Unfallversicherung abschließen

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Private Unfallversicherung

Eine Unfallversicherung bietet nur eingeschränkten Schutz

  • Zuletzt aktualisiert: 31. August 2017
  • Von: Julia Rieder

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine private Unfallversicherung ist selten sinnvoll. Denn sie zahlt nur, wenn Sie durch den Unfall bleibende Schäden davontragen.
  • Das Risiko einer schweren Behinderung nach einem Unfall ist gering. Viel häufiger sind Behinderungen als Folge einer Krankheit.
  • Für leichte Verletzungen ist eine Unfallversicherung unnötig.
  • Besser geschützt sind Sie mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), denn die zahlt bei Krankheit und Unfall.
  • Es ist neunmal wahrscheinlicher, dass Sie wegen einer Krankheit Ihren Job nicht mehr ausüben können als durch einen Unfall.
  • Ausnahme: Wer keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommt, kann über eine Unfallversicherung nachdenken. Lassen Sie sich dazu aber ausführlich beraten.

So gehen Sie vor

  • Sie haben bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung? Dann sparen Sie das Geld für die Unfallversicherung lieber als Notgroschen an oder investieren es in eine sinnvolle Versicherung.
  • Sie bekommen keine BU? Dann kann die Unfallversicherung einen kleinen Teil des Risikos absichern. Das ist besser als gar kein Schutz.
  • Oft gibt es aber sinnvollere Alternativen.
  • Welche für Sie infrage kommt, besprechen Sie am besten mit einem spezialisierten Berater. Wir empfehlen die Makler Hoesch & Partner, Buforum24, Thomas Kliem, Ritzerfeld & Partner sowie Blank & Partner.
  • Prüfen Sie auch, ob Sie bereits teilweise unfallversichert sind, etwa über eine Gewerkschaft oder einen Sportverein.

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Unfallversicherung immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Rund um die private Unfallversicherung gibt es einige Missverständnisse. Wer sich beim Sturz vom Fahrrad das Handgelenk bricht oder beim Sport das Kreuzband reißt, ist mit einer Unfallversicherung gut geschützt – denken viele. Doch das stimmt nicht: Die private Unfallversicherung zahlt nur, falls ein Unfall einen bleibenden körperlichen Schaden verursacht. Ein Beinbruch nach dem Ausrutschen auf Glatteis ist in der Regel finanziell kein Drama. Dafür gibt es aus einer Unfallversicherung praktisch keine Leistungen, und dafür braucht man auch keine.

Wann die Unfallversicherung zahlt

Die Unfallversicherung zahlt nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die wichtigste Bedingung ist, dass die körperliche Beeinträchtigung, die sogenannte Invalidität, von Dauer ist. Als dauerhaft gilt ein Gesundheitsschaden, sofern er voraussichtlich länger als drei Jahre bestehen wird und keine Besserung zu erwarten ist.

Das bedeutet: Selbst wenn Sie nach einem Motorrad-Unfall wochenlang im Krankenhaus liegen, kann es sein, dass die Unfallversicherung nicht zahlt – falls Sie wieder vollständig gesund werden. Können Sie allerdings auch nach der Reha Ihr Knie nicht mehr beugen, bekommen Sie einen Teil der versicherten Summe.

Außerdem zahlt die Versicherung nur, wenn die Behinderung auch wirklich durch einen Unfall entstanden ist. Als Unfall gilt in der Regel nur ein plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis. Stolpert jemand also einfach über seine eigenen Füße und fällt hin, zählt das für die Versicherung nicht als Unfall.

Brauche ich eine Unfallversicherung überhaupt?

Wir halten eine private Unfallversicherung nur selten für sinnvoll. Es gibt deutlich wichtigere Absicherungen, um die Sie sich zuerst kümmern sollten. Eine Unfallversicherung soll in erster Linie zusätzliche Kosten nach einem Unfall abfedern und zahlt dafür einmalig einen bestimmten Geldbetrag. Große Summen brauchen Sie in der Regel aber nur, wenn Sie sich so schwer verletzen, dass Sie Ihr Haus oder Auto behindertengerecht umbauen müssen, oder um zusätzliche Therapien zu finanzieren.

In solchen Fällen gibt es unter bestimmten Voraussetzungen aber auch staatlichen Hilfen, etwa von der gesetzlichen Rentenversicherung, den sogenannten Integrationsämtern oder der Pflegekasse. Notwendige Hilfsmittel wie Rollstühle, Prothesen oder Stützgriffe fürs Bad zahlt in einer Grundausstattung die Krankenkasse.

Bei weniger gravierenden Verletzungen sind meist keine Umbauten nötig. Es ist aber wichtig, dass Sie sich für den Fall absichern, dass Sie nach einem Unfall für längere Zeit nicht mehr arbeiten können. Dafür eignet sich am besten eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Im Allgemeinen überschätzen Verbraucher das Risiko oft, einen schweren Unfall mit daraus folgender Behinderung zu haben. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts sind nur 2 Prozent aller Schwerbehinderungen Folge eines Unfalls, die allermeisten (85 Prozent) entstehen durch Krankheiten. Und genau in diesen Fällen hilft die Unfallversicherung nicht. Deshalb bietet eine Unfall-Police nur eine Scheinsicherheit. Nicht umsonst sind Unfall-Verträge für die Versicherer besonders profitabel.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist sinnvoller

Sinnvoller als eine private Unfallversicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Denn sie zahlt, falls Sie Ihren letzten Job voraussichtlich für mindestens sechs Monate nicht mehr ausüben können. Die Ursache dafür ist unerheblich: Sowohl nach Unfällen als auch bei körperlichen und psychischen Krankheiten gibt es Geld.

Damit bietet die Berufsunfähigkeitsversicherung einen deutlich umfangreicheren Schutz als eine Unfallversicherung. Denn laut einer Statistik des Analysehauses Morgen & Morgen ist es neunmal wahrscheinlicher, dass Sie aufgrund einer Krankheit Ihren Job nicht mehr ausüben können als durch einen Unfall. Worauf Sie beim Abschluss einer Police achten müssen, lesen Sie in unserem Ratgeber Berufsunfähigkeitsversicherung.

