Kosten hausratversicherung

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Was darf eine Hausratversicherung kosten?

In Deutschland wird alle zwei Minuten in einen Haushalt eingebrochen. Der Schaden, der dadurch entsteht, kann erheblich sein. Die monatlichen Beiträge für eine Hausratversicherung bleiben hingegen überschaubar . Und ihr Nutzen ist kaum abzustreiten. Schließlich sind durch eine Hausratversicherung alle nicht-verbauten Gegenstände eines Haushaltes, darunter auch Wertsachen, Kleidung und 1.000 Euro Bargeld, gegen Schäden durch Brand, Überspannung, Leitungswasser, Sturm, Hagel und Einbruchdiebstahl versichert. Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel zum Thema Hausratversicherung Leistungen.

Hausratversicherung Kosten abhängig von der Versicherungssumme

Welche Faktoren spielen nun in die Beitragsberechnung einer Hausratversicherung hinein? Zunächst einmal wird die Versicherungssumme für den zu versichernden Haushalt festgelegt. Diese stellt den maximalen Wert dar, den die Hausratversicherung im Falle der Zerstörung der gesamten Einrichtung erstatten würde. Viele Hausratversicherer berechnen die Versicherungssumme mit einer Pauschale pro Quadratmeter Wohnfläche. Meistens liegt diese, je nach Versicherungsgesellschaft, zwischen 600 und 800 Euro. Wer besonders wertvollen Hausrat angesammelt hat, sollte gegebenenfalls eine höhere Versicherungssumme veranschlagen als die durch die Pauschale ermittelte. Keinesfalls sollten Versicherungsnehmer eine zu niedrige Versicherungssumme angeben, um günstigere Beiträge zu zahlen. In Folge dieser Unterversicherung kommt die Versicherung nur zu einem bestimmten Prozentsatz für den Neuanschaffungswert der zu ersetzenden Gegenstände auf.

Holzhäuser haben höhere Beiträge für die Hausratversicherung zur Folge

Ausschlaggebend für die Kosten der Hausratversicherung sind außerdem sowohl die Bauart des Daches als auch des Hauses, in dem sich die versicherten Gegenstände befinden. Holzhäuser können schneller in Brand geraten als Häuser mit Massivwänden – folglich ist auch die Gefahr größer, dass der Hausrat zerstört werden könnte. Die Hausratversicherung verlangt einen höheren Beitrag. Dessen Höhe hängt auch davon ab, ob der Versicherungsnehmer in einem Reihenhaus, einem Mehrfamilienhaus oder in einem freistehenden Haus wohnt, da jeder Häusertyp aus der Sicht der Hausratversicherer seine eigenen Risiken birgt.

Geringere Kosten: Landleben zahlt sich bei der Hausratversicherung aus

Auch der Wohnort des Versicherungsnehmers hat Einfluss auf die Berechnung der Beiträge für eine Hausratversicherung. Lebt dieser in einer Großstadt wird er höhere Beiträge zahlen als eine Vergleichsperson mit demselben Hausstand in einer ländlichen Region, denn das Einbruchsrisiko wird als höher eingestuft. Hier lohnt sich jedoch ein genauerer Vergleich der einzelnen Angebote der Hausratversicherungen. So können die Einschätzung des Einbruchsrisikos für dasselbe Gebiet und damit die Kosten für die Hausratversicherung durchaus variieren.

So viel kann die Hausratversicherung kosten

Ein etwa 60-jähriger Hausbesitzer wohnt in einer ländlichen Gegend in einem Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche. Für die günstigste Hausratversicherung, die gute Leistungen bringt, zahlt er um die 50 Euro Jahresbeitrag. Der Top-Tarif mit sehr guten Leistungen würde ihn jährlich etwa 100 Euro mehr kosten. Ein jüngerer Versicherungsnehmer mit 33 Jahren, der in einer Wohnung von 75 Quadratmetern in Berlin-Friedrichshain wohnt, zahlt mehr. Er muss mit 60 Euro pro Jahr für den günstigsten Tarif rund 10 Euro mehr als seine Vergleichsperson vom Land aufbringen. Mit dem Top-Tarif liegt er bei 170 Euro pro Jahr. Derselbe Versicherungsnehmer würde in einer Mietswohnung in der Kölner Innenstadt jedoch für seine Hausratversicherung im günstigsten Fall rund 80 Euro jährlich zahlen. Bereits für 10 Euro mehr, kann er aber eine Hausratversicherung mit sehr guten Leistungen bekommen.

