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Die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) ist für Millionen Rentner von großer Bedeutung. Wie funktioniert die KVdR, welche Beträge gelten aktuell (2013)? Das Deutsche Institut für Altersvorsorge hat die wichtigsten Informationen rund um die Krankenversicherung der Rentner für 2013 zusammengestellt.

Die KVdR wird von den gesetzlichen Krankenkassen durchgeführt. Dort kann Mitglied werden, wer eine Rente in der gesetzlichen Rentenversicherung beantragt, einen Rentenanspruch besitzt und eine Vorversicherungszeit erfüllt hat. Dazu muss der Rentner innerhalb der Zeitspanne zwischen dem Eintritt ins Erwerbsleben und dem Zeitpunkt der Rentenantragstellung mindestens neun Zehntel der zweiten Hälfte dieses Zeitraums in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert oder freiwillig versichert gewesen sein. Das ist die sogenannte Vorversicherungszeit.

Die Vorversicherungszeit fГјrВ KVdR muss erfГјllt sein

Das trifft auf die meisten Rentner zu. Dennoch sind manche Personen von der Krankenversicherung der RentnerВ zunГ¤chst ausgeschlossen, so zum Beispiel…

  • Rentner, die einer versicherungspflichtigen BeschГ¤ftigung nachgehen, Bezieher von ArbeitsВ­losengeld und Arbeitslosengeld II (Hartz IV), selbstГ¤ndige Landwirte
  • hauptberuflich SelbstГ¤ndige
  • Beamte und BeschГ¤ftigte mit einem Entgelt oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (47.250 Euro im Jahr 2013).

Wenn diese Umstände wegfallen, besteht von diesem Zeitpunkt an Versicherungspflicht in der KVdR. Wer privat krankenversichert ist, kann sich auf Antrag von der KVdR befreien lassen. Der Antrag muss aber innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht in der KVdR gestellt werden, ansonsten ist eine Befreiung nicht mehr möglich. Wer die Vorversicherungszeit nicht erfüllt, vor Rentenbeginn aber gesetzlich krankenversichert war, kann auf Antrag freiwillig der KVdR beitreten. Das betrifft auch freiwillige Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung, zum Beispiel Selbständige oder Angestellte mit Verdienst oberhalb der Versicherungspflichtgrenze (52.200 Euro 2013).

Wer erst nach Vollendung des 55. Lebensjahres krankenversicherungspflichtig geworden ist und fünf Jahre vor Eintritt der Versicherungspflicht keine gesetzliche Krankenversicherung besaß, ist auf Dauer von der KVdR ausgeschlossen. Das gilt für Selbständige oder besser verdienende Angestellte, die vor dem 55. Geburtstag privat krankenversichert waren, dann aber – entweder wegen Aufgabe der Selbständigkeit oder, als Angestellte, wegen Sinken des Einkommens unter die Versicherungspflichtgrenze – wieder zu Pflichtversicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung geworden sind.

Beitragssatz KVdR aktuell 15,5 Prozent (2013)

Für versicherungspflichtige Rentner gilt der allgemeine Beitragssatz, der für alle Krankenkassen aktuell 15,5 Prozent beträgt. Davon zahlen Rentner 8,2 Prozent, den Rest die Kasse. Der Beitrag wird erhoben auf Renten der gesetzlichen Rentenversicherung, Versorgungsbezüge und eventuell Einkommen aus selbständiger Tätigkeit. Der Rentenversicherungsträger behält die Beiträge von der Bruttorente ein und leitet sie an die Krankenversicherung weiter. Freiwillig versicherte Rentner zahlen Beiträge auf ihre Bruttorente sowie auf sonstige Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit, Vermietung und Verpachtung oder Kapitalvermögen, und zwar in voller Höhe.

