Private altersversorgung

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Steuererklärung 2016: Steuern sparen mit Versicherungen und Altersvorsorge

Bei der nächsten Steuererklärung sollten Sie die Beiträge für Ihre Versicherungen und für die Altersvorsorge nicht vergessen. Wenn Sie alle Ausgaben an der richtigen Stelle eintragen, können Sie mit der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung auf jeden Fall Steuern sparen. Steuervorteile gibt’s außerdem für Sparer mit der Riester Rente und der Rürup Rente.

Versicherungsbeiträge und Vorsorgeaufwendungen richtig absetzen

Es ist wieder soweit: Bis zum 31. Mai 2017 muss die Steuererklärung 2016 beim Finanzamt vorliegen. Obwohl sich die meisten Steuerpflichtigen auf diese Weise eine ganze Menge Geld zurückholen können, ist allein der Gedanke an die schriftliche Erklärung für viele ein Graus. Doch keine Angst: Arbeiten Sie die vielen Formulare einfach Schritt für Schritt durch. Hier können Sie nachlesen, wie Sie Ihre Versicherungsbeiträge und Ihre Aufwendungen für die Altersvorsorge in der Steuererklärung 2016 richtig angeben. Außerdem können Sie die Abgabe unter Umständen hinauszögern. Wenn Sie einen Steuerberater haben, müssen Sie die Steuererklärung erst am Ende des Jahres beim Finanzamt einreichen.

Steuervorteile mit der Altersvorsorge

Angaben zu den Beiträgen für die gesetzliche und private Altersvorsorge dürfen in keiner Steuererklärung fehlen. Die beiden wichtigsten Formulare, die Sie hierfür bei der Einkommenssteuererklärung benötigen, sind die Anlage „Vorsorgeaufwand“ und die Anlage „AV“.

In der Anlage „Vorsorgeaufwand“ teilen Sie dem Finanzamt alle Angaben zu Ihren Vorsorgeaufwendungen mit. Neben den Beiträgen zur gesetzlichen oder privaten Kranken- und Pflegeversicherung sind dies vor allem auch die Beiträge zur Altersvorsorge. In die Zeilen 4 bis 7 tragen Sie Ihre Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung, die berufsständische Versorgungseinrichtung und für den Basisrentenvertrag, die sogenannte Rürup Rente, ein. Die konkreten Zahlen dazu finden Sie in Ihrer Lohnsteuerbescheinigung und in den Unterlagen des Versorgungswerkes oder des Rürup Anbieters.

Die Anlage „AV“ ist für alle Riester Sparer wichtig, denn hier werden die Angaben zu den Altersvorsorgebeiträgen für die Riester Verträge gemacht. Für wie viele Riester Verträge Sie eine staatliche Förderung erhalten, geben Sie in Zeile 7 an. In Zeile 8 tragen Sie dann die Höhe der geleisteten Beiträge für diese Verträge ein. Auch Tilgungsleistungen für Wohnriester zählen dazu. Weiterhin geben Sie in dem Formular an, ob Sie im Jahr 2016 unmittelbar oder mittelbar begünstigt waren, und machen für die Riester Kinderzulagen Angaben zu Ihren Kindern.

Steuervorteile durch die Riester Rente

Mittlerweile sorgen über 16 Millionen Deutsche mit einem Riester Vertrag für das Alter vor. Sie alle können von der staatlichen Förderung aus Zulagen und Steuervorteilen profitieren. Neben der jährlichen Grundzulage von bis zu 154 Euro sind vor allem auch die Kinderzulagen in Höhe von bis zu 185 bzw. 300 Euro interessant.

Die eingezahlten Beiträge für die geförderte Vorsorge sowie die Zulagen dürfen Riester Sparer als Sonderausgaben bei der Steuer geltend machen. Das Finanzamt erkennt bis zu 2.100 Euro im Jahr an und stellt automatisch fest, ob der Riester Sparer mit den Zulagen oder dem Sonderausgabenabzug besser fährt. Abhängig von Familienstand, Anzahl der Kinder und dem Einkommen erhalten Steuerpflichtige mit einem Riester Vertrag auf diese Weise eine Steuerersparnis. Insbesondere Alleinstehenden ohne Kind kommt der Sonderausgabenabzug in der Regel zugute.

