Risikolebensversicherung stiftung warentest

0
11

Starke Preisunterschiede bei Risikolebensversicherungen

Wenn der Hauptverdiener plötzlich stirbt, droht Hinterbliebenen häufig der finanzielle Ruin. Schutz bietet eine Risikolebensversicherung. Einige Policen sind relativ günstig – zumindest für Nichtraucher.

Wind- und Kitesurfer auf dem Steinhuder Meer

Das Wort ist lang und sperrig: Risikolebensversicherung. Und beliebt ist das Finanzprodukt auch nicht gerade. Es findet sich nicht in der Rangliste der zehn häufigsten Versicherungen in Deutschland, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft vor einigen Monaten mitgeteilt hat.

Die Stiftung Warentest bricht nun eine Lanze für dieses Versicherungsprodukt. Die Verbraucherschützer haben für die aktuelle Ausgabe von „Finanztest“ (hier der Link zur Stiftung Warentest) Angebote von 40 Versicherungsunternehmen untersucht und die günstigsten Anbieter ermittelt.

Nach Ansicht von „Finanztest“ braucht jeder, der Angehörige finanziell absichern muss, diese Police. „Der Abschluss einer Risikolebensversicherung ist auch nicht nur für gefahrenträchtige Berufe wie Pilot, Dachdecker oder Feuerwehrmann sinnvoll“, schreiben die Verbraucherschützer.

So wirkt sich Rauchen auf den Tarif aus

Der Schutz vor einem finanziellen Ruin der Hinterbliebenen kostet demnach nicht viel. Beispiel: Ein 35-jähriger Verwaltungsfachangestellter zahlt bei einer Versicherungssumme von 250.000 Euro und einem Abschluss auf 30 Jahre beim günstigsten Anbieter 210 Euro jährlich. Voraussetzung: Der Kunde raucht nicht (für Raucher kostet der gleiche Tarif knapp 600 Euro).

Gesiegt hat in dieser Beispiel-Untersuchung der Anbieter Europa, der Tarif heißt: E-RL. Der zweitgünstige Tarif für Nichtraucher kommt vom selben Anbieter, heißt E-RL (Standard) und kostet 241 Euro. Dahinter folgen die Hannoversche mit T1N10 (Klassik) und DLVAG mit Lou (DL), die jeweils 310 Euro kosten.

Nachversicherungsgarantie – eine sinnvolle Sache

Ein Preisvergleich lohnt sich. Der teuerste Anbieter verlangt für diesen Modellkunden 1042 Euro pro Jahr – also rund fünf Mal so viel wie der günstigste. Wie die Stiftung Warentest betont, bieten teure Verträge keine entscheidenden Vorteile. „Der Preis ist das Hauptkriterium bei der Auswahl“, schreiben die Verbraucherschützer.

Wichtig sei aber die Wahl der passenden Versicherungssumme. Faustregel sei, dass die Versicherungssumme das Drei- bis Fünffache des Jahresbruttoeinkommens betragen sollte. Ebenso ist die Laufzeit ein wichtiges Kriterium. In der Regel, so „Finanztest“, reichen 15, 20 oder 25 Jahre – so lange etwa, bis die Kinder finanziell auf eigenen Beinen stehen. Sinnvoll sei auch eine Nachversicherungsgarantie. Das sichert dem Kunden das Recht zu, noch Jahre nach Vertragsschluss ohne erneute Gesundheitsprüfung die Versicherungssumme erhöhen zu können.

Welche Policen braucht wirklich jeder? Und welche sind nur in bestimmten Fällen nötig? Das zeigt diese Übersicht.

Ihr Kommentar zum Thema

Verwandte Artikel

  • Haftpflicht, Rente, Zahnersatz: Diese Versicherungen brauchen Sie wirklich (15.04.2014)
  • Kündigen oder nicht: Was mache ich mit meiner alten Lebensversicherung? (07.01.2017)
  • Zu wenig Geld: Verbraucher klagen über schlechte Versicherungsleistungen (22.12.2016)

Mehr im Internet

SPIEGEL ONLINE ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

Risiko­lebens­versicherung: Sinn­voller Schutz nicht nur für Familien

  1. Startseite Test
  2. So haben wir getestet
  3. Testbericht Risikolebensversicherung
  4. Hinterbliebene: So hoch ist die gesetztliche Rente
  5. Steuerersparnis für Paare
  6. Überschussbeteiligung: Beitrag niedrig halten
  7. Unser Rat
  8. Tabelle: Verbundene Leben 35-Jährige
  9. Tabelle: Risikolebensversicherung 35-Jährige
  10. Tabelle: Risikolebensversicherung 45-Jährige
  11. Tabelle: Riskolebensversicherung 55-Jährige
  12. Artikel als PDF (7 Seiten)

