Unfallversicherung prozent

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Ihre Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung

Beiträge erscheinen vielen Betrieben als eine Belastung. Wer aber einmal die Hilfe seiner Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse in Anspruch genommen hat, weiß was er dafür bekommt. Und dies gilt auf vielen Gebieten: ob im Falle eines Arbeitsunfall, bei Fragen zu Arbeitsschutzmaßnahmen oder sonstigem Beratungsbedarf. Denn wir verstehen uns als Partner unserer Mitglieder!

Vor allem aber: Mit den Beiträgen zur gesetzlichen Unfallversicherung sind Sie bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten Ihrer Mitarbeiter von der Haftung befreit. Dabei können Sie mit einem kalkulierbaren finanziellen Posten rechnen: Seit Jahrzehnten ist der durchschnittliche Beitragssatz in der gesetzlichen Unfallversicherung stabil. Daran arbeiten wir – Tag für Tag.

Beitragssatz

Wie bei den anderen Sozialversicherungen ist die Beitragshöhe auch bei der gesetzlichen Unfallversicherung von der Lohnsumme Ihrer Mitarbeiter (Löhne und Gehälter) und den Ausgaben der gesetzlichen Unfallversicherung abhängig. Dabei machen die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen keine Gewinne und legen nur die tatsächlich entstandenen Kosten um. Zusätzlich spielt auch das Unfallrisiko im jeweiligen Gewerbe eine Rolle – ausgedrückt durch die Gefahrklasse. So ist natürlich ein Büroarbeitsplatz weniger risikoträchtig als die Arbeit auf einer Baustelle.

Der Beitragsfuß wird abhängig von dem jeweiligen Finanzbedarf der Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse in einem Jahr berechnet und ist für alle versicherten Unternehmen des Trägers gleich, wird jedoch jedes Jahr von der Unfallversicherung neu festgelegt.

Der individuelle Beitrag wird nach der folgenden Formel berechnet:

Beitrag = (Lohnsumme x Gefahrklasse x Beitragsfuß) : 1000

Im langjährigen Trend liegt der durchschnittliche Beitragssatz zur gesetzlichen Unfallversicherung übrigens bei etwa 1,3 Prozent. Dabei bestimmen Sie durch Arbeitsschutzmaßnahmen selbst die Entwicklung der Beiträge mit. Denn weniger Unfälle und Erkrankungen senken die Kosten für Rehabilitation und Renten – und damit auch Ihre Beiträge. Schon eine individuelle Senkung der Arbeitsunfallzahlen in Ihrem Betrieb kann sich mit Beitragsnachlässen oder gestaffelten Prämien auszahlen. Eine wirksame Prävention rechnet sich also!

Gliedertaxe: Wieviel ist ein Körperteil wert?

Der Grad der Behinderung nach einem Unfall ist ausschlaggebend für die Leistungen der Versicherungsgesellschaft. Verliert ein Motorradfahrer bei einem Unfall ein Bein, ist der Invaliditätsgrad höher als die abgeschnittene Fingerkuppe des Hobbybastlers. Und bei höherer Invalidität gibt es auch mehr Leistung.

GroГџe Zehe fГјnf Prozent, Finger zehn Prozent, Arm 70 Prozent

• Arm bis oberhalb des Ellenbogengelenks 65 Prozent

• Arm unterhalb des Ellenbogengelenks 60 Prozent

• Hand 55 Prozent • Daumen 20 Prozent

• Zeigefinger 10 Prozent

• anderer Finger 5 Prozent

• Bein über der Mitte des Oberschenkels 70 Prozent

• Bein bis zur Mitte des Oberschenkels 60 Prozent

• Bein bis unterhalb des Knies 50 Prozent

• Bein bis zur Mitte des Unterschenkels 45 Prozent

• Fuß 40 Prozent

• große Zehe 5 Prozent

• andere Zehe 2 Prozent

• Auge 50 Prozent

• Gehör auf einem Ohr 30 Prozent

• Geruchssinn 10 Prozent

• Geschmackssinn 5 Prozent

Wie berechnet die Unfallversicherung die Leistungen nach Gliedertaxe?

Kompletter Verlust: Sie schlagen sich beim Holzhacken den Daumen ab. Dann erhalten Sie bei einer Gliedertaxe von 20 Prozent und einer Versicherungssumme vom 100.000 Euro eine einmalige Leistung von 20.000 Euro.

Teilweise Schädigung oder Funktionsstörung, durch Arztgutachten bestätigt. Sie verletzten sich am Knie und können das Gelenk nicht mehr abknicken. Der Arzt bestätigt eine dauerhafte Schädigung des Körperteils von 10 Prozent. Bei einer Gliedertaxe von 70 und einer Versicherungssumme von 100.000 bekommt man 7.000 Euro.