Für privat krankenversicherte Rentner gelten die Beiträge der jeweiligen privaten Krankenversicherung, die in voller Höhe selbst zu zahlen sind. Aber: Freiwillige Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung und privat Krankenversicherte können auf Antrag einen Zuschuss vom Rentenversicherungsträger erhalten. Der Zuschuss beträgt 7,3 Prozent der Rente, bei privat Krankenversicherten höchstens die Hälfte der tatsächlichen Beiträge. Wer als Rentner krankenversicherungspflichtig ist, muss auch in die Pflegeversicherung einzahlen und zwar in voller Höhe von 2,05 Prozent (kinderlose Rentner 2,30 Prozent).

Krankenversicherung der Rentner

Die gesetzliche Krankenversicherung im Ruhestand

  • Zuletzt aktualisiert: 2. August 2017
  • Von: Annika Krempel

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) ist gar keine Krankenkasse, sondern ein Status: KVdR-Versicherte gelten als pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
  • Ein Vorteil der KVdR ist, dass auf private Einkünfte wie Mieteinnahmen, Privatrenten oder Zinsen keine Krankenkassenbeiträge zu zahlen sind.
  • Wer zu 90 Prozent der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens gesetzlich versichert war, darf in die KVdR. Zum 1. August 2017 gilt eine neue Regelung, die vielen Rentnern den Eintritt in die Pflichtversicherung erleichtern.
  • Wer im Alter nicht über die KVdR versichert ist, kann sich unter Umständen freiwillig gesetzlich versichern. Dann gelten jedoch andere Regeln.
  • Privat krankenversicherte Rentner haben gegebenenfalls Anspruch auf einen Zuschuss zur PKV.

So gehen Sie vor

  • Versicherte sollten sich möglichst vor dem 40. Lebensjahr entscheiden, ob sie langfristig gesetzlich oder privat versichert sein wollen.
  • Lassen Sie zum Rentenbeginn von der Krankenkasse prüfen, ob Sie in die Krankenversicherung der Rentner dürfen.
  • Sind Sie bereits in Rente, können Sie durch die neue Regelung möglicherweise nachträglich in die KVdR wechseln. Stellen Sie bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag, um die Vorversicherungszeit unter den neuen Voraussetzungen prüfen zu lassen.
  • Auch wer in der Krankenversicherung der Rentner ist, kann seine Krankenkasse frei wählen.

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Wer sich Gedanken um Rente und Altersvorsorge macht, sollte auch unbedingt an die Beiträge für die Krankenversicherung im Alter denken. Denn die Unterschiede in der Beitragshöhe sind je nach Krankenversicherungsstatus zum Teil enorm. Vor allem wer von der privaten Krankenversicherung (PKV) in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zurückgewechselt ist, muss auf einige komplizierte Regelungen achten.

Krankenversicherungsstatus im Alter

Wer in Rente geht, gehört bezüglich der Krankenversicherung zu einer von drei Gruppen:

  • Rentner, die in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert sind,
  • Rentner, die freiwillig gesetzlich versichert sind oder
  • Rentner, die privat krankenversichert sind.

Die Begriffe „pflichtversichert“ und „freiwillig versichert“ sind dabei irreführend: Denn in aller Regel ist es von Vorteil, in die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) zu dürfen. Rentner mit diesem Krankenversicherungsstatus zahlen in aller Regel deutlich geringere Krankenkassenbeiträge als Senioren, die sich freiwillig gesetzlich krankenversichern. Denn wer nicht in die Krankenversicherung der Rentner darf, zum Beispiel weil er lange privat versichert war und dann zurückgewechselt ist, muss auch auf alle Einkünfte aus Mieteinnahmen, Zinsen oder private Rentenversicherungen Beiträge zur Krankenversicherung abführen.

Für Privatversicherte spielt die Krankenversicherung der Rentner ohnehin keine Rolle. Senioren mit privater Krankenversicherung sollten aber einen Zuschuss zur PKV beantragen, wenn sie gesetzliche Rente beziehen. Diesen Zuschuss können auch freiwillig gesetzlich versicherte Rentner beantragen.

