Sterbegeld versicherung

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Sterbegeldversicherung

  • Vergleich mit Beiträgen und Leistungsdetails
  • Aufnahme bis 89 Jahre
  • Individuelle Versicherungssumme

Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung

Das Wort Sterbegeld hat keinen angenehmen Klang. Doch sich Gedanken um seine Beerdigung zu machen, heißt auch, die Finanzierung der eigenen Bestattung verantwortungsbewusst zu regeln. Seit die gesetzlichen Krankenkassen 2004 die Zahlung von Sterbegeld eingestellt haben, ist private Vorsorge noch dringender gefragt. Sterbegeldversicherungen sind darauf spezialisiert, dieses Problem zu lösen.

Wir bieten Ihnen einen Vergleichsrechner, mit dem Sie die Beiträge und Versicherungsbedingungen verschiedener Versicherungsunternehmen und Sterbekassen leicht vergleichen können. Schauen Sie sich die Tarife im Detail an. Bei Bedarf können Sie anschließend die Sterbegeldversicherung Ihrer Wahl bequem und direkt online abschließen.

Vorteile der Sterbegeldversicherung auf einen Blick:

  • Aufnahme bis zum Eintrittsalter von 85 Jahren
  • keine Gesundheitsprüfung
  • keine Ablehnung bei Vorerkrankungen
  • schnelles Erreichen der vollen Versicherungssumme
  • sehr kurze oder sogar gar keine Wartezeit

Sterbegeldversicherung: Private Vorsorge ist gefragt

Noch bis einschließlich 2003 gab es 525 Euro Sterbegeld von der gesetzlichen Krankenkasse, wenn ein Mitglied starb. Davon konnte allerdings schon damals niemand eine würdige Bestattung finanzieren. Es handelte sich eher um einen Zuschuss zu den Beerdigungskosten.

Den vollen Betrag für eine Beisetzung können Sie über eine private Sterbegeldversicherung absichern. Zur Wahl stehen Versicherungssummen zwischen 1.000 und 15.000 Euro. Die meisten Angebote gelten für Deckungssummen zwischen 5.000 und 7.500 Euro.

Wir empfehlen eine Versicherungssumme von mindestens 7.500 Euro. In dieser Höhe bewegen sich erfahrungsgemäß die durchschnittlichen Kosten für die Bestattung einschließlich Grabpflege, Wohnungsauflösung und Gebühren für einen Notar.

Was leistet eine Sterbegeldversicherung?

Eine Sterbegeldversicherung zahlt im Todesfall der versicherten Person eine vereinbarte Geldleistung an die Hinterbliebenen oder den im Vertrag genannten Bezugsberechtigten. Es handelt sich im Grunde um eine Kapitallebensversicherung mit beschränkter Deckungssumme.

Je eher Sie eine Sterbegeldversicherung abschließen, desto geringer sind die Beiträge.

Flexibler als der Name vermuten lässt

Auch wenn sie Sterbegeldversicherung oder Sterbeversicherung heißt: Viele Versicherungen bieten ebenfalls eine Auszahlung im Erlebensfall an. Nach der Ansparphase kann die Sterbegeldversicherung vom Versicherten jederzeit vorzeitig aufgelöst werden, um damit beispielsweise überraschende Kosten für eine medizinische Behandlung zu finanzieren. Dann erhält der Versicherte die bisherigen Beiträge ausgezahlt. Durch Beteiligung an den Überschüssen kann sich die Versicherungssumme zusätzlich erhöhen.

Was spricht für eine Sterbegeldversicherung?

Gegner von Sterbegeldversicherungen kritisieren, dass bei den geringeren Versicherungssummen die Erträge niedriger ausfallen als bei Kapitallebensversicherungen mit höherem Umfang. Eine Sterbegeldversicherung ist jedoch nicht als Geldanlage konzipiert, sondern zweckgebunden für die Bestattung. Gerade für Menschen ohne direkte Hinterbliebene ist sie eine ideale Möglichkeit, Bekannte oder Freunde zu bitten, die in ihrer Finanzierung gesicherte Bestattung zu organisieren.

Erlöse aus der Sterbegeldversicherung gehören nicht zur Erbmasse. Schlagen Ehepartner oder Angehörige etwa wegen Schulden das Erbe aus, können sie dennoch die Sterbegeldversicherung zur Begleichung der Bestattungskosten verwenden.

