Private haftpflichtversicherungen

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Privathaftpflichtversicherung

Oft reicht eine einzige Sekunde, in der Sie nicht aufpassen, und schon ist ein Missgeschick geschehen: Sie lassen den teuren neuen Laptop eines Freundes fallen, den Sie doch eigentlich nur eben kurz bewundern wollten. Sie sind in Gedanken schon beim bevorstehenden Arbeitstag und übersehen beim Überqueren der Straße einen Radfahrer, der beim Ausweichen stürzt und sich schwer verletzt.

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit kann langfristige finanzielle Folgen haben, denn der Schadensverursacher muss per Gesetz für den entstandenen Schaden haften. Dies trifft insbesondere zu, wenn Menschen zu Schaden kommen. Hier können die Schadenersatzforderungen schnell mehrere Millionen Euro ausmachen. Damit Sie im Fall der Fälle nicht vor dem finanziellen Ruin stehen, ist der Abschluss einer leistungsstarken Privathaftpflicht ratsam.

Häufig gestellte Fragen

Wann leistet die Privathaftpflicht?

Die Privathaftpflicht kommt für Schäden auf, die Sie anderen unbeabsichtigt zufügen – und das bei Bedarf auch in Millionenhöhe! Der Basisschutz deckt Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab. Zudem bietet Ihnen die Privathaftpflicht einen sogenannten passiven Rechtsschutz. Das heißt, sie wehrt unberechtigte Schadensersatzansprüche gegen Sie ab – falls notwendig auch vor Gericht. Verschiedene Zusatzleistungen können optional mitversichert werden.

Die Privathaftpflicht leistet grundsätzlich nicht bei:

  • Eigenschäden, das heißt Schäden, die Sie sich, mitversicherten Personen oder Ihrem Eigentum selbst zufügen
  • vorsätzlich herbeigeführten Schäden
  • Schäden, die Ihr Pferd oder Hund verursacht (→Tierhalterhaftpflicht erforderlich)
  • Schäden, die durch den Gebrauch eines Kraft-, Luft- oder Wasserfahrzeugs entstehen (→kleinere Modellfahrzeuge, zum Beispiel Drohnen, sind in Premiumtarifen teilweise mit abgesichert; für alles Weitere ist eine spezielle eigene Haftpflichtversicherung erforderlich).

Info: Wenn Sie hobbymäßig als Jäger unterwegs sind, greift Ihre Privathaftpflicht nicht. Denn die Jagd als Hobby ist generell nicht in der Privathaftpflichtversicherung abgedeckt. Hierfür müssen Sie eine gesonderte Jagdhaftpflichtversicherung abschließen.

Für wen ist die Privathaftpflicht sinnvoll?

Der Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung ist für absolut jeden sinnvoll und dringend zu empfehlen. Denn ein Missgeschick ist schnell geschehen und kann langfristige finanzielle Folgen haben. Gerade Personenschäden können schnell in die Millionen gehen. Als Schadensverursacher haften Sie per Gesetz mit Ihrem gesamten Vermögen.

Mit einer Privathaftpflicht sind Sie in solchen Fällen auf der sicheren Seite und vor existenzbedrohenden Kosten geschützt.

Sind mein Partner und/oder meine Kinder automatisch mitversichert?

Bei einem Single-Tarif sind Partner und Kinder nicht automatisch mitversichert. Sie können sie aber in den Tarif mit aufnehmen lassen – auch noch nachträglich.

Alternativ können Sie auch direkt einen neuen gemeinsamen Tarif abschließen. Wählen Sie hierfür beim Abschluss eine dieser Tarifoptionen:

  • Paar: wenn Sie sich und Ihren Partner versichern möchten
  • Familie mit Kind: wenn Sie sich, Ihren Partner und Ihr(e) Kind(er) versichern möchten
  • Single mit Kind: wenn Sie sich und Ihr(e) Kind(er) versichern möchten.

Kinder können in der Privathaftpflicht mitversichert werden, sofern sie sich noch in der Erstausbildung (Studium oder Berufsausbildung) befinden und noch nicht verheiratet sind.

Welche Deckungssummen sind sinnvoll?

Es ist ratsam, eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro zu wählen. Denn gerade Personenschäden können sehr hohe Kosten nach sich ziehen – etwa für Reha-Maßnahmen, Schmerzensgeld, einen behindertengerechten Wohnungsumbau und die Kompensation des Verdienstausfalls.

Wählen Sie eine Privathaftpflicht, bei der auch zusätzliche Schäden – wie etwa Schlüsselverlust oder Gefälligkeitsschäden – mitversichert sind, sollten Sie bei der Wahl des Tarifs darauf achten, dass für solche Leistungen mitunter Höchstgrenzen gelten, die von der allgemeinen Versicherungssumme abweichen.

Welche Zusatzleistungen sind sinnvoll?

Der Basisschutz der Privathaftpflicht lässt sich um diverse Zusatzleistungen erweitern. In der Regel stehen Ihnen folgende Punkte zur Auswahl:

  • Schlüsselverlust: Leistung für den Ersatz der Schließanlage beim Verlust fremder privater Schlüssel (zum Beispiel zur Mietwohnung) und – je nach Tarif – fremder beruflicher Schlüssel (zum Beispiel zum Bürogebäude); sinnvoll für Mieter und Arbeitnehmer
  • Unbezahlte Hilfeleistung: Leistung besteht bei Schäden, die Sie verursachen, während Sie unentgeltlich jemandem helfen. Bei Gefälligkeitsschäden sind Sie gesetzlich nicht zur Haftung verpflichtet, häufig jedoch moralisch. Diese Leistung ist sinnvoll, wenn Sie öfter mal Freundschaftsdienste – wie Umzugshilfe oder Blumen gießen – leisten.
  • Ausfalldeckung: Leistung bei Schäden, die Ihnen selbst zugefügt werden und durch den Schadensverursacher nicht beglichen werden können (unter bestimmten Voraussetzungen); sinnvoll für jeden, der abgesichert sein will, wenn er mal selbst der Geschädigte ist
  • Mietsachschäden: Leistung bei Schäden am Gebäude, Inventar von Hotels und Ferienwohnungen sowie an geliehenen, gemieteten und gepachteten Sachen; sinnvoll für Mieter und wenn Sie öfter verreisen
  • Ehrenamt: Sind Sie ehrenamtlich – beispielsweise in einem Verein – aktiv? Dann sollten Sie darauf achten, dass Ihre Privathaftpflicht Personen- und Sachschäden abdeckt, die Sie während dieser freiwilligen Tätigkeit verursachen.

