Risiko unfallversicherung vergleich

0
52

Private Unfallversicherung

Eine Unfallversicherung bietet nur eingeschränkten Schutz

  • Zuletzt aktualisiert: 31. August 2017
  • Von: Julia Rieder

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine private Unfallversicherung ist selten sinnvoll. Denn sie zahlt nur, wenn Sie durch den Unfall bleibende Schäden davontragen.
  • Das Risiko einer schweren Behinderung nach einem Unfall ist gering. Viel häufiger sind Behinderungen als Folge einer Krankheit.
  • Für leichte Verletzungen ist eine Unfallversicherung unnötig.
  • Besser geschützt sind Sie mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), denn die zahlt bei Krankheit und Unfall.
  • Es ist neunmal wahrscheinlicher, dass Sie wegen einer Krankheit Ihren Job nicht mehr ausüben können als durch einen Unfall.
  • Ausnahme: Wer keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommt, kann über eine Unfallversicherung nachdenken. Lassen Sie sich dazu aber ausführlich beraten.

So gehen Sie vor

  • Sie haben bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung? Dann sparen Sie das Geld für die Unfallversicherung lieber als Notgroschen an oder investieren es in eine sinnvolle Versicherung.
  • Sie bekommen keine BU? Dann kann die Unfallversicherung einen kleinen Teil des Risikos absichern. Das ist besser als gar kein Schutz.
  • Oft gibt es aber sinnvollere Alternativen.
  • Welche für Sie infrage kommt, besprechen Sie am besten mit einem spezialisierten Berater. Wir empfehlen die Makler Hoesch & Partner, Buforum24, Thomas Kliem, Ritzerfeld & Partner sowie Blank & Partner.
  • Prüfen Sie auch, ob Sie bereits teilweise unfallversichert sind, etwa über eine Gewerkschaft oder einen Sportverein.

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Unfallversicherung immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Rund um die private Unfallversicherung gibt es einige Missverständnisse. Wer sich beim Sturz vom Fahrrad das Handgelenk bricht oder beim Sport das Kreuzband reißt, ist mit einer Unfallversicherung gut geschützt – denken viele. Doch das stimmt nicht: Die private Unfallversicherung zahlt nur, falls ein Unfall einen bleibenden körperlichen Schaden verursacht. Ein Beinbruch nach dem Ausrutschen auf Glatteis ist in der Regel finanziell kein Drama. Dafür gibt es aus einer Unfallversicherung praktisch keine Leistungen, und dafür braucht man auch keine.

Wann die Unfallversicherung zahlt

Die Unfallversicherung zahlt nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die wichtigste Bedingung ist, dass die körperliche Beeinträchtigung, die sogenannte Invalidität, von Dauer ist. Als dauerhaft gilt ein Gesundheitsschaden, sofern er voraussichtlich länger als drei Jahre bestehen wird und keine Besserung zu erwarten ist.

Das bedeutet: Selbst wenn Sie nach einem Motorrad-Unfall wochenlang im Krankenhaus liegen, kann es sein, dass die Unfallversicherung nicht zahlt – falls Sie wieder vollständig gesund werden. Können Sie allerdings auch nach der Reha Ihr Knie nicht mehr beugen, bekommen Sie einen Teil der versicherten Summe.

Außerdem zahlt die Versicherung nur, wenn die Behinderung auch wirklich durch einen Unfall entstanden ist. Als Unfall gilt in der Regel nur ein plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis. Stolpert jemand also einfach über seine eigenen Füße und fällt hin, zählt das für die Versicherung nicht als Unfall.

Brauche ich eine Unfallversicherung überhaupt?

Wir halten eine private Unfallversicherung nur selten für sinnvoll. Es gibt deutlich wichtigere Absicherungen, um die Sie sich zuerst kümmern sollten. Eine Unfallversicherung soll in erster Linie zusätzliche Kosten nach einem Unfall abfedern und zahlt dafür einmalig einen bestimmten Geldbetrag. Große Summen brauchen Sie in der Regel aber nur, wenn Sie sich so schwer verletzen, dass Sie Ihr Haus oder Auto behindertengerecht umbauen müssen, oder um zusätzliche Therapien zu finanzieren.

In solchen Fällen gibt es unter bestimmten Voraussetzungen aber auch staatlichen Hilfen, etwa von der gesetzlichen Rentenversicherung, den sogenannten Integrationsämtern oder der Pflegekasse. Notwendige Hilfsmittel wie Rollstühle, Prothesen oder Stützgriffe fürs Bad zahlt in einer Grundausstattung die Krankenkasse.

Bei weniger gravierenden Verletzungen sind meist keine Umbauten nötig. Es ist aber wichtig, dass Sie sich für den Fall absichern, dass Sie nach einem Unfall für längere Zeit nicht mehr arbeiten können. Dafür eignet sich am besten eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Im Allgemeinen überschätzen Verbraucher das Risiko oft, einen schweren Unfall mit daraus folgender Behinderung zu haben. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts sind nur 2 Prozent aller Schwerbehinderungen Folge eines Unfalls, die allermeisten (85 Prozent) entstehen durch Krankheiten. Und genau in diesen Fällen hilft die Unfallversicherung nicht. Deshalb bietet eine Unfall-Police nur eine Scheinsicherheit. Nicht umsonst sind Unfall-Verträge für die Versicherer besonders profitabel.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist sinnvoller

Sinnvoller als eine private Unfallversicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Denn sie zahlt, falls Sie Ihren letzten Job voraussichtlich für mindestens sechs Monate nicht mehr ausüben können. Die Ursache dafür ist unerheblich: Sowohl nach Unfällen als auch bei körperlichen und psychischen Krankheiten gibt es Geld.

Damit bietet die Berufsunfähigkeitsversicherung einen deutlich umfangreicheren Schutz als eine Unfallversicherung. Denn laut einer Statistik des Analysehauses Morgen & Morgen ist es neunmal wahrscheinlicher, dass Sie aufgrund einer Krankheit Ihren Job nicht mehr ausüben können als durch einen Unfall. Worauf Sie beim Abschluss einer Police achten müssen, lesen Sie in unserem Ratgeber Berufsunfähigkeitsversicherung.

Kinder und Extremsportler

Kinder können in jungen Jahren noch nicht gegen Berufsunfähigkeit versichert werden. Für sie ist eine Kinderinvaliditätsversicherung, die auch bei Krankheit zahlt, sinnvoller als ein reiner Unfall-Schutz. Denn in der Regel erholen sich Kinder schnell von Stürzen und tragen nur selten bleibende Schäden davon. Unfälle sind bei Kindern laut Statistischem Bundesamt noch seltener Ursache einer schweren Behinderung als bei Erwachsenen. Eltern haben bei einer Behinderung ihres Kindes in den meisten Fällen Anspruch auf verschiedene Unterstützungsleistungen.

Für Extremsportler kann die Unfallversicherung in einigen Fällen eine kluge Wahl sein. Manchmal verlangt die Berufsunfähigkeitsversicherung für gefährliche Hobbys wie Kitesurfen, Tauchen oder Fallschirmspringen einen hohen Risikozuschlag, der den Vertrag sehr teuer macht. In solchen Fällen kann es eine Überlegung wert sein, den Sport bei der BU-Versicherung auszuklammern und zusätzlich eine Unfallversicherung abzuschließen, damit Sportunfälle trotzdem abgedeckt sind. Ob das preislich deutlich günstiger ist, sollten Sie allerdings genau durchrechnen.

