Kündigung versicherung beitragserhöhung

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Versicherung nach Beitragserhöhung kündigen

Erhöht eine Versicherung die Beiträge, ohne, dass die Leistungen im Rahmen der Versicherung ebenfalls steigen, dann dürfen Sie kündigen. Diese Kündigung steht Ihnen aufgrund des außerordentlichen Kündigungsrechts zu. Allerdings gilt das außerordentliche Kündigungsrecht nicht, wenn vertragsmäßig zum Beispiel eine dynamische Anpassung vereinbart wurde. Bei einer Wohngebäudeversicherung könnte das zum Beispiel die sogenannte gleitende Neuwertversicherung sein, die als dynamische Anpassung regelmäßige Beitragserhöhungen nach sich zieht. Eine weitere Ausnahme stellt die Versicherungssteuer dar. Wenn diese sich ändert, ändern sich auch der Gesamtbeitrag einer Versicherung. Doch die Erhöhung der Versicherungssteuer, die bundesweit gilt und von der Bundesregierung festgelegt wird, ist kein Grund, eine außerordentliche Kündigung auszusprechen.

Versicherung nach Beitragsänderung kündigen

Jeder Versicherungsvertrag unterliegt rein rechtlich dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Ändert sich, wie eingangs erwähnt, die Prämie, ohne dass sich der Leistungsumfang ändert, dürfen sie kündigen. Doch auch, wenn sich der Beitrag nicht ändert, aber ihr Versicherungsschutz reduziert wird, haben Sie die Möglichkeit, den Vertrag außerordentlich aufzulösen. Allerdings müssen sie schnell handeln: Innerhalb eines Monats nach Zugang des Schreibens über die Änderung des Versicherungsschutzes bzw. die Erhöhung der Beiträge ohne Anpassung des Versicherungsschutzes muss das Kündigungsschreiben beim Versicherer vorliegen. Sie können die Kündigung mit sofortiger Wirkung aussprechen. Wirksam wird sie jedoch frühestens zu dem Zeitpunkt, zu dem die Änderung in Form der Prämienerhöhung bzw. Reduzierung des Leistungsumfangs greift.

Das muss im Kündigungsschreiben an die Versicherung stehen

Der Inhalt der Kündigung, die Sie aufgrund einer Beitragserhöhung formulieren, ist simpel. Nennen Sie Vertragsnummer und Bezeichnung der Police. Dann kündigen Sie den bezeichneten Vertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt und unterschreiben den Schriftsatz. Der Einfachheit halber können Sie unseren Vordruck benutzen, der alle relevanten Inhalte aufweist.

Kann die Kündigung auch mündlich ausgesprochen werden?

In welcher Form die Kündigung erfolgen muss, steht in den Vertragsbedingungen. Diese sollten Sie in diesem Punkt überprüfen. In der Regel verlangen Versicherer die schriftliche Kündigung per Post. In diesem Fall senden Sie den Schriftsatz am besten mit der Option „Einwurf-Einschreiben“ an den Empfänger.

Beim Einwurf-Einschreiben unterzeichnet der Briefträger, dass er das Dokument in den Empfangsbereich der Versicherung zugestellt hat. Vermeiden Sie es, ein Übergabe-Einschreiben zu wählen. In diesem Fall müsste der Briefträger nämlich jemanden bei der Versicherung antreffen. Verweigert aber zum Beispiel die Sekretärin einer Versicherung die Annahme des Briefes und unterschreibt nicht, geht die Kündigung auf dem Postweg zurück zu Ihnen. Dann droht Fristversäumnis und ihre Kündigung ist unwirksam. Im schlimmsten Fall geht die Kündigung dem Versicherer nicht rechtzeitig zu und sie sind für eine weitere Vertragsperiode an diese gebunden.

