Private familienversicherung

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Familienversicherung

Die Familie in der gesetzlichen Krankenkasse mitversichern

  • Zuletzt aktualisiert: 22. November 2017
  • Von: Annika Krempel

Das Wichtigste in Kürze

  • Gesetzlich Krankenversicherte können unter gewissen Voraussetzungen ihre Kinder und ihren Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner kostenfrei mitversichern.
  • Das ist ein großer Vorteil der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gegenüber der privaten Krankenversicherung (PKV), wo jedes Familienmitglied einen eigenen Vertrag braucht.
  • Eine Mitversicherung des Partners ist nur möglich, wenn er nicht mehr als 425 Euro oder bei einem Minijob nicht mehr als 450 Euro verdient. Er darf kein Beamter sein, nicht hauptberuflich selbstständig und nicht privat versichert.
  • Kinder können bis zum 23. Lebensjahr über die Familienversicherung kostenfrei versichert sein, wenn sie noch nicht selbst arbeiten. Wenn sie sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befinden, liegt die Altersgrenze bei 25.

So gehen Sie vor

  • Prüfen Sie, ob alle Bedingungen für die Familienversicherung erfüllt sind. Kinder können beispielsweise nicht mitversichert werden, wenn ein Ehepartner oder Partner privat versichert ist und 2017 mehr als 4.800 Euro brutto im Monat verdient.
  • Stellen Sie bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag auf eine kostenlose Familienversicherung.
  • Die Krankenkasse prüft regelmäßig, ob Sie auch weiterhin Anspruch auf die Familienversicherung haben.
  • Einige gesetzliche Krankenkassen bieten Zusatzleistungen für Familien. Falls der Leistungsumfang Ihrer Kasse nicht mehr passt, können Sie wechseln.

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema gesetzliche Krankenversicherung immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist für viele Familien besonders günstig, denn Kinder, auch Stief- und Pflegekinder, sind kostenlos mitversichert. Auch Ehepartner und eingetragene Lebenspartner sind unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert. Gleiches gilt für ein Enkelkind, das bei Ihnen lebt und von Ihnen versorgt wird. Mit einem Beitrag kann so unter Umständen die gesamte Familie gesetzlich krankenversichert sein.

Gegenüber der privaten Krankenversicherung (PKV) kann schon bei einem Kind die gesetzliche Familienversicherung deutlich günstiger sein. Denn in der PKV braucht jedes Familienmitglied einen eigenen Vertrag, das Kind kostet demnach extra. Gesetzlich mitversicherte Familienmitglieder erhalten dagegen mit Ausnahme des Krankengelds die vollen Leistungen der Kasse. Im August 2017 waren nach Angaben des GKV-Spitzenverbands mehr als 16 Millionen Familienangehörige mitversichert.

Das sind die Voraussetzungen für eine Familienversicherung

Damit Sie Ihre Familienmitglieder beitragsfrei mitversichern können, müssen folgende Kriterien zutreffen:

  • Das Familienmitglied muss in Deutschland wohnen.
  • Das Familienmitglied darf nicht selbst versicherungspflichtig sein und mehr als 425 Euro monatlich verdienen. Hat es einen Minijob, liegt die Grenze bei 450 Euro monatlich.
  • Das Familienmitglied darf nicht versicherungsfrei sein, zum Beispiel als gut verdienender Arbeitnehmer oder Beamter.
  • Das Familienmitglied darf nicht hauptberuflich selbstständig tätig sein. Das ist zumindest dann der Fall, wenn es mehr als 18 Stunden in der Woche für die selbstständige Tätigkeit verwendet.

Erfüllt das Kind, der Ehegatte oder Partner einen dieser Punkte nicht, ist eine Mitversicherung ausgeschlossen: Er muss selbst Mitglied in einer Krankenversicherung bleiben oder werden. Die Familienversicherung tritt damit immer hinter die eigene Versicherungspflicht zurück.