Wie kann ich meine bestehende Versicherung wechseln?

Der Wechsel Ihrer Privathaftpflicht ist ganz einfach. Ihre bestehende Versicherung können Sie zum Laufzeitende kündigen. In der Regel laufen die Verträge ein Jahr – für die meisten Kunden ist dementsprechend das Laufzeitende nur wenige Monate entfernt. Aber: Bei den meisten Versicherern besteht eine Kündigungsfrist von drei Monaten – kündigen Sie also rechtzeitig. In manchen Fällen – zum Beispiel bei einer Beitragserhöhung – haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Für die Kündigung Ihrer bisherigen Versicherung können Sie gerne unser kostenloses Kündigungsformular verwenden. Senden Sie dieses per Post oder Fax an Ihren bisherigen Versicherer. Einige akzeptieren inzwischen auch eine Kündigung per E-Mail.

Tarife bestimmter Anbieter können Sie online über CHECK24 kündigen, wenn Sie direkt einen neuen Tarif online beantragen. Mehr zum Thema Kündigung finden Sie auf unserer Themenseite.

Eine neue Privathaftpflicht finden Sie unkompliziert mit unserem Online-Privathaftpflichtvergleich. Ihren neuen Vertrag können Sie direkt heute beantragen und dann zu einem späteren Datum Ihrer Wahl beginnen lassen. Wir empfehlen einen direkten Anschluss an Ihre bisherige Versicherung (Enddatum alt = Startdatum neu), um einen nahtlosen Versicherungsschutz sicherzustellen. Eine Überlappung der alten und neuen Versicherung ist nicht möglich.

Basisschutz der Privathaftpflicht

Eine Privathaftpflichtversicherung deckt Personen-, Sach- und Vermögensschäden bis zur vertraglich vereinbarten Versicherungssumme ab.

Personenschaden

Von einem Personenschaden ist die Rede, wenn Menschen zu Schaden kommen. Ein Beispiel: Sie überqueren versehentlich bei Rot die Ampel. Ein Motorradfahrer muss Ihnen abrupt ausweichen und stürzt dabei unglücklich. Im Krankenhaus wird eine Querschnittslähmung festgestellt.

Personenschäden können sehr teuer werden – und Sie als Verursacher haften. Neben den Kosten für die medizinische Betreuung, Reha-Maßnahmen und einen behindertengerechten Wohnungsumbau können unter anderem auch Schmerzensgeld und die Kompensation des Verdienstausfalls anfallen. Daher sollte die Deckungssumme für Personenschäden bei der Privathaftpflicht ausreichend hoch gewählt sein. Zu empfehlen sind mindestens 10 Millionen Euro.

Sachschäden

Wenn das Eigentum anderer Personen beschädigt oder zerstört wird, liegt ein Sachschaden vor. Darunter fallen kleinere Schäden – zum Beispiel, wenn Sie ein Glas Rotwein auf dem Teppich eines Freundes verschütten oder mit dem Einkaufswagen versehentlich ein Auto beschädigen.

Aber auch größere – und damit auch teurere – Schäden können sich ereignen. Ein Beispiel wäre, dass sich Ihr Weihnachtsbaum entzündet und der Brand auf die Nachbarswohnungen übergreift. Auch bei Sachschäden übernimmt die private Haftpflichtversicherung die Kosten.

Vermögensschaden

Ebenfalls zu den Basisleistungen der Privathaftplicht gehört die Abdeckung von Vermögensschäden. Ein Vermögensschaden liegt vor, wenn jemandem durch Ihre Schuld ein finanzieller Nachteil entsteht – weil zum Beispiel ein geschäftlicher Termin nicht eingehalten werden kann oder jemand durch eine durch Sie verschuldete Verletzung nicht arbeiten gehen kann.

Optionale Zusatzleistungen für die Privathaftpflichtversicherung

Auf Wunsch können Sie den Umfang Ihres Versicherungsschutzes um zusätzliche Leistungen erweitern. Im Folgenden stellen wir Ihnen die häufigsten Zusatzleistungen vor:

Schlüsselverlust

Bei einigen Tarifen der privaten Haftpflichtversicherung ist das Schlüsselverlustrisiko abgesichert. Im Schadensfall trägt die Versicherung die Kosten für das Auswechseln der Schließanlage sowie bei Bedarf für die vorübergehende Bewachung des Gebäudes. Je nach Tarif können folgende Schäden versichert sein:

  • Verlust fremder privater Schlüssel, zum Beispiel zu Ihrer Mietwohnung
  • Verlust fremder beruflicher Schlüssel, beispielsweise zum Bürogebäude Ihres Arbeitgebers

Forderungsausfalldeckung

Wählen Sie einen Tarif mit einer sogenannten Forderungsausfalldeckung als Zusatzleistung, zahlt Ihre Privathaftpflicht unter bestimmten Bedingungen auch dann, wenn Ihnen ein Schaden zugefügt wurde und der Schädiger nicht selbst dafür aufkommen kann.

Eine der Voraussetzungen für die Versicherungsleistung ist, dass Sie einen gerichtlichen Titel gegen den Verursacher erwirkt haben und dieser zur Zahlung verurteilt wurde. Bei einigen Premium-Tarifen übernimmt die Versicherung auch die Erwirkung des Titels und die damit verbundenen Kosten für Sie.

Deliktunfähige Kinder

Kinder unter sieben – beziehungsweise im Straßenverkehr unter zehn – Jahren gelten als deliktunfähig und sind nicht verantwortlich für Schäden, die sie verursachen. Eltern haften für diese Schäden nur, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben.

