Private rente vergleich

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Private Rentenversicherung Test

  • Unterschiedliche Testkriterien im Fokus
  • Verschiedene Testsieger zur privaten Rentenversicherung
  • Nicht nur auf die Ergebnisse eines Tests vertrauen
  • Individuelle Angebote prüfen

Private Rentenversicherung Test: Die aktuellen Testsieger im Vergleich

Mit einer privaten Altersvorsorge brauchen Versicherte im Alter keine Abstriche bei ihrem gewohnten Lebensstandard machen. Neben den staatlichen geförderten Formen der Riester- und Rürup-Rente gibt es die private Rentenversicherung. Sie zählt zu den beliebtesten Vorsorgeformen. Welche Versicherer die besten Leistungen bieten, zeigen unterschiedliche Tests zur Privatrente.

Inhaltsverzeichnis

Private Rentenversicherung: Neue Testsieger bei Focus-Money

Für die Ausgabe 41/2017 hat Focus-Money zusammen mit der Ratingagentur Franke und Bornberg die besten privaten Rentenversicherungen für verschiedene Vorsorgetypen ermittelt. Denn abhängig vom eigenen Sparverhalten gibt es unterschiedliche Privatrenten, die für Interessierte infrage kommen. Wer großen Wert auf Sicherheit legt und schon frühzeitig wissen will, mit welcher Rentenhöhe zu rechnen ist, wählt eher eine klassische als eine fondsgebundene Rentenversicherung. Sind dagegen Renditechancen, die mit einem gewissen Verlustrisiko der Sparbeiträge einhergehen, und damit eine möglichst hohe Rentenauszahlung wichtig, dann empfiehlt sich ein Angebot, das auf Fonds basiert.

Für den Rentenversicherung Test wurde ein 32-jähriger Modellkunde herangezogen, der jeden Monat 100 Euro in seinen Vertrag einzahlt und mit 67 Jahren in Rente geht. Zudem ist eine Beitragsrückgewähr für den Fall gewünscht, dass der Versicherte vor Renteneintritt verstirbt, sowie eine zehnjährige Rentengarantiezeit. Diese ermöglicht, dass die Rente bei Tod des Versicherten nach Rentenbeginn an Hinterbliebene für eine bestimmte Zeitspanne weitergezahlt wird. Beide Optionen können sinnvoll sein, führen aber zu höheren Kosten, welche die Rentenhöhe drücken.

Tipp: Lassen Sie bei der Wahl Ihrer privaten Rentenversicherung von einem Versicherungsexperten unterstützen. Sein Knowhow hilft dabei, Stolperfallen zu umgehen.

Neben der Finanzstärke, die 20 Prozent des Gesamtergebnisses ausmachte, wurden für den Rentenversicherung Vergleich zu jeweils 40 Prozent die Vertragsbedingungen und die Rentenhöhen bewertet.

„Mehr Sicherheit oder höhere Renditechancen – das sind die zwei Pole, zwischen denen sich der Kunde stets entscheiden muss“, heißt es bei Focus-Money. Doch unabhängig davon, wie die Wahl ausfällt, empfiehlt sich eine Reihe von sehr guten und hervorragenden Tarifen. Zu den aktuellen Testsiegern bei den klassischen privaten Rentenversicherungen zählen beispielsweise:

  • Allianz „PrivatRente Klassik R2“
  • Continentale „Rente Classic RC“
  • Europa „Rentenversicherung Pur E-R“
  • Hannoversche „Bausteinrente R4“

Bei den Fondspolicen sichert sich dagegen nur Neue Leben („aktivplan HRV2“) eine hervorragende Bewertung. Mit sehr gut werden unter anderem Alte Leipziger („AL_RenteFlex AR15 (Fonds)“), Continentale („Rente Invest RI“) und Stuttgarter („FlexRente invest 53oG“) bewertet.

Private Rentenversicherung im Test 2017 vom Handelsblatt

Das Handelsblatt hat 2017 einen aktuellen und sehr umfassenden Test zur privaten Rentenversicherung veröffentlicht. Darin wurden verschiedene Formen der Rentenversicherung anhand der zu erwartenden Rentenzahlungen bemessen. Neben klassischen Verträgen standen auch fondsgebundene Varianten mit unterschiedlichem Risikoniveau auf dem Prüfstand.

Insgesamt fällt das Urteil der Tester eher ernüchternd aus. So erzielen einige Tarife im Test nur eine ausreichende Bewertung. Oftmals wurde auch nur ein befriedigendes Urteil gefällt. Jedoch gibt es Lichtblicke: In jeder Kategorie gibt es Angebote, die mit einem sehr guten Gesamtergebnis überzeugen. Die Experten geben allerdings zu bedenken, dass hiervon vor allem diejenigen Versicherten profitieren, die ein hohes Lebensalter erreichen. Schließlich fallen die Renditen gering aus und mitunter wird kaum so viel Geld ausgezahlt, wie an Beiträgen geleistet wurde. Umso wichtiger ist es, sich im Vorfeld genau mit den verschiedenen Vorsorgevarianten auseinanderzusetzen.

