Lohnt eine zahnzusatzversicherung

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Teurer Zahnersatz :  Wann sich eine Zusatzversicherung lohnt

Ein Zahnarztbesuch kann schnell teuer werden. Wann sich eine Zusatzversicherung auszahlt und worauf Patienten achten sollten.

Millionen haben Angst vorm Zahnarzt. Zur Panik vorm Bohrer kommt bei vielen die Furcht vor der Rechnung. Denn die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt längst nicht alle Kosten, die beim Zahnarztbesuch entstehen.

Die Kasse kommt nur für die Leistungen auf, die aus ihrer Sicht „ausreichend und zweckmäßig“ sind. Wer zum Beispiel ein Loch im Backenzahn hat, bekommt nur die Kosten für eine Amalgamfüllung ersetzt. Für eine höherwertige Kunststofffüllung müssen Verbraucher draufzahlen. Richtig teuer wird es, wenn der Arzt einen Zahn teilweise oder komplett ersetzen muss. Beim Zahnersatz zahlt die Kasse selbst für die sogenannte Regelversorgung nur einen Teil der Rechnung. An einer Standard-Krone, die laut Stiftung Warentest rund 260 Euro kostet, beteiligt sich die Kasse mit 175 Euro. Wer dagegen Wert darauf legt, dass die Krone mit Keramik überzogen wird, zahlt dazu. Eine solche vollverblendete Metall-Keramik-Krone kostet 540 Euro – und auch für sie zahlt die gesetzliche Krankenkasse nur 175 Euro.

Das Problem: Die teurere Lösung ist meist schöner und schont die Zähne. So zahlt die Krankenkasse bei einer Zahnlücke nur den Zuschuss für eine Brücke. Die Alternative ist ein Implantat, das jedoch 3300 Euro kostet, wovon die Krankenkasse 416 Euro übernimmt. So eine hohe Eigenbeteiligung können sich viele schlichtweg nicht leisten. Manche haben nicht einmal das Geld für die Zuzahlung zur Regelversorgung. Jeder achte Deutsche läuft deshalb mit einer Zahnlücke herum, hat eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ergeben.

Um die Kosten aufzufangen, raten Verbraucherschützer deshalb dazu, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen – und zwar solange die Zähne gesund sind. „Wenn der Zahnarzt feststellt, dass etwas gemacht werden muss, ist es zu spät“, sagt Ulrike Steckkönig von der Stiftung Warentest. Denn die Versicherung zahlt nicht, wenn man die Zahnprobleme bereits bei Vertragsabschluss hatte. Und das zu verheimlichen, ist kaum möglich. „Die Patienten müssen den Zahnarzt gegenüber der Versicherung von seiner Schweigepflicht entbinden“, sagt Steckkönig.

Spätestens wenn der Patient der Versicherung eine hohe Rechnung präsentiert, wird der Sachbearbeiter beim Arzt nachfragen. Stellt sich dann heraus, dass der Patient die Zahnprobleme schon vor Abschluss der Versicherung hatte, wird das Unternehmen die Zahlung verweigern. Hinzu kommt, dass die Versicherung nicht sofort nach Abschluss des Vertrags zahlt. „Die meisten Verträge sehen eine Wartezeit von acht Monaten vor“, sagt Steckkönig. Erst nach Ablauf dieser Frist übernimmt die Versicherung überhaupt einen Teil der Kosten. Die volle Leistung bekommen Versicherte sogar erst, wenn sie drei bis fünf Jahre eingezahlt haben.

Dafür werden Verbraucher belohnt, wenn sie fünf bis zehn Jahre in Folge regelmäßig zur Kontrolluntersuchung gehen. Sowohl die gesetzliche Krankenkasse als auch die Zusatzversicherung zahlen dann mehr. Das Fatale: Wer einmal seinen Termin verpasst, verliert den Bonus und muss von vorne anfangen.

Wählen können Patienten zwischen zwei Arten von Zusatzversicherungen. Es gibt Tarife nach Art der Lebensversicherung und nach Art der Schadenversicherung. Der Unterschied liegt in der Berechnung der Beiträge. Die meisten Verträge sind nach Art einer Schadenversicherung konstruiert. Dabei steigt der Beitrag stufenweise mit dem Alter an. Bei einem Vertrag nach Vorbild der Lebensversicherung fallen die Beiträge von Anfang höher aus. Dafür bildet der Versicherer für den Patienten eine Altersrückstellung: Er legt also einen Teil des Geldes für später zurück, wenn an den Zähnen mehr gemacht werden muss. Das klingt sinnvoll, hat aber den Nachteil, dass es den Verbraucher an seinen Versicherer bindet. Entscheidet er sich, den Anbieter zu wechseln, verliert er die Altersrückstellung.