Redaktions-Tipp

Wenn Sie Ihre Riester Beiträge zusammen mit den staatlichen Zulagen steuerlich ansetzen wollen, müssen Sie Ihrem Anbieter erlauben, dass er die Höhe der eingezahlten Beiträge elektronisch an die Finanzverwaltung meldet. Bei Ihrer Einkommenssteuererklärung müssen Sie zusätzlich die Anlage „AV“ ausfüllen.

Steuervorteile durch die Rürup Rente

Auch Rürup Sparer können ihre Einzahlungen von der Steuer absetzen. Für das Jahr 2016 beträgt der als Sonderausgaben abzugsfähige Höchstbetrag bei der Rürup Rente 82 Prozent von 22.766 Euro bei Ledigen (18.668 Euro) bzw. von 45.532 Euro bei Ehepaaren (37.336 Euro). Dieser Höchstbetrag gilt auch für andere Vorsorgeaufwendungen.

Die Beiträge für den Rürup Vertrag werden bei der Steuererklärung in Zeile 7 der Anlage „Vorsorgeaufwand“ eingetragen. Ähnlich wie bei der Riester Rente gilt auch hier: Der Anbieter muss die entsprechenden Daten zudem elektronisch an die Finanzverwaltung übermitteln. Wer als Rürup Sparer dazu noch nicht eingewilligt hat, kann das noch nachholen.

Weitere Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung angeben

In der Anlage „Vorsorgeaufwand“ können auch Aufwendungen für weitere Versicherungen, unter anderem die Berufsunfähigkeitsversicherung, die Unfallversicherung, die Haftpflichtversicherung und die zusätzliche Pflegeversicherung, eingetragen werden. Das kann sich vor allem für Rentner und Pensionäre, kinderlose Selbstständige sowie Arbeitnehmer mit einem geringeren Einkommen lohnen. Denn sofern deren Beiträge für die Kranken- und Pflegepflichtversicherung unter dem steuerlich absetzbaren Höchstbetrag von 1.900 Euro (bei Selbstständigen 2.800 Euro) liegen, können sie weitere Versicherungsbeiträge absetzen.

Service: In unserem Leitfaden für die Steuererklärung werden zahlreiche weitere Tipps zum Ausfüllen der wichtigsten Formulare geliefert. Steuerneulinge werden dabei Schritt für Schritt zur fertigen Steuererklärung geführt.

Sofortrente

  • Lange Einzahlungszeiträume umgehen
  • Höhere Geldbeträge direkt in die Vorsorge investieren
  • Auszahlungsbeginn flexibel wählbar
  • Garantierte Zinsen plus Überschussbeteiligungen

Was bietet eine Sofortrente?

Wie mittlerweile den meisten Deutschen bekannt sein müsste, werden die gesetzlichen Rentenleistungen langfristig kaum mehr ausreichen, um den finanziellen Bedarf im Alter zu decken. Umso wichtiger ist der Abschluss einer privaten Altersvorsorge. Besonders für diejenigen, die kurz vor Rentenbeginn stehen und sich noch nicht privat um ihre finanzielle Zukunft im Alter gekümmert haben, empfiehlt sich eine Sofortrente.

Einmalzahlung in die Sofortrente

Im Gegensatz zu klassischen privaten Rentenversicherungen, in die über einen langen Zeitraum Beiträge gezahlt werden muss, baut die Sofortrente, auch sofort beginnende Rentenversicherung genannt, auf dem Prinzip der Einmalzahlung auf. Daher ist es auch kein Nachteil, erst spät im Alter eine einmalige Zahlung für die Rente zu tätigen, denn die Rente wird sofort nach Erhalt der Summe monatlich ausgezahlt.

