Private unfallversicherung leistungen

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Private unfallversicherung leistungen

  • Unfallversicherung
    • Private Unfallversicherung
    • Was ist ein Unfall?
    • Häufigkeit von Unfällen
  • Leistungen der UV
    • Unfallrente
    • Invaliditätszahlungen
    • Tagegeld
    • Leistungszusatzformen
    • Wann zahlt die UV?
    • Wann zahlt die UV nicht?
  • Notwendigkeit der UV
    • Gesetzliche Versicherung
    • Berufsunfähigkeitsversicherung
    • Schutz für mich und die Familie
    • UV für Selbstständige
  • Unfallversicherungsarten
    • Einzelversicherung
    • Familienversicherung
    • Gruppenversicherung
    • Kinderversicherung
    • Freizeitversicherung
    • Seniorenversicherung
  • Vorteile der privaten UV
    • Gilt 24/7 und weltweit
    • Deckt Unfälle in der Freizeit
    • Krankenhaustagegeld
    • Leistungen im Todesfall
    • Individuelle Leistungen
  • Wissenswertes zur UV
    • Risikogruppen
    • Beitragsrückgewähr
    • Gliedertaxe
    • Übergangsleistung
    • Vertragslaufzeiten
  • Vertragsarten
    • Dynamische Unfallversicherung
    • Lineare Unfallversicherung
    • Progressive Unfallversicherung
    • Mehrleistungstarife
    • Welche Vertragsart ist sinnvoll?
    • Lohnt sich eine Progression?

Wann zahlt die UV?

Grundsätzlich zahlt die private Unfallversicherung – wie der Name es vermuten lässt – nur, wenn ein Unfall geschehen ist, der für die versicherte Person einen gesundheitlichen Schaden mit sich gebracht oder nach sich gezogen hat. Demnach fallen alle normalen Krankheiten bzw. Erkrankungen nicht unter den Versicherungsschutz der privaten Unfallversicherung. Grenzwertig und immer einer Einzelfallüberprüfung unterzogen werden müssen Unfälle mit Verletzungen aufgrund erhöhter Kraftanstrengungen an Gliedmaßen und Wirbelsäule.

Allerdings gibt es auch bei Vorliegen eines Unfalls mit verursachten körperlichen und / oder geistigen Schäden Ausnahmen, bei denen kein Versicherungsschutz besteht. Zu diesen sogenannten Gewährleistungsausschlüssen zählen zum Beispiel:

  • Unfälle durch Geistes- oder Bewusstseinsstörung, epileptische Anfälle, Schlag- und Krampfanfälle, Trunkenheit, Rauschmittelgenuss
  • Unfälle während des Versuches oder der direkten Ausübung einer vorsätzlichen Straftat
  • Unfälle, die in Zusammenhang mit Kriegs- oder Bürgerkriegsgeschehnissen einhergehen und Unfälle, die durch Landesinnere Unruhen verursacht werden, wenn die versicherte Person auf der Seite der Unruhestifter steht
  • Unfälle, die der versicherten Person als Führer, Fahrer, Beifahrer oder Insasse eines Luftfahrzeuges, Luftsportgerätes oder Raumfahrzeuges zustoßen
  • Unfälle, die der versicherten Person als Führer, Fahrer, Beifahrer oder Insasse eines motorisierten Fahrzeugs zustoßen, bei denen es um Höchstgeschwindigkeitserreichung geht
  • Unfälle, die durch Kernenergie mittelbar bzw. unmittelbar verursacht wurden.

Zusätzlich abgeschlossene bzw. vereinbarte Leistungen wie zum Beispiel Tagegeld, Krankenhaustagegeld, Genesungsgeld, Bergungskosten, Zahnersatzkosten, Reha-Maßnahmen, Kurkostenbeihilfe usw. muss der Versicherungsträger innerhalb eines Monates anerkennen und danach innerhalb von 2 Wochen auszahlen. Bei sogenannten Übergangsleistungen muss die Versicherung bereits nach 3 bzw. 6 Monaten die Leistungen in der versicherten Höhe erbringen.

Da jede Versicherung ihre eigenen Bestimmungen und Klauseln besitzt, können verbindliche Informationen nur den jeweiligen Versicherungsbedingungen entnommen werden.