Wird zum Beispiel jemand arbeitslos und erhält Arbeitslosengeld (ALG I), ist er selbst pflichtversichert und kann nicht über die Familienversicherung mitversichert werden. Ehegatten und Lebenspartner, die zu Beginn der Mutterschutzfrist nicht in der GKV versichert waren, können ebenfalls nicht mitversichert werden. Dasselbe gilt für die Schutzfrist nach der Entbindung und den Beginn der Elternzeit.

So beantragen Sie eine Familienversicherung

Krankenkassen vergleichen

Der allgemeine Beitragssatz in der GKV bleibt zum 1. Januar 2018 bei 14,6 Prozent. Gleichzeitig erheben die Kassen aber einen Zusatzbeitrag. Dieser fällt je nach Kasse unterschiedlich hoch aus, außerdem unterscheiden sich die Zusatzleistungen der Kassen. Wie Sie die beste Krankenkasse für sich finden, haben wir in unserem Ratgeber für Sie zusammengestellt.

Eine kostenfreie Mitversicherung von Familienmitgliedern müssen Sie bei der Krankenkasse beantragen. Die Anträge finden Sie auf der Website Ihrer Kasse. Dort müssen Sie Angaben machen zur bisherigen Versicherung, zum Einkommen und den Kindern und weitere Daten angeben. Der GKV-Spitzenverband hat dazu einen einheitlichen Fragebogen entwickelt (Familienversicherung-Meldeverfahren, Anlage 1).

Dabei ist der Ehe- oder Lebenspartner anzugeben. Der Begriff Lebenspartner bezieht sich ausschließlich auf eingetragene gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften, nicht auf eheähnliche Gemeinschaften. Eine Familienversicherung für einen Partner in einer eheähnlichen Gemeinschaft ist grundsätzlich nicht möglich.

Die Krankenkassen prüfen regelmäßig, ob die Voraussetzungen für eine Familienversicherung weiterhin erfüllt sind. Dazu verwenden sie einen umfangreichen Fragebogen, den Sie ausfüllen müssen (Familienversicherung-Meldeverfahren, Anlage 2).

Falls beide Elternteile erwerbstätig und versicherungspflichtig sind, können Sie selbst festlegen, bei wem die Kinder mitversichert sein sollen. Dabei ist es unerheblich, ob die Kinder bei der gesetzlich versicherten Mutter oder beim Vater mitversichert werden. Die Höhe des Einkommens ist nicht entscheidend. Beachten Sie, dass eine gleichzeitige Familienversicherung bei verschiedenen Krankenkassen unzulässig ist.

Weitere Tipps im Ratgeber gesetzliche Krankenversicherung

Annika Krempel

Expertin für Versicherungen

Leistungen meist gleich

  • Kassen erheben unterschiedliche Zusatzbeiträge.
  • Achten Sie auf Zusatzleistungen und Erstattungen.
  • Sie dürfen die Krankenkasse jederzeit wechseln.

Von uns empfohlene Anbieter:

  • HEK
  • HKK Krankenkasse
  • BKK24
  • Energie-BKK
  • Techniker Krankenkasse

Altersgrenzen der Kinder für die Familienversicherung

Kinder bis zum 23. Lebensjahr können in der Familienversicherung mitversichert bleiben, sofern sie noch nicht selbst arbeiten. Sollten die Kinder ein Studium oder eine Berufsausbildung aufnehmen, verlängert sich die kostenfreie Mitversicherung bis zum 25. Lebensjahr. Für die Dauer des Engagements im Bundesfreiwilligendienst oder während eines FSJ/FÖJ besteht eine eigene Versicherungspflicht in der GKV. Die Familienversicherung ist für die Dauer des Engagements ausgeschlossen.

Die Familienversicherung kann über das 25. Lebensjahr hinaus um weitere zwölf Monate verlängert werden, wenn die Schul- oder Berufsausbildung durch folgende Dienste unterbrochen oder verzögert wird:

  • Freiwilliger Wehrdienst
  • Freiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz, dem Jugendfreiwilligendienstegesetz oder einem vergleichbaren anerkannten Freiwilligendienst
  • Tätigkeit als Entwicklungshelfer

Kinder, die aufgrund einer Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unterhalten, können ohne Altersbegrenzung familienversichert sein.