Kinder und Extremsportler

Kinder können in jungen Jahren noch nicht gegen Berufsunfähigkeit versichert werden. Für sie ist eine Kinderinvaliditätsversicherung, die auch bei Krankheit zahlt, sinnvoller als ein reiner Unfall-Schutz. Denn in der Regel erholen sich Kinder schnell von Stürzen und tragen nur selten bleibende Schäden davon. Unfälle sind bei Kindern laut Statistischem Bundesamt noch seltener Ursache einer schweren Behinderung als bei Erwachsenen. Eltern haben bei einer Behinderung ihres Kindes in den meisten Fällen Anspruch auf verschiedene Unterstützungsleistungen.

Für Extremsportler kann die Unfallversicherung in einigen Fällen eine kluge Wahl sein. Manchmal verlangt die Berufsunfähigkeitsversicherung für gefährliche Hobbys wie Kitesurfen, Tauchen oder Fallschirmspringen einen hohen Risikozuschlag, der den Vertrag sehr teuer macht. In solchen Fällen kann es eine Überlegung wert sein, den Sport bei der BU-Versicherung auszuklammern und zusätzlich eine Unfallversicherung abzuschließen, damit Sportunfälle trotzdem abgedeckt sind. Ob das preislich deutlich günstiger ist, sollten Sie allerdings genau durchrechnen.

Achtung: Für Unfälle im Zusammenhang mit Flug- oder Rennsport zahlt die Unfallversicherung nicht. Dazu zählen zum Beispiel Segel- und Gleitschirmfliegen genauso wie Auto- und Motorradrennen. Einige Anbieter schließen auch weitere besonders gefährliche Freizeitaktivitäten vom Schutz aus. Deshalb sollten Kunden vor Abschluss einer Unfallpolice klären, inwieweit ihr risikoreiches Hobby mitversichert ist.

Lassen Sie sich gut beraten, welcher Schutz infrage kommt

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bietet den umfassendsten Schutz für den Fall, dass Sie – entweder durch Krankheit oder einen Unfall – nicht mehr arbeiten können. Allerdings bekommen gerade die Menschen, die die Absicherung am dringendsten bräuchten, häufig keinen Vertrag: Wer Vorerkrankungen hat oder körperlich arbeitet, hofft oft vergeblich auf ein bezahlbares Angebot.

Manchmal lässt sich durch eine Risikovoranfrage bei verschiedenen Versicherern doch ein geeigneter BU-Schutz finden. Falls das nicht klappt, sollten Sie über eine alternative Absicherung nachdenken. Infrage kommen beispielsweise eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung, eine Multi-Risk-Police oder eine Grundfähigkeitsversicherung. Ein gleichwertiger Ersatz sind solche Angebote nicht. Sie alle bieten nur einen – in unterschiedlichem Maße – abgespeckten Schutz. Auch die Unfallversicherung kann ein Bestandteil der Absicherung sein.

Der Vorteil einer Unfallversicherung: Sie ist auch für Menschen mit einem Risikoberuf verhältnismäßig günstig. Und viele Anbieter stellen nicht sonderlich umfangreiche Gesundheitsfragen.

Der große Nachteil: Die Unfallversicherung schützt nur sehr begrenzt. Geld bekommen Versicherte nicht, wenn sie nach einem Unfall zeitweilig nicht mehr arbeiten können, sondern nur falls sie einen körperlichen Schaden davontragen, der voraussichtlich mehr als drei Jahre andauert. Bis die Versicherung dann zahlt, können Monate vergehen, die Betroffene finanziell anderweitig überbrücken müssen.

Wenden Sie sich an einen Versicherungsberater oder Makler

Zwar ist die Unfallversicherung besser als gar kein Schutz, es kann aber sinnvollere Möglichkeiten der Absicherung geben. Welche davon in Ihrem Fall infrage kommen, das besprechen Sie am besten mit einem spezialisierten Versicherungsberater oder Makler. Dieser kann Sie individuell dazu beraten, wie Sie sich am besten für den Fall absichern, dass Sie nicht mehr arbeiten können. Vielleicht eignet sich eine Kombination verschiedener Versicherungen, vielleicht können Sie durch konsequentes Sparen Rücklagen für den Notfall bilden.

Prüfen Sie zusammen mit dem Makler oder Berater auch, inwieweit Sie möglicherweise schon Unfallschutz haben und ob dieser ausreicht. Verunglücken Sie auf der Arbeit, in der Universität, beim Ehrenamt oder auf dem Weg dorthin, springt beispielsweise die gesetzliche Unfallversicherung ein. Sie übernimmt Kosten für Reha und Einkommensausfall. Sie zahlt außerdem eine kleine Rente, falls Ihre Arbeitsfähigkeit langfristig beeinträchtigt ist.

Bei einigen Gewerkschaften wie Verdi und dem DGB ist im Mitgliedsbeitrag auch eine Freizeit-Unfallversicherung enthalten. Auch Mitglieder in einem Sportverein sind bei Vereinsaktivitäten in geringem Umfang abgesichert, über die Sportversicherung des jeweiligen Landessportbundes.

Folgende Makler können wir für eine solche Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung und all ihren Alternativen empfehlen:

Beratung zu BU und Alternativen

  • Erfahrungen mit Arbeitskraftabsicherung seit 2004
  • viel Erfahrung mit Risikovoranfragen
  • 44 BU-Versicherer im Angebot, 3 beratende Makler

Hoesch & Partner

Beratung zu BU und Alternativen

  • Erfahrungen mit Arbeitskraftabsicherung seit 1983
  • 8 Standorte bundesweit
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • bietet auch Honorarberatung und Nettotarife an
  • 41 BU-Versicherer im Angebot, 30 beratende Makler

Thomas Kliem

Beratung zu BU und Alternativen

  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 2001
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • bietet auch Honorarberatung und Nettotarife an
  • 50 BU-Versicherer im Angebot, ein beratender Makler

Ritzerfeld & Partner

Beratung zu BU und Alternativen

  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 1995
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • 30 BU-Versicherer im Angebot, ein beratender Makler

Blank & Partner

Beratung zu BU und Alternativen

  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 2004
  • Experte für Lehrer- und Beamtenabsicherung
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • 50 BU-Versicherer im Angebot, ein beratender Makler

Darauf müssen Sie bei der Unfallversicherung zuerst achten

Wenn Sie sich tatsächlich für eine Unfallversicherung entscheiden, dann heißt es wie bei den meisten Versicherungen: nicht kleckern, sondern klotzen! Sie sollten nicht am falschen Ende sparen und zu geringe Versicherungsleistungen vereinbaren.