Unter anderem untersuchten die Tester sogenannte Indexpolicen. Diese bieten eine ähnliche Sicherheit wie klassische Tarife, jedoch werden Überschüsse zum Teil in Indexfonds investiert. Dadurch soll eine höhere Rendite erwirtschaftet werden.

Zu den besten Indexpolicen beim Test der Rentenversicherung gehören:

  • Europa – „Rentenversicherung Pur Tarif E-R“
  • Allianz – „PrivatRente Klassik mit Beitragsrückgewähr Tarif R2 (E 70)“
  • Hannoversche – „Bausteinrente Tarif R4“
  • Continentale – „Rente Classic Tarif RC“

Stiftung Warentest untersucht Rentenversicherungen mit neuen Garantien

Die Stiftung Warentest hat für ihren Rentenversicherung Test den Tarifen auf den Zahn gefühlt, die Versicherten statt einer Garantieverzinsung neue Garantien bieten (Finanztest 10/2016). Da klassische Rentenversicherungen durch den niedrigen Garantiezins immer weniger Erträge bringen, haben mehrere Unternehmen ihre Produktpalette um neue Angebote erweitert. Doch laut Stiftung Warentest gleicht die zu erwartende Rente bei den überarbeiteten Rentenversicherungen mitunter einem Glücksspiel. Sie können mit den klassischen Rentenversicherungen trotz der Niedrigzinsphase nicht mithalten.

Von den getesteten „Neue Klassik“-Angeboten schneiden diese Tarife am besten ab:

  • Württembergische „Privatrente Extra ARX“
  • Allianz „Privatrente Perspektive“
  • Neue Leben „HRV2“

Allerdings kann die Stiftung Warentest für keines der Produkte mit neuen Garantien eine Empfehlung aussprechen. Vor Abschluss eines Vertrags sollten Interessierte daher genau überprüfen, ob sie damit eine gute Wahl tätigen. Hierzu ist es sinnvoll, auch Alternativen für die private Altersvorsorge zu berücksichtigen.

Welcher Versicherer bietet die beste Privatrente?

Ende 2016 hat das Deutsche Institut für Service-Qualität 15 Versicherer hinsichtlich ihrer Angebote zur privaten Rentenversicherung untersucht. Leider fehlten von fünf Unternehmen wichtige Daten, sodass nur zehn endgültig analysiert wurden. Im Fokus der Untersuchung standen die Leistungen und der Service der Versicherungsunternehmen.

Auffällig sind die hohen Unterschiede bei den künftigen Rentenzahlungen zwischen den Anbietern, so die Tester. Denn die Auszahlung unterscheidet sich um bis zu 38 Prozent bei den Tarifen, die eine Kombination aus klassischer und fondsgebundener Rentenversicherung darstellen. Beim Service haben alle Versicherer noch Luft nach oben, besonders bei der Beantwortung von E-Mails.

Für das Gesamtergebnis wurden Service und Leistung gleich stark gewertet. Nur ein Anbieter sichert sich eine sehr gute Bewertung, weitere sieben sind gut. Zwei Versicherungen erreichen lediglich ein ausreichendes Qualitätsurteil.

Die Top 5 setzt sich zusammen aus:

Private Rentenversicherung im Test: Weitere Testsieger für 2016

Die Versicherer bringen vermehrt Angebote auf den Markt, bei denen die Unternehmen die Möglichkeit haben, das Geld ihrer Versicherten flexibler anzulegen. So sind bessere Renditen als bei den klassischen Rentenversicherungen möglich. Durch die neue Angebotsvielfalt werden die Tests zur privaten Rentenversicherung Tests immer komplexer, da verschiedene Modelle auf dem Prüfstand gestellt werden. Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat beispielsweise mehrere Varianten der Privatrente geprüft. Hierbei wurden die Anbieter hinsichtlich Unternehmenskennzahlen, Rendite des Tarifs, Flexibilität und Transparenz sowie Service untersucht.

Die besten klassischen Angebote kommen von Allianz („PrivatRente Klassik“) und Europa („E-R1“). Die Allianz setzt sich zudem in der Kategorie fondsgebundene Tarife mit Beitragsgarantie sowie ohne Beitragsgarantie (jeweils „PrivatRente InvestFlex“) durch.

Beim Test von Focus-Money (Ausgabe 31/2016) zusammen mit Franke und Bornberg wurden die Angebote der Versicherer in Garantieklassen eingeteilt. Während in der Klasse A Versicherungen mit der höchsten Garantie und somit Sicherheit für Verbraucher wiederzufinden waren, spiegelte die Klasse E Tarife ohne Garantie, dafür jedoch mit den höchsten Renditechancen wider. Die Gesamtnote gab dabei zu 20 Prozent die Ergebnisse der Analyse der Finanzstärke und zu jeweils 40 Prozent der Bewertung der Leistungen sowie der Vertragsbedingungen wieder.

