Private erwerbsunfähigkeitsrente

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Warum Sie keine Erwerbsunfähigkeitsversicherung abschließen sollten!

Einige Gesellschaften bieten neben der Berufsunfähigkeitsversicherung auch die vergleichsweise kostengünstige Erwerbsunfähigkeitsversicherung an. Doch der geringe Preis erklärt sich dadurch, dass die Versicherungen nur in sehr seltenen Fällen zahlen müssen. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung zahlt nur bei echter Erwerbsunfähigkeit. Diese liegt vor, wenn Sie wegen Ihres Gesundheits­zustands weder Ihren eigenen noch irgendeinen anderen Beruf ausüben können. Eine Erwerbsunfähigkeitsrente erhalten Sie also nur im Extremfall.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist wichtiger und flexibler

Selten wird eine Erwerbsunfähigkeit tatsächlich anerkannt. Oft kann der Anbieter der Erwerbsunfähigkeits­versicherung die Leistung mit dem Argument verweigern, dass Sie durchaus noch zu körperlich oder geistig weniger belastenden Tätigkeiten in der Lage seien. Die Berufsunfähigkeitsversicherung bietet einen weitaus höheren Versicherungsschutz. Mit einer guten Berufsunfähigkeitspolice können Sie schon eine Rente bekommen, wenn Sie zu 50 Prozent außerstande sind, in Ihrem letzten Beruf zu arbeiten. Sie bestimmen mit über die Höhe der Zahlungen, die Sie im Ernstfall bekommen.

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Erwerbsunfähigkeitsversicherung – für wen?

Die Erwerbsunfähigkeit Versicherung kann sinnvoll sein für Personen, die in der Ausbildung oder im Studium sind und deshalb noch keinen bestimmten Beruf versichern können. Diese Versicherung kann meist später in einen vollständigen Berufsunfähigkeitsschutz umgewandelt werden.

Ein Vorteil der Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist der geringe Beitrag. Jedoch leistet sie wie erwähnt nur bei echter Erwerbsunfähigkeit eine Erwerbsunfähigkeitsrente. Es verhält sich also ähnlich wie bei der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente.

Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit im Vergleich

Erwerbsunfähigkeit ist ein krankheits- oder behinderungsbedingter Zustand, aufgrund dessen Sie keinen Beruf mehr ausüben können. Ihnen kann dann eine gesetzliche und eine private Erwerbsunfähigkeit Rente gezahlt werden.

Ein weiterer aktueller Begriff ist „Erwerbsminderung“. Der Grad der Erwerbsminderung entscheidet darüber, in welchem Umfang Sie Sozialhilfe erhalten. Kann ein Betroffener nur noch maximal drei Stunden täglich einen Beruf ausüben, so liegt vollständige Erwerbsminderung vor. Teilweise Erwerbsminderung bedeutet, dass eine Person immer noch zwischen drei und sechs Stunden täglich einem Beruf nachgehen kann.

Im ersten Fall erhält der Betroffene vom Staat nur etwa 30 Prozent seines vorherigen Bruttolohns. Diese magere staatliche Unterstützung erhalten Sie, wenn Sie erwerbsunfähig sind. Im zweiten Fall handelt es sich nur noch um rund 15 Prozent, und der Staat kann dann auch die Ausübung eines anderen Berufs vorschreiben. Sie gelten dann als berufsunfähig, aber nicht als erwerbsunfähig.

Leistungsvergleich

30 Prozent Ihres vorherigen Bruttogehalts, wenn Sie nur noch maximal drei Stunden täglich irgendeinen Beruf ausüben können

Erwerbsunfähigkeitsversicherung

So sichern Sie sich die beste Rente

  • Von: Annika Krempel

Das Wichtigste in Kürze

  • Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist sehr niedrig. Wer erwerbsunfähig wird, muss mit drastischen Einkommensverlusten rechnen.
  • Daher ist es sinnvoll, sich privat für den Verlust der Arbeitskraft abzusichern.
  • Den umfassendsten Schutz bietet eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU).
  • Die kann aber unter Umständen sehr teuer sein oder ist schwer zu bekommen. Dann ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU) eine Alternative.
  • Diese Versicherung zahlt eine Rente, falls Sie weniger als drei Stunden am Tag arbeiten können – in irgendeinem Beruf.

