Privathaftpflichtversicherung kündigen

0
104

Kündigung der Haftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung endet nach Ablauf der Vertragslaufzeit – oder wenn das versicherte Risiko wegfällt. Im Fall der Bauherrenhaftpflichtversicherung eine recht simple Konstruktion. Ähnliches gilt auch für die Tierhalterhaftpflicht. Wie sieht die Situation aber im Fall der Privathaftpflicht aus? Ein Wegfall des versicherten Interesses ist hier nur schwer vorstellbar. Und auch die Klauseln zur Vertragslaufzeit sind in den Verträgen oft so ausgestaltet, dass sich die Verträge automatisch fortsetzen.

Wer mit seiner Haftpflichtversicherung unzufrieden ist, kommt um eine Kündigung also nicht herum. Letztere kann in mehreren Situationen ausgesprochen werden. Das klassische Beispiel wäre die ordentliche Kündigung – wenn sich das Ende der Vertragslaufzeit nähert. Wann kann eine Haftpflichtversicherung noch gekündigt werden? Kündigungen sind möglich, wenn:

  • die Versicherungsgesellschaft den Beitrag erhöht
  • es zu einem Schadensfall kommt
  • Verträge mit mehr als drei Jahren Laufzeit das Ende des 3. Vertragsjahres erreichen.

Dabei fallen die Beitragsanpassung und der Schadensfall in die Rubrik des Sonderkündigungsrechts. Im Gegensatz zu einer regulären Kündigung der Haftpflichtversicherung, welche im Regelfall an eine Kündigungsfrist von einem bis drei Monaten gebunden ist, hat der Versicherte beim Eintritt des Sonderkündigungsrechts gerade einmal vier Wochen Zeit, um die Kündigung auszusprechen.

Das Sonderkündigungsrecht erlegt dem Versicherer Vorschriften formaler Natur auf. So muss die Mitteilung zu einer Beitragsanpassung (ohne dass der Versicherungsschutz angehoben wird) spätestens einen Monat vor deren Wirksamkeit dem Versicherungsnehmer zugestellt werden. Parallel ist in dieser Mitteilung auf das Sonderkündigungsrecht hinzuweisen.

Während die Kündigung der Haftpflichtversicherung im Fall einer Beitragsanpassung nur dem Verbraucher offensteht, kann im Schadensfall auch der Versicherer das Vertragsverhältnis kündigen. Rechnen müssen damit Versicherungsnehmer, bei denen es des Öfteren zu Schadensereignissen kommt. Diese Variante ist ebenfalls an gewisse Spielregeln gebunden. Als Grund kommt übrigens nicht nur die erfolgreiche Schadensregulierung in Frage. Lehnt die Gesellschaft einen Anspruch ab, kann der Versicherte ebenfalls zum Kündigungsschreiben greifen – und muss hierfür eine Frist von einem Monat einhalten.

Hinweis: Während eine Vertragskündigung durch den Versicherungsnehmer sofort nach deren Zugang beim Versicherer wirksam werden kann – sofern vom Versicherten kein anderer Zeitpunkt bestimmt wird – sind die Gesellschaften bei einer Kündigung ihrerseits noch für die Dauer eines Monats mit dem Verbraucher verbunden.

Welche Form sollte die Kündigung haben?

Wer seine Haftpflichtversicherung kündigen will, muss eigentlich nur wenige Punkte beachten. Grundsätzlich sollte die Auflösung eines Vertrags schriftlich erfolgen. In einigen Versicherungsbedingungen ist die Textform sogar explizit vorgesehen. Dabei reicht es aus, die Versicherungsnummer sowie Name und Anschrift anzugeben und in einem kurzen Textblock gegenüber der versichernden Gesellschaft die Kündigung auszusprechen. Unterschrift und Datum komplettieren das Ganze.

Mit dem Kündigungsschreiben sollte die Aufforderung an den Versicherer verbunden sein, die Auflösung des Vertrags schriftlich zu bestätigen, um ein entsprechendes Dokument im Streitfall in den Händen halten zu können.

