Private haftpflichtversicherung mietsachschäden

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Die Geltung der PHV bei gemieteten Sachen

Auf den ersten Blick gewähren die Gesellschaften im Rahmen einer privaten Haftpflichtversicherung sehr weitreichende Leistungen. Angesichts umfangreicher Ausschlüsse, die meist erst auf den 2. Blick offensichtlich werden, relativiert sich das Bild allerdings schnell. Ein Punkt, den viele Verbraucher leider immer noch nicht berücksichtigen, betrifft den Geltungsbereich der Tarife, wenn es um einen Schaden an gemieteten Sachen geht. Wie können Szenarien, in denen man auf die Hilfe der Versicherer angewiesen ist, in der Praxis aussehen?

Angenommen, eine Familie entscheidet sich für die Anmietung eines Einfamilienhauses. Dazu gehört natürlich nicht nur die rohe Bausubstanz, sondern auch in einem gewissen Umfang fest mit dem Gebäude verbundene Einrichtung – wie Rohrleitungen, die elektrischen Anlage und natürlich das Heizungssystem. Wer kommt aber für den Schaden auf, wenn durch eine Unachtsamkeit – z. B. den fahrlässigen Umgang im Winter – der Heizkessel Schaden nimmt? Oder man in den Ferien ein Segelboot mietet und es damit zu einem Schaden kommt? Im ersten Moment ist man als Verbraucher sicher versucht, die eigene Haftpflichtversicherung für das Missgeschick in Anspruch zu nehmen. Allerdings kann es durchaus passieren, dass hier eine unangenehme Überraschung auf Versicherungsnehmer wartet. Der Grund: Sogenannte Mietsachschäden gehören laut Ziffer 7.6 der AHB des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft nicht mehr zum versicherten Geltungsbereich einer Privathaftpflichtversicherung.

Davon betroffen sind nicht nur Sachschäden, die sich aufgrund eines „klassischen“ Mieterverhältnisses im Besitz der Versicherungsnehmer befinden. Auch im Urlaub ist weder das Hotelzimmer noch geliehene Ausrüstung – gleich welcher Art (ausgenommen sind vor dem Hintergrund der Kfz-Versicherung Mietwagen) versichert. Und es kann an dieser Stelle durchaus teuer werden, wenn man beispielsweise das eingangs angeführte Beispiel zum gemieteten Segelboot betrachtet.

Mietsachschäden nicht automatisch ausgeschlossen

Wie sollte man sich angesichts solcher Tatsachen verhalten? Gelten die Ausschlüsse aus den Musterbedingungen der privaten Haftpflichtversicherung doch nicht nur für gemietete Sachen, sondern auch für:

Ruht hier einer der schwerwiegenden Nachteile der PHV? Glücklicherweise sieht die Situation in der Praxis für viele Versicherungsnehmer deutlich entspannter aus. Auch wenn in den Musterbedingungen – deren Klauseln in vielen Regelwerken der einzelnen Gesellschaften aufgehen – diese Ausschlüsse zu finden sind, sieht die Wirklichkeit nicht selten anders aus. Denn die Haftpflichtversicherer übernehmen in vielen Fällen Mietsachschäden. Allerdings ist es angebracht, die Versicherungs- und Risikobestimmungen der einzelnen Tarife und Gesellschaften eingehend zu prüfen, da die konkrete Ausgestaltung in diesem Zusammenhang von Versicherer zu Versicherer erheblich schwanken kann.

Einen Hinweis auf den Geltungsbereich, über den sich die private Haftpflichtversicherung in diesem Zusammenhang erstreckt, gibt der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft. Hier wird in den Musterbedingungen unter Ziff. 7.6 der AHB ein Mietsachschaden eigentlich ausgeschlossen. Allerdings hebt der GDV über die Muster-Bedingungsstruktur IX einen Teil dieser Leistungsausschlüsse wieder auf. Versichert werden demnach Mietsachschäden, die an privat gemieteten Wohnräumen entstehen. Allerdings sind hier nicht alle möglichen Schadensarten versichert. Weiterhin ausgeschlossen bleiben – auch in Wohnräumen – Schäden, wenn sie:

  • Abnutzung, Verschleiß oder eine übermäßige Beanspruchung,
  • einen Schaden an Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen (sowie Maschinen- oder Kesselanlagen)
  • Elektro- und Gasgeräte
  • oder einen versicherbaren Glasschaden und Schimmelbildung betreffen.