Die Stiftung Warentest hat 189 Tarife untersucht – 55 davon bewertet sie als „sehr gut“. Mit den besten Tarifen könnten Verbraucher auch die Kosten für teuren Zahnersatz zu 80 bis 95 Prozent decken. Die umfangreichste Leistung für Zahnersatz bekommen Patienten laut Stiftung Warentest bei der Deutschen Familienversicherung (DFV) mit dem Tarif „Zahn Exklusiv“. Kein anderer Anbieter zahlt zum Beispiel so viel Geld für ein Implantat. Dafür ist der Tarif allerdings nicht der günstigste: Wer Mitte 40 ist, zahlt 42 Euro im Monat. Bis Mitte 70 steigt der Beitrag auf 61 Euro. Günstiger, aber immer noch „sehr gut“ ist laut Stiftung Warentest der Tarif „Z 90“ der Versicherungsgruppe Inter. Für den zahlt ein Kunde mit Mitte 40 nur 13 Euro im Monat, mit Mitte 70 dann 26 Euro.

Noch mehr Geld lässt sich sparen, wenn Verbraucher nur die Regelversorgung absichern. Dann bekommen sie aber zum Beispiel auch nur die Standardkrone bezahlt. Einen solchen Tarif gibt es bereits für sieben Euro im Monat. Experten raten von dieser Sparversion allerdings ab. „Kaum ein Zahnarzt behandelt rein nach der Regelversorgung“, sagt Versicherungsexperte Hans Waizmann. Grundsätzlich versuche der Zahnarzt, einen Zahn auch dann noch zu retten, wenn die gesetzliche Krankenkasse diesen als „nicht erhaltungswürdig“ einstuft und deshalb für die Behandlung nicht zahlt. Das ist etwa der Fall, wenn der Arzt zum zweiten Mal eine Wurzelbehandlung am selben Zahn vornimmt. Hat der Versicherte dann mit der Zusatzversicherung nur die Regelversorgung abgedeckt, muss er die Mehrkosten selbst tragen.

Wer schon eine Zahnzusatzversicherung hat, sollte überprüfen, welche Leistungen sie abdeckt. Je nachdem, wie der Vertrag ausgestaltet ist, kann es Sinn machen, zu wechseln. Allerdings lassen sich die meisten Verträge erst nach zwei Jahren kündigen – und das auch nur zu den vereinbarten Fristen. „Es macht Sinn, beim eigenen Anbieter zu schauen, ob er mittlerweile einen Tarif mit besserer Leistung anbietet“, sagt Steckkönig. Denn wer bei seinem Versicherer bleibt und nur den Tarif wechselt, muss für die bereits versicherte Leistung keine Wartezeiten in Kauf nehmen. Wechselt man dagegen zu einem anderen Anbieter, behandelt der einen so, als habe man bislang gar keine Zusatzversicherung gehabt. Gerade wenn in nächster Zeit eine Zahnbehandlung ansteht, kann es sich daher rechnen, bei der einmal gewählten Versicherung zu bleiben – auch wenn die teurer ist als andere.

Entscheidend für die Wahl eines Tarifs sollte laut Stiftung Warentest sein, wie viel die Versicherung für Zahnersatz zahlt. Denn der ist besonders teuer. Darüber hinaus bieten viele Anbieter allerdings weitere Zusatzleistungen an. Vor Vertragsabschluss sollte man daher klären, was man davon brauchen könnte. Viele Versicherungen übernehmen zum Beispiel auch einen Teil der Rechnung bei einer Parodontose- oder Wurzelbehandlung und leisten einen Zuschuss für höherwertige Zahnfüllungen. „Bei den Toptarifen bekommen Verbraucher zusätzlich noch einen Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung“, sagt Waizmann.

FAQ Zahn­zusatz­versicherung: Was bringt die private Zusatz­police?

Lohnt sich für mich eine private Zahn­zusatz­versicherung? In welchem Alter sollte ich sie abschließen? Kann ich mich noch schnell versichern, wenn mein Zahn­arzt mir eine Behand­lung nahegelegt hat? Finanztest beant­wortet die wichtigsten Fragen zum Thema Zahn­versicherung und hilft mit der Analyse Zahnzusatzversicherung, die passende Police zu finden.

Wer die Police braucht

Wenn es Vorschäden gibt

Kosten der Zusatz-Police

Wechsel in einen neuen Tarif

Knapp bei Kasse

Wer die Police braucht

Für wen lohnt sich der Abschluss einer privaten Zusatz­versicherung?

Eine private Zahn­zusatz­versicherung lohnt sich für Sie vor allem dann, wenn Ihnen die von der Krankenkasse bezu­schusste Regel­versorgung nicht reicht. Wollen Sie zum Beispiel statt der vorgesehenen Metall­krone die schönere Lösung aus Keramik, kann das teuer werden. An den Zusatz­kosten beteiligt sich die Kasse nämlich nicht. Wenn Sie dagegen mit der kostengüns­tigen Stan­dard­lösung zufrieden sind, brauchen Sie nicht unbe­dingt eine Versicherung, weil Ihr Eigen­anteil dann geringer ist. Sie kann aber hilf­reich sein, falls mehrere Zähne in kurzer Zeit gemacht werden müssen.

