Kündigungsfrist gebäudeversicherung

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Kündigung der Wohngebäudeversicherung

Die ordentliche Kündigung zum vereinbarten Vertragsablauf

Die Wohngebäudeversicherung kann durch den Versicherungsnehmer und den Versicherer zum Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit gekündigt werden. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und die Kündigungsfrist von drei Monaten muss eingehalten werden.

Die außerordentliche Kündigung während der Vertragslaufzeit

Aufgrund eines Schadens durch den Versicherungsnehmer:

Ein außerordentliches Kündigungsrecht besteht aufgrund eines Schadens im Rahmen der Wohngebäudeversicherung unabhängig davon, ob der Versicherer die Regulierung übernimmt oder ablehnt.

Sie haben hierbei die Möglichkeit, die Wohngebäudeversicherung entweder mit sofortiger Wirkung (d.h. Eingang Ihres Schreibens beim Versicherer) oder zum Ende der laufenden Versicherungsperiode zu kündigen. Wichtig ist hierbei die Einhaltung der Kündigungsfrist innerhalb eines Monats nach Mitteilung des Versicherers über die Schadensregulierung oder Ablehnung.

Durch den Versicherer:

Der Versicherer hat ebenfalls die Möglichkeit den Versicherungsvertrag aufgrund eines regulierten oder abgelehnten Schadens zu kündigen. Hier ist ebenfalls die Kündigungsfrist, innerhalb von einem Monat nach Mitteilung an den Versicherungsnehmer, einzuhalten.

Die Kündigung zur Wohngebäudeversicherung durch den Versicherer kann entweder mit sofortiger Wirkung oder zum Ende des laufenden Versicherungsjahres ausgesprochen werden.

Der Versicherer hat auch bei Nichtzahlung der Erst- oder Folgeprämie gemäß dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG) ein Rücktritts- bzw. Kündigungsrecht.

Kündigung wegen Eigentümerwechsel durch Verkauf des Gebäudes

Bei einer Veräußerung des Gebäudes (s.a. Eigentümerwechsel) gehen die Rechte und Pflichten der Wohngebäudeversicherung auf den Erwerber über. Daher hat nur der Erwerber und der Versicherer das Recht die Versicherung zu kündigen.

Die Kündigung durch den Erwerber muss innerhalb eines Monats nach Grundbucheintragung erfolgen. Hatte der Erwerber keine Kenntnis von dem Bestehen einer Wohngebäudeversicherung beginnt die Kündigungsfrist mit dem Tag der Kenntnisnahme.

Die Kündigung kann entweder mit sofortiger Wirkung oder zum Ende der laufenden Versicherungsperiode ausgesprochen werden. Da dem Versicherer die Prämie bis zum Ende des laufenden Versicherungsjahres zusteht ist es ratsam die Kündigung erst zu diesem Zeitpunkt auszusprechen.

Die Kündigung durch den Versicherer muss ebenfalls innerhalb eines Monats nach Grundbucheintragung erfolgen. Sie wird einen Monat nach Zugang beim Erwerber wirksam so dass dieser die Möglichkeit hat, innerhalb dieser Zeit eine Wohngebäudeversicherung bei einem anderen Versicherer abzuschließen.

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Alte Wohngebäudeversicherung kündigen und bessere Police finden

Das sagen unsere Kunden

Wohngebäudeversicherung kündigen: Vor- und Nachteile im Überblick

Ob Sie Ihre Wohngebäudeversicherung deshalb kündigen wollen, weil die Beiträge gestiegen sind, oder weil Ihr Altvertrag einfach nur ungünstig ist: Solange das Gebäude noch steht, lohnt es sich, vor der Kündigung eine neue Gebäudeversicherung zu schließen, um Versicherungslücken zu vermeiden. Im Online-Vergleich auf Verivox.de können Sie Beiträge und Leistungen ganz einfach gegenüberstellen und so zukünftig Kosten einsparen.

