Unfallversicherung nach kündigung

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Private Unfallversicherung kündigen: Was ist dabei zu beachten?

So setzen Sie ein Kündigungsschreiben für die Unfallversicherung auf

Möchten Sie Ihre Unfallversicherung kündigen, ist einiges zu beachten.

Auf der Arbeit sind die meisten Personen durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Kommt es zu Arbeits- und Wegeunfällen oder Berufskrankheiten, übernimmt die Versicherung unter anderem Kosten für die Heilbehandlung sowie Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und bei Pflegebedürftigkeit.

Die meisten Unfälle geschehen jedoch nicht auf der Arbeit, sondern in der Freizeit – etwa beim Sport oder im Haushalt. Wer sich in solchen Fällen finanziell absichern möchte, benötigt eine private Unfallversicherung. Diese greift bei schweren Verletzungen, die bleibende Schäden – also eine Invalidität – nach sich ziehen. Mit den Leistungen der Versicherung können Sie beispielsweise Behandlungsmaßnahmen finanzieren oder einen Lohnausfall kompensieren. Für viele Deutsche ist diese Absicherung, neben der Haftpflichtversicherung, von großer Bedeutung.

Nicht für jeden stellt die private Unfallversicherung jedoch einen notwendigen Schutz dar. Oftmals ist ein Vertrag für eine Berufsunfähigkeitsversicherung die bessere Wahl. Wer eine finanzielle Mehrbelastung umgehen möchte, kann die bestehende Unfallversicherung kündigen. Und auch Personen, die sich für einen anderen Versicherer mit besseren Leistungen oder günstigeren Konditionen entschieden haben, müssen vor dem Wechsel eine Kündigung durchführen. Wie Sie diese am besten formulieren und welche Kündigungsfrist bei der Unfallversicherung einzuhalten ist, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Kündigen Sie jetzt Ihre private Unfallversicherung

In welchen Fällen können Sie den Vertrag der privaten Unfallversicherung kündigen?

In der Regel wird eine Unfallversicherung über einen Zeitraum von einem Jahr abgeschlossen. Melden Sie sich nicht bei dem Versicherer, wird diese automatisch um weitere zwölf Monate verlängert, wenn das Jahr abgelaufen ist. Wenn Sie Ihre Unfallversicherung kündigen möchten, wird zwischen zwei unterschiedlichen Formen unterschieden. Hierbei handelt es sich zum einen um die ordentliche, zum anderen um die außerordentliche Kündigung.

Eine ordentliche Kündigung der Unfallversicherung ist stets ohne Angabe von Gründen möglich. Eine außerordentliche Auflösung des Vertrages ist hingegen nur in bestimmten Situationen möglich:

  • Nach einem Schadenfall können Sie das Sonderkündigungsrecht bei der Unfallversicherung nutzen – etwa, wenn keine Leistung erbracht wurde und Sie mit der Arbeit des Versicherers unzufrieden sind.
  • Kommt es zu einer Erhöhung der Beiträge, ohne dass der Versicherer weitere Leistungen anbietet, können Sie die Unfallversicherung kündigen.

Kündigung der Unfallversicherung: Welche Frist ist einzuhalten?

Kündigung der Unfallversicherung: Welche Frist ist einzuhalten?

Möchten Sie den Vertrag für die Unfallversicherung kündigen, ist dies nicht zu jedem beliebigen Zeitpunkt möglich. Wie bei jeder anderen Versicherung auch, müssen bei der Kündigung bestimmte Regeln eingehalten werden.

Wie es bei der Unfallversicherung um die Kündigungsfrist bestellt ist, richtet sich danach, ob es sich um eine ordentliche oder außerordentliche Auflösung des Vertrages handelt.

Bei einer ordentlichen Kündigung der Unfallversicherung beträgt die Frist drei Monate. Läuft der Vertrag also beispielsweise bis zum 31. August, so müssen Sie den Versicherer spätestens bis zum 31. Mai informieren.

Handelt es sich um eine außerordentliche Vertragsauflösung, so beträgt die verkürzte Kündigungsfrist einen Monat.