Ausreichende Versicherungssumme

Die wichtigste Leistung der Unfallversicherung ist die Kapitalzahlung, wenn der Versicherte aufgrund eines Unfalls dauerhaft invalide ist. Damit die im Ernstfall ausreicht, ist es wichtig, eine angemessen hohe Versicherungssumme (auch Grundinvaliditätssumme genannt) zu wählen.

Nach einem Unfall wird je nach Schwere der gesundheitlichen Beeinträchtigung (Invalidität genannt) nur ein Teil der Versicherungssumme ausgezahlt. Geringe Beeinträchtigungen kommen häufiger vor als schwere. Deshalb sollte die Versicherung schon ab 1 Prozent Invalidität zahlen.

Welche Versicherungssumme Ihrer persönlichen Situation angemessen ist, klären Sie am besten im Rahmen der Beratung zur Unfallversicherung. Dabei gilt es drei Fragen zu beantworten:

  • Welche laufenden Kosten kämen auf mich zu, zum Beispiel durch unfallbedingten Lohnausfall oder eine Haushaltshilfe?
  • Welche einmaligen Kosten könnten entstehen, beispielsweise durch Umbauten am Haus (Treppenlift) oder durch Anschaffungen (elektrischer Rollstuhl)? Diese Kosten sehen je nach individuellem Umfeld unterschiedlich aus.
  • Welche Rücklagen und zusätzliche Absicherungen habe ich?

Wenn Sie keine Berufsunfähigkeitsversicherung haben, sollten Sie außerdem bedenken, dass das ausgezahlte Geld schlimmstenfalls bis an Ihr Lebensende reichen muss. Eine Versicherungssumme von mehreren Hunderttausend Euro ist dann durchaus sinnvoll. Ein weiterer Vorteil einer hohen Versicherungssumme: Sie bekommen bei einem geringen Invaliditätsgrad schon einen nennenswerten Geldbetrag.

Gute Leistungskurve

Wir empfehlen außerdem, eine sogenannte Progression zu vereinbaren. Die Progression sorgt dafür, dass Sie bei schweren Behinderungen ein Vielfaches der Versicherungssumme bekommen. Das ist sinnvoll, da in solchen Fällen der Kapitalbedarf oft immens ansteigt. Wir empfehlen eine Progression von 225 oder 350 Prozent.

Im Falle einer Vollinvalidität (also einem Invaliditätsgrad von 100 Prozent) würden Sie in einem Tarif mit 350 Prozent Progression das 3,5-fache der versicherten Grundsumme bekommen: Bei einer Versicherungssumme von 100.000 Euro wären das also 350.000 Euro.

Eine hohe Progression garantiert aber nicht automatisch auch die höchste Leistung. Denn in welchen Schritten die Leistung für unterschiedliche Schweregrade der Behinderung ansteigt, unterscheidet sich je nach Anbieter. Achten Sie deshalb beim Vergleich mehrerer Tarife darauf, wie viel Geld Sie bei unterschiedlichen Invaliditätsgraden bekämen. Dafür eignet sich ein Blick auf die Leistungen beim Verlust von Gehör, Fuß und Arm.

Todesfallsumme vereinbaren

Für Menschen, die ihre Hinterbliebenen für den Fall des eigenen Todes absichern wollen, ist eine Risikolebensversicherung die beste Wahl. Trotzdem ist es auch in der Unfallversicherung sinnvoll, eine Todesfallsumme zu vereinbaren, denn sie hat auch eine Funktion, wenn der Versicherte nicht stirbt.

Die Versicherung kann nach einem Unfall einen Vorschuss zahlen, wenn sicher ist, dass Beeinträchtigungen zurückbleiben, aber noch nicht klar ist, wie schwerwiegend sie sein werden. Dieser Vorschuss ist auf den Betrag begrenzt, der als Todesfallsumme im Vertrag steht. Ist keine Leistung für den Todesfall vereinbart, gibt es in der Regel auch keinen Vorschuss. Um Mehrkosten zu bewältigen, bis das Ausmaß der Behinderung feststeht, empfehlen wir eine Todesfallsumme zwischen 10.000 und 20.000 Euro.

Mehr dazu im Ratgeber Risikolebensversicherung

Annika Krempel

Expertin für Versicherungen

Sichert Hinterbliebene im Todesfall ab

  • Empfehlenswert bei Allein- oder Hauptverdienern.
  • Ein Muss bei Immobilienkrediten.
  • Die Summe richtet sich nach der individuellen Situation.

Unsere Anbieter-Empfehlung aus dem Finanztip Ratgeber:

  • Sind Sie gesund und im Beruf nicht körperlich tätig: Europa und Cosmosdirekt
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Diese Leistungen machen einen guten Tarif aus

Die Versicherungen bieten eine Unzahl von Tarifen an, die sich in vielen Leistungsmerkmalen unterscheiden. Viele davon sind schlicht Marketing-Gags der Versicherungen, um sich aus der Masse hervorzuheben und den Vermittlern Verkaufsargumente zu liefern. Die folgenden Merkmale halten wir aber für wichtig:

Gute Gliedertaxe

Auf die Gliedertaxe sollten Sie bei der Wahl eines Tarifs besonders genau achten. Denn diese bestimmt, wie viel Geld Sie bei Funktionsverlust eines bestimmten Körperteils erhalten. Das funktioniert so: Für jedes Körperteil legt die Versicherung fest, welchen Grad der Beeinträchtigung sie annimmt, falls der Kunde den entsprechenden Körperteil verliert oder gar nicht mehr benutzen kann.

Sind mehrere Körperteile durch den Unfall betroffen, werden die einzelnen Invaliditätsgrade addiert. Die Werte gelten allerdings immer nur bei vollständiger Funktionsunfähigkeit. Bei einer teilweisen Beeinträchtigung wird die Gliedertaxe nur anteilig berücksichtigt. Damit ist die Gliedertaxe zusammen mit der Progressionskurve entscheidend dafür, wie viel Geld die Versicherung auszahlt.

Ein Beispiel: Ein Kunde hat eine Versicherungssumme von 100.000 Euro vereinbart. Die Gliedertaxe seines Tarifs legt für die Hand einen Wert von 55 Prozent fest. Muss ihm nach einem Unfall tatsächlich eine Hand amputiert werden, erhält er 55.000 Euro von der Versicherung. Ist eine Progression vereinbart, bekommt er eine höhere Summe.