Sobald ein verbindliches, auf die Immobilie zugeschnittenes Angebot vorliegt, kann die Kündigung der Wohngebäudeversicherung erfolgen. Dabei sollte man aber stets die Kündigungsfrist, die sich auf den Eingang beim alten Versicherer bezieht, beachten. Um den rechtzeitigen Eingang im Fall der Fälle nachweisen zu können, sollte die Kündigung per Einschreiben erfolgen.

Kündigung der Wohngebäudeversicherung bei finanzierten Gebäuden

Bei einer laufenden Baufinanzierung können Sie in den meisten Fällen die Wohngebäudeversicherung erst kündigen, wenn das Kreditinstitut zustimmt. Dabei kann der Gläubiger eine Sicherungsbestätigung der neuen Versicherung verlangen. Zudem muss die Einverständniserklärung des Kreditgebers einen Monat vor dem Kündigungstermin beim alten Versicherer vorliegen. Gegebenenfalls verlangen Versicherer auch einen Grundbuchauszug zur Überprüfung des Einverständnisses der Gläubiger. Dieser muss dann ebenfalls einen Monat vor dem Kündigungstermin beim Versicherer vorliegen.

Die ordentliche Kündigung der Wohngebäudeversicherung

In der Regel erfolgt die Kündigung der Wohngebäudeversicherung als eine sogenannte ordentliche Kündigung. Da jede Wohngebäudeversicherung mit einer dreimonatigen Frist zum Ende des Versicherungsjahres gekündigt werden kann, spricht man dabei auch von der „Kündigung zum Ablauf“ oder „Kündigung zur Hauptfälligkeit“. Im Versicherungsschein erkennen Versicherungsnehmer, wann der Versicherungsschutz begann und damit auch, wann ihr Versicherungsjahr abläuft. Drei Monate vor diesem Datum muss eine Kündigung beim Versicherer eingegangen sein, ansonsten bleibt sie erfolglos und die Versicherung ist ein weiteres Jahr gültig.

Einige Verträge binden die Kunden auch für drei oder fünf Jahre an die Gesellschaft. Hier ist eine reguläre Kündigung erst nach Ablauf dieser Zeit möglich.

Wohngebäudeversicherung nach einer Beitragserhöhung kündigen

Neben der ordentlichen Kündigung können Verbraucher die Wohngebäudeversicherung kündigen, nachdem der Versicherer eine Beitragserhöhung durchgeführt hat. Erfolgt dabei keine Leistungssteigerung und ist die Erhöhung der Beiträge nicht nur auf die allgemeine Anhebung der Baukosten oder die gleitende Neuwert-Sicherung zurückzuführen, haben Versicherungsnehmer ein Sonderkündigungsrecht. Aber auch für diese Art von Kündigung gibt es Fristen. Spätestens einen Monat nach Erhalt der Benachrichtigung über die Beitragsanhebung muss die Kündigung erfolgt sein. Eventuell gezahlte Beiträge werden dann zurückerstattet.

Ausnahmen: Für Verträge, die zwischen 1991 und dem 29.07.1994 abgeschlossen wurden, muss eine Beitragserhöhung im Vergleich zum Vorjahr über 5% und im Vergleich zum Erstbeitrag über 25% ausmachen, damit eine Sonderkündigung möglich ist. Ist Ihr Vertrag noch älter, gelten nur die vertraglichen Bestimmungen.

Wohngebäudeversicherung nach einem Schadensfall kündigen

Auch nach dem Abschluss eines versicherungspflichtigen Schadens kann die Wohngebäudeversicherung gekündigt werden. Die Kündigungsfrist beträgt einen Monat nachdem die Entschädigungszahlung oder das Erledigungsschreiben ankommt. Bei der Kündigung müssen Versicherungsnehmer die Schadennummer angeben und wählen, ab wann sie die Wohngebäudeversicherung kündigen möchten. Auch hier muss die Kündigung innerhalb eines Monats ausgesprochen werden. Die Kündigung kann mit sofortiger Wirkung oder bis zum Ende des Versicherungsjahres ausgesprochen werden.