Vorteile überwiegen

Das größte Plus einer Sterbegeldversicherung im Vergleich zu einer Kapitallebensversicherung aber ist: Sie lässt sich bis ins hohe Alter (85 Jahre) ohne Gesundheitsprüfung abschließen. Auch eine bereits bestehende Erkrankung steht dem Versicherungsschutz also nicht im Wege.

Lebensversicherungen schließen ältere Menschen hingegen häufig aus oder verlangen bei Vorerkrankungen hohe Aufschläge. Für ältere oder kranke Personen bleibt eine Sterbegeldversicherung dann oftmals als einzige Möglichkeit.

Die niedrigen Beiträge für eine Sterbegeldversicherung von durchschnittlich 20 Euro im Monat sind zudem für viele Pensionäre oder Erwerbsunfähige ein zusätzlicher Pluspunkt, da sie auch bei kleinen Renten gut zu stemmen sind.

Was passiert im vorzeitigen Todesfall?

Unsere Versicherungspartner zeichnen sich durch keine oder sehr kurze Wartezeiten aus, bis die volle Versicherungssumme gezahlt wird. Tritt der Tod vor Erreichen des vollen Versicherungsschutzes ein, gilt folgende Regelung:

  • Im ersten Jahr werden bis dahin gezahlten Beiträge erstattet.
  • Ab dem 13. Monat werden 60 Prozent der Versicherungssumme ausgeschüttet.
  • Nach Ablauf der Wartezeit (max. 36 Monate) werden 100 Prozent der vereinbarten Summe ausgezahlt.

Nicht nur die eigene Bestattung lässt sich absichern

Sterbeversicherungen sind frei in der Vertragsgestaltung. So ist es zum Beispiel möglich, dass ein Angehöriger oder Freund der Familie den Versicherungsantrag für den Versicherungsnehmer stellt. Denkbare Fälle sind Krankheiten, die die Lebenserwartung verkürzen, ein verwirrter Geisteszustand oder auch die Erwägung, sich als Ehepartner oder naher Verwandter die eigene Fürsorgepflicht im Todesfall des Versicherten finanziell zu erleichtern.

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Bestattungskosten: Bitte, beerdigen Sie Ihre Sterbegeldversicherung!

Bestattungskosten Bitte, beerdigen Sie Ihre Sterbegeldversicherung!

Quelle: 20131122/dpa/Patrick Seeger

I n Selb im Fichtelgebirge ist es für so manche Familie Tradition, schon bei der Geburt eines Kindes an die Kosten fürs Begräbnis zu denken. Bereits für Neugeborene werden dann monatlich 75 Cent in die Sterbekasse eingezahlt. Sicher ist sicher. Schließen ältere Menschen Sterbegeldversicherungen für sich selbst ab, kommen sie nicht mehr mit Cent-Beträgen davon. Nicht wenige Senioren investieren viele Dutzend Euro monatlich in gleich zwei oder drei Policen.

Der Versicherungsvermittler hatte ihnen die Vorsorge als Ehrensache ans Herz gelegt, um die Kinder später vor hohen Bestattungskosten zu schützen. Bereits Mittvierziger werden in Werbebriefen der Versicherer mit der Aufforderung konfrontiert, frühzeitig die Weichen zu stellen, um sich einen „Abschied in Würde“ leisten zu können. Wer unterschreibt, schaufele aber meist das Grab für sein Geld, mahnen Verbraucherschützer zur Vorsicht.

Nur für Anbieter ein gutes Geschäft

„Das gute Gefühl, vorgesorgt zu haben, ist teuer erkauft, in den meisten Fällen ein sicheres Renditegrab“, mahnt Elke Weidenbach, Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, zur Vorsicht. Wer im Rentenalter eine Sterbegeldversicherung abschließe, zahle meist deutlich mehr ein, als die Hinterbliebenen einmal rausbekommen. Nur für die Anbieter selbst sei das ein gutes Geschäft, gibt auch Sascha Straub zu bedenken, Versicherungsfachmann der Verbraucherzentrale Bayern. Für Senioren ende ein Vertrag fast immer mit Geldverlust, nicht etwa mit Gewinn. Für den Bund der Versicherten (BdV) zählt die Sterbegeldpolice zu den unsinnigsten Versicherungen des Marktes.