Dann können Kinder nicht mitversichert werden

Auskunft über das Bürgertelefon

Für alle Informationen rund um die GKV hat das Bundesgesundheitsministerium ein Bürgertelefon eingerichtet. Hier erhalten Sie Auskunft über das Beitrags- und Leistungsrecht der gesetzlichen Krankenkassen: 030 / 340 60 66 – 01

Nicht jede Familie kann die Kinder kostenfrei in der GKV mitversichern. Das ist der Fall, wenn ein Ehepartner privat versichert ist und sein monatliches Gesamteinkommen ein Zwölftel der Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt und regelmäßig höher ist als das Einkommen des anderen gesetzlich versicherten Ehepartners (§ 10 Abs. 3 SGB V). Die monatliche Einkommenshöchstgrenze liegt 2017 bei 4.800 Euro brutto.

Beispiel: Der Ehemann und Vater ist Mitglied in der GKV, während die Ehefrau und Mutter in der PKV ist. Sie haben einen 15 Jahre alten Sohn. Der Vater verdient 3.700 Euro, die Mutter 5.000 Euro pro Monat. Da die Mutter privat versichert ist, ihr Einkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt und auch regelmäßig höher ist als das Einkommen des Vaters, kann der Sohn nicht über die Familienversicherung des Vaters versichert werden. Für den Sohn müssen die Eltern eine eigene Krankenversicherung abschließen.

Familienzuschläge nach Besoldungsrecht bleiben bei der Berechnung des Einkommens außer Betracht (BSG, Urteil vom 29. Juli 2003, Az. B 12 KR 16/02 R). Dies kann für Beamte mit Kindern, die nicht höher als bis in Besoldungsgruppe A 14 eingestuft sind, den Unterschied zwischen Überschreiten oder Unterschreiten der 1/12-Grenze ausmachen.

Die Ausschlussregelung in Paragraf 10 Abs. 3 SGB V ist mit dem Grundgesetz vereinbar und trägt zum sozialen Gleichgewicht einer funktionierenden demokratischen Gesellschaft bei (Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 14. Juni 2011, Az. 1 BvR 429/11). Die Krankenversicherungsbeiträge für Kinder können aber als Sonderausgaben in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden.

Haben Sie sich für die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung entschieden, obwohl Sie in eine private Krankenversicherung hätten wechseln können, können Ihre Kinder dennoch gesetzlich kostenfrei mitversichert werden. Die Ausschlussregelung findet nur dann Anwendung, wenn ein Familienmitglied privat versichert ist.

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Studenten in der Familienversicherung

Zu viel verdient

Verdienen Sie als familienversicherter Student zu viel, werden Sie selbst versicherungspflichtig, fallen aus der Familienversicherung heraus und müssen unter Umständen sogar nachzahlen. Wenn Sie einen Nebenjob annehmen, sollten Sie unbedingt vorher mit Ihrer Krankenkasse sprechen.

Studierende können bis zum 25. Geburtstag in der Familienversicherung der Eltern bleiben. Für sie gilt allerdings auch, dass sie als mitversicherte Familienangehörige kein Gesamteinkommen haben dürfen, das den Betrag von monatlich 425 Euro beziehungsweise bei geringfügiger Beschäftigung von monatlich 450 Euro regelmäßig übersteigt.

Bei einem zweimonatigen Nebenjob in der vorlesungsfreien Zeit können Sie mehr hinzuverdienen und sind weiterhin familienversichert. Die Höhe Ihres Verdienstes ist bei einer solchen kurzfristigen Beschäftigung grundsätzlich unerheblich.