Hausratversicherung

Schützen Sie Ihr Hab und Gut

  • Zuletzt aktualisiert: 1. März 2017
  • Von: Eric Brandmayer

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Hausratversicherung lohnt sich, wenn Sie Ihr Hab und Gut nicht ohne finanzielle Probleme ersetzen könnten.
  • Die Versicherung deckt Schäden an Ihrem beweglichen Besitz durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Einbruch und Raub.
  • Sie können auch Ihre Fahrräder und Elementarschäden wie Überschwemmung versichern.
  • Nutzen Sie Vergleichsportale im Internet, um Angebote verschiedener Versicherer einzuholen. Allerdings sortieren die Filter der Portale aus unserer Sicht nicht streng genug.

So gehen Sie vor

  • Suchen Sie nach der besten Versicherung auf einem Vergleichsportal. Wir empfehlen Mr-Money, finanzen.de und Finanzprofit. Benötigen Sie keine Elementarschadenversicherung, finden Sie auf Comfortplan den besten Tarif.
  • Die günstigste angezeigte Versicherung ist nicht automatisch die beste. Sie sollten sich deshalb selbst noch vergewissern, dass die Versicherung gut ist.
  • Gute Versicherungen zahlen trotz grober Fahrlässigkeit, Rauch- und Rußschäden und erstatten Hotelkosten.

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Hausratversicherung immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Nach einem Rohrbruch sind die Möbel ein Fall für den Sperrmüll; die dekorative Tischkerze setzt das Esszimmer in Brand; nach einem Einbruch ist nicht nur der Flachbildfernseher weg, sondern auch eine Vitrine kaputt. So unterschiedlich diese Schäden sind, eines haben sie gemeinsam: Die Hausratversicherung deckt sie ab.

Über diese Police ist Ihr bewegliches Hab und Gut unter anderem gegen Feuer, Einbruch, Leitungsbrüche und Sturmschäden versichert. Wenn Sie nicht sicher sind, was alles versichert ist, stellen Sie sich vor, Sie würden Ihre Wohnung umdrehen: Alles, was herausfällt, ist versichert. Besonders bei einer teuren Einrichtung kann sich dieser Schutz lohnen.

Im Detail können sich gute Hausratversicherungen sehr unterscheiden. Im Grundtarif ist der Leistungsbereich oft begrenzt, lässt sich aber um diverse Zusätze erweitern. Dabei sollte aber auch der Preis stimmen.

Wann sich eine Hausratversicherung lohnt

Könnten Sie es sich theoretisch leisten, auf einen Schlag die notwendigen Gegenstände in Ihrem Haushalt neu anzuschaffen? In dem Fall brauchen Sie keine Hausratversicherung.

Falls Sie jedoch weniger Geld haben, ist die Versicherung für Sie interessant. Das gilt insbesondere für den Fall, dass Sie großen Wert auf Qualität bei Möbeln und anderen Dingen legen.

Anders sieht es schon aus, wenn Sie den Totalschaden für unwahrscheinlich halten und im Notfall einen Kredit für die Neubeschaffung aufnehmen würden. Die Frage ist auch, wie viele Dinge Sie im Fall der Fälle zum Leben bräuchten.

Die Höhe der Prämien hängt stark von Ihrer Wohnfläche, vom Wohnort und den eingeschlossenen Zusatzversicherungen ab. Das verdeutlichen die drei folgenden Beispiele.

Preisbeispiele Hausratversicherung

Alle Tarife ohne Selbstbeteiligung. Quelle: Comfortplan (Stand: 16. November 2016)

Was versichert ist

Zum Hausrat gehören zum Beispiel Möbel, Haushaltsgeräte und Kleidung. Auch geliehene Gegenstände fallen unter den Schutz der Hausratversicherung. Die Einbauküche gehört zum Hausrat, falls Sie die Küche eingebaut haben und sie auch wieder ausbauen können. Dies gilt auch für Laminat, das Mieter in der Wohnung verlegt haben. Wertsachen erstattet die Hausratversicherung in aller Regel nur bis zu einer bestimmten Obergrenze.

Die Versicherung deckt auch Schäden an privat genutzten Antennen und Markisen ab. Ob Gartenmöbel versichert sind und in welchen Ausmaß, ist vom Anbieter abhängig. Optional können Sie Ihr Fahrrad oder Glas mitversichern. Während eine Fahrradversicherung sinnvoll sein kann, raten wir allerdings in den meisten Fällen von einer Glasversicherung ab.