Doch die Vertriebsmasche ist geschickt. Seit über zwölf Jahren halten Versicherer Ängste wach, dass es mal nur noch für einen Pappsarg mit Armenbegräbnis reicht. Vor allem jetzt im Herbst, in der trüben Jahreszeit, schwärmen Versicherungsvermittler wieder aus, um ältere Menschen zu Hause, in Altenheimen oder am Telefon davon zu überzeugen, dass sie sich mit einer Sterbegeldpolice gegen Unbill wappnen könnten.

Fakt ist: Seit 2004 zahlen die Krankenkassen kein Sterbegeld mehr. Begräbnisse sind aber teuer, Rechnungen von weit über 12.000 Euro keine Seltenheit. Das liegt Senioren auf der Seele, die nicht allzu viel Geld auf der hohen Kante haben und ihren Kindern finanziell nicht zur Last fallen wollen.

Der Kunde zahlt mehr, als im Todesfall herauskommt

Viele unterschreiben im Glauben, ihre Sterbegeldversicherung sei ein simpler Sparplan, damit die Hinterbliebenen später Geld genug haben, um Sarg, Blumen und Bestatter bezahlen zu können. Kaum einer weiß, dass dahinter eine kleine Kapitallebensversicherung steckt. Fast alle Lebensversicherer bieten sie an. Manchmal in Zusammenarbeit mit Bestattungsunternehmen, Krankenkassen, Gewerkschaften, Familienwerken oder Vereinen. Eingezahlt werden kann einmalig oder auch regelmäßig, etwa 25 oder 30 Jahre lang, höchstens bis zum Alter von 85 Jahren. Die Monatsbeiträge liegen bei zehn, 20 oder auch 40 bis 50 Euro, je nach Einstiegsalter und angestrebter Versicherungssumme, die häufig 8000 Euro nicht übersteigt. Kinder bis zum 18. Lebensjahr können etwa bei regionalen Sterbekassen für Cent-Beträge mitversichert werden, danach gelten Erwachsenentarife.

Je höher das Eintrittsalter, desto höher kalkulieren die Versicherer das Sterblichkeitsrisiko. Im Alter würden die Verträge besonders teuer, warnt Bianca Boss, Sprecherin des BdV. Weil der Großteil der eingezahlten Beiträge für den Todesfallschutz draufgeht, wird die Police dann zum Verlustgeschäft, betont Fachfrau Weidenbach. Die Kunden zahlten über die Jahre schlichtweg viel mehr ein, als bei ihrem Tod herauskommt. Beispiel: Ein 65-Jähriger will ein garantiertes Sterbegeld von 5000 Euro und investiert dafür monatlich fast 29 Euro. Macht bis zum 85. Lebensjahr allein 6960 Euro an Beiträgen. „Nicht gerade empfehlenswert, noch dazu schlecht verzinst“, sagt Straub. „Hohe Abschluss- und Verwaltungskosten drücken auch noch rein, Überschüsse sind nicht garantiert, wo bleibt da das Geschäft für den Kunden?“, winkt Boss ab.

Misstrauen ist immer angebracht, wenn ein Vertrag so angepriesen wird, als sei er ganz ohne Gesundheitsprüfung auch noch im hohen Alter rentabel. Dafür müssen die Kunden dann Wartezeiten von bis zu 36 Monaten hinnehmen. Die Warteklauseln sorgen dafür, dass der Kunde beispielsweise in den ersten drei Jahren nur gegen Unfalltod versichert ist. Stirbt er in dieser Zeit aber an Krebs, kriegen seine Angehörigen nur das eingezahlte Geld zurück, manchmal noch weniger. Die volle Versicherungssumme gibt es erst nach der Wartezeit.