Die Kündigung der Wohngebäudeversicherung nach Eigentümerwechsel

Im Gegensatz zu einer Hausratversicherung, die man bei Umzug mitnimmt, geht eine bestehende Gebäudeversicherung bei Eigentümerwechsel automatisch auf den neuen Besitzer über. So wird eine Versicherungslücke für den Erwerber vermieden. Dem neuen Hausbesitzer steht allerdings ein Sonderkündigungsrecht zu. Auch hier gilt eine einmonatige Kündigungsfrist. Sie beginnt mit dem Grundbucheintrag oder bei einer Zwangsversteigerung mit dem Zuschlag. Auch bei Eigentümerwechsel kann der Erwerber die Wohngebäudeversicherung mit sofortiger Wirkung kündigen.

Bis zum Inkrafttreten des neuen Versicherungsvertragsgesetzes hatten Versicherer Anspruch auf die Beitragszahlung bis zum Ende des Versicherungsjahres. Heute darf der Versicherer nach § 39 VVG allerdings nur die Beiträge beanspruchen, die dem Zeitraum entsprechen, in dem Versicherungsschutz tatsächlich bestanden hat.

Der Eigentümerwechsel muss dem Versicherer stets angezeigt werden. Bei der Kündigung muss der Erwerber einen aktuellen Grundbuch-Auszug vorlegen, um nachzuweisen, dass er berechtigt ist, die Wohngebäudeversicherung zu kündigen.

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Ruch Finanzberatung

Gesellschaft für private Finanzplanung

Auswirkungen eines Eigentumswechsels auf die Gebäudeversicherung

28. August 2014 von Wolfgang Ruch

Bei fast jeder Baufinanzierung, die ich begleite, kommt die Frage nach der Wohngebäudeversicherung auf. Dabei gibt es häufig Unklarheiten. In diesem Blogbeitrag möchte ich daher eine Zusammenfassung zu den Auswirkungen eines Eigentumswechsels auf die Gebäudeversicherung geben:

1. Was ist unter einer Veräußerung zu verstehen?

Darunter wird jede Übertragung von Eigentum verstanden, die auf einem Rechtsgeschäft beruht. Dazu zählen:

– der Kaufvertrag – das kommt am häufigsten vor,

– die vorweggenommene Erbfolge – d. h., eine Übertragung zu Lebzeiten

Besonderheiten zum Eigentumswechsel (siehe Infos am Ende des Artikels)

– und durch gesetzliche Erbfolge

2. Wann erfolgt der Eigentumswechsel?

Erst mit der Eintragung im Grundbuch erlangt der Erwerber das Eigentum an dem Gebäude. Die Eintragung bzw. die Mitteilung darüber erfolgt oft erst viel später als die notarielle Beurkundung des Kaufvertrages.

Wichtig: Durch die Vormerkung (Auflassung) im Grundbuch erfolgt der Eigentumswechsel noch nicht!

3. Wer muss den Versicherer über den Eigentumswechsel informieren?

Sowohl der Veräußerer als auch der Erwerber sind gesetzlich verpflichtet, dem Versicherer die Veräußerung unverzüglich mitzuteilen (§ 97 Versicherungsvertragsgesetz – VVG).

4. Was passiert mit der Gebäudeversicherung?

Der Versicherungsvertrag geht automatisch auf den Erwerber über, und zwar zum Zeitpunkt der Veräußerung (§ 95 VVG).

Vorteil: Der Versicherungsschutz besteht ohne Unterbrechung – so hat es der Gesetzgeber vorgesehen.

5. Wer darf die Gebäudeversicherung kündigen?

Bei einer Veräußerung haben nur der Erwerber und der Versicherer das Recht, den Vertrag zu beenden (§ 96 VVG). Der Veräußerer kann den Vertrag nicht kündigen, was auch gar nicht notwendig ist, weil er auf den Erwerber übergeht.

