Private unfallversicherung definition

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Private Unfallversicherung

Eine der Versicherungen, die in unendlich vielen Variationen und unglaublich vielen Möglichkeiten auftritt, ist die private Unfallversicherung. Anders als in der gesetzlichen Unfallversicherung wird hier prinzipiell erst einmal jede Art von Unfall, egal wann oder wo und egal wie, abgesichert. Es kann natürlich im Rahmen der Versicherungsverträge verschiedene Ausschlusstatbestände geben.

Andererseits haben viele Versicherungen auch bereits Punkte, die eigentlich keine Unfälle im Sinn der klassischen Definition sind in ihre Verträge mit aufgenommen, um ein noch breiteres Publikum ansprechen zu können. Der Markt der Unfallversicherungen ist dabei stark umkämpft, sodass verschiedene Versicherer alle Register ziehen, um ihre Versicherungsangebote interessanter zu gestalten, als die Angebote der Konkurrenz.

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Was ist ein Unfall und wann greift die private Unfallversicherung überhaupt?

Ein Unfall ist per Definition die Situation, wenn ein plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung herbeiführt. Im engsten Sinne sind Unfälle nach dieser, auch im Gesetz entsprechend verankerten, Definition nur solche Ereignisse, bei denen etwas Außenstehendes auf den Körper einwirkt. Eine Verletzung während des Sports ohne Einwirkung von außen, zum Beispiel ein Muskelfaserriss beim Laufen oder ein Knöchelbruch, weil man auf unebenem Waldboden umgeknickt ist etc. wären somit also keine Unfälle im Sinne dieser Definition.

Dieser Problematik haben viele Versicherer abgeholfen, indem sie einfach kurzerhand, teilweise gegen Aufpreise in der Versicherung, weitere Punkte über die Unfalldefinition hinaus in den Versicherungsschutz mit aufgenommen haben. So gibt es beispielsweise Versicherungen, die neben Sportverletzungen auch tauchtypische Erkrankungen oder das erstmalige Auftreten einer Erkrankung wie beispielsweise einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall als Unfall oder unfallähnliches Ereignis werten.

Für Kinder gibt es oftmals die Möglichkeit im Rahmen der privaten Unfallversicherung auch einen Kinderinvalidenschutz abzuschließen. Diese Versicherung leistet dann in dem Fall, dass eine Kinderinvalidität festgestellt wird. Diese Invalidität kann auch durch eine Erkrankung herbeigeführt worden sein, das ist dann unschädlich.

Ursprüngliche Zielsetzung der Unfallversicherung

In seiner ursprünglichsten Form war die private Unfallversicherung ausschließlich dafür da, direkt anfallende Kosten, wie Behandlungskosten die über die Leistung der Krankenkassen hinausgehen, oder Folgekosten wie zum Beispiel Einkommensverlust aufgrund eines Unfalls aufzufangen. Einige Instrumente hierzu sind zum Beispiel entsprechende Einmalzahlungen im Fall eines Unfalles, festgelegte Zahlungen beim Verlust von Gliedmaßen oder sogar die Zahlung einer laufenden Rente beim Eintreten von gewissen Schädigungen durch einen Unfall.

Gern wird die Unfallversicherung auch herangezogen, um in Fällen, in denen ein Unfall zu einer längeren Arbeitsunfähigkeit führt, den Einkommensverlust, der durch die Umstellung von Lohnfortzahlung auf Krankengeld herbeigeführt wird, ein Stück weit auszugleichen. Da die Unfallversicherungen in den letzten zehn bis zwanzig Jahren jedoch erheblich zugelegt haben, was das Leistungsportfolio angeht, sind oftmals auch die Kosten dieser Versicherung deutlich gestiegen.

Was macht die private Unfallversicherung so interessant?

Diese Frage muss man zweigeteilt betrachten. Einmal gibt es ein großes Interesse an dieser Versicherung für den Anbieter selbst. Die Unfallversicherung ist eine für den Anbieter in der Regel sehr rentable Versicherung. Das zeigen die Zahlen der letzten Jahre. Als Beispiel einmal ein kleines Zahlenspiel aus dem Jahre 2011. Während alle Versicherten der privaten Unfallversicherung im Jahr 2011 insgesamt 6,487 Mrd. Euro eingezahlt haben, wurden lediglich 3,07 Mrd. Euro aus der Versicherung abgerufen.