Police kontrollieren

Überprüfen Sie Ihre bestehende Versicherung. Es kann sich lohnen, eine neuere Police abzuschließen, die mehr Schadensfälle einschließt als Ihr aktueller Vertrag – und dabei sogar weniger kostet.

Der Versicherungsschutz gilt nicht nur für Wohnung oder Haus samt Terrassen, Garagen und Anbauten. Er umfasst auch Kellerräume sowie privat genutzte Räume oder Garagen in der Nähe der Wohnung. Über eine Außenversicherung ist Ihr Eigentum sogar weltweit versichert, zum Beispiel Dinge, die Sie mit in den Urlaub nehmen.

Damit der Versicherer zahlt, müssen Brand, Explosion, Sturm und Hagel den Schaden verursachen. Beim Blitzschlag werden die direkten Folgen immer abgedeckt, für Überspannungsschäden zahlen die meisten Versicherungen bis zu einer Obergrenze. Zerstörungen durch Leitungswasser sind nur versichert, sofern das Wasser bestimmungswidrig austritt, das heißt zum Beispiel wenn Ihre Waschmaschine ausläuft.

Gestohlene Gegenstände ersetzt die Versicherungsgesellschaft nur bei Raub oder Einbruchdiebstahl. Entscheidend ist in beiden Fällen, dass der Diebstahl mit Gewalt stattgefunden hat. Im Jahr 2015 stieg die Zahl an Einbrüchen in Deutschland um fast 10 Prozent an – bundesweit wurden über 167.000 Einbrüche gezählt.

Was nicht versichert ist

Wenn etwas herunterfällt oder einfach kaputt geht, ist es nicht versichert. Die Versicherung zahlt in der Regel auch nicht, wenn auf der Straße etwas ohne Anwendung von Gewalt geklaut wird. Bei grober Fahrlässigkeit, zum Beispiel bei einem Einbruch durch ein gekipptes Fenster, übernehmen nur gute Tarife den vollen Schaden.

Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Hochwasser und Erdbeben fallen ebenso nicht standardmäßig in das Leistungsspektrum der Hausratversicherung. Dafür müssen Sie Elementarschäden zusätzlich gegen Mehrbeitrag einschließen lassen.

Nicht versichert sind bei vielen älteren Policen Sengschäden – das heißt Schäden durch Hitze ohne Feuer – und Implosionen.

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Darauf sollten Sie achten

Vermeiden Sie Unterversicherung – Ihr Versicherer ersetzt Schäden nicht in voller Höhe, falls die Versicherungssumme zu niedrig angesetzt wurde. Eine Unterversicherung besteht zum Beispiel, wenn Ihr Hausrat 80.000 Euro wert ist und Sie nur mit 40.000 Euro versichert sind. Für einen Schaden in Höhe von 1.000 Euro würde die Versicherung dann nur anteilig 500 Euro erstatten. Damit der Versicherer dies im Schadensfall nicht überprüft, müssen Sie meistens 650 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche versichern. Stattdessen können Sie sich die Mühe machen und eine Wertermittlungstabelle benutzen. Das kann bares Geld sparen.

Bewahren Sie die Kaufbelege auf – Behalten Sie die Kaufbelege Ihres Hausrats. Am besten, Sie dokumentieren Ihren Besitz außerdem über Fotos oder Videos. Sie sollten das nicht nur einmal vor dem Abschluss der Versicherung machen. Wiederholen Sie die Dokumentation, besonders nach Neuanschaffungen. Bewahren Sie die Nachweise für den Fall eines Brands außerhalb der Wohnung auf, zum Beispiel indem Sie die Dokumente online speichern. Mit diesen Unterlagen können Sie den Schaden auch bei verlorengegangen Gegenständen nachweisen.

Hausrat- und Gebäudeversicherung aus einer Hand Hausbesitzer schließen ihre Gebäudeversicherung und die Hausratversicherung am besten bei demselben Anbieter ab. So können sich nicht unterschiedliche Versicherer darüber streiten, wer von beiden einen Schaden begleicht. Solche Konflikte würden die Zahlung erheblich verzögern.

Melden Sie einen Umzug – Auch bevor der Schadensfall eintritt, haben Sie Pflichten dem Versicherer gegenüber. So müssen Sie Ihrem Anbieter einen Umzug mitteilen. Der Versicherungsschutz gilt auch für die neue Wohnung. Falls sie größer ist als die alte, wird es entweder automatisch teurer, oder Sie erstellen eine Wertermittlungstabelle, um nicht zu viel zu zahlen. Während des Umzugs gilt der Versicherungsschutz für beide Wohnungen.

