Rentenfortzahlung nach tod

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Aktuelle Nachrichten in der Süddeutschen Zeitung

Nach dem Tod gezahlte Rente muss zurückgezahlt werden

Gießen(dpa/tmn) – Nicht selten wird die Rentenversicherung nicht schnell genug über den Tod eines Rentners informiert, um anstehende Zahlungen zu stoppen. Die Rente wird überwiesen. Hinterbliebene haben in dem Fall keinen Anspruch auf die zu viel gezahlten Beträge.

Werden Rentenzahlungen noch nach dem Tod eines Versicherten fortgesetzt, können die Rentenversicherungen das Geld zurückfordern, berichtet die Arbeitsgemeinschaft Erbrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) über eine Entscheidung des Sozialgericht (SG) Gießen (Az: S 4 R 50/13).

In dem verhandelten Fall überwies die Rentenversicherung nach dem Tod einer Rentnerin auf ein Konto der Verstorbenen die Rente für den folgenden Monat. Die Nichte der Verstorbenen verfügte über eine Kontovollmacht. Sie hob das Guthaben auf dem Konto ab, um die Beerdigung zu bezahlen. Die Rentenversicherung nahm die Nichte auf Rückzahlung der Rente in Anspruch.

Mit Erfolg: Zu Unrecht erbrachte Rentenleistungen sind zurückzuerstatten, entschied das Sozialgericht. Vorrangig muss die Rentenversicherung sich hierzu an die Bank halten. Diese schreibt den Betrag auf dem Konto der Rentnerin gut. Sie ist es auch, die diesen Vorgang rückgängig machen muss. Das ist aber nicht möglich, wenn das Konto – wie hier – nicht mehr die nötige Deckung aufweist. Die Nichte hat das gesamte Guthaben abgehoben und für die Beerdigung verwendet. Dann aber ist die Nichte zur Rückzahlung verpflichtet.

Witwen-und Witwerrente: Diesen Rentenanspruch haben Sie!

Beim Tod des Ehepartners besteht ein Anspruch auf Witwen- oder Witwerrente. Kinder unter 18 Jahre bekommen Waisenrente. Auch eingetragenen Lebenspartner haben unter bestimmen Voraussetzungen Rentenansprüche.

Wann besteht Anspruch auf die Hinterbliebenenrente

Wenn Sie beim Tod des Partners verheiratet sind, haben Sie grundsätzlich Anspruch auf die Hinterbliebenenrente. Wenn die Ehe rechtskräftig geschieden oder für nichtig erklärt bzw. aufgehoben wurde, entfällt der Anspruch. Wurde die Ehe nach dem 1. Januar 2002 geschlossen wurde, muss die Ehe mindestens ein Jahr bestanden haben. Ansonsten erhalten Sie keine Rentenzahlung.

Wann bekomme ich die kleine Witwenrente?

Die kleine Witwenrente wird bezahlt, wenn der Hinterbliebene das 47. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Wenn er jedoch erwerbsgemindert ist oder Kinder unter 18 Jahre erzieht, dann wird auch hier die große Witwenrente bezahlt. Die kleine Witwenrente beträgt 25 Prozent der Rentenansprüche des verstorbenen Ehepartners. Die kleine Witwenrente endet nach neuem Rentenrecht mit Ablauf des 24. Kalendermonats nach dem Tod des Ehepartners. Sie wird somit nur für einen begrenzten Zeitraum bezahlt.

Wann bekomme ich die große Witwenrente?

Die große Witwenrente wird bezahlt, wenn der Hinterbliebene bereits das 47. Lebensjahr vollendet hat, erwerbsgemindert ist oder Kinder unter 18 Jahre erzieht. Die große Witwenrente beträgt 55 Prozent der Rentenansprüche des verstorbenen Ehepartners. Stirbt der Ehepartner vor dem 65. Lebensjahr wird die Witwenrente gekürzt.

Volle Rente in den ersten 3 Monaten nach dem Tod

In den ersten 3 Monaten die auf den Sterbemonat folgenden, wird an den Hinterbliebenen die volle Versichertenrente des Verstorbenen bezahlt.

Bei erneute Heirat entfällt die Witwen- oder Witwerrente

Heiraten Sie erneut, dann entfällt die Witwen- oder Witwerrente. Sie können aber als „Starthilfe“ für die neue Partnerschaft eine Rentenabfindung in Höhe von 2 Jahresbeträgen beantragen. Bei der kleinen Witwenrente fällt die Abfindung geringer aus.