Bedürfnisse oft wenig aussagekräftig

  • Allianz „PrivatRente Klassik“
  • Continentale „Flexible Renten-Police R1“
  • Europa „Flexible Renten-Police E-R1“
  • Hannoversche „Bausteinrente R4“
  • HUK-Coburg „PrivatRente RAGT“
  • HUK24 „PrivatRente RAGT24“

Die besten Rentenversicherungen in der Klasse B „Sicherheit mit Renditechancen“ sind:

  • Alte Leipziger „ALfonds“
  • AXA/DBV „Relax Rente Chance“
  • Condor „Congenial privat garant Compact“
  • HDI „TwoTrust Varia Privatrente“
  • Provinzial NordWest „GarantRente Vario“
  • Stuttgarter „Flex-Rente performance-safe“
  • WWK „Premium FondsRente protect pro“

Maximale Renditechancen (Klasse E) gibt es mit Condor („Congenial privat Compact“), Continentale („FR3-Fonds-Rente LifeLine Invest“), WWK („FRV Premium FondsRente pro“) und Europa („LifeInvest E-FR3), die eine hervorragende Bewertung erzielen.

Private Rentenversicherung im Test bei Öko-Test

Auch das Magazin Öko-Test hat für seinen Rentenversicherung Test verschiedene Vorsorgeprodukte unter die Lupe genommen (Ausgabe 3/2016). Dazu zählen sogenannte Indexpolicen, bei denen die Versicherer die erwirtschafteten Überschüsse in Aktienfonds investieren. Je nach Höhe der Überschüsse und Fondsentwicklung ist so mehr Rendite für Versicherte möglich. Doch aus Sicht von Öko-Test können die geprüften Indexpolicen nicht wirklich überzeugen.

Die besten vier Tarife sind aus Sicht der Tester nur befriedigend:

  • R+V „Index Invest“
  • Condor „Index Rente“
  • Stuttgarter „Index Safe“
  • LV 1871 „Rente Garantie Plus“

Kostenlose Beratung nutzen

Wenn Sie für Ihre Zukunft mit einer privaten Rentenversicherung vorsorgen wollen, sollten Sie nicht nur einen Blick auf die Testergebnisse werfen, sondern auch auf Testkriterien. Doch selbst dann ist es für den Verbraucher oft nicht leicht einzuschätzen, welches Ergebnis aussagekräftig für die eigenen Bedürfnisse ist. Denn jeder private Rentenversicherung Test bewertet nach seinen eigenen Merkmalen, die nicht immer ersichtlich sind.

Private Renten­versicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung ist robust durch die Finanzkrise gekommen, denn der Kapitalmarkt spielt für sie keine Rolle. Hier zahlen die Berufs­tätigen mit ihren Beiträgen die Renten der Senioren. Dennoch reicht die gesetzliche Rente bei den meisten nicht, um den gewohnten Lebens­stan­dard im Alter zu sichern. Eigene Vorsorge ist notwendig. So will es auch die Bundes­regierung. Den Teil der gesetzlichen Rente, der durch die vielen Reformen der vergangenen Jahre gekürzt worden ist, sollen die Bürger durch Eigen­vorsorge ausgleichen. Die Tests, Tipps und Beispiele der Stiftung Warentest helfen jedem, ein passendes Angebot für die richtige Alters­vorsorge zu finden. Mehr

Alters­vorsorge heißt nicht unbe­dingt Versicherung

Wer privat für eine Alters­vorsorge sparen möchte, muss dies nicht unbe­dingt mit einer Renten­versicherung tun. Möglich sind beispiels­weise auch Fonds- oder Banksparpläne. Sie sind oft kostengüns­tiger als eine Versicherung. Allerdings garan­tieren sie keine lebens­lange Rente. Wenn der Kunde im Alter regel­mäßig Geld aus den Guthaben entnimmt, ist es irgend­wann einmal verbraucht. Eine regel­mäßige Rente gibt es nur aus einer Renten­versicherung. Ausnahmen: die staatlich geförderte Riester-Rente und die Rürup-Rente. Hier muss immer eine lebens­lange Rente fließen – auch wenn der Kunde einen Riester-Banksparplan, einen Riester-Fondssparplan oder einen Rürup-Fondssparplan abge­schlossen hat. Die Stiftung Warentest nimmt all diese Vorsorgepro­dukte regel­mäßig unter die Lupe.

Geförderte Angebote nutzen

Die staatlich geförderten Angebote bieten eine bessere Leistung für eine lebens­lange Alters­rente als eine rein private Vorsorge. Die Förderung macht den Unterschied. Neben der Riester-Rente können Angestellte auch mit einer betrieblichen Altersvorsorge staatlich gefördert fürs Alter sparen. Im Vergleich zu einer rein privaten Vorsorge sind sowohl Riester-Rente als auch Betriebs­rente aber nicht so flexibel. Eine Versicherung fürs Alter ohne staatliche Förderung gibt es mit einer privaten Rentenversicherung oder mit einer Rentenversicherung gegen Einmalbeitrag. Auch hier helfen die Tests der Stiftung Warentest bei der Auswahl.