Melden Sie Gefahrenerhöhung – Wird zum Beispiel ein Gerüst am Haus errichtet, sollten Sie das Ihrem Versicherer melden. Denn dies erhöht die Gefahr eines Einbruchs. Falls Sie dies versäumen und ein Dieb bricht bei Ihnen ein, kann die Versicherung versuchen, die Zahlung zu kürzen oder gar zu verweigern. Auch wer länger nicht da ist, muss die Versicherung informieren. Denn auch Abwesenheit gilt als Gefahrenerhöhung. Ob das bereits nach sechs Wochen oder erst nach drei Monaten der Fall ist, hängt von Ihrem Vertrag ab.

Das ist wichtig bei der Tarifauswahl

Grobe Fahrlässigkeit – Wer das Fenster offen lässt und ein Dieb so in das Haus eindringen kann, muss sich grobe Fahrlässigkeit vorwerfen lassen. Dies gilt auch, wenn Sie eine Kerze anzünden und den Raum verlassen. Die Versicherer können die Leistung dann kürzen oder zahlen überhaupt nicht. Es gibt allerdings Verträge mit dem Zusatz „Verzicht auf grobe Fahrlässigkeit“, dann zahlt der Anbieter auch in solchen Fällen. Bei einigen Tarifen führt das zu einer niedrigeren Schadenssumme, bei anderen greift der Schutz bis zur vollen Versicherungssumme.

Elementarschadenversicherung – Die Elementarschadenversicherung greift bei den Folgen von Naturereignissen. Dazu gehören zum Beispiel Überschwemmung, Erdbeben, Erdsenkung und Schneelast. In Hochwassergebieten ist dieser Schutz oft teuer – falls Sie sich überhaupt dagegen versichern können. Zudem tragen Sie bei einem Elementarschaden meistens einen hohen Selbstbehalt, oft 10 Prozent des Schadens.

Fahrradversicherung – Wird das Fahrrad auf der Straße gestohlen, greift die Hausratversicherung nicht automatisch. Sie zahlt normalerweise nur bei Diebstahl aus allein genutzten, verschlossenen Räumen. Wollen Sie, dass Ihr Fahrrad auch im gemeinschaftlichen Fahrradkeller oder draußen auf der Straße versichert ist oder handelt es sich um ein teures Fahrrad, kann es sich lohnen, eine Fahrradklausel einzuschließen. Gegen Schäden durch Unfälle versichert eine spezielle Fahrrad-Police. Denken Sie immer daran: Auch bei einer speziellen Fahrradversicherung erhalten Sie nur dann Geld, wenn das Rad auch mit einem eigenständigen Schloss gesichert wurde.

Wasserschadenversicherung – Für den Fall, dass Sie ein Aquarium oder Wasserbett besitzen, wird eine solche Erweiterung interessant. Denn der Grundtarif deckt meist nur Schäden durch Leitungswasser ab.

Wertsachen – Bei Wertsachen wie Schmuck, Kunst und Antiquitäten greift die Versicherung in der Regel bis zu 20 Prozent der Versicherungssumme. Sofern das für Ihre Wertsachen nicht ausreicht, erhöhen Sie die Deckung bei Ihrem Tarif oder wechseln Sie in einen günstigen Tarif, der einen höheren Betrag abdeckt.

Diebstahl aus dem Auto – Achten Sie darauf, dass der Vertrag auch bei Diebstahl aus Ihrem Auto gilt, wenn Sie es außerhalb Ihrer Garage auf der Straße parken. Die Nachtzeit ist oft nicht versichert.

Eine Glasversicherung lohnt sich in den meisten Fällen nicht.

Bei teuren Anschaffungen müssen Sie die Versicherungssumme gegebenenfalls anpassen. Melden Sie solche Käufe unbedingt der Versicherung.

Den Wert des Hausrats berechnen

Die Versicherungssumme kann pauschal auf Basis der Wohnfläche ermittelt werden. Dies ist bequem und schnell. Oft werden 650 Euro pro Quadratmeter angesetzt. Nutzen Sie dieses pauschale Modell zur Berechnung, schließen Versicherer in der Regel eine Unterversicherung im Vertrag aus. Das bedeutet: Falls der Hausrat mehr wert ist als errechnet, übernimmt die Versicherung den vollen Schaden, statt ihn nur anteilig zu ersetzen. Allerdings ist es möglich, dass Sie durch die pauschale Berechnung überversichert sind. Schließlich lässt sich auch eine große Wohnung preiswert einrichten.