Sind Schäden durch deliktunfähige Kinder in Ihrer Privathaftpflicht eingeschlossen, zahlt die Versicherung auf Ihren Wunsch auch, wenn kein gesetzlicher Haftungsanspruch gegen Sie besteht. Das heißt, die durch einen Fußballschuss Ihres Fünfjährigen zerstörte Scheibe des Nachbarn wird ersetzt, auch wenn Sie gesetzlich nicht dazu verpflichtet sind; der nachbarliche Frieden bleibt gewahrt.

Gefälligkeitsschäden

Ein Gefälligkeitsschaden kann entstehen, wenn Sie jemandem ohne Vergütung einen Gefallen tun – etwa wenn Sie einem Freund beim Umzug helfen und dabei versehentlich seinen neuen Laptop fallen lassen.

Bei einem Gefälligkeitsschaden sind Sie gesetzlich nicht zur Leistung von Schadensersatz verpflichtet – und Ihre Privathaftpflicht somit auch nicht. Möchten Sie bei Freundschaftsdiensten trotzdem für Schäden geradestehen, wählen Sie einen Tarif mit dieser Zusatzleistung und der Schaden wird ersetzt.

Mietsachschäden

In einigen Privathaftpflichttarifen sind auch sogenannte Mietsachschäden abgesichert. Dazu gehören:

  • Schäden am Gebäude, zum Beispiel ein Wasserschaden wegen einer übergelaufenen Badewanne
  • Schäden am Inventar, beispielsweise ein beim Rauchen im Hotelzimmer entstandenes Brandloch in der Polstergarnitur
  • Schäden an geliehenen, gemieteten und gepachteten Sachen – zum Beispiel, wenn Sie sich für den Urlaub die Kamera eines Freundes ausleihen und diese versehentlich fallen lassen

Sind Sie ehrenamtlich tätig, beispielsweise in einem Sportverein, können Sie diese Zusatzleistung beim Abschluss Ihrer Privathaftpflicht einschließen lassen. So sind Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die in Ausübung des Ehrenamtes verursacht werden, abgedeckt. Setzen Sie dazu einfach die Filtermöglichkeit links neben der Ergebnisliste im Versicherungsvergleich und Ihnen werden nur solche Tarife angezeigt, die eine ehrenamtliche Tätigkeit versichern.

Privathaftpflicht im Vergleich

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Private Haftpflichtversicherung

Bei der privaten Haftpflicht zählt die Leistung

  • Zuletzt aktualisiert: 28. September 2017
  • Von: Eric Brandmayer

Das Wichtigste in Kürze

  • Jeder sollte eine private Haftpflichtversicherung haben.
  • Die Versicherung zahlt, falls Sie jemandem fahrlässig einen Schaden zugefügt haben.
  • Ist im Vertrag eine Ausfalldeckung integriert, zahlt Ihre Versicherung auch, wenn Ihnen jemand anderes Schaden zufügt, den aber nicht bezahlen kann.
  • Achten Sie auf eine hohe Deckungssumme. Mit 50 Millionen Euro sind Sie sehr gut abgesichert, mindestens 20 Millionen Euro sollten es auf jeden Fall sein.
  • Privathaftpflichtversicherungen sind preiswert. Sparen Sie daher nicht am Leistungsumfang.

So gehen Sie vor

  • Die besten Haftpflichtversicherungen sind der Tarif Einfach Komplett der Versicherung die Haftpflichtkasse und die Interrisk Tarif XXL. Beide bieten rundum den besten Schutz sowohl für Familien als auch für Singles.
  • Dabei ist die Haftpflichtkasse deutlich günstiger, vor allem, wenn Sie noch keine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Sie ist deshalb unsere Hauptempfehlung.
  • Für Singles, die in den letzten fünf Jahren keinen Schaden gemeldet haben, kommt auch der Tarif Prestige von der Versicherung die Bayerische in Betracht. Das Angebot ist günstig und ähnlich gut wie das der beiden anderen Anbieter.

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Haftpflichtversicherung immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Wenn Sie Informationen zur Privathaftpflicht brauchen, sind Sie hier genau richtig. Aber auch zu anderen Arten von Haftpflichtversicherungen haben wir umfassende Ratgeber erstellt: Klicken Sie jeweils auf das Wort, wenn Sie Informationen zur Kfz-Haftpflicht, zur Hundehaftpflicht, zur Pferdehaftpflicht, oder Bauherrenhaftpflicht lesen möchten.

Es ist so schnell passiert: Ihr Kind spielt im Garten Fußball und kickt das Leder aus Versehen in die Scheibe des Nachbarn. Oder Sie selbst rennen bei Rot über die Straße, um den Bus noch zu erreichen. Ein Auto muss bremsen und verursacht einen Auffahrunfall.

In solchen Fällen haften Sie für den entstandenen Schaden – und zwar bis zu Ihrer persönlichen Pfändungsgrenze. Da kein Mensch Unfälle voraussehen kann, sollte jeder eine Privathaftpflichtversicherung haben, die die entstandenen Kosten übernimmt. Allerdings verfügen laut Angaben des Versicherungsverbandss GDV nur 85 Prozent aller Haushalte in Deutschland über eine entsprechende Police.

Vertrag aktuell halten

In den vergangenen Jahren haben sich die Tarife stark verbessert: Anbieter haben ihre Versicherungssummen erhöht und neue Leistungen aufgenommen. So zahlen viele Versicherungen anders als noch vor wenigen Jahren für Schäden, die durch Computerviren oder von kleinen Kindern verursacht wurden. Falls Ihr Vertrag schon mehrere Jahre alt ist, lohnt es sich deshalb oft, in einen Tarif zu wechseln, der auf dem neuesten Stand ist. Neue Policen sind manchmal sogar billiger als alte.

Was versichert die private Haftpflicht?

Eine Privathaftpflicht versichert Personen-, Sach- und Vermögensschäden. 99 Prozent aller Sachschäden – wie eine zerbrochene Scheibe – kosten weniger als 5.000 Euro. Richtig teuer kann es dagegen werden, wenn Menschen verletzt werden.

Beispiel: Ein Radfahrer stürzt ihretwegen und muss ins Krankenhaus sowie mehrere Wochen in die Reha. Dann zahlen Sie nicht nur Schmerzensgeld und die Behandlung, sondern auch den Verdienstausfall des Radlers. Stirbt jemand, können die Forderungen der Hinterbliebenen in die Millionen gehen.

