Todesfall versicherung

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Risikolebensversicherung

In Deutschland verliert im Schnitt in jeder Schulklasse ein Kind noch vor seinem Schulabschluss einen Elternteil. Die betroffene Familie braucht nach dem Todesfall durchschnittlich rund 250.000 Euro, um den Verlust des Einkommens ausgleichen zu können.

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Haben Sie Menschen, die Ihnen besonders am Herzen liegen – wie etwa Lebenspartner, Kinder oder auch Geschäftspartner?
  • Sind diese Menschen finanziell von Ihnen abhängig, weil Sie etwa der Hauptverdiener der Familie sind?
  • Möchten Sie sicherstellen, dass Ihre Angehörigen keine finanziellen Sorgen haben, falls Ihnen etwas zustoßen sollte?

Dann sollten Sie mit einer Risikolebensversicherung (RLV) für den Fall der Fälle vorsorgen. Denn diese gibt Ihren Angehörigen den notwendigen finanziellen Schutz: Falls Sie sterben sollten, wird eine festgelegte Summe an Ihre Hinterbliebenen ausgezahlt. Damit können Sie als Familie beruhigt in die Zukunft blicken – und das für einen vergleichsweise geringen Beitrag.

Risikolebensversicherung Vergleich

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Ein Angestellter, der 250.000 Euro für einen Zeitraum von 15 Jahren absichert, zahlt beim günstigsten Anbieter 52,20 Euro pro Jahr und beim teuersten Anbieter 139,76 Euro pro Jahr – eine mögliche Ersparnis von rund 60 Prozent (Quelle: CHECK24-Risikolebensversicherungsvergleich 11/2017, versicherte Person: 25 Jahre alt, Bürokaufmann-/-frau, Nichtraucher, keine besonderen Risiken).

Wichtige Informationen zur Risikolebensversicherung

Wer sollte eine Risikolebensversicherung abschließen?

Eine Risikolebensversicherung ist vor allem für Familien mit kleinen Kindern wichtig. Denn die staatlichen Leistungen in Form von Witwen- oder Witwerrente sowie Halbwaisenrente reichen im Ernstfall nicht aus, um den Wegfall eines Einkommens auszugleichen und den bisherigen Lebensstandard zu halten. Daher sollte auf jeden Fall der Hauptverdiener einer Familie eine Risikolebensversicherung abschließen, damit die Hinterbliebenen im Falle seines Todes ausreichend finanziell abgesichert sind.

Aber selbst wenn sich ein Elternteil ausschließlich um die Erziehung der Kinder kümmert, ist ein Todesfallschutz zu empfehlen. Verstirbt der Vater oder die Mutter durch eine schwere Krankheit oder einen Unfall, müsste nämlich der Partner eine kostspielige Kinderbetreuung organisieren oder seine Arbeitszeit reduzieren – ohne Versicherungsschutz droht hier eine Versorgungslücke.

Tipp: Mit einer Risikolebensversicherung können sich auch Geschäftspartner – etwa die Partner einer Anwaltskanzlei – gegenseitig absichern.

Wann lohnt sich ein Wechsel der Risikolebensversicherung?

Vor allem wenn sich Ihre Lebenssituation geändert hat, sollten Sie Ihren Hinterbliebenenschutz überprüfen – etwa nach einer Heirat oder der Geburt eines Kindes.

Reicht die Versicherungssumme Ihres Vertrags immer noch aus, damit Ihre Angehörigen im Fall der Fälle finanziell abgesichert sind?

Hierbei sollten Sie prüfen, ob sich ein Wechsel des Anbieters für Sie lohnt. Oft ist es möglich, die gewünschte Versicherungssumme zu deutlich günstigeren Beiträgen abzusichern als bei Ihrem bestehenden Vertrag. Dazu sollten Sie mehrere Tarife miteinander vergleichen.

Ganz einfach geht dies mit dem Schnell-Check von CHECK24: Unsere Experten überprüfen für Sie gerne kostenlos und unverbindlich, ob sich ein Wechsel für Sie persönlich rechnet. Haben Sie eine günstige Versicherung gefunden, können Sie Ihren alten Vertrag kündigen – in der Regel zum Ende eines Zahlungszeitraums, also bei monatlichen Beiträgen mit einer Frist von einem Monat.