Bezüglich des Postwegs wird für eine Kündigung allgemein das Einschreiben mit Rückschein empfohlen, um über den Verbleib des Kündigungsschreibens im Bild zu bleiben.

Muster für ein Kündigungsschreiben

Ihr Vor- und Nachname

PLZ und Wohnort

ggf. die zuständige Abteilung

Straße der Versicherungsgesellschaft

PLZ & Ort der Versicherungsgesellschaft

Betreff: Kündigung der Art der Versicherung, Versicherungsnummer

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich die bei Ihnen unter oben genannter Versicherungsnummer geführte Haftpflichtversicherung im Rahmen der vertraglich festgelegten Kündigungsfrist zum nächstmöglichen Termin/mit Wirkung zum Tag. Monat. Jahr.

Darüber hinaus widerrufe ich die Ihnen erteilte Einzugsermächtigung mit Beendigung der Haftpflichtversicherung für das Bankkonto:

mit Wirkung zum Tag. Monat. Jahr und bitte freundlich um eine schriftliche Bestätigung der Kündigung. Bitte sehen Sie von einer Kontaktaufnahme zum Zweck der Fortführung des Versicherungsvertrages ab.

Private Haftpflichtversicherung kündigen: So geht’s richtig

Eine private Haftpflichtversicherung sollte jeder besitzen. Allerdings gibt es gerade bei älteren Policen mitunter deutliche Leistungsmängel. Deshalb ist es durchaus sinnvoll diese zu kündigen und sich nach einer besseren Haftpflichtversicherung umzusehen. Zumal diese oftmals auch noch um einiges günstiger sind.

  • Leistungen und Prämie der privaten Haftpflichtversicherung regelmäßig überprüfen.
  • Neue Policen bieten besseren Schutz bei gleichzeitig günstigeren Prämien.
  • In vielen Fällen besteht für Kunden ein Sonderkündigungsrecht

In diesem Ratgeber erfahren Sie mehr zu folgenden Themen:

Leistungen der Haftpflichtversicherung vor einer Kündigung überprüfen

Sinn macht eine Kündigung von Verträgen, die bereits vor mehreren Jahren abgeschlossen wurde. Bei diesen ist die Versicherungssumme oftmals auf einen Betrag von 1 Million Euro begrenzt, oftmals sogar getrennt nach Personen- und Sachschäden. Heute bieten viele Versicherer eine Deckung von 10 Millionen Euro oder mehr pauschal für alle Schadensarten. Insbesondere bei Personenschäden können sich die Kosten schnell auf mehrere Millionen Euro summieren. Zudem weisen Altverträge noch weitere Lücken auf. So sind beispielsweise Schäden durch versehentlich übertragene Computerviren nicht abgedeckt oder es fehlt eine Absicherung gegen Allmählichkeitsschäden.

Wie wichtig eine private Haftpflichtversicherung geworden ist, belegt die nachfolgende Grafik. Die enorme Steigerung bei den Leistungen resultiert nicht nur aus der Inflationsrate.

Folgende Leistungen sollten in einer privaten Haftpflichtversicherung enthalten sein:

  • Forderungsausfalldeckung
  • Übernahme von Mietsachschäden
  • Privater und beruflicher Schlüsselverlust
  • Allmählichkeitsschäden
  • Gefälligkeitsschäden
  • Internetschäden
  • Kostenübernahme bei deliktunfähigen Kindern

Sollte einer oder mehrere dieser Punkte fehlen, lohnt es sich, über eine neue private Haftpflichtversicherung nachzudenken.

Wann kann die private Haftpflichtversicherung gekündigt werden?

