Sterbegeldversicherung steuerfrei

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Sterbegeld

Das Sterbegeld nach dem Beamtenversorgungsgesetz gehört zu den steuerbegünstigten Versorgungsbezügen (§ 18 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 und Abs. 3 BeamtVG; R 19.8 Abs. 1 Nr. 1 LStR).

Diese einmalige Leistung beträgt das Doppelte der Bezüge des Verstorbenen. Das Sterbegeld gehört nicht zum Nachlass, sondern wird nach einer gesetzlich festgelegten Reihenfolge an den Ehepartner, Kinder oder Verwandte gezahlt. Beim Empfänger ist das Sterbegeld als sonstiger Bezug zu versteuern (RR 19.9 Abs. 3 Nr. 3 LStR).

Wenn keine Verwandten vorhanden sind, dann wird das Sterbegeld auf Antrag »sonstigen Personen« gezahlt, die die Kosten der letzten Krankheit oder der Bestattung getragen haben (§ 18 Abs. 2 Nr. 2 BeamtVG). Dieses Sterbegeld muss nicht versteuert werden, es bleibt als »Notstandsbeihilfe« in voller Höhe steuerfrei (§ 3 Nr. 11 EStG; Erlass des Finanzministeriums Nordrhein-Westfalen vom 8.2.1983, StEK EStG § 3 Nr. 341).

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Muss das Sterbegeld einer Sterbegeldversicherung versteuert werden?

Versicherungsnehmer, die eine Sterbegeldversicherung abschließen, haben den Wunsch, ihre Angehörigen vor finanziellen Belastungen zu schützen. Eine Begräbnisversicherung sollte die üblichen Kosten für eine Beerdigung immer abdecken. Auch Leistungen wie Grabpflege, Organisation des Begräbnisses oder psychologische Betreuung bieten die Sterbegeldversicherer an. Doch wie verhält es sich mit der Steuer? Muss das Sterbegeld einer Sterbegeldversicherung versteuert werden?

Generell gilt: Erhalten im Vertrag eingetragene Bevollmächtigte nach dem Ableben des Versicherungsnehmers Leistungen aus der Abschiedsversicherung, so muss keine Einkommenssteuer entrichtet werden. Erbringen die Versicherungsgesellschaften dagegen zu Lebzeiten des Kunden Leistungen, sind diese Leistungen vollumfänglich einkommensteuerpflichtig. Steuerpflicht besteht ebenfalls, wenn der Versicherungsnehmer den Sterbegeldvertrag kündigt.

Private und betriebliche Sterbegeldversicherung

Die Leistungen aus einer Todesfallversicherung unterteilen sich in private und betrieblich abgeschlossene Verträge. Bei beruflichen Begräbnisgeldversicherungen erfolgt die Auszahlung der festgelegten Summe durch den Arbeitgeber. Möglich ist hier eine entsprechende Regelung im Arbeitsvertrag.

Leistungen aus Privat-Sterbegeldversicherungen sind grundsätzlich steuerfrei, wenn die Summe nach dem Tod des Versicherten an die Hinterbliebenen ausgezahlt wird. Das Sterbegeld aus einem betrieblichen Vertrag muss der Bezugsberechtigte dagegen versteuern. Die Besteuerung erfolgt mit der Lohnsteuerkarte. Hier muss der Sterbegeld-Empfänger allerdings einige Faktoren beachten und entsprechend auch Dokumente einreichen und Informationen übermitteln.

Das Finanzamt sieht die Auszahlung von Sterbegeld über den Arbeitgeber als Arbeitslohn an. Somit erfolgt die Auszahlung an die Angehörigen in Form einer Lohnzahlung. Sterbegeld stellt in dem Fall einen sonstigen Bezug dar und wird nach den Vorgaben in den Steuertabellen besteuert. Allerdings erlischt das Arbeitsverhältnis mit dem Tod des Beschäftigten. In der Sozialversicherung sind die Sterbegeldzahlungen deshalb steuerfrei.

Besonderheiten bei Schenkungen und Pfändungen

Steuerfreiheit gilt immer dann, wenn der Leistungsempfänger die Versicherungssumme für die Bestattungskosten verwendet.

Doch was passiert bei einer Schenkung?

Bei Schenkungen fallen die Sterbegeldleistungen unter das Erbschaftsteuergesetz. Die Auszahlungssumme ist demnach erbschaftssteuerpflichtig. Kauft ein Versicherungsnehmer den Sterbegeldvertrag beispielsweise noch während der Laufzeit zurück, so müssen die Erträge ebenfalls versteuert werden. Als Gewinn gilt die Differenz zwischen den geleisteten Beiträgen und der tatsächlichen Auszahlungssumme.

Versicherte, die nach dem 60. Lebensjahr einen Rückkauf tätigen, müssen den erhaltenen Betrag nur bis zu 50 Prozent versteuern.

Oft wird angespartes Geld bei Pfändungen herangezogen oder muss bei Arbeitslosigkeit zur Deckung der Unterhaltskosten verwendet werden. Sterbegeld ist bis zu einer Höhe 3.000 Euro pfändungsfrei.