Progression: Haben Sie einen Vertrag mit Progression abgeschlossen, verhält es sich anders. Progression bedeutet mehr Invalidität – mehr Leistung. Beispiel: Versicherungssumme 100.000 Euro, Progression 225 Prozent. Bei einer Vollinvalidität erhalten Sie nicht 100.000 Euro, sondern 225.000 Euro. Wichtig zu wissen: Rein statistisch haben viele Unfälle weniger als 25 Prozent bleibende Funktionsstörungen. Für den Bereich 1 – 25 kommt die Versicherung mit Progression nicht auf. Die Staffelungen der Progression wirken sich deutlich auf die monatlichen Beiträge aus. Möchten Sie für alle Fälle die Progression im Vertrag mit aufnehmen, müssen Sie die höheren Beiträge in Kauf nehmen.

Ab wann erkennt die Unfallversicherung überhaupt eine Invalidität an?

Unfall, Invalidität – aber kein Geld: Wann die Unfallversicherung nicht leistet

Dazu gehört neben Drogenrausch oder Alkoholeinfluss auch nicht selbstverschuldete körperliche Zustände wie kreislaufbedingte Ohnmachten, Epilepsie oder Schlaganfall. Erleidet die Hausfrau beim Fensterputzen eine Ohnmacht und fällt von der Leiter, leistet die private Unfallversicherung nicht für bleibende Schäden des Unglücks.

Kann ein Versicherter nach einem Überfall seinen Beruf nicht mehr ausüben, deckt die Unfallversicherung nicht den finanziellen Ausfall durch die Berufsunfähigkeit. Hier greift nur die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Die Progression in der Unfallversicherung!

Viele Unfallversicherungstarife sind mit einer Progression ausgestattet. Einfach gesagt, erhöht diese ab einem bestimmten Invaliditätsgrad die versicherte Leistung. Denn zusätzlich zur sogenannten Grundsumme haben Verbraucher bei einer Unfallversicherung die Möglichkeit eine Progression von beispielsweise 225 %, 350 %, 500 % oder mehr in den Tarif einzuschließen.

Doch was verbirgt sich eigentlich genau dahinter und welchen Mehrwert bietet die Progression den Kunden wirklich? Auf was Verbraucher vor dem Abschluss achten sollten und wie die einzelnen Progressionsstufen sich auswirken, beleuchten wir jetzt einmal etwas näher.

Die Progression als Teil der Unfallversicherung

Ein Leistungsbeispiel: Progressionasstaffeln bei einer Grundsumme von 100.000 €!

Eine Unfallversicherung kann grundsätzlich mit oder ohne Progression abgeschlossen werden. Ohne Progression besteht der Tarif lediglich aus der sogenannten Grundsumme. Im Falle eines Unfalls ist die Berechnung der Versicherungsleistung dann relativ einfach.

Wer beispielsweise eine Grundsumme von 100.000 € mit dem Versicherer vereinbart hat und durch einen Unfall eine Invalidität von 50 % erleidet, erhält 50.000 € vom Unfallversicherer. Wie hoch der Invaliditätsgrad tatsächlich ist, wird durch einen Arzt und die Gliedertaxe, die in den jeweiligen Versicherungsbedingungen verankert ist, ermittelt. In der Praxis werden die meisten Tarife allerdings mit einer sogenannten Progression abgeschlossen.

Tarife mit einer Progression erhöhen die Versicherungssumme

Bei einem Tarif mit Progression sieht die Rechnung dann ganz anders aus. Denn die Unfallversicherung erhöht in Abhängigkeit der gewählten Progressionsstufe die Leistung ab einem Invaliditätsgrad von über 25 Prozent.

Verbraucher haben die Möglichkeit aus verschiedenen Progressionsstufen zu wählen. Je nach gewählter Progressionsstufe erhöht sich die Versicherungssumme bei einer Vollinvalidität auf folgende Versicherungssummen.

Beispiel für 100.000 € Grundsumme:

  • Progression 225 % = 225.000 €
  • Progression 300 % = 300.000 €
  • Progression 350 % = 350.000 €
  • Progression 500 % = 500.000 €
  • Progression 600 % = 600.000 €
  • Progression 1000 % = 1.000.000 €

Oftmals lassen sich Verbraucher dazu verleiten, eine geringe Grundsumme mit einer entsprechend hohen Progressionsstufe zu kombinieren. Denn dadurch ist die Prämie wesentlich geringer als bei einer hohen Grundsumme. Das kann aber schnell nach hinten losgehen. Wichtig ist für Verbraucher, dass sie gerade nicht an der Grundsumme sparen.

Denn die erhöhten Versicherungssummen wirken sich hauptsächlich bei einem hohen Invaliditätsgrad aus. Die volle Summe wird nur bei einer 100 % Vollinvalidität bezahlt. In den meisten Fällen wird aber keine 100-prozentige Invalidität erreicht. Deshalb sollten Verbraucher auf eine ausreichende Grundsumme in der Unfallversicherung achten.

