Lebensversicherung kündigen wie lange dauert die auszahlung

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Lebensversicherung kündigen wie lange dauert die auszahlung

Lebensversicherung auszahlen lassen: Worauf Sie achten sollten

29.08.2017, 12:37 Uhr | ae, t-online.de

Vor der Auszahlung einer Lebensversicherungen sollten die Konditionen genau geprüft werden. (Quelle: ebstock/Thinkstock by Getty-Images)

Wer seine Lebensversicherung kündigen und sich auszahlen lassen möchte, erlebt häufig eine böse Überraschung. Denn der erhoffte Geldsegen entpuppt sich in der Regel als viel kleiner als erwartet. Worauf Sie bei der Kündigung der Lebenspolice achten sollten, und welche Alternativen sich dazu anbieten, erfahren Sie hier.

Lebensversicherung auszahlen lassen: Vertrag beachten

Es gibt verschiedene Lebensversicherungen als Altersvorsorge, die rechtlich unterschiedlich gehandhabt werden. Wenn Sie eine Risikolebensversicherung abgeschlossen haben, sollten Sie beachten, dass eine Auszahlung grundsätzlich nicht möglich ist. Die Versicherungssumme wird nur im Todesfall des Versicherungsnehmers an dessen Hinterbliebene ausgezahlt.

Anders sieht es aus, wenn Sie sich Ihre Kapitallebensversicherung auszahlen lassen möchten. Hier bilden Sie mit Ihren Beiträgen ein Kapital, das nach der Vertragslaufzeit beispielsweise als private Altersvorsorge oder auch als Einmalzahlung ausgezahlt wird. Wenn Sie Ihre Lebensversicherung vorzeitig kündigen wollen, informieren Sie sich vorab genau, ob sich dieser Schritt lohnt.

Frühe Kündigung bedeutet oft hohe Verluste

Bereits beim Abschluss einer Lebensversicherung fallen eine Reihe von Gebühren an. Diese verteilen sich jedoch nicht gleichmäßig über die Vertragslaufzeit, sondern werden mit Ihren ersten Beiträgen verrechnet. Die Folge: In den ersten Jahren sammeln Sie nur wenig Kapital an.

Wollen Sie sich bereits nach wenigen Jahren Ihre Lebensversicherung auszahlen lassen, liegt die Auszahlungssumme deshalb in der Regel weit unter dem Betrag, den Sie bis dahin mit Ihren monatlichen Beiträgen eingezahlt haben. Hinzu kommt meist auch noch eine Stornierungsgebühr. Sie machen also ein unvorteilhaftes Minusgeschäft.

Rendite erst nach Laufzeit

Meist können Sie eine angemessene Rendite nur dann erwarten, wenn die festgelegte Laufzeit beendet ist. Zudem gewährt der Staat steuerliche Vorteile bei der Auszahlung nur unter bestimmten Voraussetzungen. Haben Sie Ihre Lebensversicherung vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossen, kann der Betrag unter Umständen komplett steuerfrei ausbezahlt werden.

Für danach abgeschlossene Versicherungen ist hingegen nur die Hälfte der Erträge steuerfrei. Die allerdings auch nur, wenn die Auszahlung nach dem 60. Lebensjahr (für Neuverträge ab 2012 das 62. Lebensjahr) erfolgt, die Summe in einem Betrag ausgezahlt wird und der Vertrag eine Mindestlaufzeit von 12 Jahren hat.

Alternativen zur Auszahlung der Lebensversicherung

Finanziell ertragreicher kann es sein, die Lebensversicherung auf dem sogenannten Zweitmarkt zu verkaufen. Dabei übernimmt ein anderer Ihren Versicherungsvertrag und zahlt die monatlichen Beiträge weiter an die Versicherung. Der Vorteil: Die Stornogebühr fällt in der Regel weg und der Verkaufspreis ist deutlich höher als der Auszahlungsbetrag bei einer Kündigung. Schließlich kann der Käufer später von den am Vertragsende ausgezahlten Schlussüberschussprämien profitieren, so das „Handelsblatt“ in einem Bericht zum Thema. Achten Sie jedoch darauf, dass bei der Übernahme keine Gebühren anfallen.