Rentenabschlag vor dem 65. Lebensjahr

Stirbt der Partner vor dem 65. Geburtstag, wird die Hinterbliebenenrente um einen Abschlag gekürzt. Der Abschlag beträgt 10,8 Prozent bei Tod vor dem 62. Geburtstag. Bei Tod zwischen dem 62. und 65. Geburtstag wird für jeden Monaten vor dem 65. Geburtstag die Rente um 0,3 Prozent gekürzt.

Anrechnung von eigenen Einkommen

Haben Hinterbliebene eigene Einkommen, werden diese oberhalb eines bestimmten Freibetrags auf die Hinterbliebenenrente angerechnet. Zu den eigenen Einkommen zählen neben den Erwerbseinkommen auch Vermögenseinkommen oder eigene Rentenansprüche.

Sichert die gesetzliche Hinterbliebenenrente die Existenz des Partners?

Die gesetzliche Hinterbliebenenrente kann Unterhaltsverluste durch den Tod des Ehepartners ausgleichen. Die Rentenversicherung zahlt beim Tod des Ehepartners eine Witwen- oder Witwerrente und für Kinder unter bestimmten Voraussetzungen eine Halb- oder Vollwaisenrente. Die Renten werden aus den Versicherungsansprüchen des Verstorbenen gezahlt. Eigene Renten werden angerechnet. Häufig ist es so, dass die Hinterbliebenenrente alleine nicht für die existenzielle Absicherung des Partners oder der Familie ausreicht.

Die Witwen- oder Witwerrente ist ein kleiner gesetzlicher Beitrag zur finanziellen Absicherung des Partners oder von minderjähriger Kinder, wenn durch den Tod des Hauptverdieners Einkommensverluste entstehen. Die Existenz der Hinterbliebenen ist in den meisten Fällen gefährdet, wenn keine zusätzliche private finanzielle Absicherung vorhanden ist. Für alle Ehepartner oder Lebensgemeinschaften besteht dringend Handlungsbedarf. Die Empfehlung lautet: Ermitteln Sie ihren aktuellen Versorgungsstatus durch einen Renten-Check und versuchen Sie bei Bedarf eine zusätzliche Absicherung aufzubauen.

Der Artikel „Witwen-und Witwerrente: Diesen Rentenanspruch haben Sie!“ wurde am 21.01.2016 verfasst.

Anspruch auf Rentenzahlung nach Sterbefall

Ein Sterbefall in der Familie bedeutet in allererster Linie Trauerarbeit, jedoch können auch finanzielle Sorgen zur Belastung werden. Aufgrund dessen sollten einige Formalitäten nicht lange aufgeschoben werden.

Rentenansprüche geltend machen

Nach dem Tod eines engen Angehörigen haben die Hinterbliebenen oftmals Anspruch auf Renten. Viele Angehörige stehen nach einem Sterbefall vor großen finanziellen Belastungen.

Der hohe Kostenaufwand einer Beerdingung kann schon eine finanzielle Überlastung zur Folge haben, aber auch Schulden des Verstorbenen können zum wirtschaftlichen Fiasko für die Angehörigen werden.

Lebens- und Unfallversicherungen können hierbei die Finanzsituation entschärfen. Aber auch Rentenzahlungen nach einem Sterbefall helfen den Angehörigen über finanzielle Engpässe hinweg.

Volle Rentenzahlung nach Sterbefall beantragen

Im Sterbefall eines Renteempfängers besteht eine Mitteilungspflicht an den zuständigen Rentenversicherungsträger. Der Rentenanspruch erlischt dann mit dem Tod des Angehörigen am Monatsende.

Für den hinterbliebenen Ehepartner besteht jedoch der Anspruch auf Rentenzahlung für 3 Monate nach dem Tod des Partners.

Im sogenannten Sterbevierteljahr wird die Rente also in voller Höhe ausgezahlt. Diese zahlung versteht sich allerdings als Vorschuss auf die spätere Witwen-/Witwerrente, wird also später anteilig wieder abgezogen.

Voraussetzung ist die Beantragung der Rentenzahlung beim Rentenversicherungsträger innerhalb von 12 Monaten nach dem Sterbefall in der Familie. Zusätzlich sollte der Ehepartner vor seinem Tod die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren erfüllt haben.

Rente nach dem Sterbevierteljahr: Witwen-/Witwerrente

Nach den 3 Monaten der vollen Rentenzahlung nach dem Tod des Angehörigen kommen die Witwen- oder Witwerrente, die Waisenrente oder die Erziehungsrente zum Tragen.