Sofortrente versus Auszahl­plan Wie Sie Erspartes ideal nutzen

20.11.2017 – Der Ruhe­stand naht und das Konto ist gut gefüllt. Eine erfreuliche Situation, doch stellt sich die Frage: Wie nutzt der Neu-Rentner sein Vermögen optimal, um seine Rente zu ergänzen? Wir wollten wissen, was man am besten mit 100 000 Euro anstellt und haben zwei Alternativen untersucht: Sofortrente und ETF-Auszahl­plan. Sie befriedigen unterschiedliche Bedürf­nisse. Mithilfe unseres Tests können Sie heraus­finden, welche Variante für Sie eher geeignet ist. Zum Test

Weitere Tests:

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Renten­versicherung So sichern sich ältere Pflegende die Renten­punkte

11.12.2017 – Wer seine Angehörigen pflegt, bekommt dafür Entgelt­punkte aufs Renten­konto gutgeschrieben. Das erhöht die spätere Rente. Allerdings berück­sichtigt die Rentenkasse die Pflege­zeiten nur, solange der Pflegende eine bestimmte Alters­grenze nicht über­schritten hat. Danach ist Schluss mit den Punkten, auch wenn die Versorgung des Angehörigen weiter geht. Wir zeigen einen Kniff, wie ältere Pflegende auch noch jenseits der 65 ihre Rente erhöhen können. Zur Meldung

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Lebens­versicherung Kunden verkauft – was nun?

12.12.2017 – Sechs kleinere Versicherer haben ihre Lebens- und Renten­versicherungen an Abwick­lungs­firmen („Run-Off-Firmen“) verkauft. Auch Ergo und ­Generali wollen Verträge abwi­ckeln. Millionen ­Kunden sorgen sich um ihre Alters­vorsorge. Hier beant­worten wir die wichtigsten Fragen unserer Lese­rinnen und Leser. Zum Special

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Renten­rechner So viel Geld brauchen Sie extra

26.06.2017 – Die gesetzliche Rente ist sicher. Sie reicht aber. Zum Rechner

FAQ – Ihre Fragen, unsere Antworten

Eignung, Kosten, Zulagen, Steuer

Freiwillige Beiträge für die gesetzliche Rente:

Wann sich freiwillige Beiträge für die Rente lohnen

Private Rentenversicherung

Monatliche Zahlungen bis ans Lebensende

  • Zuletzt aktualisiert: 20. April 2017
  • Von: Annika Krempel

Das Wichtigste in Kürze

  • Private Rentenversicherungen zahlen bis zum Lebensende einen monatlichen Betrag an den Versicherten aus. Damit galten sie lange als Grundpfeiler der privaten Altersvorsorge.
  • Sie kommen in Varianten daher: als klassischer, fondsgebundener oder Vertrag der „neuen Klassik“.
  • Die meisten Verträge lohnen sich derzeit nicht wegen hoher Kosten und gleichzeitig geringer Rendite. Lediglich als Riester-, Rürup oder betriebliche Altersvorsorge kann ein Abschluss sinnvoll sein.
  • Für die Altersvorsorge gibt es Alternativen.

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Früher war sie einmal der Standard für die Altersvorsorge: die private Rentenversicherung. Auch heute werden jedes Jahr noch viele Verträge verkauft. Doch die Palette der Angebote ist vielfältiger geworden. Neben klassischen Produkten, die sicher anlegen und eine garantierte Rendite versprechen, werden heute meist Rentenversicherungen der „neuen Klassik“ verkauft, die einen größeren Aktienanteil enthalten. Versicherungen stellen damit in Zeiten niedriger Zinsen weiterhin die Chance auf Rendite in Aussicht.

Die Rentenversicherung soll eine Absicherung gegen „langes Leben“ sein, wie es die Versicherungswirtschaft formuliert. Mit lebenslangen Rentenzahlungen will sie dafür sorgen, dass auch im Alter das Geld nicht knapp wird – egal wie lange jemand lebt.

Wir raten in den meisten Fällen davon ab, derzeit eine Rentenversicherung für die Altersvorsorge zu wählen. Wegen hoher Kosten und geringer Rendite lohnt sich das kaum. Lediglich in der geförderten Variante, als Riester- beziehungsweise Rürup-Vertrag oder als betriebliche Altersvorsorge, kann eine Form der privaten Rentenversicherung sinnvoll sein. Zum Sparen für das Alter sind aber meistens andere Alternativen besser.

Weitere Tipps im Ratgeber Altersvorsorge

Sara Zinnecker

Expertin für Geldanlage

So können Sie fürs Alter vorsorgen

  • Zur Basisversorgung zählen die gesetzliche Rentenversicherung und Rürup-Verträge.
  • Gefördert sind Riester-Verträge oder betriebliche Altersvorsorge.
  • Die Lebensversicherung zählt zur ungeförderten Vorsorge.

