Steuererklärung private rentenversicherung

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Wann ist die private Rentenversicherung steuerlich absetzbar über die Steuererklärung?

Dass die gesetzliche Rente nicht mehr ausreichen wird, davon berichtet auch dieser erschreckende Beitrag von Umschau im MDR. Weiteres Info´s zur steuerlichen Absetzbarkeit der privaten Rentenversicherung sowie über die staatlichen Förderungen und Zuschüsse finden Sie unten.

Veröffentlicht unter Altersvorsorge | Publiziert am 28. März 2013 von Marco Mahling

private Rentenversicherung steuerlich absetzbar

Wann ist eine private Rentenversicherung steuerlich absetzbar?

In unserer Zeit wird die private Altersvorsorge (PAV) unverzichtbar , um nach einem ertragreichen Arbeitsleben seinen Ruhestand genießen zu können. Längst fordert auch der Staat dazu auf, privat vorzusorgen, denn die gesetzlichen Bezüge werden in 20 Jahren nicht mehr reichen, da sich die Demographie zu Ungunsten der aktuell werktätigen Bevölkerung verschiebt. Häufig wird deshalb die Frage gestellt, ob die private Rentenversicherung steuerlich absetzbar ist? Die Antwort muss geteilt ausfallen.

In diesen Fällen sind die Beiträge in die private Rentenversicherung steuerlich absetzbar

Der Staat fördert die Beiträge in die private Rentenversicherung als Altersvorsorge für sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer über Produkte mit der Riester-Rente und betrieblicher Altersvorsorge in der Altersvorsorge Schicht 2, sowie für Selbstständige bzw. Freiberufler über Angebote der Basis-Rente (auch als Rürup-Rente bekannt) in der Schicht 1. Bei der Basis-Rente (=Rürup-Rente) kann man im Jahr 2013 insgesamt 15.200 € für Ledige und 30.400 € für verheiratete Paare absetzen. Das entspricht 76% von den Höchstgrenzen 20000 € Ledige/40000 Ehepaare. Von den Höchstgrenzen muss man aber noch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zu den Versorgungswerken abziehen, d amit man die max. Höhe für die Rürup-Rente bekommt. Die prozentuale Absetzbarkeit in Bezug auf die Höchstgrenzen steigt jährlich um 2% an, die max. Absetzbarkeit ist im Jahr 2025 erreicht. In all diesen Fällen schießt der Staat entweder selbst Geld dazu oder fördert die private Rentenversicherung als Altersvorsorge durch steuerliche Absetzbarkeit der geleisteten Beiträge. Diese Entscheidung liegt allerdings nicht im Ermessen des Vorsorgenden. Das Finanzamt führt mit dem Ende eines jeden Jahres bei der Steuererklärung die sogenannte „Günstiger-Prüfung“ durch, bei der es ermisst, ob es für den Vorsorgenden besser wäre, direkt unterstützt zu werden oder die Förderung über Abschläge bei der Steuer zu erhalten. Eine Übersicht sowie die Höhe der steuerlichen Absetzbarkeit der unterschiedlichen Schichten finden Sie weiter unten im Artikel (links als Bild). In der Rentenphase müssen die Leistungen aus der Schicht 1 und Schicht 2 voll versteuert werden, weil man den Steuervorteil in der Ansparphase hat und den Steuernachteil in der Leistungsphase (=Rentenbezug).

Wie man die Beiträge zur privaten Rentenversicherung in der Schicht 3 während der Ansparphase steuerlich absetzen kann, können Sie weiter unten im Beitrag nachlesen unter „Beiträge zur priv. Rentenversicherung Schicht 3 in der Steuererklärung angeben“.

Bei der Riester-Rente kann man max. 2.100 € p.a. steuerlich absetzen (nachlesen können Sie das auch hier: Riester Rente Steuererklärung). Wie hoch die staatliche Förderung bei der Riester-Rente ausfallen kann in Bezug auf die Steuerrückerstattung und staatliche Zulage , das wird Ihnen in dieser Musterberechnung dargestellt (Musterkunde Ledig, Bruttogehalt 60.000 €, mtl. Beitrag 162,17 €, keine Kinder):

Beiträge zur privaten Rentenversicherung Schicht 3 in der Steuererklärung angeben

Bei der jährlichen Steuererklärung ist es möglich, die Beiträge zur privaten Rentenversicherung Schicht 3 im Rahmen der Sonderausgaben anzusetzen und so die Einkommenssteuer zu reduzieren. Die private Rentenversicherung ist also nicht voll steuerlich absetzbar , nur im Rahmen der Sonderausgaben und diese sind oft schon aufgebraucht durch die Beiträge z.B. zur gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung, Krankentagegeldversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung.