Die verringerte Rente für Hinterbliebene beträgt entweder 55% bzw. 60% der Rente des Verstorbenen bei einer großen Witwen-/Witwerrente oder aber 25% bei einer kleinen Witwen-/Witwerrente.

Bei der kleinen Witwen-/Witwerrente wird davon ausgegangen, dass der hinterbliebene Partner einen größeren Eigenbeitrag zu seinem Unterhalt leisten kann.

Liegt der Sterbefall vor dem Jahr 2002 oder der eine Partner ist zu diesem Zeitpunkt über 40 Jahre und die Ehe wurde vor dem 1.1.2002 geschlossen, kann die kleine Rente lebenslänglich oder bis zu einer erneuten Heirat in Anspruch genommen werden.

Für Sterbefälle nach 2002 wurde der Anspruch begrenzt auf 24 Kalendermonate. Die große Witwen-/Witwerrente kann 55% bzw. 60% der Rente des Verstorbenen betragen.

Um die 60% Rentenzahlung zu erhalten, muss die Ehe vor dem 1.1.2002 geschlossen worden sein und die Geburt des Ehepartners muss vor dem 2.2.1962 liegen. Zudem muss das Sterbedatum vor dem 1.1.2002 datieren. Ansonsten beträgt die Rente 55%.

Weitere Voraussetzung zum Erhalt der großen Witwen-/Witerrente: Der Hinterbliebene muss mindestens das 45. Lebensjahr (ab 2029: 47. Lebensjahr) erreicht haben, erwerbsgemindert sein oder ein eigenes Kind erziehen. Ist der Tod des Partners vor seinem 63.Lebensjahr eingetreten, wird die Rente jedoch um einen Abschlag gemindert.

Um einen Kinderzuschlag zu erhalten, ist die Dauer der Erziehung des Kindes bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres ausschlaggebend. Der Kinderzuschlag wird bei der Witwen-/Witwerrente berücksichtigt.

Die Bezugsdauer der großen Witwen-/Witwerrente ist nicht auf 2 Jahre begrenzt. Zudem können auch Partner eingetragener Lebensgemeinschaften einen Rentenanspruch geltend machen.

Erziehungs- und Waisenrente

Auch im Falle einer Scheidung kann der geschiedene Partner Anspruch auf eine Rente erheben. Dieses Recht auf Rentenzahlung entsteht durch die Erziehung eines gemeinsamen Kindes und dient dazu, sich verstärkt dem Kind widmen zu können.

Und auch Kinder, Stiefkinder oder Pflegekinder haben nach dem Tod eines Elternteils oder sogar beider Elternteile ein Anrecht auf eine Waisenrent.

Diese beträgt bei Halbwaisen 10% der Rente des verstorbenen Elternteils und bei Vollwaisen 20% der Rente des Verstorbenen mit der höheren Rente. Diese Waisenrenten werden bis zur Volljährigkeit des Kindes gezahlt. Bei Schul- und Berufsausbildungen kann es jedoch zu Zahlungen bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres kommen.

Übrigens: Die Erfüllung der Wartezeit von 5 Jahren seitens des verstorbenen Versicherungsnehmers ist bei allen Renten für Hinterbliebene eine Voraussetzung, die erfüllt werden muss.

Rente als Schutz vor wirtschaftlicher Not

Die Gefahr, nach dem Tod eines nahen Angehörigen in eine finanzielle Schieflage zu rutschen, soll durch die Möglichkeiten der verschiedenen Rentenzahlungen aufgefangen werden.

Insbesondere die Vorschuss-Rentenzahlung über die ersten 3 Monate nach dem Sterbefall kann gewiss helfen, hohen Kosten, die beispielsweise durch die Bestattung entstehen, etwas abzufedern.

Trauerarbeit zu leisten hat in diesen Fällen natürlich oberste Priorität, allerdings sollten die Ansprüche der Angehörigen auf Rentenzahlung auch geltend gemacht werden.

Weitere Informationen zu dem Thema stellt unter anderem die Deutsche Rentenversicherung zur Verfügung.

5. September 2013

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt

Источники: http://www.sueddeutsche.de/news/wissen/recht-nach-dem-tod-gezahlte-rente-muss-zurueckgezahlt-werden-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-141229-99-01946, http://www.einfach-rente.de/witwenrente-witwerrente-rentenanspruch, http://www.gevestor.de/details/anspruch-auf-rentenzahlung-nach-sterbefall-673085.html

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