Mietsachschäden haftpflicht

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Mietsachschäden

In Deutschland lebt das Gros der Haushalte nicht im Eigenheim, sondern in Mietwohnungen. Eine Tatsache, die auch vor dem Hintergrund der privaten Haftpflichtversicherung Fragen aufwirft. Wie gehen die Gesellschaften zum Beispiel mit einem Schaden um, wenn der Mieter beim Einzug die Wohnungstür beschädigt? Oder was passiert, wenn durch eine kleine Unaufmerksamkeit das Glas der teuren Duschkabine zerbricht? Zwei mögliche Schadensbeispiele, die sich beliebig erweitern ließen.

Denn eine Mietwohnung ist keineswegs so leer, wie man vielleicht im ersten Moment denkt. Parkett, Badewanne, Heizung, teure Spiegel und Fliesen – Schäden, die Mieter verursachen, können letztlich für beide Seiten teuer werden. Ein Austausch gerissener Fliesen ist meist teuer – genauso wie die kaputte Badewanne. Und auch Schäden an der Einbauküche sollte man nicht unbedingt auf die leichte Schulter nehmen. Hat man als Mieter den Schaden verursacht – ob nun vorsätzlich oder fahrlässig – ist man grundsätzlich schadenersatzpflichtig. Reguliert die Privathaftpflicht aber solche Schäden?

Betrachtet man die Regelungen in den AHB des GDV lautet die Antwort nein. In Ziff. 7.6 werden ganz klar Schadenersatzansprüche von der Haftung des Versicherers ausgeschlossen, die sich auf:

Sachen beziehen. Die Mietwohnung bleibt auf den ersten Blick in der Haftpflichtversicherung also außen vor. Es zahlt sich aber aus, den Blick in die Versicherungs- und Tarifbestimmungen etwas zu vertiefen. Denn die Gesellschaften gehen bezüglich des Geltungsbereichs keineswegs so rigoros vor. Bereits der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft räumt im Zusammenhang mit der Muster-Bedingungsstruktur IX (Privathaftpflicht) die Absicherung der Mietsachschäden ein.

Bedingung ist, dass es sich dabei (nach Ziff. 5.2 Muster-Bedingungsstruktur IX) um privat angemietete Räume handeln muss. Darüber hinaus legt der GDV aber fest, dass:

  • Schäden wegen Abnutzung, Verschleiß und übermäßiger Beanspruchung
  • Ersatzansprüche wegen Schäden an Heizungs-, Maschinen-, Kessel- und Warmwasserbereitungsanlagen sowie an Elektro- und Gasgeräten
  • Glasschäden und
  • Ansprüche wegen Schimmelbefall

zu den Ausschlüssen in der privaten Haftpflichtversicherung gehören. Und viele Gesellschaften schließen sich für die Formulierung ihrer Versicherungsbedingungen diesen Mustervorgaben an.

Hinweis: Beim Thema Mietsachschaden in der Haftpflichtversicherung sind meist unbewegliche Sachen Kern der Absicherung – wie die Einbauküche. Mobile Einrichtungsgegenstände genießen diesbezüglich einen anderen Stellenwert. Auskunft drüber, wie weit der Versicherungsschutz geht und ob an die Absicherung gegen Mietsachschäden ein Selbstbehalt gekoppelt ist, geben in der Praxis die Risikobeschreibung bzw. die Besonderen Versicherungsbedingungen.

Mietsachschäden im Urlaub

Im Zusammenhang mit dem Mietsachschaden und dessen Regulation sollte man als Versicherungsnehmer nicht nur die eigenen vier Wände im Hinterkopf behalten. Immer wieder kommt es vor, dass im Urlaub etwas im Hotelzimmer zu Bruch geht. Es stellt sich natürlich die Frage, inwiefern solche Ansprüche durch eine Privathaftpflicht gedeckt sind? Grundsätzlich sind es auch hier die Versicherungsbedingungen, welche den Ausschlag geben.

Hat der Versicherer die Mietsachschäden an mobilen Einrichtungsgegenständen im Hotel oder einer Ferienwohnung nicht in den Versicherungsschutz eingeschlossen, bleibt man als Versicherungsnehmer auf den Schadenersatzforderungen sitzen. Gerade in Tarifvarianten mit einem gehobenen Leistungsbereich ist dieser Schadensfall aber nicht selten mitversichert. Die Höhe der Deckungssumme hängt letztlich vom gewählten Tarif in der Haftpflichtversicherung ab.

– an unbeweglichen Sachen bis zur Höhe der Deckungssumme

– an unbeweglichen Sachen bis zur Höhe der Deckungssumme

Zwei Beispiele zufällig ausgewählter Versicherungen, welche die Unterschiede in der privaten Haftpflichtversicherung bezüglich der Absicherung von Mietsachschäden zeigen (Quelle: Leistungsübersicht der einzelnen Versicherungsgesellschaften Stand Februar 2013)

Einige Gesellschaften trennen bezüglich der Mietsachschäden im Urlaub die beweglichen von den unbeweglichen Sachen – wenn es um die Höhe der Deckungssummen geht. Inwiefern für einen Sachschaden an Schrank, Tisch und Bett eine Deckung von 30.000 Euro oder mehr wirklich erforderlich ist, muss jeder Verbraucher für sich selbst entscheiden.

