Risikolebensversicherung raucher

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Risikolebensversicherung für Raucher

Wer raucht, zahlt für eine Risikolebensversicherung deutlich höhere Beiträge als Nichtraucher. Um die Beitragshöhe zu kalkulieren, berücksichtigen die Versicherer neben Faktoren wie Alter, Beruf und dem allgemeinen Gesundheitszustand auch, ob der Antragsteller raucht.

Denn Raucher haben eine geringere Lebenserwartung. Daher ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie innerhalb der vereinbarten Vertragslaufzeit sterben und die Todesfallsumme fällig wird.

Beiträge für Raucher und Nichtraucher

Für Raucher und Nichtraucher unterscheiden sich die Beiträge für eine Risikolebensversicherung meistens deutlich. Ein 30-jähriger Nichtraucher erhält einen Risikoschutz von 100.000 Euro für eine Laufzeit von 30 Jahren schon ab einem Monatsbeitrag von unter 7 Euro (Stand: April 2014). Für einen Raucher kostet der günstigste Tarif mit rund 16 Euro monatlich hingegen mehr als das Doppelte.

Rauchen nicht verschweigen

Wer eine Risikolebensversicherung zum Nichtrauchertarif abschließen möchte, muss im Antrag erklären, dass er Nichtraucher ist. Als Nichtraucher gilt in der Regel, wer in den letzten zwölf Monaten keinen Tabak konsumiert hat. Die meisten Versicherer machen dabei keinen Unterschied zwischen Zigaretten, Pfeifen, Zigarren oder e-Zigaretten. Wie viel jemand genau raucht, ist ebenfalls unerheblich. Selbst wer nur hin und wieder – auf Partys beispielsweise – zur Zigarette greift, gilt für die meisten Versicherungen als Raucher.

Wichtig: Sind Sie Raucher, sollten Sie dies bei der Gesundheitsprüfung auf keinen Fall verschweigen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Versicherung im Todesfall nicht zahlt und Ihre Angehörigen nicht abgesichert sind.

Hören Sie später mit dem Rauchen auf, haben Sie aber bei einigen Versicherungen die Möglichkeit, nach einer gewissen Abstinenzzeit – zumeist zwölf Monate – in den Nichtrauchertarif zu wechseln. Umgekehrt müssen Nichtraucher, die nach Vertragsabschluss mit dem Rauchen anfangen, dies unbedingt ihrem Versicherer melden – andernfalls riskieren sie ihren Versicherungsschutz. Sie müssen dann die höheren Beiträge für Raucher zahlen.

Risikolebensversicherungen für Raucher im Vergleich

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Risikolebensversicherung: Für Raucher wird es teuer

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Für Raucher wird es teuer

Welche Laufzeit und welche Versicherungssumme empfehlenswert sind, sollten Verbraucher indessen laut BdV individuell prüfen. „Verbraucher müssen sich fragen, wie viel Geld Hinterbliebene im Ernstfall bräuchten, um wieder auf die Beine zu kommen“, sagt Vorstandssprecher Kleinlein. Läuft zum Beispiel noch ein Kreditvertrag nebenher? Dann zum Beispiel müsste die Versicherungssumme dem Experten zufolge nach oben hin angepasst werden.

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Generell rät Kleinlein aber zur Faustregel, dass die Versicherungssumme „vier bis fünf Jahresbruttogehältern entsprechen – und lieber ein wenig zu hoch als zu niedrig gewählt werden“ sollte. Die Vebraucherzentrale NRW empfiehlt für eine Familie mit kleinen Kindern, die Versicherungssumme etwa viermal dem Jahresnettogehalt zu wählen, für kinderlose Paare reiche dagegen ein einfaches Jahresnettogehalt.

Zur Dauer der Versicherung rät Kleinlein, sie so lange laufen zu lassen, „bis die Hinterbliebenen sicher auf eigenen Beinen stehen“, also zum Beispiel die Kinder erwerbstätig sind. „Die Beträge werden nicht ein Leben lang ausreichen“, merkt auch die Verbraucherzentrale NRW an. Sie sollten jedoch hoch genug sein, „um den Angehörigen eine Neuordnung der Lebensumstände zu ermöglichen“.

Was Lebensversicherte wissen sollten

Wie hoch ist der Garantiezins?