Solange man Beiträge bezahlt für die Krankenversicherung sowie Pflegeversicherung kann ein Arbeitnehmern max. 1900 Euro davon absetzen. Ist der entrichtete Betrag für die genannten Versicherungen kleiner, können dafür die Beiträge zur privaten Rentenversicherung Schicht 3 bis zur Höchstgrenze eingesetzt und somit abgesetzt werden. Sollten Ihnen keine steuerfreien Zulagen wie zum Beispiel der Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung zufließen, können sogar bis zu 2800 Euro als Höchstgrenze genommen werden. Das betrifft vor allem Beamte und Selbständige, da sie häufig Angehörige der privaten Krankenversicherung sind und ihre Beiträge alleine tragen müssen (ohne Arbeitgeberanteil).

Denken Sie bei Ihrer Altersvorsorge auch an Ihre Arbeitskraft

Jeder vierte Mann und jede fünfte Frau wird berufsunfähig in Deutschland und die Frage an Sie lautet dann: Können Sie sich Ihre Altersvorsorge noch leisten? Wie hoch die Absicherung bei Erwerbungsfähigkeit über die Rentenversicherung? Laden Sie sich meinen Leitfaden herunter, darin erfahren Sie alles:

Die Rentenphase bei sonstigen Produkten der privaten Altersvorsorge (PAV) in der Schicht 3

Es stellt sich somit die Frage, ob auch andere Angebote in der Altersvorsorge Schicht 3 für die private Rentenversicherung steuerlich absetzbar sind bzw. vom Staat zumindest ähnlich behandelt werden? Dies ist nicht der Fall . Im Prinzip ist eine solche private Altersvorsorge nichts anderes als ein Sparkonto, das aus freien Stücken von dem Sparenden befüllt wird und die Beiträge in der Ansparphase sind nur über die Vorsorgeaufwendungen steuerlich absetzbar .

Allerdings hat diese Form der Altersvorsorge in der Schicht 3 den Vorteil, dass zum Rentenbeginn auf die Erträge (=Gewinne) keine Abgeltungssteuer anfällt, nur im Falle einer vorzeitigen Kündigung. Die Erträge müssen bei dieser Form der Altersvorsorge bei einer Auszahlung mit dem Halbeinkünfteverfahren versteuert werden und bei einer Verrentung mit dem Ertragsanteil versteuert werden (weitere Info´s siehe unten). Beides ist i.d.R. um einiges günstiger als eine Versteuerung über die Abgeltungssteuer . In diesem Fall ist es ratsam, über die Zinsen einen Vergleich der unterschiedlichen Produkte der PAV zu machen, um auf diese Weise festzustellen, ob ein Wechsel ins Riester- bzw. Rürup-System nicht ratsamer wäre. Die meisten Anbieter entsprechender Produkte offerieren einen problemlosen Wechsel, wenn das ursprüngliche Angebot abgeschlossen wurde, bevor es die staatlichen geförderten Möglichkeiten gab.

Anbei eine detaillierte Übersicht über alle Schichten der Altersvorsorge (incl. private Rentenversicherung steuerlich absetzbar) zum Download als PDF :

Steuerliche Absetzbarkeit bei der Auszahlung in der Schicht 3

Schichten der Altersvorsorge

Die Frage, ob die private Rentenversicherung steuerlich absetzbar ist, wird zum Zeitpunkt der Auszahlung (=Rentenbeginn) wieder interessanter , denn ab dann müssen nur noch die Hälfte der Erträge (Ertrag = Gesamtkapital zur Auszahlung abzgl. die eingezahlten Beiträge) versteuert werden mit dem persönlichen Steuersatz, wenn man sich das Kapital auf einmal komplett auszahlen lässt (Halbeinkünfteverfahren). Im Falle einer mtl. Verrentung muss man den Ertragsanteil aus der mtl. Rente mit dem persönlichen Steuersatz versteuern (Ertragsanteilbesteuerung). Der Rest darf so behalten werden. Ist die private Altersvorsorge PAV bis Ende 2004 abgeschlossen worden, so sind die Erträge unter gewissen Voraussetzungen sogar komplett von der Steuer befreit (Vertragsdauer mind. 12 Jahre, mind. 5 Jahre Beiträge bezahlt, Todesfallschutz mind. 60% der Beitragssumme (nicht bei Rentenversicherungen), Police wurde nicht steuerschädlich zur Absicherung eines Darlehens eingesetzt) . Eine grobe Übersicht zum Altersvorsorgesystem seit 2005 finden Sie auf dem Bild links.

Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen gerne per Email ([email protected]) zur Verfügung, nutzen Sie auch mein Kontaktformular.

