Rentengarantiezeit riester

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Riester-Rente

Diese Riester-Rente passt zu Ihnen

  • Zuletzt aktualisiert: 29. September 2017
  • Von: Dr. Manuel Kayl

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Riester-Rente unterstützt Arbeitnehmer und Beamte bei der Altersvorsorge.
  • Der Staat fördert sie auf zwei Arten: mit Zulagen und mit Steuervorteilen.
  • Die volle persönliche Zulage beträgt 154 Euro im Jahr. Für jedes Kind gibt es jährlich bis zu 300 Euro Extraprämie.
  • 2018 soll die Grundzulage von 154 auf 175 Euro ansteigen.
  • Sie können pro Jahr bis zu 2.100 Euro der Einzahlungen in den Riester-Vertrag als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Im Gegenzug müssen Sie Ihre Einkünfte aus dem Riester-Vertrag im Alter versteuern.
  • Im Ruhestand erhalten Sie eine lebenslange Rente. Das lohnt sich finanziell jedoch nur, wenn Sie ein hohes Alter erreichen.

So gehen Sie vor

  • Prüfen Sie, ob ein Riester-Vertrag für Sie infrage kommt und entscheiden Sie, welche Form des Riesterns am besten zu Ihrer Situation passt.
  • Eine klassische Riester-Rentenversicherung schließen Sie am besten bei der Hannoverschen oder der Huk24 ab.
  • Wenn Sie mit Fonds riestern wollen, bietet die Toprente der DWS, abgeschlossen über Vermittler im Internet, die beste Allround-Lösung. Auch der Sparplan von Fairr, der Deka Zukunftsplan Classic und die Uniprofirente Select (mit Fonds: Uniglobal II) sind empfehlenswert.
  • Einen Riester-Banksparplan können Sie deutschlandweit und online nur bei der Sparkasse Holstein abschließen (Stand: April 2017).
  • Unsere Empfehlungen für ein Darlehen (Wohn-Riester) sind die Vermittler Dr. Klein, Interhyp und Planethyp.

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Mit der Rentenreform 2001 hat der Gesetzgeber die Höhe der künftigen Rentenzahlungen erheblich abgesenkt. Um das abzufedern, hat der deutsche Staat gleichzeitig die sogenannte Riester-Rente eingeführt. Sie soll Arbeitnehmern dabei helfen, privat fürs Alter vorzusorgen – mit staatlicher Unterstützung. Laut dem Bundesarbeitsministerium haben die Bundesbürger bis heute etwa 16 Millionen Riester-Verträge abgeschlossen.

Doch viele Verbraucher fragen sich: Welche Art des Riesterns ist für mich die beste? Lohnt sich ein Wohn-Riester oder soll ich nicht doch lieber auf eine klassische Riester-Rentenversicherung setzen? Es empfiehlt sich, sich vor Abschluss eines Vertrages mit diesen und anderen Fragen gründlich auseinanderzusetzen – nicht nur, weil nicht jede Riester-Art zu jedem passt, sondern auch, weil es enorme Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern gibt.

Alternativ zu Riester können Sie auch über andere Formen der Altersvorsorge nachdenken, zum Beispiel eine betriebliche Altersvorsorge oder eine flexible Altersvorsorge.

Wer riestern darf

Vereinfacht gesagt kann jeder Arbeitnehmer, der in die gesetzliche Rentenkasse einzahlt, auch riestern. Genauso alle Beamten. Darüber hinaus gibt es noch Regelungen für bestimmte Berufsgruppen wie Auszubildende oder Selbständige. Auch wenn Sie selbst nicht erwerbstätig sind, können Sie eventuell über Ihren Ehepartner mitriestern. Mehr Informationen zum Kreis derer, die staatlichen Leistungen bekommen können, lesen Sie in unserem Artikel „Wer darf riestern?“.

Wieviel der Staat dazugibt

Riester-Verträge lohnen sich vor allem, weil der Staat die Vorsorgepläne bezuschusst. Die Förderung besteht aus Zulagen und Steuervorteilen. Wenn Sie genug einzahlen, beträgt die jährliche Grundzulage pro Person 154 Euro, die Kinderzulage 185 Euro für bis Ende 2007 geborene Kinder und 300 Euro für ab 2008 geborene Kinder. Ab 2018 steigt die Grundzulage aller Voraussicht nach von 154 auf 175 Euro an.