Sollte ein finanzieller Engpass Grund dafür sein, dass Sie Ihre Lebensversicherung kündigen und sich auszahlen lassen wollen, kommen weitere Alternativen in Betracht. Wer nur kurzzeitig Geld einsparen muss, kann sich die Versicherung beispielsweise beitragsfrei stellen lassen und die monatlichen Raten vorübergehend aussetzen. Auch eine Beleihung des Rückkaufwertes ist möglich. Die anfallenden Zinsen sind in der Regel günstiger als die von Raten- oder Dispokrediten.

Wann sich eine Auszahlung lohnen kann

Grundsätzlich sollten Sie beachten, dass es sich nur in wenigen Fällen finanziell lohnt, wenn Sie sich die Lebensversicherung auszahlen lassen. Edda Castello von der Verbraucherzentrale Hamburg gibt im „Handelsblatt“ folgenden Hinweis: „Wenn man einen Kredit bedienen muss oder ständig im Dispo ist, ist es absurd, eine Lebensversicherung zu haben. Eine Kredittilgung mit dem Rückkaufswert und den ersparten Prämien ist wirtschaftlich sinnvoller.“ Ob dies auf Sie zutrifft, sollten Sie allerdings vorher von einem Experten berechnen lassen.

KOMMENTARE (1)

eswirdallesgut

Diese Aussage sehe ich als falsch an: „Wenn man einen Kredit bedienen muss oder ständig im Dispo ist, ist es absurd, eine Lebensversicherung zu haben. Eine Kredittilgung mit dem Rückkaufswert und den ersparten Prämien ist wirtschaftlich sinnvoller“

Wäre es nicht besser, mal die Einnahmen und Ausgaben akribisch zu überwachen? Die LV ist nicht dazu da, den Dispo auszugleichen. Wer dies tut, der hat einige Monate später das gleiche Destaster.

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Wie lange dauert die Auszahlung meiner Lebensversicherung?

Ich habe meine Lebensversicherung vorzeitig gekündigt, da der Vertrag bereits einige Jahre geruht hat (keine Einzahlungen mehr) und es nicht lohnend gewesen wäre, den Vertrag wieder aufleben zu lassen. Deshalb erfolgte meine Kündigung fristgerecht per 31.10.. Nun habe ich ein Schreiben der Versicherung erhalten in dem steht, dass die Bearbeitung einige Zeit in Anspruch nehmen wird und sie bitten deshalb um etwas Geduld. Wie lange muss ich nun auf mein Geld warten? Wie lange darf sich die Versicherung für die Auszahlung zeit lassen?

5 Antworten

Vielleicht ergänzend noch: Man kann ebenfalls gekündigte Verträge rückabwickeln lassen. Ein interessanter Anbieter ist dafür Rückabwicklung24.

So bekommt man im nachhinein noch einmal etwas Geld gutgeschrieben, wenn der Widerruf erfolgreich ist. Könntest ja mal kostenfrei bei dem o.g. Anbieter berechnen lassen.

Vertrag muss zwischen ´95 und 2007 abgeschlossen wurden sein.

Sofort mit Fälligkeit der Rückzahlung, also zum 31.10.2011. Ansonsten kannst du meines Erachtens zumindest die gesetzlichen Verzugszinsen verlangen, wenn du keinen größeren Schaden hast, z. B. höhere Kreditzinsen, weil du ein Darlehen aufnehmen musstest, dann als Schaden diese Zinsen.

sofern keine Prämienrückstände bestehen und keine Kündigungsfristen erst noch verstreichen müssen, hat die Versicherung die Pflicht, die Auszahlung „unverzüglich“ vorzunehmen. Dabei können natürlich innerbetriebliche Hemmnisse vorkommen (Urlaubszeit, Krankheit, allgemeiner Bearbeitungsrückstand. ) – und eine Auszahlung auch mal 4 Wochen nach hinten verlegen !! Ruf doch dort mal an und frage nach, was mit „einige Zeit“ gemeint ist. Du wärst auf das Geld sehr kurzfristig angewiesen und sie mögen dir bitte einen verbindlichen Termin der Auszahlung nennen. Grüße vom Querkopf