In welchem Alter sollte ich eine solche Versicherung abschließen. Lohnt sich das mit 59 Jahren noch?

Das kann sich für Sie lohnen, wenn Ihre Zähne noch weit­gehend in Ordnung sind. Eine solche Versicherung schließt man am besten ab, bevor größere Baustellen auftreten. Denn für Schäden, die bei Vertrags­schluss bereits da sind, zahlen die Versicherer normaler­weise nicht. Außerdem sind die Leistungen in den ersten Jahren begrenzt. Das alles spricht dafür, eine solche Versicherung am besten mit etwa Mitte 30, Anfang 40 abzu­schließen, denn statistisch gesehen wird Zahn­ersatz ab dann häufiger nötig. Ein Abschluss im frühen Jugend­alter lohnt sich dagegen eher nicht. Junge Leute zahlen sonst wahr­scheinlich zu lange Beiträge, bis sie erst­mals Leistungen brauchen. Die besten Angebote finden Sie mit unserer Analyse Zahnzusatzversicherung.

Sobald der Zahn­arzt ein Problem diagnostiziert hat, gilt die Behand­lung als begonnen. Das ist selbst dann der Fall, wenn Sie noch keinen Heil- und Kostenplan haben.

Wenn es Vorschäden gibt

Wenn meine Zähne zwar noch in Ordnung sind, die Notwendig­keit einer Behand­lung aber absehbar ist – kann ich mich dann noch versichern?

Ich habe durch eine Krebs­erkrankung und die Strahlen­therapie bereits viele Zähne verloren. Obwohl die restlichen Zähne noch in Ordnung sind, rechne ich damit, auch diese zu verlieren. Dann kämen Kosten von 12 000 Euro für vier Implantate im Oberkiefer auf mich zu. Kann ich eine Zusatz­versicherung abschließen, um diese Kosten in einigen Jahren abzu­fangen?

Versuchen Sie es über einen Versicherungs­makler oder einen unabhängigen Versicherungs­berater, der für Sie bei mehreren Gesell­schaften anfragt. Es ist allerdings zu befürchten, dass Ihre Situation von den Versicherern als laufende Behand­lung des gesamten Kiefers angesehen wird. Dann können Sie keine Police dafür abschließen. Falls Sie bereits einen Heil- und Kostenplan haben, holen Sie noch die Meinung eines zweiten Zahn­arztes ein, um eventuell die Kosten zu senken.

Kann man mit mehreren fehlenden Zähnen, ausgeglichen durch Implantate und Kronen noch eine Zusatz­versicherung abschließen?

Die Versicherer betrachten Brücken, Kronen oder Implantate üblicher­weise nicht als fehlende Zähne, da die Lücke ja geschlossen ist. Sie können also einen Vertrag bekommen. Wichtig ist, dass Sie im Antrag alle Fragen des Versicherers wahr­heits­gemäß beant­worten. Stellen Sie Anträge bei mehreren Versicherern gleich­zeitig, da die Gesell­schaften mit Vorschäden unterschiedlich umgehen. Von manchen erhalten Sie sogar Leistungen für die Reparatur oder den Austausch von bestehendem Zahn­ersatz.

Die Ergo Direkt Versicherung zahlt auch bei laufenden Behand­lungen. Was ist davon zu halten?

Es gibt den Tarif ZEZ der Ergo Direkt, aus dem Sie Leistungen erhalten, wenn Sie den Vertrag inner­halb von sechs Monaten nach Behand­lungs­beginn abschließen. Das ist eine große Ausnahme, denn normaler­weise ist eine bereits laufende Behand­lung nicht mehr versicher­bar. Die Leistung ist aber begrenzt: Der Versicherer verdoppelt nur den Fest­zuschuss der Krankenkasse, beteiligt sich also an den Kosten der Regel­versorgung. Für teuren Zahn­ersatz wie Implantate nutzt das wenig. Der Beitrag ist recht hoch: Kunden ab 21 Jahren bezahlen monatlich rund 34 Euro. Außerdem gilt eine Mindest­lauf­zeit von 24 Monaten. Falls Sie also in den nächsten zwei Jahren voraus­sicht­lich nur eine oder zwei Kronen benötigen, zahlen Sie wahr­scheinlich mehr Beiträge, als Sie an Leistungen von der Versicherung bekommen.

Kosten der Zusatz-Police

Für eine Zusatz­versicherung, die auch teure Behand­lungen über­nimmt, muss ich wohl mit 40 Euro Beitrag im Monat rechnen, oder?

Nicht unbe­dingt. Der Tarif mit den umfang­reichsten Zahn­ersatz­leistungen in unserem aktuellen Test kostete zwar für unsere 43-jährigen Modell­kunden 43 Euro im Monat. Doch das güns­tigste sehr gute Angebot lag bei 11 Euro. Vergleichen lohnt sich also, Test Zahnzusatzversicherung, Finanztest 11/2016.

Ich bin jünger als Ihr 43-jähriger Modell­kunde. Wird die Zusatz­versicherung dann für mich güns­tiger als in Ihren Tests ausgewiesen?

