Private altersvorsorge selbständige

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Altersvorsorge Selbständige

Private Rente ein Muss

Jeder Selbständige muss für seine Altersvorsorge selbst sorgen. Denn die gesetzliche Rente erbringt im Regelfall keine Leistungen. Über die Basis-Rente oder auch die betriebliche Altersvorsorge können sich Selbständige eine Rente aufbauen.

Selbständige müssen die private Vorsorge selbst in die Hand nehmen. Nur pflichtversicherte Selbständige erhalten eine gesetzliche Rente. Diese reicht jedoch meist nicht aus. Der Staat unterstützt die private Altersvorsorge durch steuerliche Anreize. Dafür steht die Basis-Rente zur Verfügung. Für Selbständige stehen noch zusätzliche Alternativen zur Verfügung.

Welche Altersvorsorge ist für Selbständige geeignet?

Selbständige haben meist keine oder nur geringe Ansprüche aus der gesetzlichen Rente. Daher ist der Aufbau einer privaten Altersvorsorge absolut notwendig. Die Vielfalt der Angebote erschwert für Selbständige jedoch den Überblick.

Damit Selbständige im Alter keine Versorgungslücke aufweisen, hat der Gesetzgeber die Basis-Rente (auch: Rürup-Rente) eingeführt. Dabei handelt es sich um eine kapitalgedeckte, private Rentenversicherung, die eine lebenslange, monatliche Rente ab dem 60. Lebensjahr garantiert. Bis zu 20.000 Euro können Ledige auf diese Weise steuermindernd für die Altersvorsorge aufwenden. Für Verheiratete erhöht sich dieser Wert sogar auf 40.000 Euro pro Jahr.

Die staatliche Förderung wird jedoch nur dann gewährt, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Die Basis-Rente ist

  • nicht vererblich,
  • nicht übertragbar,
  • nicht kapitalisierbar,
  • nicht beleihbar,
  • nicht veräußerbar,
  • frühestens ab dem 60. Lebensjahr zu beziehen.

Vorteilhaft an der Basis-Rente ist zudem, dass die Absicherung der Arbeitskraft über die Berufsunfähigkeitsversicherung integriert werden kann. Die Beiträge können ebenfalls steuermindernd abgesetzt werden.

Betriebliche Altersvorsorge für Selbständige

Darüber hinaus bietet der Gesetzgeber die betriebliche Altersvorsorge für Selbständige an. Diese steht jedoch nur Kapitalgesellschaften zur Verfügung. Die Durchführung kann der Arbeitgeber selbst bestimmen. Es stehen fünf Durchführungswege zur Verfügung:

Auch für die betriebliche Altersvorsorge gelten gewisse Bedingungen, damit die Einzahlungen steuerfrei sind. Die Rente darf frühestens ab dem 60. Lebensjahr bezogen werden. Die Besteuerung aus den Verträgen erfolgt stets im Rentenalter.

Wie flexibel ist die private Altersvorsorge?

Selbständige wissen, dass die monatlichen Umsätze Schwankungen unterworfen sind. Gut, wenn die Altersvorsorge so flexibel ist, dass die Beiträge zur privaten Vorsorge herauf- oder herabgesetzt werden können. Auf diese Weise stellen Selbständige sicher, dass die monatlichen Verpflichtungen nicht zu groß sind.

Bei der staatlich geförderten Altersvorsorge ist die Beitragszahlung flexibel. Zum Jahresende kann man so bei überdurchschnittlicher Umsatzentwicklung steuerbegünstigt Einzahlungen in die Verträge vornehmen.

Außerdem ist das Vertragsguthaben in den Verträgen der Basis-Rente oder der betrieblichen Altersvorsorge im Fall einer Insolvenz vor einer Pfändung geschützt. Der Gesetzgeber will damit sicherstellen, dass die Vorsorge geschützt wird, wenn das Unternehmen liquidiert werden muss.

Altersvorsorge für Selbständige: Stiftung Warentest prüft Rentenmodelle

Bei der Altersvorsorge haben die meisten Selbständigen und Freiberufler die Wahl zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und eigenen Vorsorgeleistungen. Denn während einige Selbständige der Versicherungspflicht unterliegen, können sich andere von ihr befreien lassen. Um trotzdem im Alter finanziell unabhängig zu bleiben, müssen sich diese Selbständigen allerdings frühzeitig um eine private Altersvorsorge kümmern.

Die Stiftung Warentest hat nun untersucht, mit welcher Vorsorgeform sie am meisten Rente erzielen. Die große Überraschung: Neben der staatlich geförderten Rürup-Rente kann sich auch die gesetzliche Rentenversicherung als freiwillige oder Pflichtversicherung sehen lassen.