Die Höhe Ihres Steuervorteils hängt von Ihrem Einkommensteuersatz ab: Sie können maximal vier Prozent Ihres rentenversicherungspflichtigen Einkommens in einen Riester-Vertrag einzahlen und das von der Steuer absetzen. Dabei gilt eine Höchstgrenze von 2.100 Euro pro Jahr. Der Steuervorteil wird allerdings um die Höhe der Zulagen vermindert. Bei mehreren Kindern ist die Zulage oft höher als der Steuervorteil. So profitieren kinderreiche Familien von den Zulagen und Alleinstehende vor allem vom Steuervorteil.

Beachten Sie allerdings, dass Sie Ihre Einkünfte aus den Riester-Verträgen im Rentenalter versteuern müssen. Im Fachjargon nennt man das nachgelagerte Besteuerung. Im Endeffekt sparen Sie aber so gut wie immer Steuern, da Sie im Alter meist einen niedrigeren Steuersatz haben als im Berufsleben. Eine genaue Übersicht über die Zulagen und die Steuervorteile mit Rechenbeispielen finden Sie in unserem Detailartikel zur Förderung.

Riester lohnt künftig mehr für Geringverdiener

Bislang war die Riester-Rente für Geringverdiener wenig attraktiv. Denn sie haben geringe Rentenansprüche zu erwarten und liefen das Risiko, dass ihre Riester-Rente auf die staatliche Grundsicherung im Alter angerechnet würde. Sie hätten dann umsonst in Riester eingezahlt. Aller Voraussicht nach ändert sich das 2018: Dann sollen Riester-Sparer und auch Betriebsrentner bis zu 200 Euro dieser privaten Rente auf jeden Fall behalten dürfen.

Auszahlung im Rentenalter

Die Auszahlungsphase beginnt gewöhnlich mit dem Renteneintritt, frühestens allerdings mit 60 Jahren. Zu Beginn der Rentenzahlungen steht Ihnen mindestens die Summe Ihrer Einzahlungen und der erhaltenen Zulagen zur Verfügung. Das ist gesetzlich festgeschrieben. Sie erhalten Ihr Geld als lebenslange Rentenzahlung, die Sie mit Ihrem dann geltenden Steuersatz versteuern müssen.

Da die Anbieter meist mit einer sehr hohen Lebenserwartung rechnen, lohnen sich die regelmäßigen Zahlungen nur, wenn Sie ein hohes Alter erreichen. Daher können Sie alternativ zu Beginn der Auszahlphase bis zu 30 Prozent des Kapitals auf einmal entnehmen. Das hat jedoch einen Nachteil: Ihr Steuersatz erhöht sich in dem Jahr durch die Einmalzahlung erheblich.

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Diese Riester-Rente passt zu Ihnen

Varianten der Riester-Rente

Wegen der staatlichen Förderung eignet sich ein Riester-Vertrag für beinahe jeden. Am meisten profitieren Familien mit drei und mehr Kindern wegen der hohen Kinderzulagen. Auch für Arbeitnehmer mit einem Einkommen ab etwa 40.000 Euro lohnt sich das Riestern wegen der dann hohen Steuerersparnis besonders.

Bleibt nur noch die Frage, welcher Riester-Vertrag der beste ist. Verbraucher stehen vor der Qual der Wahl: Sie können zwischen vielen verschiedenen Varianten wählen. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick, welche Art des Riesterns sich prinzipiell für Sie eignet. Wir empfehlen Ihnen, zusätzlich unsere detaillierten Ratgeber zu lesen, bevor Sie einen Vertrag abschließen.