Tipp: Kündigen Sie Ihre bestehende Risikolebensversicherung erst, wenn Sie einen neuen Vertrag abgeschlossen haben. Damit stellen Sie sicher, dass Sie jederzeit über einen Todesfallschutz verfügen und keine Lücke in Ihrem Versicherungsschutz entsteht.

Welche Todesfallsumme und Vertragslaufzeit sollte man zur Familienabsicherung wählen?

Die Todesfallsumme der Versicherung sollte so hoch sein, dass die Angehörigen ihren Lebensstandard halten können. Als Faustformel empfehlen Verbraucherschützer, das drei- bis fünffache Brutto-Jahreseinkommen als Hinterbliebenenabsicherung zu vereinbaren.

Ein Beispiel: Verdient ein Angestellter im Jahr 48.000 Euro brutto, sollte die Versicherung im Todesfall mindestens eine Summe von 144.000 Euro auszahlen. Dies ist allerdings nur ein grober Richtwert. Wie viel Geld Ihre Angehörigen im Todesfall tatsächlich benötigen, hängt ganz von Ihrer persönlichen Situation ab.

Die Vertragslaufzeit sollte dabei ausreichend lang gewählt sein, um Ihre Hinterbliebenen abzusichern. Eltern sollten die Vertragslaufzeit so lange wählen, bis die Kinder ihre Ausbildung oder ihr Studium abgeschlossen haben und finanziell auf eigenen Beinen stehen. In der Regel sollte daher eine Risikolebensversicherung zur Familienabsicherung so lange laufen, bis das jüngste Kind 25 Jahre alt ist.

Tipp: Wählen Sie im Zweifel eine längere Laufzeit. Sie können den Vertrag zum Ende eines Zahlungszeitraums (zum Beispiel monatlich) kündigen oder beitragsfrei stellen. Eine Verlängerung des Vertrags ist hingegen meist nicht möglich.

Wie sichert man ein Darlehen mit einer Risikolebensversicherung ab?

Alternativ kann eine Risikolebensversicherung als Restschuldversicherung genutzt werden, um einen Immobilienkredit abzusichern. Hierbei sollte die Todesfallsumme so hoch sein wie die ausstehende Restschuld.

Denken Sie daran, dass die Bank bei einer vorzeitigen Rückzahlung des Darlehens eine Gebühr verlangt – eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung. Daher sollte die Versicherungssumme um diesen Betrag erhöht werden. Als Faustformel gilt, dass Sie auf die Darlehenssumme zehn Prozent aufschlagen sollten. Bei einem Kredit von beispielsweise 150.000 Euro wären das 15.000 Euro zusätzlich.

Damit stellen Sie sicher, dass Ihre Angehörigen das Darlehen komplett zurückzahlen können – eine optimale Todesfallabsicherung für Ihren Partner oder Ihre Kinder.

Um einen Immobilienkredit abzusichern, können Sie auch eine Risikoversicherung mit annuitätisch fallender Summe wählen. Bei solchen Verträgen sinkt die Versicherungssumme jedes Jahr ungefähr so schnell wie die noch zu zahlende Restschuld. Daher sind solche Verträge mitunter günstiger. Überprüfen Sie aber, ob ein solcher Vertrag wirklich günstiger ist als eine Versicherung mit konstanter Versicherungssumme.

Tipp: Schließen Sie im Zweifel lieber eine Risikolebensversicherung mit konstanter Todesfallsumme ab. Dann steht für die gesamte Vertragslaufzeit fest, welche Summe die Versicherung im Todesfall auszahlt.

Was kostet eine Risikolebensversicherung?

Die Versicherungsbeiträge einer Risikolebensversicherung hängen zunächst von der Versicherungssumme und Laufzeit des Vertrags ab. Es gilt: Je höher die Versicherungssumme und je länger die Laufzeit ist, umso höher sind die Beiträge. Daneben bestimmen vor allem das Alter und der Gesundheitszustand die Höhe der Beiträge. Vor dem Abschluss einer Risikolebensversicherung müssen Sie eine Risikoprüfung durchlaufen und Gesundheitsfragen beantworten. Eine Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung gibt es nicht.