Ein Vermögensschaden kann entstehen, wenn Sie fahrlässig handeln und dadurch einer Person oder einem Unternehmen Gewinne entgehen.

Die private Haftpflicht zahlt nicht für

  • Verletzungen am eigenen Körper, die Sie sich (versehentlich) selbst zugefügt haben,
  • vorsätzlich verursachte Schäden,
  • Schäden aus strafbaren Vergehen,
  • Geldstrafen und Schäden durch Vertragspflichtverletzungen,
  • Schäden, die die Kfz-Haftpflichtversicherung abdeckt,
  • Schäden, die Sie auf der Arbeit verursachen.

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Haftpflichtversicherung immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Nicht an der Versicherungssumme sparen

Die oberste Regel bei der Privathaftpflichtversicherung ist: Setzen Sie die Versicherungssumme hoch an. Eine höhere Deckungssumme kostet nur wenig mehr und zahlt sich besonders bei teuren Personenschäden aus. Mit idealerweise 50 Millionen Euro sind Sie sehr gut abgesichert. Mindestens 20 Millionen Euro sollten es aber auf jeden Fall sein.

Jahresbeiträge hervorragender Tarife

150 € Selbstbeteiligung (SB), 125 € SB bei der Haftpflichtkasse, 50 Mio. € Deckungssumme; Preise gerundet. Quelle: die Haftpflichtkasse, Interrisk, die Bayerische. (Stand: 11. November 2016)

Selbstbeteiligung vereinbaren

Mit einer Selbstbeteiligung können Sie den Beitrag senken. Sinnvoll sind etwa 150 Euro im Jahr. Eine höhere Selbstbeteiligung brachte in unserem Vergleich keinen Preisvorteil. Auch ohne Selbstbehalt im Vertrag sollten Sie kleinere Schäden nicht der Versicherung melden. Denn nachdem ein Schaden beglichen wurde, haben Versicherungen ein Sonderkündigungsrecht. Oftmals haben Verbraucher nach einem Rauswurf Probleme, eine neue Police zu finden.

Ausfalldeckung ist Pflicht

Genauso wichtig wie eine hohe Versicherungssumme ist die Ausfalldeckung. Sie funktioniert wie eine umgekehrte Haftpflichtpolice: Sie haben einen Schaden erlitten, für den der Verursacher nicht aufkommen kann – dann übernimmt Ihre eigene Versicherung die Kosten, einige Versicherer aber erst für Schäden ab 2.500 Euro. Achten Sie bei Ihrem Vertrag auf diese Klausel. Da 15 Prozent aller Haushalte in Deutschland nicht haftpflichtversichert sind, besteht das Risiko durchaus.

Familien brauchen nur einen Vertrag

Falls Sie verheiratet sind oder mit Ihrem Partner in einer eheähnlichen Gemeinschaft leben, reicht eine Haftpflichtpolice pro Haushalt. Kinder sind bis zum Ende ihrer ersten Berufsausbildung immer über die Eltern in der Familienpolice mitversichert. Für kleine Kinder unter sieben Jahren gelten Sonderregelungen, weil die Knirpse laut Gesetz schuldunfähig sind. Macht Ihr Kind aber bei Freunden etwas kaputt, wollen Sie diese aber wahrscheinlich dennoch entschädigen. Schauen Sie deshalb im Vertrag nach, inwiefern Ihre Jüngsten geschützt sind.

Unverheiratete Paare, die eine Familienpolice abschließen, sollten allerdings beachten, dass Schadenersatzansprüche gegen mitversicherte oder im Haushalt lebende Angehörige oft ausgeschlossen sind. Das kann vor allem bei Personenschäden zum Problem werden, etwa falls ein Partner den anderen versehentlich anfährt und verletzt. Denn dann fordert die Krankenkasse des Geschädigten vom Unfallverursacher die entstandenen Behandlungskosten zurück – und das kann bei schweren Verletzungen schnell teuer werden. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihre Versicherung Regressansprüche von Sozialversicherungsträgern explizit mitabdeckt, ebenso wie gegenseitige Ansprüche der Versicherten untereinander, falls Personen zu Schaden kommen. Unsere drei Empfehlungen tun das.

Weitere Tipps rund um die Privathaftpflichtversicherung

Gute Tarife heben sich vom Durchschnitt mit kleinen Details ab. Halten Sie daher nach Klauseln Ausschau, die Ihnen wichtig sind. Aber selbst die besten Verträge decken nicht jeden Schaden ab.

Gefälligkeitsschäden Ihr Haftpflichttarif sollte auf jeden Fall Gefälligkeitsschäden abdecken. Dann zahlt die Versicherung auch, falls Sie zum Beispiel einem Freund beim Umzug helfen und dabei versehentlich seinen teuren Fernseher kaputt machen. Viele Tarife versichern Gefälligkeitsschäden, aber nicht alle.

Zusatzschutz für Geliehenes Wird Ihnen ein geliehenes Fahrrad geklaut, verweigern die meisten Haftpflichtversicherungen im Standardtarif die Zahlung. Falls Sie sich öfter etwas von anderen Leuten borgen, könnte ein Zusatzschutz also sinnvoll sein.

Schlüsselverlust Diese Klausel ist kein Muss, aber sie spart eine Menge Geld, falls Sie einmal den Schlüssel zu Ihrer Mietwohnung oder zum Büro verlieren. Denn oft muss anschließend die gesamte Schließanlage im Haus ausgetauscht werden. Die Schlüsselversicherung übernimmt in so einem Fall die Kosten.

Kinder Kinder sind in der Privathaftpflicht mitversichert, bis sie eine Ausbildung oder Studium abgeschlossen haben. Bis zum Alter von sieben Jahren sind sie nicht schuldfähig. Eltern müssen daher nicht für entstandene Schäden haften.

Paare Ziehen Sie mit Ihrem Partner zusammen, brauchen Sie nur eine Haftpflichtversicherung.