Eigene studentische Krankenversicherung

Studenten, die nicht mehr in der Familienversicherung kostenfrei mitversichert sind, können sich an die günstige studentische Krankenversicherung wenden. Seit dem 1. Oktober 2016 betragen die monatlichen Beiträge dafür bundesweit 66,33 Euro plus Zusatzbeitrag von bis zu 1,8 Prozent pro Monat. In die Pflegeversicherung zahlen Studenten monatlich 16,55 Euro ein. Für Studenten und Studentinnen, die älter als 23 Jahre sind und noch keine eigenen Kinder haben, beträgt der Beitrag 18,17 Euro im Monat. Da sich der Krankenkassenbeitrag anhand des Bafög-Satzes für Studenten errechnet, steigen die Beiträge bei einer Erhöhung der Förderung mit an – unabhängig davon, ob Sie selbst diesen staatlich geförderten Studienkredit bekommen oder nicht.

Auch private Krankenversicherungen bieten Tarife für Studenten an. Sie sind eine Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung. Der Wechsel zur privaten Krankenversicherung kann jedoch erst nach der Befreiung aus der gesetzlichen Versicherung erfolgen. Prüfen Sie kritisch, ob sich die private Krankenversicherung im Studium rechnet.

Übergangsbeitrag in der Endphase des Studiums

Eine studentische Krankenversicherung gilt nicht unbegrenzt. Nach Paragraf 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V endet sie zum Ende des Semesters, in dem der Student das 30. Lebensjahr vollendet oder bereits 14 Semester in einem Studiengang studiert hat. Danach müssen Studenten eine freiwillige Weiterversicherung beantragen. Sie können dann bis zum Studienabschluss, allerdings höchstens 6 Monate lang den Übergangstarif für Studierende in der Studienabschlussphase wählen. Wenn Sie maximal 992 Euro brutto monatlich verdienen, müssen Sie folgende Beiträge zahlen:

  • 101,35 Euro plus Zusatzbeitrag für die Krankenversicherung (bis zu 1,8 Prozent)
  • 27,77 Euro für die Pflegeversicherung (kinderlose Studierende über 23 Jahre)
  • 25,29 Euro für die Pflegeversicherung (alle anderen Studierenden)

Bei einem höheren monatlichen Bruttoeinkommen müssen 10,22 Prozent des Einkommens zuzüglich des prozentualen Zusatzbeitrags von bis zu 1,8 Prozent an die gesetzliche Krankenkasse gezahlt werden. Für die Pflegeversicherung liegt der Beitragssatz bei 2,35 Prozent, kinderlose Studenten über 23 Jahre zahlen 2,6 Prozent.

Wer in den 6 Monaten nicht mit dem Studium fertig wird, muss sich danach freiwillig versichern.

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Artikel verfasst von

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Familienkrankenversicherung

Zuletzt aktualisiert am 16.03.2017

  • Wissen
  • Ratgeber
  • Familienkrankenversicherung

Für junge, gesunde Singles, die genug verdienen, ist eine private Krankenversicherung erste Wahl. Doch was gilt für Verheiratete? Neben Alter und Einkommen spielt hier die Familienplanung eine wichtige Rolle.

Inhaltsverzeichnis

Unbeschwertes Single-Dasein: Egal ob Karriere oder Freizeit, Konsum oder Geldanlage – wer allein lebt, braucht keine Rücksicht auf einen Partner zu nehmen. Das gilt auch für die Krankenversicherung: Wenn das Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze (2017: 57.600 Euro) liegt, steht dem Wechsel in die private Krankenversicherung nichts entgegen. Wer dagegen verheiratet ist, muss für zwei – oder auch mehr – rechnen: Der optimale Versicherungsschutz für Paare hängt daher stark von der weiteren Lebensplanung ab.

Familienfrage: Privat oder gesetzlich?

Mit dem Begriff „Familienversicherung“ wird in Deutschland die Möglichkeit für gesetzlich Versicherte bezeichnet, Familienangehörige beitragsfrei mitzuversichern. Zu den Familienangehörigen werden u.a. eigene Kinder, Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner gezählt. In §10 des Fünften Buchs des Sozialgesetzbuchs (SGB V) ist die Familienversicherung gesetzlich geregelt.