Weitere Ratgeber:

Zwei Varianten: Aufgeschobene Rente oder Sofortrente

Die Rentenversicherung ist eigentlich eine Variante der Lebensversicherung. Doch während es bei jeder Form der Lebensversicherung eine Gesundheitsprüfung gibt, braucht es das für den Abschluss einer privaten Rentenversicherung nicht. Das liegt daran, dass sich die Geschäftsmodelle unterscheiden. Bei der Lebensversicherung muss die Versicherung zahlen, sobald der Versicherte stirbt. Gegen einen frühen Tod und damit gegen frühzeitige Zahlungen will sich die Versicherung deshalb mit einer Gesundheitsprüfung absichern.

Bei einer Rentenversicherung haben die Versicherer dagegen einen Vorteil, wenn der Versicherte früh stirbt. Schließlich müssen sie dann viel kürzer die vereinbarte Rente auszahlen. Was dadurch an Geld übrig bleibt, können sie stattdessen dafür verwenden, das lange Leben der anderen Versicherten zu finanzieren. Das ist der Versicherungsaspekt der privaten Rentenversicherung.

Aus diesem Grund ist die Rentenversicherung kein geeignetes Produkt, um Hinterbliebene zu versorgen. Allerdings lässt sich in viele Verträge gegen Aufpreis ein solcher Schutz einbauen: die sogenannte Rentengarantiezeit. Erhält der Versicherte bereits Rente und stirbt innerhalb der Garantiezeit, zum Beispiel schon nach drei Jahren, dann bekommen seine Angehörigen für den Rest der Rentengarantiezeit weiterhin Geld von der Versicherung. Stirbt der Versicherte während der Ansparphase, erhalten die Hinterbliebenen meist das bisher angesparte Kapital ausgezahlt.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Formen der privaten Rentenversicherung. Bei der „aufgeschobenen Rentenversicherung“ zahlt der Versicherte über Jahre regelmäßig Beiträge ein. Das angesparte Kapital gibt die Versicherung ab dem vereinbarten Rentenbeginn als monatliche Rente aus. In welcher Form das angesparte Kapital Rendite erwirtschaften soll, unterscheidet sich je nachdem, ob der Vertrag eine klassische Rentenversicherung ist, eine fondsgebundene oder eine der vielen Varianten der neuen Klassik.

Die zweite Grundform ist die Sofortrente. Statt über Jahre Kapital anzusparen, zahlt der Versicherte einmal einen hohen Betrag ein – die Einmaleinlage. Dieses Geld verrentet die Versicherung sofort, sie beginnt also meist unverzüglich damit, es wieder als monatlichen Betrag auszuzahlen. Es ist aber auch möglich, die Rente noch etwas aufzuschieben und erst nach einigen Jahren mit der Rentenzahlung zu starten.

So wird die Rentenversicherung ausgezahlt

Bei der aufgeschobenen Rente kann der Versicherte wählen, ob er sich das angesparte Kapital als lebenslange Rente auszahlen lässt oder ob er sein Kapitalwahlrecht nutzt. Letzteres bedeutet, dass er das Geld auf einen Schlag bekommt. Aber Achtung: Eine Rentenzahlung ist in aller Regel steuerlich günstiger als eine Auszahlung auf einen Schlag.

Wer sich für die Rentenzahlung entscheidet, die sogenannte Leibrente, kann oft zwischen einer dynamischen und einer konstanten Rente wählen. Bei der konstanten Rente soll die Zahlung während der gesamten Rentenphase gleich hoch bleiben. In die Rentenhöhe wird bereits eine prognostizierte Überschussbeteiligung für die gesamte Rentenzeit miteingerechnet. Treten die Erwartungen nicht ein, ist es möglich, dass die Rente gesenkt wird. Die konstante Rente verliert durch die Inflation mit der Zeit an Wert.

Die dynamische Rente fällt zum Rentenbeginn etwas niedriger aus als die konstante Rente. Allerdings steigt sie mit der Zeit an, sofern es die erwirtschafteten Überschüsse der Versicherung zulassen. Gesenkt werden kann die Rente nicht mehr. Aufgrund der Anpassung verliert die Rente durch die Inflation weniger an Wert. Sie lohnt sich vor allem, wenn jemand sehr alt wird.

Eine Mischform der beiden Auszahl-Varianten ist die teildynamische Rente. Ein Teil der Überschüsse ist dabei dynamisch und kann nicht abgesenkt werden. Ein anderer Teil wird vor Rentenbeginn hochgerechnet und kann wieder gesenkt werden, falls die Überschüsse nicht zur Finanzierung ausreichen.

Der Rentenfaktor bestimmt die Höhe

Wie hoch genau die Rente ausfallen wird, bestimmt der sogenannte Rentenfaktor. Er ist ein Umrechnungswert für das angesparte Kapital in monatliche Rente. Zum Beispiel kann der Rentenfaktor 30 betragen. Das bedeutet, dass 10.000 Euro Kapital eine monatliche Rente von 30 Euro ergeben. Wer 100.000 Euro angespart hat, bekäme in diesem Fall eine monatliche Rente von 300 Euro.