Wer gesundheitliche Probleme oder Vorerkrankungen hat, die sich auf das Sterberisiko auswirken, muss hier mit Risikozuschlägen rechnen. Auch Raucher müssen einen Zuschlag zahlen. Einen höheren Versicherungsbeitrag verlangen die Versicherer zudem bei gefährlichen Hobbys – wie etwa Bergsteigen oder Tauchen – sowie bei Berufen mit einem erhöhten Todesfallrisiko.

Wer erhält die Todesfallsumme und fallen Steuern darauf an?

Verstirbt die versicherte Person, wird die vereinbarte Versicherungssumme an die bezugsberechtige Person ausgezahlt. Dies muss nicht zwangsläufig der Versicherungsnehmer sein – also derjenige, der den Vertrag abschließt. Um das Bezugsrecht zu bestimmen, informiert der Versicherungsnehmer die Versicherung bei Vertragsabschluss, wer das Geld im Todesfall erhalten soll. Das Bezugsrecht lässt sich in der Regel auch nach Vertragsabschluss noch ändern – beispielsweise, wenn nach einer Scheidung der neue Partner abgesichert werden soll.

Verheiratete Paare haben in der Regel bei Auszahlung der Todesfallsumme kaum Probleme mit der Erbschaftssteuer: Ehepartner können jeweils 500.000 Euro steuerfrei erben, jedes Kind 400.000 Euro. Bei unverheirateten Paaren hat jeder Partner jedoch nur einen Freibetrag von 20.000 Euro.

Daher ist es gerade für unverheiratete Partner, die sich gegenseitig absichern wollen, sinnvoll, die Verträge „über Kreuz“ abzuschließen. Damit verhindern sie, dass auf die Versicherungssumme Erbschaftssteuer zu zahlen ist. Dazu schließt etwa der Mann einen Vertrag ab, der seine Frau versichert. Der Mann ist hier Versicherungsnehmer und Bezugsberechtigter, seine Frau die versicherte Person. Sollte sie sterben, erhält der Mann als Versicherungsnehmer die Todesfallleistung steuerfrei. Die Frau wiederum schließt einen Vertrag auf das Leben des Mannes ab.

Welche Varianten der Risikolebensversicherung gibt es?

Die Risikolebensversicherung zahlt im Todesfall grundsätzlich eine feste Summe aus – etwa 120.000 Euro. Es gibt jedoch auch Verträge, bei denen die Versicherungssumme im Laufe der Zeit sinkt. Hier sehen Sie die drei Varianten der Risikolebensversicherung im Überblick:

Konstant: Bleibt während der Vertragslaufzeit immer gleich. Linear fallend: Sinkt jedes Jahr um einen festgelegten Prozentwert. Annuitätisch fallend: Sinkt jedes Jahr in etwa so schnell wie die Restschuld eines Immobilienkredites.

Zusatzleistungen bei einer Risikolebensversicherung

Nachversicherungsgarantie

Viele Risikolebensversicherungen bieten zusätzliche Leistungen. So beinhalten die meisten Verträge eine Nachversicherungs­garantie. Damit können Sie Ihre Versicherungssumme bei bestimmten Ereig­nissen nachträglich erhöhen – etwa bei der Geburt eines Kindes, beim Kauf einer Immobilie oder nach Abschluss einer Ausbild­ung. Mit einer Nachversicherungsgaran­tie können Sie die Versicherungssumme allerdings nur begrenzt erhöhen – je nach Tarif zum Beispiel um 30.000 Euro.

Verlängerungsoption

Bietet die Versicherung eine Verlängerungsoption, können Sie die Versicherungsdauer zudem in den ersten Jahren erhöhen. Bei Tarifen mit einer vorgezogenen Todesfallleistung leistet der Versicherer die Auszahlung nach einer schwe­ren Krankheit auch schon vor dem Tod. Hierzu muss ein Arzt meist eine verbleiben­de Lebenserwartung von weniger als zwölf Monaten diagnostizieren.

Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit

Sie haben oft auch die Möglichkeit, bei der Risikolebensversicherung eine Beitrags­befreiung für den Fall einer Berufsunfähigkeit zu vereinbaren. Sollten Sie nach einem Unfall oder einer Krankheit berufsunfähig werden und Ihren Beruf nicht mehr ausüben können, müssen Sie die Versicherungsbeiträge nicht mehr zahlen. Trotzdem genießen Ihre Angehörigen dann weiterhin den vollen Versicherungsschutz und würden im Todesfall die vereinbarte Summe erhalten.

Persönliche Beratung durch unsere Spezialisten

Wir beraten Sie auf Wunsch von Anfang an persönlich: Unsere ausgebildeten Spezialisten für den Bereich Risikolebensversicherung ermitteln zusammen mit Ihnen, welchen Umfang Ihr Versicherungsschutz haben sollte. Haben Sie gefährliche Hobbys – wie etwa Tauchen oder Fallschirmspringen – oder arbeiten Sie in einem riskanten Beruf? Wir finden für Sie heraus, welche Gesellschaft Ihren gewünschten Versicherungsschutz möglichst günstig anbietet – für Sie ganz bequem und ohne zusätzlichen Aufwand.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Unsere speziell geschulten Kundenberater helfen Ihnen gerne weiter – an sieben Tagen die Woche, von 8 bis 20 Uhr.

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Versicherungen im Todesfall

Ein Todesfall in der Familie ist stets eine emotionale Ausnahmesituation. Hinzu kommt die finanzielle Belastung durch die Beerdigungskosten. War der Verstorbene Hauptverdiener der Familie, kann ein Todesfall schnell die Existenz bedrohen.

  • die Krankenversicherung und die Privathaftpflichtversicherung im Todesfall automatisch enden.
  • die Kfz-Versicherung sich im Todesfall auf den Erben überträgt.
  • die Sterbegeldversicherung und die Todesfallleistung der Unfallversicherung die Bestattungskosten decken.
  • die Kapitallebensversicherung und die Risikolebensversicherung Ihre Familie über die Bestattungskosten hinaus umfassend absichern.

Versicherungen kündigen nach dem Todesfall

Bei einem Trauerfall in der Familie ist es nicht leicht, sich mit Formalitäten wie Versicherungsleistungen auseinanderzusetzen. Für den Anspruch auf Auszahlung ist es trotzdem sehr wichtig.

Die folgenden personenbezogenen Versicherungen enden automatisch mit dem Ableben des Versicherten. Bei diesen Versicherungen müssen Sie aber die Meldefrist des Todesfalls beachten.

Die Meldefrist der Unfallversicherung liegt bei 48 Stunden. In dieser Zeit überprüft die Versicherung die Todesursache, ggf. durch eine Obduktion. So wird ermittelt, ob tatsächlich ein Unfall zum Tod führte.

  • Es reicht aus, den Verstorbenen abzumelden und seine Versicherungskarte abzugeben.
  • Wenn Sie über den Verstorbenen mitversichert waren, können Sie den Vertrag weiterführen. Dazu müssen Sie sich innerhalb von 2 Monaten bei der Versicherung melden.
  • Anteilig gezahlte Beiträge werden erstattet.

  • Gezahlte Beiträge werden anteilig erstattet.
  • Umgehende Meldung wird empfohlen: Die Rückzahlung des Jahresbeitrags wird ab dem Tag der Meldung berechnet.
  • Sind Sie als Familienmitglied mitversichert, besteht der Versicherungsschutz noch bis zur nächsten Beitragszahlung. Die Versicherung wird automatisch fortgeführt, wenn Sie weiter zahlen.