Altersvorsorge für Selbständige: Gesetzliche vs. private Rentenversicherung

Im Test der Stiftung Warentest (Finanztest 01/2014) haben die Experten berechnet, wie sich die verschiedenen Vorsorgevarianten hinsichtlich der Rente verhalten. Dabei gingen die Experten von einem Modellkunden aus, der 30 Jahre lang für die jeweilige Altersvorsorge zahlt. Bei einem monatlichen Beitrag von 600 Euro hätte dieser – je nach Rentenanpassung – im Alter einen gesetzlichen Rentenanspruch von 1.273 Euro bis 1.710 Euro pro Monat. Zahlt er hingegen in eine klassische Rürup-Rente oder private Rentenversicherung ein, läge die zu erwartende monatliche Rente bei 987 Euro bis 1.650 Euro brutto. Auch bei einem monatlichen Zahlbetrag von 300 Euro wartet die gesetzliche Rentenversicherung mit dem besten Ergebnis auf.

Tipp: Pauschale Aussagen, welche Absicherung für jeden Einzelnen konkret sinnvoll ist, sind schwierig. Wichtig ist, dass sie zum eigenen finanziellen Spielraum passt. Fordern Sie daher ein auf Sie abgestimmtes, unverbindliches Angebot zur Altersvorsorge an und finden Sie Ihre Vorsorgemöglichkeiten heraus.

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Steuervorteile bei Rürup- und gesetzlicher Rente

Egal welche Altersvorsorge Selbständige wählen, die Steuern dürfen sie hierbei nicht außer Acht lassen. So profitieren sie bei der Rürup-Rente von erheblichen Steuervorteilen. Rürup-Sparer können derzeit von jährlichen Einzahlungen bis zu 23.362 Euro (46.724 Euro bei Ehepaaren) 84 Prozent steuerlich geltend machen (Stand 2017). Jedes Jahr steigt der anrechenbare Anteil auf schließlich 100 Prozent. Die Steuerlast lässt sich daher über die Rürup-Beiträge erheblich senken.

Service: Mit dem Rürup Rente Rechner finden Sie schnell heraus, mit welchem Tarif Sie optimal fürs Alter vorsorgen können.

Was viele Menschen nicht wissen: Auch bei der gesetzlichen Rentenversicherung können diese Steuervorteile geltend gemacht werden. Für den Modellsparer ergibt sich bei der Stiftung Warentest im Laufe der 30 Jahre eine Steuerersparnis von 63.348 Euro für beide Vorsorgevarianten. Hier ist die private Rentenversicherung der eindeutige Verlierer. Denn diese bietet keinerlei Steuervorteile in der Ansparphase.

Steuerliche Vorteile an Bedingungen gebunden

Bei der Rürup-Rente handelt es sich um eine private Rentenversicherung oder einen Fondssparplan mit Zertifikat. Im Gegensatz zu normalen Privatrenten können Sparer bei der Rürup-Rente Steuervorteile geltend machen. Dafür müssen die Verträge bestimmte Voraussetzung erfüllen. So ist beispielsweise eine Kapitalauszahlung nicht vorgesehen.

Steuern bei der Altersvorsorge: Selbständige zahlen im Alter auf ihre Rente

Bei der Rürup- und gesetzlichen Rente müssen im Alter Steuern abgeführt werden. Bei der Privatrente ist nur der Ertragsanteil steuerpflichtig. Oft bedeutet dies, dass gar keine Steuern fällig werden, insbesondere wenn keine weiteren steuerpflichtigen Einkünfte vorliegen. Dann liegt der Ertragsanteil meist unter dem steuerlichen Grundfreibetrag. Rürup-Sparer und gesetzlich Rentenversicherte sind ab 2040 als Neurentner hingegen komplett steuerpflichtig. Allerdings fällt die Belastung durch die sogenannte nachgelagerte Besteuerung im Alter geringer aus als bei einer Besteuerung während des Erwerbslebens, da der persönliche Steuersatz als Rentner meist niedriger ist.

Sozialabgaben auf die Rente berücksichtigen

Neben den Steuern werden unterschiedlich hohe Sozialabgaben auf die Rente fällig. Gesetzlich Krankenversicherte zahlen je nach Zusatzbeitrag ihrer Krankenkasse zwischen 10,15 Prozent und 11,65 Prozent (Eltern) beziehungsweise 10,4 Prozent und 11,9 Prozent (Kinderlose) für ihre Kranken- und Pflegeversicherung von ihrer gesetzlichen Rente (Stand 2017).

Wer eine Rürup- oder Privatrente bezieht, muss als Pflichtversicherter der gesetzlichen Krankenversicherung keine Abgaben auf die private Rente bezahlen. Als freiwillig Versicherter werden diese hingegen fällig. Wer die hohen Abgaben als freiwillig Versicherter vermeiden will, kann in die Pflichtversicherung der Krankenversicherung der Rentner eintreten, wenn er eine gesetzliche Rente bezieht und in der zweiten Hälfte seines Berufslebens mindestens 90 Prozent der Zeit in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert war.