Leistungen – private Unfallversicherung

Die wichtigsten Leistungen einer privaten Unfallversicherung haben wir Ihnen hier zusammengefasst.

  • Sofortleistungen bei Schwerverletzungen
  • Invaliditätsleistung
  • Todesfallleistungen
  • Unfallrente
  • Übergangsleistung
  • Unfall-Krankentagegeld
  • Unfall-Krankenhaustagegeld
  • Genesungsgeld
  • Bergungskosten
  • Kosmetische Operation
  • Kurkostenbeihilfe
  • Beihilfe zu Rehabilitationsmaßnahmen
  • Zusatzbausteine

Sofortleistungen bei Schwerverletzungen

Die versicherte Person hat durch einen Unfall eine der folgenden schweren Verletzungen erlitten:

  • Querschnittslähmung nach Schädigung des Rückenmarks
  • Amputation mindestens eines ganzen Fußes oder einer ganzen Hand
  • Schädel-Hirn-Verletzung mit zweifelsfrei nachgewiesener Hirnprellung (Contusion oder Hirnblutung)
  • Schwere Mehrfachverletzung/Polytrauma:
    • Fraktur an zwei langen Röhrenknochen (Ober-/Unterarm, Ober-/Unterschenkel) oder
    • gewebezerstörende Schäden an zwei inneren Organen

    oder Kombination aus mindestens zwei der folgenden Verletzungen:

  • Fraktur eines langen Röhrenknochens
  • Fraktur des Beckens
  • Fraktur der Wirbelsäule
  • gewebezerstörender Schaden eines inneren Organs
  • Verbrennungen 2. oder 3. Grades von mehr als 30 Prozent der Körperoberfläche
  • Erblindung oder hochgradige Sehbehinderung beider Augen, bei Sehbehinderung Sehschärfe nicht mehr als 1/20
  • Die Sofortleistung bei Schwerverletzungen wird in Höhe der vereinbarten Versicherungssumme gezahlt.

    Invaliditätsleistung

    Wenn es innerhalb eines Jahres nach einem Unfall zu dauerhaften körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen (Invalidität) kommt, erfolgt die Auszahlung der Invaliditätssumme. Die Höhe der Auszahlung (Invaliditätsleistung) richtet sich nach dem Grad der Invalidität, die anhand der Gliedertaxe bemessen wird. Die Bemessung der Invalidität beim Verlust von geistigen Fähigkeiten wird anhand eines ärztlichen Gutachtens festgelegt.

    Der Eintritt der Invalidität muss innerhalb eines Jahres (vom Unfalltag an gerechnet) erfolgen und innerhalb von 15 Monaten nach Eintritt des Unfalls ärztlich festgestellt und beim Versicherer geltend gemacht werden.

    Verstirbt der Versicherte innerhalb eines Jahres nach dem Unfall an den Folgen des Unfalls, erfolgt keine Auszahlung einer Invaliditätssumme. In diesem Fall würde eine vereinbarte Todesfallsumme zur Auszahlung kommen.

    Wenn der Versicherte innerhalb eines Jahres nach dem Unfall stirbt und die Ursache nicht unfallbedingt ist, richtet sich die Höhe der Auszahlung der Invaliditätsleistung nach dem letzten festgestellten Invaliditätsgrad.

    Genauso wird verfahren, wenn der Versicherte später als ein Jahr nach dem Unfall verstirbt. Dabei ist unerheblich oder die Todesursache unfallbedingt war oder nicht.

    Die Auszahlung der Invaliditätsleistung kann entweder in Form einer einmaligen Kapitalzahlung oder einer lebenslangen Rentenzahlung erfolgen. Passiert der Unfall nach dem vollendeten 65. Lebensjahr, wird in der Regel die Invaliditätsleistung als Rente ausgezahlt.

    Bei der Kapitalabfindung / Invaliditätssumme wird bereits ab einer Schädigung (gemäß Gliedertaxe) von einem Prozent ein Teilbetrag der versicherten Grundsumme ausbezahlt.

    Auch wenn aufgrund eines Unfalles mehrere Körperteile betroffen sind, beträgt die Invalidität nicht mehr als 100%.