Eine Rentenversicherung in Form einer Sofortrente ist vor allem dann vorteilhaft, wenn ein höherer Geldbetrag investiert werden kann, zum Beispiel durch persönliche Sparmaßnahmen, eine Erbschaft oder durch Auszahlung einer Lebensversicherung. Dieser Geldbetrag garantiert den Versicherten eine sofortige, lebenslange Rente.

Welche Rentenhöhe ist sicher?

Bei der Sofortrente gilt genauso wie bei der klassischen Rentenversicherung, dass zwischen einer Garantierente und Überschussbeteiligungen unterschieden wird. Die Garantierente bezeichnet den Betrag, den Sie auf jeden Fall erhalten. Der Garantiezins für eine Rentenversicherung liegt dabei aktuell bei 0,9 Prozent (2017). Die Überschussbeteiligung erhalten Sie zusätzlich. Wie hoch diese allerdings ausfallen, hängt davon ab, wie gut Ihr Versicherer mit seinem Kapital wirtschaftet.

Um eine möglichst hohe monatliche Rente durch die Sofortrente zu bekommen, sollte bei der Auswahl des jeweiligen Finanzinstituts auch auf die Finanzstärke des Unternehmens geachtet und die Überschüsse der letzten Jahre mitberücksichtigt werden.

Dynamisierung der Rentenhöhe

Die lebenslange Sofortrente kann in unterschiedlichen Formen ausgezahlt werden:

  • Konstant: Die Rente bleibt monatlich gleich hoch.
  • Dynamisch: Die Höhe der Rente steigt jährlich. Somit wird dem Wertverlust durch die Inflation gegengewirkt.

Der Kunde muss sich vor Beginn der Auszahlung entscheiden, wann er von den Überschüssen profitieren will. Besser ist es, sich anfangs nur die Garantierente auszahlen zu lassen. Sie steigt im Lauf der Jahre durch Zuteilung von Überschüssen. Vorteil: Eine einmal erreichte Rentenhöhe bleibt erhalten. Wer sich dagegen sofort die höchste Anfangsrente auszahlen lässt, riskiert später Rentenkürzungen.

Rentengarantiezeit und Beitragsrückgewähr

Falls Sie sich für die Sofortrente entscheiden, können Sie zusätzlich eine Rentengarantiezeit und eine Beitragsrückgewähr vereinbaren. Beide Maßnahmen sichern die Zahlung der Rente bzw. des Gesamtkapital an Hinterbliebene, falls Sie sterben. Durch die Garantiezeit wird die monatliche Rente bis zum Ablauf eines vereinbarten Zeitraumes an Ihre Hinterbliebenen, etwa Ihr Ehepartner, weitergezahlt. Danach haben Ihren Angehörigen keinen Anspruch auf das Kapital Ihrer Sofortrente.

Mit vereinbarter Beitragsrückgewähr zahlt der Versicherer den eingezahlten Beitrag im Todesfall an die Erben zurück. Wenn Sie sich für diese Option und für die der Rentengarantiezeit entscheiden, müssen Sie jedoch mit geringeren Rentenausschüttungen rechnen, da die Versicherungsgesellschaft für diese Sicherheiten ein Teil Ihrer Einmalzahlung zur Seite legt.

Redaktions-Tipp

Selbstverständlich kann der Auszahlungsbeginn der sofortigen Rentenversicherung auch verschoben werden, etwa weil man noch im Berufsleben steht und seinen finanziellen Bedarf durch das Einkommen gedeckt hat. In jedem Fall ermöglicht eine Sofortrente eine sichere Rentenzahlung, die zudem etwa durch einen Hinterbliebenenschutz erweitert werden kann.

Vorteil der Sofortrente: Die Versteuerung

Anders als bei geförderten Vorsorgeprodukten wie Riester oder Rürup Rente muss bei der sofortigen Rente nur der Ertragsanteil versteuert werden. Dieser richtet sich nach dem Renteneinstiegsalter. Wer mit 65 Jahren Leistungen aus der Rentenversicherung bezieht, muss nur 18 Prozent der monatlichen Rentenzahlung versteuern. Bei einer Rente von 1.000 Euro im Monat, sind es lediglich 180 Euro, die in Abhängigkeit zum persönlichen Steuersatz für die Steuer relevant sind.