  • Versicherungsschutz besteht bis maximal 2 Monate nach dem Tod.
  • Die Erben müssen den Vertrag nicht kündigen.
  • Er läuft weiter, wenn die Erben Haus oder Wohnung übernehmen.
  • Der Jahresbeitrag wird anteilig erstattet. Die Rückzahlung wird ab dem Tag der Meldung berechnet.
  • Die Versicherung besteht bis zum Ende der Zahlungsperiode fort. Allerdings unter der Voraussetzung, dass die Prämie am Todestag bezahlt war.
  • Der Rechtsschutz überträgt sich auf die Erben. Dafür müssen sie die Beitragszahlungen fortführen und die Rolle des Versicherungsnehmers übernehmen, z. B. die Unternehmensführung.

Folgende Versicherungen enden nicht automatisch:

  • Sie geht direkt auf die Erben über. Als Erbe können Sie die Versicherung innerhalb von 3 Monaten kündigen.

Hier können Sie die Übersicht herunterladen

  • Sie ist nicht an eine Person gebunden, sondern an ein Fahrzeug.
  • Im Todesfall geht die Kfz-Versicherung direkt an die Erben über. Die Versicherung kann den Beitrag nachträglich anpassen.
  • Eine schriftliche Kündigung ist erforderlich.

Versicherungen für den Todesfall – generelle Hinweise für die Absicherung

Im Todesfall können Ihre Angehörigen von einigen Versicherungen Leistungen beanspruchen. Dazu zählen:

  • Kapitallebensversicherung
  • Risikolebensversicherung
  • Sterbegeldversicherung
  • Todesfallleistung der Unfallversicherung

Bei diesen Versicherungen vereinbaren Sie eine Versicherungssumme. Das ist der Betrag, der Ihrer Familie nach Ihrem Tod oder ggf. nach Ablauf der Vertragsdauer ausgezahlt wird. Der Richtwert der Versicherungssumme hängt u. a. von der Art der Versicherung und Ihrer persönlichen Lebenssituation ab.

Junge Familien etwa haben oft einen hohen Absicherungsbedarf. Sind die Kinder noch klein, muss die Versicherungssumme so lange reichen, bis sie finanziell auf eigenen Beinen stehen.

Sie müssen die Personen als Bezugsberechtigte festlegen, die Sie im Fall Ihres Todes finanziell absichern möchten. Das können z. B. Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Freunde oder Geschäftspartner sein. Das Bezugsrecht können Sie über die Laufzeit ändern. Das ist dann wichtig, wenn sich Ihre Lebensumstände ändern, z. B. durch eine erneute Heirat.

Die Lebensversicherung als finanzielle Absicherung im Todesfall

Eine Lebensversicherung sichert in Ihrem Todesfall Ihre Hinterbliebenen finanziell ab. Man unterscheidet zwischen der Kapitallebensversicherung und der Risikolebensversicherung. Mit der Auszahlung einer Lebensversicherung kann Ihre Familie nicht nur die Bestattungskosten begleichen, sondern ihren Lebensunterhalt sicherstellen und laufende Kredite tilgen. Der richtige Zeitpunkt, eine Lebensversicherung abzuschließen, ist z. B.:

Die Stiftung Warentest empfiehlt als Richtwert für die Versicherungssumme das etwa 3- bis 5-Fache Ihres Bruttojahreseinkommens. Planen Sie zusätzlich noch laufende Kredite mit ein, z. B. für den Hausbau. Möglich sind Beträge bis in Millionenhöhe.

Gesundheitsfragen bei der Lebensversicherung

Beide Versicherungen prüfen vor Vertragsabschluss i. d. R. verschiedene Gesundheitsfragen ab. Mit höheren Beitragszahlungen müssen z. B. Personen rechnen, die rauchen oder Herz-Kreislauf-Leiden haben. Das sind biometrische Faktoren, die statistisch betrachtet die Wahrscheinlichkeit eines Todesfalls erhöhen.

  • Alkohol- und Zigarettenkonsum
  • Chronische Erkrankungen, z. B. Diabetes
  • Erkrankungen und Beschwerden der letzten 5 Jahre, die einen Arztbesuch oder einen Aufenthalt im Krankenhaus zur Folge hatten
  • Grad der Behinderung

Bei Risikolebensversicherungen müssen Sie stets mit Gesundheitsfragen rechnen. Es gibt aber einige Anbieter, die Kapitallebensversicherungen ohne Gesundheitsprüfung anbieten. Dazu zählt z. B. die kapitalbildende Lebensversicherung von ERGO Direkt.