    Gemäß der Gliedertaxe beträgt die Invalidität beim Verlust eines Armes unterhalb des Ellenbogengelenkes 60%. Beim Verlust beider Arme erhält der Versicherte aber nicht 120% der Versicherungssumme, sondern höchstens 100%.

    Solche Unfälle mit derartigen Folgen verursachen einen erhöhten Kapitalbedarf, der durch die Vereinbarung einer Progression gewährleistet werden kann.

    Todesfallleistungen

    Wenn der Versicherte innerhalb eines Jahres nach einem Unfall, bzw. an den Folgen des Unfalls verstirbt, kommt es zur Auszahlung der Todesfallleistung.

    Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass der Versicherer innerhalb von 48 Stunden über den Tod des Versicherten informiert wird. Diese Information muss auch dann an den Versicherer gegeben werden, wenn der Unfall bereits angezeigt wurde.

    Ferner muss dem Versicherer das Recht zugestanden werden, eine Obduktion durchführen zu lassen.

    Wird eine vereinbarte Todesfallleistung an den Verstorbenen und somit an seine Erben ausgezahlt, unterliegt diese Zahlung der Erbschaftssteuer.

    Wird die Zahlung nicht an den Verstorbenen, sondern beispielsweise an die Ehefrau ausgezahlt, ist diese Zahlung erbschaftssteuerfrei.

    Hinweis: Wie beschrieben, leistet die private Unfallversicherung nur bei Todesfällen aufgrund eines Unfalls. Ist die versicherte Person aber z. B. aufgrund eines Herzinfarktes verstorben, wird die Versicherungssumme demnach nicht fällig. Wer seine Familie auch für solche Fälle absichern möchte, kann das mit Hilfe einer Sterbegeldversicherung oder einer Risikolebensversicherung.

    Unfallrente

    Lange Zeit wurde die Unfallrente nur in Verbindung mit der Invaliditätsleistung angeboten. Immer mehr Versicherer bieten jedoch mittlerweile die Unfallrente auch allein an.

    Durch die Unfallrente werden Kosten gedeckt, die entstehen durch:

    • den zukünftigen Einkommensverlust aufgrund eines Unfalles
    • die Belastung durch höhere Kosten des täglichen Lebens aufgrund des Unfalles
    • finanzielle Einbußen durch die Verminderung der Arbeitskraft
    • die Schaffung einer finanziellen Sicherheit im Falle einer Invalidität

    Damit eine vereinbarte Unfallrente zur Auszahlung kommt, muss bei den meisten Tarifen eine Invalidität von 50 % (gemäß Gliedertaxe) vorliegen. Liegt der Invaliditätsgrad über 50 %, kommt die volle vereinbarte Rente zur Auszahlung.

    Die Vereinbarung der Unfallrente ist insbesondere bei Kindern wichtig: So sind lebenslange Zahlungen sichergestellt, wenn ein Kind aufgrund eines schweren Unfalls nicht mehr in der Lage ist, eine Schul- oder Berufsausbildung auszuüben.

    Wird in einem solchen Fall eine einmalige Kapitalzahlung vereinbart, müssten sich die Eltern um die Rentenzahlungen und die Anlage des Kapitals kümmern.

    Übergangsleistung

    Nach einem Unfall ist es dem Arzt meist nicht gleich möglich, den Invaliditätsgrad festzustellen. Dies ist entweder nach einiger Zeit oder sogar erst nach Ausheilung der Unfallfolgen möglich.

    Durch die Vereinbarung einer Übergangsleistung im Versicherungsvertrag für die private Unfallversicherung kann dieser Zeitraum überbrückt werden. Diese wird gezahlt, wenn auch 6 Monate nach einem Unfall dauerhafte körperliche und geistige Beeinträchtigungen von mehr als 50 % bestehen.

    Neben der Übergangsleistung gibt es noch die verbesserte Übergangsleistung. Diese wird ausgezahlt, wenn 3 Monate nach einem Unfall dauerhafte körperliche und geistige Beeinträchtigungen von mehr 100 % bestehen.

    Unfall-krankentagegeld

    Für Freiberufler und Selbständige dient die Vereinbarung für das Unfall-Krankentagegeld dazu, einen aufgrund eines Unfalls, eintretenden Verdienstausfall abzusichern.