Welche Auswirkungen haben diese Festlegungen in der Praxis? Grundsätzlich handelt es sich bei den Musterbedingungen des GDV um Vorschläge, welche die einzelnen Unternehmen individuell abändern und anpassen können. Für Verbraucher ergibt sich aus dieser Situation ein einfaches Problem – der Umfang der versicherten Mietsachschäden variiert von Gesellschaft zu Gesellschaft. So treten in der Praxis Versicherungsbedingungen/Risikobeschreibungen auf, in denen beispielsweise das Versagen von Leistungen wegen Schimmelbeildung nicht zu den vereinbarten Ausschlüssen in der Privathaftpflichtversicherung gehört. Vor diesem Hintergrund wird klar, dass der Geltungsbereich der PHV zumindest für Mietsachschäden in der Praxis nicht klar zu fassen ist. Zumal an dieser Stelle ein weiteres Problem hinzukommt: Die Trennung zwischen der ständig genutzten Wohnung sowie Hotelzimmern und Ferienwohnungen.

Letztere genießen in einigen Gesellschaften besondere Aufmerksamkeit – und werden aus dem eigentlichen Schutz gegen Ersatzansprüche wegen Mietsachschäden herausgelöst. Dabei geht es weniger um fest mit den betreffenden Immobilien verbundene Einrichtung, sondern mobile Einrichtungsgegenstände, für die von verschiedenen Versicherungen Leistungen übernommen werden.

Hinweis: Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft überlässt den Gesellschaften in den Musterbedingungen zur privaten Haftpflichtversicherung einen gewissen Gestaltungsspielraum – auch was die Arbeit mit einer Summenbegrenzung betrifft. In verschiedenen Tarifen können Verbraucher vor diesem Hintergrund auf unterschiedliche Versicherungssummen für versicherte Mietsachschäden stoßen.

Die Reglungen zu Schäden an gemieteten Sachen in der privaten Haftpflichtversicherung haben aber noch ganz andere Bedeutung. Bisher war im Zusammenhang mit dem Geltungsbereich der Versicherungen nur die Rede von privat angemieteten Wohnräumen. Kehrt man zum eingangs angesprochenen Beispiel eines für die Ferien gemieteten Segelboots zurück, wäre dies theoretisch im Leistungsbereich der PHV nicht enthalten. Praktisch sieht das Bild in einigen Fällen aber anders aus. Hintergrund: Die Haftpflichtversicherung kann in ihren Versicherungsbedingungen durchaus das Führen von „Wassersportfahrzeugen“ erlauben – und einen entstehenden Schaden übernehmen.

Einen entsprechenden Hinweis enthält bereits die Muster-Bedingungsstruktur IX unter Ziff. 3.2 – genauer der Punkt 3. Hier wird in den Musterbedingungen des GDV erklärt, dass die PHV Leistungen übernimmt, solange es sich weder um ein eigenes Segelboot handelt noch um motorgetriebene Wassersportfahrzeuge (Ausnahme: Versicherte nutzen fremde motorgetriebene Wassersportfahrzeuge nur gelegentlich). Allerdings gilt auch hier wieder eine wesentliche Einschränkung: Nicht jede Gesellschaft übernimmt die Muster-Bedingungsstruktur des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft für die eigenen Risikobeschreibungen. Als Folge stehen Verbraucher vor dem Problem, dass zum Beispiel die Geltung für den gelegentlichen Gebrauch von fremden Wassersportfahrzeugen mit Motor nicht in allen auf dem Markt verfügbaren Tarifen enthalten ist. Trotz der Tatsache, dass es sich hier auf den ersten Blick generell um einen Mietsachschaden handelt, müssen Versicherungsnehmer die einzelnen Schadensarten sehr genau hinterfragen. Und sollten einen Blick in die Bedingungen zu ihrer Haftpflichtversicherung werfen, um deren Reichweite im Alltag beurteilen zu können.