Wohn-Riester

Wenn Sie fest vorhaben, in der nächsten Zeit eine Immobilie zu erwerben, kann sich ein Wohn-Riester-Vertrag für Sie lohnen. Das funktioniert so: Sie nehmen ein Darlehen auf, dessen Rückzahlung wie andere Riester-Produkte gefördert wird: mit Zulagen und Steuervorteilen. Durch die staatliche Hilfe haben Sie den Kredit schneller abbezahlt. Deshalb kann sich ein Riester-Darlehen auch dann lohnen, wenn der Zinssatz für den Kredit höher ist als bei einem nicht-geförderten Darlehen. In unserem Ratgeber haben wir für mehrere Beispielfälle berechnet, wann sich das Riester-Darlehen für Sie rentiert.

Allerdings müssen Sie auch einige Voraussetzungen erfüllen. Beispielsweise müssen Sie die Immobilie selbst bewohnen. Wie bei anderen Riester-Varianten müssen Sie die erhaltenen Vorteile im Rentenalter versteuern. Das geschieht über ein fiktives Konto, das sogenannte Wohnförderkonto. Da Sie im Alter keine direkten Leistungen beziehen, sondern Ihr Vorteil das mietfreie Wohnen ist, wird Ihre Steuerlast über dieses Konto berechnet.

Wir empfehlen, einen Baufinanzierungsvermittler aufzusuchen, wenn Sie an einem Riester-Darlehen interessiert sind. Die Anbieter besitzen eigene Datenbanken, in denen sie Richtlinien und Zinsberechnungen von zahlreichen Kreditgebern speichern. Dadurch können sie jederzeit ermitteln, wer Ihnen aktuell zu welchen Zinssätzen das gewünschte Darlehen zusagen würde. Wir empfehlen folgende Anbieter:

  • spezialisiert auf Baufinanzierung
  • kostenlose und unverbindliche Beratung
  • arbeitet ausschließlich mit angestellten Beratern
  • mehr als 400 Finanzierungspartner, darunter Sparkassen und Volksbanken
  • telefonische und Vor-Ort-Beratung an mehr als 100 Standorten bundesweit
  • Allfinanzvermittler, spezialisiert auf Baufinanzierung
  • kostenlose und unverbindliche Beratung
  • arbeitet überwiegend mit selbstständigen Beratern
  • mehr als 300 Finanzierungspartner, darunter Sparkassen und Volksbanken
  • telefonische Beratung und Vor-Ort-Beratung in über 200 Niederlassungen bundesweit
  • zusätzlich auch Beratung zuhause beim Kunden möglich

Unternehmen der Planethome-Gruppe

  • spezialisiert auf Baufinanzierung
  • kostenlose und unverbindliche Beratung
  • arbeitet ausschließlich mit angestellten Beratern
  • mehr als 220 Finanzierungspartner, darunter Sparkassen und Volksbanken
  • telefonische und Vor-Ort-Beratung in 14 Niederlassungen bundesweit

Der Riester-Bausparvertrag

Wenn Sie in einigen Jahren eine selbstbewohnte Immobilie erwerben wollen, gibt es zwei Möglichkeiten: einen Riester-Banksparplan oder einen Riester-Bausparvertrag.

Der Vorteil des Bausparvertrags ist, dass Sie sich bereits jetzt die Zinsen für das Darlehen sichern können, auch wenn Sie erst in fünf oder sieben Jahren kaufen oder bauen möchten. Sie erhalten also eine gewisse Planungssicherheit. Einen Nachteil haben Sie jedoch, wenn Sie das Baudarlehen doch nicht benötigen. Denn ein Bausparvertrag wird meist niedriger verzinst als andere Sparformen. In diesen Fällen kann es sich lohnen, den bestehenden Riester-Bausparvertrag in eine andere Riester-Variante zu überführen.

Der Riester-Banksparplan

Wenn Sie noch nicht sicher wissen, ob Sie Immobilienbesitzer werden wollen, kommt grundsätzlich ein Riester-Banksparplan infrage. Sollten Sie sich für ein Eigenheim entscheiden, können Sie das angesparte Guthaben als Eigenkapital für die Finanzierung verwenden. Die Darlehensart können Sie dabei frei wählen – es muss sich nicht um ein Riester-Darlehen handeln. Der Nachteil ist, dass Sie zum Zeitpunkt des Immobilienerwerbs ein Darlehen mit den dann gültigen Zinssätzen aufnehmen müssen und somit keine Planungssicherheit haben. Zwar können Sie theoretisch auch aus anderen Riester-Verträgen wie Versicherungen Geld für ein Eigenheim entnehmen, das lohnt sich aber wegen der hohen Anfangskosten dieser Produkte meist nicht.