    Voraussetzung für die Auszahlung vom Unfall-Krankentagegeld ist, dass der Versicherte infolge eines Unfalles in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt ist und ärztlich behandelt wird.

    Das Krankentagegeld wird solange gezahlt, wie die ärztliche Behandlung andauert, jedoch höchstens für die Dauer eines Jahres nach Eintritt des Unfalles.

    Die Höhe der Zahlung ist abhängig von der Höhe des versicherten Tagessatzes. Der versicherte Tagessatz kann voll zur Auszahlung kommen. Er kann aber auch abgestuft werden analog zum festgestellten Grad der Beeinträchtigung.

    Unfall-Krankenhaustagegeld

    Das Krankenhaustagegeld wird für jeden Kalendertag gezahlt, den sich der Versicherte aufgrund eines Unfalls in medizinisch notwendiger stationärer Heilbehandlung befindet, sofern es für die private Unfallversicherung mitversichert wurde.

    Nachfolgende Kuren oder Rehabilitationsmaßnahmen fallen nicht darunter.

    Die Höhe der Zahlung ist abhängig vom Tagessatz, der bei Antragsstellung vereinbart wurde. Das Unfall-Krankenhaustagegeld wird bei den zur Zeit geltenden Tarifen längsten für die Dauer von 2 – 5 Jahren gezahlt.

    Genesungsgeld in der Unfallversicherung

    Das Genesungsgeld kann nur zusammen mit dem Unfall-Krankenhaustagegeld und in gleicher Höhe abgeschlossen werden.

    Voraussetzung für die Zahlung von Genesungsgeld ist eine abgeschlossene vollstationäre Heilbehandlung, bei der Anspruch auf die Zahlung von Krankenhaustagegeld bestand.

    Die Höhe und Dauer der Zahlung richtet sich nach dem vereinbarten Tagessatz des Unfallkrankenhaustagegeldes. Wie lange das Genesungsgeld maximal gezahlt wird, ist abhängig vom Tarif des jeweiligen Versicherers.

    Manche Versicherer zahlen das Genesungsgeld für die vereinbarte maximale Dauer z.B. 100 Tage zu 100 % aus. Bei anderen kann die Höhe der Zahlung gestaffelt erfolgend.

    Danach würde das Genesungsgeld, bei einer maximalen Dauer von 100 Tagen, folgendermaßen gezahlt werden:

    • 1. bis 10. Tag = 100 % des Tagessatzes werden ausgezahlt
    • 11. bis 25. Tag = 50 % des Tagessatzes werden ausgezahlt
    • 26. bis 100. Tag = 25 % des Tagessatzes werden ausgezahlt

    Bergungskosten

    Nach einem Unfall werden Kosten für Such-, Rettungs- oder Bergungseinsätze von privatrechtlich organisierten oder öffentlich-rechtlichen Rettungsdiensten übernommen.

    Diese Bergungskosten, in Höhe von 2.500 – 5.000 Euro, sind in der Unfallversicherung meistens beitragsfrei mitversichert.

    Auch Kosten, die dadurch entstehen, dass die versicherte Person aufgrund ärztlicher Anordnung in ein Krankenhaus oder eine Spezialklinik gebracht werden muss, sind versichert.

    Je nach Unfallmodell (Basis, Komfort- oder Premiummodell) haben Sie die Möglichkeit, noch zusätzliche Leistungen zu versichern.

    So können z.B. auch Aufwendungen bei der Rückkehr der verletzten Person zu ihrem ständigen Wohnsitz, soweit die Mehrkosten auf ärztliche Anordnung zurückgehen oder nach der Verletzungsart unvermeidbar waren, ersetzt werden.

    Bei einem Unfall im Ausland können die zusätzlich entstehenden Heimfahrt- oder Unterbringungskosten für mitreisende minderjährige Kinder und den mitreisenden Partner der versicherten Person ersetzt werden.

    Bei einem unfallbedingten Todesfall im Inland werden die Kosten für die Überführung zum letzten ständigen Wohnsitz getragen.

    Bei einem unfallbedingten Todesfall im Ausland werden die Kosten für die Bestattung im Ausland oder für die Überführung zum letzten ständigen Wohnsitz getragen, sofern sie innerhalb des im Versicherungsschein angegebenen Betrages liegen, und kein anderer Ersatzpflichtiger zu leisten hat.