Weitere Artikel aus meinem Blog:

Rückfragen / weitere Unterlagen private Rentenversicherung steuerlich absetzbar

Wenn Sie dazu weitere Fragen haben zur private Rentenversicherung steuerlich absetzbar oder Unterlagen wünschen, so senden Sie mir bitte eine Email zu ([email protected]) oder nutzen mein Kontaktformular.

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien. Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

4 Kommentare zu “Wann ist die private Rentenversicherung steuerlich absetzbar über die Steuererklärung?”

Hallo würde gerne den Newsletter abonnieren. Aber meine Email wird nicht akzeptiert. Könnte man manuell eingetragen werden? Besten Dank.

Gut recherchierter Artikel, der selbst für den Laien leicht verständlich ist! Trotzdem würde ich beim Thema Altersvorsorge immer einen Profi zur Beratung ziehen!

ich zähle neben meinen Sozialversicherungen noch in eine private Altersvorsorge Euro 6000 jährlich ein. Es soll ja steuerlich absetzbar sein. Tatsächlich werden als vorsorgeaufwendungen aber nur Euro 1900 für das ganze Jahr anerkannt. Diese pauschale wird aber bereits durch die Sozialversicherungen ueberschritten. Was tun also?

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Steuererklärung 2016: Steuern sparen mit Versicherungen und Altersvorsorge

Bei der nächsten Steuererklärung sollten Sie die Beiträge für Ihre Versicherungen und für die Altersvorsorge nicht vergessen. Wenn Sie alle Ausgaben an der richtigen Stelle eintragen, können Sie mit der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung auf jeden Fall Steuern sparen. Steuervorteile gibt’s außerdem für Sparer mit der Riester Rente und der Rürup Rente.

Versicherungsbeiträge und Vorsorgeaufwendungen richtig absetzen

Es ist wieder soweit: Bis zum 31. Mai 2017 muss die Steuererklärung 2016 beim Finanzamt vorliegen. Obwohl sich die meisten Steuerpflichtigen auf diese Weise eine ganze Menge Geld zurückholen können, ist allein der Gedanke an die schriftliche Erklärung für viele ein Graus. Doch keine Angst: Arbeiten Sie die vielen Formulare einfach Schritt für Schritt durch. Hier können Sie nachlesen, wie Sie Ihre Versicherungsbeiträge und Ihre Aufwendungen für die Altersvorsorge in der Steuererklärung 2016 richtig angeben. Außerdem können Sie die Abgabe unter Umständen hinauszögern. Wenn Sie einen Steuerberater haben, müssen Sie die Steuererklärung erst am Ende des Jahres beim Finanzamt einreichen.

Steuervorteile mit der Altersvorsorge

Angaben zu den Beiträgen für die gesetzliche und private Altersvorsorge dürfen in keiner Steuererklärung fehlen. Die beiden wichtigsten Formulare, die Sie hierfür bei der Einkommenssteuererklärung benötigen, sind die Anlage „Vorsorgeaufwand“ und die Anlage „AV“.

In der Anlage „Vorsorgeaufwand“ teilen Sie dem Finanzamt alle Angaben zu Ihren Vorsorgeaufwendungen mit. Neben den Beiträgen zur gesetzlichen oder privaten Kranken- und Pflegeversicherung sind dies vor allem auch die Beiträge zur Altersvorsorge. In die Zeilen 4 bis 7 tragen Sie Ihre Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung, die berufsständische Versorgungseinrichtung und für den Basisrentenvertrag, die sogenannte Rürup Rente, ein. Die konkreten Zahlen dazu finden Sie in Ihrer Lohnsteuerbescheinigung und in den Unterlagen des Versorgungswerkes oder des Rürup Anbieters.

Die Anlage „AV“ ist für alle Riester Sparer wichtig, denn hier werden die Angaben zu den Altersvorsorgebeiträgen für die Riester Verträge gemacht. Für wie viele Riester Verträge Sie eine staatliche Förderung erhalten, geben Sie in Zeile 7 an. In Zeile 8 tragen Sie dann die Höhe der geleisteten Beiträge für diese Verträge ein. Auch Tilgungsleistungen für Wohnriester zählen dazu. Weiterhin geben Sie in dem Formular an, ob Sie im Jahr 2016 unmittelbar oder mittelbar begünstigt waren, und machen für die Riester Kinderzulagen Angaben zu Ihren Kindern.

Steuervorteile durch die Riester Rente

Mittlerweile sorgen über 16 Millionen Deutsche mit einem Riester Vertrag für das Alter vor. Sie alle können von der staatlichen Förderung aus Zulagen und Steuervorteilen profitieren. Neben der jährlichen Grundzulage von bis zu 154 Euro sind vor allem auch die Kinderzulagen in Höhe von bis zu 185 bzw. 300 Euro interessant.