DH Antwort ! HG DerMakler

Die Frage läßt sich pauschal nicht beantworten. Wenn es sich bei der Versicherung um eine fondsgebundene Lebensversicherung handelt, müssen erst die Fondswerte zum Stichtag berechnet werden. Das kann je nach Versicherung ca. 14 Tage dauern. Bei einer ganz normalen Kapital-Lebensversicherung sollte es allerdings zügiger gehen und zum Stichtag ausgezahlt werden. Einziges Manko: Wenn die Versicherungsgesellschaft verkauft wurde und es sich um einen übernommenen Altvertrag handelt, kann es auch da zu Verzögerungen kommen. Das Beste ist, wenn Du die Gesellschaft anrufst und fragst, wie lange es noch dauert. Mach da ruhig ein bißchen Druck, denn die Gesellschaft arbeitet ja jetzt mit Deinem Geld schon über eine Woche.

Sollten keine driftigen Gründe vorliegen, ist die Versicherung verpflichtet Ihnen den Rückkaufswert kurzfristig auszuzahlen. Ist dies nicht gegeben, können Sie sich an die Versicherung wenden und dieser eine Frist zur Auszahlung setzen.

Aber mal eine andere Frage: Waren Sie denn mit der Höhe des Rückkaufswertes einverstanden? Haben Sie einmal nachgerechnet, wie viel Sie im Laufe der Jahre in den Vertrag eingezahlt haben und diese Summe verglichen mit der Auszahlung? Wie hoch sind denn die Zinsen?

Ein Verkauf einer Lebensversicherung ist in den meisten Fällen lohnenswerter als eine eigenständige Kündigung. Noch rentabler ist eine professionelle Kündigung. Der Rückkaufswert erhöht sich so um bis zu 20% und die Kunden bekommen zusätzlich die Chance alle eingezahlten Beiträge plus einer angemessenen Verzinsung zurück zu bekommen. Verluste können zudem ggf. steuerlich geltend gemacht werden. Übrigens sind eine professionelle Nachregulierung sowie eine komplette Rückabwicklung auch bei bereits gekündigten Verträgen möglich.

Ein Verkauf einer Lebensversicherung ist in den meisten Fällen lohnenswerter als eine eigenständige Kündigung. Noch rentabler ist eine professionelle Kündigung.

Geht es auchmal ohne Werbung, einfach nur einen Ratschlag..ja ? ..wäre einfach nett anzusehen..

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Hallo, meine Mama (59 Jahre) bekommt seit Jahren Hartz IV mit Unterbrechungen, da Ihr Mann etwas geerbt hat, deshalb wurde Hartz IV nur als Darlehen ausbezahlt, jetzt bekam sie ein Schreiben, daß sie 30000,- Euro zurückzahlen soll, von dem Erbe ist nicht mehr viel da und sie müßte eigentlich schon wieder Hartz IV beantragen. Außerdem bekommt sie eine Auszahlung Ihrer Lebensversicherung, darf die Arge ihr das ganze Geld nehmen, da Sie Schulden bei Ihnen hat oder darf sie einen Teil behalten? Vielen Dank für die Antwort

ich hätte eine drigende Frage.

Ich wohne derzeit in einem sehr sehr alten Haus , über 200 Jahre. Nun fiehl durch Geruch aus dem Keller auf das dieser komplett von Schimmel befallen ist. Es handelt sich um einen sehr alten Keller mit Lehmboden und Steinwänden. Der Schimmel ist dort überall sichtbar und der Boden war komplett feucht/nass. Als Erstmaßnahme hatte ich nun mit dem Vermieter erst mal einen Entfeuchter hinein gestellt der dort in 3 Wochen fast 100l Wasser dort raus gezogen. Der Keller verfügt weder über eine Heizung und hat nur 2 kleine Öffnungen ohne Scheibe . Also hätte ich gar keine Maßnahmen für anderes lüften/heizen ergreifen können.

Die dringlichkeit hat noch einen gravierenderen Punkt. Als ich zu meinem Freund fuhr fiehl nun auf das meine gesamte Kleidung die im 1.OG aufbewahrt ist extrem muffig riecht. Und das trotz der Tatsache das alles frisch gewaschen war. Im Haus selber nehme ich den Geruch gar nicht wahr. Aber sobald man in "saubere" Luft kommt für längere Zeit fällt es extrem auf wie unangenehm alles riecht. Selbst die eigenen Haare. Es nicht genau bekannt ist wie lange das Problem schon besteht und es vorher nicht aufgefallen. Meine Sorge ist nun natürlich das mein kompletter Hausstand davon befallen ist. Vor allem natürlich auch ob es gesundheitsgefährdend ist bzw. in welchem Ausmaß. An den Wänden selber im Haus ist kein Schimmelbefall zu sehen aber es riecht trotzdem alles extrem unangenehm und richtig penetrant.