Hinweis: Fremde Segelboote sind natürlich nur ein Beispiel für die Versicherungspraxis im Zusammenhang mit dem Freizeitsport auf Wasserflächen. Letzlich muss an dieser Stelle nicht nur die Frage im Raum stehen, ob die Haftungsrisiken überhaupt zum Geltungsbereich der Privathaftpflichtversicherung gehören (einige Gesellschaften nehmen die angesprochenen Risiken nur in ihren Premiumtarifen in den Leistungskatalog auf). Vielmehr kommt es darauf an, ob die Tarife überhaupt einen angemessenen und praxisnahen Versicherungsschutz bieten können. Gerade Verbraucher, die in ihrer Freizeit sich intensiver mit dem Wassersport o. ä. beschäftigen, sollten nach zusätzlicher Sicherheit suchen.

Ein Bereich ist im Zusammenhang mit dem Mietsachschaden in der privaten Haftpflichtversicherung bisher unerwähnt geblieben – der Mietwagen bzw. Leasingfahrzeuge. Beide bleiben im Rahmen der Haftpflichtversicherung – trotz gesetzlich vorgeschriebener Haftpflicht – unberücksichtigt und fallen aus deren Geltungsbereich heraus. Eine Tatsache, die flächendeckend alle Versicherer betrifft. Der Grund: Auf Basis der gesetzlichen Bestimmungen ist für Kraftfahrzeuge ein separater Versicherungszweig zuständig – die Kfz-Haftpflicht. Für Deutschland sieht hier die Situation so aus, dass der Halter eines oder mehrerer Kraftfahrzeuge für diese entsprechend vorzusorgen hat. Und den Schutz der Kfz-Haftpflichtversicherung genießen nicht nur einzelne Personen – die Gewähr der Leistungen ist an das jeweilige Fahrzeug geknüpft. Damit ist eine Haftpflichtabsicherung auch dann gegeben, wenn Dritte (z. B. im Fall eines Mietwagens) hinterm Steuer sitzen.

Mietsachschäden

In Deutschland lebt das Gros der Haushalte nicht im Eigenheim, sondern in Mietwohnungen. Eine Tatsache, die auch vor dem Hintergrund der privaten Haftpflichtversicherung Fragen aufwirft. Wie gehen die Gesellschaften zum Beispiel mit einem Schaden um, wenn der Mieter beim Einzug die Wohnungstür beschädigt? Oder was passiert, wenn durch eine kleine Unaufmerksamkeit das Glas der teuren Duschkabine zerbricht? Zwei mögliche Schadensbeispiele, die sich beliebig erweitern ließen.

Denn eine Mietwohnung ist keineswegs so leer, wie man vielleicht im ersten Moment denkt. Parkett, Badewanne, Heizung, teure Spiegel und Fliesen – Schäden, die Mieter verursachen, können letztlich für beide Seiten teuer werden. Ein Austausch gerissener Fliesen ist meist teuer – genauso wie die kaputte Badewanne. Und auch Schäden an der Einbauküche sollte man nicht unbedingt auf die leichte Schulter nehmen. Hat man als Mieter den Schaden verursacht – ob nun vorsätzlich oder fahrlässig – ist man grundsätzlich schadenersatzpflichtig. Reguliert die Privathaftpflicht aber solche Schäden?

Betrachtet man die Regelungen in den AHB des GDV lautet die Antwort nein. In Ziff. 7.6 werden ganz klar Schadenersatzansprüche von der Haftung des Versicherers ausgeschlossen, die sich auf:

Sachen beziehen. Die Mietwohnung bleibt auf den ersten Blick in der Haftpflichtversicherung also außen vor. Es zahlt sich aber aus, den Blick in die Versicherungs- und Tarifbestimmungen etwas zu vertiefen. Denn die Gesellschaften gehen bezüglich des Geltungsbereichs keineswegs so rigoros vor. Bereits der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft räumt im Zusammenhang mit der Muster-Bedingungsstruktur IX (Privathaftpflicht) die Absicherung der Mietsachschäden ein.

Bedingung ist, dass es sich dabei (nach Ziff. 5.2 Muster-Bedingungsstruktur IX) um privat angemietete Räume handeln muss. Darüber hinaus legt der GDV aber fest, dass:

  • Schäden wegen Abnutzung, Verschleiß und übermäßiger Beanspruchung
  • Ersatzansprüche wegen Schäden an Heizungs-, Maschinen-, Kessel- und Warmwasserbereitungsanlagen sowie an Elektro- und Gasgeräten
  • Glasschäden und
  • Ansprüche wegen Schimmelbefall

zu den Ausschlüssen in der privaten Haftpflichtversicherung gehören. Und viele Gesellschaften schließen sich für die Formulierung ihrer Versicherungsbedingungen diesen Mustervorgaben an.