Verträge für eine private Haftpflichtversicherung laufen mindestens ein Jahr. Viele Versicherer bieten Rabatte, wenn die Police gleich über mehrere Jahre abgeschlossen wird. Deshalb sind Vertragslaufzeiten von drei oder fünf Jahren keine Seltenheit. Damit unterscheidet sich die private Haftpflichtversicherung von der KFZ-Haftpflichtversicherung. Unser Testsieger VHV bietet grundsätzlich nur Jahresverträge an und bindet den Kunden damit in keiner Weise. Nach Ende der Laufzeit verlängert sich der Vertrag ohne Kündigung stillschweigend um ein Jahr. Wer seine private Haftpflichtversicherung kündigen möchte, hat hierfür zwei Optionen:

  • Die ordentliche Kündigung
  • Die außerordentliche Kündigung

Ordentliche Kündigung der Haftpflichtversicherung

Läuft der Vertrag aus kann der Vertrag mit einer entsprechenden Kündigungsfrist beendet werden. Bei einem Jahresvertrag erfolgt die Kündigung immer zum Ende des Versicherungszeitraums. Hat sich die Police bereits über die vereinbarte Laufzeit verlängert ist die Kündigung immer zum Ende des Versicherungsjahres möglich. Bei den meisten Anbietern beträgt die Kündigungsfrist hierfür drei Monate. Läuft der Vertrag beispielsweise zum 31. Dezember aus, muss das Kündigungsschreiben bis spätestens zum 30. September beim jeweiligen Versicherer vorliegen.

Beträgt die ursprüngliche Laufzeit mehr als drei Jahre ist eine Kündigung erstmals zum Ende des dritten Versicherungsjahres möglich. Anschließend ist die Beendigung immer zum Ablauf des nächsten Jahres möglich.

Was geschieht bei Tod des Versicherungsnehmers?

Verstirbt der Versicherungsnehmer, endet der Vertrag automatisch. Eine Kündigung der Hinterbliebenen ist hierfür nicht erforderlich. Es reicht aus, eine Kopie des Totenscheins an den Versicherer zu übermitteln. Bereits im Voraus gezahlte Prämien werden dabei erstattet. Maßgeblich für die Erstattung ist der Benachrichtigungszeitpunkt, nicht der Sterbetag.

Bei einer Paar- oder Familienversicherung läuft der Versicherungsschutz noch bis zum Ende des Versicherungsjahres weiter. Begleicht der Angehörige die neue Prämie, wird er automatisch zum Versicherungsnehmer. Je nach persönlicher Situation kann sich jedoch der Wechsel in einen Single-Tarif lohnen.

Besaß der Verstorbene ein Haustier, welches über eine Tierhalterhaftpflicht abgesichert war, gehen sowohl Tier wie auch Versicherung auf die Erben über. Ein Sonderkündigungsrecht gibt es in diesem Fall nicht. Der Vertrag kann nur regulär zum Ende des Versicherungsjahres gekündigt werden.

Tod eines Versicherungsnehmers – und nun?

Die ordentliche Kündigung im Überblick:

  • Jahresverträge können zumeist mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten beendet werden.
  • Bei mehrjährigen Verträgen ist die Kündigung erstmals zum Ende des dritten Versicherungsjahres möglich.
  • Bei ausbleibender Kündigung verlängert sich die Haftpflichtversicherung jeweils um ein weiteres Jahr
  • Verstirbt der Versicherungsnehmer ist bei Single-Policen keine Kündigung erforderlich. Paar- oder Familienhaftpflicht geht auf den Angehörigen über.

Die außerordentliche Kündigung

Unter bestimmten Voraussetzungen können Versicherungsnehmer von einem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Dabei kommen unterschiedliche Kündigungsfristen zur Anwendung.

Möglich ist eine außerordentliche Kündigung unter anderem bei einer Prämienerhöhung ohne entsprechende Anpassung der Leistungen. In diesem Fall kann der Vertrag innerhalb von vier Wochen nach Kenntnisnahme gekündigt werden.

Darüber hinaus kann die private Haftpflichtversicherung auch nach einem Schadensfall gekündigt werden. Hierfür haben Versicherte ab Datum der Regulierung ebenfalls vier Wochen Zeit. Zu beachten ist, dass in diesem Fall auch der Versicherer kündigen darf. Gleiches gilt auch, wenn die Zahlung der vereinbarten Prämie ausbleibt.

Die außerordentliche Kündigung im Überblick:

  • Sonderkündigung bei Prämienerhöhung möglich, mit Kündigungsfrist von einem Monat.
  • Im Schadensfall kann der Vertrag mit einer Frist von vier Wochen vom Versicherungsnehmer wie auch der Assekuranz gekündigt werden.
  • Bei Prämienrückstand Sonderkündigungsrecht des Versicherers.