Was ist die Krankenversicherung der Rentner?

Die Krankenversicherung der Rentner ist keine eigene Krankenkasse. Vielmehr handelt es sich dabei um die Bezeichnung für einen Status: Wer gesetzliche Rente bekommt und für eine bestimmte Vorversicherungszeit gesetzlich versichert war, gilt als pflichtversichert in der KVdR. Wer auf diese Weise krankenversichert ist, zahlt lediglich Krankenkassenbeiträge auf die gesetzliche Rente, auf Arbeitseinkommen und auf sogenannte Versorgungsbezüge wie Betriebsrenten, Pensionen oder Zahlungen von Versorgungswerken. Die erwähnten privaten Einkünfte bleiben dagegen beitragsfrei. Im Übrigen können auch Rentner, die in der KVdR versichert sind, ihre Krankenkasse frei wählen und gegebenenfalls wechseln.

Mehr dazu im Ratgeber gesetzliche Krankenversicherung

Annika Krempel

Expertin für Versicherungen

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Regelungen zur Vorversicherungszeit

In die Krankenversicherung der Rentner darf, wer in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens zu 90 Prozent gesetzlich versichert war (9/10-Regelung, § 5 Abs. 1.11 SGB V). Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie während Ihrer Erwerbstätigkeit in der GKV pflichtversichert, freiwillig versichert oder familienversichert waren – es genügt, dass Sie überhaupt in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert waren. Die Zeit des Erwerbslebens reicht dabei vom Beginn der ersten Erwerbstätigkeit, einschließlich Berufsausbildung und Selbstständigkeit, bis zum Zeitpunkt des Antrags auf gesetzliche Rente. Wer nicht berufstätig war, bei dem gilt der Termin der Heirat oder der 18. Geburtstag.

Ein Ingenieur arbeitet nach seinem Studium mit 25 als Angestellter und ist gesetzlich krankenversichert. Nach ein paar Jahren macht er sich selbstständig und wechselt in die private Krankenversicherung. Mit 47 muss er seine Selbstständigkeit aufgeben und geht wieder in ein Angestelltenverhältnis. Im Zuge dessen kehrt er in die GKV zurück. Mit 65 geht er schließlich in Rente.

Der Ingenieur in diesem Beispiel darf in die Krankenversicherung der Rentner, da er die Vorversicherungszeit gerade so erfüllt: Er war 40 Jahre lang erwerbstätig. Die zweite Hälfte seines Erwerbslebens begann mit 45. Von diesen 20 Jahren war er 18 Jahre lang gesetzlich versichert, das entspricht genau 90 Prozent dieses relevanten Zeitraums.

Mit der Reform des Heil- und Hilfsmittelgesetzes gilt zum 1. August 2017 außerdem eine neue Regelung zur Vorversicherungszeit. Jeder Versicherte erhält pauschal pro Kind drei Jahre als Vorversicherungszeit angerechnet, unabhängig von der Krankenversicherung des Ehe- oder Lebenspartners (§5 Abs. 2 Satz 3 SGB V). Dabei kommt es nicht darauf an, ob das Kind tatsächlich von der Person betreut wurde. Jedes Elternteil erhält drei Jahre pro Kind angerechnet. Zu den Kindern zählen auch Adoptivkinder, Pflegekinder und Stiefkinder. Die Zeiten werden automatisch der zweiten Hälfte des Erwerbslebens zugerechnet, auch wenn die Geburt der Kinder früher war.

Besonders für Partner von privat Krankenversicherten ist dies eine Verbesserung. Es profitieren vor allem Frauen von Beamten, Richtern oder Selbstständigen. Denn viele von ihnen waren während der Erziehungszeit nicht gesetzlich krankenversichert und erfüllten mitunter deswegen nicht die erforderliche Vorversicherungszeit. Das neue Gesetz schließt diese Lücke.