Die eingezahlten Beiträge für die geförderte Vorsorge sowie die Zulagen dürfen Riester Sparer als Sonderausgaben bei der Steuer geltend machen. Das Finanzamt erkennt bis zu 2.100 Euro im Jahr an und stellt automatisch fest, ob der Riester Sparer mit den Zulagen oder dem Sonderausgabenabzug besser fährt. Abhängig von Familienstand, Anzahl der Kinder und dem Einkommen erhalten Steuerpflichtige mit einem Riester Vertrag auf diese Weise eine Steuerersparnis. Insbesondere Alleinstehenden ohne Kind kommt der Sonderausgabenabzug in der Regel zugute.

Redaktions-Tipp

Wenn Sie Ihre Riester Beiträge zusammen mit den staatlichen Zulagen steuerlich ansetzen wollen, müssen Sie Ihrem Anbieter erlauben, dass er die Höhe der eingezahlten Beiträge elektronisch an die Finanzverwaltung meldet. Bei Ihrer Einkommenssteuererklärung müssen Sie zusätzlich die Anlage „AV“ ausfüllen.

Steuervorteile durch die Rürup Rente

Auch Rürup Sparer können ihre Einzahlungen von der Steuer absetzen. Für das Jahr 2016 beträgt der als Sonderausgaben abzugsfähige Höchstbetrag bei der Rürup Rente 82 Prozent von 22.766 Euro bei Ledigen (18.668 Euro) bzw. von 45.532 Euro bei Ehepaaren (37.336 Euro). Dieser Höchstbetrag gilt auch für andere Vorsorgeaufwendungen.

Die Beiträge für den Rürup Vertrag werden bei der Steuererklärung in Zeile 7 der Anlage „Vorsorgeaufwand“ eingetragen. Ähnlich wie bei der Riester Rente gilt auch hier: Der Anbieter muss die entsprechenden Daten zudem elektronisch an die Finanzverwaltung übermitteln. Wer als Rürup Sparer dazu noch nicht eingewilligt hat, kann das noch nachholen.

Weitere Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung angeben

In der Anlage „Vorsorgeaufwand“ können auch Aufwendungen für weitere Versicherungen, unter anderem die Berufsunfähigkeitsversicherung, die Unfallversicherung, die Haftpflichtversicherung und die zusätzliche Pflegeversicherung, eingetragen werden. Das kann sich vor allem für Rentner und Pensionäre, kinderlose Selbstständige sowie Arbeitnehmer mit einem geringeren Einkommen lohnen. Denn sofern deren Beiträge für die Kranken- und Pflegepflichtversicherung unter dem steuerlich absetzbaren Höchstbetrag von 1.900 Euro (bei Selbstständigen 2.800 Euro) liegen, können sie weitere Versicherungsbeiträge absetzen.

Service: In unserem Leitfaden für die Steuererklärung werden zahlreiche weitere Tipps zum Ausfüllen der wichtigsten Formulare geliefert. Steuerneulinge werden dabei Schritt für Schritt zur fertigen Steuererklärung geführt.

Lohnsteuer kompakt FAQs

Die ganze Welt des Steuerwissen

Altersvorsorge

Welche Vorsorgeaufwendungen kann ich in der Steuererklärung absetzen?

Vorsorgeaufwendungen sind Ausgaben, mit denen Sie für Ihre Zukunft vorsorgen. Die Vorsorgeaufwendungen gliedern sich in Kranken- und Pflegeversicherung, Altersvorsorge und sonstige Versicherungen.

Zu den Altersvorsorgeaufwendungen gehören vor allem die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, zu einer Riester-Rente oder zu einer privaten Rürup-Rente (kapitalgedeckte Altersvorsorge). Weiterhin zählen auch Beiträge an berufsständische Versorgungseinrichtungen dazu, wenn sie der gesetzlichen Rentenversicherung vergleichbare Leistungen erbringen. Dies gilt vor allem für Beschäftigte und selbstständig tätige Angehörige der kammerfähigen freien Berufe, z. B. Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Apotheker, Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Notare, Architekten, Ingenieure.

Für Einzahlungen in einen Riester-Vertrag gibt es einen separaten Höchstbetrag. Deshalb können Sie Beiträge zur besonders geförderten Riester-Rente gesondert geltend machen. Dafür gibt es die „Anlage AV“, in welcher die Riester-Beiträge anzugeben sind. Diese muss dann zusammen mit der Bescheinigung des Anbieters beim Finanzamt eingereicht werden.