Wenn Paare zusammenziehen

Entscheiden Paare sich dazu einen gemeinsamen Hausstand zu gründen, wird nur noch eine Haftpflichtversicherung benötigt. Sofern beide Partner über eine eigene Police verfügen, kann der zuletzt abgeschlossene Vertrag mit sofortiger Wirkung gekündigt werden. Die bestehende Versicherung wird dann in einen Paar- oder Familienvertrag gewandelt.

Dies ist preislich zumeist deutlich günstiger, hat jedoch einen kleinen Haken. Gegenseitige Schadensersatzansprüche der beiden Partner werden durch eine gemeinsame Haftpflichtversicherung nicht abgedeckt.

Musterkündigung für die Haftpflichtversicherung

Damit die Kündigung vom Versicherer bearbeitet werden kann, müssen im Schreiben alle wichtigen Informationen vorhanden sein. Ansonsten kommt es zu Verzögerungen und möglicherweise zum überschreiten der Kündigungsfrist. Deshalb ist es ratsam, für die Kündigung das folgende Musterschreiben zu verwenden.

Nummer des Versicherungsnehmers

Kündigung der bestehenden Rechtsschutzversicherung

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich o.g. Versicherung fristgerecht zum Ablauf des Vertrages. (Oder: Aufgrund Ihrer Beitragserhöhung mache ich hiermit von meinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch und kündige o.g. Versicherung fristgerecht zum Wirksamkeitsdatum der Anpassung.)

Die von mir erteilte Einzugsermächtigung erlischt mit dem Vertragsende automatisch. Ich erbitte freundlich eine schriftliche Bestätigung dieser Kündigung.

Mit freundlichen Grüßen

Immer Bestätigung des neuen Versicherers abwarten

Bevor der bestehende Vertrag gekündigt wird, sollte zunächst eine neue Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Erst wenn diese durch Übersendung des Versicherungsscheins bestätigt wurde, das Kündigungsschreiben an den aktuellen Anbieter absenden. Da es keine Verpflichtung zur Annahme gibt, besteht sonst die Gefahr plötzlich ohne Versicherungsschutz dazustehen.

Unser Fazit zur Private Haftpflichtversicherung kündigen

  • Kündigung der privaten Haftpflichtversicherung lohnt sich besonders bei Altverträgen.
  • Bei Prämienerhöhung oder im Schadensfall besteht ein Sonderkündigungsrecht.
  • Paare die zusammenziehen können den zuletzt abgeschlossenen Vertrag fristlos kündigen.
  • Bestätigung der neuen Versicherung abwarten ehe die alte Police gekündigt wird.

Kündigung der Haftpflichtversicherung

Zuletzt aktualisiert am 16.03.2017

  • Wissen
  • Ratgeber
  • Haftpflichtversicherung kündigen

Wenn Sie Ihre Haftpflichtversicherung wechseln möchten, ist es wichtig, auf einen durchgängigen Versicherungsschutz zu achten. Diesen erreichen Sie, indem Sie schon eine neue Versicherung abschließen, bevor Sie die alte Police kündigen. Was Sie ansonsten noch bei der Kündigung und beim Wechsel Ihrer Haftpflicht beachten sollten, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Inhaltsverzeichnis

Eine private Haftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, welche Sie als Versicherungsnehmer gegenüber Dritten verursachen. Weil immer einmal etwas passieren kann und die Regulierung von verursachten Sachschäden und besonders Personenschäden unter Umständen Kosten in Millionenhöhe bedeuten kann, gehört die Haftpflichtversicherung zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt.

Im besten Fall wird die wichtige Police bereits in jungen Jahren abgeschlossen, sobald der Versicherungsschutz nicht mehr über die Eltern gewährleistet ist. Von da an sollte diese Versicherung ein ständiger Begleiter im Leben sein. Allerdings ändern sich Leistungen und Preise der einzelnen Anbieter ständig. Von Zeit zu Zeit kann es daher sinnvoll sein über einen Versicherungswechsel nachzudenken, um durchgängig einen optimalen Versicherungsschutz zu einem möglichst günstigen Preis zu erhalten. Hier erfahren Sie, wann sich ein Versicherungswechsel anbieten kann und wie die Kündigung der alten Haftpflichtversicherung ablaufen sollte.