In vielen Fällen ja. Wenn Sie genau wissen wollen, was für Ihr Alter die güns­tigsten Angebote sind, hilft Ihnen unsere individuelle Analyse. Analyse Zahnzusatzversicherung

Welche Sorte Zusatz­versicherung ist für mich besser: die nach Art der Lebens­versicherung oder die nach Art der Schaden­versicherung?

Gute und güns­tige Angebote gibt es in beiden Tarif­arten. Sie sollten nach den Leistungen für Zahn­ersatz entscheiden. Der Haupt­unterschied zwischen beiden Varianten besteht in der plan­mäßigen Beitrags­entwick­lung. Während Zahn­zusatz­versicherungen nach Art der Lebens­versicherung keine alters­abhängigen Beitrags­anpassungen vorsehen, gibt es solche in der Regel bei Tarifen nach Art der Schaden­versicherung. Um die Angebote im Test Zahnzusatzversicherung besser vergleich­bar zu machen, haben wir deshalb für unseren 43-jährigen Modell­kunden einen Durch­schnitts­beitrag für den Zeitraum von 31 Jahren ermittelt, der mit dem Eintritts­beitrag der Tarife nach Art der Lebens­versicherung vergleich­bar ist.

Beim letzten Test von Zahn­zusatz­versicherungen habe ich meinen Versicherer vermisst. Warum fehlen manche Unternehmen?

Zu Beginn eines Tests schreiben wir alle Unternehmen an, die von der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht in dieser Sparte zugelassen sind, und fordern sie auf, uns detaillierte Produkt­informationen zu schi­cken. Nicht immer erhalten wir eine Rück­meldung. Das hat verschiedene Gründe: Ein Versicherer über­arbeitet zum Beispiel gerade sein Angebot, so dass es zum Veröffent­lichungs­zeit­punkt nicht mehr erhältlich, das neue zu unserem Stichtag aber noch nicht fertig ist. Andere Anbieter scheuen den Vergleich. In jedem Fall über­prüfen wir die Angaben der Versicherer und versuchen, uns fehlende Unterlagen anders zu beschaffen. Das gelingt nicht immer. Möglich ist auch, dass ein Anbieter fehlt, weil er ein Auswahl­kriterium nicht erfüllt, etwa keinen Tarif in einer Produktkategorie anbietet oder nicht für das dem Test zugrunde liegende Modell.

Wechsel in einen neuen Tarif

Lohnt es sich für mich als 64jährigen, eine uralte Zahn­versicherung um einen zusätzlichen Tarif beim selben Versicherer zu ergänzen?

Wenn Sie bei Ihrem Versicherer in einen Tarif mit höheren Leistungen wechseln oder einen zusätzlichen Tarif­baustein abschließen, gelten nur für die neu hinzukommenden Leistungen Warte­zeiten. Für die neuen Vertrags­bestand­teile gilt Ihr heutiges Alter als Eintritts­alter, Sie müssen also dafür den Beitrag für 64-jährige Neukunden zahlen. Das kann teuer werden. Vielleicht bekommen Sie auch keinen neuen Vertrag mehr, da bei etlichen Versicherungs­gesell­schaften für Neuabschlüsse Höchst­eintritts­alter gelten. Setzen Sie sich mit Ihrem Ansprech­partner bei Ihrer Versicherung in Verbindung.

Knapp bei Kasse

Lohnt sich eine private Zusatz­versicherung auch für Menschen, die sehr knapp bei Kasse sind?

Wahr­scheinlich eher nicht – denn die Versicherungs­beiträge müssen Sie ja auch regel­mäßig aufbringen. Stellen Sie lieber bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag auf einen höheren Fest­zuschuss. Wenn der Eigen­anteil an der Regel­versorgung für Sie eine unzu­mutbare Belastung ist, über­nimmt die Kasse im Rahmen der Härtefall­regelung unter Umständen die gesamten Kosten.

Wird bei der Härtefall­regelung der Krankenkassen auch das Vermögen berück­sichtigt? Wie viel darf man haben? Muss man Konto­auszüge vorlegen?

Bei der Härtefall­regelung zählt nur das laufende Einkommen. Allerdings gehen die Kassen vom Haus­halts­brutto­einkommen aus. Wenn Sie mit jemandem zusammenleben, zählt dessen Einkommen mit. Vermögen müssen Sie hingegen nicht angeben. Den doppelten Fest­zuschuss von der Kasse erhalten Sie zum Beispiel, wenn Sie Hartz IV, Bafög oder Grund­sicherung beziehen oder wenn Ihre monatlichen Brutto­einnahmen die Grenze von 1 162 Euro für eine Einzel­person nicht über­steigen. Mit einem Angehörigen sind es 1 597,75 Euro, für jeden weiteren kommen 290,50 Euro hinzu (Zahlen für das Jahr 2016). Nehmen Sie auch Kontakt mit Ihrer Krankenkasse auf, wenn Sie gering­fügig über der Grenze liegen. Es gibt eine gleitende Härtefall­regelung, über die Sie auch dann einen höheren Zuschuss bekommen können. Die Kassen sind verpflichtet, Versicherte zu beraten und auszurechnen, auf welchen Zuschuss sie Anspruch haben.