Private Unfallversicherung kündigen: Muster für die Formulierung

Die Kündigung der Versicherung muss stets schriftlich erfolgen. Versenden Sie das Schreiben am besten mit der Post per Einschreiben oder als Fax – so erhalten Sie eine Bestätigung darüber, dass es wirklich beim Empfänger eingegangen ist. Fordern Sie außerdem immer auch ein Antwortschreiben des Versicherers für Ihre Unterlagen an.

Sind Sie sich dabei unsicher, die Unfallversicherung zu kündigen, ist unsere Vorlage als Beispiel zu nehmen. Denken Sie jedoch daran, dass es sich hierbei lediglich um ein Muster handelt, welches von Ihnen angepasst werden muss.

Kündigung der Unfallversicherung: Muster zum Download

Gerne können Sie dieses Muster für die Kündigung einer Unfallversicherung zum eigenen Gebrauch herunterladen. Im Folgenden finden Sie die Vorlage im Word-Format und als PDF zum Download:

  • Kostenloser Download
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Kann man seine Unfallversicherung kündigen?

Eine Unfallversicherung dient dem eigenen Schutz. Wenn z. B. irgendwann mal etwas passiert, man von einer Leiter fällt, oder sonstiges, dann zahlt diese Versicherung nicht nur die Kosten für Arzt und Co., sondern auch bei Bedarf die Ausfalltage.

Leider ist jedoch nicht jede Unfallversicherung lukrativ. Hohe Einzahlungsbeiträge und Gebühren bei geringer Leistung im Schadensfall sind Grund genug über eine Kündigung nachzudenken.

Kann man eine Unfallversicherung überhaupt kündigen?

Ja, natürlich! Wie jede Versicherung kann auch diese problemlos gekündigt werden. Die einzige Ausnahme bietet die Rürup-Rente, diese kann nicht ohne weiteres gekündigt werden. Allerdings gehört sie eher zur Altersvorsorge.

Bevor man sich jedoch beherzt einen Stift und Zettel greift um die Kündigung zu schreiben, sollte man sich ein paar Dinge bewusst machen.

Unfallversicherung vorzeitig kündigen

Eine Unfallversicherung hat in der Regel eine feste Laufzeit von einem oder fünf Jahren. Zum Ende des Zeitraums kann somit stets gekündigt werden. Dabei sollte die Kündigung schriftlich erfolgen.

Die Kündigungsfristen liegen je nach Versicherung bei einem bis drei Monaten, zum Ende des Versicherungsjahres. Das bedeutet, wenn ein Vertrag für fünf Jahren abgeschlossen wurde, erfolgt eine ordentliche Kündigung erst zum Ende des fünften Jahres.

Wird ein Vertrag zum Laufzeitende nicht gekündigt, verlängert er sich automatisch. In der Regel um die Vertragslaufzeit. Ein 5-jähriger Vertrag würde sich dann um weitere fünf Jahre verlängern. Jedoch ändert sich nun die Kündigungsfrist. Diese ist nun jährlich möglich und nicht mehr abhängig von der Laufzeit.

Um die Frist entsprechend einhalten zu können, muss das Eingangsdatum der Kündigung beim jeweiligen Versicherer berücksichtig werden. Das Datum, wann die Kündigung verfasst oder verschickt wurde, zählt nicht.

Wann kann eine außerordentliche Kündigung erfolgen?

Neben der ordentlichen Kündigung, die erst zum Laufzeitende ausgesprochen werden kann, gibt es auch noch die außerordentliche Kündigung.

Diese kann z. B. dann erfolgen, wenn ein Schadensfall eingetreten ist und reguliert wurde. Innerhalb von 4 Wochen kann der Versicherungsnehmer in einem solchen Fall die außerordentliche Kündigung aussprechen (natürlich schriftlich).

Eine weitere Möglichkeit zur außerordentlichen Kündigung liegt vor, wenn gegen den Versicherer eine Klage lauft, wegen Leistungserbringung. Dabei darf das Ergebnis der Klage noch nicht fest stehen.

Wichtig bei einer aüßerordentlichen Kündigung:

Auch bei einer außerordentlichen Kündigung steht dem Versicherer die volle Versicherungsprämie zu.