Klassische Rentenversicherung – Beim Abschluss einer klassischen Rentenversicherung garantiert der Anbieter eine Mindestrente im Alter. Diese Mindestrente errechnet sich aus dem garantierten Kapital, dementsprechend gibt es für diesen Teil der zukünftigen Rente einen Rentenfaktor, der bereits beim Vertragsabschluss feststeht. Doch die Rentenhöhe bestimmt sich auch aus nicht garantierten Überschüssen. Der Rentenfaktor dafür wird erst zu Beginn der Rentenzahlung festgelegt.

Fondspolicen oder neue Klassik – Bei Verträgen, die nicht ein bestimmtes Kapital zum Rentenbeginn garantieren, gibt es auch keine garantierte Mindestrente. Oft nennt der Versicherer dennoch einen Rentenfaktor in den Versicherungsunterlagen. Diesen kann er allerdings während der Ansparphase verändern. Je nach Versicherungsbedingungen ist das mehr oder weniger kompliziert. Anfang 2017 änderten zum Beispiel die Allianz und Zurich ihre Rentenfaktoren für einige Produkte. Wirklich festgelegt ist der Faktor erst bei Rentenbeginn.

Klassische Rentenversicherung

Klassische Rentenversicherungen kämpfen genauso wie Kapital-Lebensversicherungen, die bei der Rendite ähnlich funktionieren, mit den niedrigen Zinsen. Seit 2017 beträgt der Höchstrechnungszins nur noch 0,9 Prozent. Damit ist Folgendes gemeint: Beim Abschluss verspricht die Versicherung, den Anteil des Beitrags, der nicht für Kosten oder Risikoschutz verwendet wird, mit einem Garantiezins zu verzinsen. Der darf höchstens dem vom Gesetzgeber vorgegebenen Höchstrechnungszins entsprechen, also 2017 höchstens 0,9 Prozent.

Laut der Branchen-Ratingagentur Assekurata liegt der Sparanteil des Beitrags typischerweise zwischen 80 und 90 Prozent. Von 100 Euro Einzahlung spart der Versicherte also nur 80 oder 90 Euro an, der Rest geht zum Beispiel für Provisionen oder die Verwaltung drauf. Nur die 80 oder 90 Euro werden mit dem Garantiezins vermehrt.

Garantiezins

In der Studie von Assekurata boten elf Unternehmen Verträge an, deren Garantiezins sogar niedriger war als der Höchstrechnungszins.

Rechnet man den Garantiezins von 0,9 Prozent um auf den insgesamt eingezahlten Beitrag, also die vollen 100 Euro, bleibt effektiv im Schnitt nur 0,1 Prozent garantierte Rendite übrig, wie Assekurata ermittelte. Bei elf der untersuchten Anbieter von Rentenversicherungen mit Start im Jahr 2017 war die Beitragsrendite sogar negativ, garantierte die Versicherung also nicht einmal den eingezahlten Beitrag.

Tatsächlich zahlen die Versicherungen aber mehr Rendite an ihre Versicherten aus. Diese kommt von Überschüssen, die die Anbieter mit ihrer Geldanlage erwirtschaften. Für eine neue Rentenversicherung liegt die sogenannte laufende Verzinsung bei 2,61 Prozent. Die Höhe nimmt allerdings seit Jahren ab.

Laufende Verzinsung klassischer Rentenversicherungen

laufende Verzinsung ohne Schlussüberschuss und Beteiligung an Bewertungsreserven

Quelle: Assekurata (Stand: Februar 2017)

Die Verzinsung könnte etwas höher sein, wenn die Kosten der Verträge nicht so hoch wären. Laut Assekurata senken die Kosten im Schnitt die Rendite um etwa 0,8 Prozentpunkte. Größere Unternehmen tendieren zu höheren Kosten als kleine.

Wegen der hohen Kosten und der niedrigen Rendite ist derzeit der Abschluss einer klassischen privaten Rentenversicherung nicht zu empfehlen.

Neue Klassik mit höherem Aktienanteil

Verträge der „neuen Klassik“ sollen eine Lösung für das Zinsdilemma liefern. Einige Anbieter haben keine klassischen Rentenversicherungen mehr im Programm, sie bieten nur noch die neuen Modelle an. Sie können höhere Renditechancen versprechen, indem sie die Garantien verringern. Garantien kosten nämlich Rendite.

Je mehr eine Versicherung garantieren muss, desto mehr Geld investiert sie in sichere Anlagen. Sichere Anlagen bringen meist aber nur wenig Zinsen. Sind die Garantien niedriger, kann sie dagegen auch mehr in Aktien oder andere Anlageformen investieren, deren Risiko von Verlusten, aber auch deren Chance auf Gewinn höher ist.

Die Produkte sind in der neuen Klassik sehr unterschiedlich. Allen gemein ist, dass sie weiterhin einen Rückkaufswert und eine lebenslange Rente garantieren. Je nach Vertrag liegt der Garantiezins manchmal bei weniger als 0,9 Prozent, oftmals sogar bei 0. Der Zins in der Rentenphase, mit dem das angesparte Kapital weiterhin verzinst wird, kann sich von dem in der Ansparphase unterscheiden.