So finden Sie eine neue Haftpflichtversicherung

Ob sich ein Versicherungswechsel für Sie anbietet, können Sie recht einfach über einen Vergleich herausfinden. Bei der Anbieterwahl sollten Sie allerdings nicht nur allein auf den Preis einer Police zu achten, sondern auch den Leistungsumfang berücksichtigen. Sach- und Personenschäden sollten jeweils bis zu einer Höhe von mindestens fünf Millionen Euro versichert sein.

Gerade bei Personenschäden kann auch eine höhere Deckungssumme von Vorteil sein. Außerdem sollte eine Forderungsausfalldeckung im Versicherungsumfang enthalten sein. Die Forderungsausfalldeckung springt ein, wenn Sie Opfer eines typischen Haftpflichtschadens werden und der Verursacher nicht für den Schaden aufkommen kann. Hier ist ebenfalls eine Versicherungssumme von mindestens fünf Millionen Euro angebracht.

Übergangszeit berücksichtigen

Bevor Sie Ihre alte Haftpflichtversicherung kündigen, sollte Ihr neuer Versicherungsvertrag bereits fertig unterschrieben sein. So stellen Sie sicher, dass Sie über einen durchgehenden Versicherungsschutz verfügen. Anderenfalls besteht das Risiko, dass genau in dem Zeitfenster etwas passiert, in dem Ihre alte Versicherung nicht mehr gilt und der neue Versicherer die Schadensregulierung noch nicht übernehmen kann.

Außerdem gilt bei der Haftpflichtversicherung für die Versicherer kein Abschlusszwang. Das bedeutet, dass der von Ihnen ausgewählte neue Anbieter Sie als Kunden ablehnen kann.

Kündigung der Haftpflichtversicherung

Die einfachste Möglichkeit eine bestehende Haftpflichtversicherung zu kündigen, ist die sogenannte ordentliche Kündigung. „Ordentlich“ bedeutet, dass das Vertragsverhältnis zu einem im Versicherungsvertrag vereinbarten Termin und unter Berücksichtigung einer festgelegten Frist gekündigt wird. Die Kündigungsfrist bei der Haftpflichtversicherung beträgt in der Regel drei Monate.

Vertrag prüfen

Da es auch abweichende Regelungen gibt, sollten Sie jedoch zur Absicherung einen Blick in Ihren Versicherungsvertrag werfen oder die Informationen bei Ihrem Versicherer in Erfahrung bringen.

Der Termin, zu dem der Versicherungsschutz nach einer ordentlichen Kündigung ausläuft, liegt in den meisten Fällen jeweils am Ende eines Vertragsjahres. Ein Vertragsjahr beginnt am Tag des ursprünglichen Vertragsschlusses und endet folglich einen Tag vorher im Jahr darauf. Wenn Sie Ihre alte Haftpflichtversicherung also an einem 1. Juli abgeschlossen haben, kann der Vertrag zum 30. Juni gekündigt werden. Aufgrund der dreimonatigen Kündigungsfrist müssen Sie in diesem Beispiel das Kündigungsschreiben so abschicken, dass es spätestens am 31. März bei Ihrer Versicherung eingeht.

Falls Sie einen Versicherungsvertrag mit einer Vertragslaufzeit von mehreren Jahren abgeschlossen haben, liegt der erste mögliche ordentliche Kündigungstermin am Ende dieser Vertragslaufzeit. Eine Haftpflichtversicherung verlängert sich nach dem Ablauf der ursprünglich vereinbarten Vertragslaufzeit meist automatisch um ein weiteres Jahr. Auch in solchen Fällen können Sie jährlich zum Ende des Vertragsjahres ordentlich kündigen.

Da es auch abweichende Regelungen gibt, sollten Sie dennoch einen Blick in Ihren Vertrag werfen und den möglichen Kündigungstermin überprüfen.