So finden Sie den besten Tarif

Privathaftpflichtversicherungen sind preiswert. Insofern zählt vor allem die Leistung der Versicherung, dennoch sollte der Preis nicht komplett außer Acht gelassen werden. Wir haben die Sieger verschiedener Tests von privaten Haftpflichtversicherungen untersucht und empfehlen uneingeschränkt die Haftpflichtkasse mit dem Tarif Einfach Komplett. Er bietet eine sehr gute Leistung für kleines Geld. Sowohl Familien als auch Singles zahlen 70 Euro im Jahr.

die Haftpflichtkasse Einfach Komplett

attraktiver Preis für Familien und Singles

  • sehr guter Tarif in unserer Untersuchung
  • Best-Leistungs-Garantie vorhanden
  • 50 Millionen Euro Versicherungssumme
  • 70 € im Jahr für Familien und Singles (125 € Selbstbehalt)

Das Besondere an der Haftpflichtkasse: Sie passt mit ihrer Best-Leistungs-Garantie Leistungen dem Markt an. Sollten Sie einen Schaden haben, den die Haftpflichtkasse nicht explizit einschließt, können Sie nachschauen, ob es eine andere Versicherung tut. Gibt es eine solche Versicherung, dann reguliert auch die Haftpflichtkasse den Schaden so, wie die Konkurrenz es tun würde. Diese Garantie schließt nur wenige Fälle aus.

Teure Alternative

Zur Haftpflichtkasse gibt es mit dem Tarif XXL der Interrisk eine Alternative. In unserem Test schnitt die Interrisk sogar einen Tick besser ab, allerdings hat sie keine Best-Leistungs-Garantie und ist im Vergleich zur Haftpflichtkasse deutlich teurer. Familien zahlen knapp 130 Euro und damit fast 50 Euro mehr als bei der Haftpflichtkasse. Der Preis reduziert sich allerdings, wenn man in den letzten fünf Jahren eine Versicherung ohne Schaden hatte. Singles zahlen 96 Euro ohne den Rabatt.

Interrisk XXL über Mr-Money

  • kein Tarif deckt mehr Leistungen ab
  • 50 Millionen Euro Versicherungssumme
  • Rabatt bei schadenfreier Vorversicherung in den letzten 5 Jahren
  • Familien zahlen 129 €, Singles 96 € (mit 150 € Selbstbehalt)
  • unkompliziert über Mr-Money abschließen

Für Singles besonders günstig

Alleinstehende kommen mit dem Tarif Prestige der Bayerischen besonders günstig weg. Er kostet für Singles mit 150 Euro Selbstbeteiligung rund 58 Euro im Jahr, sofern sie in den vergangenen fünf Jahren keinen Schaden gemeldet haben. Damit ist die Bayerische ein Preistipp für Singles. Zum Zeitpunkt unseres Tests im Herbst 2016 bot der Tarif nur 20 Millionen Euro Versicherungssumme. Inzwischen hat die Bayerische die Deckungssumme auf 50 Millionen Euro erhöht.

die Bayerische Tarif Prestige

  • sehr guter Tarif in unserer Untersuchung
  • Best-Leistungs-Garantie mitversichert
  • 50 Millionen Euro Versicherungssumme
  • Preistipp für schadenfreie Singles mit 58 € im Jahr (150 € Selbstbehalt)

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Haftpflichtversicherung immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Weitere wichtige Haftpflichtversicherungen

Mietsachschäden Mieter sollten Mietsachschäden extra versichern. In der normalen Haftpflicht sind nämlich Glasschäden und Schäden an Einbauten nicht eingeschlossen. Mit einer Zusatzpolice zahlt die Versicherung auch, wenn beispielsweise das Cerankochfeld in der Einbauküche zu Bruch geht.

Tierhalterhaftpflicht In sechs Bundesländern ist eine spezielle Tierhalterhaftpflicht für Hunde Pflicht. Erkundigen Sie sich, was für Ihre Region gilt. Für Pferdehalter empfehlen wir den Abschluss einer Pferdehaftpflichtversicherung.

Abgesichert auf dem Bau Als Bauherr sind Sie für das verantwortlich, was auf der Baustelle passiert. Die Bauherrenhaftpflichtversicherung springt ein, falls es zu Personen- oder Sachschäden auf dem Bau kommt. Die Bauleistungsversicherung schützt Sie bei Schäden durch Sturm oder Vandalismus am Rohbau. Brennt das Haus während der Bauphase ab, bezahlt eine Feuerrohbauversicherung den entstandenen Schaden.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung Sofern Sie ein Mietshaus besitzen, brauchen Sie unbedingt eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung. Diese springt ein, wenn Sie Ihre sogenannten Verkehrssicherungspflichten verletzt haben. Rutscht beispielsweise ein Fußgänger im Winter auf dem vereisten Gehweg aus und bricht sich ein Bein, weil Sie nicht gestreut haben, zahlt die Grundbesitzerhaftpflicht Schadensersatz. Gehört Ihnen dagegen ein Einfamilienhaus, in dem Sie selbst wohnen, reicht in solchen Fällen die normale Privathaftpflicht.

So haben wir getestet

Test Privathaftpflicht 2016

Finanztip hat im September und Oktober 2016 die besten Tarife herausgesucht aus sechs aktuellen Tests und Bewertungen privater Haftpflichtversicherungen. Pro Test haben wir die drei bestbewerteten Tarife einbezogen. So haben wir 14 Tarife mit einem hervorragenden Leistungsangebot identifiziert. Diese haben wir eigenen Testkriterien unterzogen: Einerseits haben wir für Kunden wichtige Leistungen überprüft, bei denen sich die Versicherer unterschieden. Andererseits haben wir beispielhafte Leistungsmerkmale herausgesucht, die ein existenzbedrohendes Risiko abdecken und an denen sich unter den besonders guten Tarifen die besten herausdestillieren lassen. Schließlich haben wir überprüft, ob der Tarif eine Best-Leistungs-Garantie enthält und welche Merkmale sie zum jetzigen Zeitpunkt abdecken würde. In der Wertung haben wir sie etwas schwächer gewichtet (67 Prozent) als wenn eine Versicherung sie bereits explizit in ihren Vertragsbedingungen einschließt.

