Kapitallebensversicherung vergleich

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Kapitallebens- und private Rentenversicherung

Besser kein Neuabschluss: Rendite der Lebensversicherung im Sinkflug

  • Zuletzt aktualisiert: 7. Juni 2017
  • Von: Annika Krempel

Das Wichtigste in Kürze

  • Es lohnt sich nicht mehr, klassische Lebens- und Rentenversicherungen neu abzuschließen. Das liegt an den niedrigen Zinsen und hohen Kosten. Von 0,9 Prozent Garantiezins verbleiben im Durchschnitt nur 0,11 Prozent an garantiertem Wertzuwachs.
  • Schlecht sind auch die Aussichten für die über den Garantiezins hinausgehende Überschussbeteiligung.
  • Auch die als Indexpolicen oder „neue Klassik“ angebotenen Versicherungsverträge sind nicht besser.
  • Riester und betriebliche Altersvorsorge als Rentenversicherung können durch die Förderung hingegen sinnvoll sein, solange die Kosten gering sind.

So gehen Sie vor

  • Schließen Sie keine Kapitallebens- oder Rentenversicherung neu ab.
  • Wer bereits eine Lebens- oder Rentenversicherung hat, sollte aber nicht überstürzt kündigen.
  • Rechnen Sie den Vertrag durch und prüfen Sie Alternativen zur Kündigung: Sie können den Vertrag beitragsfrei stellen, verkaufen, in manchen Fällen auch widerrufen.

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Lebensversicherung immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Lebens- und Rentenversicherungen gehören noch immer zum Standardrepertoire jeder Altersvorsorgeberatung. Sie gehen zwar nicht mehr ganz so gut über den Maklertisch wie früher, trotzdem wurden auch 2016 noch gut 2,6 Millionen kapitalbildende Policen verkauft. Etwa ein Drittel davon sind fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherungen. Der andere Teil zählt weiterhin zu den klassischen Policen. Berater präsentieren sie gerne als langfristige und sichere Lösungen für die Altersvorsorge.

Dabei steht die Lebensversicherung laufend in der Kritik. Regelmäßig bemängeln Verbraucherschützer wie der Bund der Versicherten (BdV) oder die Zeitschrift „Öko-Test“, dass nicht alles transparent zugeht bei der Beteiligung der Versicherten an den Überschüssen, also den Gewinnen, die die Lebensversicherer erwirtschaften. Die Versicherungswirtschaft wehrt sich gegen diese Vorwürfe und wirft der Gegenseite Falschaussagen vor.

Fakt ist, dass aufgrund der seit Jahren niedrigen Zinsen Lebensversicherungen immer unrentabler werden. Gegen den Neuabschluss einer Renten- oder Lebensversicherung sprechen also mehrere Gründe. Die laufende Kritik kommt auch bei den bereits Versicherten an. Mehr als jeder vierte möchte oder kann kein Geld mehr in den Vertrag einzahlen und hat laut dem Branchendienst Map-Report die Lebensversicherung deshalb beitragsfrei gestellt.

Die kapitalbildende Lebensversicherung

Klassische Lebens- und Rentenversicherungen sind eigentlich langfristige Sparprodukte, die meistens der Altersvorsorge dienen. Die Lebensversicherung beinhaltet immer auch einen Todesfallschutz – die Familie bekommt also Geld, sollte der Versicherte vor Ablauf sterben. Bei der Rentenversicherung kann dieser Schutz zusätzlich abgeschlossen werden. Während eine Lebensversicherung das Geld bei Ablauf auf einen Schlag ausbezahlt, gibt es das Geld bei einer Rentenversicherung typischerweise als lebenslange Rente.

Es gibt noch weitere Formen der Lebensversicherung, wie sogenannte fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen, bei denen das Geld ganz oder teilweise in Investmentfonds angelegt wird. Wir raten von den meisten Produkten dieser Art aufgrund der hohen Kosten ab. Eine neuere Variante sind Indexpolicen.

Auch Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherungen zählen im weiteren Sinn zu den Lebensversicherungen. Bei diesen handelt es sich aber um sinnvolle Versicherungsprodukte, die wir grundsätzlich empfehlen.

Mehr dazu im Ratgeber Risikolebensversicherung

Annika Krempel

Expertin für Versicherungen

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  • Die Summe richtet sich nach der individuellen Situation.