Lieber ein Banksparplan ohne Gebühren

Wer eine Sterbegeldversicherung unterschreibt, kann also nicht sicher sein, dass die Erben nicht trotzdem mit Kosten belastet werden, gibt Boss zu bedenken. Dazu kommt: Ansprüche aus einer Lebensversicherung sind bei privaten Schulden voll pfändbar, wenn sie über 3579 Euro liegen, rechnet Straub vor. Nur dann, wenn ein gesunder Versicherter kurz nach Ablauf der Wartezeit stirbt und noch nicht zu viel einbezahlt hat, könne sich eine Sterbegeldversicherung rechnerisch lohnen. Daran können auch vermeintlich günstige Gruppentarife über Gewerkschaften oder Vereine nichts ändern. „Rabattierte Gruppenverträge sind zwar nicht ganz so schlecht wie ein Einzelvertrag, aber auch nicht ratsam“, so die Erfahrungen Weidenbachs.

Wer für seine Beerdigung sparen will, sollte das lieber auf eigene Faust tun, möglichst früh damit anfangen und Versicherungen meiden, sind sich Verbraucherschützer einig. Zum Beispiel mit einem Banksparplan ohne Gebühren, aber mit bestmöglicher Verzinsung. Die Rendite fällt im aktuellen Dauerzinstief zwar bescheiden aus, aber es geht wenigstens kein Geld verloren. Für Jüngere kann eine Risikolebensversicherung eine deutlich günstigere Alternative sein. Was im Ernstfall weiterhelfen kann: Ehepartner von Rentnern bekommen auf Antrag drei volle Monatsrenten aus dem sogenannten Sterbevierteljahr, das für die Beerdigung ausgegeben werden könnte. Reicht der Nachlass nicht fürs Begräbnis, können Kinder die Kosten zudem als außergewöhnliche Belastung steuerlich ansetzen.

Wer erst vor Kurzem eine oder gar mehrere Sterbegeldpolicen abgeschlossen hat, kann häufig noch kündigen. Verbraucherzentralen berechnen gegen Gebühr, ob und wie viel Geld bei einem Notausstieg verloren ginge. „Lieber ein Ende mit Schrecken als eine völlig unrentable Versicherung, in die immer weiter Geld reingesteckt wird“, ist Boss überzeugt. Wer das Bedürfnis hat, schon frühzeitig Begräbnisdetails wie Grabstelle, Trauerfeier, Blumendekoration, Sarg oder Urne zu regeln, braucht dafür keine Versicherung. Solche Details können auch in einem speziellen Vertrag mit einem Bestattungsunternehmen festgelegt werden.

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Sterbegeldversicherung

Teure Vorsorge für die Beerdigung

  • Zuletzt aktualisiert: 6. Juni 2016
  • Von: Annika Krempel

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Sterbegeldversicherung ist eine Kapitallebensversicherung mit kleiner Versicherungssumme. Allerdings kommen Sie praktisch nicht mehr an Ihr Kapital heran.
  • Selbst wenn Sie im Alter von 50 Jahren eine Police abschließen, zahlen Sie meist mehr ein, als die Versicherung am Ende auszahlt.
  • Je länger Sie leben, desto eher lohnt es sich, das Geld selbst anzulegen.
  • Das Kapital der Versicherung gilt als Bestattungsvorsorge, die vor dem Zugriff des Sozialamts geschützt ist.

So gehen Sie vor

  • Wägen Sie ab, ob nicht eine Alternative zur Sterbegeldversicherung die bessere Variante ist.
  • Legen Sie das Geld selbst mit einer anständigen Verzinsung an. Ein Konto mit Sperrvermerk ist möglich.
  • Alternativ können Sie eine Risikolebensversicherung abschließen.
  • Oder zahlen Sie das Geld auf ein Treuhandkonto mit einem Vorsorgevertrag ein. Auch dort gilt das Kapital als Bestattungsvorsorge.

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Irgendwann beginnt fast jeder zu überlegen, was eigentlich passiert, wenn er stirbt. So manchen plagt dabei der Gedanke, den Kindern am Ende des Lebens die finanzielle Bürde der Bestattungskosten aufzuhalsen. Er schließt deshalb eine Sterbegeldversicherung ab. Doch diese Police ist nur in wenigen Fällen sinnvoll.

Die Sterbeversicherung ist eine kleine Lebensversicherung

Dass am Ende eines Lebens immer eine Bestattung bezahlt werden muss, steht fest. In der Regel müssen die Erben dafür aufkommen. In Deutschland kostet eine Beerdigung laut Verbraucherzentralen im Schnitt etwa 7.000 Euro, je nach Ort und Gestaltung kann es auch mehr sein. Eine Sterbegeldversicherung soll diese Kosten absichern und die Erben finanziell entlasten.