Musterkündigung nutzen

Für Ihre Kündigung können Sie ganz bequem das Musterkündigungsschreiben von FinanceScout24 nutzen. Einfach ausfüllen, ausdrucken, unterschreiben und abschicken. Alle wichtigen Formulierungen zur Kündigung der Haftpflichtversicherung sind dort bereits enthalten. Welche Unterlagen Sie für die Kündigung benötigen und gegebenenfalls mitsenden müssen, erfahren Sie in diesem Abschnitt.

Die außerordentliche Kündigung

Wenn eine ordentliche Kündigung nicht möglich ist, weil die vereinbarte Vertragslaufzeit noch nicht abgelaufen ist oder Sie die Kündigungsfrist verpasst haben, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen auch außerordentlich kündigen. Dies ist allerdings nur im Rahmen eines Sonderkündigungsrechts möglich, das Ihnen im Fall einer Beitragserhöhung oder im Rahmen einer Schadensregulierung zusteht.

Informationen bezüglich der dann geltenden Termine und Fristen sowie Details zum Ablauf der Kündigung finden Sie ebenfalls in der Tabelle.

Wenn Ihr Haftpflichtversicherer eine Beitragserhöhung vornimmt, ohne dass gleichzeitig der Leistungsumfang verbessert wird, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Ihr Versicherer muss Sie spätestens einen Monat vor der Wirksamkeit der Erhöhung schriftlich über die Maßnahme informieren. In dem Schreiben werden Sie auf Ihr Sonderkündigungsrecht hingewiesen.

Immer dann, wenn Ihre Haftpflichtversicherung einen Schaden reguliert, können Sie außerordentlich kündigen. Das Sonderkündigungsrecht besteht dabei sowohl, wenn Ihre Versicherung die Regulierung eines Schadens ablehnt als auch dann, wenn sie ihn übernimmt. Die Entscheidung über die Regulierung eines Schadenfalls wird Ihnen von Ihrer Versicherung mitgeteilt.

Bei einer außerordentlichen Kündigung ergibt sich der Kündigungstermin aus der Kündigungsfrist. In Ihrem Kündigungsschreiben sollen Sie die Formulierung „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ wählen, um eine fehlerhafte und eine dadurch unwirksame Kündigung zu vermeiden.

Das Sonderkündigungsrecht legt eine Kündigungsfrist von vier Wochen fest. Die Frist beginnt zu dem Zeitpunkt, an dem Sie Kenntnis über die Beitragserhöhung erhalten haben. Es entspricht dem Datum des Posteingangs der Ankündigung für die Beitragserhöhung.

Im Falle einer Schadensregulierung erhalten Sie eine vierwöchige Frist für Ihre Sonderkündigung. Die Frist beginnt an dem Tag, an dem Sie von Ihrer Versicherung über die Annahme oder Ablehnung des Schadens informiert werden.

Ablauf der Sonderkündigung

Nachdem Sie über die Beitragserhöhung informiert wurden, gilt es schnell zu handeln. Innerhalb von vier Wochen müssen Sie eine neue Haftpflichtversicherung finden, und abschließen. Außerdem muss das Kündigungsschreiben erstellt und rechtzeitig versendet werden, damit Ihre Versicherung es innerhalb der Frist erhält. Als Kündigungsgrund sollten Sie in Ihrem Schreiben die Beitragserhöhung nennen.

Nach dem Erhalt der Mitteilung über die Schadensregulierung können Sie entscheiden, ob Sie Ihre Haftpflichtversicherung kündigen möchten oder nicht. Entscheiden Sie sich für die Kündigung, sollten Sie zunächst eine neue Versicherung abschließen, damit ein lückenloser Versicherungsschutz gewährleistet ist. Anschließend, aber rechtzeitig vor den Ablauf der Kündigungsfrist, können Sie dann das Kündigungsschreiben aufsetzen und versenden. Dabei sollten Sie als Kündigungsgrund den regulierten Schaden angeben.

