Kosten risikolebensversicherung

0
153

Risikolebensversicherung

In Deutschland verliert im Schnitt in jeder Schulklasse ein Kind noch vor seinem Schulabschluss einen Elternteil. Die betroffene Familie braucht nach dem Todesfall durchschnittlich rund 250.000 Euro, um den Verlust des Einkommens ausgleichen zu können.

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Haben Sie Menschen, die Ihnen besonders am Herzen liegen – wie etwa Lebenspartner, Kinder oder auch Geschäftspartner?
  • Sind diese Menschen finanziell von Ihnen abhängig, weil Sie etwa der Hauptverdiener der Familie sind?
  • Möchten Sie sicherstellen, dass Ihre Angehörigen keine finanziellen Sorgen haben, falls Ihnen etwas zustoßen sollte?

Dann sollten Sie mit einer Risikolebensversicherung (RLV) für den Fall der Fälle vorsorgen. Denn diese gibt Ihren Angehörigen den notwendigen finanziellen Schutz: Falls Sie sterben sollten, wird eine festgelegte Summe an Ihre Hinterbliebenen ausgezahlt. Damit können Sie als Familie beruhigt in die Zukunft blicken – und das für einen vergleichsweise geringen Beitrag.

Risikolebensversicherung Vergleich

Sie suchen nach einer passenden und kostengünstigen Risikolebensversicherung? Mit dem kostenlosen und unverbindlichen Risikolebensversicherung-Vergleich von CHECK24 finden Sie schnell und unkompliziert den richtigen Vertrag, um Ihre Angehörigen optimal abzusichern.

Finden Sie mit wenigen Angaben die Risikolebensversicherung, die am besten zu Ihrem individuellen Absicherungsbedarf passt. Mit dem Risikolebensversicherung-Vergleich von CHECK24 können Sie über 60 Tarife von namhaften Gesellschaften miteinander vergleichen und das passende Angebot aussuchen. Dabei können Sie mit unserem Vergleich bei den Beiträgen bis zu 60 Prozent sparen.

Ein Angestellter, der 250.000 Euro für einen Zeitraum von 15 Jahren absichert, zahlt beim günstigsten Anbieter 52,20 Euro pro Jahr und beim teuersten Anbieter 139,76 Euro pro Jahr – eine mögliche Ersparnis von rund 60 Prozent (Quelle: CHECK24-Risikolebensversicherungsvergleich 11/2017, versicherte Person: 25 Jahre alt, Bürokaufmann-/-frau, Nichtraucher, keine besonderen Risiken).

Wichtige Informationen zur Risikolebensversicherung

Wer sollte eine Risikolebensversicherung abschließen?

Eine Risikolebensversicherung ist vor allem für Familien mit kleinen Kindern wichtig. Denn die staatlichen Leistungen in Form von Witwen- oder Witwerrente sowie Halbwaisenrente reichen im Ernstfall nicht aus, um den Wegfall eines Einkommens auszugleichen und den bisherigen Lebensstandard zu halten. Daher sollte auf jeden Fall der Hauptverdiener einer Familie eine Risikolebensversicherung abschließen, damit die Hinterbliebenen im Falle seines Todes ausreichend finanziell abgesichert sind.

Aber selbst wenn sich ein Elternteil ausschließlich um die Erziehung der Kinder kümmert, ist ein Todesfallschutz zu empfehlen. Verstirbt der Vater oder die Mutter durch eine schwere Krankheit oder einen Unfall, müsste nämlich der Partner eine kostspielige Kinderbetreuung organisieren oder seine Arbeitszeit reduzieren – ohne Versicherungsschutz droht hier eine Versorgungslücke.

Tipp: Mit einer Risikolebensversicherung können sich auch Geschäftspartner – etwa die Partner einer Anwaltskanzlei – gegenseitig absichern.

Wann lohnt sich ein Wechsel der Risikolebensversicherung?

Vor allem wenn sich Ihre Lebenssituation geändert hat, sollten Sie Ihren Hinterbliebenenschutz überprüfen – etwa nach einer Heirat oder der Geburt eines Kindes.