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Zahnzusatzversicherung

Gegen teuren Zahnersatz versichern

  • Zuletzt aktualisiert: 1. Juli 2015
  • Von: Saidi Sulilatu

Das Wichtigste in Kürze

  • Die gesetzliche Krankenkasse zahlt bei Zahnersatz nur einen Bruchteil, sodass schnell tausende Euro an Ihnen hängenbleiben können.
  • Eine Zahnzusatzversicherung ist sinnvoll, da sie diese hohen Kosten auffängt.
  • Sie sollte nicht zu früh, aber auch nicht zu spät abgeschlossen werden. Als Faustregel gilt: vor dem 40. Lebensjahr.
  • Bei der Auswahl des Tarifs kommt es vor allem auf gute Leistungen beim Zahnersatz an. Außerdem unterscheidet sich die Höhe der Leistungen in den ersten Jahren deutlich.

So gehen Sie vor

  • Wenn Sie glauben, dass in den nächsten Jahren große Zahnbehandlungen anstehen, schließen Sie eine Zahnzusatzversicherung ab. Ansonsten warten Sie noch und sparen die Beiträge.
  • Gehen Sie auf das Portal waizmanntabelle.de und suchen Sie mithilfe unserer Tipps einen Tarif mit dem passenden Preis-Leistungs-Verhältnis aus.
  • Wenn Sie bereits eine Zahnzusatzversicherung haben, vergleichen Sie auf der Vergleichsseite die Leistungen Ihrer Versicherung mit besseren Tarifen und wechseln Sie gegebenenfalls.

Unser Tipp: Bleiben Sie rund um Zusatzversicherungen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Bei den meisten Menschen ist es unvermeidlich, dass irgendwann der eine oder andere Zahn kaputt geht. Auf gesetzlich Versicherte kommen dabei erhebliche Kosten zu: Schon ein einzelner Zahn, der hochwertig durch ein Implantat ersetzt wird, kann Sie mehr als 2000 Euro kosten. Denn die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt gerade bei den großen Behandlungen nur noch einen Bruchteil der Kosten. Eine Zahnzusatzversicherung kann Abhilfe schaffen.

Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung?

Grundsätzlich ist eine Zusatzversicherung kein Muss, aber sie gehört sehr wohl zu den sinnvollen Investitionen. Die entscheidende Frage, die Sie sich stellen müssen, ist nicht so sehr ob, sondern vielmehr wann Sie eine Zahnzusatzversicherung abschließen. Zwar sind die Beiträge in jüngeren Jahren günstiger als später, dafür ist es aber auch unwahrscheinlicher, dass Sie Leistungen in großem Umfang in Anspruch nehmen müssen. Schließen Sie daher eine Zahnzusatzversicherung nicht zu früh ab. Warten Sie aber auch nicht zu lange, sodass Sie anschließende Zahnbehandlungen noch bezahlt bekommen. Wie lang Ihre Zähne noch gesund sind, müssen Sie selbst einschätzen. Denn es gelten folgende Spielregeln:

  • Bei Antragstellung müssen Sie angeben, ob Ihr Zahnarzt Ihnen schon zu einer Behandlung geraten hat oder eine solche geplant ist. Für anstehende Therapien wird die Versicherung nicht aufkommen. Das heißt also, dass Sie mit dem Abschluss nicht warten können, bis Ihr Zahnarzt Sie vor einer kommenden Behandlung warnt.
  • Wenn Ihre Zähne in sehr schlechtem Zustand sind oder zahlreiche fehlen, kann es im Extremfall sein, dass Sie überhaupt keine Zusatzversicherung bekommen.
  • In den ersten drei Monaten nach Abschluss können Sie in der Regel gar keine Leistung in Anspruch nehmen. Darüber hinaus bekommen Sie in den ersten acht Monaten meistens keine Leistungen für Zahnersatz.
  • Zudem leisten praktisch alle Tarife in den ersten drei bis fünf Jahren nur begrenzte Summen, sodass Sie am Anfang keine große Gebisssanierung durchführen können. Tarife, bei denen Sie in den ersten Jahren viel abrechnen können, haben dafür meist auch hohe Beiträge.

Als grobe Faustregel kann man sagen, dass eine Zahnzusatzversicherung vor dem 40. Lebensjahr abgeschlossen werden sollte. Dies ist aber stark von der individuellen Gesundheit Ihrer Zähne abhängig. Solange Sie noch keine Zusatzversicherung haben, können Sie die gesparten Beiträge auch verzinst auf die Seite legen, um davon irgendwann eine große Zahnbehandlung zu bezahlen.