Achtung: Für Unfälle im Zusammenhang mit Flug- oder Rennsport zahlt die Unfallversicherung nicht. Dazu zählen zum Beispiel Segel- und Gleitschirmfliegen genauso wie Auto- und Motorradrennen. Einige Anbieter schließen auch weitere besonders gefährliche Freizeitaktivitäten vom Schutz aus. Deshalb sollten Kunden vor Abschluss einer Unfallpolice klären, inwieweit ihr risikoreiches Hobby mitversichert ist.

Lassen Sie sich gut beraten, welcher Schutz infrage kommt

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bietet den umfassendsten Schutz für den Fall, dass Sie – entweder durch Krankheit oder einen Unfall – nicht mehr arbeiten können. Allerdings bekommen gerade die Menschen, die die Absicherung am dringendsten bräuchten, häufig keinen Vertrag: Wer Vorerkrankungen hat oder körperlich arbeitet, hofft oft vergeblich auf ein bezahlbares Angebot.

Manchmal lässt sich durch eine Risikovoranfrage bei verschiedenen Versicherern doch ein geeigneter BU-Schutz finden. Falls das nicht klappt, sollten Sie über eine alternative Absicherung nachdenken. Infrage kommen beispielsweise eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung, eine Multi-Risk-Police oder eine Grundfähigkeitsversicherung. Ein gleichwertiger Ersatz sind solche Angebote nicht. Sie alle bieten nur einen – in unterschiedlichem Maße – abgespeckten Schutz. Auch die Unfallversicherung kann ein Bestandteil der Absicherung sein.

Der Vorteil einer Unfallversicherung: Sie ist auch für Menschen mit einem Risikoberuf verhältnismäßig günstig. Und viele Anbieter stellen nicht sonderlich umfangreiche Gesundheitsfragen.

Der große Nachteil: Die Unfallversicherung schützt nur sehr begrenzt. Geld bekommen Versicherte nicht, wenn sie nach einem Unfall zeitweilig nicht mehr arbeiten können, sondern nur falls sie einen körperlichen Schaden davontragen, der voraussichtlich mehr als drei Jahre andauert. Bis die Versicherung dann zahlt, können Monate vergehen, die Betroffene finanziell anderweitig überbrücken müssen.

Wenden Sie sich an einen Versicherungsberater oder Makler

Zwar ist die Unfallversicherung besser als gar kein Schutz, es kann aber sinnvollere Möglichkeiten der Absicherung geben. Welche davon in Ihrem Fall infrage kommen, das besprechen Sie am besten mit einem spezialisierten Versicherungsberater oder Makler. Dieser kann Sie individuell dazu beraten, wie Sie sich am besten für den Fall absichern, dass Sie nicht mehr arbeiten können. Vielleicht eignet sich eine Kombination verschiedener Versicherungen, vielleicht können Sie durch konsequentes Sparen Rücklagen für den Notfall bilden.

Prüfen Sie zusammen mit dem Makler oder Berater auch, inwieweit Sie möglicherweise schon Unfallschutz haben und ob dieser ausreicht. Verunglücken Sie auf der Arbeit, in der Universität, beim Ehrenamt oder auf dem Weg dorthin, springt beispielsweise die gesetzliche Unfallversicherung ein. Sie übernimmt Kosten für Reha und Einkommensausfall. Sie zahlt außerdem eine kleine Rente, falls Ihre Arbeitsfähigkeit langfristig beeinträchtigt ist.

Bei einigen Gewerkschaften wie Verdi und dem DGB ist im Mitgliedsbeitrag auch eine Freizeit-Unfallversicherung enthalten. Auch Mitglieder in einem Sportverein sind bei Vereinsaktivitäten in geringem Umfang abgesichert, über die Sportversicherung des jeweiligen Landessportbundes.

Folgende Makler können wir für eine solche Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung und all ihren Alternativen empfehlen:

Beratung zu BU und Alternativen

  • Erfahrungen mit Arbeitskraftabsicherung seit 2004
  • viel Erfahrung mit Risikovoranfragen
  • 44 BU-Versicherer im Angebot, 3 beratende Makler

Hoesch & Partner

Beratung zu BU und Alternativen

  • Erfahrungen mit Arbeitskraftabsicherung seit 1983
  • 8 Standorte bundesweit
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • bietet auch Honorarberatung und Nettotarife an
  • 41 BU-Versicherer im Angebot, 30 beratende Makler

Thomas Kliem

Beratung zu BU und Alternativen

  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 2001
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • bietet auch Honorarberatung und Nettotarife an
  • 50 BU-Versicherer im Angebot, ein beratender Makler

Ritzerfeld & Partner

Beratung zu BU und Alternativen

  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 1995
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • 30 BU-Versicherer im Angebot, ein beratender Makler

Blank & Partner

Beratung zu BU und Alternativen

  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 2004
  • Experte für Lehrer- und Beamtenabsicherung
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • 50 BU-Versicherer im Angebot, ein beratender Makler

Darauf müssen Sie bei der Unfallversicherung zuerst achten

Wenn Sie sich tatsächlich für eine Unfallversicherung entscheiden, dann heißt es wie bei den meisten Versicherungen: nicht kleckern, sondern klotzen! Sie sollten nicht am falschen Ende sparen und zu geringe Versicherungsleistungen vereinbaren.

Ausreichende Versicherungssumme

Die wichtigste Leistung der Unfallversicherung ist die Kapitalzahlung, wenn der Versicherte aufgrund eines Unfalls dauerhaft invalide ist. Damit die im Ernstfall ausreicht, ist es wichtig, eine angemessen hohe Versicherungssumme (auch Grundinvaliditätssumme genannt) zu wählen.

Nach einem Unfall wird je nach Schwere der gesundheitlichen Beeinträchtigung (Invalidität genannt) nur ein Teil der Versicherungssumme ausgezahlt. Geringe Beeinträchtigungen kommen häufiger vor als schwere. Deshalb sollte die Versicherung schon ab 1 Prozent Invalidität zahlen.

Welche Versicherungssumme Ihrer persönlichen Situation angemessen ist, klären Sie am besten im Rahmen der Beratung zur Unfallversicherung. Dabei gilt es drei Fragen zu beantworten:

  • Welche laufenden Kosten kämen auf mich zu, zum Beispiel durch unfallbedingten Lohnausfall oder eine Haushaltshilfe?
  • Welche einmaligen Kosten könnten entstehen, beispielsweise durch Umbauten am Haus (Treppenlift) oder durch Anschaffungen (elektrischer Rollstuhl)? Diese Kosten sehen je nach individuellem Umfeld unterschiedlich aus.
  • Welche Rücklagen und zusätzliche Absicherungen habe ich?

Wenn Sie keine Berufsunfähigkeitsversicherung haben, sollten Sie außerdem bedenken, dass das ausgezahlte Geld schlimmstenfalls bis an Ihr Lebensende reichen muss. Eine Versicherungssumme von mehreren Hunderttausend Euro ist dann durchaus sinnvoll. Ein weiterer Vorteil einer hohen Versicherungssumme: Sie bekommen bei einem geringen Invaliditätsgrad schon einen nennenswerten Geldbetrag.

Gute Leistungskurve

Wir empfehlen außerdem, eine sogenannte Progression zu vereinbaren. Die Progression sorgt dafür, dass Sie bei schweren Behinderungen ein Vielfaches der Versicherungssumme bekommen. Das ist sinnvoll, da in solchen Fällen der Kapitalbedarf oft immens ansteigt. Wir empfehlen eine Progression von 225 oder 350 Prozent.