Reicht die Versicherungssumme Ihres Vertrags immer noch aus, damit Ihre Angehörigen im Fall der Fälle finanziell abgesichert sind?

Hierbei sollten Sie prüfen, ob sich ein Wechsel des Anbieters für Sie lohnt. Oft ist es möglich, die gewünschte Versicherungssumme zu deutlich günstigeren Beiträgen abzusichern als bei Ihrem bestehenden Vertrag. Dazu sollten Sie mehrere Tarife miteinander vergleichen.

Ganz einfach geht dies mit dem Schnell-Check von CHECK24: Unsere Experten überprüfen für Sie gerne kostenlos und unverbindlich, ob sich ein Wechsel für Sie persönlich rechnet. Haben Sie eine günstige Versicherung gefunden, können Sie Ihren alten Vertrag kündigen – in der Regel zum Ende eines Zahlungszeitraums, also bei monatlichen Beiträgen mit einer Frist von einem Monat.

Tipp: Kündigen Sie Ihre bestehende Risikolebensversicherung erst, wenn Sie einen neuen Vertrag abgeschlossen haben. Damit stellen Sie sicher, dass Sie jederzeit über einen Todesfallschutz verfügen und keine Lücke in Ihrem Versicherungsschutz entsteht.

Welche Todesfallsumme und Vertragslaufzeit sollte man zur Familienabsicherung wählen?

Die Todesfallsumme der Versicherung sollte so hoch sein, dass die Angehörigen ihren Lebensstandard halten können. Als Faustformel empfehlen Verbraucherschützer, das drei- bis fünffache Brutto-Jahreseinkommen als Hinterbliebenenabsicherung zu vereinbaren.

Ein Beispiel: Verdient ein Angestellter im Jahr 48.000 Euro brutto, sollte die Versicherung im Todesfall mindestens eine Summe von 144.000 Euro auszahlen. Dies ist allerdings nur ein grober Richtwert. Wie viel Geld Ihre Angehörigen im Todesfall tatsächlich benötigen, hängt ganz von Ihrer persönlichen Situation ab.

Die Vertragslaufzeit sollte dabei ausreichend lang gewählt sein, um Ihre Hinterbliebenen abzusichern. Eltern sollten die Vertragslaufzeit so lange wählen, bis die Kinder ihre Ausbildung oder ihr Studium abgeschlossen haben und finanziell auf eigenen Beinen stehen. In der Regel sollte daher eine Risikolebensversicherung zur Familienabsicherung so lange laufen, bis das jüngste Kind 25 Jahre alt ist.

Tipp: Wählen Sie im Zweifel eine längere Laufzeit. Sie können den Vertrag zum Ende eines Zahlungszeitraums (zum Beispiel monatlich) kündigen oder beitragsfrei stellen. Eine Verlängerung des Vertrags ist hingegen meist nicht möglich.

Wie sichert man ein Darlehen mit einer Risikolebensversicherung ab?

Alternativ kann eine Risikolebensversicherung als Restschuldversicherung genutzt werden, um einen Immobilienkredit abzusichern. Hierbei sollte die Todesfallsumme so hoch sein wie die ausstehende Restschuld.

Denken Sie daran, dass die Bank bei einer vorzeitigen Rückzahlung des Darlehens eine Gebühr verlangt – eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung. Daher sollte die Versicherungssumme um diesen Betrag erhöht werden. Als Faustformel gilt, dass Sie auf die Darlehenssumme zehn Prozent aufschlagen sollten. Bei einem Kredit von beispielsweise 150.000 Euro wären das 15.000 Euro zusätzlich.

Damit stellen Sie sicher, dass Ihre Angehörigen das Darlehen komplett zurückzahlen können – eine optimale Todesfallabsicherung für Ihren Partner oder Ihre Kinder.

Um einen Immobilienkredit abzusichern, können Sie auch eine Risikoversicherung mit annuitätisch fallender Summe wählen. Bei solchen Verträgen sinkt die Versicherungssumme jedes Jahr ungefähr so schnell wie die noch zu zahlende Restschuld. Daher sind solche Verträge mitunter günstiger. Überprüfen Sie aber, ob ein solcher Vertrag wirklich günstiger ist als eine Versicherung mit konstanter Versicherungssumme.