Alternativ können Sie den Wert auch über eine detaillierte Auflistung bestimmen. Das geschieht meist mithilfe sogenannter Wertermittlungstabellen. Das ist mühsam, so schließen Sie aber eine Über- oder Unterversicherung aus. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie für den Schadensfall bereits Ihre versicherten Gegenstände dokumentiert haben.

Den passenden Tarif finden

Vergleichsportale im Internet sind die bequemste Anlaufstelle, um eine günstige Hausratversicherung zu bekommen. Dabei kommt es nicht nur auf den Preis an. Es geht auch darum, ob Ihre Versicherung wirklich zahlt, falls Sie sie einmal brauchen. Wir haben in einer Voruntersuchung festgestellt, dass Sie eine gute Versicherung häufig daran erkennen, dass Sie in den folgenden drei Fällen zahlt:

  • grobe Fahrlässigkeit bis zur Versicherungssumme,
  • Rauch-/Rußschäden bis zur Versicherungssumme,
  • Hotelkosten im Schadensfall. Die Versicherung sollte für mindestens 100 Tage je 100 Euro oder 2 Promille der Versicherungssumme zahlen.

In unserem Vortest haben wir Versicherungen rausgesucht, die unsere Kriterien erfüllen. Ob eine Versicherung diese Fälle berücksichtigt, können Sie dem detaillierten Tarifvergleich entnehmen. In unserem Test erfüllten unter anderem folgende Tarife alle von uns geforderten Leistungen, boten günstige Preise und waren auf den empfohlenen Portalen vertreten: Adcuri Top, Ammerländer Comfort, Conceptif Pro Classics, Docura Protect, Domcura Komfort, Interrisk XXL, Janitos Balance und SY 24 Blue Line. Halten Sie auf den Portalen nach diesen Tarifen Ausschau.

Alle Portale mit Tücken

In unserem Portalvergleich fiel auf, dass keines der untersuchten Portale optimale Filter besitzt, um Verbrauchern nicht nur die günstigste, sondern auch die beste Versicherung zu bieten. Weil alle Portale gewisse Fallstricke haben, sollten Sie nicht einfach beim günstigsten Anbieter auf dem Portal abschließen. Schauen Sie in den Detailvergleich, der oft mit einem kleinen „i“ für Information gekennzeichnet ist, ob die wichtigen Kriterien grobe Fahrlässigkeit, Rauch-/Rußschäden sowie Hotelkosten im Schadensfall übernommen werden. Dort finden Sie auch eine Menge weiterer Faktoren, bei denen Sie entscheiden sollten, ob sie für Sie wichtig sind.

Drei Portale gleichauf

Sowohl Mr-Money, finanzen.de und Finanzprofit boten in unserem Test stets einen sehr guten Preis. Die Preise waren in jedem unserer 16 Musterprofile identisch, da Mr-Money die Datenbank für finanzen.de und Finanzprofit liefert. Allerdings haben alle drei unterschiedlichen Rechner, was vor allem bei den Filtern auf der Seite auffällt. Im Durchschnitt waren die Tarife auf den drei Portalen 4 Prozent teurer als der billigste Preis.

Mr-Money bietet im gesamten Test die meisten Filter und beschränkt so die Auswahl an schlechten Versicherungen. Allerdings sind die Filter unzuverlässig: Möchte man zum Beispiel nach grober Fahrlässigkeit filtern, bekommt man auch Tarife angeboten, die bei einem Schaden mit grober Fahrlässigkeit nur bis zu einer viel zu geringen Summe bezahlen.

günstiges Portal mit sehr guten Filtern

  • stets gute Preise
  • sehr viele einstellbare Kriterien zur Tarifauswahl
  • übersichtliches Portal

Der Unterschied zwischen Mr-Money, finanzen.de und Finanzprofit ist die unterschiedlich gute Bedienbarkeit. Auf finanzen.de und Finanzprofit können Sie deutlich weniger selektieren als bei Mr-Money. Finanzprofit verzichtet auf die Abfrage nach grober Fahrlässigkeit gänzlich, bei finanzen.de lassen sich zum Beispiel Hotelkosten im Schadensfall und Schäden durch Rauch und Ruß nicht abfragen.

finanzen.de

  • stets gute Preise
  • viele einstellbare Kriterien zur Tarifauswahl
  • übersichtliches Portal

Finanzprofit

  • stets gute Preise
  • viele einstellbare Kriterien zur Tarifauswahl
  • übersichtliches Portal

Ohne Elementarschäden geht’s noch billiger

Wollen Sie keine Elementarschäden versichert haben, empfehlen wir Comfortplan. Dieses Vergleichsportal lieferte in unserer Untersuchung am häufigsten den niedrigsten Preis. Im Durchschnitt lagen die Preise nur 1 Prozent höher als das billigste Angebot. Allerdings bietet Comfortplan kaum Einstellmöglichkeiten, um günstige und gute Versicherungen herauszufiltern.