Als Orientierung sollten mindestens 2 – 3 Bruttojahresgehälter als Grundsumme mit einer Progression von 350 % kombiniert werden. Denn es muss bedacht werden, dass die Progression, egal welche Stufe (z.B. 225 % oder 350 %) man wählt, erst ab einem Invaliditätsgrad von über 25 % zu wirken beginnt.

Die Progression greift erst ab einer Invalidität von über 25 %!

Da die Progression erst ab einem Invaliditätsgrad von über 25 % wirkt, sollten Verbraucher mindestens 2 – 3 Bruttojahresgehälter als Grundsumme mit einer Progression von 350 % kombinieren.

Für die passende Absicherung ist es also entscheidend, ein ausgewogenes Verhältnis von Grundsumme und Progression zu finden. Nur wer unbedingt sparen muss und lediglich bei einer Vollinvalidität gut abgesichert sein möchte, kombiniert eine niedrige Grundsumme mit einer hohen Progression.

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Berechnung mit einer Progression

Um die Wirkung der Tarife mit einer Progression aufzuzeigen, berechnen wir einen Leistungsfall anhand eines Beispiels. Der Versicherte hat dabei in seinem Tarif eine Versicherungsgrundsumme von 100.000 € vereinbart.

Durch einen Unfall an einer Kreissäge verliert er seinen Daumen und den Zeigefinger. Laut der Standard-Gliedertaxe erhält er für den Daumen 20 % und den Zeigefinger 10 % der versicherten Grundsumme. Die Berechnung sieht dann folgendermaßen aus.

Berechnung ohne Progression:

  • für den Daumen (20 %) = 20.000 €
  • für den Zeigefinger (10 %) = 10.000 €
  • gesamte Versicherungsleistung = 30.000 €

Die einzelnen verletzten Körperteile werden in der Unfallversicherung addiert und somit erhält der Versicherte in unserem Beispiel rund 30 % der Grundsumme = 30.000 € von seiner Unfallversicherung.

Wenn nun eine Progression mit beispielsweise 350 % vereinbart wurde, erhöht sich die Auszahlung entsprechend. In den Versicherungsbedingungen wird die sogenannte Progressionsstaffel aufgezeigt. Als Beispiel haben wir hier eine Staffel für eine Progression von 350 % abgebildet.

Beispiel Progressionsstaffel mit 350 % Progression:

Berechnung mit Progression:

Insgesamt liegt in unserem oberen Beispiel eine gesamte Invalidität von 30 % laut der Standard-Gliedertaxe vor. Um die Auszahlung inklusive der Progression zu ermitteln, muss lediglich in der Tabelle unten abgelesen werden, auf welche Auszahlungshöhe in Prozent sich der Betrag erhöht.

In unserem Beispiel von 30 % Invaliditätsgrad auf einen Anspruch von 40 % = 40.000 €. Wichtig ist zudem, dass wie bereits oben erwähnt, bis 25 % Invaliditätsgrad keine Erhöhung über die Progression erfolgt. Erst ab über 25 % Invalidität erhöht sich die Versicherungssumme (siehe Tabelle) aufgrund der Progression. Zudem steigt die Summe nochmal ab 50 % Invaliditätsgrad überproportional Invalidität an.

Progression steigt überproportional an

Innerhalb der Progressionsstaffel wird nochmals unterschieden. Über 25 % bis unter 50 % Invalidität ist der Anstieg der Versicherungssumme geringer als ab 50 % bis 100 %. Somit erhalten Kunden ab 50 % Invalidität nochmals mehr Leistung.

Zusammenfassung

In der Praxis ist die Kombination in der Unfallversicherung für die meisten Verbraucher bestehend aus einer Grundsumme mit Progression eine sinnvolle Variante. Durch ein ausgewogenes Verhältnis wird gewährleistet, dass bei einem geringen Invaliditätsgrad von bis zu 25 % eine ebenso ausreichende Absicherung vorhanden ist, wie bei einem hohen Invaliditätsgrad von beispielsweise 70 % oder gar 100 %.

Aus der Erfahrung der Versicherer heraus, bewegen sich die meisten Invaliditätsgrade zwischen 15 % bis 70 %. Aus diesen Grund ist eine zu geringe Grundsumme mit einer extrem hohen Progression nicht zu empfehlen. Verbraucher sollten besser ein ausgewogenes Verhältnis wählen. Mit einer Grundsumme von 2 – 3 Bruttojahresgehältern und einer Progression von 350 % sind die meisten auf der sicheren Seite.

Damit Verbraucher die Prämien in Abhängigkeit der ausgewählten Progression vergleichen können, haben wir auf unserem Portal einen kostenlosen und unverbindlichen Vergleichsrechner installiert, mit welchem man die Tarife der Unfallversicherung berechnen und vergleichen kann.

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Источники: http://www.dguv.de/wir-haften/beitraege/index.jsp, http://www.check-unfallversicherung.com/gliedertaxe.php, http://www.onverso.de/unfallversicherung/progression/

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