Tipp: Schließen Sie im Zweifel lieber eine Risikolebensversicherung mit konstanter Todesfallsumme ab. Dann steht für die gesamte Vertragslaufzeit fest, welche Summe die Versicherung im Todesfall auszahlt.

Was kostet eine Risikolebensversicherung?

Die Versicherungsbeiträge einer Risikolebensversicherung hängen zunächst von der Versicherungssumme und Laufzeit des Vertrags ab. Es gilt: Je höher die Versicherungssumme und je länger die Laufzeit ist, umso höher sind die Beiträge. Daneben bestimmen vor allem das Alter und der Gesundheitszustand die Höhe der Beiträge. Vor dem Abschluss einer Risikolebensversicherung müssen Sie eine Risikoprüfung durchlaufen und Gesundheitsfragen beantworten. Eine Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung gibt es nicht.

Wer gesundheitliche Probleme oder Vorerkrankungen hat, die sich auf das Sterberisiko auswirken, muss hier mit Risikozuschlägen rechnen. Auch Raucher müssen einen Zuschlag zahlen. Einen höheren Versicherungsbeitrag verlangen die Versicherer zudem bei gefährlichen Hobbys – wie etwa Bergsteigen oder Tauchen – sowie bei Berufen mit einem erhöhten Todesfallrisiko.

Wer erhält die Todesfallsumme und fallen Steuern darauf an?

Verstirbt die versicherte Person, wird die vereinbarte Versicherungssumme an die bezugsberechtige Person ausgezahlt. Dies muss nicht zwangsläufig der Versicherungsnehmer sein – also derjenige, der den Vertrag abschließt. Um das Bezugsrecht zu bestimmen, informiert der Versicherungsnehmer die Versicherung bei Vertragsabschluss, wer das Geld im Todesfall erhalten soll. Das Bezugsrecht lässt sich in der Regel auch nach Vertragsabschluss noch ändern – beispielsweise, wenn nach einer Scheidung der neue Partner abgesichert werden soll.

Verheiratete Paare haben in der Regel bei Auszahlung der Todesfallsumme kaum Probleme mit der Erbschaftssteuer: Ehepartner können jeweils 500.000 Euro steuerfrei erben, jedes Kind 400.000 Euro. Bei unverheirateten Paaren hat jeder Partner jedoch nur einen Freibetrag von 20.000 Euro.

Daher ist es gerade für unverheiratete Partner, die sich gegenseitig absichern wollen, sinnvoll, die Verträge „über Kreuz“ abzuschließen. Damit verhindern sie, dass auf die Versicherungssumme Erbschaftssteuer zu zahlen ist. Dazu schließt etwa der Mann einen Vertrag ab, der seine Frau versichert. Der Mann ist hier Versicherungsnehmer und Bezugsberechtigter, seine Frau die versicherte Person. Sollte sie sterben, erhält der Mann als Versicherungsnehmer die Todesfallleistung steuerfrei. Die Frau wiederum schließt einen Vertrag auf das Leben des Mannes ab.

Welche Varianten der Risikolebensversicherung gibt es?

Die Risikolebensversicherung zahlt im Todesfall grundsätzlich eine feste Summe aus – etwa 120.000 Euro. Es gibt jedoch auch Verträge, bei denen die Versicherungssumme im Laufe der Zeit sinkt. Hier sehen Sie die drei Varianten der Risikolebensversicherung im Überblick:

Konstant: Bleibt während der Vertragslaufzeit immer gleich. Linear fallend: Sinkt jedes Jahr um einen festgelegten Prozentwert. Annuitätisch fallend: Sinkt jedes Jahr in etwa so schnell wie die Restschuld eines Immobilienkredites.

Zusatzleistungen bei einer Risikolebensversicherung

Nachversicherungsgarantie

Viele Risikolebensversicherungen bieten zusätzliche Leistungen. So beinhalten die meisten Verträge eine Nachversicherungs­garantie. Damit können Sie Ihre Versicherungssumme bei bestimmten Ereig­nissen nachträglich erhöhen – etwa bei der Geburt eines Kindes, beim Kauf einer Immobilie oder nach Abschluss einer Ausbild­ung. Mit einer Nachversicherungsgaran­tie können Sie die Versicherungssumme allerdings nur begrenzt erhöhen – je nach Tarif zum Beispiel um 30.000 Euro.