Comfortplan

günstigste Tarife ohne Elementarschutz im Test

  • stets sehr gute Preise im Test
  • kaum einstellbare Kriterien zur Tarifauswahl
  • Elementarschadenversicherung nicht online abzufragen

Die besten Vergleichsportale im Test

Auszug aus den Untersuchungs-Ergebnissen

Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 18. November 2016)

So haben wir getestet

Test Hausratversicherungen 2016

Finanztip hat im November 2016 alle auf den ersten fünf Google-Seiten angezeigten Vergleichsportale für Hausratversicherungen untersucht. Ausgeschlossen haben wir dabei von vornherein Seiten, auf denen Nutzer zuerst ihre persönlichen Daten eingeben müssen, um ein Ergebnis angezeigt zu bekommen. Auch doppelt angezeigte Portale haben wir ausgeschlossen, um keine Portale zweifach zu testen.

Wir haben folgende Mindestkriterien für gute Hausratversicherungen aufgestellt, die nicht ohnehin von den meisten Versicherungen erfüllt werden:

  • grobe Fahrlässigkeit: Deckung bis zur vollen Versicherungssumme,
  • Rauch- und Rußschäden: Deckung bis zur vollen Versicherungssumme,
  • Hotelkosten: mindestens 100 Tage in Höhe von 100 Euro oder 2 Promille der Versicherungssumme pro Tag,
  • Elementarschäden: Deckung bis zur vollen Versicherungssumme, sofern beantragt,
  • Fahrraddiebstahl: Deckung bis 3 Prozent der Versicherungssumme oder bis 1.500 Euro, sofern beantragt.

Die Portale haben wir anhand von 16 Musterprofilen auf die besten Preise hin untersucht. Erfüllte der günstigste Anbieter die Kriterien nicht, analysierten wir stattdessen den zweitgünstigsten und so weiter, bis wir die beste günstige Versicherung erhoben hatten.

Comfortplan lieferte im Durchschnitt den besten Preis, bietet aber keine Elementarschadenversicherung an und besaß sehr wenige Filter, um das Ergebnis zu selektieren. Mr-Money, finanzen.de und Finanzprofit waren beim Preis minimal schlechter, boten aber alle deutlich mehr Möglichkeiten, die Tarifauswahl zu filtern. Am besten schaffte das Mr-Money. Weitere Details zu den Testkriterien lesen Sie in unserem Testartikel Hausratversicherung.

Empfehlungen aus dem Ratgeber

  • Mr-Money
  • finanzen.de
  • Finanzprofit
  • Comfortplan

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Artikel verfasst von

Redakteur bei Finanztip (bis Januar 2017)

Eric Brandmayer hat bei Finanztip volontiert. Er kümmerte sich als Redakteur im Versicherungsteam vor allem um die Themen Hausrat und Haftpflicht. Während seines Bachelors in Journalismus und Public Relations arbeitete er als Werksstudent beim Deutschen Olympischen Sportbund in der Pressestelle. Praktische Erfahrungen sammelte er zuvor in verschiedenen Redaktionen, in der Versicherungsbranche sowie als Autor.

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Hausratversicherung Kosten

Bei einer Hausratversicherung sind die Kosten im Vergleich zu den möglichen Schäden der eigenen Wertgegenstände relativ gering. Selbst in Gebieten, die für Einbrüche oder Stürme sehr häufig vorkommen, müssen laut Stiftung Warentest in einem Einfamilienhaus nicht mehr 50,- Euro monatlich bezahlt werden. In den meisten Fällen kostet ein vergleichbares Haus woanders sogar deutlich weniger. Beispielsweise gibt es das günstigste Angebot in Hannover schon für 115 Euro im Jahr. Wohnungen mit kleinerer Fläche sind ohnehin preiswerter und können oftmals zwischen 50 und 150 Euro im Jahr abgesichert werden.