    Infolge des Unfalles des Versicherten entstehen Kosten für:

    • Such-, Rettungs oder Bergungseinsätze von öffentlich-rechtlich oder privatrechtlich organisierten Rettungsdiensten
    • einen Transport in das dem Unfallort nächstgelegene Krankenhaus oder zu einer Spezialklinik, soweit dies medizinisch notwendig und ärztlich angeordnet worden ist
    • Mehraufwand, der dadurch entsteht, dass der Verletzte an seinen ständigen Wohnsitz zurückkehrt, soweit dieser Mehraufwand auf ärztliche Anordnung entsteht oder nach der Art der Verletzung unvermeidbar ist
    • die Überführung zum letzten ständigen Wohnsitz im Falle des unfallbedingten Todes des Versicherten

    Der Versicherer übernimmt die entstandenen notwendigen Kosten bis zur Höhe des im Versicherungsschein festgelegten Betrages.

    Soweit ein anderer Ersatzpflichtiger einzutreten hat (Krankenversicherer, Unfallverursacher u.dgl.), kann der Erstattungsanspruch gegen den Versicherer nur wegen der restlichen Kosten geltend gemacht werden. Bestreitet der andere Ersatzpflichtige seine Leistungspflicht, können Sie den gesamten Erstattungsanspruch unmittelbar gegen den Versicherer geltend machen.

    Bestehen für den Versicherten bei einem Versicherer mehrere Unfallversicherungen, können Bergungskosten nur aus einem dieser Verträge verlangt werden.

    Kosmetische Operation

    Als kosmetische Operation gilt eine nach Abschluss der Heilbehandlung durchgeführte ärztliche Behandlung mit dem Ziel, eine unfallbedingte Beeinträchtigung des äußeren Erscheinungsbildes der versicherten Person zu beheben.

    Die Kostenübernahme erfolgt bis zur Höhe einer bestimmten Versicherungssumme, wenn sonst niemand für die kosmetische Operation ersatzpflichtig ist.

    • Aufgrund einer unfallbedingten Beeinträchtigung des Erscheinungsbildes hat sich die versicherte Person einer kosmetischen Operation unterzogen.
    • Innerhalb von drei Jahren nach dem Unfall, bei Minderjährigen spätestens vor der Vollendung des 21. Lebensjahres, erfolgt die kosmetische Operation.
    • Ein Dritter, z.B. der Verursacher des Unfalls ist nicht leistungspflichtig oder bestreitet seine Leistungspflicht.

    Bis zur Höhe der im Versicherungsschein genannten Summe leistet der Versicherer Ersatz für nachgewiesene:

    • Arzthonorare und sonstige Operationskosten, notwendige Kosten für Unterbringung und Verpflegung in einem Krankenhaus
    • Zahnarzt und Zahnbehandlungskosten, soweit natürliche Zähne beschädigt wurden

    Die Versicherungssumme der kosmetischen Operationen unterliegt nicht der, bei Antragstellung vereinbarten Dynamik.

    Sollte eine Zahnzusatzversicherung vorhanden sein, kommt diese für anfallende Kosten aus Unfällen auf.

    Kurkostenbeihilfe

    Die Kurkostenbeihilfe wird nach einem Unfall bis zu einer bestimmten Summe gezahlt.

    Voraussetzung für die Zahlung:

    • Die Notwendigkeit einer Kur in Zusammenhang mit einem Unfallereignis muss durch ärztliche Atteste bestätigt werden.
    • Die Kur muss innerhalb von drei Jahren nach dem Unfall durchgeführt werden
    • Die Kur muss mindestens drei Wochen dauern

    Nicht als Kur gelten Rehabilitationsmaßnahmen, bei denen die ärztliche Behandlung der Unfallfolgen im Vordergrund steht.

    Beihilfe zu Rehabilitationsmaßnahmen

    Voraussetzungen für die Leistung:

    Die versicherte Person tritt wegen der durch das Unfallereignis hervorgerufenen Gesundheitsschädigung oder deren Folgen eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme von mindestens drei Wochen Dauer an. Anschluss-Heilbehandlungen gelten nicht als Rehabilitationsmaßnahme im Sinne dieser Bedingungen.