Verlängerungsoption

Bietet die Versicherung eine Verlängerungsoption, können Sie die Versicherungsdauer zudem in den ersten Jahren erhöhen. Bei Tarifen mit einer vorgezogenen Todesfallleistung leistet der Versicherer die Auszahlung nach einer schwe­ren Krankheit auch schon vor dem Tod. Hierzu muss ein Arzt meist eine verbleiben­de Lebenserwartung von weniger als zwölf Monaten diagnostizieren.

Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit

Sie haben oft auch die Möglichkeit, bei der Risikolebensversicherung eine Beitrags­befreiung für den Fall einer Berufsunfähigkeit zu vereinbaren. Sollten Sie nach einem Unfall oder einer Krankheit berufsunfähig werden und Ihren Beruf nicht mehr ausüben können, müssen Sie die Versicherungsbeiträge nicht mehr zahlen. Trotzdem genießen Ihre Angehörigen dann weiterhin den vollen Versicherungsschutz und würden im Todesfall die vereinbarte Summe erhalten.

Persönliche Beratung durch unsere Spezialisten

Wir beraten Sie auf Wunsch von Anfang an persönlich: Unsere ausgebildeten Spezialisten für den Bereich Risikolebensversicherung ermitteln zusammen mit Ihnen, welchen Umfang Ihr Versicherungsschutz haben sollte. Haben Sie gefährliche Hobbys – wie etwa Tauchen oder Fallschirmspringen – oder arbeiten Sie in einem riskanten Beruf? Wir finden für Sie heraus, welche Gesellschaft Ihren gewünschten Versicherungsschutz möglichst günstig anbietet – für Sie ganz bequem und ohne zusätzlichen Aufwand.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Unsere speziell geschulten Kundenberater helfen Ihnen gerne weiter – an sieben Tagen die Woche, von 8 bis 20 Uhr.

  • Bequem: Schnell und einfach finden Sie die passende Versicherung.
  • Persönlich: Unsere Spezialisten beraten Sie individuell und kompetent.
  • Clever: Sie sparen bis zu 60 Prozent.
  • Kostenlos: Unser Vergleich ist für Sie absolut kostenlos.
Haben Sie Fragen?

Mo. bis So. 8:00 – 20:00 Uhr

© 2017 CHECK24 Vergleichsportal für Versicherungsprodukte GmbH

Risikolebensversicherung: Beiträge berechnen

Eine Risikolebensversicherung (RLV) ist ein wichtiger Versicherungsschutz, um Angehörige, Ehe-, Lebens- oder Geschäftspartner für den eigenen Todesfall finanziell abzusichern. Ihr Zweck ist nicht die Vermögensbildung (wie bei einer Kapitallebensversicherung), sondern der Todesfallschutz.

Die Beitragshöhe ist von verschiedenen Versicherungsfaktoren und persönlichen Merkmalen abhängig. Wer beispielsweise Raucher oder Fallschirmspringer ist, muss mit einem höheren Versicherungsbeitrag rechnen (Risikozuschlag).

Versicherungssumme der Risikolebensversicherung bestimmen

Ein bestimmender Faktor bei der Berechnung der Beitragshöhe ist die Versicherungssumme. Verstirbt der Versicherte, wird die vereinbarte Summe an die Personen mit Bezugsrecht ausbezahlt. Umso höher diese Summe bestimmt wurde, desto höher sind in der Regel die Versicherungsbeiträge. Tipp: Die Versicherungssumme sollte so gewählt sein, dass im Todesfall des Hauptverdieners die Hinterbliebenen mindestens bis zu ihrer finanziellen Unabhängigkeit versorgt sind.

Richtlinie zur Bestimmung der Versicherungssumme: Versicherungsnehmer ohne Kinder sollten mindestens das Dreifache, mit Kindern mindestens das Fünffache ihres Brutto-Jahreseinkommens als Versicherungssumme festlegen.