Prozentuale Versteuerung der monatlichen Rentenzahlung bei der Sofortrente:

  • 61 Jahre: 22 Prozent
  • 62 Jahre: 21 Prozent
  • 63 Jahre: 20 Prozent
  • 64 Jahre: 19 Prozent
  • 65 Jahre: 18 Prozent
  • 67 Jahre: 17 Prozent
  • 69 Jahre: 15 Prozent

Sofortrente berechnen lassen

Mit Rechnern haben Sie die Möglichkeit, sich Ihre Sofortrente kalkulieren zu lassen. Doch eignet sich eine Sofortrente als private Altersvorsorge überhaupt für Sie? Diese Frage sollte als erstes geklärt werden und in den meisten Fällen bedarf es dazu einer eingehenden Beratung. Unter Umstände finden Sie sogar eine Vorsorgemöglichkeit, die Ihnen eine bessere Rente ermöglicht.

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Private Altersvorsorge: Rechtzeitige Vorsorge ist wichtig

Ohne eine vernünftige private Altersvorsorge werden die meisten Berufstätigen im Alter zu wenig Geld zur Verfügung haben, um ihren Lebensabend sorgenfrei zu gestalten. Dennoch schieben viele ihre Vorsorge auf die lange Bank. Das ist zwar verständlich, denn die meisten Vorsorgeangebote erscheinen auf den ersten Blick kompliziert. Trotzdem ist die frühzeitige Entscheidung für eine passende Altersvorsorge ratsam, um eine finanzielle Sicherheit für die Zeit nach dem Berufsleben zu schaffen.

Inhaltsverzeichnis

Drohende Altersarmut vermeiden

Mit der gesetzlichen Rente allein ist ein finanziell sorgenfreier Lebensabend heutzutage leider nicht mehr garantiert. Dies gilt nicht nur für Geringverdiener. Auch Durchschnittsverdiener laufen mittlerweile Gefahr, mit ihrer gesetzlichen Rente allein nicht auszukommen. Im schlimmsten Fall sind sie später auf Sozialleistungen angewiesen. Durch den demografischen Wandel und das sinkende Rentenniveau verschärft sich die Situation zusehends. Gerade deshalb ist es wichtig, bereits jetzt an später zu denken, der Rentenlücke ein Schnippchen zu schlagen und sich möglichst frühzeitig mit einer privaten Altersvorsorge abzusichern.

Staatliche Unterstützung bei der Rente

Auch von staatlicher Seite wurde erkannt, dass die gesetzliche Rente oftmals keine ausreichende Altersvorsorge darstellt. Durch verschiedene Förderungen bietet der Bund daher Unterstützung beim Vorsorgen, etwa in Form der Riester-Rente oder der Rürup-Rente. Neben diesen beiden Varianten der Altersvorsorge gibt es aber noch eine Vielzahl weitere Möglichkeiten, sich finanziell für den Lebensabend abzusichern. Welche Vorsorgeform empfehlenswert ist, hängt immer stark von der jeweiligen Lebenssituation des Sparers ab.

Generell gilt: Wer bereits in jungen Jahren Geld für den Ruhestand beiseitelegt, sammelt länger Erträge und kann daher am Ende höhere Leistungen erhalten. Doch auch im fortgeschrittenen Alter ist es noch möglich, eine kostengünstige und zugleich umfassende Vorsorge zu finden. Es gibt eine ganze Reihe von Strategien, ein finanzielles Polster für das Alter zu schaffen. Die beliebtesten Varianten sind neben der bereits erwähnten Riester- und Rürup-Rente die klassische Rentenversicherung, die betriebliche Altersvorsorge sowie die Kapitalanlage und das Eigenheim.

Tipps zu Altersvorsorge

1. Erkundigen Sie sich über die Höhe der Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese geht hervor aus den jährlichen Bescheiden der gesetzlichen Rentenversicherungsträger. Sie können auch bei der für Sie zuständigen Stelle nachfragen.