Deckte ein Tarif ein getestetes Merkmal voll ab, so erhielt er zwei Punkte. Bei einer teilweisen Abdeckung gab es einen Punkt, bei einer Abdeckung ausschließlich über eine Best-Leistungs-Garantie 0,67 beziehungsweise 1,34 Punkte. Anschließend ermittelten wir die Preise der besten Tarife mit bis zu 150 Euro Selbstbeteiligung für die jeweils höchste abschließbare Deckungssumme sowohl für Singles ohne Kinder als auch für Familien mit Kindern.

Zum Zeitpunkt unseres Tests bot die Bayerische eine maximale Deckungssumme von 20 Millionen Euro an. Inzwischen hat sie die Versicherungssumme im Tarif Prestige auf 50 Millionen Euro erhöht. Diese Änderung werden wir in unserem nächsten Test berücksichtigen.

Ergebnisse unseres Haftpflichttestes für Familien

Quelle: eigene Recherche (Stand: 11. November 2016)

Ergebnisse unseres Haftpflichttestes für Singles

Quelle: eigene Recherche (Stand: 11.November 2016)

Weitere Details zu den Testkriterien lesen Sie in unserem Testartikel Privathaftpflichtversicherung.

Empfehlungen aus dem Ratgeber

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Artikel verfasst von

Redakteur bei Finanztip (bis Januar 2017)

Eric Brandmayer hat bei Finanztip volontiert. Er kümmerte sich als Redakteur im Versicherungsteam vor allem um die Themen Hausrat und Haftpflicht. Während seines Bachelors in Journalismus und Public Relations arbeitete er als Werksstudent beim Deutschen Olympischen Sportbund in der Pressestelle. Praktische Erfahrungen sammelte er zuvor in verschiedenen Redaktionen, in der Versicherungsbranche sowie als Autor.

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Julia Rieder ist Expertin für Versicherungen und derzeit kommisarisch für das Thema Reise verantwortlich. Während ihres Volontariats bei Finanztip sammelte sie Hörfunk-Erfahrung beim Inforadio. Vorher war sie in den Redaktionen von Frontal 21, der Berliner Zeitung und dem Online-Magazin politik-digital tätig. Ihr Studium der Politikwissenschaft hat Julia Rieder an der Freien Universität Berlin mit einem Master abgeschlossen.

Haftpflichtversicherung Test

Haftpflichtversicherung Test – Die Versicherung für alle Fälle

Nicht immer ist das Ausmaß des entstandenen Schadens so hoch, dass der wirtschaftliche Ruin befürchtet werden muss. Nichtsdestotrotz gibt das Wissen, einen soliden Schutz zu haben ein sicheres Gefühl. In diesem Fall erstattet die Privathaftpflichtversicherung die Kosten. Sie gehört in das Versicherungsportfolio eines jeden Haushalts. Sofern der Versicherungsschaden nicht auf vorsätzliches Verschulden zurückzuführen ist und der Leistungsanspruch auch begründet werden kann, erstattet die Versicherung sämtliche Kosten für die Reparatur oder den Ersatz beschädigter Gegenstände. Darüber hinaus übernimmt die Haftpflichtversicherung Kosten für Folgeschäden, wie zum Beispiel Nutzungsausfälle. Ferner trägt die private Haftpflichtversicherung auch Kosten, die durch Schäden dritter Personen entstanden sind, wie zum Beispiel Bergungskosten, Behandlung, Verdienstausfall, Schmerzensgeld oder eine lebenslange Rente bei Folgeschäden.

Passiver Rechtsschutz inbegriffen

Die Haftpflichtversicherung versichert nicht nur Haftungsrisiken, sondern sieht sich gleichermaßen auch als eine Art passiver Rechtsschutz (Rechtsschutzversicherung im Test). Wird der Versicherte mit unbegründeten Schadensersatzforderungen belastet und es kommt zum Rechtsstreit, übernimmt die Haftpflichtversicherung sämtliche Gerichts- und Prozesskosten.

Anforderungen an eine Haftpflicht laut Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat klare Mindestanforderungen an eine private Haftpflichtversicherung gesetzt:

  • Richtige Versicherungssumme: Eine gute Haftpflicht sollte bei Schäden mit mindestens drei Millionen Euro regulieren, Tarife mit einer höheren Versicherungssumme werden jedoch empfohlen.
  • Jährliche Zahlweise: Die Beiträge werden günstiger, wenn sie jährlich gezahlt werden.
  • Selbstbeteiligung: Bei Vereinbarung eines Selbstbehaltes gibt es bei einer Privathaftpflicht üblicherweise zusätzliche Rabatte.

Höchstleistungsgarantien im Test bei ÖKOTEST – Januar 2017

Die Versicherer haben sich etwas Neues ausgedacht: Höchstleistungsgarantien, oder Marktgarantie genannt. Auch eine Reihe von Haftpflichtversicherern bietet diese Leistung an. Leider haben die Experten von ÖKOTEST (Ausgabe 1/2017) herausgefunden, dass viele Tarife die hohen Erwartungen nicht erfüllen können. Versprochen wird mit der Marktgarantie, dass der Versicherer seine Leistungen entsprechend erweitert, wenn der Kunde nachweist, dass es eine andere (am deutschen Markt tätige) Versicherung gibt, die einen größeren Leistungsumfang im aktuellen Schadensfall bietet. 23 Haftpflichtversicherungen haben solche Höchstleistungsgarantien in ihre Tarife eingebaut. Doch die meisten Anbieter haben im Kleingedruckten gleichzeitig Ausschlüsse verankert, sodass sie in vielen Fällen doch keine erweiterten Leistungen erbringen müssen. Die einzige Versicherung, die in allen von ÖKOTEST abgefragten Bereichen tatsächlich Höchstleistungen erbringt, ist die Haftpflichtkasse Darmstadt (Quelle).

Die Top-Anbieter im Überblick:

  1. Haftpflichtkasse Darmstadt
  2. Swiss Life, VHV und die Hannoversche (VHV-Tochter)
  3. Janitos und Degenia

Haftpflichtversicherung Test – Franke & Bornberg 2015

Das Versicherungskonzept der Haftpflichtversicherung wurde zuletzt von Focus Money (Test: 11/2015) in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur Franke & Bornberg unter die Lupe genommen. Dahingehend haben sie die Versicherungsbedingungen, Verbraucherinformationen, Antragsformulare und Versicherungsscheine von 383 Haftpflichttarifen hinsichtlich ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses näher betrachtet. Bei der Überprüfung der verschiedenen Angebote wurde zwischen Haftpflichtversicherungen für Singles und Familien unterschieden. Des Weiteren nahm man eine weitere Differenzierung zwischen Haftpflichtversicherungen mit Grund- und Top-Schutz vor.