Das Prinzip des Banksparplans ist einfach: Sie zahlen monatlich Ihre Raten, die variabel verzinst werden. Meist orientiert sich die Verzinsung an der sogenannten Umlaufrendite – dem durchschnittlichen Zins von deutschen Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von vier Jahren und mehr.

Seit Jahresbeginn 2017 haben die allermeisten Genossenschaftsbanken und Sparkassen den Vertrieb von Riester-Banksparplänen eingestellt und verwalten nur noch die Verträge von Bestandskunden. Seit April 2017 bietet allerdings die Sparkasse Holstein wieder einen Banksparplan an, den Kunden deutschlandweit und online abschließen können. Die Volksbank Mainz hat seit 1. April 2017 ihren Banksparplan für Kunden aus dem Geschäftsgebiet wieder im Programm.

Es gibt zwei Gründe dafür, dass sich Banken reihenweise vom Riester-Banksparplan verabschiedet haben: die anhaltenden Niedrigzinsen und die neue gesetzliche Vorgabe, jedem Neukunden eines Altersvorsorgevertrags mit staatlicher Förderung ein sogenanntes Produktinformationsblatt (PIB) mit auszuhändigen. Im PIB sollen unter anderem die Effektivkosten des Riester-Vertrags angegeben sein, was Angebote untereinander leichter vergleichbar macht. Für den Banksparplan schien den Banken die Erstellung dieses PIBs offenbar zu aufwändig und teuer. Details dazu lesen Sie auch in unserem Ratgeber Riester-Banksparplan.

Riester-Rentenversicherung

Eine klassische Riester-Rentenversicherung kommt für Sie infrage, wenn Sie bereits bei Abschluss des Vertrags wissen wollen, wie hoch Ihre Bezüge im Alter mindestens sind. Die garantierte Verzinsung der Versicherung orientiert sich am Garantiezins für Lebensversicherungen. Dieser beträgt seit Anfang 2017 0,9 Prozent pro Jahr auf den sogenannten Sparanteil, also Ihre Beiträge minus Kosten. Zusätzlich werden Sie noch an den Überschüssen beteiligt, die die Versicherung erwirtschaftet. Diese Erträge sind aber nicht garantiert und schrumpfen immer mehr.

Die Kosten von klassischen Riester-Rentenversicherungen sind im Vergleich relativ hoch. Deshalb müssen Sie auch mit hohen Abzügen rechnen, wenn Sie Kapital aus dem laufenden Vertrag entnehmen wollen. Auch ein Wechsel zu einem anderen Anbieter kann teuer werden.

Die günstigsten Verträge erhalten Sie bei Direktanbietern im Internet. Wir empfehlen Ihnen das Angebot der Hannoverschen. In unseren Untersuchungen konnte das Unternehmen sowohl bei der Höhe der garantierten Rente als auch bei der Sicherheit punkten.

Hannoversche

  • vier von fünf Sternen bei Morgen & Morgen
  • Onlineabschluss möglich
  • Beitragshöhe online flexibel wählbar
  • hohe garantierte Rentenzahlung
  • Höchsteintrittsalter 49 Jahre

Hannoversche über ING-Diba

  • vier von fünf Sternen bei Morgen & Morgen
  • Onlineabschluss möglich
  • Beitragshöhe online flexibel wählbar
  • höhere garantierte Rentenzahlung für Kunden der ING-Diba
  • Höchsteintrittsalter 49 Jahre
  • fünf von fünf Sternen bei Morgen & Morgen
  • Onlineabschluss möglich
  • hohe garantierte Rentenzahlung
  • Höchsteintrittsalter 57 Jahre
  • flexibler Beitrag muss extra als Email eingehen

Riester-Fondssparplan

Wenn Sie möglichst hohe Renditechancen wünschen

Bei der Anlage sind Fondssparpläne flexibler als fondsgebundene Riester-Rentenversicherungen. Die Chance auf zusätzliche Aktienrendite ist größer. Wir haben daher die Fondssparpläne näher untersucht.