Beiträge zur gesetzlichen und privaten Basiskrankenversicherung sowie zur gesetzlichen Pflegeversicherung (d.h. zur sozialen Pflegeversicherung und privaten Pflegepflichtversicherung) sind in tatsächlicher Höhe und unbegrenzt als Sonderausgaben absetzbar.

Zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen gehören vor allem Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, zu Berufsunfähigkeits-, Unfall– und Haftpflichtversicherungen, zu Risikolebensversicherungen, zur privaten Krankenversicherungen (die über die Basisabsicherung hinausgehen) und zu privaten Pflegeversicherungen. Außerdem werden hier noch Kapitallebensversicherungen und Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht (berücksichtigt zu 88 %) sowie Rentenversicherungen ohne Kapitalwahlrecht erfasst, die vor 2005 abgeschlossen worden sind.

Nicht als Vorsorgeaufwendungen absetzbar sind Versicherungen, die nicht der Vorsorge für die Zukunft dienen. Hierzu gehören beispielsweise Sachversicherungen, wie eine Hausrat- oder Rechtsschutzversicherung oder die Kfz-Kaskoversicherung.

Ebenfalls nicht als Vorsorgeaufwendungen abzusetzen sind Beiträge für eine Direktversicherung, eine Pensionskasse oder einen Pensionsfonds, wenn sie steuerlich gefördert werden. Versicherungsbeträge und andere Vorsorgeaufwendungen fallen nicht unter den Punkt „Sonderausgaben-Pauschbetrag“, weil sie nicht zu den unbeschränkt abziehbaren Sonderausgaben gehören.

In der Regel wird der Vorsorgehöchstbetrag bereits durch die Kranken- und Pflegeversicherung sowie die Altersvorsorgeaufwendungen ausgeschöpft. Die sonstigen Vorsorgeaufwendungen (siehe oben) haben daher in vielen Fällen keine steuerliche Auswirkung.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, berufliche Versicherungen, die vom Arbeitgeber nicht übernommen werden, als Werbungskosten geltend zu machen. In der Praxis ist ein Abzug in der Anlage N (Bereich „Arbeitnehmer > Werbungskosten“) vor allem für die Berufs-Haftpflichtversicherung und Berufs-Rechtsschutzversicherung möglich.

Da eine Unfallversicherung meist sowohl private als auch berufliche Risiken abdeckt, sind die Beiträge zum Teil als Werbungskosten und zum Teil als Sonderausgaben absetzbar. Machen Sie die Beiträge pauschal zu 50 % als Werbungskosten und zu 50 % als Sonderausgaben („andere Versicherungen“) geltend. Falls Sie jedoch eine gefahrgeneigte Tätigkeit ausüben und der berufliche Risikoanteil größer als 50 % ist, sollten Sie sich dies von der Versicherungsgesellschaft bescheinigen lassen. Den bescheinigten Anteil machen Sie als Werbungskosten geltend und legen die Bescheinigung Ihrer Steuererklärung bei.

Bis zu welcher Höhe kann ich Vorsorgeaufwendungen absetzen?

Altersvorsorgeaufwendungen (Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen und zu Rürup-Rentenversicherungen) sind insgesamt absetzbar bis zu einem bestimmten Höchstbetrag. Sie wirken sich allerdings bis zum Jahre 2025 tatsächlich nur mit einem bestimmten Prozentsatz steuermindernd aus. Dieser Prozentsatz verändert sich jährlich, begann im Jahre 2005 mit 60 % und steigt bis zum Jahre 2025 auf 100 %.

In den Jahren 2005 bis 2014 betrug der Höchstbetrag 20.000 Euro bzw. 40.000 Euro (Alleinstehende / Verheiratete). Steuermindernd wirken sich die Beiträge in 2014 mit 78 % aus, höchstens 15.600 Euro / 31.200 Euro (das sind 78 % von 20.000 Euro / 40.000 Euro).

Ab 2015 ist der Altersvorsorgehöchstbetrag variabel und gekoppelt an den Höchstbeitrag in der knappschaftlichen Rentenversicherung, aufgerundet auf einen vollen Euro-Betrag. Im Jahre 2015 beträgt der Höchstbetrag 22.172 Euro / 44.344 Euro. Aber diese Beiträge wirken sich nur mit 80 % steuermindernd aus, höchstens 17.738 Euro / 35.476 Euro (80 % von 22.172 Euro / 44.344 Euro).

Im Jahre 2017 sind die Altersvorsorgebeiträge insgesamt absetzbar bis zu 23.362 Euro bei Ledigen und 46.724 Euro bei Verheirateten. Diese Beiträge wirken sich mit 84 % steuermindernd aus, also mit höchstens 19.624 Euro / 39.248 Euro.