Man kann also sagen, dass hier für jeden Euro der von der Versicherung ausgegeben wird, ein Euro mindestens in der Kasse verbleibt. Auch abzüglich aller Verwaltungs- und Personalkosten bleibt da ein enormer Überschuss, der natürlich zu allererst einmal in entsprechende Rücklagen fließen muss, denn es könnte ja auch einmal anders herum aussehen, aber auch solche Rücklagen müssen nicht ewig gespeist werden. Die private Unfallversicherung ist also eine sehr gewinnträchtige Versicherungsart.

Andererseits haben die Versicherungsnehmer durch diese Versicherung die Sicherheit, dass sie, auch wenn sie ein aktives Leben führen, eine Absicherung in der Hinterhand haben, wenn es einmal zu einer Situation kommen sollte, in der erhebliche Einkommensverluste drohen. Und da private Unfallversicherungen noch immer, trotz Preissteigerungen in den letzten beiden Jahrzehnten, zu den günstigeren privaten Absicherungen zählen, ist diese Sicherheit hier nicht allzu teuer erkauft. Denn ganz realistisch betrachtet kann man als Versicherter feststellen, dass ein schwerer Unfall mit einer längeren Arbeitsunfähigkeit und einer kurzzeitigen körperlichen Beeinträchtigung in zehn bis zwanzig Jahren als Versicherungsnehmer die Kosten, die in dieser Zeit entstanden sind, schnell wieder ausgleicht.

Versicherer und ihre Position am Markt

Marktführer im Bereich der privaten Unfallversicherungen ist die Allianz mit gut 22 % Marktanteilen. Weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz folgen die HUK-Coburg und die ERGO-Versicherungsgruppe mit jeweils 5 % Marktanteil. Weitere Anbieter sind die üblichen Verdächtigen unter den privaten Versicherten.

Vom HDI über die Barmenia und die R+V Versicherung bis hin zur WGV-Versicherung ist eine Vielzahl von Versicherern in dieser Branche tätig. Und jeder von ihnen hat ein ganz eigenes Konzept zur Absicherung seiner Kunden. Hier heißt es vergleichen und im Endeffekt, den für sich selbst besten Tarif heraussuchen, sowohl was die gewährten Leistungen als auch was die zu zahlenden Beiträge angeht. Denn wie bei allen Vorsorgeversicherungen die sinnvoll aber nicht existenziell wichtig sind, gilt auch hier: Absichern ist wichtig, aber nicht zu jedem Preis.

Was ist die private Unfallversicherung?

Details zur privaten Unfallversicherung

Anders als bei der gesetzlichen Unfallversicherung , leistet eine private Unfallversicherung nicht nur im Fall von Unfällen oder Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Beruf.

Stattdessen gilt der Versicherungsschutz in der Regel für Unfälle der/des Versicherten weltweit. Der Versicherungsanbieter zahlt im Versicherungsfall eine Geldleistung. Dies kann zum Beispiel eine Unfallrente oder eine Kapitalleistung sein.

Wann liegt nach der Definition des Versicherers ein Unfall vor?

Die private Unfallversicherung tritt in Kraft, wenn Personenschäden durch einen Unfall verursacht werden. Als Unfall wird jedes plötzlich und unfreiwillig von außen auf den Körper einwirkende Ereignis bezeichnet, welches zu einer Gesundheitsschädigung der Person führt.

Diese Definition kann teilweise erweitert werden um Fälle, in denen aufgrund einer erhöhten Kraftanstrengung eine Verrenkung verursacht wird oder aber Muskel-, Sehnen- oder andere Bänderverletzungen auftreten. In diesen Situationen liegt keine plötzliche Einwirkung von außen vor, wie sie in der engeren Spezifikation verlangt wird. Ein Beispiel für diese ergänzende Unfalldefinition könnte das Möbeltragen sein, bei dem einer der Beteiligten einen Muskelabriss im Arm erleidet.

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Источники: http://www.versicherungsguide.net/personenversicherung/unfallversicherung/private-unfallversicherung/, http://www.sparen.de/faq/was-ist-die-private-unfallversicherung, http://www.sparen.de/faq/was-ist-die-private-unfallversicherung

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