Vorsorge muss individuell gewählt werden

Die Privatrente ist bei der Stiftung Warentest als Altersvorsorge für Selbständige der klare Verlierer. Ob sich allerdings die gesetzliche Rentenversicherung, eine Rürup-Rente oder eine Kombination aus verschiedenen Vorsorgestrategien empfiehlt, hängt von den individuellen Lebensumständen ab. So müssen einige Selbständige ihre Altersvorsorge aufgrund schwankender Einkünfte sehr flexibel gestalten. Hier punktet eher die Rürup-Rente. Andere wählen wiederum bewusst die gesetzliche Rentenversicherung, da diese nicht nur eine Rente bietet, sondern auch weitere Leistungen wie einen Hinterbliebenenschutz oder Reha-Leistungen.

Service: Wenn Sie sich unsicher sind, welche Vorsorgeform sich für Sie lohnt oder ob Ihre bisherige Altersvorsorge ausreicht, dann fordern Sie eine unverbindliche Altersvorsorge Beratung an.

Vernachlässigen sollte man die Altersvorsorge als Selbständiger auf keinen Fall, sonst droht im Alter Armut. Zudem steht immer wieder eine Altersvorsorgepflicht für Selbständige zur Debatte, um auch die Personen zu Vorsorgemaßnahmen zu bewegen, die bisher noch nichts unternommen haben.

Private Vorsorge für Selbstständige

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Private Vorsorge: Möglichkeiten für Selbstständige, sich im Krankheitsfall und Alter abzusichern

Wer als Selbstständiger ein eigenes Unternehmen führt oder als Freiberufler tätig ist, ist sowohl im Arbeits- als auch Privatleben zahlreichen Risiken ausgesetzt, durch die man schnell in finanzielle Nöte geraten kann. Denn Arbeitskraft ist Kapital.

Doch wie ändern sich die finanziellen Verhältnisse, wenn eine Krankheit oder ein Unfall dazu führen, dass man längere Zeit nicht arbeiten kann? Und was ist, wenn man körperlich oder geistig nicht mehr in der Lage ist, die selbstständige Tätigkeit auszuüben? Existenzfragen, die Selbstständige beschäftigen, gehen auch über die Zeit der Berufstätigkeit hinaus. Denn sie sind mit der Unsicherheit konfrontiert, ob sie im Alter ausreichend finanziell versorgt sind.

Für Sie als Selbstständigen ist es unabdingbar, dass Sie für diese Fälle privat vorsorgen. Dabei zahlt es sich aus, wenn Sie frühzeitig an Ihren Versicherungsschutz denken: In jungen Jahren können Sie sich zu günstigen Konditionen privat absichern. Oftmals können Sie den vergünstigten Tarif beibehalten oder er steigt über die Jahre hinweg nur geringfügig. Da sich die Preise und Leistungen generell nach Versicherer erheblich unterscheiden, empfiehlt es sich, dass Sie die Konditionen zur Privatvorsorge vergleichen – wir beraten Sie gerne unverbindlich zu den verschiedenen Konzepten der Privatvorsorge:

1. Privatvorsorge für die Folgen von Krankheit

In Deutschland besteht die Pflicht, dass Sie sich krankenversichern. Als Selbstständiger beziehungsweise Freiberufler haben Sie die Möglichkeit, sich zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung zu entscheiden. Als gesetzlich Versicherter können Sie Ihren Schutz durch private Zusatzversicherungen ausweiten.

2. Private Altersvorsorge – für die eigene Rente und die Ihrer Mitarbeiter

Um Versorgungslücken im Alter vorzubeugen, bieten die Versicherer verschiedene Optionen zur Privatvorsorge: Zum einen können Sie als Selbstständiger für Ihre eigene Rentenzeit eine private finanzielle Absicherung abschließen. Zum anderen ist es möglich, dass Sie für Ihre Mitarbeiter eine Altersvorsorge einrichten. Bonus: Einige Varianten der Privatvorsorge bringen Ihnen steuerliche Vorteile.

3. Private Risikoabsicherung – für den Fall der Berufsunfähigkeit und im Todesfall

Wenn Sie als Selbstständiger oder Freiberufler durch eine Krankheit oder einen Unfall arbeitsunfähig werden, drohen Ihnen Einkommensausfälle, die Sie in eine prekäre finanzielle Lage bringen können. Und wenn der Ernstfall auftritt und Sie plötzlich aus dem Leben gerissen werden, dann stehen Ihre Hinterbliebenen oft mit leeren Händen da. Mit verschiedenen Risikovorsorgeprodukten – wie Lebensversicherungen – können Sie für diese Fälle vorsorgen.

Wenn Sie sich unsicher sind, welchen Versicherungs­schutz sie benötigen, dann bietet wir Ihnen die Möglichkeit einer Bedarfs­analyse. Unsere Versicherungs­experten überprüfen Ihren Versicherungsbedarf anhand Ihrer individuellen Risiken. Dieser Service ist absolut unverbindlich und kostenfrei.

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