Wer Angehörige finanziell absichern muss, sollte eine Risiko­lebens­versicherung haben – nicht nur, wenn er ein gefähr­liches Hobby oder einen gefahrenträchtigen Beruf hat. Nach dem Tod des Versicherten erhalten die Angehörigen die vereinbarte Todes­fall­summe. Wir haben Risiko­lebens­versicherungen von 40 Versicherern untersucht. Der Vergleich Risiko­lebens­versicherung lohnt sich: Teure Verträge kosten mehr als dreimal so viel wie güns­tige, ohne entscheidende Vorteile zu bieten.

Kompletten Artikel freischalten

Risiko­lebens­versicherung – wichtig für Familien

Eine Risiko­lebens­versicherung ist für Familien wichtig. Fällt der Haupt­verdiener aus, muss die Familie den Einkommens­verlust kompensieren. Stirbt der Partner, der die Kinder versorgt, entstehen zusätzliche Kosten für die Kinder­betreuung. Werden ein Haus oder eine Wohnung per Kredit finanziert, verlangen viele Banken ohnehin eine solche Police.

Preis­vergleich anhand von Musterfällen

Hier finden Sie den jüngsten Test von Risiko­lebens­versicherungen. Er zeigt die Preise der Policen für unsere Modell­kunden – einen Industrie­mechaniker und eine Verwaltungs­fach­angestellte ( so haben wir getestet) in verschiedenen Lebens­altern. Dargestellt sind auch die Tarife für die „Verbundene Leben“. Hier versichern sich zwei Partner gegen­seitig. Die Test­ergeb­nisse geben einen guten Anhalt, auch wenn nicht alle Merkmale der Muster­kunden auf Sie passen sollten.

Hier der Test – dort der individuelle Vergleich

Individueller Vergleich. Sie können es noch viel individueller haben. Eine Risiko­lebens­versicherung, die voll und ganz auf ihre persönlichen Bedürf­nisse abge­stimmt ist, ermitteln Ihnen die Versicherungs­experten der Stiftung Warentest – etwa wenn Sie zum ersten Mal eine solche Versicherung abschließen oder aber auch, wenn Sie sich höher versichern möchten zum individuellen Vergleich Risikolebensversicherung.

Grund­legende Informationen. Risiko­lebens­versicherung, Kapital­lebens­versicherung, fonds­gebundene Renten­versicherung? Sie benötigen erst einmal Orientierung? Hier lesen Sie, welche Lebens­versicherungen es gibt und wie sie sich unterscheiden zum Basiswissen Lebensversicherung.

Auch kinder­lose Paare können den Schutz benötigen

Eine Risiko­lebens­versicherung ist auch für kinder­lose Paare sinn­voll. Falls einer nach dem Tod des anderen den Lebens­stan­dard nicht halten könnte, kann die vereinbarte Todes­fall­leistung das ausgleichen. Das gilt erst recht für Paare ohne Trau­schein, da sie keinen Anspruch auf Witwen- oder Witwerrente haben. Auch Geschäfts­partner können sich mit dieser Versicherung gegen­seitig absichern.

Preisgüns­tige Verträge

Der Schutz kostet nicht viel. Unser 35-jähriger Modell­kunde, ein Verwaltungs­fach­angestellter, zahlt 210 Euro jähr­lich im Nicht­raucher­tarif für 250 000 Euro Versicherungs­summe, wenn er beim güns­tigsten Anbieter abschließt. Ein Preis­vergleich lohnt, denn es gibt enorme Unterschiede. Teure Verträge kosten mehr als dreimal so viel wie güns­tige, ohne entscheidende Vorteile zu bieten. Daher ist der Preis das Haupt­kriterium bei der Auswahl. Erst an zweiter Stelle kommen die Unterschiede in den Bedingungen. Raucher zahlen in der Risiko­lebens­versicherung deutlich mehr als Nicht­raucher, ältere Kunden mehr als jüngere, für Berufe mit schwerer körperlicher Arbeit ist es teurer und auch bei starkem Überge­wicht ist oft ein Aufpreis fällig.

Versicherungs­summe in geeigneter Höhe

Sehr wichtig ist die Wahl der richtigen Versicherungs­summe. 250 000 Euro wie im Modell­fall – das klingt hoch gegriffen, ist es aber nicht. Eine Hinterbliebene könnte mit einer solchen Summe – zu 2 Prozent Zins in einem Auszahl­plan angelegt – 20 Jahre lang über rund 1 263 Euro im Monat verfügen. Als Faust­regel für die Versicherungs­summe kann gelten: Sie sollte das Drei- bis Fünf­fache des Jahres­brutto­einkommens betragen. Wer zusätzlich Kredite aufgenommen hat, sollte diese Beträge hinzurechnen.