Die Kosten der Hausratversicherung sind damit deutlich geringer als der durchschnittliche Schaden, wenn das Inventar beschädigt, zerstört oder entwendet wird. Am ehesten zu verschmerzen sind Glasschäden, die durchschnittlich Kosten in Höhe von 327 Euro verursachen. Das geht aus der Statistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft für das Jahr 2013 hervor. Auch Sturm und Hagel führen nur zu einem Wertverlust von 623 Euro. Gibt es dagegen einen Rohrbruch, muss der Verbraucher im Durchschnitt 1.130 Euro für die Reparatur bezahlen, nach einem Feuer sind es sogar 1.278 Euro. Bei einem Einbruch fällt ein Schaden von 1.571 Euro an, bei Elementarschaden gar 3.120 Euro.

Somit können die Kosten für die Hausratversicherung sinnvoller sein als eine einmalige Zahlung, die zwar bestenfalls nicht existenzbedrohend, aber zumindest sehr teuer ist. Mit welchen Kosten müssen Kunden nun aber genau bei ihrer Hausratversicherung rechnen? tarifini.de nennt Beispiele für verschiedene Verbraucher und erklärt, wie die Kosten möglichst gering gehalt werden können, ohne dass die Leistungen darunter leiden müssen.

Eine gute Hausratversicherung gibt es bereits ab ca. 50,- Euro im Jahr für kleine Haushalte! Größere Wohnungen oder Häuser müssen jedoch mit etwas höheren Kosten rechnen.

Hausratversicherung: Kosten für Häuser je nach Stadt sehr unterschiedlich

Bei der Hausratversicherung werden die Kosten durch mehrere Faktoren beeinflusst. Dazu zählen in erster Linie die Größe der Wohnung und der Wohnort. Viele Unternehmen schätzen das Risiko der Gegend in den Kategorien sehr gering, gering, normal und hoch ein. Ein hohes Risiko herrscht dort vor, wo es überdurchschnittlich viel Krimininalität gibt oder auch Umwelteinflüsse gefährlich werden können. Einen Einfluss auf die Beiträge hat auch der Wert des Hausrats. Üblicherweise beträgt die Versicherungssumme pauschal 650 Euro pro Quadratmeter, in äußerst luxuriös ausgestatteten Wohnungen reicht das aber manchmal nicht aus, um den Großteil des Hausrats zu versichern. Dann muss die Gesamtsumme der Wertgegenstände geschätzt und abgesichert werden. Die erhöhte Versicherugnssumme des Hausrats führt entsprechend zu höheren Kosten für die Hausratversicherung.

In der Ausgabe 04/2014 listet die Stiftung Warentest die günstigsten Angebote in verschiedenen Wohngegenden auf. In dem Hausratversicherung Test sollte der Hausrat in einem üblichen Einfamilienhaus in der Größe von 120 Quadratmetern versichert werden. Je nach Wohnort ergeben sich unterschiedliche Kosten.

Kosten für Hausratversicherungen bei Stiftung Warentest

Das geringste Risiko wird der Stadt Altenburg in Thüringen attestiert, dementsprechend günstig ist die Versicherung. Die drei preiswertesten Angebote der WGV, Asstel und Bayerischen sind zwischen 99 bis 105 Euro pro Jahr zu haben.Das teuerste Angebot kostet mit 304 Euro circa drei Mal so viel.

Nur leicht höher sind die Kosten in Darmstadt, einer Stadt mit geringem Risiko. Dort zahlen die Bewohner eines Einfamlienhauses bis zu 410 Euro im Jahr. Am niedrigsten sind die Kosten für die Hausratversicherung mit 115 Euro bei der Docura.

Den gleichen Preis zahlen Kunden in Hannover (mittleres Risiko). In der niedersächsichen Landeshauptstadt fallen bei der Axa mit 531 Euro bei deutlichen Mehrleistungen mehr als vier Mal so hohe Kosten an.

In Köln (hohes Risiko) hält die Docura ebenfalls den günstigsten Tarif bereit, der mit 161 Euro jedoch teurer ist als in den anderen Gemeinden. Kölner bezahlen für den teuersten Anbieter gar 599 Euro im Jahr.

Kosten für eine Hausratversicherung bei Focus-Money

Einen ähnlichen Test führte Focus-Money in Zusammenarbeit mit dem Analysehaus Morgen & Morgen durch. Das Einfamilienhaus, das als Modell für die Ergebnisse diente, war mit 100 Quadratmetern jedoch etwas kleiner. Zudem wurde nur die Stadt Kassel und keine weiteren Regionen untersucht. Die niedrigsten Kosten für die Hausratversicherung stellten die Experten mit rund 92 Euro im Jahr bei der Janitos Versicherungs AG im Tarif Hausrat Basic fest.