Einige Verträge garantieren den Erhalt der eingezahlten Beiträge, andere fordern dafür eine Mindestlaufzeit, wieder andere garantieren dies gar nicht. Genauso verhält es sich mit einer Garantie, dass zum Rentenbeginn ein Mindestkapital angespart ist – manche Anbieter garantieren es, andere nicht. Außerdem haben nur wenige Verträge einen garantierten Rentenfaktor.

Durch diese Produktvielfalt fällt es schwer, Verträge zu vergleichen. Assekurata hat dennoch eine durchschnittliche laufende Verzinsung errechnet, die sich aus dem Garantiezins und den Überschüssen ergibt: Sie liegt 2017 mit 2,44 Prozent sogar unter der laufenden Verzinsung der klassischen Rentenversicherung, die 2,61 Prozent beträgt. Auch bei den Kosten schneidet die neue Klassik schlechter ab. Durchschnittlich verringern die Anbieter die Rendite um 1,02 Prozentpunkte. Damit sind sie sogar ein Viertel teurer als klassische Produkte.

Eine weitere Spielart der neuen Klassik ist die sogenannte Indexpolice. Auch dabei investieren die Versicherungen in Aktienfonds. Dem Versicherten garantieren sie den Erhalt seiner Beiträge, aber nicht die Verzinsung.

Allerdings steckt nur ein kleiner Teil des Beitrags in Aktien. Zusätzlich ist der mögliche Gewinn pro Jahr begrenzt, während die Verluste des Fonds voll vom Versicherten zu tragen sind. Die Renditeaussicht der Indexpolicen ist schwer einzuschätzen, denn die Deckelung des möglichen Gewinns kann jedes Jahr neu justiert werden. Eine kleine Veränderung daran hat aber bereits große Auswirkungen auf den Gewinn des Jahres. Hohe Kosten für Vertrieb und Verwaltung schmälern die Rendite zusätzlich. Mehr dazu lesen Sie in unserem ausführlichen Ratgeber zur Indexpolice.

Bei Indexpolicen sowie anderen Verträgen in der neuen Klassik gilt: Wie sich die Rendite tatsächlich in Zukunft entwickelt, hängt maßgeblich von den Investments der Versicherung ab. Oft sind Investment- oder Indexfonds vorgeschrieben, in denen das Geld angelegt wird. Fest steht: Je weniger Garantien die Versicherung gibt, desto eher liegt das Risiko beim Versicherten.

Fondsgebundene Rentenversicherung

Fondsgebundene Rentenversicherungen bieten Versicherer typischerweise Kunden an, die Geld übrig haben und investieren wollen. Denn Fondspolicen haben üblicherweise keine Garantien, dadurch sind hohe Verluste möglich.

Die fondsgebundene Rentenversicherung ist ein Fondssparplan im Mantel einer Versicherung. Die Beiträge werden in Aktien-, Renten- oder Immobilienfonds investiert. Die Wertentwicklung der Versicherung richtet sich entsprechend nach der Wertentwicklung der Fonds. Stehen die Aktien zum Rentenstart schlecht, gibt es auch nur wenig Rente. Da dies nicht vorhersehbar ist, gibt es in der Regel keine garantierte Rentenhöhe, meist nur eine prognostizierte.

Wer sich entscheidet, einen Vertrag abzuschließen, muss gute Nerven haben, denn der Wert der Police kann auch mal ins Minus drehen. Am ehesten lohnt sich die fondsgebundene Rentenversicherung daher für junge Menschen, die mit einem langen Anlagehorizont Marktschwankungen aussitzen können. Provisionen und Verwaltung sind meist teuer, daher ist es sinnvoll, solche Verträge ausschließlich als Nettopolice abzuschließen.

Sofortrente

Wer einen größeren Batzen Geld übrig hat und für das Alter vorsorgen möchte, kann dies mit einer Sofortrente tun. Sinnvoll ist das vor allem für ältere Menschen, deren Lebensstandard durch monatliche Zahlungen etwa aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder einer anderen lebenslangen Versorgung noch nicht gesichert ist.

Die Sofortrente eignet sich vor allem für fitte Senioren, die erwarten, noch lange zu leben – so dass sich die lebenslange Rente auszahlt. Die Höhe der Auszahlung hängt natürlich von der Summe der Einmalanlage ab. Die Versicherung rechnet diese um in eine lebenslang garantierte Mindestrente. Zusätzlich dazu werden Überschüsse ausgezahlt. Diese stehen aber nicht fest und sind auch nicht garantiert.

Wo überall eine Lebensversicherung enthalten sein kann

Die Rentenversicherung steckt in vielen Verträgen, die oft für die Altersvorsorge abgeschlossen werden.