Die Kapitallebensversicherung

Die Kapitallebensversicherung eignet sich neben der finanziellen Absicherung der Hinterbliebenen auch für die private Altersvorsorge. Im Gegensatz zur Risikolebensversicherung unterscheidet man 2 Fälle:

  • Erlebensfall: Der Vertrag der Kapitallebensversicherung läuft vor Ihrem Tod aus. Sie bzw. Ihre Bezugsberechtigten erhalten die Versicherungssumme plus Zinsen.
  • Ableben des Versicherungsnehmers: Ihre Bezugsberechtigten erhalten nach Ihrem Tod die Versicherungssumme plus Zinsen.

Die Versicherung kann zudem Überschüsse erwirtschaften. Diese erhalten Sie ggf. am Ende des Jahres als Gutschrift.

Die Risikolebensversicherung

Im Unterschied zur Kapitallebensversicherung wird die Versicherungssumme bei der Risikolebensversicherung nur in Ihrem Todesfall ausgezahlt. Es wird also kein Vermögen aufgebaut, auf das Sie nach Ablauf der Laufzeit zurückgreifen können. Ihre Angehörigen sichern Sie mit der Risikolebensversicherung aber rundum ab. So können diese mit der Versicherungssumme nicht nur die Beerdigungskosten, sondern auch die Kosten der Lebenshaltung und ggf. Kreditforderungen decken.

Die Sterbegeldversicherung

Eine weitere Variante der Lebensversicherung ist die Sterbegeldversicherung. Im Gegensatz zu Kapitallebensversicherung und Risikolebensversicherung vereinbaren Sie bei der Sterbegeldversicherung eine geringere Versicherungssumme. Diese soll lediglich die Bestattungskosten Ihrer Beerdigung decken.

Den Erlebensfall gibt es bei der Sterbegeldversicherung nicht. Nur im Todesfall erhalten Ihre Angehörigen eine Auszahlung. Vorteil: Die Sterbegeldversicherung können Sie noch in hohem Alter abschließen, i. d. R. bis 80 Jahre.

Die Todesfallleistung der Unfallversicherung

Eine weitere Möglichkeit, die Bestattungskosten zu decken, bietet eine Unfallversicherung mit Todesfallleistung. Schließlich können Unfälle auch tödlich enden. Die Todesfallleistung vereinbaren Sie gesondert mit Ihrem Versicherer. Als Richtwert der Versicherungssumme empfiehlt sich eine Höhe von 10.000 . Schlussendlich ist der Betrag aber immer von Ihrer persönlichen Lebenssituation abhängig.

Unterlagen, die Sie im Todesfall bei der Versicherung einreichen müssen

Unabhängig davon, welche Versicherung Sie wählen: Im Todesfall benötigt das Unternehmen eine Reihe von Unterlagen. Dazu zählen:

  • Versicherungsschein
  • Kopie der Sterbeurkunde
  • Name und Adresse der begünstigten Person(en)
  • Bankverbindung der begünstigten Person(en)
  • Verwandtschaftsverhältnis zum Verstorbenen
  • Bei Tod durch einen Unfall: kurze Schilderung des Unfallhergangs und ggf. die entsprechenden Zeitungsberichte

Die Hausrat-, Privathaftpflicht- und Krankversicherung enden automatisch im Todesfall. Die Kfz-, Rechtsschutz- und Wohngebäudeversicherung übertragen sich auf die Erben.

Todesfall

Der Tod eines Familienmitglieds kann die Angehörigen schnell überfordern. Diese Anleitung informiert Sie, welche formellen Schritte nach einem Todesfall zuerst zu erledigen sind.

Todesfall im Ausland

Versicherungen im Todesfall

Direkt nach einem Todesfall

Rufen Sie einen Arzt

Bei einem Todesfall müssen Sie stets zuerst einen Arzt rufen. Für gewöhnlich ist das der Hausarzt. Ist dieser nicht erreichbar, rufen Sie den Notarzt. Letzteren benachrichtigen Sie auch dann, wenn ein Angehöriger im öffentlichen Raum stirbt. Der Arzt stellt dann den Tod fest und den Totenschein aus.