Unter den Riester-Fondssparplänen gibt es mehrere empfehlenswerte Verträge. Beste Allroundlösung im Test vom August 2017 ist die DWS Toprente. Neukunden, die Sie über Vermittler im Internet abschließen, zahlen nur rund 1 Prozent jährliche Effektivkosten. Der Fondssparplan bietet darüber hinaus gute Renditechancen und der Anbieter (Deutsche Bank) ist von den Ratingagenturen als hinreichend finanzstark eingeschätzt.Wer auf volle Transparenz in Verbindung mit niedrigen Kosten setzen will, ist bei Fairriester 2.0 richtig. Es handelt sich um den Fondssparplan der Sutor Bank, der über das Unternehmen Fairr online vermitteln wird. Auch der Deka Zukunftsplan Classic und die Uniprofirente Select mit dem Fonds Uniglobal II sind empfehlenswert. Details zu Funktionsweise und Bewertung der Fondssparpläne finden Sie im Ratgeber Riester Fondssparpläne und im zugehörigen Testartikel.

DWS Toprente Dynamik

Fondssparplan der Deutschen Bank mit Rabatt über Online-Vermittler

  • für Aktiensparer, die 20 Jahre oder mehr Zeit bis zur Rente haben
  • dynamisches Modell: Aktienquote wird laufend individuell angepasst
  • keine Abschlusskosten über Online-Fondsvermittler – niedrige Gesamtkosten von gut 1 Prozent pro Jahr
  • gute Finanzkraft des Anbieters

Fairriester 2.0

Fondssparplan von Sutor Bank und Fairr

  • für Aktiensparer, die 20 Jahre oder mehr Zeit bis zur Rente haben
  • keine Abschlusskosten – niedrige Gesamtkosten von etwa 1 Prozent pro Jahr
  • transparentes Anlagemodell – Aktienquote nimmt nach festem Schema ab
  • online abschließbar
  • garantierte Rentenkonditionen durch Versicherer Mylife

Deka Zukunftsplan Classic

Fondssparplan der Sparkassen-Gruppe

  • für Aktiensparer, die 20 Jahre oder mehr Zeit bis zur Rente haben
  • Anlagemodell mit Chance auf Aktienquote: Sie wird individuell angepasst
  • Verständlichkeit des Anlagemodells: Aktienquote wird über vier Stufen angepasst
  • gute Finanzkraft des Anbieters

Uniprofirente Select (mit Fonds Uniglobal II)

Fondssparplan der Volks- und Raiffeisenbanken

  • für Aktiensparer, die 20 Jahre oder mehr Zeit bis zur Rente haben
  • Aktienquote bis zu 100 Prozent mit dem Uniglobal-II-Fonds
  • dynamisches Modell: Aktienquote wird laufend individuell angepasst
  • gute Finanzkraft des Anbieters

Weitere Tipps im Ratgeber Altersvorsorge

Sara Zinnecker

Expertin für Geldanlage

So können Sie fürs Alter vorsorgen

  • Zur Basisversorgung zählen die gesetzliche Rentenversicherung und Rürup-Verträge.
  • Gefördert sind Riester-Verträge oder betriebliche Altersvorsorge.
  • Die Lebensversicherung zählt zur ungeförderten Vorsorge.

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Artikel verfasst von

ehemaliger Finanztip-Redakteur (bis August 2016)

Manuel Kayl war bei Finanztip für Geldanlagethemen zuständig. Der promovierte Physiker arbeitete als Anlagestratege und Risikomanager bei der niederländischen Versicherung a.s.r., nachdem er am Genfer Forschungszentrum Cern sowie am Nikhef und der Universität Amsterdam forschte. Er hat am 31. August 2016 Finanztip verlassen.

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Sara Zinnecker ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.

Riester vererben Was bleibt den Hinterbliebenen?

Stirbt ein Riester-Sparer, können nahe Angehörige nur unter bestimmten Voraussetzungen das angesparte Vermögen erben und die staatliche Förderung behalten. Bereits beim Vertragsabschluss gibt es einiges zu beachten.