Wissenswerte Fachbegriffe

Um zu verstehen, was Krankenkasse oder Zusatzversicherung zahlen und wofür Sie selbst aufkommen müssen, sollten Sie einige zahnärztliche Fachbegriffe kennen. Leider sind diese nicht einheitlich geregelt. Wir erklären Ihnen, wie diese Begriffe meistens verwendet werden.

Zahnprophylaxe – Sie umfasst vor allem die professionelle Zahnreinigung (PZR), die man mindestens einmal im Jahr machen lassen sollte – sowie begleitende Vorsorgemaßnahmen gegen Karies und Parodontose. Viele gute Zusatzversicherungen bezahlen einen Großteil der PZR.

Zahnbehandlung – Unter Zahnbehandlung fallen üblicherweise alle Maßnahmen, die den Zahn in seiner wesentlichen Substanz nicht angreifen. Dazu zählen vor allem Füllungen. Wie bei den meisten Eingriffen am Zahn, hängen die Kosten für Füllungen stark vom verwendeten Material ab. Obwohl Inlays (siehe unten) eigentlich unter Zahnbehandlung fallen, werden sie von Zusatzversicherungen meist wie Zahnersatz bezahlt.

Zahnersatz – Hierunter werden alle größeren Maßnahmen am Zahn gezählt, bei denen Teile des Zahns oder der ganze Zahn ersetzt werden. Kronen, Brücken und Implantate, aber auch herausnehmbare Zahnprothesen gehören zum Zahnersatz und sorgen meist für die großen Rechnungen, für die man eine Zusatzversicherung braucht.

Inlay – Ein Inlay ist eine Art passgenau vorgefertigte Füllung aus Kunststoff, Keramik, Gold oder Titan, die ein größeres Loch flickt. Es kostet deutlich mehr als eine normale Füllung und wird nur zu einem geringen Teil von der Kasse bezahlt.

Krone – Eine künstliche Krone ersetzt den kaputten oberen Teil eines Zahns.

Brücke – Eine Brücke ersetzt einen vollständig fehlenden oder kaputten Zahn. In der Regel dienen die beiden Nachbarzähne als Pfeiler, die dafür beschädigt werden müssen, auch wenn sie noch gesund sind.

Implantat – Ein Implantat ist ein kompletter künstlicher Zahn einschließlich der zugehörigen Zahnwurzel. Es ist die aufwändigste und kostspieligste, oft aber auch sinnvollste Form des Zahnersatzes.

Unser Tipp: Bleiben Sie rund um Zusatzversicherungen immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Was zahlt die Krankenkasse?

Leider ist das Abrechnungssystem zwischen Zahnarzt, Kasse, Zusatzversicherung und Ihnen selbst schwer zu verstehen. Vom Ablauf her macht Ihnen Ihr Zahnarzt bei größeren Maßnahmen einen sogenannten Heil- und Kostenplan. Also einen Voranschlag, was die Behandlung kosten wird. Diesen reichen Sie bei Ihrer Krankenkasse und in Kopie bei Ihrer Zusatzversicherung ein. Wenn Ihr Zahnarzt guten Service bietet, übernimmt er das für Sie. Nach der Behandlung erhalten Sie vom Zahnarzt eine Rechnung, bei der der Anteil der Krankenkasse schon abgezogen ist. Da die Rechnung normalerweise 30 Tage Zahlungsziel hat, können Sie diese schnell bei Ihrer Zusatzversicherung einreichen. Sie bekommen anschließend, wenn alles glatt läuft, das Geld von der Zusatzversicherung und müssen dann erst Ihren Zahnarzt bezahlen. Rechnen Sie aber damit, dass Sie eventuell das Geld vorstrecken müssen.

Die Kasse bezahlt immer die Hälfte einer sogenannten Regelversorgung, also einer einfachen und zweckmäßigen Behandlung Ihrer Zahnprobleme. Wenn Sie Ihr Bonusheft fünf Jahre geführt haben, bezahlt die Kasse 60 Prozent dazu. Bei zehn Jahren im Bonusheft sind es 65 Prozent. Wenn Sie keine Zusatzversicherung haben, müssen Sie also 35 bis 50 Prozent dieser einfachen Regelversorgung ohnehin schon selbst bezahlen. Wenn Sie sich in Absprache mit Ihrem Zahnarzt für eine bessere Versorgung entscheiden, zum Beispiel für ein Implantat statt einer Brücke, stellt Ihnen der Zahnarzt die höheren Kosten dafür (die sogenannten privatärztlichen Anteile) voll in Rechnung. Die Kasse bezahlt für ein Implantat das Gleiche wie für eine Brücke. Hier kommt die Zusatzversicherung ins Spiel.

Quelle: beispielhafte Darstellung Finanztip (Stand: 01. Juli 2014)

Oft wird Ihnen Ihr Zahnarzt zurecht zu einer höherwertigen Versorgung raten, weil diese länger hält und Folgeschädigungen vermeidet. Bedenken Sie aber, dass Ihr Zahnarzt daran auch mehr verdient und somit einen Anreiz hat, Ihnen hochwertigere Behandlungen zu empfehlen. Fragen Sie deshalb immer kritisch nach, bevor Sie sich für eine bestimmte Therapie entscheiden.