Im Falle einer Vollinvalidität (also einem Invaliditätsgrad von 100 Prozent) würden Sie in einem Tarif mit 350 Prozent Progression das 3,5-fache der versicherten Grundsumme bekommen: Bei einer Versicherungssumme von 100.000 Euro wären das also 350.000 Euro.

Eine hohe Progression garantiert aber nicht automatisch auch die höchste Leistung. Denn in welchen Schritten die Leistung für unterschiedliche Schweregrade der Behinderung ansteigt, unterscheidet sich je nach Anbieter. Achten Sie deshalb beim Vergleich mehrerer Tarife darauf, wie viel Geld Sie bei unterschiedlichen Invaliditätsgraden bekämen. Dafür eignet sich ein Blick auf die Leistungen beim Verlust von Gehör, Fuß und Arm.

Todesfallsumme vereinbaren

Für Menschen, die ihre Hinterbliebenen für den Fall des eigenen Todes absichern wollen, ist eine Risikolebensversicherung die beste Wahl. Trotzdem ist es auch in der Unfallversicherung sinnvoll, eine Todesfallsumme zu vereinbaren, denn sie hat auch eine Funktion, wenn der Versicherte nicht stirbt.

Die Versicherung kann nach einem Unfall einen Vorschuss zahlen, wenn sicher ist, dass Beeinträchtigungen zurückbleiben, aber noch nicht klar ist, wie schwerwiegend sie sein werden. Dieser Vorschuss ist auf den Betrag begrenzt, der als Todesfallsumme im Vertrag steht. Ist keine Leistung für den Todesfall vereinbart, gibt es in der Regel auch keinen Vorschuss. Um Mehrkosten zu bewältigen, bis das Ausmaß der Behinderung feststeht, empfehlen wir eine Todesfallsumme zwischen 10.000 und 20.000 Euro.

Mehr dazu im Ratgeber Risikolebensversicherung

Annika Krempel

Expertin für Versicherungen

Sichert Hinterbliebene im Todesfall ab

  • Empfehlenswert bei Allein- oder Hauptverdienern.
  • Ein Muss bei Immobilienkrediten.
  • Die Summe richtet sich nach der individuellen Situation.

Unsere Anbieter-Empfehlung aus dem Finanztip Ratgeber:

  • Sind Sie gesund und im Beruf nicht körperlich tätig: Europa und Cosmosdirekt
  • Sind Sie gesund und im Beruf körperlich tätig: Hannoversche und Cosmosdirekt

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Unfallversicherung immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Diese Leistungen machen einen guten Tarif aus

Die Versicherungen bieten eine Unzahl von Tarifen an, die sich in vielen Leistungsmerkmalen unterscheiden. Viele davon sind schlicht Marketing-Gags der Versicherungen, um sich aus der Masse hervorzuheben und den Vermittlern Verkaufsargumente zu liefern. Die folgenden Merkmale halten wir aber für wichtig:

Gute Gliedertaxe

Auf die Gliedertaxe sollten Sie bei der Wahl eines Tarifs besonders genau achten. Denn diese bestimmt, wie viel Geld Sie bei Funktionsverlust eines bestimmten Körperteils erhalten. Das funktioniert so: Für jedes Körperteil legt die Versicherung fest, welchen Grad der Beeinträchtigung sie annimmt, falls der Kunde den entsprechenden Körperteil verliert oder gar nicht mehr benutzen kann.

Sind mehrere Körperteile durch den Unfall betroffen, werden die einzelnen Invaliditätsgrade addiert. Die Werte gelten allerdings immer nur bei vollständiger Funktionsunfähigkeit. Bei einer teilweisen Beeinträchtigung wird die Gliedertaxe nur anteilig berücksichtigt. Damit ist die Gliedertaxe zusammen mit der Progressionskurve entscheidend dafür, wie viel Geld die Versicherung auszahlt.

Ein Beispiel: Ein Kunde hat eine Versicherungssumme von 100.000 Euro vereinbart. Die Gliedertaxe seines Tarifs legt für die Hand einen Wert von 55 Prozent fest. Muss ihm nach einem Unfall tatsächlich eine Hand amputiert werden, erhält er 55.000 Euro von der Versicherung. Ist eine Progression vereinbart, bekommt er eine höhere Summe.

Die Gliedertaxe kann sich je nach Tarif erheblich unterscheiden. Zwar gibt es Empfehlungen des Versicherungsverbands GDV für die Gliedertaxe, gute Tarife leisten aber deutlich mehr. Auch Schäden an inneren Organen sind in vielen Tarifen nicht klar bemessen, sollten aber unbedingt mitversichert sein. Deshalb lohnt sich ein Vergleich.

Eine gute Orientierung bietet eine Übersicht des Analysehauses Ascore. Das Unternehmen hat die Gliedertaxe von 80 Unfall-Tarifen untersucht und ausgewertet, welche Invaliditätsgrade die Versicherungen im Mittel festschreiben. Die Gliedertaxe eines leistungsstarken Tarifs sollte mindestens die genannten Mittelwerte erreichen und sie im besten Fall übertreffen.

Vergleich der Gliedertaxe verschiedener Tarife in Prozent

Quelle: Ascore Das Scoring, GDV-Musterbedingungen (Stand: 11. August 2017)

Mitwirkung von Erkrankungen

Falls der Versicherte eine Krankheit hat, die für die gesundheitlichen Folgen eines Unfalls mitverantwortlich ist, kann die Versicherung ihre Leistung kürzen. Das wäre etwa der Fall, wenn sich jemand eine Sehne reißt, die bereits vorgeschädigt war oder ein Diabetes den Heilungsprozess verschlechtert.

Ein guter Tarif mindert die Leistung erst, wenn eine Erkrankung die Beeinträchtigung zu mindestens 50 Prozent mitverursacht hat. Einige Tarife verzichten auch ganz auf den Mitwirkungsanteil. Das kann insbesondere für Menschen mit vielen Vorerkrankungen hilfreich sein.

Darüber, ob und wie stark bestehende Krankheiten oder Vorschäden am Unfallausgang mitgewirkt haben, gibt es oft Streit. Altersbedingte Einschränkungen darf die Versicherung übrigens nicht als Argument nutzen, um weniger Geld zu zahlen.

Eigenbewegung und erhöhte Kraftanstrengung

Eigentlich definieren Versicherungen einen Unfall als ein von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis. Von Vorteil ist es, wenn der Versicherungsschutz auch bei Verletzungen durch eine eigene Bewegung oder erhöhte Kraftanstrengung greift. Dann ist der Versicherte auch geschützt, wenn er beim Fußballspielen umknickt und die Achillessehne reißt oder er sich durch schweres Heben einen Wirbel verrenkt.

Herzinfarkt, Schlaganfall und Alkohol

Gute Tarife zahlen auch, falls ein Unfall durch eine Bewusstseinsstörung ausgelöst wird. Dazu zählen neben Ohnmacht, Sekundenschlaf und epileptischen Anfällen auch Herzinfarkt und Schlaganfall. Die Versicherung sollte möglichst viele dieser Ursachen abdecken. Außerdem zahlen gute Tarife auch, wenn ein Unfall unter dem Einfluss von Alkohol oder Medikamenten passiert. Allerdings gelten in der Regel Promillegrenzen, ab denen es keinen Versicherungsschutz mehr gibt.

Infektionen und Zeckenbiss

Achten Sie darauf, dass auch Beeinträchtigungen nach Infektionen sowie nach Krankheiten durch einen Insektenstich als Unfall gelten. Dann ist etwa eine durch Zeckenbiss übertragene Borreliose versichert.