Nach dem Tod eines Angehörigen sind Hinterbliebene meist erst einmal mit anderen Fragen als der Altersvorsorge beschäftigt. Doch irgendwann geht es dann auch darum. Ehepartner oder nahe Verwandte von einem verstorbenen Riester-Sparer müssen etwa klären, ob sie das angesparte Kapital bekommen und was mit der staatlichen Förderung passiert – die bei einigen Verträgen den Großteil des Vorsorgevermögens ausmacht.

Anspruch auf das angesparte Kapital inklusive der Förderung haben laut Ehepartner, wenn sie den Vertrag auf sich übertragen lassen.

Grundsätzlich ist die Riester-Rente vererbbar, bestätigt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Doch was genau gilt, hängt von den vereinbarten Vertragskonditionen und dem jeweiligen Riester-Produkt ab – Rentenversicherung, Fonds- oder Banksparplan. Entscheidend ist aber auch, wer erbt und wann in welchem Alter der Riester-Sparer verstirbt.

In der Regel dürfen Angehörige die staatliche Förderung nicht behalten. "Zahlt der Riester-Anbieter das Vermögen an einen Bezugsberechtigten oder Erben aus, werden die staatlichen Riester-Zulagen und Steuervorteile, die der Verstorbene zu Lebzeiten erhalten hat, von der Auszahlsumme abgezogen", erklärt Katharina Henrich von der Zeitschrift "Finanztest".

Doch es gibt Ausnahmen: Anspruch auf das angesparte Kapital inklusive der Förderung haben laut Henrich Ehepartner, wenn sie den Vertrag auf sich übertragen lassen. Das kann ein bestehender oder neu abgeschlossener Vertrag sein. Dafür muss der Ehepartner nicht einmal förderberechtigt sein. In der Regel fällt dann auch keine Erbschaftssteuer an. Darauf macht der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) aufmerksam. Allerdings werden die Auszahlungen daraus dann meist nach dem persönlichen Steuersatz versteuert.

Hinterbliebenenschutz kostet Geld

Ob die Erben eine Rente erhalten, hängt bei der Riester- Rentenversicherung von dem genauen Todeszeitpunkt sowie den Vertragsvereinbarungen an. Macht der Versicherte mit dem Anbieter eine Rentengarantiezeit aus, stirbt aber vorher, erhält der Ehepartner die Rente meist nur bis zum Ende der Garantiezeit. Hat der Versicherte hingegen nichts vereinbart oder stirbt nach der vereinbarten Garantiezeit, bekommen seine Erben nach Angaben des BMAS in der Regel keine Leistungen.

Hat der Versicherte aber eine Hinterbliebenenrente mit dem Anbieter abgeschlossen, gehen die eingezahlten Beiträge sowie Überschüsse an die Kinder oder den Ehepartner. In diesem Fall zahle der Versicherer die Rente, ohne die staatliche Förderung nach dem Tod des Versicherten abzuziehen, erklärt Henrich. Ohne eine solche Vereinbarung im Vertrag des Verstorbenen fällt das Restkapital an den Versicherer, und die Erben gehen leer aus.

Henrich gibt zu bedenken, dass der Hinterbliebenenschutz Geld kostet und die Rente schmälert. Außerdem gebe es diese Möglichkeit nicht bei Riester-Fondssparplänen und Banksparplänen. Alternativ könnten Versicherte, die ihre Familie finanziell im Todesfall absichern wollen, nach Angaben der Stiftung Warentest über eine Risikolebensversicherung nachdenken.

Auch beim Banksparplan oder Fondssparplan zählt der Zeitpunkt, wann der Riester-Sparer stirbt: Passiert dies in der Auszahlphase I – war er also jünger als 85 Jahre – erhält der Erbe das angesparte Kapital.

Stirbt der Ehepartner hingegen in der Auszahlphase II, also mit dem 85. Geburtstag oder später, wird der Banksparplan in eine Riester-Rentenversicherung umgewandelt – auch wenn der Versicherte zuvor einen Auszahlplan gewählt hat. Diese lebenslange Rente können Erben nicht mehr beanspruchen.