So gehen Sie vor

  • Lassen Sie sich vor Abschluss einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung beraten und vergleichen Sie mit Hilfe eines Spezialisten mehrere Angebote.
  • Wir haben geeignete Makler ausgesucht und empfehlen Hoesch & Partner, Buforum24, Zeroprov, Freche Versicherungsmakler, Blank & Partner, Thomas Kliem sowie Ritzerfeld & Partner.
  • Beantworten Sie die Gesundheitsfragen im Antrag ehrlich und ziehen Sie vorher unbedingt Ihre Ärzte und Krankenakten zu Rate.
  • Falls Sie Gesundheitsprobleme oder ein riskantes Hobby haben, lassen Sie einen Vermittler eine anonyme Risikovoranfrage stellen, bevor Sie sich für ein Angebot entscheiden.

Unser Tipp: Bleiben Sie zur Erwerbsunfähigkeitsversicherung immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Wie finanzieren Sie Ihr Leben, falls Sie für längere Zeit nicht mehr arbeiten können? Für diesen Fall bietet eine Berufsunfähigkeitsversicherung die beste und umfassendste Absicherung. Doch sie ist besonders für körperlich Tätige und für gesundheitlich vorbelastete Menschen kaum erschwinglich. Die private Erwerbsunfähigkeitsversicherung deckt hingegen weniger Risiken ab, ist dafür aber günstiger.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt, sobald der Versicherte höchstens noch 50 Prozent seiner letzten beruflichen Tätigkeit ausüben kann. Eine Leistung aus der Erwerbsunfähigkeitsversicherung bekommt hingegen erst, wer weniger als drei Stunden in irgendeinem Beruf arbeiten kann. Ein Handwerksmeister, der noch als Pförtner arbeiten kann, würde also kein Geld bekommen.

Der Staat sichert Erwerbsunfähigkeit nur teilweise ab

Berufsanfänger

In den ersten fünf Jahren Ihres Berufslebens sind Sie kaum abgesichert, da eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente erst nach dieser Zeit gewährt wird. Nur bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten gibt es eine Rente.

Der Staat zahlt durchaus eine Rente für den Fall, dass man nicht mehr arbeiten kann, weil man dauerhaft krank ist. Seit 2001 ersetzt die sogenannte Erwerbsminderungsrente die frühere gesetzliche Erwerbsunfähigkeitsrente. Seither bekommen alle ab 1961 Geborenen nur noch dann eine volle Rente, wenn es keinen Beruf mehr gibt, den sie mindestens drei Stunden am Tag ausüben könnten.

Die Höhe der Erwerbsminderungsrente hängt ab vom letzten Bruttogehalt und der Zahl der Versicherungsjahre. Oft beträgt die Rente weniger als ein Drittel des letzten Bruttogehalts. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung lag im Jahr 2014 die durchschnittliche Rentenhöhe bei voller Erwerbsminderung bei 719 Euro im Monat.

Wem diese Rente nicht für den Lebensunterhalt reicht, der sollte zusätzlich privat vorsorgen.

So funktioniert die Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Die Versicherung zahlt eine vereinbarte monatliche Rente, sobald die Voraussetzungen für Erwerbsunfähigkeit vorliegen. Warum der Versicherte erwerbsunfähig ist, spielt keine Rolle. Auch psychische Ursachen sind versichert.

Sie können die Versicherung in drei verschiedenen Formen abschließen:

  • als selbstständige Erwerbsunfähigkeitsversicherung,
  • als Zusatzversicherung zu einer Risikolebensversicherung, oder
  • als Zusatzversicherung zu einer Kapitallebens- oder Rentenversicherung.

Für Menschen, die ohnehin eine Absicherung für den Todesfall brauchen, kann die EU-Versicherung als Zusatz zu einer Risikolebensversicherung günstiger sein als zwei separate Verträge. Wer keine Angehörigen absichern muss oder bereits eine Risikolebensversicherung hat, kann eine eigenständige Erwerbsunfähigkeitsversicherung abschließen. Von einer Kombination mit einer Kapitallebens- oder Rentenversicherung raten wir ab: Das Sparen und den Schutz vor Risiken sollten Sie voneinander trennen. Vielleicht wollen Sie einmal einen Vertrag beenden, den anderen aber fortführen.