1,25 Prozent – so viel (oder wenig) Verzinsung garantieren deutsche Lebensversicherer Neukunden ab dem 1.1.2015. Zuvor lag der Garantiezins noch bei 1,75 Prozent (ab 2012) beziehungsweise 2,25 Prozent (ab 2007). Bei Abschluss zwischen 2004 und 2006 lag der Satz bei 2,75 Prozent. Versicherte, die zwischen den Juli 2000 und Ende 2003 abgeschlossen haben, können mit einem Garantiezins von 3,25 Prozent rechnen. Zwischen Juli 1994 und Juni 2000 betrug der Garantiezins noch vier Prozent.

Warum wurde der Garantiezins gesenkt?

Die Höhe des Garantiezinses wird regelmäßig vom Bundesfinanzministerium überprüft. Der Satz darf nicht mehr als 60 Prozent des Mittelwertes des Anleihezinses der vergangenen zehn Jahre betragen. Wegen des aktuell niedrigen Zinsumfeldes war der bisherige Satz nicht mehr haltbar.

Wie wirkt die Absenkung auf die Rendite?

Der Garantiezins wird nicht für die Beiträge, sondern nur für den Sparanteil gewährt. Damit liegt die Beitragsrendite bezogen auf den Garantiezins ab 2012 je nach Kostenquote der Versicherer aber deutlich unter 1,75 Prozent. Ein Inflationsausgleich durch den Garantiezins wird gleichzeitig schwerer. Versicherte müssen daher auf eine attraktive Gewinnbeteiligung der Gesellschaften hoffen.

Was bestimmt neben dem Garantiezins die Rendite einer Police?

Neben dem Garantiezins bestimmt vor allem die Überschussbeteiligung die Rendite. Auch dieser Satz sinkt. Für die Jahre 2012, 2013, 2014 und 2015 senkten die meisten Gesellschaften ihre Überschussbeteiligung. Wenn der Vertrag endet, kommen noch ein Schlussbonus und eine Beteiligung an den stillen Reserven hinzu. Aus diesen Werten ergibt sich die Gesamtverzinsung.

Welche Rolle spielen die Kosten?

Die Verzinsung bezieht sich nur auf den Sparanteil der Beiträge. Was letztlich übrig bleibt, hängt daher auch an den Kosten für Abschluss und Verwaltung. In Zukunft wird die Auswahl kostengünstiger Versicherer noch wichtiger.

Welche Auswirkungen hat die Garantiezinssenkung für Bestandskunden?

Keine. Die höheren Garantiezinsen aus alten Verträgen gelten weiter.

Was hält die Branche von der Senkung?

Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) erklärt zur Absenkung des Garantiezinses auf 1,25 Prozent: „Sie sollten ihre Entscheidung, ob sie in Form einer Kapitallebensversicherung, einer privaten Rentenversicherung oder einer Riester-Rente die immer wichtiger werdende ergänzende Altersversorgung betreiben, nicht von der Höhe des „Garantiezinses“ abhängig machen. Vielmehr bleibt die Lebensversicherung auch nach einer möglichen Absenkung des „Garantiezinses“ attraktiv. Sie kombiniert neben Sicherheit und Rendite auch Risikoschutz und die Möglichkeit einer lebenslangen Rente, egal wie alt man wird.“

Droht in Zukunft eine weitere Senkung?

Das steht erst einmal nicht zur Debatte, kann aber langfristig angesichts des niedrigen Zinsniveaus nicht ausgeschlossen werden.

Ist der Abschluss einer Lebensversicherung noch attraktiv?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Für risikoscheue Sparer kann der Abschluss trotz niedriger Renditen weiterhin attraktiv bleiben. Die Kosten müssen allerdings niedrig sein, die Verzinsung hoch und die bilanzielle Situation der Gesellschaft stabil. Die grundsätzlichen Nachteile bleiben aber. Bei einer vorzeitigen Kündigung verschenken Kunden in der Regel viel Geld. Die Produkte bleiben im Vertrieb häufig intransparent, das gilt auch für die Kosten.

Auch für die Anlagepolitik der Gesellschaften können wegen der Finanzkrise ungeahnte Risiken entstehen, etwa bei einer Ausfallwelle am Anleihemarkt. Eine steigende Inflation ist wegen der niedrigen Verzinsung und der mangelnden Flexibilität ebenfalls Gift für die Versicherten.

In dem Sinn trifft auch der Musterfall von Morgen & Morgen realistische Annahmen: Der 40-Jährige Büroangestellte versichert sich 20 Jahre lang. Würde er früher versterben, blieben den Angehörigen 300.000 Euro. Gut 14,5 Jahre würde dieser Betrag ihnen reichen, wenn sie monatlich 2.000 Euro entnehmen und das Restkapital zu zwei Prozent anlegen würden.