Wenn es z.B. um die Sicherung eines Annuitätendarlehens geht, sollte wiederum eine fallende Versicherungssumme in Form einer Restschuldversicherung vereinbart werden, welche der Darlehenssumme entspricht. Bei Darlehensabsicherungen (z.B. für die Immobilienfinanzierung) ist eine fallende Versicherungssumme sinnvoll, da im Laufe der Zeit die abzusichernde Summe ebenfalls geringer wird.

Laufzeit und Risikozuschlag bei der RLV

Generell gilt: Die Versicherungslaufzeit muss so gewählt werden, dass der geschützte Personenkreis im Todesfall mindestens so lange finanziell abgesichert ist, bis dieser sich monetär selbst versorgen kann oder ein versicherter Kredit abbezahlt ist. Eine Risikolebensversicherung ist darüber hinaus auch dann sinnvoll, wenn Hinterbliebene keinen Anspruch auf die Renten und Pensionen des Verstorbenen haben.

Neben der Höhe der Versicherungssumme und der Laufzeit wird die Beitragshöhe vor allem von Verwaltungskosten (Kostenanteil) und Risikofaktoren (Risikoanteil/Risikozuschlag) bestimmt. Mithilfe von Sterbetafeln (Sterbewahrscheinlichkeiten) wird der Risikoanteil bestimmt. Zudem muss der Versicherungsnehmer eine Gesundheitsprüfung ablegen. Wenn die versicherte Person zu einer Risikogruppe (z.B. Extremsportler, Raucher, Soldat) gehört, muss er eine Art Risikozuschlag bezahlen.

Versicherungsvergleich: Risikolebensversicherung Varianten

Wer seine Familie bzw. Lebens-, Ehe-, oder Geschäftspartner für den Todesfall mitsamt Verdienstausfall absichern möchte, sollte sich umfassend über Risikolebensversicherungen informieren. Hier erfahren Sie alles, was Sie bezüglich einer Risikoversicherung wissen müssen.

Zudem können Sie mithilfe des kostenlosen RLV-Vergleichs eine passende und günstige Versicherung finden und bequem online abschließen.

Haben Sie Fragen?

Mo. bis So. 8:00 – 20:00 Uhr

© 2017 CHECK24 Vergleichsportal für Versicherungsprodukte GmbH

Restschuldversicherung

Eine Restschuldversicherung wird zur Absicherung von Krediten und Baufinanzierungen abgeschlossen. Sie wird auch als Restkreditversicherung bezeichnet. Sollte der Versicherte während der Laufzeit sterben, zahlt die Versicherung die noch offene Restschuld. Auch Krankheit oder Arbeitslosigkeit lassen sich oft absichern.

Risikolebensversicherung als Alternative zur Restschuldversicherung

Die Restschuldversicherung kommt für die noch ausstehende Restschuld des Darlehens auf, wenn der Versicherte während der Laufzeit stirbt. Neben dem Versicherungsschutz im Todesfall kann man sich zusätzlich gegen die Risiken der Invalidität, Berufsunfähigkeit, einer unverschuldeten Arbeitslosigkeit oder Einkommensminderung, etwa wegen Kurzarbeit, absichern.

Wichtig: Sie sind gesetzlich nicht dazu verpflichtet, bei der Aufnahme eines Hypothekendarlehens eine Restschuldversicherung abzuschließen. Manche Banken bestehen jedoch auf einer Absicherung. In diesem Fall können Sie Ihre Versicherung frei wählen. Oft bietet die Bank, die Ihnen das Darlehen gewährt, eine Restschuldversicherung an. Je nach Anbieter können die Kosten und Leistungen jedoch stark variieren. Daher lohnt sich ein Vergleich mehrerer Anbieter, um den günstigsten Tarif zu finden.

Auch mit einer Risikolebensversicherung (RLV) mit fallender Versicherungssumme kann man einen Kredit oder ein Hypothekendarlehen für den Todesfall absichern. Wenn eine RLV mit fallender Versicherungssumme zur Kreditabsicherung verwendet wird, wird sie häufig als Restschuld- oder Restkreditversicherung bezeichnet.