Bergungskosten und kosmetische Operationen

Viele Anbieter beteiligen sich an den Kosten für Rettungseinsätze, beispielsweise wenn der Versicherte nach einem Skiunfall mit einem Hubschrauber geborgen werden muss. Ist nach einem Unfall das Aussehen des Betroffenen dauerhaft beeinträchtigt, übernehmen viele Versicherer zudem die Kosten für kosmetische Eingriffe. Beide Optionen sollten jeweils mit mindestens 10.000 Euro dotiert sein. Bei guten Tarifen ist beides automatisch eingeschlossen.

Verlängerte Fristen

Normalerweise wird ein Gesundheitsschaden nur anerkannt, wenn er innerhalb von 15 Monaten nach dem Unfall auftritt, von einem Arzt festgestellt und der Versicherung mitgeteilt wird. Gute Tarife verlängern diese Fristen auf 18 Monate oder mehr.

Diese Zusatzleistungen brauchen Sie nicht

Im Wettbewerb um Kunden locken die Anbieter mit zahlreichen Extras, die in den Vertrag eingeschlossen werden können. Viele dieser Zusatzleistungen sind nicht wichtig und machen die Versicherung nur unnötig teuer.

Finger weg von Tarifen mit Beitragsrückgewähr

Tarife, bei denen Kunden am Ende der Laufzeit die eingezahlten Beiträge zurückbekommen, falls sie keinen Unfall haben, lohnen sich vor allem für die Versicherung. Was gut klingt, ist eine Mogelpackung: Die Beiträge sind um ein Vielfaches höher als die reiner Unfallversicherungen – und die Rendite am Ende oft unterirdisch.

Krankenhaus-Tagegeld ist überflüssig

Viele Versicherungen bieten weitere Zusatzoptionen wie ein Unfall-Krankenhaustagegeld an. Damit erhalten Versicherte eine vereinbarte Summe für jeden Tag, den sie aufgrund eines Unfalls im Krankenhaus verbringen. Genesungsgeld gibt es für die gleiche Anzahl an Tagen nach dem Krankenhausaufenthalt. Solche Extras sind unnötig. Falls Sie bei längerer Krankheit eine Versorgungslücke durch den Gehaltsausfall befürchten, sollten Sie das lieber separat durch eine Krankentagegeldversicherung absichern.

Unfallrente lieber durch Kapitalleistung selbst finanzieren

Ein häufiges Merkmal, das der Vermittler in den Vertrag packen will, ist die Unfallrente, gerade bei Kindern. Die Unfallrente wird meist erst ab einer 50-prozentigen Invalidität gezahlt, eine gute Unfallversicherung leistet hingegen schon ab 1 Prozent Invalidität. Besser und flexibler finanzieren Versicherte monatliche Auszahlungen, indem sie die von der Versicherung gezahlte Kapitalleistung nach dem Unfall zum Beispiel als Tages- oder Festgeld anlegen und sich regelmäßig selbst etwas auszahlen.

Besser keine Dynamik

Mit einer sogenannten Dynamik erhöht sich die versicherte Summe jedes Jahr um einen bestimmten Prozentsatz. Was für eine BU-Rente sinnvoll ist, gilt für die Unfallversicherung nicht: Denn Sie erhalten die Leistung auf einen Schlag, und mit dem Alter sinkt der Absicherungsbedarf in der Regel. Daher sollten Sie von Anfang an eine ausreichend hohe Versicherungssumme wählen. Fällt Ihr Bedarf mit der Zeit tatsächlich geringer aus, etwa weil Ihr Vermögen gewachsen ist, können Sie die Versicherungssumme und damit den Beitrag reduzieren.

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Unfallversicherung immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Wie Sie die Unfallversicherung kündigen

Bevor Sie eine bestehende Unfallversicherung kündigen, sollten Sie sicher sein, dass sie anderweitig abgesichert sind und den Vertrag nicht mehr brauchen. Lassen Sie sich dazu im Zweifel beraten. Kündigen können Sie in der Regel jährlich mit einer Frist von drei Monaten. Der Kündigungstermin ist dabei die sogenannte Hauptfälligkeit. Diese steht im Versicherungsschein und ist der Termin, an dem bei jährlicher Zahlweise der Beitrag abgebucht wird. Falls Ihr Tarif außerplanmäßig teurer wird, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht.

Wenn Sie eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr kündigen, verlieren Sie aber unter Umständen einen Teil des angesparten Kapitals. Lassen Sie sich daher etwaige Abzüge vorher vom Versicherer schriftlich ausweisen. Anstatt einen solchen Vertrag zu kündigen, können Sie prüfen, ob sich der Vertrag beitragsfrei stellen lässt. Das bedeutet, Sie zahlen nichts mehr ein und der Vertrag wird quasi stillgelegt.

Sollen wir Sie

Einmal pro Woche die wichtigsten Verbraucher-Tipps – kostenlos und werbefrei direkt in Ihr Postfach.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung

Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse

  1. Schauen Sie gleich in Ihrem Postfach nach.
  2. Öffnen Sie die Mail von Finanztip Newsletter.
  3. Klicken Sie auf den Bestätigungslink.

Schauen Sie bitte auch im Spam-Ordner nach.

Das könnte Sie auch interessieren

Noch mehr sparen mit Finanztip

Weitere Themen

Finanztip Newsletter

  • Jede Woche die besten Tipps
  • Absolut kostenlos
  • 100% werbefrei

Kostenlos anmelden

Artikel verfasst von

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Julia Rieder ist Expertin für Versicherungen und derzeit kommisarisch für das Thema Reise verantwortlich. Während ihres Volontariats bei Finanztip sammelte sie Hörfunk-Erfahrung beim Inforadio. Vorher war sie in den Redaktionen von Frontal 21, der Berliner Zeitung und dem Online-Magazin politik-digital tätig. Ihr Studium der Politikwissenschaft hat Julia Rieder an der Freien Universität Berlin mit einem Master abgeschlossen.

Unfallversicherung Test

Franke und Bornberg – Unfallversicherung Test (Stand: Juni 2017)

Bereits seit 2011 erstellt die Ratingagentur Franke und Bornberg Unfallversicherung-Ratings. Nun hat sie ihre Standards überarbeitet und damit den aktuellen Produkttrends angepasst. Unfallversicherungen werden immer leistungsstärker. Neben Einmalzahlung und Rente kommen zunehmend Assistanceleistungen hinzu. Eine Kapitalzahlung im Todesfall sowie ein Krankenhaustagegeld können meist gegen Mehrbetrag mit in den Versicherungsschutz aufgenommen werden. Um bei Franke und Bornberg die Höchstwertung zu erhalten, muss der Schutz lückenlos sein. Das heißt, Tarife die Ausschlüsse vorsehen oder Bedingungen an den Versicherungsschutz stellen, werden abgewertet.

Das Rating unterscheidet nicht nach besonderen Ansprüchen verschiedener Zielgruppen, sondern bewertet in erster Linie Leistungen, die für die Mehrzahl der Versicherten wichtig sind.

Kriterien, die ein Tarif erfüllen muss, um in die Kategorie Topschutz zu fallen:

  • Die Frist zur Geltendmachung der Invalidität nach dem Unfall beträgt 18 Monate oder mehr.
  • Der leistungsschädliche Mitwirkungsanteil von Krankheiten und Gebrechen liegt bei 40% oder mehr.
  • Versicherungsschutz für mindestens eine Strahlenart, auch wenn die Gesundheitsschädigung nicht infolge einer Heilmaßnahme auftritt.
  • Tod durch Ertrinken und/oder Ersticken ist versichert.
  • Versicherungsschutz für Zeckenstiche bzw. wenige definierte Infektionen durch Insektenstiche/-bisse oder sonstige Verletzungen durch Tiere
  • Leistung für kosmetische Operationen

Die Beitragshöhe wird in der Kategorie Topschutz nicht bewertet. Im Gegensatz dazu, handelt es sich bei Tarifen des Grundschutzes um günstigen Versicherungsschutz, bei dem es keine Mindestanforderungen an die Leistungen gibt (Quelle).