Übrigens, der Versicherer hat zumeist die Möglichkeit den Vertrag außerordentlich zu kündigen, falls eine Pflegebedürftigkeit oder eine Geisteskrankheit während der Laufzeit auftritt. Grund hierfür ist, dass die Versicherungsfähigkeit nicht mehr gegeben ist.

Unfallversicherung kündigen bei Beitragserhöhung

Sollte sich aus irgendwelchen Gründen der Beitragssatz der Unfallversicherung erhöhen, könnte dies eine Möglichkeit sein, die Versicherung zu kündigen. Dies geht allerdings nur, wenn die Leistungen gleich bleiben, man aber mehr dafür zahlen soll.

Sobald das Schreiben zur Beitragserhöhung eingegangen ist, hat man vier Wochen Zeit, die Kündigung auszusprechen. Diese sollte schriftlich erfolgen. Die Kündigung aufgrund von Beitragserhöhung ist sofort wirksam. Und zwar mit dem Tag, an dem das Kündigungsschreiben bei der Versicherung eingeht.

Rückkaufswert – wie viel Geld kriege ich zurück?

Ob nach einer Kündigung Geld gezahlt wird oder nicht, hängt ganz stark von dem jeweiligen Tarif ab. So gibt es z. B. die klassischen Unfallversicherungen, bei denen man nur im Schadensfall eine Auszahlung/Leistung erhält. Hier würde bei der Vertragsaufhebung keine Auszahlung erfolgen.

Anders sieht es aus, wenn eine Unfallversicherung mit einer Beitragsrückgewähr. Diese ist quasi eine Kombination aus einer klassischen Unfallversicherung gekoppelt an eine Lebensversicherung. Durch diese Koppelung entsteht bei einer Kündigung oder am Ende der Vertragslaufzeit ein sog. Rückkaufswert. Genau diesen Wert erhält man dann wieder zurück.

Allerdings ist eine Kündigung bei einer Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr meist etwas schwieriger. Es empfiehlt sich von daher mit dem jeweiligen Versicherungsuntenrehmen in Verbindung zu treten und die geforderten Schritte einzuleiten.

Wie sinnvoll ist eine Kündigung?

Da niemand von uns sicher vor Unfällen ist, sollte man es sich gut überlegen, ob die Unfallversicherung aufgehoben werden soll oder nicht. Immerhin bietet sie Schutz, wenn etwas (also ein Unfall) passiert.

Dennoch gibt es Versicherungen die überteuert sind, z. B. weil Leistungen darin enthalten sind, die man billiger absichern kann. Hierzu gehören u. a. Krankentagegeld oder Krankenhaustagegeld.

Es macht von daher Sinn, sich unterschiedliche Angebote einzuholen und zwischendurch einfach zu vergleichen. Einen Unfallversicherungs-Vergleichsrechner gibt es hier. Mit wenigen Angaben kann man sich umfangreiche Angebote einholen und schauen, ob es nicht etwas besseres und zugleich günstigeres gibt.

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Unfallversicherung kündigen – das gilt es zu wissen

Die private Unfallversicherung deckt das Risiko der Invalidität in Folge eines Unfalls in der Freizeit ab. Anders als die gesetzliche Unfallversicherung, welche nur Unfälle auf dem Arbeitsweg absichert. Sie ist damit ein wichtiges finanzielles Schutznetz. Doch unter Umständen kann es sinnvoll sein, die Unfallversicherung zu kündigen. Die Gründe hierfür sind vielseitig. Sie reichen von einer Beitragserhöhung bis hin zu geänderten Lebensumständen. Wie ist in diesem Fall vorzugehen? Welche Kündigungsfristen sind zu beachten und wie unterscheiden sich diese bei einer ordentlichen und einer außerordentlichen Kündigung?

Im Folgenden werden die wichtigsten Fragen rund um die Kündigung einer Unfallversicherung beantwortet. Welche konkreten Angaben bei der schriftlichen Kündigung gemacht werden müssen, kann im Kündigungsformular nachgelesen werden.

Musterkündigung zur Unfallversicherung

Hier finden Sie ein Kündigungsformular für die Unfallversicherung.