Was die Prämien betrifft, wird es vor allem für Raucher teuer. Laut Joachim Geiberger, Geschäftsführer von Morgen & Morgen, werden bei Versicherern aber auch andere Kriterien immer wichtiger, etwa der Body-Mass-Index, der Beruf, die Ausbildung oder riskante Hobbies. „Früher haben nur eine Handvoll Versicherer alle Kriterien bei der Berechnung ihrer Tarife angesetzt, heute ist das eher der Standard“, so Geiberger.

So würde versucht, Differenzierungen bei den Beiträgen, die nach der Einführung der Unisex-Tarife Ende 2012 weggefallen waren, ein Stück weit wieder einzuführen. „Freeclimber oder Base-Jumper zum Beispiel zahlen leicht das Doppelte“, sagt Geiberger. Und allgemein weiß der Experte: „Bei den Beiträgen von zwei Versicherten, einem mit riskanter und einem mit unauffälliger Lebensführung, können schon einmal 200 bis 300 Prozent Differenz liegen.“

Die Police für den Fall der Fälle

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Für Raucher wird es teuer

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    Risikolebensversicherung: Lunge frei

    Nichtraucher zahlen deutlich weniger für den Risikoschutz. Wer die Wahrheit beschönt, riskiert die Absicherung seiner Familie.

    Über drei Dinge können sich Nichtraucher freuen: Sie leben länger, geben kein Geld für Zigaretten aus und zahlen niedrigere Beiträge für eine Risikolebensversicherung. Diese Versicherung ist für jeden wichtig, der seine Familie im Todesfall finanziell absichern möchte. Und auch für die Absicherung von Darlehen verlangen Banken unter Umständen diesen Schutz.

    Eine Risikolebensversicherung zahlt nur, wenn der Versicherte innerhalb der Laufzeit des Vertrags stirbt. Weil kein Kapital angespart wird, kann mit vergleichsweise geringen Beiträgen Familie oder Darlehen abgesichert werden. Grundlage der Beitragsberechnung ist die statistische Wahrscheinlichkeit, innerhalb der Laufzeit des Versicherungsvertrags zu sterben. Nach einer Sterbetafel, wie sie von den Versicherungen benutzt wird, sterben 11,4 von 1.000 rauchenden Männern im Laufe ihres fünfzigsten Lebensjahres. Bei den nikotinfreien Altersgenossen hingegen ist die Zahl nicht einmal halb so groß.

    Das geringere Risiko geben die Nichtrauchertarife an die Versicherten weiter. Der Vergleich der Risikolebensversicherungen hat gezeigt, dass der Beitragsunterschied erheblich ist. Für einen konstanten Todesfallschutz von 100.000 Mark verlangt beispielsweise der Direktversicherer Europa heute von einem 33-jährigen Mann im allgemeinen Tarif 236 Mark Jahresbeitrag bei 20 Jahren Laufzeit. Ein Nichtraucher zahlt dafür etwas mehr als die Hälfte: 126 Mark.

    Der Beitragsvorteil für Nichtraucher ist meist erheblich. Da ist so mancher Gelegenheitsraucher versucht, die Realität ein wenig zu schönen und sich auf dem Aufnahmeantrag der Versicherung zum Nichtraucher zu erklären. Im Ernstfall setzt er damit seine Hinterbliebenen der Gefahr aus, nach seinem Tod schlecht versorgt zu sein oder mit dem durch den Risikoschutz abgesicherten Darlehen im Regen zu stehen.

    Vertrauen ist gut .

    Der Aufnahmeantrag zu einer Risikolebensversicherung mit Nichtrauchertarif enthält immer eine Nichtrauchererklärung. Diese Selbstauskunft des Versicherten genügt meistens bei kleineren Versicherungssummen. Die Versicherungsgesellschaften behalten sich jedoch das Recht vor, diese Erklärung und Nachweise alle fünf bis zehn Jahre erneut zu verlangen. Als Nichtraucher darf sich bezeichnen, wer seit mindestens einem Jahr vor der Antragstellung keinen Tabak zu sich genommen hat und das auch in Zukunft nicht beabsichtigt. Seltenere Produkte wie Schnupf- und Kautabak sind damit bei einigen Versicherern ebenso gemeint wie Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen. Auf die Menge kommt es nicht an. Auch nicht darauf, ob und wie viel man früher einmal geraucht hat. Es zählt nur, ob der geforderte Zeitraum völlig nikotinfrei war oder nicht.