Lücke genau bestimmen

Die finanzielle Lücke sehr genau zu kalkulieren, ist noch besser. Wie hoch sind die monatlichen Einnahmen? Welche Ausgaben fallen an? Wie hoch wäre der Verdienst­ausfall? Wie hoch sind die voraus­sicht­lichen gesetzlichen Witwen- und Waisenrenten? Welche Ausgaben entfallen, wenn die versicherte Person stirbt? Ist Spargeld vorhanden? Sind Schulden zu tilgen? Wichtig ist auch die Lauf­zeit der Versicherung. In der Regel reichen 15, 20 oder 25 Jahre – so lange etwa, bis die Kinder finanziell auf eigenen Beinen stehen.

Basis­tarife reichen meistens

Viele Versicherer sind mit mehreren Tarifen am Markt vertreten: Sie haben eine Basis­variante und mehrere Angebote mit mehr Leistungen. Unsere Tests von Risiko­lebens­versicherungen zeigen: Leistungs­stärkere Tarife sind teurer, bringen aber den meisten Kunden keine relevanten Vorteile.

Nutzer­kommentare, die vor dem 16. Mai 2017 gepostet wurden, beziehen sich noch auf die Vorgänger­unter­suchung aus Finanztest 6/2015.

Jetzt freischalten

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Gutschein einlösen

Preise inkl. MwSt.

  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 9 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 94 Nutzer finden das hilfreich.

Risiko­lebens­versicherung

Kinder und Ehe- oder Lebens­partner absichern – das geht mit einer Risiko­lebens­versicherung nicht nur besonders gut, sondern auch besonders günstig. Im Vergleich zur teuren Kapital-Lebens­versicherung handelt es sich um einen reinen Todes­fall­schutz: Die Angehörigen erhalten die vereinbarte Versicherungs­summe, falls der Kunde stirbt. Da sich die Leistungen der Tarife kaum unterscheiden, lohnt ein Preis­vergleich besonders. Güns­tige Angebote zeigen die Tests und die Analyse der Stiftung Warentest. Mehr

Teurer für Raucher

Der Preis ist das wichtigste Auswahl­kriterium für eine Risikolebensversicherung. Wie teuer die Versicherung für den Einzelnen wird, hängt von vielen Kriterien ab. So zahlen Raucher mehr als Nicht­raucher, ältere Kunden mehr als jüngere. Ebenso müssen Kunden Gesund­heits­fragen beant­worten. So sind zum Beispiel Überge­wicht, erhöhte Blut­fett­werte oder Blut­hoch­druck für die Versicherer Risiken, die sie sich mit höheren Beiträgen bezahlen lassen. Wer ernst­hafte Krankheiten hat, muss damit rechnen, gar keine Police zu erhalten – oder zumindest saftige Risiko­zuschläge zu zahlen.

Früh abschließen lohnt sich

Daher lohnt es sich, früh eine Risiko­lebens­versicherung abzu­schließen, wenn Kunden noch jung und gesund sind. Wichtig ist es dann, Tarife mit einer so genannten Nach­versicherungs­garantie zu wählen. Dann können Kunden später die Versicherungs­summe ohne Gesund­heits­prüfung erhöhen, etwa nach einer Heirat, wenn Kinder geboren werden oder bei Einkommens­erhöhungen.

Den Baukredit absichern

Eine nach­trägliche Erhöhung der Versicherungs­summe kann auch notwendig sein, wenn Kunden einen Immobilienkredit absichern möchten. Reicht die Erhöhung dafür nicht aus, können sie auch eine separate Restschuldversicherung wählen. Dies ist eine spezielle Form der Risiko­lebens­versicherung mit fallender Versicherungs­summe, denn auch das Darlehen nimmt mit der Zeit ab. Erste Wahl sind Tarife, bei denen die Versicherungs­summe immer der Rest­schuld des Darlehens entspricht. Auch hier sollten Kunden den Tarif eher nach dem Preis wählen. Der Test von Finanztest zeigt: Zwischen den güns­tigsten und den teuersten Tarifen liegen oft mehrere hundert Euro.