Nun die wichtige Frage ob und in welchem Rahmen die Versicherung meines Vermieters für Schäden aufkommen wird ? Auch für die an meinem Hausstand (Kleidung, Möbel, wenn diese nicht mehr gerettet werden könnten, Umzug, Markler etc. )

Da in der Wohnung selber kein sichtbarer Befall ist kann man mir ja keinen Vorwurf machen. Die Räume selber sind auch alle gut beheizt und es ist wie gesagt dort auch nichts sichtbar.

Mein Vermieter ist auch sehr auf die Klärung und in die Wege Leitung von Maßnahmen bedacht. Er möchte auch nicht das es ein gesundheitliches Risiko darstellt. Durch den starken Geruch, selbst in den Haaren gehe ich mittlerweile leider davon aus. Er ist im Gegensatz zu vielen dort sehr auf meiner Seite.

Die Kosten für Gutachten etc. , welches dann auch an die Versicherung gehen könnte, würde mein Vermieter aufkommen.

Ich würde halt gerne wissen ob es sich überhaupt lohnt darauf zu warten oder ob eh keine Hoffnung besteht das die Versicherung kosten übernimmt.

Es ist leider alles etwas durcheinander geschrieben aber ich bin auch derzeit wirklich panisch und habe Angst meinen kompletten Hausstand aus eigener Kasse ersetzen zu müssen da der Befall an Sporen, ausgehend vom Geruch, anscheinend schon sehr massiv ist.

Über Rat und eventuelle Informationen wäre ich sehr dankbar.

Hallo, soeben ein Schreiben meiner Lebensversicherung erhalten, dass mein Investmentfonds auf Grund von Rückstellungen keine ausreichende Aktienquote für die Garantie des Höchstkurses mehr aufweisen kann. Heißt, der Fonds wird geschlossen (viel mehr habe ich leider nicht verstanden ;o) ).

Nun gut, von den drei Optionen, die mir genannt wurden, würde ich gerne die Auszahlung veranlassen.

Da der Zeitpunkt überraschend kommt, bin ich sehr unvorbereitet. Daher meine Fragen: 1. Was muss ich wegen der Abgeltungssteuer beachten? Was ist hier zu tun? 2. Ich erhalte den Anlagewert der Police, der in den Fonds investiert wurde. Der Wert der Auszahlung wird auf den bisher erzielten Höchstkurs festgesetzt. Was heißt das? Bekomme ich den Rückkaufwert mit Höchstkurs? Oder bekomme ich alles was ich eingezahlt habe mit Höchstkurs? 3. Die Verbraucherzentrale meinte mal, als ich über Kündigung nachdachte, dass ich auf den Freibetrag achten soll. Heißt, bei der Bank, auf der die LV ausgezahlt wird oder bei der Lebensversicherung selbst. Was muss ich hierfür tun?

Ja, ich bin ein Finanzlaie, ich bitte darum, mich nicht deshalb anzugehen. Dass ich in naiven, jungen Jahren das Ding hätte nicht abschließen sollen, ist mir durchaus bewusst. Aber das denken sich wohl so einige Anleger in Lebensversicherungen. ;o)

Vielen Dank für alle Antworten!

Habe jährliche Zahlung gewählt. Letzte Zahlung wäre im Dezember 2015. Fällig ist die LV im Dezember 2016. Ist es ein Nachteil die jetzt still zu legen? Oder würdet ihr mir raten die letzte Rate über 4.000€ zu bezahlen?

Angenommen, ich würde eine Lebensversicherung über 60.000 Euro abschließen und würde 30 Jahre lang einzahlen. Was verdient der AMkler an mir? Ich finde, Versicherungsmakler haben gerade wegen der Provisionen so ein schlechtes Image bei mir, so dass ich wenig vertrauen zu diesen Leuten habe.