Zusatzleistungen bestimmter Krankenkassen

Einige Kassen bieten im Zahnbereich über die gesetzlichen Leistungen hinaus freiwillige Zusatzleistungen an.

  • Manche leisten einen Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung, die Sie sonst voll selbst bezahlen müssen. Eventuell müssen Sie dafür zu bestimmten Zahnärzten gehen, die einen besonderen Vertrag mit der Kasse haben.
  • Bei anderen Kassen kann Zahnersatz günstiger sein, wenn Sie sich von durch die Kasse ausgesuchten Zahnärzten behandeln lassen.

Wie Sie zu einer Kasse mit guten Zusatzleistungen wechseln, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Worauf müssen Sie bei einer Zahnzusatzversicherung achten?

Eine Zahnzusatzversicherung kann Ihnen hohe Kosten sparen, wenn Sie sie nicht zu früh abschließen – und einen Tarif mit den richtigen Leistungen wählen. Auf folgende Kriterien sollten Sie achten:

Hohe Leistungen bei Zahnersatz

Die größten Kosten fallen bei Zahnersatzmaßnahmen an. Hier sollte der Tarif mindestens 80 Prozent, besser 90 Prozent einschließlich des GKV-Anteils leisten. Das bedeutet, dass Kasse und Zusatzversicherung zusammen so viel übernehmen, dass Ihnen noch ein Eigenanteil von höchstens 20, besser nur 10 Prozent bleibt. Wichtig ist, dass nicht nur die Regelversorgung, sondern auch der privatärztliche Anteil abgedeckt ist. Ein Tarif, der mit „Verdopplung der Kassenleistung“ wirbt, ist eine Mogelpackung. Implantate und alle dazugehörigen Maßnahmen sollten unbedingt in unbegrenzter Anzahl eingeschlossen sein.

Hohe Leistungen in den ersten Jahren

Normalerweise sollten Sie darauf achten, dass der Vertrag bereits in den ersten Jahren hohe Summen leistet. Als Faustregel gilt, dass nicht weniger als 1.000 Euro in jedem der ersten vier Jahre versichert sein sollten. Danach sollten die Leistungen unbegrenzt sein. Nur wenn Sie sicher sind, dass Ihre Zähne noch lange gut sein werden, sind diese Grenzen für Sie unwichtig. Dann aber könnten Sie auch überlegen, mit dem Abschluss insgesamt noch zu warten.

Leistungen bei Kieferorthopädie für Kinder

Korrekturen von Zahnfehlstellungen bei Kindern und Jugendlichen gehören zwar zu den Kassenleistungen. Aber auch hier sind oft zusätzliche Maßnahmen angeraten, die Sie tausende von Euro kosten können. Als Eltern sollten Sie spezielle Tarife hierfür aussuchen, denn nur manche leisten in diesen Fällen. Ein Abschluss sollte ungefähr vor der Einschulung gemacht werden. Kieferorthopädie bei Erwachsenen lohnt sich dagegen als Leistungsmerkmal nur in seltenen Fällen.

Hohe Leistungen bei Zahnbehandlung

Erst in zweiter Linie sollten Sie auf die Leistungen bei Zahnbehandlung achten. Die Kosten für eine Kunststofffüllung von ein paar hundert Euro schmerzen zwar, sind aber im Vergleich zu Zahnersatzkosten oft verkraftbar. Wenn Sie aber einen guten Tarif für Zahnersatz aussuchen, hat dieser meistens auch gute Leistungen für Zahnbehandlung, sodass Sie beide Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Leistungen bei Zahnprophylaxe

Eine professionelle Zahnreinigung kann man auch selbst bezahlen, dafür braucht man keine Zahnzusatzversicherung. Wenn Ihre Police aber hier einen Zuschuss vorsieht, werden Sie oftmals motivierter sein, auch tatsächlich zur Vorsorge zum Zahnarzt zu gehen und die sinnvolle PZR machen zu lassen. Damit sorgen Sie nachhaltig für die Gesundheit Ihrer Zähne – und bereits eingesetzter Zahnersatz hält dann auch länger.

Tarif ohne Altersrückstellungen

Zahnzusatzversicherungen kalkulieren ihre Beiträge auf zwei Arten: Die einen Tarife sparen einen Teil der Prämie (die sogenannten Altersrückstellungen) dafür an, dass die Beiträge mit dem Alter nicht zu stark steigen, und haben dafür von vorneherein etwas höhere Beiträge. Die anderen beinhalten keinen Sparanteil, sind dadurch etwas günstiger, steigen dafür aber mit dem Alter stärker an. Wir empfehlen Ihnen die letzteren Tarife, da Sie diese ohne Verluste kündigen und in einen Tarif mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis wechseln können. Sie sollten aber bei diesen Tarifen Rücklagen für die höheren Kosten im Alter bilden. Planen Sie dies am besten in Ihre Altersvorsorge ein. Bei den Tarifen mit Sparanteil verlieren Sie bei einer Kündigung die angesparten Altersrückstellungen und sind dadurch praktisch an Ihren Versicherer gebunden.