Direktversicherung oder Pensionskasse – Das sind Formen der betrieblichen Altersvorsorge, hinter denen sich vor allem eine klassische Rentenversicherung verbergen kann. Eine Direktversicherung ist vor allem bei kleinen Unternehmen der gängigste Durchführungsweg. Die betriebliche Altersvorsorge ist durch die Förderung grundsätzlich attraktiv, insbesondere wenn der Arbeitgeber etwas dazuzahlt. Trotzdem gibt es möglicherweise bessere Alternativen zum Abschluss einer klassischen Rentenversicherung, Fragen Sie Ihren Chef nach einer Alternative.

Riester-Rentenversicherung – Sehr viele Riester-Verträge sind ebenfalls Rentenversicherungen, mit der dazugehörigen staatlichen Förderung. Gerade dort fressen die Versicherungskosten einen großen Teil der Förderung wieder auf, was sich in einer niedrigeren durchschnittlichen Verzinsung niederschlägt, als oben beschrieben. Aber es gibt durchaus auch gute Riester-Verträge mit Rentenversicherungen mit niedrigeren Kosten.

Diese Riester-Rente passt zu Ihnen

Sara Zinnecker

Expertin für Geldanlage

Altersvorsorge mit staatlicher Förderung

  • Speziell für Arbeitnehmer und Beamte.
  • Förderung durch Zulagen und Steuervorteile.
  • Versteuerung erfolgt im Rentenalter.

Unsere Anbieter-Empfehlung:

  • Rentenversicherung: Hannoversche, Huk24
  • Fondssparplan: DWS Toprente Dynamik über Online-Vermittler, Fairriester 2.0, Deka Zukunftsplan Classic, Uniprofirente Select (Fonds: Uniglobal II)
  • Wohn-Riester: Dr. Klein, Interhyp und Planethyp

Rürup-Rente – Die Rürup-Rente ist grundsätzlich für Selbstständige und Besserverdienende gedacht, als Ergänzung zur gesetzlichen Rente oder zu Ansprüchen aus einem Versorgungswerk. Sie ist prinzipiell eine sehr rigide und unflexible Form der Altersvorsorge, deren Abschluss mit Vorsicht zu genießen ist und die nur bei bestimmten steuerlichen Konstellationen sinnvoll ist. Ob Sie dann ausgerechnet die Form einer klassischen Rentenversicherung wählen sollten, scheint sehr fraglich.

Unser Tipp: Bleiben Sie rund um das Thema Versicherungen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Wenn Sie bereits eine Rentenversicherung haben

Wer bereits eine Rentenversicherung besitzt und damit nicht zufrieden ist, sollte in Ruhe abwägen, was damit passieren soll. Einen bestehenden Vertrag zu kündigen ist meist die schlechteste Idee, denn schließlich sind häufig gerade die Kosten abbezahlt und die Police kann beginnen, Geld anzusparen. Ältere klassische Rentenversicherungen haben außerdem oft einen hohen Garantiezins, der heute viel wert ist. Prüfen Sie daher in Ruhe, ob der Vertrag noch passt und sich rechnet.

Zu hohe Beiträge lassen sich reduzieren

Den Vertrag können Sie auch ganz beitragsfrei stellen. Prüfen Sie aber, ob nicht eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung am Vertrag dranhängt und dadurch in Gefahr gerät.

Bevor Sie kündigen, lohnt der Versuch, die Rentenversicherung zu verkaufen. Sie haben damit die Chance, einen höheren Wert zu erzielen als durch das Kündigen. Außerdem können Sie das Beleihen in Erwägung ziehen.

Wann kündigen sinnvoll ist

Eine Kündigung kommt vor allem infrage, wenn der Vertrag erst wenige Monate oder Jahre alt ist und Sie sich über den Abschluss ärgern – zum Beispiel, weil ein Vermittler Sie dazu gedrängt hat. Denn dann können Sie durch Kündigen immerhin einen Teil der Abschlussprovision vermeiden, da diese meistens über die ersten fünf Jahre verteilt wird. Anders gesagt: In den ersten fünf Jahren sind die Kosten bei einer Lebens- oder Rentenversicherung besonders hoch, der Sparanteil ist vergleichsweise niedrig.

Mehr dazu im Ratgeber Lebensversicherung kündigen

Annika Krempel

Expertin für Versicherungen

Alternativen zur Kündigung einer LV

  • Behalten Sie alte Policen mit hohem Garantiezins.
  • Bei langfristigem Geldbedarf sollten Sie die Versicherung verkaufen.
  • Bei kurzfristigem Geldbedarf können Sie Ihre Police beleihen oder beitragsfrei stellen.

Unsere Anbieter-Empfehlung aus dem Finanztip Ratgeber:

  • für Verkauf Cashlife, Policen Direkt, Partner in Life und Cumerius
  • für Beleihung LV-Kredit, SWK Bank

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Artikel verfasst von

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Источники: http://www.finanzen.de/altersvorsorge/rentenversicherung/test, http://www.test.de/thema/rentenversicherung/, http://www.finanztip.de/private-rentenversicherung/

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