Weil ein Kredit meist mit einer festgelegten Monatsrate getilgt wird, sinkt die zu zahlende Restschuld kontinuierlich. Daher bietet sich eine RLV an, deren Versicherungssumme in dem Maß fällt, in dem der Kredit getilgt wird. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Versicherungssumme nicht schneller sinkt als die Restschuld.

Bei linear fallenden Verträgen kann dies der Fall sein. Denn eine Darlehenssumme fällt anfangs langsamer, da zu Beginn ein Großteil der Kreditrate für die Zinsen aufgewendet wird. Nach einigen Jahren sinkt die Restschuld dagegen schneller, da ein zunehmender Teil der Raten für die Tilgung des Darlehens verwendet werden kann.

Eine annuitätisch fallende Versicherungssumme ist daher für ein Darlehen in der Regel die bessere Wahl. Hier lässt sich der Vertrag so gestalten, dass die Todesfallsumme ungefähr so schnell sinkt wie die ausstehende Restschuld.

Während eine Risikolebensversicherung nur im Todesfall zahlt, greifen umfangreichere Tarife der Restschuldversicherung etwa auch bei Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit. Solche Tarife sind allerdings relativ teuer und die Leistungen oftmals eingeschränkt. So können Leistungen beispielsweise nur für einen begrenzten Zeitraum oder erst nach einer Warte- und Karenzzeit bezogen werden.

Vorteile der Risikolebensversicherung:

  • RLV mit fallender Versicherungssumme ist in der Regel günstiger als eine Restschuldversicherung
  • RLV bietet meist einen ausreichenden Versicherungsschutz
  • Versicherungsschutz und Darlehensvertrag können getrennt voneinander abgeschlossen werden

Restschuldversicherung kündigen

Eine Restschuldversicherung kündigen ist im Grunde ganz einfach – sollte jedoch gut überlegt sein. Normalerweise lässt sich eine Versicherung zum Ende eines Zahlungszeitraums kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt meist einen Monat. Die Kündigungsbedingungen sollten Sie sicherheitshalber in Ihrem Vertrag nachlesen. Gleiches gilt auch für die Kündigung der Risikolebensversicherung.

Wenn ein Darlehen und eine Restschuldversicherung zusammen abgeschlossen wurden, kann eine Kündigung problematisch sein. Wenn Sie den gesamten Kredit mithilfe einer Sondertilgung abbezahlen können, steht einer Kündigung der Restkreditversicherung meist nichts im Wege.

Ist dies nicht der Fall, bleibt dem Darlehensnehmer meist nur die Umschuldung zum Ablauf des Kreditvertrags – eine Kündigung ist dafür nicht notwendig. Bei einer Umschuldung während der Vertragslaufzeit muss meistens eine Vorfälligkeitsgebühr bezahlt werden.

Eine Umschuldung lohnt sich daher meist nicht, es sei denn, Sie haben ein sehr gutes alternatives Zinsangebot vorliegen. Aus diesem Grund sollten Sie vor dem Abschluss eines Darlehens und einer Risikolebens- oder Restschuldversicherung einen Versicherungsvergleich durchführen.

Tipp: Verfügen Sie über eine Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme, die gleichzeitig als Trägerversicherung für weitere Versicherungen dient, müssen Sie bei der Kündigung Folgendes bedenken:

  • Eingezahlte Beiträge werden nicht zurückerstattet.
  • Der Versicherungsnehmer verliert nicht nur den Schutz der RLV, sondern auch den Versicherungsschutz der Zusatzversicherung (beispielsweise einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung).
  • Bei einem neuen Abschluss einer RLV muss der Kunde erneut eine Gesundheitsprüfung absolvieren. Eine Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung gibt es nicht.
Haben Sie Fragen?

Mo. bis So. 8:00 – 20:00 Uhr

© 2017 CHECK24 Vergleichsportal für Versicherungsprodukte GmbH

Источники: http://www.check24.de/risikolebensversicherung/, http://www.check24.de/risikolebensversicherung/rechner/, http://www.check24.de/risikolebensversicherung/restschuldversicherung/

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here