So kündigen Sie richtig

Ob Sie ordentlich oder außerordentlich kündigen macht beim Ablauf des Versicherungswechsels keinen Unterschied. Während Sie bei einer geplanten ordentlichen Kündigung allerdings deutlich mehr Zeit haben, die Angebote verschiedener Anbieter zu vergleichen, muss dies bei einer außerordentlichen Kündigung in der Regel deutlich schneller gehen.

Auch wenn der Firstablauf für die außerordentliche Kündigung droht oder der Stichtag einer ordentlichen Kündigung näher rückt, sollten Sie stets einen Schritt nach dem anderen machen. Dies bedeutet, dass Sie zunächst prüfen, wann Ihr Versicherungsschutz beim alten Anbieter ausläuft. Dann beantragen Sie Ihre neue Versicherung und lassen sich den neuen Versicherungsvertrag bestätigen. Erst jetzt beginnen Sie mit der eigentlichen Kündigung.

Ihre Kündigung muss schriftlich erfolgen. Dabei ist es ratsam, das Kündigungsschreiben als Einschreiben mit Rückschein zu versenden. Hierbei muss die Versicherung den Eingang Ihres Schreibens quittieren und Sie erhalten eine schriftliche Bestätigung darüber. Sollte es später zu einem Streit mit der Versicherung kommen, weil diese beispielsweise die Kündigungsfrist als nicht eingehalten erachtet, haben Sie durch den Rückschein einen entsprechenden Nachweis. Zusätzlich sollten Sie in Ihrem Kündigungsschreiben eine schriftliche Bestätigung des Eingangs der Kündigung anfordern.

Außerdem muss Ihr Kündigungsschreiben folgende Angaben enthalten:

  • vollständiger Name
  • Versicherungsnummer
  • Datum, zu dem gekündigt werden soll
  • ggf. den Grund für eine außerordentliche Kündigung
  • Anschrift und Kontaktmöglichkeiten
  • eigenhändige Unterschrift

Die erforderliche Versicherungsnummer finden Sie in Ihrem Versicherungsvertrag oder im Brief- oder E-Mail-Verkehr mit Ihrer Versicherung. Die Angabe, zu wann gekündigt werden soll, besteht entweder aus dem Kündigungstermin am Ende des Vertragsjahres (ordentliche Kündigung), oder der Formulierung „fristgemäß zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ (ordentliche oder außerordentliche Kündigung).

Wenn der Versicherer kündigt

Genau wie Sie hat auch Ihr Versicherer unter bestimmten Bedingungen ein Sonderkündigungsrecht. Im Falle der Haftpflichtversicherung kann dies der Fall sein, wenn eine Schadensregulierung durchgeführt wird. Nach der Entscheidung, ob ein Schadensfall übernommen wird oder nicht, kann der Versicherer Ihren Vertrag außerordentlich kündigen. Für den Versicherer gilt dabei ebenfalls eine vierwöchige Kündigungsfrist ab dem Tag der Entscheidung über die Schadensregulierung.

Zusätzlich muss der Versicherer den Vertrag noch einen weiteren Monat bestehen lassen, damit Sie ausreichend Zeit haben eine neue Haftpflichtversicherung abzuschließen. Dies kann sich als allerdings schwierig herausstellen, denn die Versicherungsanbieter werden Sie fragen, ob Sie eine Vorversicherung hatten und ob das Vertragsverhältnis durch Sie oder den Versicherer beendet wurde. Bei Kündigung durch das Versicherungsunternehmen stehen die Chancen auf einen Vertrag bei anderen Anbietern meist schlecht.

In der Regel kündigen Versicherungsgesellschaften nur Kunden, bei denen es zu außergewöhnlich vielen Schadensfällen kommt und diese daher wirtschaftlich nicht mehr tragbar sind. Dies wissen natürlich auch potenzielle neuer Versicherer und nehmen diese Kunden erst gar nicht an. Um gar nicht in eine solche Situation zu geraten, ist es ratsam, eine Kündigung durch den Versicherer zu verhindern.

