommen, dass Kinder mal beitrags­frei, mal beitrags­pflichtig versichert sind, wenn das Gehalt des Haupt­verdieners in der Familie schwankt.

Das bietet Ihnen der Finanztest-Artikel

Der Artikel liefert Antworten etwa zur Frage, ab wann Familien ihr Kind beitrags­frei gesetzlich kranken­versichern können, wie lange die Beitrags­freiheit gilt und wie sich eine Trennung der Eltern auf die beitrags­freie Familien­versicherung auswirkt. Eine Tabelle zeigt an, in welchen Familien­konstellationen Eltern einen Anspruch auf die Familien­versicherung haben. Außerdem geben wir Tipps, was Eltern beachten sollten, wenn sie ihr Kind privat kranken­versichern wollen.

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28. Juli 2015, 14:43 Uhr

Wahl der Krankenversicherung Wie sich Ehepaare und Familien am besten versichern

Ehepaare, die sich Kinder wünschen, sollten den Nachwuchs noch vor der Geburt in ihre Überlegungen zur Krankenversicherung einbeziehen. Denn wer aus dem gesetzlichen Solidarsystem aus- und in eine private Versicherung eintritt, trifft womöglich nicht nur für sich eine Lebensentscheidung, sondern auch für den Ehepartner und die späteren gemeinsamen Kinder.

Nur in der gesetzlichen Versicherung können Kinder bis zum 25. Lebensjahr kostenlos mitversichert werden. Voraussetzungen sind, dass entweder beide Eltern gesetzlich versichert sind oder zumindest jenes Elternteil, das die höheren Einnahmen hat und dass die Kinder sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befinden. Sind die Eltern bei verschiedenen gesetzlichen Krankenkassen versichert, können sie frei wählen, in welcher sie ihr Kind unterbringen. Die Kinder dürfen über kein Gesamteinkommen verfügen, das 405 Euro pro Monat übersteigt (450 Euro bei geringfügiger Beschäftigung, Stand 2015). Bei einem zweimonatigen Nebenjob (etwa in der vorlesungsfreien Zeit) können sie mehr verdienen und bleiben trotzdem familienversichert (mehr zur studentischen Krankenversicherung finden Sie hier).

Auch für kostenlos mitversicherte Ehepartner gilt, dass ihre monatlichen Einkünfte 405 Euro im Monat oder 450 Euro für Minijobber (Stand 2015) nicht übersteigen dürfen. Erhöhen sich die Einnahmen durch Zinserträge oder sonstige Einnahmen, und sei es nur um wenige Cent, kann dies zu einem Ausschluss aus der Familienversicherung führen. Zudem müssen die Ehepartner ihren Wohnsitz in Deutschland haben, dürfen nicht selbst Mitglied einer Krankenkasse oder versicherungsfrei sein, dürfen nicht von der Versicherungspflicht befreit sein und auch nicht hauptberuflich selbständig sein. Eingetragene Lebenspartner sind Ehepartnern gleichgestellt.

Für Neugeborene besteht grundsätzlich ab dem ersten Lebenstag Versicherungsschutz – bei welcher Kasse, entscheidet sich jedoch erst im Nachhinein und nicht automatisch, sondern auf Wunsch der Eltern.

Bei der Geburtsanzeige beim Standesamt, die innerhalb der ersten Woche nach der Geburt zu erfolgen hat, bekommen die Eltern neben der Geburtsurkunde eine Bescheinigung für die noch auszuwählende Krankenversicherung.

Gesetzlich pflichtversicherte Eltern sollten mit dieser sobald wie möglich einen Versicherungsantrag auf eine beitragsfreie Familienversicherung des Kindes bei der Kasse der Eltern, beziehungsweise eines Elternteiles (in der Regel des besser verdienenden) stellen. Werden in der Zwischenzeit kinderärztliche Untersuchungen durchgeführt, muss die Versicherungskarte des Kindes beim Arzt nachgereicht werden.

Familienversicherung oder getrennte Kassen?

Für gesetzlich Versicherte bietet sich eine Versicherung aller Familienmitglieder in ein- und derselben Kasse an, da sich Familienangehörige ohne eigenes Einkommen – neben dem Kleinkind etwa ein Ehepartner in Elternzeit – nur in der Kasse des Beitragszahlers kostenlos mitversichern können.

Sind beide oder der besser verdienende Partner privat versichert, kann das Kind zwar dennoch gesetzlich versichert werden, jedoch nicht kostenlos. Es muss bis spätestens drei Monate nach der Geburt freiwillig gesetzlich und somit beitragspflichtig versichert werden (mehr zur freiwilligen gesetzlichen Versicherung lesen Sie hier). Ausgenommen hiervon sind unverheiratete Paare: Hier reicht für eine Aufnahme in die Familienversicherung aus, wenn ein Elternteil gesetzlich versichert ist, unabhängig davon, ob es mehr oder weniger verdient als der privat versicherte Partner.

Soll das Kind wie beide Eltern oder ein Elternteil privat versichert werden, kann dies Vorteile hinsichtlich Arztwahl und anderer Leistungen haben – doch es kommt auf den Tarif an. Maximal zwei Monate haben die Eltern nach der Geburt Zeit, um es im Rahmen der so genannten Kindernachversicherung rückwirkend ab der Geburtsstunde bei demselben Unternehmen zu versichern. Eine Gesundheitsprüfung findet nicht statt.

Die privaten Versicherungen sind stets personengebunden, das bedeutet, dass für jedes Mitglied eine eigene Prämie anfällt. Das kann bei mehreren Kindern teuer werden – vor allem, wenn ein Elternteil wegen der Kinderbetreuung eine Zeit lang zuhause bleiben will (mehr zu den Unterschieden zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung lesen Sie hier).

Источники: http://m.eltern.de/beruf-und-geld/finanzen/krankenversicherung.html, http://www.test.de/Krankenversicherung-Wann-die-Kinder-gratis-sind-4751678-0/, http://www.sueddeutsche.de/geld/wahl-der-krankenversicherung-wie-sich-ehepaare-und-familien-am-besten-versichern-1.1498360-2

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