Neben der gesetzlichen Familienversicherung besteht auch die Möglichkeit für privat Krankenversicherte, einen Familientarif zu nutzen. Allerdings ist die Beitragshöhe nicht festgelegt und hängt von den individuellen Absicherungswünschen ab.

Außerdem sind Ehepartner oder Kinder nicht beitragsfrei mitversichert, sondern genießen in der Regel nur einen rabattierten Tarif. Die private Familienversicherung steht allen offen, die sich freiwillig gesetzlich versichern könnten, also deren jährliches Bruttoeinkommen ca. 51.000 Euro übersteigt.

Grundsätzlich ist es für Familien sinnvoller, sofern die Möglichkeit besteht, die Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkasse zu nutzen. Die Kosten können dort schon bei der Mitversicherung eines Kindes niedriger als bei der privaten Familienversicherung sein.

Außerdem ist der Versicherungsbeitrag gesetzlich festgelegt, während die privaten Tarife erwartungsgemäß mit zunehmendem Alter des Hauptversicherten ansteigen.

Voraussetzungen

Damit Familienangehörige mitversichert werden können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

  • Kinder sind meist immer bis zum vollendeten 18. Lebensjahr mitversichert. Ist das Kind nicht erwerbstätig oder verdient weniger als 450 Euro im Monat, kann es bis zum 23. Lebensjahr in der Familienversicherung bleiben.
  • Studiert das Kind oder macht es eine Ausbildung, ist die Mitversicherung bis zu einem Alter von 25 Jahren gültig.
  • Werden Studium oder Ausbildung durch den Wehr-, Freiwilligen- oder Zivildienst unterbrochen, verlängert sich die Familienversicherung um bis zu 12 Monate.
  • Gleiches gilt auch für die Arbeit als Entwicklungshelfer.
  • Für behinderte Kinder, die sich nicht selbst versorgen können, gilt die beitragsfreie Mitversicherung unbegrenzt.

Der Versicherungsschutz der gesetzlichen Familienversicherung kann darüber hinaus auch für Enkel oder Stiefkinder in Anspruch genommen werden. Für sie gelten die gleichen Bedingungen wie für Kinder.

Wie bei der gesetzlichen Versicherung allgemein üblich, sind mitversicherte Kinder innerhalb der EU und einigen weiteren Ländern auch im Ausland krankenversichert. Dabei handelt es sich in der Regel jedoch nur um die Akutbehandlung und Leistungen, die mit dem Tarif abgedeckt sind.

Wer zusätzliche Leistungen wie einen Krankenrücktransport in Anspruch nehmen möchte, muss eine Reise- oder Auslandskrankenversicherung abschließen.

In diesen Fällen ist es jedoch nicht möglich, dass Kinder nicht mitversichert werden können:

  • Wenn einer der beiden Ehepartner privat versichert ist, sein Einkommen ein Zwölftel der Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet und er zudem regelmäßig mehr verdient als sein gesetzlich versicherter Ehepartner oder seine gesetzlich versicherte Ehepartnerin, können Kinder nicht beitragsfrei in die Familienversicherung aufgenommen werden. Im Jahr 2016 wird die Einkommensgrenze bei 4.687,50 Euro brutto festgelegt.
  • Wenn die Mutter zu Beginn der Mutterschutzfrist nicht gesetzlich versichert war, ist eine Familienversicherung mit dem Kind nicht möglich.

Eigene Krankenversicherung des Kindes steuerlich absetzbar

Wenn Kinder nicht beitragsfrei familienversichert werden können, lassen sich die zusätzlichen Kosten für eine eigene Krankenversicherung des Kindes als Sonderausgaben von der Steuer absetzen.

Für Ehepartner und Partner in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft gelten für die Familienversicherung folgende Anforderungen:

  • Sie müssen einen Wohnsitz in Deutschland haben
  • Sie dürfen nicht selbst versicherungspflichtig sein
  • Sie müssen mehr als 405 Euro monatlich verdienen (mit Minijob 450 Euro).