Sehr gut bewertete Angebote im Bereich „Top-Schutz“ erfüllen folgende Voraussetzungen:

  • Versicherungsschutz für deliktunfähige Kinder
  • Forderungsausfalldeckung und Leistungen bei Gefälligkeitsschäden
  • beruflicher Schlüsselverlust
  • Deckungssumme von mindestens zehn Millionen bei Personen- und Sachschäden
  • Versicherungssumme von mindestens 100.000 Euro bei Vermögensschäden

Ein genauer Blick auf die Versicherungsbedingungen ist wünschenswert

Der Test zeigt, dass die Leistungen der unterschiedlichen Haftpflichtversicherungen unter die Lupe genommen werden sollten. Denn einige Versicherer überzeugen mit sogenannten Scheinleistungen – inbegriffenen Versicherungsleistungen, die nur bei bestimmten Schadensfällen Versicherungsschutz gewähren. Gibt die Haftpflichtversicherung beispielsweise an, dass sie deliktunfähige Kinder mitversichert, gilt dieser Versicherungsschutz häufig bis zu einem bestimmten Höchstalter. Daher ist ein genauer Blick auf die Versicherungsbedingungen zu empfehlen. In dem Zusammenhang ist vor allem Singles ein Vergleich sehr ans Herz zu legen. Nahezu jeder neunte Versicherungstarif hat schwach bis sehr schwach abgeschnitten.

Im Test konnten im Bereich „Haftpflichtversicherungen für Singles“ folgende Anbieter überzeugen:

Im Gegensatz dazu hat sich im Bereich der Haftpflichtversicherungen für Familien folgendes Ranking ergeben:

Haftpflichtversicherung bei Finanztest 2014

Finanztest (Ausgabe: 12/2014) hat das Versicherungsangebot von 235 Tarifen einer näheren Betrachtung unterzogen. Die Analyse zeigt, dass die unterschiedlichen Haftpflichtversicherungen auch weiterhin mit einem ausgezeichneten Versicherungspaket in Erscheinung treten. Dabei wurden nur jene Versicherungsgesellschaften in die Grundgesamtheit der auszuwertenden Versicherungen aufgenommen, wenn ihre Police eine Versicherungssumme von mindestens 5 Millionen zuließ und auch keine weiteren Selbstbeteiligungen verlangte. Im Rahmen der Analyse wurden die Leistungen mit 67 Prozent in das Gesamtergebnis aufgenommen wohingegen 33 Prozent auf die Deckungserweiterungen entfielen.

Während sämtliche Haftpflichtversicherungen mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis von ihrem Können als Versicherungsgesellschaft überzeugen konnten, haben gleich vier Anbieter sich den Titel „Testsieger“ auf die Fahne schreiben können:

Leistung vs. Preis

Fällt die Entscheidung auf einen der Versicherer erwartet die zukünftigen Versicherungsnehmer ein jährlich zu zahlender Versicherungsbeitrag zwischen 96 und 118 Euro. Wem dies jedoch zu teuer erscheint, der kann sich für das Versicherungspaket „Exclusiv Fair Play“ des ebenso sehr gut bewerteten Versicherers Schwarzwälder Direkt entscheiden. In diesem Fall wäre lediglich ein jährlicher Versicherungsbeitrag von 48 Euro zu entrichten. Dementsprechend hat der Versicherte auch mit einigen Leistungskürzungen zu rechnen. In dem Zusammenhang muss er sich mit deutlich geringeren Versicherungssummen bei Personen- und Sachschäden anfreunden.

Machen Sie jetzt einen kostenlosen Vergleich und entscheiden Sie sich für das passende Angebot. Onlinetarife sind in der Regel günstiger als der Gang zum Berater. Sie können entweder ein Angebot anfordern oder gleich direkt abschließen.

Kinder und Familie

Bei der privaten Haftpflichtversicherung sollten die Versicherten darauf achten, dass auch dann für Schäden aufgekommen wird, wenn diese durch nicht deliktfähige Kinder (unter sieben Jahre alt) verursacht worden sind. Versichert werden sollte grundsätzlich die gesamte Familie, die in einem gemeinsamen Haushalt lebt.

Erklärungsvideo unserer Schweizer Kollegen – Haftpflicht ganz einfach

Besondere Details für den Haftpflicht Test

Die meisten Anbieter erfüllen die Standardanforderungen. Bei der Suche nach dem persönlich passenden Angebot spielen daher vor allem die Zusatzoptionen eine entscheidende Rolle. Nutzen Sie den Vergleichrechner und im zweiten Schritt, die Möglichkeit die verschiedenen Tarife im Detail zu vergleichen.

Folgende Zusatzoptionen empfehlen wir:

  • Versicherung volljähriger Kinder – volljährige Kinder sind im Rahmen der Haftpflicht mitversichert
  • Gefälligkeitsschäden – Sie helfen jemandem und etwas geht kaputt
  • Schlüsselverlust fremder Schlüssel – besonders bei Verlust des Büroschlüssels wichtig
  • Auslandsschutz – es kommt zum Schaden im Ausland
  • Ausfalldeckung – wenn Sie der Geschädigte sind, der Dritte aber nicht zahlen kann und keine Versicherung hat

Bei Fragen zur Haftpflichtversicherung, nehmen sie Kontakt mit unseren unabhängigen Versicherungsmaklern auf. Wir unterstützen sie gerne bei der Suche nach der passenden Versicherung. Telefonisch unter 030 – 922 77 527 oder per E-Mail unter [email protected].

Woran erkennt man eine verlässliche Haftpflichtversicherung?