2. Berechnen Sie Ihren Geldbedarf im Rentenalter. Ermitteln Sie, welche Ausgaben Sie später voraussichtlich haben werden. Ihre private Zusatzrente sollte die Lücke zwischen gesetzlicher Rentenversicherung und dem späteren finanziellem Bedarf schließen.

3. Informieren Sie sich, ob Anspruch auf Riester-Förderung und ob eine betriebliche Altersvorsorge sinnvoll wäre. Falls nicht, haben Sie ein Anrecht auf Riester-Zulagen, wenn Ihr Ehepartner förderberechtigt ist.

4. Prüfen Sie Ihre Altersvorsorge regelmäßig. Vergewissern Sie sich jährlich, ob die zu erwartende Rente Ihren Ansprüchen genügt und passen Sie den Vertrag gegebenenfalls an.

Riester-Rente: Staatliche Zulagen für Familien

Die Riester-Rente wird vom Staat durch Zulagen und Steuervorteile unterstützt. Riester-Sparer erhalten jedes Jahr eine Grundzulage in Höhe von 154 Euro (ab dem Jahr 2018 wird die Grundzulage auf 175 Euro jährlich erhöht). Besonders Eltern können von dieser Unterstützung profitieren: Denn für jedes Kind erhalten sie zusätzlich eine sogenannte Kinderzulage von 185 Euro. Für Kinder, die nach 2007 geboren wurden, beträgt die Zulage sogar 300 Euro pro Jahr.

Gute Erträge bei der Riester-Rente hängen jedoch vom richtigen Versicherungsvertrag ab. Denn die Kosten und der wirtschaftliche Erfolg der Anbieter unterscheiden sich teilweise erheblich voneinander. In einer persönlichen Beratung kann geklärt werden, ob sich die Riester-Rente für die persönliche Vorsorge eignet und welcher Vertrag aktuell die besten Konditionen bietet.

Erfahren Sie hier mehr zur Riester-Rente.

Vertrauensschutz bei der Riester-Rente

Über die Riester-Rente wird immer wieder diskutiert, manchmal sogar deren Abschaffung gefordert. Sollte es tatsächlich dazu kommen, muss allerdings kein Riester-Sparer bereits gezahlte Förderungen zurückzahlen. Es gilt der Vertrauensschutz.

Rürup-Rente: Altersvorsorge für Selbstständige und Gutverdiener

Die Rürup-Rente richtet sich vor allem an Selbstständige und Freiberufler. Die Vorsorge wird durch Steuervorteile gefördert. Bis zu einem Maximalbetrag von 23.362 Euro für Alleinstehende beziehungsweise 46.724 Euro für Ehepaare können die Einzahlungen zu 82 Prozent als Sonderausgaben steuerlich angerechnet werden (Stand 2017). Ab 2030 ist eine komplette Anrechnung der Beiträge möglich. Auch Arbeitnehmer mit einem sehr guten Einkommen und einer hohen Steuerlast profitieren mitunter von der Rürup-Rente mehr als von der Riester-Rente.

Erfahren Sie hier mehr zur Rürup-Rente.

Private Lebens- und Rentenversicherungen: Altersvorsorge in Zeiten der Niedrigzinsen

Lebensversicherungen und Rentenversicherungen ohne Förderung haben mittlerweile an Bedeutung verloren, da die derzeitige Niedrigzinsphase sehr stark auf die Erträge drückt. So wurde der Garantiezins für klassische Verträge immer wieder gesenkt und liegt im Jahr 2017 bei nur noch 0,9 Prozent (2016: 1,25 Prozent) .

Viele Versicherer verabschieden sich daher momentan von klassischen Lebensversicherungen und setzen verstärkt auf fondsgebundene Varianten. Diese bieten keine garantierte Verzinsung, dafür höhere Renditechancen. Einige Anbieter haben inzwischen auch Lebensversicherungen mit neuen Garantiemodellen auf den Markt gebracht. Wer die Altersvorsorge mit einer Absicherung für die eigene Familie kombinieren will, sollte sich daher beraten lassen, welche Form der Lebensversicherung den richtigen Mix aus Sicherheit und Rendite aufweist.

den persönlichen Bedürfnissen ab

Betriebliche Altersversorgung mit Unterstützung vom Arbeitgeber

Jeder Arbeitnehmer hat in Deutschland ein Anrecht auf die betriebliche Altersversorgung. Viele größere Unternehmen unterstützen Arbeitnehmer dabei in Form von Zuschüssen. Gerade wenn dies der Fall ist, bietet die betriebliche Altersversorgung gegenüber anderen Vorsorgeformen einen großen Vorteil.