Risiko­lebens­versicherung Sinn­voller Schutz nicht nur für Familien

16.05.2017 – Wer Angehörige finanziell absichern muss, sollte eine Risiko­lebens­versicherung haben – nicht nur, wenn er ein gefähr­liches Hobby oder einen gefahrenträchtigen Beruf hat. Nach dem Tod des Versicherten erhalten die Angehörigen die vereinbarte Todes­fall­summe. Wir haben Risiko­lebens­versicherungen von 40 Versicherern untersucht. Der Vergleich Risiko­lebens­versicherung lohnt sich: Teure Verträge kosten mehr als dreimal so viel wie güns­tige, ohne entscheidende Vorteile zu bieten. Zum Test

Rest­schuld­versicherung Immobilien­kredite gut und günstig absichern

14.08.2017 – Mit Rest­schuld­versicherungen können Häuslebauer und Wohnungs­käufer ihre Kredite sinn­voll absichern. Wir haben bei mehr als 100 Anbietern von Risiko­lebens­versicherungen Angebote für Rest­schuld­versicherungen für Immobiliendarlehen einge­holt. 12 Versicherer haben uns 26 Angebote mit dem Über­schuss­system Beitrags­verrechnung über­mittelt. Der Test zeigt: Wer den richtigen Tarif wählt, kann viel Geld sparen. Zum Test

Schnelltests

Risiko­lebens­versicherung von Helvetia Alter Inhalt, neu verpackt

17.04.2013 – Der Versicherer Helvetia wirbt für sein Risiko­lebens­versicherungs-Angebot „Risiko+“ mit Besonderheiten und zusätzliche Extras. Beim jüngsten Test von Finanztest und auch beim Test von Risiko­lebens­versicherungen im Jahr 2012 wollte die Helvetia allerdings nicht mit­machen. Finanztest hat sich das Angebot angesehen. Viel Neues enthält es nicht. Zum Schnelltest

Rabatt auf Versicherungs­prämie Beitrag besser jähr­lich zahlen

12.12.2017 – Ob Risiko­lebens­versicherung, Auto­versicherung oder private Renten­versicherung – meist ist es güns­tiger, den Beitrag jähr­lich zu zahlen anstatt monatlich oder vierteljähr­lich. Nun hat Versicherer Generali den Rabatt für jähr­liche Beitrags­zahlungen zu Jahres­beginn gestrichen. Doch Kunden können ihn retten. Zur Meldung

Weitere Meldungen:

  • 26.05.2016 Risiko­lebens­versicherung : Witwe darf Arzt nicht von der Schwei­gepflicht entbinden
  • 17.03.2015 Kredit­schutz mit Lücken : Rest­schuld­versicherung zahlt oft nicht
  • 17.02.2015 Risiko­lebens­versicherung : Arzt darf schweigen
  • 14.07.2014 Falsche Widerrufs­belehrungen : Geld zurück auch bei Raten­krediten

Lebens­versicherung Was die Lebens­versicherung leistet

19.09.2017 – Beliebt sind sie ungemein: In Deutsch­land gibt es rund 92 Millionen Lebensver­sicherungs­verträge. Und generell gilt: Eine Lebens­versicherung ist eine Versicherung, bei der die Leistung des Versicher­ers von der Lebens­dauer des Kunden abhängt. Danach wird es aber unüber­sicht­lich. Risiko­lebens­versicherung, Kapital­lebens­versicherung, fonds­gebundene Renten­versicherung – viele Kunden kennen die Unterschiede der Versicherungs­verträge nicht. Hier lesen Sie, welche Lebens­versicherungen es. Zum Special

Weitere Specials:

  • 28.01.2016 FAQ Versicherungs­beiträge : Was säumigen Zahlern droht
  • 16.09.2014 Kündigung Lebens­versicherung : Oft greift das Finanz­amt stärker zu
  • 22.05.2014 Ausbildungs­versicherung : Für die Kinder nur das Beste
  • 18.09.2012 Versicherungen für Paare : Paare können sparen

Risiko­lebens­versicherung Wir ermitteln Ihnen den besten Schutz

21.02.2017 – Sie haben eine Familie gegründet? Sie sind. Zur Analyse

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Hausratversicherung: Antworten auf Ihre Fragen

Versicherungsbeiträge: Antworten auf Ihre Fragen

Einfach erklärt – Basiswissen für Sie

Was die Lebensversicherung leistet

Versicherungscheck

Bin ich richtig versichert?

Prüfen Sie einfach und bequem Ihren Versicherungsstand.

Источники: http://m.spiegel.de/wirtschaft/service/risikolebensversicherung-das-sind-laut-finanztest-die-guenstigsten-anbieter-a-1147804.html, http://www.test.de/Risikolebensversicherung-Vergleich-4848109-0/, http://www.test.de/thema/risikolebensversicherung/

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here