Die Police ist im Prinzip eine Kapitallebensversicherung, in die nur eine kleine Summe eingezahlt wird. Meist geht es um Versicherungssummen bis zu 10.000 Euro. Stirbt der Versicherte, zahlt der Anbieter die vereinbarte Summe und gegebenenfalls Überschüsse an die Erben oder denjenigen aus, der im Vertrag als Bezugsberechtigter eingetragen ist. Damit kann dieser die Bestattung finanzieren, sofern die Ablaufsumme hoch genug ist.

Früh vorsorgen

Mindestens so wichtig wie die Frage der Bestattungskosten zu klären, ist es, für den Fall einer schweren Krankheit vorzusorgen und den Nachlass ordentlich zu regeln. Verfassen Sie daher ein Testament, eine Patientenverfügung und erteilen Sie eine Vorsorgevollmacht.

Die Beitragsdauer ist meist begrenzt, der Versicherte zahlt also nur bis zu einem bestimmten vereinbarten Alter in die Versicherung ein. Gängige Praxis ist, die Zahlungen mit 65 oder 85 Jahren zu beenden – je nach Anfangsalter. Der Schutz der Versicherung besteht allerdings bis ans Lebensende. Auch wer schon während der Beitragsdauer verstirbt, setzt die Auszahlung in Gang.

Bei Lebensversicherungen ist normalerweise zum Abschluss der Police eine Gesundheitsprüfung notwendig. So kann die Versicherung das Risiko besser einschätzen und die Beiträge entsprechend kalkulieren. Bei einer Sterbegeldversicherung gibt es ebenfalls Gesundheitsprüfungen, ein Abschluss ist allerdings auch ohne Check möglich. Dafür müssen Kunden allerdings eine Wartezeit hinnehmen: Viele Sterbeversicherungen zahlen erst, wenn der Versicherte noch mindestens zwölf Monate nach Vertragsabschluss gelebt hat. Mitunter beträgt die Wartezeit auch drei Jahre.

Stirbt der Versicherte zu früh, zahlt der Anbieter dann gegebenenfalls nur die bis dahin eingezahlten Beiträge abzüglich einiger Kosten aus. Bei Unfalltod verzichten oder verkürzen viele die Karenzzeit. Einige Versicherer zahlen in diesem Fall sogar die doppelte Versicherungssumme aus.

Einige Versicherungen zahlen bei Freitod nur, wenn der Vertragsabschluss bereits zwei oder drei Jahre zurückliegt.

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Sterbekassen und Lebensversicherer

Eine Sterbegeldversicherung bekommen Sie entweder bei einem Lebensversicherungsunternehmen oder einer der derzeit 35 Sterbekassen. Stammt die Police von einer Lebensversicherung, muss der Vertrag mit dem Garantiezins kalkuliert werden, der im Jahr 2016 noch 1,25 Prozent beträgt. Gerät die Versicherung in finanzielle Schwierigkeiten, springt der Sicherungsfonds Protektor ein.

Die Sterbekassen dagegen sind nicht an den Garantiezins gebunden. Der Zins dieser Policen wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) bestimmt. Der zulässige Zins, der höchstens zur Kalkulation verwendet werden darf, beträgt derzeit ebenfalls 1,25 Prozent. In der Vergangenheit durften die Sterbekassen aber mit deutlich höheren Zinsen rechnen als Lebensversicherungen, wodurch sie niedrigere Prämien verlangen konnten. Der Nachteil: Bei den Sterbekassen gibt es kein Sicherungsnetz. Sollte eine von ihnen in Not geraten, kann sie ihre Leistungen nachträglich kürzen.

Teure Absicherung gegen Begräbniskosten

Finanztip rät grundsätzlich dazu, nur Risiken zu versichern, die man selbst nur schwer bezahlen könnte. Das Risiko der Beerdigungskosten sollte für die meisten nicht darunter fallen. Ihr Erbe dürfte ausreichen, um eine würdevolle Bestattung zu finanzieren.

Sterbegeldversicherungen sind teuer. Zum einen teilen sie mit anderen Kapitallebensversicherungen das Problem hoher Abschluss- und Verwaltungskosten bei derzeit niedrigen Zinsen. Nur in wenigen Fällen zahlen die Versicherer am Ende mehr aus, als an Beiträgen in die Police floss.