Die Gliedertaxe kann sich je nach Tarif erheblich unterscheiden. Zwar gibt es Empfehlungen des Versicherungsverbands GDV für die Gliedertaxe, gute Tarife leisten aber deutlich mehr. Auch Schäden an inneren Organen sind in vielen Tarifen nicht klar bemessen, sollten aber unbedingt mitversichert sein. Deshalb lohnt sich ein Vergleich.

Eine gute Orientierung bietet eine Übersicht des Analysehauses Ascore. Das Unternehmen hat die Gliedertaxe von 80 Unfall-Tarifen untersucht und ausgewertet, welche Invaliditätsgrade die Versicherungen im Mittel festschreiben. Die Gliedertaxe eines leistungsstarken Tarifs sollte mindestens die genannten Mittelwerte erreichen und sie im besten Fall übertreffen.

Vergleich der Gliedertaxe verschiedener Tarife in Prozent

Quelle: Ascore Das Scoring, GDV-Musterbedingungen (Stand: 11. August 2017)

Mitwirkung von Erkrankungen

Falls der Versicherte eine Krankheit hat, die für die gesundheitlichen Folgen eines Unfalls mitverantwortlich ist, kann die Versicherung ihre Leistung kürzen. Das wäre etwa der Fall, wenn sich jemand eine Sehne reißt, die bereits vorgeschädigt war oder ein Diabetes den Heilungsprozess verschlechtert.

Ein guter Tarif mindert die Leistung erst, wenn eine Erkrankung die Beeinträchtigung zu mindestens 50 Prozent mitverursacht hat. Einige Tarife verzichten auch ganz auf den Mitwirkungsanteil. Das kann insbesondere für Menschen mit vielen Vorerkrankungen hilfreich sein.

Darüber, ob und wie stark bestehende Krankheiten oder Vorschäden am Unfallausgang mitgewirkt haben, gibt es oft Streit. Altersbedingte Einschränkungen darf die Versicherung übrigens nicht als Argument nutzen, um weniger Geld zu zahlen.

Eigenbewegung und erhöhte Kraftanstrengung

Eigentlich definieren Versicherungen einen Unfall als ein von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis. Von Vorteil ist es, wenn der Versicherungsschutz auch bei Verletzungen durch eine eigene Bewegung oder erhöhte Kraftanstrengung greift. Dann ist der Versicherte auch geschützt, wenn er beim Fußballspielen umknickt und die Achillessehne reißt oder er sich durch schweres Heben einen Wirbel verrenkt.

Herzinfarkt, Schlaganfall und Alkohol

Gute Tarife zahlen auch, falls ein Unfall durch eine Bewusstseinsstörung ausgelöst wird. Dazu zählen neben Ohnmacht, Sekundenschlaf und epileptischen Anfällen auch Herzinfarkt und Schlaganfall. Die Versicherung sollte möglichst viele dieser Ursachen abdecken. Außerdem zahlen gute Tarife auch, wenn ein Unfall unter dem Einfluss von Alkohol oder Medikamenten passiert. Allerdings gelten in der Regel Promillegrenzen, ab denen es keinen Versicherungsschutz mehr gibt.

Infektionen und Zeckenbiss

Achten Sie darauf, dass auch Beeinträchtigungen nach Infektionen sowie nach Krankheiten durch einen Insektenstich als Unfall gelten. Dann ist etwa eine durch Zeckenbiss übertragene Borreliose versichert.

Bergungskosten und kosmetische Operationen

Viele Anbieter beteiligen sich an den Kosten für Rettungseinsätze, beispielsweise wenn der Versicherte nach einem Skiunfall mit einem Hubschrauber geborgen werden muss. Ist nach einem Unfall das Aussehen des Betroffenen dauerhaft beeinträchtigt, übernehmen viele Versicherer zudem die Kosten für kosmetische Eingriffe. Beide Optionen sollten jeweils mit mindestens 10.000 Euro dotiert sein. Bei guten Tarifen ist beides automatisch eingeschlossen.

Verlängerte Fristen

Normalerweise wird ein Gesundheitsschaden nur anerkannt, wenn er innerhalb von 15 Monaten nach dem Unfall auftritt, von einem Arzt festgestellt und der Versicherung mitgeteilt wird. Gute Tarife verlängern diese Fristen auf 18 Monate oder mehr.

Diese Zusatzleistungen brauchen Sie nicht

Im Wettbewerb um Kunden locken die Anbieter mit zahlreichen Extras, die in den Vertrag eingeschlossen werden können. Viele dieser Zusatzleistungen sind nicht wichtig und machen die Versicherung nur unnötig teuer.

Finger weg von Tarifen mit Beitragsrückgewähr

Tarife, bei denen Kunden am Ende der Laufzeit die eingezahlten Beiträge zurückbekommen, falls sie keinen Unfall haben, lohnen sich vor allem für die Versicherung. Was gut klingt, ist eine Mogelpackung: Die Beiträge sind um ein Vielfaches höher als die reiner Unfallversicherungen – und die Rendite am Ende oft unterirdisch.

Krankenhaus-Tagegeld ist überflüssig

Viele Versicherungen bieten weitere Zusatzoptionen wie ein Unfall-Krankenhaustagegeld an. Damit erhalten Versicherte eine vereinbarte Summe für jeden Tag, den sie aufgrund eines Unfalls im Krankenhaus verbringen. Genesungsgeld gibt es für die gleiche Anzahl an Tagen nach dem Krankenhausaufenthalt. Solche Extras sind unnötig. Falls Sie bei längerer Krankheit eine Versorgungslücke durch den Gehaltsausfall befürchten, sollten Sie das lieber separat durch eine Krankentagegeldversicherung absichern.

Unfallrente lieber durch Kapitalleistung selbst finanzieren

Ein häufiges Merkmal, das der Vermittler in den Vertrag packen will, ist die Unfallrente, gerade bei Kindern. Die Unfallrente wird meist erst ab einer 50-prozentigen Invalidität gezahlt, eine gute Unfallversicherung leistet hingegen schon ab 1 Prozent Invalidität. Besser und flexibler finanzieren Versicherte monatliche Auszahlungen, indem sie die von der Versicherung gezahlte Kapitalleistung nach dem Unfall zum Beispiel als Tages- oder Festgeld anlegen und sich regelmäßig selbst etwas auszahlen.