Das Sterbegeld steht Bezugsberechtigten zu, auch wenn bereits weitere Freibeträge gewährt wurden. Bis zu der angegebenen Höhe ist die Summe pfändungssicher und darf auch nicht von Arbeitsagenturen oder Einrichtungen für Sozialleistungen angetastet werden.

Wird die Sterbegeldversicherung besteuert?

Die Sterbegeldversicherung ist eine Form der Lebensversicherung mit Todesfallschutz. Der Unterschied zu herkömmlichen Kapitalversicherungen liegt darin, dass Begräbnisversicherungen Leistungen im Todesfall erbringen. Da die Assekuranzen jedoch in der Regel nur im Falle des Todes Summen auszahlen, sind die Beiträge deutlich niedriger als für eine konventionelle Risiko-Lebensversicherung. Zwar enthalten Kapital-Lebensversicherungen auch eine Todesfallabsicherung, doch werden die Summen hier bereits im Erlebensfall nach Ablauf der Versicherungszeit ausgezahlt.

Wie alle kapitalbildenden Versicherungen unterliegen auch die Sterbegeldhilfen der Besteuerung. Doch wie wird die Sterbegeldversicherung eigentlich genau besteuert?

Beiträge inklusive Versicherungssteuer

Der Vorteil einer Abschiedsversicherung liegt darin, dass die Leistungen auch beim Empfang von Sozialhilfe oder Hartz IV nicht angerechnet werden dürfen. Die angesparten Beträge sind nicht als Vermögen zu werten. Jedoch unterliegen alle abgeschlossenen Sterbegeldverträge der Steuerpflicht. Der derzeit geltende Steuersatz von 19 Prozent ist bereits in den zu leistenden Prämien enthalten.

Wer eine Sterbegeldversicherung abschließen will, der kann sich Sparvorteile sichern, da die vereinbarten Raten beziehungsweise die Einmalsumme die Versicherungssteuer schon enthält. Die Assekuranzen berechnen immer den Endpreis! Erhalten Bezugsberechtigte Leistungen aus der Sterbegeldversicherung eines Verstorbenen und verwenden die Auszahlungssumme zur Deckung der Beerdigungskosten, so sind die Beträge steuerfrei. Eine Sterbegeldversicherung ist eine Vorsorgeaufwendung und wird von staatlicher Seite als Sonderausgabe gewertet.

Einkommenssteuerpflicht bei RГјckkauf

Entscheidet sich ein Versicherungskunde allerdings fГјr den RГјckkauf der Todesfallversicherung, so besteht hier explizit keine Steuerfreiheit. Solche Erlebensfallleistungen unterliegen dem Einkommenssteuergesetz und sind demnach steuerpflichtig.

Die Auszahlungssumme wird zum Beispiel bei einer Kündigung fällig. Der Versicherungsnehmer erhält im Zuge dessen die bis dato angesparten Beiträge samt erwirtschafteter Überschüsse zurück. Diese müssen in der Steuererklärung angegeben werden.

Auch bei Schenkungen und Pfändungen gelten besondere Steuerbedingungen. Die Bevollmächtigten sollten daher in jedem Fall mit Zahlungen nach dem Erbschaftssteuer- oder Schenkungssteuergesetz rechnen. Doch auch wenn ein neuer Bezugsberechtigter eingesetzt wird, können unter Umständen Steuern fällig werden.

Als reine Todesfallleistung sind die Auszahlungssummen normalerweise nicht steuerpflichtig. Wer eine private Sterbeversicherung wГјnscht, sollte die Leistungsangebote und Vertragsbedingungen einer genauen PrГјfung unterziehen.

Sterbegeld im Beamtenversorgungsgesetz

Bevollmächtigte, die Sterbegeld nach dem Beamtenversorgungsgesetz erhalten, werden steuerlich begünstigt. Die einmalig ausgezahlte Sterbegeldsumme ist doppelt so hoch wie die bisher geleisteten Bezüge an den Verstorbenen – diese Beträge werden jedoch nicht dem Nachlass zugerechnet.

Die Auszahlung erfolgt automatisch an den Ehepartner oder an die Kinder. Hatte der Verstorbene weder Ehepartner noch Kinder, geht das Sterbegeld an die nächsten Verwandten. Der Empfänger muss die Leistungen als sonstige Bezüge in der Steuererklärung angeben. Sind darüber hinaus auch keine Verwandten aufzufinden, so geht das Sterbegeld an die Personen, die einen Sterbegeldantrag stellen und beweisen, dass sie die Bestattungskosten bezahlt haben. In dem Fall sind die Sterbegeldleistungen in voller Höhe steuerfrei und gelten als Notstandsbeihilfe.

Источники: http://www.steuertipps.de/lexikon/s/sterbegeld, http://sterbegeldversicherung.gedenkseiten.de/muss-das-sterbegeld-einer-sterbegeldversicherung-versteuert-werden, http://sterbegeldversicherung.gedenkseiten.de/wird-die-sterbegeldversicherung-besteuert

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