    Die medizinische Notwendigkeit dieser Rehabilitationsmaßnahme und der Zusammenhang mit dem Unfallereignis sind dem Versicherer durch ein ärztliches Attest nachzuweisen. Die Beihilfe zu Rehabilitationsmaßnahmen und ein Unfall-Krankenhaustagegeld schließen sich für denselben stationären Behandlungsaufenthalt gegenseitig aus.

    Die Beihilfe zu Rehabilitationsmaßnahmen wird unabhängig von den tatsächlich entstandenen Kosten in Höhe der vereinbarten Versicherungssumme gezahlt.

    Zusatzbausteine

    Über den Einschluss von Klauseln können noch weitere zusätzliche Leistungen mitversichert werden. Da dies meist mit einem erheblichen Mehrbeitrag verbunden ist, empfiehlt es sich, Kosten und Nutzen dieser zusätzlichen Leistungen gut abzuwägen.

    Bei der Ausübung der Berufstätigkeit entstehende Infektionen, bei denen Krankheitserreger durch verletzte Hautstellen in den Körper gelangen, sind mitversichert.

    • Durch Insektenstiche oder andere, von Tieren verursachte, Hautverletzungen übertragene Infektionskrankheiten. (Gelbfieber, Fleckfieber, Borreliose, Brucellose, Enzephalitis, Pest, Meningitis, Malaria).

    Für die genannten Krankheiten beginnt der Versicherungsschutz frühestens drei Monate nach Beginn des Versicherungsvertrages.

  • Auch Schutzimpfungen gegen die unter Nr. 1 genannten Krankheiten gelten als Unfall wenn die versicherte Person Gesundheitsschäden dadurch erleidet.

    Erlittene Gesundheitsschäden durch Erfrieren gelten auch als Unfallereignis.

    Unfallbedingte Gesundheitsschäden, die durch Röntgen- oder Laserstrahlen und durch künstlich erzeugtes UV Licht entstehen sind mitversichert.

    Die Folgen von Nahrungsmittelvergiftungen sind, abweichend von den AUB, mitversichert.

    Ersticken und Ertrinken unter Wasser sind mit versicherbar.

    Vergiftungen infolge plötzlich ausströmender Gase und Dämpfe sind auch dann mitversichert, wenn der Versicherte den Einwirkungen dieser Gase und Dämpfe durch unabwendbare Umstände mehrere Stunden lang ausgesetzt war. (Dies erweitert den in der Unfalldefinition festgelegten Begriff „Plötzlich“.)

    Ausgeschlossen bleiben die durch den Beruf an sich bedingten, insbesondere auch die durch gewöhnliche Einatmung allmählich zustande kommenden Schädigungen (Berufs- und Gewerbekrankheiten).

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    Leistungen der privaten Unfallversicherung!

    Welche Leistungen sind besonders wichtig?

    Eine private Unfallversicherung sieht unterschiedliche Leistungen vor. Der gesamte Leistungsumfang ist immer abhängig vom gewählten Tarif. Wir berichten darüber, welche Leistungen wichtig sind und auf welche Verbraucher eher verzichten können, um bares Geld zu sparen.

    Grundsätzlich bezahlt die Unfallversicherung immer dann, wenn aufgrund eines Unfalls eine dauerhafte Invalidität hervorgerufen wurde. Außer bei den sogenannten Zusatzleistungen, zu welchen beispielsweise auch das Krankenhaustagegeld gehört.

    Doch Vorsicht, preisbewusste Verbraucher sollten ihr Hauptaugenmerk eher auf grundsätzliche Leistungen, wie die Höhe der Einmalzahlung im bei Invalidität legen. Denn meistens ist es sinnvoller Zusatzleistungen über andere Versicherungen günstig abzusichern.

    Beispielsweise kann ein Krankenhaustagegeld auch über eine Krankenzusatzversicherung abgeschlossen werden. Das hat den Vorteil, dass diese Versicherung neben einem Unfallereignis auch bei Krankheiten eine Zahlung leisten würde. Doch nach welchen Leistungsarten müssen Verbraucher beim Abschluss unterscheiden?

    Invaliditätsleistung

    Zunächst einmal wird über eine Unfallversicherung eine bestimmte Invaliditätssumme abgesichert. Diese Versicherungssumme kommt in Abhängigkeit von der Schwere einer bestehenden Invalidität (Invaliditätsgrad) zur Auszahlung. Der Invaliditätsgrad wird von einem Arzt festgestellt.