Besser keine Dynamik

Mit einer sogenannten Dynamik erhöht sich die versicherte Summe jedes Jahr um einen bestimmten Prozentsatz. Was für eine BU-Rente sinnvoll ist, gilt für die Unfallversicherung nicht: Denn Sie erhalten die Leistung auf einen Schlag, und mit dem Alter sinkt der Absicherungsbedarf in der Regel. Daher sollten Sie von Anfang an eine ausreichend hohe Versicherungssumme wählen. Fällt Ihr Bedarf mit der Zeit tatsächlich geringer aus, etwa weil Ihr Vermögen gewachsen ist, können Sie die Versicherungssumme und damit den Beitrag reduzieren.

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Wie Sie die Unfallversicherung kündigen

Bevor Sie eine bestehende Unfallversicherung kündigen, sollten Sie sicher sein, dass sie anderweitig abgesichert sind und den Vertrag nicht mehr brauchen. Lassen Sie sich dazu im Zweifel beraten. Kündigen können Sie in der Regel jährlich mit einer Frist von drei Monaten. Der Kündigungstermin ist dabei die sogenannte Hauptfälligkeit. Diese steht im Versicherungsschein und ist der Termin, an dem bei jährlicher Zahlweise der Beitrag abgebucht wird. Falls Ihr Tarif außerplanmäßig teurer wird, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht.

Wenn Sie eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr kündigen, verlieren Sie aber unter Umständen einen Teil des angesparten Kapitals. Lassen Sie sich daher etwaige Abzüge vorher vom Versicherer schriftlich ausweisen. Anstatt einen solchen Vertrag zu kündigen, können Sie prüfen, ob sich der Vertrag beitragsfrei stellen lässt. Das bedeutet, Sie zahlen nichts mehr ein und der Vertrag wird quasi stillgelegt.

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Artikel verfasst von

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Julia Rieder ist Expertin für Versicherungen und derzeit kommisarisch für das Thema Reise verantwortlich. Während ihres Volontariats bei Finanztip sammelte sie Hörfunk-Erfahrung beim Inforadio. Vorher war sie in den Redaktionen von Frontal 21, der Berliner Zeitung und dem Online-Magazin politik-digital tätig. Ihr Studium der Politikwissenschaft hat Julia Rieder an der Freien Universität Berlin mit einem Master abgeschlossen.

Private Unfallversicherung

Alle 4 Sekunden passiert in Deutschland ein Unfall – der Großteil davon in der Freizeit oder zu Hause. Dabei haben Sie keinen Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Wie gut, wenn Sie sich dann auf Ihre Absicherung bei der HUK24 verlassen können.

Unsere Leistungen

Sie können in der Unfallversicherung verschiedene Leistungen wählen:

  • Invaliditätsleistung: Schon ab 1 % Invalidität i
  • Todesfall-Leistung: Ihre Hinterbliebenen erhalten im Todesfall eine Kapitalleistung i
  • Krankenhaus-Tagegeld: Sie bekommen ein Tagegeld, wenn Sie vollstationär ins Krankenhaus müssen i
  • Rentenleistung: Ab 50 % Invalidität zahlen wir eine monatliche Rente i

Sichern Sie sich rundum ab

Tipps und Empfehlungen

Der gesetzliche Schutz ist nicht ausreichend

Die meisten Unfälle passieren ausgerechnet in der Zeit, in der der gesetzliche Unfallschutz nicht greift. Deshalb sollten Sie privat vorsorgen.

Die Beiträge zu unserer Unfallversicherung sind steuerlich absetzbar.

Wer sollte eine private Unfallversicherung abschließen?

  • Jeder sollte eine private Unfallversicherung abschließen, denn die gesetzliche Unfallversicherung schützt Sie nur im Berufsleben, nicht z. B. Zuhause, in der Freizeit, beim Sport oder im Urlaub.
  • Außerdem sind Hausfrauen und Rentner gar nicht gesetzlich unfallversichert.
  • Kinder sind lediglich in der Schule bzw. im Kindergarten sowie auf dem Weg dorthin und zurück geschützt – allerdings mit sehr niedrigen Leistungen. Für sie bieten wir eine spezielle Kinderunfallversicherung an.

Was leistet die private Unfallversicherung?

Was ist die Unfallrente in der Unfallversicherung?

Sie können im Rahmen unserer Unfallversicherung eine Unfallrente zwischen 250 € und 2.000 € abschließen.

Sie erhalten die vereinbarte Rente ab einem Invaliditätsgrad von 50 %. Wir zahlen die Unfallrente monatlich im Voraus, ab Beginn des Monats, in dem sich der Unfall ereignet hat.

Wir zahlen die Unfallrente längstens bis zum Ende des Monats, in dem:

  • Die versicherte Person stirbt
  • Eine Neubemessung einen Invaliditätsgrad unter 50 % ergeben hat

Was ist das Krankenhaustagegeld?

Oft ist nach einem Unfall eine vollstationäre Krankenhausbehandlung notwendig. Dann zahlen wir Ihnen, bis zu drei Jahre lang, für jeden Kalendertag das vereinbarte Krankenhaustagegeld.

Wir zahlen das doppelte Krankenhaustagegeld, wenn sich:

  • Der Unfall im Ausland ereignet hat – Die Verdoppelung zahlen wir für jeden Tag, an dem die versicherte Person dort unmittelbar vollstationär behandelt wurde, längstens für vier Wochen.
  • Die versicherte Person aufgrund des Unfalls im Koma befand – Die Verdoppelung zahlen wir für jeden Tag, an dem die versicherte Person im (natürlichen oder künstlichen) Koma lag, längstens für drei Monate.

Liegen beide Voraussetzungen gleichzeitig vor, nehmen wir nur eine Verdoppelung vor.

Was ist die Todesfallleistung in der Unfallversicherung?

Stirbt der Versicherte innerhalb eines Jahres an den Unfallfolgen, zahlen wir die vereinbarte Todesfallleistung aus. So können Sie Ihre Hinterbliebenen absichern.

Die höchstversicherte Todesfallsumme beträgt für Erwachsene 100.000 €, für Kinder 10.000 €. Wird ein Kind durch den Unfall zur Vollwaise, verdoppeln wir die Todesfallleistung der Eltern. Dabei spielt es keine Rolle, ob beide Eltern bei dem Unfall zeitgleich ums Leben kommen, oder ob der einzige noch vorhandene Elternteil stirbt.

Was ist die Invaliditätsleistung in der Unfallversicherung?

Invalidität liegt vor, wenn die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit unfallbedingt dauerhaft beeinträchtigt ist.

Sie erhalten eine Kapitalzahlung als Invaliditätsleistung bereits ab 1 % Invalidität. Die Höhe hängt von der Versicherungssumme und dem Grad der unfallbedingten Invalidität ab. Der Invaliditätsgrad wird, wenn möglich, nach der sogenannten Gliedertaxe (A 3.2.2 AUB) ermittelt.