Kündigung per E-Mail

Analog gilt eine Kündigung per E-Mail nur dann, wenn diese Form mit dem Versicherer abgesprochen ist. Das steht ebenfalls in den Vertragsbedingungen. Sollten Sie sich für die Kündigung per E-Mail entscheiden, lassen Sie sich eine Kündigungsbestätigung per E-Mail zuschicken. Wer auf „Nummer Sicher“ gehen will, setzt die schriftliche Kündigung auf und unterschreibt diese. Als gescannte Anlage schicken Sie nun das Dokument per E-Mail an die Versicherung. Gleichzeitig schicken Sie es auf dem Postweg. So können Sie dafür sorgen, dass die Kündigung in beiden Fällen nachweisbar rechtzeitig ankommt.

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Kündigungs­fristen

Privat-, Gewässerschaden-, Tierhalter-, Haus- und Grund­besitzer-Haft­pflicht-,

Glas-, Hausrat-, Rechts­schutz-, Unfall-, Wasser­sport- und Wohn­gebäude­versicherung 1

Zum Vertrags­ende, danach jähr­lich zum Ende des Versicherungs­jahres.

Bei Verträgen, die länger als drei Jahre laufen, erst­mals zum Ende des dritten Jahres, danach jähr­lich zum Ende jedes weiteren Versicherungs­jahres möglich.

Ausnahme: nur ein Monat nach den Sonderbedingungen Ost 2

Nach jedem versicherten Schaden mit sofortiger Wirkung oder mit Wirkung zum Ende des Versicherungs­jahres

Kündigung der Rechts­schutz­versicherung in der Regel nach dem zweiten und jedem weiteren versicherten Rechts­schutz­fall inner­halb von zwölf Monaten mit sofortiger Wirkung oder zum Ende des Versicherungs­jahres.

Kündigung der Rechts­schutz­versicherung mit sofortiger Wirkung oder zum Ende des Versicherungs­jahres nach Ablehnung der Leistung durch den Versicherer, obwohl Leistungs­pflicht bestand.

Inner­halb eines Monats ab Leistung oder Ablehnung. 3

Sonderfall 1: Inner­halb eines Monats ab Deckungs­zusage.

Sonderfall 2: Inner­halb eines Monats ab Ablehnung.

Kündigung bei jeder Beitrags­erhöhung zu dem Termin möglich, an dem die Erhöhung wirk­sam wird.

Inner­halb eines Monats ab Erhalt der Mitteilung über die Beitrags­erhöhung.

Kfz-Haft­pflicht­versicherung, Kfz-Kasko­versicherung (Teil- und Voll­kasko)

Zum Ende des Versicherungs­jahres, in der Regel identisch mit dem Kalender­jahr.

Ein Monat. Bei älteren Kasko­verträgen drei Monate.

Nach jedem versicherten Schadens­fall mit sofortiger Wirkung oder mit Wirkung zum Ende des Versicherungs­jahres.

Inner­halb eines Monats ab Leistung oder Ablehnung. 5

Nach jeder Beitrags­erhöhung zu dem Termin, an dem die Erhöhung wirk­sam wird.

Inner­halb eines Monats ab Erhalt der Mitteilung.

Lebens­versicherung (Risiko­lebens-, Kapital­lebens­versicherung)

Ordentliche Kündigung oder Beitrags­frei­stellung

Zum Ende des Versicherungs­jahres, bei Ratenzahlung auch zum Ende jedes Zahlungs­abschnitts, aber frühestens zum Ende des ersten Versicherungs­jahres.

Ordentliche Kündigung oder Beitrags­frei­stellung

Zum Ende des Versicherungs­jahres, bei Ratenzahlung auch zum Ende jedes Zahlungs­abschnitts, aber frühestens zum Ende des ersten Versicherungs­jahres.

Eine Berufs­unfähigkeits-Zusatz­versicherung (z.B. zu einer Risiko­lebens­versicherung) ist an die Haupt­versicherung gebunden. Sie endet auto­matisch mit dieser und kann nur zusammen mit ihr beitrags­frei gestellt werden. Eine separate Kündigung ist möglich, in der Regel aber nicht mehr in den letzten fünf Jahren vor Vertrags­ablauf.