Je nach Stadt und Größe des Eigenheims schwanken die Kosten für die Hausratversicherung also erheblich – in den genannten Fällen zwischen 92 und 599 Euro im Jahr.

Hausratversicherung: Kosten für Alleinstehende und Studenten

Wer nicht mit der Familie in einem Eigenheim wohnt, kann von deutlich geringeren Beiträgen profitieren. Entsprechende Beispiele finden sich in der Zeitschrift Finanztest (Ausgabe 04/2012).

Studenten zahlen in ihrer ersten eigenen Wohnung für eine günstige Police zwischen 41 und 78 Euro im Jahr. Als Anhaltspunkt dient eine 35-Quadratmeter große gemietete Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. In den vier bekannten Risikostufen fallen für junge Alleinstehende folgende Beiträge an:

In Hof ist die Orag mit 41 Euro besonders günstig, das teuerste Angebot kostet 151 Euro. Versicherte in Dessau zahlen zwischen 61 Euro bei der Volkswohl Bund und 242 Euro im Jahr. Auch in Hannover ist der Volkswohl Bund mit 78 Euro günstigster Anbieter, während es bei anderen Policen rund drei Mal so teuer wird. In Frankfurt am Main ist die Asstel mit 78 Euro am preiswertesten, 234 Euro kostet das teuerste Angebot. Hier gibt es weitere ausführliche Informationen zum Thema Hausratversicherung für Studenten.

In größeren Single-Wohnungen und bei Paaren sind die Kosten natürlich höher. Grundsätzlich können Verbraucher preiswerte Policen auch in diesen Fällen zwischen 50 und 150 Euro erhalten.

Hausratversicherung: Geringe Kosten für solide Leistungen

Bei der Hausratversicherung sollten natürlich nicht nur die Kosten eine Rolle spielen. Wenn die Police im Schadensfall nur ungenügend aufkommt, verfehlt sie ihren Zweck. Mindestens genauso wichtig wie die Kosten sind daher die Leistungen, die ebenfalls stimmen müssen. In den aufgeführten Tests der Stiftung Warentest sind etwa zusätzlich zu dem üblichen Schutz auch Fahrräder und Überspannungsschäden an der Elektronik in einem gewissen Umfang mit abgesichert. Sehr gute Angebote zeichnen sich unter anderem etwa dadurch aus, dass sie die Wertsachen, Überspannungsschäden zu einem hohen Prozentsatz ersetzen und Fahrräder auch während der Nacht absichern.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) weist darauf hin, dass durch Verbraucher durch einen Preisvergleich die Kosten erheblich reduzieren können. In dem letzten Test aus dem April 2014 konnten Kunden bis zu 53 Prozent sparen, wenn sie einen günstigen statt einen teuren Anbieter wählen. Das enorme Einsparpotenzial wird auch aus den anderen, bereits mehrfach erwähnten Tests der Stiftung Warentest deutlich. Gleichzeitig erwähnt das Institut aber auch, dass sehr günstige Versicherungen keine Top-Leistungen anbieten. Dennoch sind vergleichsweise geringe Kosten und solide bis gute Leistungen vereinbar. Eine ordentliche Absicherung muss nicht teuer sein, genauso wenig müssen teure Angebote unbedingt deutlich besser sein als preiswerte Alternativen. Entscheidend ist also in erster Linie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Auf der Suche nach einem guten Anbieter zu guten Konditionen können Testergebnisse in jedem Fall behilflich sein. Unternehmen verlangen für vergleichbare Angebote in der gleichen Gegend erheblich unterschiedliche Prämien. Jeder Versicherer legt auch unterschiedliche Tarifzonen fest, so dass Kunden möglicherweise bei einem Unternehmen in eine niedrige Risikogruppe eingestuft werden. Dazu können die Prämien bei manchen Anbietern deutlich reduziert werden, wenn bei der vorherigen Versicherung in den vorangegangenen fünf Jahren kein Schaden entstanden ist. Ein umfangreicher Preis-, aber auch Leistungsvergleich ist aufgrund der Vielfalt der Anbieter daher unerlässlich.

Hausratversicherung Kosten :

4,00 von 5 Punkten, basierend auf 3 abgegebenen Stimmen.

Источники: http://www.hausratversicherungtest.org/hausratversicherung-kosten/, http://www.finanztip.de/hausratversicherung/, http://www.tarifini.de/hausratversicherung/kosten/

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