Lebensversicherung und Auszahlung: Das Wichtigste im Überblick

Die Auszahlung einer Lebensversicherung kann über drei Wege erfolgen. Einige Lebensumstände lassen es leider nicht zu, die eigens für die finanzielle Absicherung abgeschlossenen Versicherungen weiterzuführen. Haben Sie sich beispielsweise entschlossen, Ihre Lebensversicherung zu kündigen, dann sind sicherlich die Themen Lebensversicherung und deren Auszahlung besonders interessant und relevant für Sie.

Dieser Ratgeber soll Ihnen aufzeigen, was Sie alles beachten müssen, wenn Sie sich Ihre Lebensversicherung frühzeitig auszahlen lassen möchten. Im Vergleich dazu werden geltende Regelungen aufgezeigt, die ein normales Auslaufen der Versicherung oder das Eintreten des Versicherungsfalls, wie beispielsweise der Todesfall, beinhalten.

Die Auszahlung einer Lebensversicherung: Was genau steckt dahinter?

Im Großen und Ganzen gibt es drei Möglichkeiten, wann Sie sich eine Lebensversicherung auszahlen lassen können beziehungsweise dies automatisch geschieht.

  1. Sie kündigen die Lebensversicherung vorzeitig:

Sind Sie mit Ihrer Versicherung nicht mehr zufrieden oder können sich aufgrund unvorhergesehener Umstände die Beiträge nicht mehr leisten, dann steht Ihnen nach der Kündigung Ihrer Lebensversicherung eine Auszahlung zu. Wie hoch diese genau ist, ist bereits bei Abschluss Ihres Lebensversicherungs­vertrags darin festgehalten. Wenn Sie sich eine Lebensversicherung vorzeitig auszahlen lassen möchten, bekommen Sie einen sogenannten Rückkaufswert. Seit der Reformierung des Versicherungs­vertrags­gesetzes (VVG), steht Ihnen außerdem per Gesetz ein Mindestbetrag zu.

Eine vorzeitige Auszahlung einer Lebensversicherung – besonders in den ersten fünf Jahren – bedeutet vor allem, dass Ihnen hohe Verwaltungs-, Storno- und Abschlussgebühren von Ihrem Rückkaufswert abgezogen werden.

Des Weiteren müssen Sie mit der Zahlung von Steuern rechnen – einer sogenannten Abgeltungssteuer – wenn die Laufzeit Ihrer Lebensversicherung bis zur Auszahlung weniger als zwölf Jahre beträgt oder der Versicherungsnehmer zum Kündigungszeitpunkt jünger als 60 Jahre ist.

  • Die vereinbarte Vertragslaufzeit ist beendet:

    Unter Umständen sind Sie bei der Auszahlung Ihrer Lebensversicherung sozialversicherungspflichtig. Die zweite Möglichkeit für eine Lebensversicherung und deren Auszahlung besteht darin, dass diese automatisch ausläuft. Wurde eine bestimmte Mindestvertragslaufzeit festgelegt und Sie haben diese nicht verlängert, wird Ihnen die im Vertrag vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt.

    Solch eine Auszahlung einer Lebensversicherung kommt häufig nach Ablauf der Laufzeit von kapitalbildenden Lebensversicherungen vor. In der Regel ist das Vertragsende hierbei mit einem bestimmten Alter des Versicherungsnehmers gekoppelt.

    Das bedeutet im Konkreten, dass Sie entweder eine einmalige Auszahlung oder eine Art monatliche Rente ausgezahlt bekommen. Letzteres wird auch als Rentenversicherung bezeichnet und ist somit eine Form der Altersvorsorge.

    Warten Sie demnach auf den Ablauf Ihrer Lebensversicherung, welcher mit einer automatischen Auszahlung der vollen Versicherungssumme verbunden ist, können Sie sich darüber freuen, dass dies im Normalfall nicht verlustreich vonstatten geht. In welcher Form Sie Ihr Geld bekommen – also sich Ihre Lebensversicherung einmalig auszahlen zu lassen oder eine private Rente aus der Ablaufleistung zu beziehen – ist im Vertrag Ihrer Lebensversicherung bereits unter Auszahlung geregelt.