Die sonstigen Vorsorgeaufwendungen sind insgesamt bis 1.900 Euro abzugsfähig, wenn der Steuerzahler steuerfreie Zuschüsse zu seiner Krankenversicherung oder Beihilfe zu den Krankheitskosten erhält. Bekommt er diese steuerfreien Zuschüsse nicht, kann er bis zu 2.800 Euro als sonstige Vorsorgeaufwendungen geltend machen. Die Beiträge wirken sich sich jedoch nur dann steuermindernd aus, soweit der Höchstbetrag von 1.900 Euro bzw. 2.800 Euro noch nicht mit Beiträgen zur Basis-Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft ist.

Wenn Sie geringere Beiträge in die Basis-Kranken- und Pflegeversicherung einzahlen, haben Sie noch ein wenig Spielraum, um Beiträge für die Arbeitslosenversicherung, Haftpflichtversicherungen und weitere Versicherungen absetzen zu können.

Beiträge zur privaten und gesetzlichen Basiskrankenversicherung und zur gesetzlichen Pflegeversicherung berücksichtigt das Finanzamt stets in tatsächlicher Höhe, auch wenn sie den Höchstbetrag von 1.900 Euro bzw. 2.800 Euro übersteigen. Nur wenn diese Beträge nicht mit Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen ausgeschöpft werden, können im verbleibenden Spielraum andere Versicherungsbeiträge abgesetzt werden.

Welche Beiträge zur Altersvorsorge kann ich als Vorsorgeaufwendungen eintragen?

Unter Altersvorsorgeaufwendungen versteht man die Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung, die Rürup-Rente, die landwirtschaftliche Alterskasse und die berufsständische Versorgungseinrichtung. Arbeitnehmer können die Beiträge zu landwirtschaftlichen Alterskassen und Beiträge zu einer freiwilligen gesetzlichen Rentenversicherung eintragen.

Da auch der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung mitgerechnet wird, sind die Sonderausgaben allerdings viel niedriger. Altersvorsorgeaufwendungen können bis zu einem bestimmten Höchstbetrag geltend gemacht werden. Seit 2015 ist der Höchstbetrag gekoppelt an den Höchstbeitrag in der knappschaftlichen Rentenversicherung, aufgerundet auf einen vollen Euro-Betrag. Im Jahre 2017 beträgt der Höchstbetrag 23.362 Euro bei Ledigen und 46.724 Euro bei Verheirateten. Aber die gezahlten Beiträge wirken sich nur mit 84 % steuermindernd aus, also mit höchstens 19.624 Euro / 39.248 Euro.

Die sonstigen Vorsorgeaufwendungen sind insgesamt bis 1.900 Euro abzugsfähig, wenn der Steuerzahler steuerfreie Zuschüsse zu seiner Krankenversicherung oder Beihilfe zu den Krankheitskosten erhält. Bekommt er diese steuerfreien Zuschüsse nicht, kann er sonstige Vorsorgeaufwendungen bis zu 2.800 Euro geltend machen.

Wann bin ich pflichtversichert in der gesetzlichen Rentenversicherung?

Zu den Pflichtmitgliedern der gesetzlichen Rentenversicherung zählen:

  • Alle regulären Arbeitnehmer,
  • Versicherte während der dreijährigen Kindererziehungszeit,
  • Geringfügig Beschäftigte, die vom Verzicht auf die Rentenversicherungspflicht keinen Gebrauch machen,
  • Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst,
  • Behinderte Arbeitnehmer in Behindertenwerkstätten und ähnlichen Einrichtungen,
  • Arbeitslose, die staatliche Unterstützung beziehen,
  • Rentenversicherungspflichtige Selbständige.

Sind Sie von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit?

Wenn Sie einen Antrag gestellt haben und daraufhin von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit wurden, tragen Sie bitte die Beiträge zu einer befreienden Lebensversicherung, für die freiwillige Weiterversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung oder Beiträge, die Sie an die Versicherungsgruppe oder Versorgungsgruppe Ihrer Berufsgruppe zahlen, ein. Steuerfreie Arbeitgeberzuschüsse oder Beitragserstattungen müssen Sie vorher abziehen.

Freiwillige Beiträge: Hier können Sie auch die Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung absetzen, die Sie freiwillig leisten. Dies ist der Fall bei einer Höher- oder Weiterversicherung oder wenn Sie freiwillige Beiträge zahlen, um einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente aufrecht zu erhalten. Falls Sie als Minijobber von Ihrem Wahlrecht auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht (ab 2013) keinen Gebrauch machen, tragen Sie Ihren Arbeitnehmeranteil ebenfalls ein.