Benachrichtigen Sie nahe Angehörige

Ein Todesfall ist eine enorme emotionale Belastung. Familie und Freunde können Ihnen Trost spenden, Sie in der ersten Zeit im Alltag unterstützen und Ihnen bei der Planung der Bestattung helfen. Benachrichtigen Sie also Ihre Angehörigen und bewältigen Sie Ihre Trauer nicht allein.

Beauftragen Sie ein Bestattungsunternehmen

In Deutschland muss der Verstorbene i. d. R. innerhalb von 24 bis 36 Stunden vom Sterbeort in geeignete Räumlichkeiten überführt werden. Das kann die Leichenhalle des Bestatters oder eines Krematoriums sein.

Beauftragen Sie im nächsten Schritt also ein Bestattungsunternehmen, das die Überführung übernimmt.

Der Bestatter organisiert auf Ihren Wunsch auch die Sterbeurkunde, plant mit Ihnen die Bestattung und übernimmt die hygienische Versorgung des Verstorbenen.

In den ersten Tagen nach dem Todesfall

Informieren Sie den Versicherer

Hat der Verstorbene eine Lebensversicherung abgeschlossen, müssen Sie diese i. d. R. zwischen 24 und 72 Stunden nach Eintritt des Todes benachrichtigen. Stehen Ihnen Auszahlungen der Todesfallleistung einer Unfallversicherung zu, müssen Sie den Todesfall innerhalb von 48 Stunden der Versicherung melden. Innerhalb dieser Frist prüft der Versicherer die Todesursache.

Legen Sie wichtige Dokumente bereit

Ein Todesfall ist stets mit viel Bürokratie verbunden. Schließlich müssen Sie verschiedenen Ämtern, Behörden und Versicherungen den Tod des Verstorbenen nachweisen.

Damit Sie alle wichtigen Dokumente an einer Stelle parat haben, sammeln Sie diese am besten in einem Ordner. Dieser soll folgende Unterlagen enthalten:

  • Personalausweis
  • Wichtige Urkunden (Geburt, Heirat, Scheidung)
  • Organspendeausweis
  • Rentenbescheid
  • Chipkarte der Krankenkasse
  • Versicherungsnummer und Versicherungsverträge
  • Mietvertrag
  • Bestattungsvorsorge
  • Sonstige Verträge (z. B. bei der Bank)

Beantragen Sie die Sterbeurkunde beim Standesamt

Die Sterbeurkunde bescheinigt den Tod Ihres Angehörigen. Sie enthält wesentliche Angaben zum Verstorbenen, u. a. den Namen sowie Geburts- und Sterbedatum. Banken und Versicherungen benötigen meist die Sterbeurkunde im Original. Für Vertragskündigungen (z. B. Miete, Strom oder Telefon) reicht eine Kopie.

Tipp: Lassen Sie sich vom Standesamt gleich mehrere Exemplare ausstellen. I. d. R. brauchen Sie 5 bis 7 Stück.

Die Sterbeurkunde beantragen Sie in dem Standesamt, in dessen Geltungsbereich Ihr Angehöriger gestorben ist. Sie müssen den Totenschein und seinen Personalausweis vorzeigen. Zusätzlich benötigen Sie:

  • Die Geburtsurkunde bei Verstorbenen, die ledig waren
  • Die Heiratsurkunde bei Verheirateten
  • Das Scheidungsurteil bei Geschiedenen
  • Die Sterbeurkunde des Ehepartners bei Verwitweten

Auf Wunsch beantragt Ihr Bestattungsunternehmen die Sterbeurkunde.

Informieren Sie den Arbeitgeber

Informieren Sie sowohl den Arbeitgeber des Verstorbenen als auch Ihren eigenen Arbeitgeber. Stirbt ein Angehöriger aus nächster Verwandtschaft, können Sie Sonderurlaub beantragen.