Günstigere Variante für Risikoberufe

Die private Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU) ist für alle geeignet, die eine Alternative zum BU-Schutz suchen – zum Beispiel aus Kostengründen.

Die Prämien für die Berufsunfähigkeitsversicherung variieren je nach Berufsgruppe enorm. Der Grund für diese Unterschiede liegt in dem unterschiedlichen Risikoprofil verschiedener Berufe: Maurer werden deutlich öfter berufsunfähig als zum Beispiel Mathematiker. Für Menschen, die vorwiegend körperlich tätig sind, ist die Berufsunfähigkeitsversicherung daher oft nicht finanzierbar. Für ein Mindestmaß an Schutz können sie stattdessen eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung abschließen.Gerade für sogenannte Risikoberufe ist diese Versicherung deutlich günstiger: Ein 35-jähriger Maurer zahlt bei einem bekannten Direktversicherer für eine versicherte Rente von 1.500 Euro einen Monatsbeitrag von 57 Euro. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung würde ihn beim gleichen Anbieter rund 340 Euro kosten. Für Büroarbeiter lohnt sich die EU-Versicherung preislich hingegen nur selten.

Für Selbstständige manchmal die bessere Wahl

Für selbstständige Unternehmer ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ebenfalls eine interessante Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Denn bevor die BU-Versicherung zahlt, prüft sie, ob Selbstständige ihren Betrieb theoretisch so umorganisieren könnten, dass Angestellte Tätigkeiten übernehmen, die der Versicherte selbst nicht mehr schafft. Darüber, ob eine solche Umorganisation zumutbar ist, gibt es oft Streit. Im schlechtesten Fall wird die Berufsunfähigkeit erst dann anerkannt, wenn der Selbstständige überhaupt nicht mehr arbeiten kann. Deshalb können selbstständige Unternehmer erwägen, von vorneherein die preiswertere Erwerbsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.

Nur in einigen Fällen eine Alternative für bereits Erkrankte

Mit gesundheitlichen Vorbelastungen ist es oftmals schwierig, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen. Auch bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung müssen Kunden eine Reihe von Gesundheitsfragen beantworten. Allerdings beurteilen manche Versicherer Vorerkrankungen bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung etwas weniger streng oder verwenden nur einen eingeschränkten Fragenkatalog.

Dennoch müssen Menschen mit gesundheitlichen Problemen auch bei der EU-Versicherung mit Risikozuschlägen auf den Beitrag oder Leistungsausschlüssen für bestimmte Erkrankungen rechnen. Wer in den vergangen fünf Jahren in psychotherapeutischer Behandlung war, bekommt meist weder eine Berufs- noch eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung. In solchen Fällen kommen dann andere Alternativen zur Absicherung der Arbeitskraft wie eine Dread-Disease-Versicherung oder eine Grundfähigkeitsversicherung in Betracht.

Diese Fallstricke müssen Sie beim Vertragsabschluss vermeiden

Eine gute Erwerbsunfähigkeitsversicherung zu finden, ist gar nicht so einfach. Bevor Sie sich für eine Police entscheiden, gibt es einige Aspekte, die Sie bedenken sollten.

Schließen Sie eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung so früh wie möglich ab

Je jünger und gesünder Sie sind, wenn Sie Ihre EU-Versicherung beantragen, desto niedriger ist Ihr Beitrag. Hinzu kommt: Je früher im Berufsleben Sie erwerbsunfähig werden, umso länger sind Sie auf die Zahlungen angewiesen. Sobald Sie Ihr erstes regelmäßiges Einkommen beziehen, sollten Sie über eine Absicherung nachdenken für den Fall, dass Sie nicht mehr arbeiten können. Für Auszubildende und Studenten sind besonders Tarife interessant, die sie später ohne erneute Gesundheitsprüfung in eine Berufsunfähigkeitsversicherung umwandeln können.

Achten Sie auf eine möglichst geringe Spanne zwischen Brutto- und Nettoprämie

Die Nettoprämie, auch Zahlbeitrag genannt, ist der Beitrag, den Kunden zum Beginn der Versicherung zahlen müssen. Der Versicherer kann diesen Beitrag bis zur Bruttoprämie erhöhen, wenn er die Risiken oder seine Anlagegewinne nicht richtig kalkuliert hat. Angesichts der aktuell sehr niedrigen Zinsen an den Kapitalmärkten wird das wahrscheinlicher.