Bei Uneinigkeit Schlichtungsstelle einschalten

Grundsätzlich sind Anbieter nicht dazu verpflichtet, das Vermögen aus einem Riester-Vertag auf einen bestehenden oder neuen Vertrag des Hinterbliebenen zu übertragen. Hat ein Anbieter keinen Riester-Vertrag im Programm hat, kann der Ehepartner nach Angaben des BMAS ein anderes zertifiziertes Produkt wählen.

Hat der Hinterbliebene keinen eigenen Riester-Vertrag und ist selbst schon kurz vor dem Rentenalter oder älter, muss er mit weiteren Komplikationen rechnen. "Dann ist es oft schwierig, noch einen Vertrag zu guten Konditionen zu finden", erklärt Henrich. Denn es sei fraglich, ob man für das übertragene Riester-Vermögen den gleichen Garantiezins wie für das angesparte Kapital des Hinterbliebenen erhält: Hat der Riester-Sparer den Vertrag etwa vor dem Jahr 2004 abgeschlossen, lag sein Garantiezins noch bei 3,25 Prozent. Derzeit beträgt er hingegen nur noch 1,25 Prozent. "Die alten Bedingungen würden sich lohnen", sagt Henrich. Allerdings hält sie eine solche Übertragung für unwahrscheinlich.

Henrich fasst zusammen: "Der Riester-Vertrag ist eine lebenslange Leistung. Möchten Hinterbliebene etwas erben, geht dies nur, wenn sie das Vermögen ebenfalls für ihre Altersvorsorge nutzen." Also alles auf einen eigenen Riester-Vertrag übertragen lassen. Will der Ehepartner das Vermögen des Verstorbenen nicht dafür nutzen, kann er nur das Restvermögen erben. Der Anbieter zieht also vor der Auszahlung alle Zulagen und die Summe der Steuervorteile ab, die der verstorbene Partner erhalten hat.

Generell rät die "Finanztest"-Redakteurin: Den Riester-Anbieter möglichst rasch über den Tod des Ehepartners zu informieren. Bei Uneinigkeiten könnten sich Hinterbliebene an eine Schlichtungsstelle wenden – je nach Anbieter an den zuständigen Ombudsmann für Versicherungen, für Investmentfonds oder für die jeweilige Bank.

Riester-Rente im Todesfall

Im Todesfall wird die Riester-Rente in der Regel an den Ehepartner übertragen. Sofern der Verstorbene nicht verheiratet sein sollte, erhalten die Kinder den Vertrag mit dem angesparten Geld. Das Vermögen muss in einer solch schicksalhaften Situation nicht zurückgezahlt werden. Aber es gibt einiges zu beachten.

Funktionsweise im Todesfall:

Stirbt der Riesternde, erhalten die Erben die Einzahlungen plus der entsprechenden Verzinsung. Zurückzahlen müssen sie jedoch auch in diesem Fall, die bis dahin erhaltenen staatlichen Zulagen (Riester-Rente Förderung) sowie die Begünstigungen bei der Steuer. Dies gilt nicht, wenn der Versicherte erst in der Rentenphase, also nach Auszahlungsbeginn versterben sollte.

Sollte der Todesfall bereits vor dem Auszahlen der Rente eintreten, so hat der Ehepartner Anspruch auf das ersparte Vermögen. Und das auch dann, wenn der Ehepartner selbst in Besitz einer Riester-Rente sein sollte. Mit Beginn der monatlichen Auszahlung im Alter erhält der hinterbliebene Ehepartner so beide Verträge ausgezahlt. Dies gilt, wenn der Riesternde während der Ansparphase verstorben sein sollte. Weitere Informationen zur Riester-Rente Auszahlung

Bei Kindergeld

Wenn die hinterbliebenen Erben noch selbst Anspruch auf Kindergeldzahlungen haben, können sie die vererbte Riester-Rente bzw. das verzinste Vermögen in eine Waisenrente umwandeln.

Zulagen zurückzahlen vor Auszahlung

Sofern der Ehepartner das gebildete Kapital nicht ausgezahlt haben möchte, erhalten die Erben das bis zu diesem Zeitpunkt angesparte und verzinste Vermögen. Doch auch in diesem Fall gelten die Rückzahlmodalitäten, die die steuerlichen Begünstigungen und die Zulagen betreffen.