Welche Versicherungssumme sollte ich wählen?

Damit Sie in jedem Fall optimal versichert sind, empfehlen wir Ihnen eine ausreichend hohe Auswahl der Invaliditätssumme. Wir empfehlen Ihnen das dreifache Ihres Bruttojahreseinkommens als Versicherungssumme zu wählen.

  • Weltweiter Schutz rund um die Uhr
  • Inklusivleistungen: Wir leisten beispielsweise auch bei Unfällen durch Schlaganfall oder Herzinfarkt, bei Vergiftungen (z. B. durch Nahrungsmittel oder Einatmen von Gasen und Dämpfen), bei Infektionen (z. B. durch Zeckenbiss) sowie bei Muskel-, Sehnen-, Bänder- oder Kapselrissen an Gliedmaßen oder Wirbelsäule durch eine erhöhte Kraftanstrengung.
  • Sofortleistung: Wir zahlen Ihnen eine Sofortleistung von 10.000 € bei bestimmten Verletzungen, z. B. wenn Sie eine Hand verlieren.
  • Kosmetische Operationen: Kosten bis 10.000 € übernehmen wir, wenn aufgrund eines Unfalls kosmetische Operationen nötig werden.
  • Reha-Beihilfe: Wir zahlen 2.500 € Beihilfe bei Reha-Maßnahmen.
  • Serviceleistungen: Wir ersetzen Kosten für Serviceleistungen bis 20.000 €, z. B. für Bergungseinsätze nach einem Unfall.
  • Leistungsplus durch Progression: Bei Unfällen mit besonders schweren Folgen ist oft eine besonders hohe finanzielle Unterstützung nötig, um sich auf die veränderte Lebenssituation einstellen zu können. Daher ist es sinnvoll, eine Progression für die private Unfallversicherung abzuschließen. Durch die Progression steigt die Invaliditätsleistung bei höherem Invaliditätsgrad überproportional an. i

Leistungsplus durch Progression

Beispiel: Versicherungssumme 50.000 €

Bis zu 25 % Invalidität entspricht die Versicherungsleistung dem Grad der Invalidität. Dann steigt sie je nach vereinbarter Progressionstaffel überproportional an.

Bei einem Invaliditätsgrad von z. B. 100 % (Vollinvalidität) und einer vereinbarten Invaliditätssumme von 50.000 € erhalten Sie bei einer Progression von:

  • 1000 % eine Invaliditätsleistung von 500.000 €
  • 500 % eine Invaliditätsleistung von 250.000 €
  • 225 % eine Invaliditätsleistung von 112.500 €
  • 0 % eine Invaliditätsleistung von 50.000 €.

Wofür übernimmt die Unfallversicherung die Kosten?

Wir stehen Ihnen nach einem Unfall mit hilfreichen Informationen sowie Unterstützungsmaßnahmen zur Seite.

Und wir übernehmen insgesamt bis 10.000 € die Kosten für z.B.:

  • Such-, Rettungs- und Bergungsmaßnahmen
  • Information über die Möglichkeit ärztlicher Versorgung
  • ärztlich angeordneter Transport ins Krankenhaus / Spezialklinik
  • Rücktransport zum Wohnsitz, soweit dieser ärztlich angeordnet oder nach der Art der Verletzung unvermeidbar ist
  • Rückkehr mitreisender Verwandter bei Auslandsunfällen
  • Überführung an den letzten ständigen Wohnsitz bei Unfalltod (wahlweise auch Erstattung der Bestattungskosten bei Unfalltod im Ausland)

In der Unfallversicherung sind gewisse Risiken vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Sie sind zum einen unter A 2.5 der Bedingungen für die Unfallversicherung (AUB) aufgeführt. Zum anderen ergeben sie sich aus den Grenzen des Unfallbegriffes (A 2.1 bzw. A 2.2 AUB).

Ausgeschlossen sind danach z.B.:

  • Unfälle, die bei vorsätzlicher Ausführung einer Straftat passieren,
  • Unfälle bei der Teilnahme an Rennfahrten mit Kraftfahrzeugen oder
  • Unfälle durch Kernenergie

Welche Berufe versichert die Unfallversicherung nicht?

Bei Abschluss Ihrer privaten Unfallversicherung bitten wir Sie um die Angabe Ihrer aktuellen Tätigkeit. Maßgebend ist die tatsächlich ausgeübte berufliche Tätigkeit. Der erlernte Beruf spielt keine Rolle.

Wenn Sie sich in einer Ausbildung befinden, dann stufen Sie sich bitte nach dem Ausbildungsberuf ein.

  • Sprengpersonal (einschließlich Munitionssuche und -räumung)
  • Taucher
  • Berufs-, Vertrags- und Lizenzsportler

Wo und wann gilt die Unfallversicherung?

Die HUK24-Unfallversicherung gilt auf der ganzen Welt, rund um die Uhr in allen üblichen Lebensbereichen, z.B.:

Versicherungsschutz besteht nicht nur für unverschuldete Unfälle. Sie sind auch bei Unfällen geschützt, die Sie durch eigene Fahrlässigkeit erleiden.

Unfall PLUS

Der Zusatzbaustein Unfall PLUS kann in Verbindung mit der Invaliditätsleistung gewählt werden und enthält folgende Leistungen:

  • Erhöhte Kostenübernahme für Serviceleistungen (z. B. Bergungseinsätze) bis zu 50.000 €
  • Behindertengerechter Umbau von Wohnung und Kraftfahrzeug – inklusive Beratung, Organisation und Kostenübernahme bis zu 20.000 €
  • Bei Oberschenkelhalsbruch und anderen Knochenbrüchen Sofortzahlung bis zu 1.500 €
  • Verdoppelung der Kostenübernahme für kosmetische Operationen auf 20.000 €
  • Verdoppelung der Reha-Beihilfe auf 5.000 €

Außerdem kann eine um 20 % verbesserte Gliedertaxe für die Invaliditätsleistung gewählt werden.

