Krankenkasse sterbegeld

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Sterbegeldversicherung: Meist zu teuer

Checkliste: Es gibt noch Geld aus anderen Quellen

Das Sterbegeld der gesetzlichen Krankenversicherung ist 2004 weggefallen. Dennoch gibt es eine Reihe staatlicher und privater Quellen, die Geld für eine Bestattung auszahlen. Wer alles durchgeht, braucht vielleicht gar keine Sterbegeldversicherung mehr.

  • Sterbevierteljahr. Die Deutsche Rentenversicherung zahlt auf Antrag wenige Tage nach dem Todesfall drei volle Monatsrenten an den hinterbliebenen Ehepartner aus. Voraussetzung ist, dass der Verstorbene eine gesetzliche Rente bezogen hat.
  • Versorgungsamt. Hinterbliebene von Kriegsbeschädigten erhalten ein Sterbe­geld nach dem Bundesversorgungsgesetz in Höhe des Dreifachen der Bezüge. ­Sie müssen mit dem Verstorbenen zusammengelebt haben.
  • ­Öffentlicher Dienst. Angehörige von Angestellten des öffentlichen Dienstes erhalten eine Sterbebeihilfe von bis zu drei Monatsgehältern.
  • Gesetzliche Unfallversicherung. Besteht nach einem Unfall ein Anspruch auf die Leistung der gesetzlichen Unfallversicherung, bezahlt ­diese Kasse Sterbegeld (2009: 4 320 Euro; neue Länder 3 660 Euro).
  • Betriebliche Sterbekasse. Rentner, die eine Sterbegeldversicherung ­angeboten bekommen, sollten zunächst prüfen, ob ihr ehemaliger ­Arbeitgeber eine Sterbe­kasse für sie unterhält oder unterhalten hat.
  • Private Versicherungen. Sterbegeld zahlt die private Unfallversicherung, wenn der Versicherte bei einem Unfall stirbt. Risikolebens- und Kapitallebensversicherungen zahlen nach dem Tod des Versicherten die Versicherungssumme aus.
  • Steuern sparen. Hinterbliebene können die Kosten für eine Bestattung bei der Steuer angeben. Das geht aber nur, wenn der Nachlass nicht reicht, um diese Kosten zu decken.

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Sterbegeld – Das gibt es vom Staat

Ein Sterbegeld soll alle anfallenden Kosten für eine Bestattung sowie die Trauerfeierlichkeiten und gegebenenfalls Grabpflege abdecken. Es wird beim Tod an die Hinterbliebenen bzw. Begünstigten ausbezahlt.

Bis Ende 2003 war das Sterbegeld eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Noch heute erhalten die Angehörigen von Beamten einmalig die doppelte Höhe der Bezüge als Sterbegeld ausbezahlt. Auch Arbeitgeber können sich zur Zahlung eines Sterbegelds verpflichten.

Sterbegeld in der gesetzlichen Krankenversicherung

Bis Ende 2003 hat die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) beim Tod eines Versicherten an die Hinterbliebenen ein Sterbegeld ausgezahlt. Dieses betrug im Jahr 1998 noch 3.100 Euro. Die Leistungen wurden jedoch nach und nach gekürzt. Im letzten Jahr vor der Abschaffung des Sterbegelds 2004 erhielten die Hinterbliebenen beim Tod eines GKV-Mitglieds 525 Euro, bei Familienversicherten ein halbes Sterbegeld in Höhe von 262,50 Euro. Inzwischen wurde das Sterbegeld jedoch abgeschafft. Das heißt: Die Angehörigen erhalten beim Tod eines lieben Menschen nun keine finanzielle Unterstützung mehr von der Krankenkasse.

Bei Arbeitsunfall oder Berufskrankheit: Sterbegeld aus der Unfallversicherung

Während die gesetzliche Krankenversicherung nicht mehr leistet, zahlt unter Umständen die gesetzliche Unfallversicherung ein Sterbegeld aus. Ein Anspruch auf diese Leistung besteht beispielsweise dann, wenn der Tod infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit eintritt. Die Höhe beträgt ein Siebtel der zum Todeszeitpunkt geltenden Bezugsgröße. Im Jahr 2017 liegt die Bezugsgröße in den alten Bundesländern bei 35.700 Euro, in den neuen Ländern bei 31.920 Euro. Das Sterbegeld aus der gesetzlichen Unfallversicherung beträgt also 5.100 Euro bzw. 4.560 Euro.

Gesetzliche Rentenversicherung Sterbevierteljahr statt Sterbegeld

Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt hingegen kein Bestattungsgeld. Allerdings erhalten die Ehepartner der Verstorbenen im ersten Vierteljahr der Witwen- bzw. Witwerrente die volle Rente des Rentenversicherten ausgezahlt.

Beamtenversorgung und Sterbegeld vom Arbeitgeber

Die Hinterbliebenen von Beamten bzw. Beamten im Ruhestand erhalten einmalig ein Sterbegeld in Höhe der zweifachen Dienstbezüge bzw. des zweifachen Ruhegehaltes. Dies ist in Paragraf 18 des Beamtenversorgungsgesetzes geregelt.

Einige Arbeitgeber zahlen darüber hinaus freiwillig ein Totengeld, wenn ein Mitarbeiter verstirbt. Dies ist dann entweder im Tarif- oder im Arbeitsvertrag geregelt. Auch in welcher Höhe das Sterbegeld gezahlt wird, ist hierbei schriftlich festgehalten.