    . Kontrolle ist besser

    Ein unbestechlicher Verräter von Nikotin ist sein Abbauprodukt Cotinin. In der Regel wird der Cotininwert mit einer Urinprobe bestimmt. Gewohnheitsraucher haben bei diesem Test keine Chance. Der Arzt kann aus dem Ergebnis sogar die Menge der am Tag gerauchten Zigaretten errechnen. Auch eine Party, auf der man ausnahmsweise ein paar Zigaretten geraucht hat, verrät sich noch mehrere Tage später durch den Cotininwert.

    Weiter gehende Sicherheit über den Antragsteller kann sich die Gesellschaft durch eine Anfrage beim Hausarzt verschaffen. Bei höheren Versicherungssummen muss sich der Antragsteller einer großen ärztlichen Untersuchung unterziehen. Ontos beispielsweise verlangt das bei einer Versicherungssumme von mehr als 350.000 Mark von jedem Antragsteller, bei über 50-Jährigen schon bei mehr als 250.000 Mark. Sollte das ärztliche Zeugnis Zweifel offen lassen, können weitere Spezialuntersuchungen wie zum Beispiel eine Lungenfunktionsprüfung oder ein EKG verlangt werden.

    Fast immer schwarz oder weiß

    Den Gelegenheits- oder Partyraucher kennen die meisten Versicherer nicht. Lediglich der Direktversicherer Cosmos will es genauer wissen: Im Aufnahmeantrag wird der Kunde nach seinem durchschnittlichen Zigarettenkonsum pro Tag gefragt. Dies wird dann bei der Beitragsberechnung berücksichtigt.

    Konsequenz der Falschauskunft

    Obwohl es unwahrscheinlich ist, dass eine Versicherungsgesellschaft geringem Zigarettenkonsum auf die Spur kommt, ist Schummeln verboten. Fliegt der Schwindel auf, weil die Versicherung Nachweise verlangt oder der Versicherte einen Herzinfarkt oder andere rauchertypische Krankheiten bekommt, riskiert der Kunde im schlimmsten Fall den kompletten Versicherungsschutz. Die bereits eingezahlten Beiträge gehen in diesem Fall verloren. Auf jeden Fall reduziert sich der Anspruch auf die Summe, die ein Raucher bei gleicher Beitragshöhe erhalten hätte. Im Ernstfall eine böse Überraschung für die Familie, die damit eigentlich abgesichert werden sollte.

    Gewohnheitsänderungen

    Wer während der Laufzeit eines Vertrags mit Nichtrauchertarif zum Glimmstengel greift, ist verpflichtet, dem Versicherer das anzuzeigen. In der Regel wird mit der nächsten Beitragsfälligkeit dann der Rauchertarif für die vereinbarte Deckungssumme fällig. Europa Leben gewährt in diesem Fall noch zwei Monate Versicherungsschutz zu den alten Konditionen, anschließend ist auch hier der Raucherbeitrag fällig. Ontos reagiert bereits zum nächsten Monatsersten nach Eingang der Meldung.

    Vielleicht ist die zu erwartende Verteuerung aber auch eine gute Motivation, mit dem Qualmen schnell wieder Schluss zu machen. Denn auch umgekehrt kann man anzeigen, wenn man die Sucht überwunden hat. Nach Ablauf des geforderten Abstinenzzeitraums gewähren die Versicherungen auch ehemals passionierten Rauchern den günstigen Nichtrauchertarif, allerdings im Zweifelsfall nur mit erneutem ärztlichen Zeugnis.

    Besonderes aus Coburg

    Einige Besonderheiten weist der neue Nichtraucherschutz der Huk-Coburg auf, der in unserem Vergleich in Finanztest noch nicht vertreten war. Im Gegensatz zu den anderen Versicherungsbedingungen verlangt die Huk-Coburg ganze zwei Jahre Nikotinfreiheit vor Antragstellung. Andererseits ist sie die einzige Versicherungsgesellschaft, die von ihren Kunden keine Mitteilung verlangt, wenn man während der Laufzeit mit dem Rauchen anfängt. Auf unsere Anfrage bestätigte die Huk, dass ein Nichtraucher, der nach Vertragsabschluss das Rauchen beginnt, auch weiterhin versichert ist.

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    Источники: http://www.check24.de/risikolebensversicherung/raucher/, http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/versicherung/risikolebensversicherung-fuer-raucher-wird-es-teuer/10996672-3.html, http://www.test.de/Risikolebensversicherung-Lunge-frei-17618-0/

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