Hinweis: Beim Thema Mietsachschaden in der Haftpflichtversicherung sind meist unbewegliche Sachen Kern der Absicherung – wie die Einbauküche. Mobile Einrichtungsgegenstände genießen diesbezüglich einen anderen Stellenwert. Auskunft drüber, wie weit der Versicherungsschutz geht und ob an die Absicherung gegen Mietsachschäden ein Selbstbehalt gekoppelt ist, geben in der Praxis die Risikobeschreibung bzw. die Besonderen Versicherungsbedingungen.

Mietsachschäden im Urlaub

Im Zusammenhang mit dem Mietsachschaden und dessen Regulation sollte man als Versicherungsnehmer nicht nur die eigenen vier Wände im Hinterkopf behalten. Immer wieder kommt es vor, dass im Urlaub etwas im Hotelzimmer zu Bruch geht. Es stellt sich natürlich die Frage, inwiefern solche Ansprüche durch eine Privathaftpflicht gedeckt sind? Grundsätzlich sind es auch hier die Versicherungsbedingungen, welche den Ausschlag geben.

Hat der Versicherer die Mietsachschäden an mobilen Einrichtungsgegenständen im Hotel oder einer Ferienwohnung nicht in den Versicherungsschutz eingeschlossen, bleibt man als Versicherungsnehmer auf den Schadenersatzforderungen sitzen. Gerade in Tarifvarianten mit einem gehobenen Leistungsbereich ist dieser Schadensfall aber nicht selten mitversichert. Die Höhe der Deckungssumme hängt letztlich vom gewählten Tarif in der Haftpflichtversicherung ab.

– an unbeweglichen Sachen bis zur Höhe der Deckungssumme

– an unbeweglichen Sachen bis zur Höhe der Deckungssumme

Zwei Beispiele zufällig ausgewählter Versicherungen, welche die Unterschiede in der privaten Haftpflichtversicherung bezüglich der Absicherung von Mietsachschäden zeigen (Quelle: Leistungsübersicht der einzelnen Versicherungsgesellschaften Stand Februar 2013)

Einige Gesellschaften trennen bezüglich der Mietsachschäden im Urlaub die beweglichen von den unbeweglichen Sachen – wenn es um die Höhe der Deckungssummen geht. Inwiefern für einen Sachschaden an Schrank, Tisch und Bett eine Deckung von 30.000 Euro oder mehr wirklich erforderlich ist, muss jeder Verbraucher für sich selbst entscheiden.

Ob nur Schäden in den eigenen Wohnräumen oder auch in Hotels versichert sind, lässt sich mit 100-prozentiger Sicherheit nur nach einem Blick in die Versicherungsbedingungen klären. Zu finden sind die entsprechenden Informationen meist in den Besonderen Bedingungen zur Privathaftpflichtversicherung oder den Risikobeschreibungen. Einige der Gesellschaften weisen in diesem Zusammenhang den Mietsachschaden in Hotels und Ferienwohnungen separat aus. In anderen Tarifen werden beide Schadensarten zusammengefasst. Wichtig ist, dass die Klauseln Formulierungen enthalten, welche die Mitversicherung von vorübergehend genutzten Räumlichkeiten einschließen.

Mietsachschäden

Bei Schäden an einem privat gemieteten Wohnraum wird auch von Mietsachschäden gesprochen. Dabei kann es sich um Schäden an gemieteten Gebäuden und an allen Vermögensgegenständen der Mietsache handeln. Gemietete Möbel und Einrichtungsgegenstände können ebenso zum Versicherungsumfang zählen. Eine Regulierung dieser Schäden kann über die Haftpflichtversicherung der Mieter erfolgen. Daneben gibt es noch weitere Versicherungen, welche für bestimmte Arten der Mietsachschäden herangezogen werden können, wie beispielsweise die Hausratversicherung und ebenso die Tierhalterhaftpflichtversicherung. Denn nicht jeder Mietsachschaden ist in jeder Versicherung und allen Tarifen gleichermaßen enthalten. Insbesondere für Tierhalter ist es häufig notwendig, neben der regulären Haftpflichtversicherung eine zusätzliche Versicherung abzuschließen, damit auch Schäden, die durch das eigene Haustier verursacht werden, mitversichert sind.