Kunden sollten beim Preisvergleich deshalb auf die Bruttoprämie schauen und im Zweifel einen etwas höheren Nettobeitrag akzeptieren, wenn dafür der Bruttobeitrag deutlich geringer ist. So sind sie vor extremen Beitragssteigerungen gefeit.

Bevorzugen Sie Versicherer mit hoher Finanzkraft

Werden Sie erwerbsunfähig, ist es entscheidend, dass der Versicherer die Rente auch tatsächlich bezahlen kann. Daher sollten Sie einen finanzstarken Versicherer wählen, den es auch in 20 oder 30 Jahren noch gibt. Zur Beurteilung der Finanzstärke schauen Sie sich am besten die Ratings an, die die drei Ratingagenturen S&P’s, Moody’s und Fitch veröffentlichen. Bevorzugen Sie Anbieter, die bei einer der Agenturen mindestens eine Bewertung von „A-“ oder „A3“ haben. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der Anbieter, die diesem Anspruch gerecht werden:

Übersicht stabiler Unternehmen

Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 04. Juli 2016)

Seien Sie bei den Gesundheitsfragen ehrlich

Sie sollten unbedingt alle Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten. Das gilt ganz besonders für alle Sachverhalte, zu denen Unterlagen vorliegen und die nachprüfbar sind. Denn wenn der Anbieter feststellt, dass Sie Fragen falsch beantwortet haben, kann er vom Vertrag zurücktreten und sich weigern, eine Rente zu zahlen. Bei Fragen, die sich nicht eindeutig mit „ja“ oder „nein“ beantwortet lassen, sollten Sie Ihre Antwort auf dem Antragsbogen ausformulieren.

Fragen Sie bei Ihren Ärzten und Ihrer Krankenkasse nach und lassen Sie sich Kopien Ihrer Krankenakten geben, damit Sie auch wirklich nichts übersehen. Sonst ist es möglich, dass Sie Behandlungen vergessen, falsch bezeichnen oder ein Arzt Einträge in Ihre Akten gemacht hat, von denen Sie nichts wissen. Sprechen Sie die Akten mit Ihrem Hausarzt durch, um alles einordnen zu können. Leider kann es vorkommen, dass Ärzte falsche Diagnosen eintragen, um bei der Kasse mehr abrechnen zu können. Lassen Sie solche Einträge korrigieren.

Das alles ist mühsam, aber die Entscheidung, ob Sie im Ernstfall eine Rente bekommen, kann davon abhängen. Der Versicherer kann die Gesundheitsunterlagen noch zehn Jahre lang heranziehen, um Ihnen die Leistung zu verweigern. Behalten Sie eine Kopie der unterschriebenen Gesundheitsfragen, sodass Sie Ihre Angaben nachvollziehen können, wenn Sie eine Rente beantragen.

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Stellen Sie einen Probeantrag, wenn Sie gesundheitlich vorbelastet sind

Wenn Sie aufgrund einer gesundheitlichen Vorbelastung ein erhöhtes Erwerbsunfähigkeitsrisiko haben, sollten Sie zunächst eine anonymisierte Risikovoranfrage stellen. Damit vermeiden Sie, dass ein Versicherer Ihren Antrag ablehnt und einen entsprechenden Eintrag in der zentralen Wagnisdatei (HIS) vornimmt. In dieser Datei sammeln Versicherer Daten über ihre Kunden und eingegangene Anträge. Wenn ein Anbieter Ihren Antrag ablehnt, kann das die Chance verringern, bei einem anderen einen Vertrag zu bekommen. Lassen Sie sich deshalb von einem qualifizierten Makler oder Versicherungsberater bei einer anonymisierten Risikoanfrage unterstützen.

Diese Merkmale sollten Sie bei der Tarifwahl beachten

Wie bei allen Versicherungen entscheidet auch bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung das Kleingedruckte darüber, was der Vertrag am Ende wirklich taugt. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, ein möglichst verbraucherfreundliches Angebot auszuwählen.