Auch die freiwilligen Beiträge sind auf den Höchstbetrag der Vorsorgeaufwendungen beschränkt. Ledige können Altersvorsorgeaufwendungen im Jahre 2017 höchstens bis 23.362 Euro geltend machen, wovon sich lediglich 84 Prozent, höchstens 19.624 Euro steuermindernd auswirken. Für Verheiratete beträgt der Höchstbetrag 46.724 Euro und der Abzugsbetrag höchstens 39.248 Euro (84 % von 46.724 Euro).

Welche Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung kann ich angeben?

Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen, die ab 1.10.2005 als Deutsche Rentenversicherung Bund und als Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See bezeichnet werden, sind als Altersvorsorgeaufwendungen im Rahmen der Sonderausgaben absetzbar.

Ebenfalls als Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung abziehen können Sie:

  • Pflichtbeiträge, die Sie als Selbstständige/r zu einer gesetzlichen Rentenversicherung leisten, z.B. als Handwerker, Lehrer, Erzieher, Pfleger, Hebamme oder wenn Sie in einem häuslichen Gewerbe tätig sind.
  • Wenn Sie auf eigenen Antrag versicherungspflichtig sind.
  • Wenn Sie als Künstler, Journalist oder Autor Beiträge in die Künstlersozialkasse zahlen, können Sie Ihren Eigenanteil an den Beiträgen angeben, nicht jedoch die Zuschüsse der Künstlersozialkasse.
  • Sie können als Selbstständiger auch freiwillige Beiträge leisten um eine Invaliditätsversicherung aufrecht zu erhalten. Diese Beiträge können Sie angeben.
  • Wenn Sie freiwillig Ihre Ausbildungszeit mit Beiträgen in die gesetzliche Rentenversicherung auffüllen, können Sie diese Beiträge angeben.
  • Wenn Sie eine Rentenkürzung ausgleichen, die Sie hätten, wenn Sie Ihre Rente vorzeitig in Anspruch nehmen würden, können Sie die Beiträge angeben.
  • Auch Beiträge zu einer gesetzlichen Rentenversicherung im Ausland sind hier absetzbar.

Wie werden Ihre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung berücksichtigt?

Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung bestehen aus dem Arbeitnehmer- und dem Arbeitgeberanteil. Auch der Arbeitgeberanteil in der gesetzlichen Rentenversicherung zählt zu den abzugsfähigen Altersvorsorgeaufwendungen.

Altersvorsorgeaufwendungen können bis zu einem bestimmten Höchstbetrag als Sonderausgaben geltend gemacht werden, wobei sie sich nur mit einem bestimmten Abzugssatz steuermindernd auswirken. Dieser Abzugssatz steigt bis zum Jahre 2025 planmäßig um 2 Prozentpunkte jährlich. Im Jahre 2017 sind die Beiträge absetzbar bis zu einem Höchstbetrag von 23.362 Euro bei Ledigen und 46.724 Euro bei Verheirateten, doch sie wirken sich nur mit 84 % steuermindernd aus, also mit höchstens 19.624 Euro bzw. 39.248 Euro (84 % von 23.362 Euro bzw. 46.724 Euro).

Ihre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung trägt zur Hälfte Ihr Arbeitgeber, den Rest zahlen Sie. Der Arbeitgeberanteil ist für Sie jedoch schon steuerfrei. Von den errechneten 84 Prozent Ihrer Altersvorsorgeaufwendungen müssen Sie also den Arbeitgeberanteil komplett wieder abziehen.

Sie zahlen 5.000 Euro in die Rentenversicherung ein, Ihr Arbeitgeber zahlt den gleichen Teil. Von diesen 10.000 Euro Jahresbeitrag ist Ihr abzugsfähiger Anteil (84 Prozent) 8.400 Euro. Da Sie hiervon jedoch den Arbeitgeberanteil bereits steuerfrei erhalten haben, müssen Sie ihn wieder abziehen, es bleiben 3.400 Euro, die sich tatsächlich steuermindernd auswirken.

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Sonstige Pflichtversicherungen

Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie

  • Beiträge an landwirtschaftliche Alterskassen oder
  • Beiträge an eine berufsständische Versorgungseinrichtungen oder
  • freiwillige Beiträge an eine gesetzliche Rentenversicherung oder
  • Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherungen im Rahmen eines Minijobs

Als Landwirt leisten Sie Beiträge für landwirtschaftliche Alterskassen für sich, den Gatten und eventuell für mitarbeitende Familienmitglieder.

Für folgende Berufsgruppen existieren eigene berufsständische Versorgungseinrichtungen, die der gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbare Leistungen erbringen:

Basis-Rente (Rürup-Rente)

Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie Beiträge in eine staatlich geförderte private Rentenversicherung entrichtet haben.