Außerdem darf das Familienmitglied kein Beamter oder Selbständiger sein beziehungsweise so viel verdienen, dass eine gesetzliche Versicherung nicht möglich ist. Als selbständig gelten alle Versicherungsnehmer, die mehr als 18 Stunden wöchentlich einer selbständigen Arbeit nachgehen.

Eine Familienversicherung ist mit dem Ehepartner auch nicht möglich, wenn er Arbeitslosengeld bezieht. In diesem Fall ist er bereits über das Arbeitsamt pflichtversichert.

Nicht-verheiratete Paare können eine Mitversicherung über die Familienversicherung nicht in Anspruch nehmen. Hier wäre eine private Familienversicherung eine mögliche Alternative, da die PKV die Partnerschaftsdefinition meist etwas weiter fasst.

Wann eine Familienkrankenversicherung nicht möglich ist

Eine Familienkrankversicherung im eigentlichen Sinn kann nur von gesetzlich Versicherten in Anspruch genommen werden. Ist ein Ehepartner privat versichert, darf sein monatliches Bruttoeinkommen 4.687,50 Euro nicht überschreiten.

Liegt das Einkommen darüber, ist eine kostenlose Mitversicherung der Kinder nicht möglich. Er selbst kann auch nicht mitversichert werden.

Selbständige können die gesetzliche Familienversicherung nicht in Anspruch nehmen, es sei denn, sie arbeiten wöchentlich weniger als 18 Stunden im Rahmen ihrer selbständigen Tätigkeit.

Für kostenlos mitversicherte Kinder gilt, dass sie nicht mehr als 405 bzw. 450 Euro mit einem Minijob verdienen dürfen. Diese Einkommensgrenze gilt auch für Ehepartner oder Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Verdient er oder sie mehr, gibt es keine Möglichkeit auf beitragsfreie Mitversicherung.

  • Ein Ehepartner lebt nicht in Deutschland
  • Ein Ehepartner ist Beamter

Der Weg zur neuen Familienkrankenversicherung

Ob sich eine Familienversicherung lohnt und ob sie überhaupt möglich ist, sollte vor jeder Überlegung eine solche Versicherung geprüft werden. Folgende Schritte sind sinnvoll:

Alternativen vergleichen

Zunächst gilt es, mögliche Alternativen in Betracht zu ziehen. Eventuell möchten Sie eine umfangreichere Versicherung oder die Vorteile einer privaten Krankenversicherung nutzen. Doch auch bei gesetzlichen Krankenversicherungen gibt es Unterschiede.

Hier sind es vor allem die Zusatzleistungen, die für Versicherungsnehmer interessant sind. Manche GKV bieten auch attraktive Beitragsrückerstattungen, wenn bestimmte Gesundheitsprogramme genutzt werden.

Auch die Höhe des Zusatzbeitrags ist für die Ermittlung der monatlichen Kosten wichtig.

Informationen zu interessanten Angeboten anfordern

Holen Sie vor der Antragstellung deshalb alle Informationen zu Tarifen und Versicherungsmodellen ein, die Sie in Betracht ziehen.

Auf den Homepages der Versicherer gibt es in der Regel ausreichende Details zum jeweiligen Versicherungstarif. Bei der PKV können Sie sich auch konkrete Angebote zusenden lassen.

Antrag stellen

Haben Sie sich für einen Tarif entschieden, stellen Sie Ihren Versicherungsantrag. Bei der gesetzlichen Familienversicherung können Kinder sowohl beim Vater als auch bei der Mutter beitragsfrei mitversichert werden, wenn beide Elternteile einem Beruf nachgehen und versicherungspflichtig sind.

Für den Antrag muss ein ausführlicher Fragebogen ausgefüllt werden. Anhand dieser Angaben prüft die Versicherung, ob das Recht auf eine Familienversicherung besteht.

Regelmäßige Prüfung

Prüfen Sie Ihre Versicherungen in regelmäßigen Abständen, ob eine Familienversicherung noch rechtens ist.

Alte Versicherungen kündigen

Wenn Sie sich für einen Versicherer entschieden haben, sollten Sie nicht vergessen, die alte Versicherung zu kündigen. Manche Versicherungen übernehmen diesen Service auch für Sie.