Das Testergebnis von Franke und Bornberg

Die bewerteten Tarife der Unfallversicherung wurden in vier Kategorien unterteilt:

  • Topschutz mit Gesundheitsfragen
  • Topschutz ohne Gesundheitsfragen
  • Grundschutz mit Gesundheitsfragen
  • Grundschutz ohne Gesundheitsfragen

In der Kategorie Top-Schutz mit Gesundheitsfragen erhält gut ein Viertel der Tarife die Bestwertung FFF (hervorragend). Die Tarife ohne Gesundheitsfragen schneiden sehr viel schlechter ab. Nur 3 von knapp 30 Tarifen erhalten hier die Höchstwertung.

Bei den Grundschutz-Tarifen mit Gesundheitsfragen sind die meisten sehr gut. Doch nur 9 und damit knapp 7 Prozent sind hervorragend. Im Grundschutz sind die Tarife ohne Gesundheitsfragen etwas besser aufgestellt. Knapp 40 Prozent der Tarife sind nach Ansicht der Analysten hervorragend.

Die Testsieger nach Leistungskategorien (Auswahl)

Topschutz mit Gesundheitsfragen

Topschutz ohne Gesundheitsfragen

Grundschutz mit Gesundheitsfragen

Grundschutz ohne Gesundheitsfragen

Fazit zum Unfallversicherung Test 2017

Es gibt eine Vielzahl „hervorragender“ Unfallversicherungen am Markt und die Versicherer bessern regelmäßig bei den Versicherungsbedingungen nach. Allerdings gibt es auch Angebote, die schwach (F-) oder sogar sehr schwach (F–) sind. Daher sollte vor Vertragsschluss in jedem Fall ein Unfallversicherung Vergleich durchgeführt werden.

Unfallversicherung – Ökotest hat getestet – Januar 2016

Neben der herkömmlichen Unfallversicherung haben Versicherungsnehmer auch die Möglichkeit, eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr abzuschließen. Dabei handelt es sich um eine Unfallversicherung mit inbegriffenen Sparmaßnahmen. Während ein Teil des Versicherungsbeitrags in den Versicherungsschutz fließt, wird ein Großteil in einen Spartopf investiert. Auf den ersten Blick vermittelt diese Vorgehensweise den Eindruck, dass zum Jahresende Beitragsrückerstattungen zu erwarten sind. Jedoch wird mit dem Begriff „Beitragsrückgewähr ein anderes Prozedere reflektiert. In dem Zusammenhang erhalten Versicherungsnehmer nur den Anteil der zuviel gezahlten Versicherungsbeiträge mit geringer Verzinsung erstattet.

Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr

Im Zuge dessen hat sich Ökotest (Test: Januar 2016) der Analyse unterschiedlicher Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr angenommen und geschaut, wie hoch die Verzinsung des jeweiligen Sparkapitals ausfällt. In Zusammenarbeit mit dem Analysehaus Innosystems haben sie 18 Tarife von sechs Anbietern mit laufender und einmaliger Zahlung unter die Lupe genommen. Hierzu wurden jeweils ein günstiger und ein teurer Versicherungstarif ausgewählt und hinsichtlich des garantierten Sparanteils verglichen.

Renditen sind kaum spürbar

Der Test zeigt, dass kaum sehenswerte Renditen auf das jeweilige Sparkapital entfallen. Entscheidet man sich für den teuren Unfallschutz mit entsprechend hohen Versicherungsbeiträgen, kann lediglich eine jährliche Rendite von 0,76 Prozent erwirtschaftet werden. Fällt die Auswahl hingegen auf den günstigsten Versicherungsschutz erwartet die Versicherungsnehmer eine Rendite von minus 1,32 Prozent. Lediglich ein Anbieter mit günstigen Versicherungsbeiträgen ermöglicht eine Verzinsung in Höhe von 0,26 Prozent. Wer eine Unfallversicherung mit Einmalzahlung abschließt, den erwarten positive Renten von 0,24 bis 1,47 Prozent.

Unfallversicherung bei Focus Money

Focus Money hat in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur Franke & Bornberg (Test: 03/2015) die Unfallversicherung näher überprüft. Vor diesem Hintergrund wurden 61 Unfallversicherungen hinsichtlich ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses genauer unter die Lupe genommen.

Im Großen und Ganzen zeichnen sich die analysierten Unfallversicherungen durch ein vielversprechendes Preis-Leistungs-Angebot aus. Besondere Überzeugungskraft leisten sie dadurch, dass sie Rechtsschutzversicherungen mit umfassenden Versicherungsschutz zu günstigen Versicherungsbeiträgen offerieren. Weiterhin gewinnen sie an Attraktivität indem sie eine erweiterte Bedeutung des Begriffs „Unfall“ vertreten. Somit wir bereits der Versicherungsschutz aktiv, wenn eine Invalidität durch Insektenstiche nachgewiesen werden kann.

Dabei haben unter anderen folgende Unfallversicherungen mit einem herausragenden Leistungsportfolio in Erscheinung treten können:

Die besten Unfallversicherungen erkennt man daran, dass sie Leistungen wie Beitragsbfreiung während Arbeitslosigkeit, den erweiterten Unfallbegriff, kosmetische Operationen oder auch die Übernahme von Zahnbehandlungskosten zum Vertragsgegenstand machen.

Magazin €uro zum Thema Unfallversicherung

Neben Focus Money hat sich auch das Magazin €uro der Fragestellung angenommen, inwieweit ihr Leistungsspektrum die Kundenzufriedenheit der Versicherungsnehmer widerspiegelt. Die Ergebnisse ihrer Analyse demonstrieren, dass qualitativ leistungsstarke Unfallversicherungen bereits gegen die Entrichtung eines geringen Versicherungsbeitrags zu ergattern sind. Beispielsweise verlangt die Waldenburger für die Versicherbarkeit eines 30-jährigen Bankkaufmann einen Beitrag von 137 Euro im Jahr. Im Gegensatz dazu kann ein kostengünstiger Versicherungsschutz auch bei Versicherungen wie die Rhion und InterRisk realisiert werden, die einen jährlichen Beitrag zwischen 138 und 148 Euro erheben. Allerdings sollten sie die Versicherten stets vor Augen führen, dass die Höhe der zu zahlenden Versicherungsbeiträge je nach Anforderungsprofil sehr variabel ist.

Unfallversicherung Testergebnisse der Stiftung Warentest

Die besten Tarife laut Stiftung Warentest (Finanztest-Ausgabe 12/2011) im Überblick:

Die Unfallversicherung Testsieger

Im Test kann die Unfallversicherung der Swiss Life auf Grund überdurchschnittlicher Leistungen das Gesamturteil von 1,4 erreichen und wurde somit von Finanztest zum Testsieger gekürt. In der Kategorie Kapitalauszahlung erhält sie eine Beurteilung von 1,2, für die Bedingungen gibt es ebenfalls eine 1,2, nur für die Anträge lautet die Beurteilung bei Finanztest auf 3,5.

Bei Fragen zur Unfallversicherung, nehmen sie Kontakt mit unseren unabhängigen Versicherungsmaklern auf. Wir unterstützen sie gerne bei der Suche nach der passenden Versicherung. Telefonisch unter 030 – 922 77 527 oder per E-Mail unter [email protected].