Unfall-Schutzbrief

Ein Unfall geschieht und Sie brauchen Hilfe: Unser Schutzbrief hilft, den Alltag neu zu organisieren. In dieser Phase bietet er sinnvolle Hilfs-, Beratungs- und Pflegeleistungen:

  • Menüservice, Wohnungsreinigung, Wäscheservice, Erledigung von Einkäufen und Besorgungen
  • Vorschlag eines Hausmeisterdienstes, z. B. für Gartenarbeiten, Räum- und Streudienst
  • Begleitung z. B. bei Arzt- und Behördengängen
  • Hausnotruf, Medikamentenanlieferung
  • Betreuung und Versorgung Ihrer Kinder
  • Unterbringung von Haustieren
  • Beratung zu medizinischen Fragen, zu Reha, Pflege und Hilfsmittelversorgung
  • Tag- und Nachtwache
  • Grundpflege des Versicherten bis zu 9 Monaten, Information über die gesetzliche Pflegeversicherung und Beratung zu Hilfsmitteln sowie Pflegeschulung für Angehörige
  • Vermittlung von Pflegehilfsmitteln

Das könnte Sie auch interessieren: Die gesetzliche Erwerbsunfähigkeitsrente wird nur noch in wenigen Fällen gezahlt und reicht auch dann meist nicht aus. Unsere Berufsunfähigkeitsversicherung sichert Sie gegen dieses Armutsrisiko durch eine monatliche Rentenzahlung ab – egal ob Sie durch einen Unfall oder Krankheit berufsunfähig werden.

Information

Unsere Hausratversicherung mit täglichem Kündigungsrecht.

Unfallversicherung

Egal ob Sie beim Putzen stürzen oder beim Heimwerken von der Leiter fallen: Ein Unfall ist schnell geschehen und kann schlimmstenfalls lebenslange gesundheitliche und finanzielle Folgen haben.

Mehr als zwei Drittel aller Unfälle geschehen im Haushalt und in der Freizeit. Hier sind Sie nicht über die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Denn diese leistet nur bei Unfällen in Arbeit, Schule, Uni sowie auf den Hin- und Heimwegen.

Um rundum gegen die Risiken eines Unfalls abgesichert zu sein, sollten Sie eine zusätzliche private Unfallversicherung abschließen. Der private Unfallschutz steht Ihnen bei schwerwiegenden Unfällen finanziell zur Seite. Die Kapitalzahlung der vereinbarten Summe kann einen möglichen Lohnausfall kompensieren oder teure Reha-Maßnahmen finanzieren. Geleistet wird übrigens nicht nur bei Unfällen im privaten Bereich, sondern auch bei Arbeitsunfällen. In letzterem Fall beziehen Sie Leistungen von der privaten sowie der gesetzlichen Unfallversicherung.

Was ist eine private Unfallversicherung?

Eine private Unfallversicherung sichert Sie gegen die finanziellen Folgen eines schwerwiegenden Unfalls ab. Geboten wird ein weltweiter Versicherungsschutz – und das rund um die Uhr. Abhängig von der Schwere des Unfalls können Sie mit der von der Versicherung ausgezahlten Summe zum Beispiel Krankenhausaufenthalte, Arztkosten und bei Bedarf den behindertengerechten Umbau Ihres Zuhauses bezahlen.

Auf Wunsch können Sie verschiedene Zusatzleistungen in Ihren Versicherungsschutz einschließen – zum Beispiel ein Krankenhaustagegeld, eine Todesfallsumme oder eine monatliche Unfallrente. Je nach Tarif werden auch Bergungskosten übernommen sowie die Kosten für kosmetische Operationen infolge des Unfalls.

Für wen ist eine private Unfallversicherung sinnvoll?

Eine private Unfallversicherung ist für jeden sinnvoll. Sie schließt die Lücke zum gesetzlichen Unfallschutz und schützt vor hohen finanziellen Belastungen. Dies ist wichtig, da sich über 70 Prozent der Unfälle in der Freizeit ereignen und somit nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung fallen.

Vor allem für Familien und Kinder, die viel im In- und Ausland unterwegs sind, ist der Abschluss einer privaten Unfallversicherung wichtig. Das gilt auch für begeisterte Taucher und Personen mit anderen gefährlichen Hobbies, wie beispielsweise Motorrad- oder Rennradfahrer.

Zudem sollten sich auch Personengruppen, die überhaupt keinen gesetzlichen Unfallschutz genießen, privat absichern. Dazu zählen etwa Selbstständige und Freiberufler sowie Rentner und nicht erwerbstätige Menschen, die zu Hause ihre Kinder betreuen.

Wie hoch sollen die Invaliditätssumme und die Progression gewählt sein?

Die Invaliditätssumme – auch Grundsumme oder Versicherungssumme genannt – und der Progressionsfaktor bestimmen den Betrag, der Ihnen im Falle einer Invalidität ausbezahlt wird. Die tatsächliche Auszahlungssumme hängt wiederum von Ihrem Invaliditätsgrad ab, der in der sogenannten Gliedertaxe geregelt ist.

Achten Sie in jedem Fall darauf, dass die Invaliditätssumme ausreichend hoch gewählt ist. Als Invaliditätssumme empfehlen wir das Dreifache Ihres Bruttojahreseinkommens.

Der Progressionsfaktor bestimmt, das Wievielfache der Invaliditätssumme Ihnen im Versicherungsfall ausbezahlt wird. Dabei können Sie nach Belieben zwischen 225 Prozent, 350 Prozent und 500 Prozent wählen. Wir empfehlen eine Progression von mindestens 225 Prozent.

Wie kann ich meine bestehende Unfallversicherung wechseln?

Ihre private Unfallversicherung wechseln können Sie ganz einfach in drei Schritten:

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Gibt es spezielle Tarife für Kinder oder Familien?

Sowohl einzelne Personen als auch Personengruppen können mit einer privaten Unfallversicherung individuell versichert werden. Gerade Kinder haben aufgrund ihres Erkundungsdrangs und ihrer Unerfahrenheit oft ein erhöhtes Unfallrisiko. Um Ihren Nachwuchs abzusichern, können Sie eine eigene Unfallversicherung für Kinder abschließen. Möchten Sie zusätzlich auch sich selbst und Ihren Partner absichern, ist eine Familienunfallversicherung eine gute Option. Für Personen in fortgeschrittenem Alter werden spezielle Tarife für Senioren angeboten, die auf deren Bedürfnisse abgestimmt sind.

Gibt es Tarife für unterschiedliche Berufe?

Beim Abschluss einer privaten Unfallversicherung ist die genaue Angabe Ihres Berufs erforderlich für die Beitragsberechnung. Zur Risikoberechnung wird zwischen zwei Berufsgruppen unterschieden:

Für bestimmte risikoreiche Berufe bieten manche Versicherer auch spezielle Tarife an.