Die Basis-Rente, umgangssprachlich als Rürup-Rente nach dem Ökonomen Bert Rürup bezeichnet, ist eine Form der seit 2005 staatlich geförderten Altersvorsorge.

Die Beiträge zum Aufbau einer Rürup-Rente sind im Rahmen der gesetzlichen Höchstbeträge und unter folgenden Voraussetzungen als Sonderausgaben abziehbar:

  • Der Versicherungsvertrag darf nur die Zahlung einer monatlichen lebenslangen Leibrente vorsehen.
  • Die Rente darf bei Vertragsabschluss vor dem 1. Januar 2012 nicht vor Vollendung des 60. Lebensjahres, und bei Vertragsabschluss nach dem 31. Dezember 2011 nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres beginnen.
  • Die Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag sind nicht vererbbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar (§ 10 Abs. 1 Nr. 2b EStG).

Riester-Rente

Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie Beiträge in eine staatlich geförderte Altersvorsorge (Riester-Vertrag) entrichten.

Die Riester-Rente ist eine vom Staat durch Zulagen und Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten geförderte, privat finanzierte Rente. Die Förderung besteht aus der Altersvorsorgezulage und ggf. einem ergänzenden Sonderausgabenabzug.

Ob die Beiträge tatsächlich als Sonderausgaben berücksichtigt werden, hängt davon ab, ob die dadurch erzielbare Steuerersparnis höher ist als die Ihnen zustehende Altersvorsorgezulage. Was für Sie günstiger ist, prüft das Finanzamt im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung von Amts wegen. Bei dieser sog. Günstigerprüfung wird die Einkommensteuer zunächst für ein „zu versteuerndes Einkommen“ ohne Sonderausgabenabzug der Riester-Beiträge und dann mit Sonderausgabenabzug ermittelt.

Die Differenz ist die Steuerersparnis aufgrund des Sonderausgabenabzugs, die nun mit Ihrem Anspruch auf Altersvorsorgezulage verglichen wird. Ist die Steuerersparnis höher als die Zulage, werden die geltend gemachten Beiträge einschließlich Zulagen bis zum Höchstbetrag von 2.100 Euro als Sonderausgaben abgezogen und die Zulage der Einkommensteuer hinzugerechnet.

Lohnsteuer kompakt führt in der Steuerberechnung ebenfalls eine Günstigerprüfung durch. So wissen Sie schon im Voraus, ob der Sonderausgabenabzug oder die Zulage sich für Sie günstiger auswirkt.

Arbeitslosen- und Berufsunfähigkeitsversicherung

Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie Beiträge zu einer Arbeitslosen- oder Berufsunfähigkeitsversicherung geleistet haben.

Solche Beiträge können Sie als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen. Allerdings werden diese Beiträge nur anerkannt, wenn der abzugsfähige Vorsorgehöchstbetrag noch nicht mit Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft ist.

Wichtig: Geben Sie die Versicherungsbeiträge auf jeden Fall in Ihrer Steuererklärung an. Lohnsteuer kompakt prüft für Sie automatisch, ob Sie den Höchstbetrag bereits erreicht haben oder noch zusätzliche Beiträge geltend machen können.

Renten- und Lebensversicherungen

Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie Beiträge zu einer Rentenversicherung oder zu einer Kapitallebensversicherung ohne Kapitalwahlrecht geleistet haben, die vor 2005 abgeschlossen wurde.

Gesetzliche Rentenversicherungen lt. Lohnsteuerbescheinigung(en)

Die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung haben Sie bereits bei der Erfassung der Daten Ihrer Lohnsteuerbescheinigung eingetragen. Auf der folgenden Seite sind alle bereits erfassten Daten zusammengefasst.

Wichtig: Alle bereits im Bereich „Lohnsteuerbescheinigung“ erfassten Sozialversicherungsbeiträge müssen Sie hier nicht erneut erfassen. Diese werden von Lohnsteuer kompakt automatisch übernommen und bei der Berechnung Ihrer Steuererstattung berücksichtigt.

Gesetzliche Rentenversicherungen lt. Lohnsteuerbescheinigung(en)

Auf der Seite „Gesetzliche Rentenversicherung“ finden Sie eine Übersicht der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, die Sie bereits im Bereich der Lohnsteuerbescheinigung erfasst haben.

Источники: http://www.finanzen-versicherungen-blog.de/private-rentenversicherung-steuerlich-absetzbar/, http://www.finanzen.de/altersvorsorge/steuererklaerung, http://www.lohnsteuer-kompakt.de/texte/2017/469/altersvorsorge

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