    Wenn Gliedmaßen oder Sinnesorgane betroffen sind, richtet sich der Versicherer nach seiner in den Versicherungsbedingungen festgelegten Gliedertaxe. Hier wird genau beschrieben, welchen Anteil ein Kunde im Leistungsfall erhält. Beispielsweise wird für den Verlust eines Daumens je nach Anbieter und Tarif zwischen 25 – 30 Prozent der Versicherungssumme geleistet. Erst bei vollständiger Invalidität kommt die komplette Versicherungssumme zu Auszahlung.

    Auf gute Gliedertaxe achten!

    Nicht jede Gliedertaxe ist gleich. Verbraucher sollten im Vergleich darauf achten, wie hoch die Leistungen aus der Gliedertaxe bei den einzelnen Anbietern sind.

    Grundsumme und Progression bei Invalidität

    Die Versicherungssumme setzt sich aus einer Grundsumme mit einer sogenannten Progression zusammen. Die Progression erhöht ab einem bestimmten Invaliditätsgrad (ab 25 %) die Leistungen der Unfallversicherung.

    Als Verbraucher kann man je nach Unfallversicherungstarif verschiedene Progressionsstufen von beispielsweise

    Je höher die Progression im Vertrag vereinbart wurde, desto größer ist die Leistung bei einer Invalidität. Wichtig ist allerdings, dass Verbraucher eine möglichst hohe Grundsumme mit dem Versicherer vereinbaren. Denn nur so ist gewährleistet, dass der Versicherer auch bei kleinerer Invalidität eine ausreichende Leistung erbringt.

    Möglichst hohe Grundsumme abschließen

    Als Faustformel sollten Verbraucher darauf achten etwa 2 – 3 Bruttojahresgehälter als versicherte Grundsumme zu vereinbaren. Kombiniert mit einer Progression von mindestens 350 %.

    Unfallrente

    Als zusätzliche Leistung haben Verbraucher die Möglichkeit einen Unfallrentenbaustein abzuschließen. Hierbei wird eine lebenslängliche Rente bezahlt, wenn der Versicherte eine dauerhafte Invalidität von 50 Prozent erlitten hat. Diese muss ebenfalls ärztlich festgestellt werden.

    Über die Unfallrente sollen in der Regel Einkommenseinbußen nach einer Invalidität ausgeglichen werden. Der Rentenbaustein ist allerdings nur für diejenigen sinnvoll, die über keine Berufsunfähigkeitsversicherung verfügen. Da diese neben unfallbedingter Invalidität ebenfalls bei Krankheiten leistet, sollte sie von Verbrauchern bevorzugt werden.

    Beste Absicherung über Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung

    Wer eine sehr gute Absicherung sucht, ist gut beraten für Einkommenseinbußen eine Berufsunfähigkeitsversicherung und für Umbaumaßnahmen nach einem Unfall eine private Unfallversicherung mit einer hohen Versicherungssumme abzuschließen.

    Zusatzleistungen in der Unfallversicherung

    Eine Unfallversicherung kann mit jeder Menge Zusatzleistungen ausgestattet werden. Jedem sollte jedoch bewusst sein, dass dies mit Mehrbeiträgen einhergeht. Es gibt sinnvolle Leistungen und welche die Kunden eher vernachlässigen können. Doch welche sind das genau?

    Todesfallleistung

    Bei einer Todesfallleistung erhalten die Hinterbliebenen die vereinbarte Todesfallsumme, sollte der Versicherte infolge eines Unfalls sterben. Und hier ist auch schon der Hacken. Denn es wird nur bei einem Tod durch einen Unfall geleistet. Wer sich gegen dieses Risiko vernünftig absichern möchte, sollte besser eine günstige Risikolebensversicherung abschließen. Diese leistet neben einem Unfall auch bei Todesfällen die aufgrund einer Krankheit hervorgerufen wurden.