(z.B. Zahn­zusatz- oder Auslands­reisekranken-Versicherung)

Zum Vertrags­ende, danach jähr­lich zum Ende des Versicherungs­jahres

Nach jeder Beitrags­erhöhung oder Erhöhung der Selbst­beteiligung des Versicherten zu dem Termin, an dem die Erhöhung wirk­sam wird.

Inner­halb eines Monats ab Erhalt der Mitteilung.

Kündigung jeder­zeit möglich – voraus­gesetzt der Kunde ist schon seit mindestens 18 Monaten Mitglied bei seiner Kasse.

Bei Wechsel in die private Kranken­versicherung:

Kündigung jeder­zeit möglich, wenn keine Versicherungs­pflicht in der gesetzlichen Kranken­versicherung mehr besteht. Die Bindungs­frist von 18 Monaten entfällt.

Wechsel nach einer Frist von zwei vollen Monaten ab Erklärung der Kündigung. Beispiel: Kündigung im Januar, Wechsel zum 1. April.

Seit Januar 2009 gibt es in der gesetzlichen Kranken­versicherung einen einheitlichen Beitrags­satz.

Sonderkündigungs­recht, wenn Krankenkasse einen Zusatz­beitrag erhebt. Wechsel in eine andere Kasse möglich.

Das Sonderkündigungs­recht gilt auch, wenn die Krankenkassen zuvor gezahlte Prämien streichen oder kürzen.

Kündigung bis zu dem Zeit­punkt, zu dem Zusatz­beitrag erst­mals fällig wird. Wechsel­frist dann wie oben.

Hinweis: Die Kasse muss Versicherte spätestens einen Monat vor der Fälligkeit auf das Kündigungs­recht hinweisen, andernfalls verlängert sich die Kündigungs­frist entsprechend.

Stichtag verschlafen? Trotzdem wechseln mit der Sonderkündigung für die Kfz-Versicherung

Oft kann man die Autoversicherung auch nach dem 30. November noch kündigen und vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen

Jedes Jahr ist bei den meisten Kfz-Versicherungen der 30. November der Stichtag zur Kündigung des Vertrags. Nicht jeder Versicherte hat diesen Tag auf dem Schirm und so vergessen viele Autofahrer diesen Tag und bleiben so auf ihrem alten Vertrag sitzen. Das ist ärgerlich, denn unter Umständen kann man bei einem Kfz-Versicherungswechsel viel Geld sparen. Aber keine Sorge – auch wenn Sie den Stichtag verschlafen haben, können Sie den alten Vertrag noch loswerden: Einfach die Autoversicherung per Sonderkündigung wechseln und damit den Weg für einen günstigeren Versicherungsvertrag frei machen.

Insgesamt gibt es drei Möglichkeiten für „Kündigungsschlafmützen“, um vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen. Wir erklären Ihnen, welche das sind und worauf Sie achten sollten, wenn Sie diesen Weg der Kündigung wählen.

1. Sonderkündigung bei Beitragserhöhung

Wenn es teurer wird, dann ist das Ihre Chance, um aus Ihrem Vertrag herauszukommen! Denn der Kunde hat unter Umständen ein außerordentliches Kündigungsrecht, wenn die Autoversicherung den Beitrag erhöht. Der Versicherungsnehmer hat dann meistens eine Kündigungsfrist von einem Monat, um sein Sonderkündigungsrecht der Kfz-Versicherung wahrzunehmen. Sollten Sie also ein Schreiben von Ihrer Versicherung mit einer Beitragserhöhung bekommen, sollten Sie nicht zögern! Aber kann man immer kündigen, wenn die Versicherung mehr Geld haben möchte? Die Antwort ist ganz einfach: In zwei Fällen können Sie sich daran setzen, ein Kündigungsschreiben aufzusetzen und so den Weg für einen Versicherungswechsel frei zu machen.