Kündigen Sie die Mietwohnung des Verstorbenen

Auch nach einem Todesfall gilt die gesetzliche Kündigungsfrist von 3 Monaten. Lebte der Verstorbene zur Miete in einem Haus oder einer Wohnung, muss die Miete so lange weitergezahlt werden.

Soll der laufende Monat noch in die Kündigungsfrist fallen, müssen Sie bis spätestens zum dritten Werktag des Monats schriftlich kündigen. Teilte der Verstorbene die Wohnung mit dem Ehe- oder Lebenspartner, geht das Mietverhältnis auf diesen über.

Organisieren Sie die Bestattung

Der Verstorbene muss innerhalb einer Frist von 4 bis 10 Tagen beigesetzt werden. Diese Bestattungsfrist variiert je nach Bundesland.

In den ersten Tagen nach dem Tod müssen Sie entscheiden, ob der Verstorbene im Rahmen einer Erd- oder einer Feuerbestattung beigesetzt werden soll. Letztere schließt die Einäscherung des Leichnams in einem Krematorium ein. Dies ist die Voraussetzung für 2 weitere, in Deutschland zulässige Bestattungsarten: die Baum- und die Seebestattung.

Einen Kostenvergleich der 4 Bestattungsarten finden Sie hier.

An Folgendes müssen Sie bei der Planung einer Bestattung denken:

  • Trauerfeier (Trauerredner, Trauerhalle, Musik)
  • Kleidung des Verstorbenen
  • Einladungen für die Trauerfeier
  • Leichenschmaus

Planen Sie eine Erdbestattung, müssen Sie folgende Punkte beachten:

  • Friedhof und Grabstätte auswählen: Wahl- oder Reihengrab
  • Grabnutzungsrechte erwerben
  • Sarg organisieren
  • Aufbahrung im offenen oder geschlossenen Sarg
  • Blumenschmuck für Sarg oder Urne und das Grab

Weitere Informationen zur Organisation einer Bestattung finden Sie hier.

Nach der Bestattung

Einige Dinge brauchen Sie erst dann zu erledigen, wenn die Bestattung vorüber und die erste Trauer bewältigt ist. Dazu zählen:

  • Den noch laufenden Zahlungsverkehr stoppen
  • Banken benachrichtigen und ggf. Daueraufträge stornieren
  • Mitgliedschaften und Abonnements kündigen
  • Verträge kündigen oder ummelden: Telefon, GEZ, Strom, Internet
  • Die Post über den Todesfall informieren
  • Prüfen, ob ein Testament vorliegt, ggf. dem Nachlassgericht senden
  • Wohnung und Hausrat des Verstorbenen überprüfen
  • Persönliche Gegenstände des Verstorbenen aus dem Krankenhaus bzw. Pflegeheim abholen
  • Prüfen, ob Anspruch auf Waisen- oder Witwenrente besteht
  • Einen Erbschein beim Nachlassgericht beantragen: Mit dem Erbschein weisen Sie Ihr Recht auf den Nachlass nach, z. B. wenn Sie Immobilien erben

Bei einer Bestattung auf dem Friedhof:

  • Einen Steinmetz beauftragen, um das Grabmal zu gestalten
  • Nach 3 bis 6 Monaten: den Grabstein platzieren
  • Die Grabstelle bepflanzen
  • Organisation der Grabpflege durch Sie selbst oder die Friedhofsverwaltung

Folgende Versicherungen sollten Sie über den Todesfall informieren:

  • Krankenkasse
  • Pflegeversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Hausratversicherung
  • Kfz-Versicherung
  • Wohngebäudeversicherung

Hier können Sie einen Leitfaden herunterladen

Personengebundene Versicherungen, wie die Krankenversicherung oder die Haftpflichtversicherung, enden automatisch mit dem Tod des Versicherten. Andere Versicherungen, wie die Kfz-Versicherung, gehen auf den Erben über. Weitere Informationen, welche Versicherungen Sie nach einem Todesfall kündigen müssen, finden Sie hier.

Источники: http://www.check24.de/risikolebensversicherung/, http://ergodirekt.de/de/ratgeber/todesfall/versicherung.html, http://ergodirekt.de/de/ratgeber/todesfall.html

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