Invalidität – was heißt das?

Als Invalidität wird die dauerhafte Beeinträchtigung der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit bezeichnet. Je nach Schwere der Verletzung wird nach prozentualem Invaliditätsgrad unterschieden.

Tarife vergleichen ist das A und O – finden Sie jetzt einen passenden Unfallversicherungstarif 2017 mit unserem Vergleichsrechner.

Gliedertaxen im Überblick

Das könnte Sie auch interessieren:

Unfallversicherung Test 2014 – Morgen & Morgen hat getestet

Unfallversicherung Test 2014. Das Geschehen eines Unfalls kann schneller passieren als gedacht. So kann es.

Unzureichender Versicherungsschutz

In Deutschland sind etwa 28 Millionen Unfallpolicen im Umlauf. Im Ernstfall zahlen eine Vielzahl der Versicherungen allerdings entweder zu wenig oder gar nicht. Und hier liegt auch schon das größte Problem vor. Je nach Invaliditätsgrad erbringen die Unfallversicherungen bestimmte Leistungen. Bei einer Vollinvalidität sollte diese Leistung mindestens eine halbe Million Euro betragen. Empfehlenswert sind Policen mit festgelegter Progression.

Progression vereinbaren

Mit der Progression vereinbaren die Versicherten einen Anstieg der Versicherungssumme im Invaliditätsfall. Die von der Finanztest im Vergleich stehenden Tarife bieten eine Progression von mindestens:

  • Leistung bei 25%: 25.000 Euro
  • Leistung bei 50%: 100.000 Euro
  • Leistung bei 100%: 500.000 Euro

Definition der Unfallversicherung

„Unfälle liegen dann vor, wenn die Versicherten durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleiden.“

Und da sind wir auch schon beim nächsten Problem. Ab wann zahlen die jeweiligen Tarife? Beim Testsieger sind sogar Unfälle mitversichert, die unter Alkoholeinfluss zustande gekommen sind. Schlechtere Versicherungen zahlen in einem solchen Fall jedoch nicht. Das hat die Stiftung Warentest ermitteln können.

Welche Leistungen enthalten sein sollten

  • Versicherungsschutz weltweit und 24 Stunden am Tag
  • Todesfallleistung sollte mindestens bei 10.000 Euro liegen
  • Für gute Unfallpolicen sollten die Kunden nicht mehr als 30 Euro im Monat zahlen
  • Mit dem Versicherer sollte eine geeignete Versicherungssumme gefunden werden
  • Progression vereinbaren

Gesetzliche Absicherung ist unzureichend

Die gesetzliche Unfallversicherung bietet nur dann Leistungen, wenn sich der Unfall während der Arbeit (einschließlich Hin- oder Rückweg) zugetragen haben sollte. Statistisch gesehen ereignen sich mit etwa 70 Prozent die meisten Unfälle jedoch in der Freizeit. Ein weiterer Nachteil ist, dass Kinder grundsätzlich keinen Versicherungsschutz erhalten. Für die Folgen eines Unfalles kommen jedoch spezielle Kindertarife auf.

Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ereignen sich weit mehr als 5,36 Millionen Unfälle in der Freizeit:

  • Mehr als 10 Prozent der Arbeits- und Wegeunfälle sind Verkehrsunfälle
  • Der Begriff Freizeit bezeichnet die arbeitsfreie Phase wie zum Beispiel dem Nachgehen von Hobbys, dem Betreiben von Sport oder die freie Zeit zu Hause.

Die gesetzliche Versicherung kommt in den genannten Fällen nicht für die Kosten, die auf Grund des Unfalls oder der Folgen entstanden sind, auf!

Kosten im Test

Gute Tarife verlangen im Jahr etwa 300 Euro. Diesen Beitrag gilt es zumindest bei risikoarmen Berufen zu entrichten. Für risikoreiche Berufsgruppen liegt der Jahresbeitrag bereits bei 500 Euro. Der Vergleich zeigt, dass sich auch gute Policen finden lassen, die im Jahr nicht mehr als 130 Euro kosten. Bei geringer Gefahrengruppe stehen bei Finanztest unter anderen folgende Anbieter oben im Test:

  1. Grundeigentümer P 500
  2. NVP 500 (UnfallSpar 2.0)
  3. Häger P 500 (Basis)

So verlangt die Grundeigentümer im Jahr für beide Geschlechter lediglich 89 Euro im Jahr. Somit können Kunden auch bei einem guten Versicherungsschutz viel Geld sparen.

Berufsunfähigkeit

Eine Unfallversicherung ist eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung (Berufsunfähigkeitsversicherung Test), da die Beiträge hier geringer ausfallen. Zustande kommen die Beitragsunterschiede daher, weil Unfälle statistisch gesehen mit 10 Prozent ein seltenes Ereignis darstellen. Diejenigen, die sich nicht gegen die Berufsunfähigkeit absichern können, sollten hier eine Versicherungspolice abschließen.

Die QFZ erklärt die Unfallversicherung mit einem anschaulichen Comic

Hürden der Unfallversicherung

Ein Unfall bedeutet nicht gleich, dass die Leistungen der Unfallversicherung unmittelbar in Anspruch genommen werden können. Dieser Umstand ist oftmals auf zahlreiche Hürden zurückzuführen:

Auslegung der Unfalldefinition

Damit ein Unfall auch als solcher von der Versicherung anerkannt wird, muss er dem Wortlaut der Unfalldefinition entsprechen. Dahingehend wird ein Unfall erst als Unfall deklariert, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper einwirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet

Plötzliches Eintreten: gewöhnlich geschieht ein Unfall wider Erwarten und sehr plötzlich. Zieht sich ein Bergsteiger bei einer Tour Erfrierungen zu, die zur Amputation seiner Zehen führen, ist dies nach Ansicht der Versicherung kein Unfall, da das Ereignis nicht plötzlich eintraf.

Äußere Einwirkung: knickt ein Passant beim Gehen um, wird dieses Ereignis nicht als Unfall gewertet. Anders sieht es aus, wenn ein Spaziergänger über einen Kanaldeckel stolpert. In dem Fall erkennen die Versicherer eine äußere Einwirkung.

Unfreiwilliges Ereignis: damit ein Unfall per Definition akzeptiert wird, muss er unfreiwillig eintreten. Somit wird jeder absichtlich aussehender Unfall von der Unfallversicherung abgewiesen.

Auf den Körper: trägt sich ein schreckliches Ereignis zu und es kommt zu einem Herzinfarktleiden, wird dieser Tatbestand nicht als Unfall gewertet. Denn Behinderungen des Infarkts wirken sich auf die Psyche aus, nicht aber auf den Körper.

Ausschlüsse

Neben der genauen Unfalldefinition wird der Versicherungsschutz auf wegen einiger ausgeschlossenen Unfallursachen nicht aktiv:

Bewusstseinsstörung: ist der Unfall auf eine Bewusstseinsstörung zurückzuführen, gewährt die Unfallversicherung keinen Leistungsanspruch. Wird bei dem Unfallopfer ein erhöhter Alkoholgenuss festgestellt, riskiert er seinen Versicherungsschutz. Neben Trunkenheit gehören auch der Einfluss von Medikamenten, Ohnmacht, Herzinfarkt, Schlaganfall Übermüdung sowie epileptische Anfälle zu den Bewusstseinsstörungen.

Infektionen: hinterlassen Infektionen bleibende Schäden bei dem Geschädigten sind diese genauso wenig versichert wie Vergiftungen. Demgeenüber gibt es Unfallversicherungen, die die Folgen von zeckenübertragenden Krankheiten wie Borreliose absichern.