Versicherungs- und Leistungszeit bis zur regulären Rente

Die Versicherungszeit ist der Zeitraum, innerhalb dessen die Berufsunfähigkeit eintreten muss, damit die Versicherung eine Rente zahlt. Endet dieser Zeitraum mit dem 50. Lebensjahr und Sie werden mit 51 Jahren erwerbsunfähig, erhalten Sie keine Rente. Die Leistungszeit bestimmt, bis zu welchem Alter der Versicherte die Rente ausbezahlt bekommt. Um Absicherungslücken vor Beginn der Altersrente auszuschließen, sollten Sie sich am besten bis zum 67. Lebensjahr versichern. Ist der Beitrag dafür zu teuer, sollte die Versicherung wenigstens bis zum 65. oder 63. Lebensjahr laufen. Bei Risikoberufen lassen sich die Versicherer allerdings oft nur auf verkürzte Versicherungszeiten ein.

Erhöhen Sie die versicherte Rente durch Dynamik und Nachversicherungsgarantie

Die Kosten für den Lebensunterhalt steigen im Laufe der Zeit – aufgrund der Inflation aber auch durch sich verändernde Lebensumstände, wie eine Familiengründung. Deshalb ist es wichtig, dass sich auch die versicherte Rente erhöht. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Dynamisierung der Beiträge und
  • Nachversicherungsgarantie.

Höherer Beitrag

Für den Teil der Rente, den Sie aufstocken, wird Ihr jeweiliges Lebensalter zugrunde gelegt. Die nachträglich erhöhte Rente kostet deshalb mehr als eine von Anfang an in dieser Höhe vereinbarte Rente.

Mit der Dynamik steigen die Beiträge jährlich um einen festgelegten Prozentsatz. Damit erhöht sich auch Ihr Anspruch auf EU-Rente. Damit die Prämie Ihr Budget nicht übersteigt, können Sie die Beitragssteigerungen in einzelnen Jahren aussetzen. Wird die Dynamik jedoch dreimal hintereinander abgelehnt, gibt es keine weitere Steigerung und die Rente bleibt konstant.

Eine Nachversicherungsgarantie erlaubt es, die versicherte EU-Rente auf einen Schlag hochzusetzen. So können Kunden die Rentenhöhe ohne erneute Gesundheitsprüfung anpassen, wenn sich ihre Lebensumstände geändert haben. Die meisten Versicherer erlauben das aber nur zu bestimmten Anlässen wie Heirat, Geburt eines Kindes oder Gehaltserhöhung und nur bis zum 45. Lebensjahr.

Achten Sie außerdem darauf, ob in den Versicherungsbedingungen eine Maximalrente festgelegt ist, die die Möglichkeit der Rentenerhöhung begrenzt.

Rentensteigerung auch nach Eintreten der Erwerbsunfähigkeit

Wer in jungen Jahren erwerbsunfähig wird, muss viele Jahrzehnte mit seiner monatlichen EU-Rente auskommen. Um den Wertverlust durch die Inflation aufzufangen, können Versicherte deshalb vereinbaren, dass sich die EU-Rente nach Eintreten der Erwerbsunfähigkeit jährlich weiter um einen garantierten Prozentwert erhöht. Mit einem jährlichen Inflationsausgleich von etwa 2 Prozent lässt sich so die Kaufkraft der Rente erhalten. Allerdings führt die Klausel natürlich zu einem etwas höheren Beitrag.

Vereinbaren Sie rückwirkende Leistung

Einige Versicherer zahlen erst sechs Monate nach Eintreten der Erwerbsunfähigkeit oder sogar noch später. Wer über keine großen finanziellen Rücklagen verfügt, sollte eine solche Karenzzeit vermeiden. Achten Sie außerdem darauf, dass der Versicherer drei Jahre rückwirkend leistet, wenn Sie den Versicherungsfall erst verspätet melden. Das ist wichtig, weil eine Erwerbsunfähigkeit oft erst mit Verzögerung festgestellt wird.

Akzeptieren Sie möglichst keine Arztanordnungsklausel

Mit der Arztanordnungsklausel kann der Versicherer Ihnen bestimmte Behandlungen vorschreiben, sofern sie keine besonderen Gefahren oder Schmerzen mit sich bringen. Wenn diese Klausel nicht im Vertrag steht, können Sie selbst entscheiden, welchen Behandlungen Sie zustimmen.