Ergo-Tarif mit Sofortleistung

Der oft beworbene Ergo-Tarif ZEZ verzichtet auf Gesundheitsfragen und Wartezeiten und kann sofort benutzt werden. Dafür ist er bei mäßigen Leistungen vergleichsweise teuer und daher nicht empfehlenswert.

Wie finde ich den richtigen Tarif?

Wie bei den meisten Versicherungen kommt es auch bei der Zahnzusatzversicherung nicht nur auf den Preis, sondern vor allem auf die Leistungen an. Es gibt eine Fülle von Tarifen mit den unterschiedlichsten Bedingungsmerkmalen. Für die Auswahl brauchen Sie aber nicht unbedingt einen Berater, den Sie per eingepreister Provision oder Honorar bezahlen müssen. Es gibt im Internet sehr hilfreiche Vergleichsportale, die Sie bei der Auswahl unterstützen.

Finanztip hat acht Internet-Vergleichsportale zum Thema Zahnzusatzversicherung getestet und kann Ihnen die Waizmanntabelle empfehlen.

Liste der abgedeckten Krankenversicherer

Waizmanntabelle.de

Hilfreichstes Portal mit sehr transparentem Vergleich. Zeitbedarf für einen Vergleich: ca. 2 Minuten; Zeitbedarf für ein Angebot: ca. 5 Minuten

  • beste Marktabdeckung (40 Versicherer mit 170 Tarifen)
  • höchster Nutzwert durch Vergleich der Leistungen an einem Standardbeispiel
  • bestehende Versicherung kann mit aktuellen Tarifen verglichen werden
  • Benutzer erfährt, welche Tarife überhaupt infrage kommen
  • nur zwei verschiedene Tarife direkt miteinander vergleichbar

Die Benutzung der Weizmanntabelle ist ganz einfach:

1. Wählen Sie in der ersten Maske für sich selbst „bestmögliche Zahnleistungen“, für eine Versicherung für Ihr Kind „KFO Zahnzusatzversicherung“ oder, wenn Sie über 60 sind, „Zahnzusatzversicherung für Personen über 60“.

2. Geben Sie den genauen Gesundheitszustand Ihrer Zähne ein. Wenn Sie sich nicht sicher sind, lassen Sie sich dabei von Ihrem Zahnarzt helfen. Viele Zahnärzte kennen waizmanntabelle.de.

3. Das Portal empfiehlt Ihnen eine Liste von Tarifen, geordnet nach den höchsten Prozentwerten bei der durchschnittlichen Erstattung (inklusive der Leistung Ihrer Krankenkasse). Suchen Sie sich den Tarif heraus, der Ihnen bei einer möglichst hohen Prozentzahl gerade noch bezahlbar erscheint. Unter 85 Prozent Durchschnittserstattung sollten Sie nicht gehen, denn dann sparen Sie nicht mehr viel im Vergleich zu den geringeren Leistungen, die Sie erhalten. Gehen Sie grundsätzlich nach dem ersten, in Grün dargestellten Wert für die ersten vier Jahre. Nur wenn Sie sich sicher sind, dass Sie vier Jahre keine hohen Leistungen brauchen, gehen Sie nach dem blauen Prozentwert für das fünfte bis achte Jahr.

Quelle: www.waizmanntabelle.de (Screenshot Stand: 27. Juni 2014)

Wie Sie den Tarif wechseln

Eine Zahnzusatzversicherung können Sie nach dem Abschluss praktisch immer erst nach zwei Jahren kündigen. Danach können Sie jedes Jahr kündigen. In aller Regel ist der Termin für die Kündigungsfrist der 30. September, so dass Sie zum folgenden 1. Januar in eine andere Versicherung wechseln können. Wenn Ihr Tarif außerplanmäßig teurer wird (sogenannte Beitragsanpassung), haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Bevor Sie Ihre Police kündigen, sollten Sie die neue abgeschlossen haben, um sicherzugehen, dass Sie auch wechseln können.

Beachten Sie, dass Sie bei Tarifen mit Altersrückstellungen diese Ansparungen verlieren, wenn Sie kündigen. Online-Kündigungsdienste helfen Ihnen, Kündigungsfristen nicht zu vergessen, und halten Kündigungsvorlagen und Anbieteradressen parat.

Mehr dazu im Ratgeber Kündigungsdienste

Daniel Pöhler

von Finanztip, Experte für Mobilität & Digitales

Источники: http://m.tagesspiegel.de/wirtschaft/teurer-zahnersatz-wann-sich-eine-zusatzversicherung-lohnt/10285918.html, http://www.test.de/FAQ-Zahnzusatzversicherung-Was-bringt-die-private-Zusatzpolice-4802010-0/, http://www.finanztip.de/zahnzusatzversicherung/

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