Auch wenn ihr Name anderes verrät besteht keine Pflicht zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung. Kommt es zu einem Unfall wird der Übeltäter lediglich für den Schadensersatz in die Pflicht genommen. Allerdings zeigt die Praxis, dass der Abschluss durchaus seine Vorteile haben kann. Wer den Abschluss einer Haftpflichtversicherung in Erwägung zieht und sich darauf verlassen will die richtige Wahl getroffen zu haben, der sollte die Auswahl gemäß folgender Kriterien durchführen:

Versicherungssumme

Aufgrund der Tatsache, dass sich Unfälle in Windeseile ereignen können und einen entsprechenden Kostenfaktor nach sich ziehen, ist es zu empfehlen jene Haftpflichtversicherungen auszuwählen, die über eine Deckungssumme zwischen drei und fünf Millionen verfügen.

Beitragshöhe

Eine gute Versicherung lässt sich nicht an ihrem Preis erkennen, sondern viel mehr an ihrer individuellen Anpassbarkeit. Vor diesem Hintergrund seien Versicherungsverträge bereits zu einem Beitrag von jährlich 48 Euro zu ergattern. Für eine gute Haftpflichtversicherung zahlt ein Single bereits 40 Euro im Jahr , während es bei einer Familie 57 Euro ausmacht.

Prämienrelevante Merkmale

Die Versicherungsprämien fallen von Versicherungsgesellschaft zu Versicherungsgesellschaft recht unterschiedlich aus. Somit beeinflussen vor allem Einflussgrößen wie der Familienstand sowie das Alter die Höhe der zu entrichtenden Versicherungsbeiträge. Daneben hat auch die Laufzeit einen hohen Einfluss auf den Versicherungsbeitrag. Nichtsdestotrotz bildet das Leistungsspektrum jene Größe ab, die den größten Anteil an der Höhe der Versicherungsprämie hält.

Regelmäßige Überprüfung

es ist jedem ans Herz zu legen sich kontinuierlich mit der Prüfung seiner Haftpflichtversicherung auseinanderzusetzen. Beispielsweise kennzeichnen sich Versicherungsverträge mit einer Laufzeit von fünf Jahren oder älter dadurch, dass sie eine höhere Versicherungssumme zu einem geringen Versicherungsschutz aufweisen. Somit finden sich in älteren oftmals Klauseln wie „Schutz deliktunfähiger Kinder“ oder „Verlust von Dienstschlüsseln“ nicht in den Versicherungsunterlagen wieder. Weiterhin sollten Versicherungsnehmer beachten, dass die Haftpflichtversicherung drei Monate vor Ablauf des Vertrages kündbar ist, ansonsten verlängert er sich um ein weiteres Jahr.

Mit der Absicht eine Haftpflichtversicherung abschließen zu wollen wird sich in erster Linie gefragt: „Welche Schäden sollten durch die Haftpflichtversicherung abgesichert werden?„:

Allmählichkeitsschäden: Schäden, die sich infolge häuslicher Feuchtigkeit, Staub oder Rauch zutragen, sind im besten Fall mit einer Versicherungssumme zwischen drei und fünf Millionen Euro anzusetzen.

Abwässer: ereignet sich ein Wasserschaden durch das Platzen des Waschmaschinenschlauches ist es zu empfehlen diesen mit einer Summe von drei Millionen zu versichern.

Gefälligkeitsschäden: sofern beim Umzug eine wertvolle Vase zu Bruch gegangen ist, so muss die Haftpflichtversicherung zwangsläufig nicht für ihren Schadensersatz einspringen. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Gefälligkeit, die die Inklusion einer Extra-Klausel vonnöten macht um auch weiterhin Versicherungsschutz zu erhalten.

Leihgeräte: Schäden, die an geliehenen, gemieteten oder gepachteten Gegenständen entstehen, sollte eine gute Haftpflichtversicherung durch eine Extra-Klausel bis zu einer Summe von 10.000 oder 50.000 Euro erstatten.

Computer: Schäden an fremden Computern, beispielsweise durch ein virenbehaftetes Medium, deckt die Haftpflichtversicherung bis zu einer Summe von 50.000 Euro.

Fremde Tiere: Wer gewerblich auf fremde Tiere aufpasst, sollte diese Tatsache in der Haftpflicht mit absichern.

Mietsachschäden: Ebenso wie die eigene Mietwohnung sollte auch die Ferienwohnung mit einem ausreichenden Versicherungsschutz geschützt werden. Dabei sollte Versicherungssumme zwischen 25.000 und 30.000 Euro liegen. Allerdings fallen Kratzer an der Kommode, Schäden an der Verglasung und Heizungsanlage nicht unter ihrem Versicherungsschutz.

Forderungsausfalldeckung: Die Forderungsausfalldeckung leistet, wenn der Versicherte selbst der Geschädigte ist und der Verursacher des Schadens weder im Stande ist für den Schaden aufzukommen noch eine Haftpflichtversicherung hat.

Neue Anforderungen an Haftpflichtversicherung

Eine private Haftpflichtversicherung hat mittlerweile Schäden zu regulieren, an die vor einigen Jahren noch nicht gedacht werden konnte. Das beste Beispiel ist der technologische Wandel. So haften ältere Versicherungen nicht für Folgeschäden durch das Versenden schadhafter E-Mails. Bei neueren Tarifen gibt es diesen Schutz allerdings vorzufinden. Daher sollten die Versicherungsnehmer ältere Verträge überprüfen und ggf. mit neuen Angeboten vergleichen.

Eine Privathaftpflicht ist keine Pflichtversicherung. Im Ernstfall schützt sie jedoch vor dem wirtschaftlichen Ruin der Versicherten und deren Familie. Ältere Verträge haften auf Grund neuer Anforderungen nicht in allen Fällen. Einen günstigen Schutz gibt es laut Haftpflicht Test bereits für 4,50 Euro monatlich. Testsieger können viele Tarife werden. Im Endeffekt kommt es auf kleinere Details bei der Wahl an. Nutzen Sie gern unseren Vergleichrechner und wählen Sie einen passenden Tarif aus dem verfügbaren Angebot aus.

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    Источники: http://www.check24.de/privathaftpflicht/, http://www.finanztip.de/haftpflichtversicherung/privathaftpflicht/, http://www.testsieger-berichte.de/haftpflichtversicherung-test/

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