Dies kann durch zwei Sofortmaßnahmen erfolgen, die umgehend nach dem Eingang der Kündigung ergriffen werden sollten:

Durch eine Kündigungsumkehr können Sie mit Ihrem Versicherer vereinbaren, dass dieser von der Kündigung absieht, wenn Sie im Gegenzug Ihrerseits kündigen. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass Sie bei Ihrem neuen Versicherer angeben können, die Vorversicherung selbst gekündigt zu haben. Dadurch steigen Ihre Chancen, dass Sie problemlos eine neue Haftpflichtversicherung erhalten. Einer Kündigungsumkehr muss Ihr alter Versicherer allerdings zustimmen. Daher sollten Sie sich direkt an Ihre Versicherung wenden. In vielen Fällen wird die Umkehr ermöglicht oder eine Vertragssanierung angeboten.

  • Vertragssanierung

    Bei einer Vertragssanierung wird der bestehende Versicherungsvertrag nachgebessert. Im Gegenzug wird die Kündigung zurückgezogen und der Anbieter behält den Kunden. Dabei kann zum Beispiel eine Selbstbeteiligung eingerichtet oder erhöht werden. Denkbar ist außerdem, dass der Versicherte zustimmt, auf bestimmte Leistungen zu verzichten, damit der eigentliche Versicherungsvertrag bestehen bleiben kann. Nach der Vertragssanierung kann dann in Ruhe nach einer neuen Haftpflichtversicherung gesucht werden.

  • Was Sie noch wissen sollten

    Wenn bei der Kündigung etwas schief laufen sollte und die Beendigung des Vertrags daher nicht zustande kommt, bleibt Ihnen kaum etwas anderes übrig, als auf die nächste Möglichkeit zu warten. Sollten Sie bereits eine neue Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, können Sie diese in der Regel innerhalb von zwei Wochen nach Vertragsschluss widerrufen.

    Falls Sie kein Widerrufsrecht haben, weil der Versicherungsvertrag direkt bei einem Makler abgeschlossen wurde, sollten Sie sich schnell mit dem Vermittler in Verbindung setzten. In vielen Fällen kann von einem kürzlich geschlossenen Vertrag noch zurückgetreten werden. Anschließend gilt es dann, auf den nächsten Termin für eine ordentliche Kündigung zu warten. Sollte zwischenzeitlich ein Ereignis eintreten, das zu einem Sonderkündigungsrecht führt, können Sie Ihre Versicherung auch früher wechseln.

    Was tun bei Tod des Versicherungsnehmers?

    Wenn der Versicherungsnehmer verstorben ist und Sie damit beauftrag wurden, die Haftpflichtversicherung aufzulösen, reicht es aus, die Versicherung über den Tod des Versicherungsnehmers zu informieren.

    Ein Einzelvertrag endet mit dem Tod automatisch. Bei einer Familienversicherung bleibt die Versicherung bestehen, wenn ein Hinterbliebener die Beitragszahlung übernimmt.

    Kfz-Regionalklassen für 2017 stehen fest

    Grundeigentümer-Versicherung

    Vielen Dank!

    Ihre Frage wird nun von uns geprüft und in Kürze veröffentlicht.

    Sie erhalten automatisch eine Benachrichtigung per E-Mail, wenn einer unserer Experten darauf geantwortet hat.

    2 Fragen

    Sie haben gefragt, unsere Experten haben geantwortet

    Ich habe meine Beitragsberechnung für meine Private Haftpflichtversicherung im August erhalten. Als Datum ist tatsächlich „im August“ angegeben. ab wann gilt hier jetzt die Kündigungsfrist?

    Meine Fam.- Haftpflichtversicherung besteht nur noch aus mir, da inzwischen mein Sohn (25 J.) eine eigene Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat. Besteht eine Sonderkündigung von 4 .

    Über FinanceScout24

    Über FinanceScout24
    Folgen Sie uns

    Europaweit der größte Online-Automarkt

    Der Marktführer: Die Nr. 1 rund um Immobilien

    Источники: http://www.privathaftpflicht.net/bedeutung-begriff-haftpflicht/versicherungsvertrag/kuendigung-haftpflichtversicherung/, http://www.haftpflichtversicherungvergleich.de/faq/private-haftpflichtversicherung-kuendigen/, http://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/haftpflichtversicherung-kuendigen

    Kommentieren Sie den Artikel

    Please enter your comment!
    Please enter your name here