Lassen Sie die Vorversicherungszeit prüfen

Freiwillig versicherte Rentner können durch das neue Heil- und Hilfsmittelgesetz nachträglich in die Krankenversicherung der Rentner wechseln, falls sie nun die erforderliche Vorversicherungszeit erfüllen. Fordern Sie Ihre Krankenkasse dazu auf, die Zeiten zu überprüfen. Ein formloser Antrag genügt. Es ist sinnvoll, als Beleg gleich Geburtsurkunden der Kinder oder andere Nachweise mitzuschicken.

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Wie viel Beitrag muss ein Rentner bezahlen?

Für einen Rentner ist entscheidend, auf welche Einnahmen er Beiträge zur Krankenversicherung bezahlen muss. Dabei werden die folgenden Einkünfte unterschieden:

  • gesetzliche Rente – Altersrente, Rente aus dem Ausland, Witwenrente;
  • Versorgungsbezüge – Betriebsrenten, Direktversicherungen, Pensionskassen und -fonds, Unterstützungskassen, Zusatzversorgungen, Renten aus Versorgungswerken, betrieblich abgeschlossene Riester-Renten, Beamtenpensionen;
  • Erwerbseinkommen – aus angestellter oder selbstständiger Tätigkeit;
  • private Einnahmen – Miet- und Pachteinkünfte, Kapitalerträge, private Renten einschließlich privat abgeschlossener Riester-Renten.

Auf diese Einkommensgruppen entfallen unterschiedliche Beitragssätze; je nachdem, ob der Versicherte in der Krankenversicherung der Rentner ist oder nicht. Die folgende Tabelle schlüsselt das auf. Auf gesetzliche Renten zahlen sowohl KVdR-Versicherte wie freiwillig gesetzlich versicherte Rentner nur den halben Beitrag plus Zusatzbeitrag, genau wie ein Arbeitnehmer auf sein Gehalt. Auf Versorgungsbezüge, also vor allem auf Leistungen aus betrieblicher Altersvorsorge, entfällt dagegen der volle Beitrag, was alle Arten von Betriebsrenten deutlich schmälert. Das Gleiche gilt für Erwerbseinkommen aus einer selbstständigen Tätigkeit neben der Rente.

GKV-Beiträge als Rentner

*Zusätzlich zum Beitragssatz muss der Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse bezahlt werden.

Quelle: GKV-Beitragssätze von 2017 (Stand: Januar 2017)

Wenn Senioren die Kriterien für die Aufnahme in die Krankenversicherung der Rentner nicht erfüllen, haben sie dennoch die Möglichkeit, sich weiterhin freiwillig gesetzlich zu versichern, sofern sie bereits vor dem Renteneintritt bei einer gesetzlichen Kasse waren und die Vorversicherungszeiten erfüllen. Allerdings müssen sie dann auf alle Einnahmen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung entrichten. Neben Rente, Versorgungsbezüge und Erwerbseinkommen sind das zum Beispiel auch Einnahmen aus Miete oder Pacht sowie aus Kapitalvermögen, auch Leistungen aus privaten Lebens- und Rentenversicherungen sind dann nicht mehr beitragsfrei.

Zusatzbeitrag der Krankenkassen auch für Rentner

Zusätzlich zahlen gesetzlich krankenversicherte Rentner noch einen Zusatzbeitrag von durchschnittlich 1,1 Prozent, den viele Krankenkassen erheben. Auch ein Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung von derzeit 2,55 Prozent (2,8 Prozent für Kinderlose) muss von Rentnern geleistet werden. Für beides gibt es keinen Zuschuss von der gesetzlichen Rentenversicherung. In jedem Fall müssen Beiträge aber nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung von derzeit 52.200 Euro im Jahr bezahlt werden. Auf alle Einnahmen oberhalb dieser Grenze zahlen auch Rentner keine GKV-Beiträge.