Mietsachschäden in vermieteten Gebäuden

Schäden an einer Mietsache kommen häufig vor. Insbesondere Wände, Türen und der Fußboden sind oftmals von Schäden betroffen. Dabei kann es sich zum Beispiel um Kratzer oder um Flüssigkeitsschäden handeln. Ebenso kann ein Mietsachschaden an den Fensterrahmen oder im Badezimmer, beispielsweise an der Keramik, entstehen. Bereits das Fallenlassen eines Gegenstandes kann einen Sprung im Waschbecken zur Folge haben. Selbst Schlüsselschäden, welche zum Beispiel durch den Verlust eines Schlüssels entstehen können, zählen mit dazu. Mitunter muss beim Verlust eines Wohnungsschlüssels das gesamte zentrale Schließ-System eines Gebäudes ausgetauscht werden, wodurch dem Mieter hohe Kosten entstehen können. Mit der Dauer des Mietverhältnisses steigen diese Schäden in der Regel an und lassen sich oftmals kaum vermeiden.

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Einige Mietsachschäden werden vom Versicherungsumfang ausgeschlossen

Abzugrenzen von Mietsachschäden sind allerdings Schäden, die durch Verschleiß oder Abnutzung entstanden sind. Für diese Schadensursachen ist auch der Mieter in der Regel nicht haftbar zu machen. Anders sieht es jedoch bei einem Mietsachschaden aus. Einige Schäden werden allerdings vom Versicherungsumfang ausgeschlossen. Zu diesen Schadensarten zählt zunächst ein Mietsachschaden, der aufgrund einer zu hohen Beanspruchung entstanden ist. Aber auch Schäden an Gas- und Elektrogeräten sowie an der Warmwasser- oder Heizungsanlage sind häufig ausgeschlossen. Dies betrifft in der Regel auch Schäden durch Schimmel. Bei unvermeidbarem Schimmelbefall muss der Vermieter ohnehin selbst die Regulierung übernehmen. Daneben sind vorsätzlich herbeigeführt Schäden ein Grund für die Versicherung, die finanzielle Gutmachung des Schadens abzulehnen.

Versicherungsumfang kann angepasst werden

Neben Versicherungsausschlüssen gibt es Mietsachschäden, die häufig nicht zum regulären Versicherungsumfang einer Haftpflichtversicherung zählen, die dennoch versicherbar sind. Zu diesen zählen insbesondere Glasschäden, beispielsweise wenn ein Fenster einer Mietwohnung einen Schaden nimmt. Ein solcher Schadensfall kann häufig separat über die Hausratversicherung als Glasversicherung abgesichert werden. Ein Schaden, der beispielsweise durch den Hund verursacht wird, lässt sich hingegen über eine Hundehaftpflichtversicherung absichern. Dazu werden Hundehaftpflichtversicherungen mit und ohne Mietsachschadenschutz angeboten. Im Gegensatz zu Schäden, die durch Hunde oder Pferde herbeigeführt wurden, besteht bei Katzen kein zusätzlicher Versicherungsbedarf. Denn in der Privathaftpflichtversicherung sind Schäden durch zahme Haustiere, zu denen Katzen, Fische, Vögel und einige weitere Kleintiere zählen, mitversichert. Allerdings sind nur Schäden versicherbar, die auf ein plötzliches Ereignis zurückgeführt werden können. Schäden, die der Tierhalter hätte verhindern können, sind somit meist nicht abgedeckt.

Mieter muss Mietsachschaden dem Vermieter mitteilen

Ein Mietsachschaden muss durch den Mieter nicht nur reguliert werden, sondern dieser ist zugleich zur Anzeige beim Vermieter verpflichtet. Unterlässt der Mieter die Anzeige eines Schadens, dann wird er schadensersatzpflichtig. Dabei kann ein Vermieter Schäden an der Mietsache noch bis zu sechs Monate nach Beendigung des Mietverhältnisses gegenüber dem Mieter geltend machen. Entscheidend für den Beginn der sechsmonatigen Frist ist die Schlüsselübergabe.

Источники: http://www.privathaftpflicht.net/geltungsbereich-privathaftpflichtversicherung/ausschluesse/gemietete-sachen/, http://www.privathaftpflicht.net/leistungen-privathaftpflichtversicherung/mietsachschaeden/, http://www.verivox.de/themen/mietsachschaeden/

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