6. Zu welchem Termin kann gekündigt werden?

– Der Erwerber kann den Vertrag zum Ende des laufenden Versicherungsjahres beenden – oder mit sofortiger Wirkung; (bitte eine Kopie des Grundbuchauszuges der Kündigung beifügen).

– Kündigt der Versicherer, dann erlischt der Vertrag einen Monat nach Zugang der Kündigung.

7. Wann kann die Gebäudeversicherung gekündigt werden?

Eine Kündigung ist nur innerhalb eines Monats nach dem Eigentumswechsel möglich (Stichtag ist die Umschreibung im Grundbuch).

– Weiß der Erwerber nicht, dass eine Versicherung besteht, dann kann er noch innerhalb eine Monats kündigen, nachdem ihm dies bekannt wird. Dasselbe gilt, wenn der Erwerber die Mitteilung über die Grundbuchumschreibung erst nach Ablauf der Kündigungsfrist erhält (bitte eine Kopie der Mitteilung des Grundbuchamtes der Kündigung beifügen).

– Weiß der Versicherer nicht, dass der Eigentümer gewechselt hat, kann er noch innerhalb eines Monats kündigen, nachdem ihm dies bekannt wird.

8. Wer muss den Beitrag zahlen?

– Läuft der Vertrag weiter, sind der Erwerber und der Veräußerer gemeinsam verpflichtet, den Beitrag für das laufende Versicherungsjahr zu zahlen (gesamtschuldnerische Haftung). Der Erwerber und der Veräußerer einigen sich untereinander, wer den Beitrag bezahlt und wie der Ausgleich untereinander erfolgt; ein Ausgleich durch den Versicherer ist nicht möglich. In den folgenden Versicherungsjahren bezahlt der Erwerber den Beitrag.

– Kündigt der Erwerber oder der Versicherer den Vertrag, ist der Veräußerer zur Zahlung der Prämie verpflichtet (§ 96, Absatz 3 VVG). Dem Versicherer steht allerdings nur derjenige Teil der Prämie zu, der dem Zeitraum entspricht, in dem Versicherungsschutz bestanden hat.

9. Was ist bei einer Mehrfachversicherung zu tun?

Der Erwerber ahnt nichts von der Versicherung und hat das Gebäude noch einmal versichert. Dann muss die andere Gesellschaft den neuen Vertrag wieder aufheben – so sieht es der Gesetzgeber vor.

Besonderheiten bei einem Eigentumswechsel durch:

– Zwangsvollstreckung und Erwerb des Nutzungsrechts: Es gelten dieselben Bestimmungen wie bei einer Veräußerung (§ 99 VVG). Stichtag den Eigentumswechsel ist der Zuschlag bei der Versteigerung.

– Erbfolge: Mit dem Tod des Erblassers erfolgt der Eigentumswechsel kraft Gesetz (§§ 1922, 1967 des Bürgerlichen Gesetzbuches – BGB). Wird ein Gebäude vererbt, geht die Versicherung automatisch auf den Erben über; für ihn besteht kein Kündigungsrecht.

Mein Tipp: Bereits bei der Finanzierung des Objektes (bei einer Bestandsimmobilie) lasse ich vom Verkäufer schon vor dem Notartermin die Unterlagen zur Wohngebäudeversicherung übergeben. Dann kann der Versicherungsschutz mit den echten Gegebenheiten überprüft und der Versicherungsschutz ggf. angepasst werden. Denn der Verkäufer garantiert nicht, dass alle Angaben im Versicherungsvertrag mit der Realität übereinstimmen und die Risiken der Unterversicherung oder von falschen Angaben trägt dann der Käufer.

Источники: http://www.versicherung-vergleiche.de/gebaeudeversicherung/kuendigung.htm, http://www.verivox.de/wohngebaeudeversicherung-kuendigen/, http://ruch-finanzberatung.de/auswirkungen-eines-eigentumswechsels-auf-die-gebaeudeversicherung/

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