Psychische Folgen: wer aufgrund psychischer Folgen Leistungen der Unfallversicherung erwirken möchte, hat kaum eine Chance. Auch wenn der Unfall eine Schwerbehinderung zur Folge hat. Geht die psychische Einschränkung einer körperlichen Schädigung voraus, wie zum Beispiel einem Schädel-Hirn-Trauma, erhalten Versicherungsnehmer in Ausnahmefällen Leistungen aus der Unfallversicherung.

Die Versicherer sind nur dann zur Zahlung der Versicherungsleistung verpflichtet, wenn die Invalidität innerhalb von 12 Monaten eingetreten ist und 15 Monate danach durch einen Arzt festgestellt wurde. Neben der ärztlichen Feststellung muss der Versicherungsnehmer innerhalb der 15 Monate auch seinen Leistungsanspruch erwirken.

Vorerkrankungen

Hat der Unfall eine weitere Beeinträchtigung des Gelenks hervorgerufen, dass bereits mit einer Einschränkung vorbelastet war, wird der Grad der Invalidität um einen Teil vermindert. Dies wird üblicherweise getan, wenn der Anteil der Krankheit mindestens 25 Prozent beträgt. Beispielsweise erhält ein Versicherungsnehmer nur 30 Prozent statt der 55 Prozent für den Verlust seiner Hand, wenn im Vorfeld Gicht bei ihm diagnostiziert wurde.

Vor allem bei der privaten Unfallversicherung gilt es etliche Besonderheiten zu beachten. So sollte der Versicherungsschutz beispielsweise weltweit und rund um die Uhr gelten. Auch die Progression ist eine wichtige Bedingung bei einem solchen Schutz. Aus dem Unfallversicherungs-Test geht zudem hervor, dass auch günstigere Tarife einen guten Schutz bieten können.

News zum Thema

  • Wir sind für Sie da

    Bei allen Fragen rund um die Unfallversicherung.

    Wir finden gern den passenden Tarif für Sie.

    Mo – Fr: 9 – 18 Uhr und nach Vereinbarung

    kostenfrei, werbefrei und unabhängig

    Ihre Bewertung wurde erfolgreich versendet und wird in den nächsten Tagen freigeschaltet.

    Unfallversicherung Testsieger

    • Rund 300 Tarife im Test
    • Mehrere Angebote mit dem Testurteil "sehr gut"
    • Versicherungsbedingungen und Kapitalzahlung entscheidend
    • Schnell und einfach Angebote gegenüberstellen

    Unfallversicherung Test: Die aktuellen Testsieger im Vergleich

    Die Tarife für private Unfallversicherungen sind vielfältig, die Konditionen und Preise der Versicherungsangebote unterscheiden sich enorm. Woher soll man da wissen, welche Unfallversicherung die beste Wahl ist? Die Ergebnisse von unabhängigen Tests und neutralen Versicherungsvergleichen können sehr nützlich sein und wichtige Tipps für die Suche nach der passenden Police bieten.

    Inhaltsverzeichnis

    Kennen Sie die Testsieger für Unfallversicherungen?

    Es gibt unzählige Versicherungsgesellschaften, die Unfallversicherungen anbieten. Teilweise sind die Tarifvarianten jedoch undurchsichtig, sodass die Kunden einzelne Vor- oder Nachteile kaum noch nachvollziehen können. Versicherungsinteressierte können ein Angebot, das ihnen unterbreitet wird, mit dem aktuellen Testsieger für die Unfallversicherung vergleichen. So finden sie heraus, ob der vorgeschlagene Tarif ein ähnlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat. Die Testsieger zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Vergleich zu anderen Tarifen ein größeres Leistungspaket, kundenfreundliche Versicherungsverträge sowie eine angemessene Beitragshöhe bieten.

    Unfallversicherung: Die Testsieger für 2017

    Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) prüfte im Juli 2017 über 40 Anbieter einer Unfallversicherung hinsichtlich Preis und Leistung. Dabei stießen die Test auf ein starkes Preisgefälle. „Durch die Wahl des günstigsten anstelle des teuersten Versicherers lassen sich im Schnitt mehr als zwei Drittel der Kosten einsparen“, so das Institut. Abstriche bei den Leistungen müssen Interessierte dabei nicht unbedingt in Kauf nehmen. Die beste Unfallversicherung im Test überzeugt beispielsweise bei der Leistungs- und bei der Preisbewertung.

    Insgesamt ist das Niveau bei den Unfallversicherern hoch. Von den 43 Unternehmen erzielen 30 eine gute oder sehr gute Bewertung. Allerdings kommen auch sieben Anbieter nicht über ein ausreichendes Ergebnis hinaus. Entsprechend wichtig ist es für Interessierte, sich nicht für eine beliebige private Unfallversicherung zu entscheiden, sondern vorab verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen.

    Insgesamt 15 Unfallversicherungen sind in den Augen der Tester sehr gut. Dabei machte die Bewertung der Leistungen 70 Prozent und die des Preises 30 Prozent des Endergebnisses aus.

    Die Top 5 setzt sich zusammen aus:

    • GVO (Gegenseitigkeit Versicherung Oldenburg)
    • InterRisk
    • Volkswohl Bund
    • HanseMerkur
    • Adcuri

    Unfallversicherung Testsieger 2016

    2016 ist das Jahr, in dem besonders viele Unfallversicherung Tests veröffentlicht werden. So haben im März sowohl das Analysehaus Morgen & Morgen als auch das DISQ den Versicherern auf den Zahn gefühlt. Dabei unterscheiden sich die Untersuchungen hinsichtlich der Kriterien, die geprüft wurden. Das Analysehaus konzentriert sich in seinem Unfallversicherung Test auf das Bedingungswerk von 140 Angeboten. Je besser dieses ist, desto leistungsstärker ist der Tarif. 32 Versicherungen überzeugen dabei mit Bestnoten.

    Darunter finden sich Tarife von insgesamt 25 Anbietern: Adcuri, ARAG, ASC, Baden-Badener, Barmenia, Charta, Degenia, Die Bayerische, Domcura, Gothaer, Häger, HanseMerkur, Helvetia, Haftpflichtkasse Darmstadt, INTER, Interlloyd, InterRisk, Janitos, NV-Versicherungen, SHB, Swiss Life, VHV, Volkswohl Bund, Waldenburger und Würzburger.

    Außen vor steht bei diesem Unfallversicherung Vergleich jedoch die Beitragshöhe. Da es zudem einige Versicherer gibt, deren Angebote zum Teil mit der Bestnote, zum Teil jedoch auch deutlich schlechter bewertet wurden, empfiehlt sich für Interessierte ein genauer Preis-Leistungs-Vergleich.

    Beim DISQ setzt sich die Gesamtnote zu 60 Prozent aus der Bewertung der Leistungen und zu 40 Prozent aus der Analyse des Preises zusammen. Von den untersuchten 43 Unternehmen erhalten 13 eine sehr gute Note, weitere zehn eine gute. Mit BGV und HDI schneiden jedoch auch zwei Unternehmen mit mangelhaft ab, elf sind nur ausreichend.

    Zu den Unfallversicherung Testsiegern 2016 des Instituts gehören folgende Anbieter: InterRisk, HanseMerkur, Gegenseitigkeit Versicherung Oldenburg, Barmenia, Domcura, Helvetia, Janitos, Hannoversche, VHV, Ammerländer Versicherung, Interlloyd, Haftpflichtkasse Darmstadt und Swiss Life.

    Weitere Unfallversicherung Testsieger 2016 bei Öko-Test und Co.