In einer Stichprobe haben wir für 16 Profile auf einem Vergleichsportal nach der jeweils günstigsten Sterbegeldversicherung gesucht. Die Versicherten waren 40, 50, 60 oder 65 Jahre alt und sollten entweder bis zum Alter von 65 Jahren oder 85 Jahren Beiträge bezahlen.

Wer früh eine Sterbegeldversicherung abschließt, kann bei manchen Anbietern mit monatlichen Beiträgen von weniger als 20 Euro rechnen. Eine Gesundheitsprüfung wirkte sich in unserer Stichprobe in jungen Jahren außerdem am stärksten aus: Sie verringerte die Prämie deutlich. Je höher das Alter beim Zahlen der letzten Rate ist, desto höher ist der Gesamtbeitrag, weil ja die Wahrscheinlichkeit steigt, dass der Kunde vor Ablauf der Zahlphase stirbt.

So viel kostet eine Sterbegeldversicherung

Beträge teilweise gerundet

Quelle: Finanztip-Recherche, Check24 (Stand: 25. Mai 2016)

Für die Stichproben-Fälle haben wir die eingezahlten Beiträge und die garantierte Ablaufleistung der Sterbeversicherung errechnet und verglichen. Es kommen eventuell noch Überschüsse und Zinsen dazu, die sich aber nicht seriös vorhersagen lassen. Da noch Verwaltungskosten abgehen und die Zinsen nur auf den Sparanteil gezahlt werden, sind diese Extra-Erlöse in der aktuellen Niedrigzinsphase nach unserer Auffassung eher zu vernachlässigen.

Im Ergebnis zeigt sich: Wer früh anfängt, bekommt tatsächlich meist mehr Kapital aus der Versicherung heraus, als er eingezahlt hat. Allerdings bieten nicht alle Versicherungen Policen schon ab einem Alter von 40 Jahren an. Schließt der Versicherte erst mit 50 Jahren eine Sterbegeldversicherung ab, steht am Ende meist ein Minus. Ab 60 Jahren zahlen die Versicherten in unserer Stichprobe sogar immer drauf, so sie nicht vor Ablauf sterben. In einem Fall hätte der Versicherte sogar 4.100 Euro mehr eingezahlt, als seine Angehörigen ausgezahlt bekämen. Nur die beiden Policen mit Einmalzahlung bringen auch bereits Älteren noch ein kleines Plus.

Wer sein Geld stattdessen selbst anlegt, profitiert davon mehr, je älter er wird. Für die Profile mit einem Abschlussalter von 40 Jahren haben wir errechnet: Mit einem guten Festgeldkonto hat man bereits nach 71 Jahren mehr angespart als die Garantieleistung der Versicherung. Je länger das Leben dann noch dauert, desto mehr Zinsen springen raus – und können außerdem, wie die gesamte Sparsumme, jederzeit frei verwendet werden.

Vorteil der Sterbegeldversicherung

Trotz aller Kosten und gegebenenfalls zu viel gezahlter Beiträge hat die Sterbegeldversicherung zwei Vorzüge: Zum einen besteht bereits nach der (kurzen) Wartezeit eine Versicherung. Obwohl noch nicht das volle Kapital eingezahlt ist, zahlt der Versicherer beim Tod des Kunden die volle vereinbarte Summe aus.

Das Kapital in der Versicherung gilt außerdem als zweckgebundene Bestattungsvorsorge, sofern die Auszahlung nur im Todesfall erfolgt und die Höhe der Versicherung angemessen ist. Damit hat das Sozialamt keinen Zugriff auf das Kapital der Versicherung. Wer zum Beispiel Hartz IV bezieht oder auf Unterstützung bei der Pflege angewiesen ist, muss seine Police in der Regel nicht aufgeben. Im Gegenteil: Das Sozialgericht Karlsruhe hat entschieden, dass das Sozialamt sogar die Beiträge zu einer angemessenen Sterbegeldversicherung übernehmen muss (Urteil vom 24.November 2015, Az. S 4 SO 370/14).