Wer benötigt eine Unfallversicherung

Das Verhältnis von Leistungen und Kosten der Unfallversicherung ist sehr umstritten. Das Risiko nach einem Unfall in der Freizeit eine schwere Behinderung zu erleiden ist eher gering. Der typische Freizeitsportler benötigt die Versicherung in der Regel nicht. Bei Extremsportlern, Motorradfahrern oder Mountainbikern ist das Risiko für einen Unfall, der schwere Verletzungen nach sich zieht, deutlich höher. Hier kann sich die Unfallversicherung lohnen.

Viele Versicherer schließen diese Risiken jedoch aus oder verlangen dafür höhere Prämien. Versicherte sollten ihre Police auf solche Ausschlüsse prüfen. Generell sollte bei Versicherungen für Unfälle die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) im Vordergrund stehen. Für Personen, die sich zusätzlich absichern möchten oder keine BU-Versicherung bekommen, bleibt die Unfallversicherung eine günstige Alternative.

Leistungen der Unfallversicherung

Im Falle der Invalidität leistet die Versicherung die vereinbarte Versicherungssumme. Hierzu sollten sich Verbraucher unbedingt beraten lassen. Als grobe Orientierung für die Höhe der Versicherungssumme wird das 2-3 fache des Jahreseinkommens empfohlen. Je nach vereinbarter Progression erhöht sich die Summe je höher der Invaliditätsgrad ist. Der Grad der Invalidität wird dabei durch die sogenannte Gliedertaxe bestimmt. Des Weiteren lassen sich noch Zahlungen, wie eine Unfallrente oder Krankenhaustagegeld vereinbaren.

Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr

Viele Versicherer versuchen Kunden mit dem Modell der Beitragsrückgewähr für sich zu gewinnen. Dabei gibt es neben der Vorsorge- auch eine Sparleistung. Ein Teil der Beiträge, die deutlich höher als bei der klassischen Versicherung sind, wird für den Kunden dabei angelegt. Hat der Kunde die Versicherung am Ende der Laufzeit nicht in Anspruch nehmen müssen, erhält er den angesparten Geldbetrag zurück.

Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr sollten unbedingt geprüft werden. Häufig ist die Rendite solcher Versicherungen extrem niedrig. In einem solchen Fall sollte die Versicherung gekündigt oder beitragsfrei gestellt werden und das Geld anderweitig angelegt werden. Bei einer Kündigung müssen in der Regel jedoch ebenfalls finanzielle Einbußen hingenommen werden.

Regelfall: Die Unfallversicherung ordentlich kündigen

Bei den meisten Kündigungen einer Unfallversicherung handelt es sich um eine ordentliche Kündigung. Eine solche liegt vor, wenn der Versicherungsnehmer die abgeschlossene Unfallversicherung aus persönlichen Gründen kündigt – etwa weil er einen günstigeren Tarif gefunden hat oder die gewählte Versicherung nicht mehr zu den aktuellen Lebensumständen passt.

Kündigungsfristen bei einer ordentlichen Kündigung

Die genauen Kündigungsfristen für die ordentliche Kündigung einer Unfallversicherung werden im jeweiligen Versicherungsvertrag festgelegt. In der Regel verlängern sich die Verträge automatisch. Die Frist für eine Kündigung beträgt im Normalfall drei Monate vor Ende des Versicherungsjahres. Allerdings unterscheidet sich der Zeitpunkt der Kündigung von der Art des gewählten Vertrags.

  • Einjahresvertrag: Ein klassischer Einjahresvertrag kann frühestens nach einem Jahr zum Ende des Versicherungsjahres gekündigt werden.
  • Dreijahresvertrag: Die Kündigung eines Dreijahresvertrags ist erst nach dem Ablauf von drei Jahren möglichen. Nach Ablauf dieses Zeitraums kann auch ein Dreijahresvertrag jährlich gekündigt werden.
  • Berufsunfähigkeitsversicherung

    Angebote vergleichen und passende BU-Versicherung finden.

    Die Unfallversicherung außerordentlich kündigen

    Bestimmte Umstände ermöglichen die außerordentliche Kündigung einer Unfallversicherung. Hierbei beträgt die Kündigungsfrist jeweils einen Monat. Die folgenden Fälle berechtigen zu einer außerordentlichen Kündigung.