Arbeitgeber informieren

Damit Ihr Arbeitgeber seinen Anteil an der Versicherung korrekt abführen kann, müssen Sie auch ihn über Ihre neue Versicherung benachrichtigen.

Gleichzeitige Familienversicherung nicht möglich

Es ist nicht möglich, Kinder jeweils beim Vater oder der Mutter mitzuversichern. Eine gleichzeitige Familienversicherung wird von den meisten GKV nicht unterstützt.

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Meine Frau ist ab dem 01.10.2017 erwerbslos. Ich möchte sie in meine Familienversicherung mit aufnehmen. Müssen wir die Mitgliedschaft ihrer bisherigen Krankenkasse fristgerecht kündigen?

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Familienversicherung – Kinder in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung

Kinder sind über die kostenlose Familienmitversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse eines Elternteils abgesichert. Bei welchem Elternteil das Kind mitversichert wird, spielt dabei keine Rolle, denn es fallen keine extra Beiträge an. Allerdings können Kinder auch privat krankenversichert werden, wenn ein oder beide Elternteile Privatpatienten sind. In manchen Fällen können Eltern für ihr Kind auch zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung wählen.

Krankenversicherung für Kinder Inhaltsverzeichnis

Gesetzlich oder privat – Kinder in der Krankenversicherung

Bei versicherungspflichtigen Arbeitnehmern sind Kinder in der Regel beitragsfrei in der Familienversicherung mitversichert und erhalten innerhalb der gesetzlichen Versicherung einen Grundschutz. In der privaten Krankenversicherung wird für jedes Kind ein eigener Beitrag erhoben, dessen Höhe je nach Leistung variiert. Damit ein Kind privat versichert werden kann, muss mindestens ein Elternteil ebenfalls in der Privaten sein. Sind beide Elternteile privat versichert, besteht keine Möglichkeit das Kind in der gesetzlichen Krankenkasse zu versichern.

Wenn ein Partner in der privaten Krankenversicherung, der andere in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, stellt sich die Frage, wie das Kind versichert werden soll. Allgemein ist es so, dass das Kind keinen Anspruch auf Familienversicherung hat, wenn der privat versicherte Partner ein Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (derzeit 4.950 Euro brutto monatlich, Stand 2018) hat und regelmäßig ein höheres Einkommen bezieht als der gesetzlich Versicherte. Verdient der gesetzlich versicherte Partner allerdings mehr oder fällt das Einkommen des privat Versicherten unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze, dann kann das Kind wieder in die Familienversicherung aufgenommen werden. Ansonsten besteht die Möglichkeit, das Kind entweder bei der gesetzlichen oder der privaten Krankenversicherung zu versichern.

Aufnahmepflicht bei der privaten Krankenversicherung

Der private Krankenversicherer des Elternteils muss das Kind aufnehmen, sofern dies innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt beantragt wird. Dies hat den Vorteil, dass eine Gesundheitsprüfung entfällt und keine Risikozuschläge fällig werden – selbst dann, wenn das Kind etwa an angeborenen Krankheiten leidet.

Das Kind darf allerdings nicht in einem höheren Tarif als das versicherte Elternteil versichert werden. Ist beispielsweise die Mutter im Basistarif versichert, darf das Kind nicht in den Standardtarif eingestuft werden. Wählt man hingegen einen anderen Tarif etwa bei einem anderen Anbieter, kann dieser auf eine Gesundheitsprüfung und gegebenenfalls Risikozuschläge bestehen.

Wie funktioniert die Familienversicherung?

In der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Mitversicherung des Kindes grundsätzlich kein Problem. Das Kind wird über einen Elternteil familienversichert und hat damit alle Ansprüche auf die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen plus eventuelle Zusatzleistungen der jeweiligen Krankenkasse. Bezieht das Kind ein eigenes Einkommen, das über 425 Euro monatlich (Stand 2017) liegt, hat es keine Anspruch mehr auf Familienversicherung. Einzige Ausnahme bilden die sogenannten Mini-Jobs. Hier darf das Einkommen bei bis zu 450 Euro monatlich liegen.