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Alternativen zur Sterbegeldversicherung

Es gibt die Möglichkeit, mit einem Bestatter einen Vorsorgevertrag abzuschließen. Die dafür notwendige Summe können Sie auf einem Treuhandkonto hinterlegen, wie sie zum Beispiel der Verband unabhängiger Bestatter (VuB), der Bundesverband der Deutschen Bestatter (BDB) oder das Deutsche Institut für Bestattungskultur (DIB) anbieten. Das Geld gilt dort als zweckbestimmte Bestattungsvorsorge. Sofern der Betrag angemessen ist, hat das Sozialamt keinen Zugriff darauf (Bundessozialgericht, Urteil vom 18. März 2008, Az. B 8/9b SO 9/06 R).

Was genau angemessen ist, hängt ab vom Ort der Bestattung letzten Wohnort und der Person des Verstorbenen. So erhält zum Beispiel ein Prominenter in der Regel eine größere Bestattung als ein unbekannter Mensch. Es ist somit immer eine individuelle Einschätzung. Bei Kapitalbeträgen zwischen 3.000 bis 11.500 Euro sollte es in der Regel aber keine Probleme geben.

Wer unbedingt Geld für seine Bestattung zurücklegen möchte, kann auch regelmäßig Geld auf ein vernünftig verzinstes Tagesgeld- oder Festgeldkonto einzahlen. Der Vorteil: Sie können jederzeit auf Ihr Geld zugreifen. Wollen Sie sichergehen, dass das angesparte Geld tatsächlich nur für die Beerdigung ausgegeben werden kann, ist bei einigen Konten auch ein Sperrvermerk möglich.

Dann hat ein Erbe beispielsweise nur Zugang zum Geld, wenn er Belege des Bestatters vorweisen kann. Für das Sozialamt ist der Sperrvermerk allerdings keine Hürde. Fragen Sie bei Ihrer Bank nach der genauen Formulierung.

Viele Menschen verfügen schon über eine Alternative zur Sterbegeldversicherung. Wer eine Lebensversicherung, Unfallversicherung oder Risikolebensversicherung abgeschlossen hat, ist im Prinzip abgesichert. Denn die Angehörigen, die als Bezugsberechtigte im Vertrag stehen, bekommen im Todesfall des Versicherungsnehmers die Summe ausbezahlt, solange der Vertrag läuft.

Gerade junge Menschen können die Risikolebensversicherung zur Vorsorge nutzen. Sie ist günstiger als eine Sterbegeldversicherung. Läuft der Versicherungsschutz der Risikolebensversicherung aus, sollte bis dahin ein Polster für die Bestattung angespart worden sein.

Mehr dazu im Ratgeber Risikolebensversicherung

Annika Krempel

Expertin für Versicherungen

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Wer schon eine Sterbegeldversicherung hat

Wer sich seine Beiträge nicht mehr leisten kann oder möchte, sollte genau kalkulieren. Denn der Rückkaufswert der Policen ist meist sehr niedrig. Rechnen Sie also durch, ob Sie mehr Geld verlieren, wenn Sie kündigen oder wenn Sie durchhalten.

Bei einigen Anbietern ist es auch möglich, die Versicherung beitragsfrei zu stellen. Dann zahlen Sie keine Beiträge mehr, Ihre Angehörigen bekämen im Todesfall aber das Kapital ausgezahlt. Fragen Sie bei Ihrer Versicherung nach, ob dies möglich ist und welcher Betrag dafür bereits eingezahlt worden sein muss. Natürlich ist dann die Auszahlsumme entsprechend geringer.

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Was im Todesfall zu tun ist

Stirbt der Versicherte, müssen die Angehörigen den Tod meist unverzüglich der Versicherung mitteilen. Zum Nachweis verlangt die Assekuranz dann später verschiedene Unterlagen wie den Versicherungsschein, eine Sterbeurkunde und bei Unfall Nachweise über den Unfallhergang. Liegt der Antrag vollständig vor, zahlen die Versicherungen meist innerhalb weniger Tage die Summe aus.

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Artikel verfasst von

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Источники: http://www.comfortplan.de/sterbegeldversicherung, http://www.welt.de/finanzen/article159301313/Bitte-beerdigen-Sie-Ihre-Sterbegeldversicherung.html, http://www.finanztip.de/sterbegeldversicherung/

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