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Tipp: Rechtzeitig für ein System entscheiden

Freiwillig gesetzlich versicherte Rentner zahlen in der Regel also deutlich höhere Beiträge für ihre Krankenversicherung. Für Kassenpatienten ist es daher erstrebenswert, im Alter in die Krankenversicherung der Rentner aufgenommen zu werden. Eine zu späte Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung kann sich diesbezüglich rächen. Deshalb empfehlen wir, die Entscheidung, ob Sie sich langfristig gesetzlich oder privat versichern möchten, noch vor dem 40. Lebensjahr zu treffen.

Weitere Informationen können Sie dem Merkblatt „Krankenversicherung der Rentner (KVdR)“ der Deutschen Rentenversicherung entnehmen.

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Artikel verfasst von

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Testen Sie selbst: Kommen Sie in die KVdR

Rentner zahlen weniger Krankenversicherungsbeiträge, wenn sie in der gesetzlichen Krankenversicherung für Rentner (KVdR) pflichtversichert sind.

Im Folgenden finden Sie einen kurzen Leitfaden, wie Sie feststellen, ob Sie die Aufnahmebedingungen der KVdR erfüllen:

1. Wann waren Sie erstmals in Ihrem Leben erwerbstätig?

Als Erwerbstätigkeit zählen auch Zeiten der betrieblichen Berufsausbildung (Lehre) oder der Selbstständigkeit. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Tätigkeit in Deutschland oder im Ausland ausgeübt wurde.

Nicht mitgezählt werden versicherungsfreie Schüler- oder Studentenjobs sowie Zeiten des Studiums und des Grundwehr- oder Zivildienstes. Wer allerdings als Student ein vorgeschriebenes Praktikum gegen Entgelt ableistete, bei dem beginnt die Erwerbstätigkeit mit dem Tag, an dem der Betreffende sein Praktikum aufgenommen hat.

2. Wann werden Sie Rente beantragen?

Tatsächlich: Auf den Tag des Rentenantrags kommt es an und nicht auf den Tag des Renteneintritts. Hier haben Sie einen gewissen Handlungsspielraum. Sie müssen Ihren Rentenantrag nämlich nicht unbedingt sofort dann stellen, wenn Sie Rente beanspruchen können. Das können Sie vielmehr innerhalb von drei Monaten noch nachholen. Wenn Sie am 1.1.2015 Anspruch auf Altersrente haben, können Sie den Antrag hierauf also bis 31.3.2015 stellen und erhalten dennoch später rückwirkend ab 1.1.2015 Ihre Rente.

3. Rechnen Sie aus, wie viele Monate zwischen dem Eintritt ins Erwerbsleben und dem voraussichtlichen Rentenantrag liegen

Im Zweifelsfall ist eine taggenaue Rechnung erforderlich, im Normalfall dürfte jedoch die Monats-Rechnung reichen. Die Anzahl der Monate teilen Sie nun durch zwei. Nun können Sie genau ausrechnen, wann die zweite Hälfte Ihres Erwerbslebens begonnen hat.

4. Bestimmen Sie den Anteil der gesetzlichen Versicherung in der zweiten Hälfte Ihres Arbeitslebens

Als Letztes müssen Sie nun ausrechnen, wie viele Monate Sie in der zweiten Hälfte des Erwerbslebens privat oder gar nicht krankenversichert waren bzw. gesetzlich versichert waren. Teilen Sie die Anzahl der Monate mit gesetzlicher Versicherung (egal ob pflichtversichert, freiwillig versichert oder familienversichert) durch die Anzahl der Monate, die in die zweite Hälfte Ihres Erwerbslebens fallen. Wenn sich bei dieser Rechnung ergibt, dass Sie mehr als 90 % der fraglichen Zeit gesetzlich versichert waren, erfüllen Sie die Voraussetzungen zur Aufnahme in die Krankenversicherung der Rentner.

Weitere Informationen zum Wechsel von der PKV in die GKV lesen Sie in folgenden Geldtipps-News:

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