Als erstes ist hier die Beitragserhöhung aufgrund einer neuen Typklasse zu nennen. Aber was sind diese Typklassen eigentlich und wer bestimmt diese? Hier ganz kurz und mit wenigen Worten erklärt: Die Typklassen werden jedes Jahr im Herbst vom GDV – das ist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft – herausgegeben, der eine Empfehlung zur Einstufung der Typklassen auf Grundlage der Unfallhäufigkeit der jeweiligen Kfz-Typklassen gibt. Die Versicherungen folgen größtenteils diesem unverbindlichen Vorschlag. Führt die Neueinstufung der Typklasse zu einer Beitragserhöhung, so hat der Kunde ein außerordentliches Kündigungsrecht.

Auch im Falle einer Beitragserhöhung durch eine neue Regionalklasse ist eine Kündigung möglich. Die Wohnorte der Versicherungsnehmer sind in Regionalklassen aufgeteilt, die sich an der Unfallhäufigkeit, dem Fahrverhalten, den Straßenverhältnissen des Zulassungsorts etc. in den letzten fünf Jahren orientieren. Diese werden ebenfalls einmal jährlich ebenfalls vom GDV geprüft, aktualisiert und gegebenenfalls neu eingeteilt. Wenn sich die Regionalklasse ändert, so besteht die Möglichkeit einer Sonderkündigung. Aber nur dann, wenn diese zu einer Beitragserhöhung führt.

2. Kfz-Versicherung kündigen im Schadenfall

Auch wenn es kracht, also es zu einem Schadenfall kommt, z.B. durch einen Unfall, so haben beide Vertragspartner (also sowohl Versicherung als auch Versicherungsnehmer) das Recht auf eine Sonderkündigung. Tritt ein Schaden ein, ist der Kunde nach Abschluss der Schadenregulierung innerhalb eines Monats zu einer Sonderkündigung der Kfz-Versicherung berechtigt. Das trifft auch dann zu, wenn der Kunde mit der Schadenregulierung der Versicherung unzufrieden ist und daher die Versicherung wechseln möchte. Auch wenn Sie prinzipiell mit Ihrer Versicherung zufrieden sind, kann es sich lohnen, im Schadenfall einen Versicherungsvergleich vorzunehmen und ganz genau nachzuschauen, was Sie bei vergleichbaren Leistungen bei anderen Versicherungen zahlen müssten. Wer weiß, vielleicht ergibt sich ja die Chance auf ein echtes Schnäppchen.

3. Kündigung bei Fahrzeugwechsel

Sie wollen sich ein neues oder gebrauchtes Auto zulegen? Beim Kauf eines Neu- oder Gebrauchtwagens verbunden mit dem vorausgehenden Verkauf des alten Wagens, also beim Fahrzeugwechsel, haben Sie kein Sonderkündigungsrecht. Das neue Fahrzeug geht automatisch auf den Erwerber über und man haftet bis zur Um- oder Abmeldung des Fahrzeuges auf den neuen Halter gesamtschuldnerisch. Wir als Versicherung sprechen eine Erwerberkündigung aus, wenn das Fahrzeug nicht binnen einen bestimmten Frist umgemeldet wurde. Ansonsten bei korrekter rechtzeitiger Ummeldung erhalten wir automatisch von der Zulassungsbehörde die Um- bzw. Abmeldung und rechnen den Vertrag zu diesem Datum ab. Sie schicken uns lediglich den Kaufvertrag.

Tipp: Tragen Sie sich den Wechselstichtag jetzt schon mal in Ihren Kalender oder im Smartphone ein. Natürlich nicht direkt am 30. November, sondern mit genügend Vorlauf. So haben Sie ausreichend Zeit, sich nach dem optimalen Versicherungstarif umzuschauen und Preise sowie Leistungen der Kfz-Versicherung zu vergleichen.

  • Die Kfz-Versicherungen von Verti werden durchschnittlich mit 4.6 von 5 Sternen bewertet.

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    Источники: http://www.kostenlose-vordrucke.de/versicherung-beitragserhoehung-kuendigen, http://www.test.de/Versicherungen-Optimaler-Risikoschutz-1162242-1218412/, http://www.verti.de/blog/stichtag-verschlafen.jsp

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