    2016 wurden drei weitere Untersuchungen zur privaten Unfallversicherung veröffentlicht. Öko-Test prüfte für die Ausgabe 1/2016 Unfallversicherungen mit sogenannter Beitragsrückgewähr. Bei solchen Tarifen werden Versicherten die eingezahlten Beiträge nach Vertragsende zurückgezahlt, sofern keine Leistungen beansprucht wurden. Was sich zunächst nach einem guten Geschäft anhört, ist jedoch für Verbraucher kaum zu empfehlen. Denn die Angebote sind laut Öko-Test „teurer Unsinn“. Die Experten kommen daher zu dem Fazit, erst gar kein Ranking zu erstellen, weil die Urteile „bestenfalls mangelhaft“ ausfallen würde.

    Anders fällt der Unfallversicherung Test von Franke und Bornberg aus, der im Auftrag des Handelsblatts durchgeführt wurde. Hierbei wurden allerdings auch Tarife untersucht, die keine Rückzahlung der Beiträge zum Ende der Laufzeit vorsehen. Zudem schafften es nur die Angebote ins Ranking, deren Leistungen Topschutz versprechen. Dazu zählen beispielsweise der Versicherungsschutz bei Zeckenbissen, die Kostenübernahme bei kosmetischen Operationen und eine 18-monatige Frist, bis zu der der Unfall geltend gemacht werden muss.

    Insgesamt 12 Tarife überzeugen mit einem sehr guten Ergebnis. Doch nur das Angebot „Konzept XXL mit Standard Taxe“ der InterRisk sichert sich die höchste Note von 1,2. Dahinter folgt „Top-Schutz“ von HanseMerkur mit 1,3 vor dem Versicherer Barmenia (1,5 –„Premium-Schutz“).

    Ähnlich sieht das Ergebnis im Unfallversicherung Test 2016 der Focus-Money aus. Auch hier stand Franke und Bornberg als Partner zur Seite. Das beste Resultat erzielt InterRisk. Neben der HanseMerkur gesellt sich auf den zweiten Rang zudem die Gegenseitigkeit Versicherung Oldenburg („Unfallfversicherung Top VIT“) hinzu. Die drittplatzierte Barmenia hält ihren Rang, muss ihn jedoch mit Janitos („Best Selection Trend“) und Domcura („Unfallversicherung Top-Schutz“) teilen.

    Zusätzlich wurden Unfallversicherung Testsieger für Kinder ermittelt. Hier erhält die HanseMerkur die beste Bewertung, Platz 2 gehen sowohl an Janitos als auch Domcura.

    Unfallversicherung für Kinder, Erwachsene und Senioren im Vergleich 2016

    Schließlich hat das Unternehmen Ascore im September 2016 die private Unfallversicherung unter die Lupe genommen. Für die Gruppen Kinder, Erwachsene und Rentner haben die Tester die Leistungen von bis zu 19 Versicherern miteinander verglichen. Für alle Interessierten empfehlen sich dabei die Angebote „Vario Vollschutz“ von der Haftpflichtkasse Darmstadt sowie „Unfall XXL mit Maxi Taxe“ und „Unfall XXL mit Plus Taxe“ von InterRisk. Sie erzielen jeweils die höchste Bewertung von sechs Sternen.

    Neben den drei Unfallversicherung Testsiegern kommen für Kinder zudem die Tarife „Unfall-Police Optimal Prestige“ von Die Bayerische, „Top-Schutz mit Gliedertaxe III“ von HanseMerkur sowie „Klassik-Garant mit dem Exklusiv-Baustein“ von VHV infrage. Das Angebot der VHV überzeugt mit seinen Leistungen auch bei den Rentnern. Für Erwachsene erzielen hingegen ein weiterer Tarif der InterRisk („Unfall XXL mit Heilberufe Taxe“) sowie das Angebot der HanseMerkur ebenfalls die höchste Bewertung.

    Testsieger bei Focus-Money

    Ein weiterer Unfallversicherung Test stammt von Focus-Money (Ausgabe 3/2015). Von den 61 geprüften Tarifen konnten 20 besonders überzeugen. Sie stechen vor allem hervor, da sie einen erweiterten Unfallbegriff haben. Das heißt, dass die Versicherung auch dann zahlt, wenn kein Unfall im klassischen Sinn passiert ist. Mitinbegriffen sind beispielsweise Vergiftungen durch Gase, Insektenstiche oder Unfälle, die aufgrund von psychischen oder nervösen Störungen verursacht wurden. Die sechs besten Anbieter sind:

    • InterRisk – Konzept XL mit Standard Taxe
    • Janitos – Balance Trend
    • Swiss Life – Swiss Life-Primus
    • Waldenburger – Unfallversicherung
    • HUK24 – Unfallversicherung Classic
    • VHV – Klassik-Garant

    Unfallversicherung Testsieger 2015 bei Stiftung Warentest

    Fast vier Jahre nach ihrer letzten Untersuchung für Erwachsene hat Stiftung Warentest im September 2015 neue Unfallversicherung Testsieger ermittelt. Zwei Tarife sichern sich dabei das Qualitätsurteil „sehr gut“: InterRisk („P 500 XXL MaxiTaxe“) und SBH („P 500 Komfort“). Weitere 40 Angebote sind aus Sicht der Verbraucherschützer „gut“. Dabei wurde vor allem darauf geachtet, dass die jeweiligen Tarife gewisse Mindestvoraussetzungen erfüllen. Dazu zählen:

    • Vollinvalidität: Auszahlung einer Kapitalleistung von mindestens 500.000 Euro
    • Invalidität 50 Prozent bzw. 25 Prozent: Auszahlung mindestens 100.000 Euro bzw. 25.000 Euro
    • Todesfallleistung 10.000 Euro
    • Leistung bereits ab einem Prozent Invalidität

    Mit diesen Voraussetzungen soll verhindert werden, dass sich Verbraucher für eine Unfallversicherung mit zu geringen Leistungen entscheiden. Wer infolge eines Unfalls zu 100 Prozent invalide wird, sollte „mindestens das Sechsfache des Jahresbruttoeinkommens“ erhalten, so Stiftung Warentest.

    Neben den besten Unfallversicherungen 2015 hat die Verbraucherorganisation auch die günstigsten guten Angebote für Verbraucher mit ungefährlichen Berufen zusammengestellt. Die günstigsten fünf Tarife kommen dabei von

    • CosmosDirekt („P 500 Basis“) – 117 Euro pro Jahr
    • HanseMerkur („P 500 Grund + Gliedertaxe I“) – 118 Euro
    • Häger („P 500 Kompakt“) – 120 Euro
    • HUK24 („P 500 Kompakt“) – 121 Euro
    • Die Bayerische („P 500 Optimal Komfort“) – 124 Euro

    Die richtige Unfallversicherung finden

    Nutzen Sie einen ausführlichen Unfallversicherung Vergleich, bevor Sie eine Unfallversicherung abschließen. Nur so werden Sie herausfinden, ob es vielleicht ein besseres Versicherungsangebot gibt, dass Sie bisher noch nicht entdeckt haben. Dabei muss die günstigste Unfallversicherung nicht immer gleich die beste sein. Die richtige Unfallversicherung ist nicht nur preiswert, sondern zeichnet sich vor allem durch gute Konditionen aus.

    Источники: http://www.finanztip.de/unfallversicherung/, http://www.testsieger-berichte.de/unfallversicherung-test/, http://www.finanzen.de/unfallversicherung/testsieger

  • Kommentieren Sie den Artikel

    Please enter your comment!
    Please enter your name here