Rentengarantiezeit vereinbaren

Sollte der Versicherte nach dem Auszahlungsbeginn verstorben sein, so erhalten die Erbberechtigten in der Regel nichts, wenn keine weitere Vereinbarungen getroffen wurden. Das komplette Vermögen ist in diesem Fall weg.

Anders sieht es aus, wenn eine Rentengarantiezeit vertraglich festgelgt wurde. Dann erhalten die Erben auch im Todesfall, nach der Auszahlung der vereinbarten Rentenzahlung des Vertrages, die Rentenleistungen. Dies gilt sowohl für den Ehepartner, als auch für die Kinder. Bei einer Rentenversicherung gibt es für die Hinterbliebenen eine Auszahlungsgarantie von bis zu zehn Jahren.

Todeszeitpunkt ist entscheidend

Wenn der Sparer während der Ansparphase stirbt, haben die Angehörigen keinen Anspruch auf die Rente, wenn keine Rentengarantiezeit vereinbart wurde. Wenn der Riester-Sparer in der Auszahlungsphase verstirbt, können der Ehepartner bzw. die Kinder die Rente auf sich übertragen lassen. Allerdings gelten in diesem Zusammenhang unterschiedliche Regelungen bezüglich der Auszahlungsdauer.

Pflichtteil

Sofern der Sparer während der Rentenphase versterben sollte und es wurde mit dem Anbieter keine Rentengarantiezeit vereinbart, kennt die Riester-Rente keinen Pflichtteil. Einzig während der Ansparphase hat die Familie Anspruch auf das verzinste Kapital. So sieht es die Regelung derzeit vor.

Gut zu wissen

Eine Riester-Rente kann, wenn die Rentengarantiezeit vereinbart worden ist, als Lebensversicherung fungieren. Somit werden die Hinterbliebenen mit der Riester-Rente abgesichert.

Hinterbliebene absichern

Bei Eintritt in die Riester-Rente entfällt der Anspruch für die Erben üblicherweise. Somit sollte eine Garantie auf Fortsetzung der Rentenzahlung für die Angehörigen ausgehandelt werden.

Zusammenfassung

Wichtig ist der Zeitpunkt des Todes. Stirbt der Versicherte während der Ansparphase (vor Rentenbeginn), erhält der Bezugsberechtigte das angesparte Kapital, wenn eine Leistung bei Tod vor Altersrentenbeginn vereinbart worden ist. Handelt es sich bei dem Bezugsberechtigten nicht um den Ehepartner, müssen Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden.

Diese Verpflichtung zur Rückzahlung entfällt für den Ehepartner

  • wenn die Eheleute nicht dauernd getrennt voneinander leben und
  • wenn das hinterlassene Vorsorgekapital auf einen eigenen Riester-Vertrag übertragen wird.

Ein solcher Altersvorsorgevertrag kann auch abgeschlossen werden, um die Übertragung zu ermöglichen. Vor dem Tod des Versicherten muss also nicht zwingend ein zweiter Vertrag für den Ehepartner abgeschlossen sein.

Wünscht der hinterbliebene Ehepartner eine Kapitalzahlung statt der Übertragung auf einen eigenen Vorsorge-Vertrag, müssen die staatlichen Förderungen zurückerstattet werden.

Verstirbt der Versicherte während der Auszahlphase (Rentenbezugsphase), wird die Rente an den Bezugsberechtigten ausgezahlt, sofern eine Rentengarantiezeit vereinbart wurde. Die Förderungen müssen dennoch anteilig zurückgezahlt werden. Abzugsfrei kann nur der Ehepartner profitieren, wenn eine Übertragung auf einen eigenen Altersvorsorge-Vertrag (Riester-Rente) stattfindet.

Jetzt Vergleich von aktuellen Riester-Tarifen 2017 bekommen

Источники: http://www.finanztip.de/riester/, http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Was-bleibt-den-Hinterbliebenen-article17946046.html, http://www.riesterrente-heute.de/im-todesfall/

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