    Versicherungsfall: Bei einer Lebensversicherung erfolgt die Auszahlung beispielsweise bei Tod des Versicherten. Zu guter Letzt gibt es auch noch eine dritte Möglichkeit: Ihnen wird eine bestimmte Summe ausgezahlt, wenn der Versicherungsfall eintritt. In den meisten Fällen ist das der Todesfall, welcher über eine Risikolebensversicherung abgesichert wird. Generell dient die Auszahlung einer Lebensversicherung im Todesfall der Absicherung von Hinterbliebenen.

    Selbstverständlich muss bei einer Lebensversicherung die Auszahlung nicht nur im Todesfall erfolgen. Auch eine Kapitallebensversicherung kann beispielsweise einen Versicherungsfall beinhalten. Da dieser hierbei aber in den seltensten Fällen mit dem Tod des Versicherungsnehmers verknüpft ist, ist hier von einer Erlebensfallversicherung die Rede.

    Wie hoch letztendlich die Auszahlung der Lebensversicherung ist, hängt von den individuellen Vertragskonditionen ab, die zwischen Versicherer und Versichertem vereinbart wurden.

  • Lebensversicherung: Ist eine Teilauszahlung möglich?

    Die Regel ist dies natürlich nicht, aber dennoch können Sie unter bestimmten Bedingungen mit Ihrem Versicherer eine Teilauszahlung Ihrer Lebensversicherung vereinbaren.

    Dabei wird zumeist ein sogenannter “Auszahlungsplan” erstellt, welcher schriftlich obligatorische Termine festhält, an denen der Versicherungsnehmer eine bestimmte Summe ausgezahlt bekommt anstatt am Ende der Lebensversicherung eine komplette Auszahlung zu erhalten.

    Achtung: Insgesamt ist diese Methode verlustreicher als eine Auszahlung in Gänze! Möchten Sie allerdings vor dem Ablauf Ihrer Vertragslaufzeit einen Teil Ihres Kapitals zur Verfügung haben, dann sollten Sie über solch eine Art der Ratenauszahlung nachdenken.

    Lebensversicherung: Fazit zur Auszahlung

    Oftmals ist es hilfreich, sich vor der Kündigung einer Lebensversicherung, welche meist mit finanziellen Verlusten einhergeht, über mögliche Alternativen zu informieren. Beispielsweise machen Sie oftmals mehr Gewinn, wenn Sie Ihre Lebensversicherung verkaufen.

    Den Ablauf Ihrer Versicherung abzuwarten oder der Eintritt des Versicherungsfalls scheinen in Bezug auf die Auszahlung und die Finanzen wesentlich sinnvoller zu sein. Schließlich ist vor allem die Rentenversicherung durch die Auszahlung einer Rente eine sehr beliebte Altersvorsorge.

    Zahlt allerdings der Arbeitgeber mit in eine sogenannte betriebliche Altersvorsorge für Sie ein, dann müssen Sie Beiträge an die Krankenkasse für den Teil der Versicherungen bezahlen, den Ihr Arbeitgeber verrichtet hat.

    Hallo! Ich habe mal eine Frage? Meine Leibrentenversicherung ist am 1.10.17 ausgelaufen und es wurde mit der Versicherung (Signal Iduna) im März schriftlich festgelegt, daß ich die gesamte Summe ausgezahlt haben mchte. Jetzt muß ich um mein Geld betteln daß es mir mal überwiesen wird. Ich habe schon 3 mal angerufen und mir wurde versprochen daß man es überweisen tut aber nichts ist passiert.Uf meinen 2 E-mails hat man erst garnicht drauf reagiert. Wollte mal anfrageb ob ob das in Ordnung ist? Würde mich freuen auf eine Antwort von Ihnen. Mit freundl.Gruß Sabine S.

    in der Regel sollte vertraglich ein Auszahlungszeitpunkt festgelegt worden sein. Hält sich die Versicherung nicht daran, haben Sie unter Umständen Anspruch auf Zinsen. Wie es sich in Ihrem Fall verhält, ist am besten mit einem Anwalt für Versicherungsrecht abzuklären.

    Источники: http://www.t-online.de/finanzen/altersvorsorge/id_46295372/richtig-kuendigen-lebensversicherung-auszahlen-lassen.html, http://www.finanzfrage.net/frage/wie-lange-dauert-die-auszahlung-meiner-lebensversicherung, http://www.lebensversicherungkuendigen.de/lebensversicherung-auszahlung/

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