Grundsätzlich gilt die Familienversicherung bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. Wenn das Kind keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, die Einnahmen über 450 Euro monatlich erzielt, verlängert sich dies bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres. Im Rahmen einer Ausbildung, eines Studiums, des freiwilligen Wehrdienstes oder eines freiwilligen ökologischen oder sozialen Jahrs kann die Familienversicherung bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres bestehen bleiben.

Darüber hinaus ist eine Familienversicherung nur möglich, wenn das Kind im Sinne des neunten Buches Sozialgesetzbuch behindert und nicht in der Lage ist, sich selbst zu versorgen.

Auch Ehegatten können in der gesetzlichen Krankenversicherung familienversichert werden, wenn ihr Einkommen die oben genannten Werte nicht überschreitet. Ist der Ehegatte selbstständig tätig, so darf die ausgeübte Tätigkeit nicht hauptberuflich ausgeführt, also mehr als 18 Stunden wöchentlich umfassen. Hier urteilt allerdings die Krankenkasse inwiefern die Voraussetzungen für eine beitragsfreie Familienmitversicherung gegeben sind.

Private Krankenversicherung für Kinder

In der privaten Krankenkasse muss jedes Familienmitglied, egal ob Ehegatte oder Kind, eigenständig versichert werden. Gerade bei mehreren Kindern können die Versicherungsbeiträge schnell eine finanzielle Belastung darstellen, während die Familienversicherung der GKV keinen zusätzlichen Beitrag erfordert. Jedoch besteht bei der PKV ein umfangreicheres Leistungsangebot. So werden in den meisten Tarifen beispielsweise Heilpraktikerleistungen erstattet, was für immer mehr Eltern ein entscheidendes Argument bei der Wahl der Versicherungsart ist. Auch erhalten Versicherte üblicherweise schneller einen Termin bei einem Facharzt, wenn sie Mitglied in der privaten Krankenversicherung sind. Berufstätige Eltern, die auch Arzttermine mit dem Kind genau planen müssen, haben dadurch einen entscheidenden Vorteil.

Wie wähle ich einen Tarif für mein Kind?

Es ist nicht notwendig das Kind beim eigenen Anbieter zu versichern. Manchmal hat es Vorteile sich einen anderen Anbieter zu suchen, etwa wenn die Versicherungsbeiträge in einem anderen Tarif wesentlich günstiger sind. Hierbei sollten Privatversicherte allerdings darauf achten, dass trotz eines günstigen Preises auch ein entsprechendes Leistungsangebot vorhanden ist. Zudem sollten sie überdenken, welcher Selbstbehalt sich bei der Versicherung des Kindes wirklich lohnt. Denn Kinder werden häufiger krank und es entstehen dadurch eher Kosten, die über den Selbstbehalt aufgebracht werden müssen. Hinzu kommt, dass bei der Wahl eines anderen Anbieters für gewöhnlich eine Gesundheitsprüfung verlangt wird. Werden hierbei Erkrankungen festgestellt, können sich die Versicherungsbeiträge sehr schnell durch Risikozuschläge erhöhen. Hier lohnt es sich genau zu überlegen und gegebenenfalls den Rat eines unabhängigen Versicherungsexperten in Anspruch zu nehmen.

Vergleich PKV und GKV

Gerade wenn ein Partner in der gesetzlichen Krankenversicherung ist und der andere in der privaten, fallen schnell die Unterschiede beim Leistungsangebot auf. Doch auch in anderen Punkten unterscheiden sich die beiden Versicherungsmodelle, zum Beispiel bei der Beitragsrückerstattung, Perspektiven im Alter und Wechsel des Anbieters. Erfahren Sie mehr zu den Unterschieden und vergleichen Sie die Leistungen von GKV und PKV direkt.

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Источники: http://www.finanztip.de/familienversicherung/, http://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/familienkrankenversicherung, http://www.krankenversicherung.net/kinder

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