    Übergangsleistungen

    Manchmal kann eine dauerhafte Invalidität nicht sofort festgestellt werden. Wer die Übergangsleistung mitversichert, erhält nach 6 Monaten die vereinbarte Versicherungssumme ausbezahlt. Die Beeinträchtigung muss allerdings ununterbrochen und zu 50 % bestehen. Der Fall kann beispielsweise eintreten, wenn jemand nach einem schweren Unfall über 6 Monate in stationärer Behandlung ist. In der Regel ist die Vereinbarung einer Übergangsleistung nicht sinnvoll.

    Durch einen Unfall kommt es nicht selten zu einem Verdienstausfall bis man wieder gesund ist. Über eine Unfallversicherung kann dieses Risiko mit abgedeckt werden. Dann erhält der Versicherte bei einer Arbeitsunfähigkeit, welche durch einen Unfall hervorgerufen wurde ein vereinbartes Krankentagegeld. Neben einem Krankentagegeld kann ebenfalls ein Krankenhaustagegeld mit Genesungsgeld abgeschlossen werden.

    Auch hier bezahlt der Versicherer bei einem unfallbedingten Krankenhausaufenthalt ein Tagegeld. Durch das mit eingeschlossene Genesungsgeld erhält ein Versicherter nach einem Krankenhausaufenthalt für die gleiche Anzahl von Krankenhaustagen, längstens aber für 100 Tage, ein Genesungsgeld. Aus unserer Sicht ist es allerdings besser eine eigenständige private Krankenzusatzversicherung, da diese ähnlich wie bei der Absicherung durch Unfalltod zusätzlich bei Krankheiten einspringt.

    Kosmetische Operationen

    Durch einen Unfall können Narben und dergleichen zurückbleiben. Die Unfallversicherung leistet je nach Tarif bis zu 3 Jahre nach einem Unfall für Operation, wenn durch einen Unfall beispielsweise Narben entfernt oder das äußere Erscheinungsbild wieder hergestellt werden muss. Die Höhe der Leistung kann in unserem Vergleich eingesehen werden.

    Bergungs- und Rettungskosten

    Wer durch einen Unfall beispielsweise in den Bergen mit Hilfe einer Suchaktion gerettet werden muss, kann unter Umständen auf den Kosten sitzen bleiben. Viele Tarife bezahlen bis zu einer bestimmten Höhe die Kosten für Rettung und Bergung eines Verletzten infolge eines Unfalls. Auch der Transport ins nächste Krankenhaus und in den Heimatort wird übernommen. Die genaue Leistungshöhe kann ebenfalls über unseren Vergleichsrechner ermittelt werden.

    Zusammenfassung

    Grundsätzlich sollte die Unfallversicherung dazu dienen, die Kosten für Umbaumaßnahmen welche durch eine unfallbedingte Invalidität entstehen, zu finanzieren. Deshalb ist für die meisten Verbraucher eine Unfallversicherung ohne Zusatzleistungen vollkommen ausreichend.

    Wer keine Berufsunfähigkeitsversicherung hat, sollte zusätzlich noch über den Rentenbaustein nachdenken, um einen eventuellen Verdienstausfall finanzieren zu können. Ansonsten sind die meisten gut beraten, wenn sie die zusätzlichen Leistungen in der Unfallversicherung über andere Versicherungen abdecken, da hier ebenfalls bei Krankheiten geleistet wird.

    Über unseren kostenlosen und unverbindlichen Vergleichsrechner können Verbraucher einfach und schnell die Tarife der Unfallversicherung vergleichen.

    Weitere interessante Themen:

    Eine private Unfallversicherung schützt einen vor den Folgen eines schweren Unfalls. Denn in der Regel müssen Betroffene nach einem Unfall ihr Leben umgestalten. Und das kann mitunter zehntausende Euro kosten. Gerade der behindertengerechte Umbau der.

    Viele Unfallversicherungstarife sind mit einer Progression ausgestattet. Einfach gesagt, erhöht diese ab einem bestimmten Invaliditätsgrad die versicherte Leistung. Denn.

    Kundenbewertungen

    Ihr Ansprechpartner

    Experte für Versicherungen und Finanzen

    Источники: http://www.unfallversicherung.net/leistungen-der-unfallversicherung/wann-zahlt-die-private-unfallversicherung/, http://www.versicherung-vergleiche.de/unfallversicherung/leistungen-private-unfallversicherung.htm, http://www.onverso.de/unfallversicherung/leistungen/

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