    Kündigung nach Schadenfall

    Nicht wenige Versicherungsnehmer entscheiden sich nach einem Schadensfall, ihre Unfallversicherung zu kündigen – beispielsweise, weil die bürokratischen Hürden zur Übernahme des Schadens sehr hoch waren oder weil der Versicherer die Übernahme des entstandenen Schadens abgelehnt hat.

    Kündigung infolge einer Beitragserhöhung

    Ein klassischer Grund, die Unfallversicherung zu kündigen, ist zudem die Erhöhung der Beiträge durch den Versicherer. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, den Vertrag innerhalb eines Monats fristlos zu kündigen.

    Der Versicherer kündigt den Vertrag

    Gut zu wissen: Auch der Versicherer selbst hat das Recht, die bestehende Unfallversicherung zu kündigen – etwa, wenn ausstehende Beiträge nicht gezahlt werden. Werden diese nicht innerhalb der im Rahmen einer Mahnung gesetzten Frist beglichen, kann der Vertrag vom Versicherer aufgelöst werden.

    Unfallversicherung kündigen? Möglichkeiten des Widerrufs

    Wer seine Unfallversicherung kündigen möchte, ist nicht immer auf eine ordentliche oder außerordentliche Kündigung angewiesen. Wird frühzeitig festgestellt, dass der geschlossene Vertrag nicht den gewünschten Anforderungen entspricht, besteht die Möglichkeit, diesen zu widerrufen. Der Widerruf muss allerdings innerhalb von 14 Tagen nach Abschluss des Vertrags erfolgen. Einzige Ausnahme: Der Versicherer hat es versäumt, auf das entsprechende Widerrufsrecht hinzuweisen. In diesem Fall ist ein Widerruf auch noch zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Ist der Versicherer bereits für einen Schaden eingesprungen, entfällt das Recht auf Widerruf allerdings.

    Was passiert beim Tod des Versicherungsnehmers?

    Im Fall des Todes des Versicherungsnehmers verliert der geschlossene Vertrag automatisch seine Gültigkeit, und es werden keine weiteren Beiträge mehr fällig. Das gilt jedoch nur, wenn der verstorbene Versicherungsnehmer die einzige vertraglich versicherte Person war. Bei Familien- und Partnertarifen können die mitversicherten Personen den Vertrag übernehmen. Möchten diese den Tarif nicht weiter nutzen, müssen sie die Unfallversicherung kündigen.

    Unfallversicherung kündigen – und dann?

    Nachdem das Kündigungsschreiben an der Versicherungen gesendet wurde – am besten als Einschreiben mit Rückschein – gilt es auf das Bestätigungsschreiben zu warten. Gegebenenfalls ist dies anzufordern – sofern dieses vom Versicherer nicht automatisch verschickt wird. Der Versicherungsschutz besteht nach der Kündigung selbstverständlich weiterhin solange, bis der Vertrag regulär endet. Die in diesem Zeitraum entstandenen Schäden können wie gewohnt bei der Versicherung gemeldet werden.

    Außerkraftsetzung des Vertrags – die Alternative zur Kündigung

    Nicht immer ist es die beste Option, die Unfallversicherung zu kündigen. Können – beispielsweise infolge eines Arbeitsplatzverlustes oder sonstiger finanzieller Zusatzbelastungen – die Beiträge für einen absehbaren Zeitraum nicht mehr geleistet werden, kann sich auch eine Außerkraftsetzung des Vertrags anbieten. Ist ein Vertrag außer Kraft gesetzt, fallen im entsprechenden Zeitraum keine Beiträge an. Allerdings besteht auch kein Versicherungsschutz. Ob eine vorübergehende Außerkraftsetzung möglich ist, muss mit dem jeweiligen Versicherer abgeklärt werden.

    Erhalten Sie weitere nützliche Informationen zur Unfallversicherung und ihren Leistungen:

    Источники: http://www.bussgeldkatalog.org/unfallversicherung-kuendigen/, http://www.meine-finanz-tipps.de/2015/04/kann-man-seine-unfallversicherung-kuendigen/, http://www.verivox.de/unfallversicherung-kuendigen/

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