Privates Sterbegeld mit einer Sterbegeldversicherung

Trotz der verschiedenen Regelungen bleiben die Angehörigen häufig ohne ausreichende finanzielle Unterstützung zurück und müssen im schlimmsten Fall bei der Gestaltung der Bestattung Abstriche machen. Wer sowohl die Belastung der Hinterbliebenen verhindern will als auch keine Kompromisse bei der eigenen Beerdigung eingehen möchte, kann mit einer privaten Sterbegeldversicherung vorsorgen. Diese zahlt bei Tod ein Sterbegeld in vereinbarter Höhe an die Hinterbliebenen aus. In Kombination mit einer Bestattungsverfügung lassen sich eigene Wünsche zur Bestattung im Vorfeld festlegen und die Finanzierung regeln.

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Das Sterbegeld der gesetzlichen Krankenkassen wurde 2004 abgeschafft, doch es gibt auch andere Quellen zur Begleichung der Bestattungskosten – wir zeigen sie!

Eine sinnvolle Vorsorge? Wir erklären das Für und Wider einer Sterbegeldversicherung.

Sterbegeld Krankenkasse

Bis zum 1. Januar 2004 erhielten die Angehörigen beim Todesfall eines Mitglieds einer gesetzlichen Krankenkasse eine Zuwendung für die Beisetzungsaufwendungen. Dieses Sterbegeld betrug für das hauptversicherte Mitglied 525 Euro. Im Fall des Todes eines im Rahmen der Familienversicherung versicherten Mitglieds leisteten die Ersatzkassen 262,50 Euro. Diese Leistung wurde von allen Ersatzkassen und gesetzlichen Krankenversicherungen erbracht.

Im Rahmen der Gesundheitsreform und des zugrunde liegenden Gesetzes zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) vom November 2003 wurde diese Leistung ersatzlos gestrichen. Begründung war schlicht und einfach das Thema Kosteneinsparung im Gesundheitsbereich und dem Streichen von nicht-gesundheitsrelevanten Leistungen. Vor dem Hintergrund, dass eine Bestattung durchaus mit 7.000 Euro angesetzt werden kann, war die Leistung zwar bei Weitem nicht ausreichend, aber zumindest ein Zuschuss. Private Krankenversicherungen kennen diese Leistung nicht, da ein Todesfall keinen Leistungsanspruch aus der Krankenversicherung bedingt. Tochterunternehmen der PKV bieten jedoch kleinvolumige Kapitallebensversicherungen als Sterbegeld an.

Leistungen bestehen für Arbeitnehmer aus der freien Wirtschaft nach dem Wegfall des Sterbegeldes der Ersatzkassen aber auch noch dann, wenn der Tod infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit eintritt. Geleistet wird unabhängig vom Einkommen eine einmalige Zahlung in Höhe von einem Siebtel der Bezugsgröße, wie im § 64 des siebten Sozialgesetzbuches geregelt.

Alternative Lösungen zum gestrichenen Sterbegeld Krankenkasse

Verbraucher, welche ihre Angehörigen in Bezug auf die Kosten der Beisetzung entlasten möchten, können auf Sterbekassen oder Sterbegeldversicherungen der Versicherungsbranche zurückgreifen. Während die Sterbekassen häufig unternehmenszugehörig sind oder regional begrenzt und als eingetragene Vereine oder Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit agieren, handelt es sich bei den Sterbegeldtarifen der Lebensversicherungswirtschaft um speziell kalkulierte Kapitallebensversicherungen. Sterbekassen und Sterbegeldversicherungen haben nicht die Nachfolge des Sterbegeldes der Krankenkassen angetreten, sondern datieren in ihrer Gründung bis in das 19. Jahrhundert zurück. Die zur Zeit am Markt agierenden Sterbekassen hatten ihre Ursprünge in den Zünften.

Während das Sterbegeld der Ersatzkassen reguliert und festgeschrieben war, haben die Versicherungsnehmer einer Sterbekasse oder einer Sterbegeldversicherung die Wahl bezüglich der Höhe der Leistung und möglicher Laufzeit und eventueller Wartezeiten. Die Tarife sehen Varianten mit Gesundheitsprüfung und ohne diese vor. Im zweiten Fall wird eine Wartezeit vereinbart, die für den vollen Anspruch erst verstrichen sein muss. Ausnahme ist jedoch ein unfallbedingter Tod. Tritt dieser ein, wird auch innerhalb der Wartezeit die volle Leistung aus dem Vertrag ausgezahlt. Die Leistungen der Ersatzkassen setzten keine Gesundheitsprüfung und auch keine Wartezeit voraus. Da im Gegensatz zu einer Lebensversicherung, gleich ob Risiko- oder Kapitalversicherung, die Leistung auf jeden Fall erfolgt und nicht nur, wenn der Tod der versicherten Person innerhalb eines vertraglich festgelegten Zeitraums erfolgt, zeigen sich Sterbegeldversicherungen und Sterbekassen als alternativlos.

Источники: http://www.test.de/Sterbegeldversicherung-Meist-zu-teuer-1791104-1791113/, http://bestattungsvorsorge-heute.de/sterbegeld/, http://www.sterbegeldversicherung.org/ratgeber/sterbegeld-krankenkasse/

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