Unabhängig von Ihrem Beruf empfehlen wir einen Progressionsfaktor von mindestens 225 Prozent, damit Sie ausreichend abgesichert sind.

Da die private wie auch die gesetzliche Unfallversicherung nur bei Gesundheitsschäden infolge von Unfällen leistet, ist es sinnvoll, sich für den Fall einer Berufsunfähigkeit – zum Beispiel infolge einer schweren Krankheit – mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung abzusichern.

Wichtig bei der Tarifauswahl einer privaten Unfallversicherung

Wer eine private Unfallversicherung abschließt, ist bei schwerwiegenden Unfällen rundum abgesichert – sowohl im privaten Bereich als auch bei Arbeitsunfällen. Bei der Tarifwahl sollten Sie folgende Punkte beachten:

Grundsumme

Die Grundsumme – auch Versicherungssumme oder Invaliditätssumme genannt – ist die Berechnungsgrundlage für die Einmalzahlung im Schadensfall. Wir empfehlen als Grundsumme mindestens das Dreifache Ihres Bruttojahreseinkommens.

Wie hoch die Invaliditätsleistung nach einem schwerwiegenden Unfall bei einer Teil- oder Vollinvalidität tatsächlich ausfällt, hängt daneben auch von der Gliedertaxe, dem Invaliditätsgrad und der gewählten Progression ab.

Progression

Die Progression legt fest, das Wievielfache der Grundsumme Sie im Versicherungsfall ausbezahlt bekommen. Sie können nach Belieben zwischen 225 Prozent, 350 Prozent und 500 Prozent wählen. Unsere Empfehlung ist eine Progression von mindestens 225 Prozent.

Ein Beispiel: Sie haben als Grundsumme 100.000 Euro gewählt und als Progressionsfaktor 225 Prozent. Bei einer Vollinvalidität würden Sie 225.000 Euro von der Versicherung ausgezahlt bekommen.

Lebenslange monatliche Unfallrente

Auf Wunsch können Sie beim Vertragsabschluss eine monatliche Unfallrente vereinbaren. Dann zahlt Ihre private Unfallversicherung nach einem schwerwiegenden Unfall zusätzlich zur einmaligen Auszahlungssumme monatlich eine Rente in der vereinbarten Höhe aus. Voraussetzung für die Auszahlung ist ein Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent.

Wir empfehlen die monatliche Unfallrente, wenn Sie nicht bereits anderweitig – zum Beispiel durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung – ausreichend abgesichert sind.

Todesfallsumme

Ebenfalls optional können Sie eine Todesfallsumme in den Schutz Ihrer privaten Unfallversicherung einschließen. Die Todesfallleistung wird bei einem Unfalltod an Ihre Angehörigen ausbezahlt. Damit die Bestattungskosten abgedeckt sind, empfehlen wir eine Todesfallsumme von mindestens 5.000 Euro.

Krankenhaustagegeld pro Tag

Auf Wunsch können Sie auch ein Krankenhaustagegeld vereinbaren. Dieses wird für jeden Tag gezahlt, den Sie unfallbedingt im Krankenhaus verbringen. Hierbei können Sie zwischen 10 und 50 Euro pro Tag wählen.

Das Krankenhaustage- und Genesungsgeld können Sie nach Belieben verwenden, zum Beispiel für die Zuzahlung für den Krankenhausaufenthalt und Medikamente.

Mögliche Zusatzleistungen

Je nach Tarif können verschiedene Zusatzleistungen in Ihrer privaten Unfallversicherung enthalten sein:

  • Bergung und Transport
  • Kosmetische Operationen
  • Zahnbehandlung und Zahnersatz
  • Auszahlung bei Impfschäden

Unterstützung durch die Unfallversicherung: Kosten nach einem Unfall

Auch wenn man nicht davon ausgehen möchte – manche Unfälle haben schlimme Folgen. Stellen Sie sich vor, Sie fallen bei leichten Malerarbeiten von der Leiter, verletzen sich an der Wirbelsäule und sind plötzlich auf einen Rollstuhl angewiesen. Umbaumaßnahmen Ihrer Wohnung werden notwendig, die mit hohen Kosten verbunden sind. In so einem Fall unterstützt Sie eine private Unfallversicherung.

Anhand anschaulicher Grafiken wollen wir Ihnen erklären, welche Kosten auf Sie zukommen können. Wir haben hierfür das Beispiel einer Vier-Zimmer-Wohnung gewählt. Aber: Unsere Angaben dienen lediglich als Orientierungsrahmen, da verschiedene Faktoren die Höhe der Ausgaben beinflussen können. Solche Faktoren können beispielsweise die beauftragten Unternehmen, die konkreten Umbaumaßnahmen oder auch der individuelle Schnitt der Wohnung sein.

Private Unfallversicherung Vergleich

Um die richtige Unfallversicherung für Ihre Bedürfnisse zu finden, lohnt sich der Unfallversicherung Vergleich bei CHECK24. Sie legen den gewünschten Versicherungsumfang in wenigen Momenten fest, der Rechner für Unfallversicherungen ermittelt anschließend aus über 160 Tarifvarianten die passenden Angebote für Sie. So können Sie nicht nur bis zu 79 Prozent sparen, auch zeitraubende Telefonate mit Versicherungsvertretern sowie Besuche bei Maklern sind Schnee von gestern.

Unsere Unfallversicherungen zeichnen sich durch leistungsstarke Tarife aus und bestechen dabei ebenfalls mit niedrigen Prämien. Bereits ein geringer monatlicher Beitrag schützt Sie – und bei Bedarf Ihre gesamte Familie – zuverlässig und umfassend vor möglichen gravierenden finanziellen Folgen eines Unfalls. Der Vergleichsservice ist dabei vollkommen kostenlos und unverbindlich.

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TÜV Service „sehr gut”

CHECK24 darf sich im TÜV Service Test 2016 erneut über die Note „sehr gut” freuen. Nachdem unser Service bereits 2012 und 2014 mit „sehr gut” ausgezeichnet wurde, erhielten wir beim aktuellen Service Test wieder die Bestnote. Besonders die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft unserer Mitarbeiter wurden von unseren Kunden sehr hoch bewertet.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Mo. bis So. 8:00 – 20:00 Uhr

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Источники: http://www.finanztip.de/unfallversicherung/, http://www.huk24.de/versicherungen/unfall/unfallversicherung.jsp, http://www.check24.de/unfallversicherung/

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