Ob nur Schäden in den eigenen Wohnräumen oder auch in Hotels versichert sind, lässt sich mit 100-prozentiger Sicherheit nur nach einem Blick in die Versicherungsbedingungen klären. Zu finden sind die entsprechenden Informationen meist in den Besonderen Bedingungen zur Privathaftpflichtversicherung oder den Risikobeschreibungen. Einige der Gesellschaften weisen in diesem Zusammenhang den Mietsachschaden in Hotels und Ferienwohnungen separat aus. In anderen Tarifen werden beide Schadensarten zusammengefasst. Wichtig ist, dass die Klauseln Formulierungen enthalten, welche die Mitversicherung von vorübergehend genutzten Räumlichkeiten einschließen.

Mietsachschäden haftpflicht

Übernimmt die Haftpflicht Mietsachschäden?

Beschädigungen an und in Wohnräumen sind keine Seltenheit. Das können zum Beispiel Schäden an Wänden und Fußböden, Türen und Fensterrahmen oder an der Keramik im Bad sein. Insbesondere bei lange andauernden Mietverhältnissen lassen sich Mietsachschäden nicht immer vermeiden. Das Gute ist, dass Mietsachschäden in der Regel in der Privat-Haftpflicht mitversichert sind und dass die Versicherung für die Kosten entstandener Schäden aufkommt.

Allerdings ist die Übernahme von Mietsachschäden meist summenbezogen begrenzt. Üblicherweise werden Schäden zwischen 100.000 und 300.000 Euro von der Haftpflichtversicherung abgedeckt, aber auch Deckungssummen bis zu 1 Million Euro und mehr sind möglich. Welche Deckungssumme für Mietsachschäden gilt, ist demzufolge abhängig vom einzelnen Versicherungsanbieter und seinen Tarifen.

Welche Mietsachschäden sind in der privaten Haftpflicht genau versichert und welche nicht?

In der Haftpflicht mitversichert sind im Normalfall alle Schäden an gemieteten Wohnräumen sowie anderen Räumlichkeiten, die zu privaten Zwecken gemietet werden. Auch die daraus resultierenden Vermögensschäden sind durch die Haftpflicht abgedeckt. Nicht im Versicherungsschutz enthalten sind hingegen so genannte Abnutzungsschäden, die durch zeitliche Abnutzung, übermäßige Beanspruchung oder Verschleiß zustande gekommen sind. Auch Glasschäden sind nicht in der privaten Haftpflichtversicherung inbegriffen. Für derartige Beschädigungen ist eine gesonderte Glasversicherung notwendig. Ebenfalls vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind Schäden an Heizungs- und Wasseraufbereitungsanlagen, Maschinen- und Kesselanlagen sowie an Elektro- und Gasgeräten. Schäden in diesem Bereich müssen dem Vermieter unverzüglich gemeldet werden. Des Weiteren liegt es in der Hand des Mieters, sich neben dem Vermieter um eine regelmäßige Wartung zu kümmern. So soll das Schadensrisiko so gering wie möglich gehalten werden.

Gut ist es, wenn man eine Haftpflichtversicherung hat, die auch Schlüsselschäden übernimmt. Verliert man als Mieter einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus die Schlüssel für die zentrale Schließanlage, kommt die Haftpflichtversicherung für die Kosten für den Ausbau und den Austausch der Schließanlage auf.

Mietsachschäden

Mietsachschäden gehören fest zum Rahmen der privaten Haftpflichtversicherung. Sie gehören nicht in den Bereich der zusätzlich gegen Aufpreis zu versichernden Leistungen. Bezug nehmen Versicherer mit diesem Bestandteil der Policen zunächst einmal auf Schäden, die entweder in gemieteten Wohnräumen oder anderweitig privat genutzten Räumlichkeiten entstehen.

Mietsachschäden können Beschädigungen ganz unterschiedlicher Art sein. Neben Schäden an Türen, Böden oder Wänden kommen auch Auswirkungen auf die Badkeramik in Frage. Neben den genannten Mietobjekten besteht der Versicherungsschutz der privaten Haftpflichtversicherung mitunter auch für Hotelzimmer oder Ferienhäuser, die von Versicherten angemietet werden.

Vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind typische Verschleißerscheinungen sowie Abnutzungen und Schäden durch übermäßigen Gebrauch der Mietobjekte. Auch Schäden an Heizungen, Anlagen zur Warmwasserbereitung, Elektrogeräten, Gasanlagen und anderen Maschinen sind üblicherweise nicht versichert. Glasschäden sind nie im Versicherungsumfang der Privathaftpflicht enthalten. Sie können nur über die Hausratversicherung versichert werden.

Guter Rat zu Mietsachschäden bei der Haftpflichtversicherung:

Prüfen Sie mit unserem Haftpflichtversicherung Vergleich, welche Schäden grundsätzlich nicht mitversichert sind und was auf Ihren Wunsch zusätzlich eingeschlossen werden kann!

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Источники: http://www.privathaftpflicht.net/leistungen-privathaftpflichtversicherung/mietsachschaeden/, http://www.haftpflichtversicherung.com/ubernimmt-die-haftpflicht-mietsachschaden/, http://www.check24.de/privathaftpflicht/lexikon/mietsachschaeden/

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