Vermeiden Sie ein befristetes Anerkenntnis

Wenn der Versicherer den Rentenanspruch nur befristet anerkennt, müssen Sie nach Ablauf der Frist meist erneut Ihre Erwerbsunfähigkeit nachweisen. Sie können diesen Aufwand und das Risiko vermeiden, wenn der Versicherer auf befristete Anerkenntnisse verzichtet.

Achten Sie darauf, dass keine Anzeigepflicht nach Vertragsabschluss besteht

Der Versicherer sollte darauf verzichten, dass Sie nach Vertragsabschluss einen Berufswechsel oder ein erhöhtes Risiko melden müssen, zum Beispiel wenn Sie neuerdings eine gefährliche Sportart ausüben.

Individuell beraten lassen

Bei der Suche nach besten Tarif sollten Sie sich von einem qualifizierten Versicherungsmakler oder Honorarberater unterstützen lassen. Gemeinsam mit ihm können Sie die Angebote verschiedener Versicherungen vergleichen und klären, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Sie nicht doch erschwinglich und sinnvoll wäre. Auch wenn Sie später eine EU-Rente beantragen wollen, sollten Sie sich fachmännisch beraten lassen. Ein Versicherungsberater oder Fachanwalt für Versicherungsrecht kann helfen, Fehler beim Ausfüllen des Rentenantrags und langwierige Nachfragen des Versicherers zu vermeiden.

Wenn Sie sich für den Abschluss einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung interessieren, können wir Ihnen folgende Vermittler empfehlen:

Hoesch & Partner

Versicherungsmakler mit bundesweiter Präsenz

  • Erfahrungen mit Arbeitskraftabsicherung seit 1983
  • 11 EU-Versicherer im Angebot
  • 8 Standorte bundesweit
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • bietet auch Honorarberatung und Nettotarife an
  • keine Online-Beratung möglich

Versicherungsmakler mit viel Erfahrung bei komplizierten Fällen

  • Erfahrungen mit Arbeitskraftabsicherung seit 2004
  • 16 EU-Versicherer im Angebot
  • viel Erfahrung mit Risikovoranfragen
  • Online-Beratung möglich

Beratung zu BU und Alternativen

  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 2012
  • bietet vorrangig Honorarberatung und Nettotarife an
  • alternativ auch Provisionsberatung möglich
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • 36 BU-Versicherer im Angebot, 3 beratende Makler

Freche Versicherungsmakler

Beratung zu BU und Alternativen

  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 1995
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • 29 BU-Versicherer im Angebot, 2 beratende Makler

Blank & Partner

Versicherungsmakler mit besonderer Expertise für Lehrer und Beamte

  • Erfahrungen mit Arbeitskraftabsicherung seit 2004
  • 14 EU-Versicherer im Angebot
  • Experte für Lehrer- und Beamtenabsicherung
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • Online-Beratung möglich

Thomas Kliem

Versicherungsmakler mit 15 Jahren Erfahrung

  • Erfahrungen mit Arbeitskraftabsicherung seit 2001
  • 17 EU-Versicherer im Angebot
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage
  • bietet auch Honorarberatung und Nettotarife an
  • Online-Beratung möglich

Ritzerfeld & Partner

Versicherungsmakler mit guter BU-Kompetenz

  • Erfahrungen mit Arbeitskraftabsicherung seit 1995
  • 13 EU-Versicherer im Angebot
  • Möglichkeit zur anonymen Risikovoranfrage

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Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Julia Rieder ist Expertin für Versicherungen und derzeit kommisarisch für das Thema Reise verantwortlich. Während ihres Volontariats bei Finanztip sammelte sie Hörfunk-Erfahrung beim Inforadio. Vorher war sie in den Redaktionen von Frontal 21, der Berliner Zeitung und dem Online-Magazin politik-digital tätig. Ihr Studium der Politikwissenschaft hat Julia Rieder an der Freien Universität Berlin mit einem Master abgeschlossen.

ehemaliger Finanztip-Redakteur (bis September 2015)

Saidi Sulilatu leitete bei Finanztip den Bereich Versicherungen. Zuvor war er viele Jahre als Honorarberater und Versicherungsmakler tätig. Sulilatu hat am 4. September 2015 Finanztip verlassen.

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