Die Zahlungen in die sogenannte Betriebsrente erfolgen nicht aus dem Nettogehalt. Vielmehr führt der Arbeitgeber den Beitrag aus dem Bruttoeinkommen ab, noch bevor Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abgezogen werden. Da Betriebsrenten jedoch nachgelagert versteuert und Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung fällig werden, sollten Interessierte überprüfen lassen, ob und in welcher Form die betriebliche Altersvorsorge das richtige Mittel für ihre persönliche Vorsorge darstellt.

Vorsorgen über Umwege: Geldanlage und Immobilie

Natürlich gibt es weitere Optionen, finanziell für das Alter vorzusorgen. Gerade Selbstständige setzen häufig auf eine Geldanlage, auf die sie bei finanziellen Engpässen zurückgreifen können. Ebenso beliebt ist der Kauf eines Eigenheims. Schließlich sparen sich Hausbesitzer Mietzahlungen und sie können die Immobilie im Alter bei Bedarf verkaufen oder vermieten, um ihre Rente aufzubessern.

Da es derzeit sehr günstige Angebote zur Baufinanzierung gibt, setzen immer mehr Menschen bei der Altersvorsorge auf das sogenannte Betongeld. Gerade bei Immobilien gilt es allerdings auf viele andere Faktoren wie beispielsweise Lage und Wertentwicklung zu achten. Ob sich Wohneigentum deshalb als alleinige Altersvorsorge eignet, sollte noch vor dem Kauf in einem Gespräch mit einem Experten geklärt werden.

Ökologische Altersvorsorge

Viele Versicherer bieten heute auch Altersvorsorgetarife an, bei denen aus „grünen“ Fonds gewählt werden kann. Diese investieren dann zum Beispiel in erneuerbare Energien. Mit der sogenannten ökologischen Altersvorsorge haben Sparer so die Möglichkeit, für den Lebensabend vorzusorgen und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun.

Passende Altersvorsorge finden

Bei der Altersvorsorge gibt es keine Patentlösung. Ein Berufsanfänger kann beispielsweise weniger Geld zurücklegen als jemand, der bereits seit mehreren Jahren mit beiden Beinen fest im Berufsleben steht. Ob und welche Altersvorsorge sich eignet, ist sowohl von dem beruflichen Werdegang und der Familienplanung des Sparers als auch den Möglichkeiten der staatlichen Förderung abhängig. Daher sollte die Altersvorsorge genauestens geplant und an die individuelle Lebenssituation angepasst werden. Selbst Menschen, die genau wissen, welche Altersvorsorge zu ihnen passt, haben die Auswahl aus einer Vielzahl unterschiedlicher Anbieter und Tarife. Ein Vergleich der unterschiedlichen Optionen kann sich daher immer lohnen. Aus diesem Grund ist es ratsam, mittels eines individuellen Angebots den persönlichen finanziellen Bedarf im Alter zu bestimmen und die dazu passende Vorsorgelösung zu finden.

Im Laufe des Berufslebens fragen sich darüber hinaus viele Sparer, ob sie schon genug für ihre Rente tun. Oftmals lohnt es sich, bereits bestehende Altersvorsorgeverträge von einem Experten überprüfen zu lassen. Reichen diese noch nicht aus, um die spätere Rentenlücke zu schließen, kann das Vorsorge-Portfolio entsprechend ergänzt werden.

Источники: http://www.finanzen.de/altersvorsorge/steuererklaerung, http://www.finanzen.de/altersvorsorge/sofortrente, http://www.finanzen.de/altersvorsorge

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