Unsere Anbieter-Empfehlung aus dem Finanztip Ratgeber:

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Das Problem mit dem Garantiezins

Ein Verkaufsargument der Versicherungswirtschaft ist die Sicherheit der klassischen Policen. Jede Lebens- und Rentenversicherung hat ab Vertragsabschluss einen Garantiezins, der bis zum Vertragsende unverändert bestehen bleibt. Damit garantiert die Versicherung beim Abschluss also einen Wert, den die Lebensversicherung erreichen soll. Der Garantiezins, der eigentlich Höchstrechnungszins heißt, ist von der Politik gedeckelt. Seit Jahren befindet er sich im Sinkflug, es wurde sogar diskutiert, ihn abzuschaffen. Noch gibt es ihn: Seit Januar 2017 darf er höchstens 0,9 Prozent betragen. Einige Unternehmen unterbieten diese Höchstgrenze allerdings und bieten ihren Kunden nur Garantiezinsen zwischen 0,2 und 0,75 Prozent an.

Das Problem mit dieser Garantieverzinsung ist, dass sie nicht für den gesamten Beitrag gilt, den ein Versicherter bezahlt. Stattdessen verzinst die Versicherung nur den Sparanteil mit dem Garantiezins. Der Sparanteil bleibt übrig, nachdem vom Beitrag die Abschlussprovision sowie Kosten für Verwaltung und Todesfallleistung abgezogen worden sind.

Allein die Abschlussprovision betrug in den vergangenen Jahren bei einem 30 Jahre laufenden Vertrag mit 100 Euro Monatsbeitrag durchschnittlich 1.440 Euro, verteilt auf fünf Jahre. Auf Druck des Gesetzgebers mussten die Versicherer die Abschlusskosten bereits senken. In den ersten fünf Jahren dürfen sie 2,5 Prozent aller Beiträge, die während der gesamten Vertragslaufzeit anfallen, als Kosten abziehen. Das sind bei einem solchen Vertrag 900 Euro. Dennoch betrug 2015 die Abschlusskostenquote noch 4,9 Prozent. Zusätzlich fallen für die Verwaltung des Vertrags weitere Kosten an. Im Durchschnitt lagen diese in den vergangenen Jahren laut Branchenkenner Map-Report bei etwa 2 Prozent por Jahr. Dabei schwankt dieser Wert erheblich: Einige Unternehmen nehmen 0,8 Prozent, andere über 10 Prozent.

Was bleibt nach diesen Kosten effektiv an garantierter Rendite übrig? Die Ratingagentur Assekurata hat für 34 Lebensversicherer ausgerechnet, welche effektive Beitragsrendite sich nach Kosten ergibt: Von versprochenen 0,9 Prozent bleiben im Durchschnitt bei klassischen Rentenversicherungen nur gut 0,1 Prozent übrig. Je nach Vertrag schlagen die Kosten noch deutlicher zu Buche. Auch in der diesjährigen Untersuchung von Assekurata war bei einigen Versicherungen die Beitragsrendite sogar wieder negativ. Bei diesen Verträgen ist also nicht einmal der eingezahlte Beitrag garantiert – anders als bei Riester-Verträgen.

Die Garantieverzinsung, oftmals eines der wichtigsten Argumente für die Lebensversicherung, fällt also effektiv sehr mager aus.

Nettotarife

Es gibt immer mehr Tarife, die keine Abschlussprovision und nur niedrigere Verwaltungskosten enthalten. Diese sogenannten Netto- oder Honorartarife werden von Honorarberatern angeboten und können im Einzelfall Sinn haben. Lassen Sie auf jeden Fall von Ihrem Berater kostengünstige Alternativen wie einen ETF-Sparplan prüfen.

Schlechte Aussichten für die Überschussbeteiligung

Die Garantieverzinsung bestimmt, was der Lebensversicherer seinen Kunden mindestens auszahlen muss. Das alleine macht aber noch nicht die Rendite des Vertrages aus. Zusätzlich beteiligt das Unternehmen jeden Versicherten an den laufenden Gewinnen, die durch die Investments und Anlagen der Versicherung entstehen. Das nennt man Überschussbeteiligung. Garantiezins und Überschussbeteiligung zusammen ergeben die laufende Verzinsung des Sparanteils. Auch diese ist seit Jahren rückläufig:

Laufende Verzinsung klassischer Renten- und Lebensversicherungen

laufende Verzinsung ohne Schlussüberschuss und Beteiligung an Bewertungsreserven

Quelle: Assekurata (Stand: Februar 2017)

Die Versicherer setzen die Überschussbeteiligung jedes Jahr neu fest. Laufende Überschüsse aus den vergangenen Jahren sind dabei grundsätzlich fest zugesagt und können nicht mehr gestrichen werden. Theoretisch kann der Lebensversicherer in bestimmten Jahren gar keine Überschüsse zuteilen und nur den Garantiezins zahlen.

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Schlussüberschuss und Effektivkosten

Am Ende des Vertrags gibt es außerdem noch den Schlussüberschuss und eine Beteiligung an den Bewertungsreserven des Unternehmens. Der Schlussüberschuss trägt durchschnittlich 20 Prozent zur gesamten Rendite von Lebens- und Rentenversicherungen bei. Er ist jedoch nicht garantiert, sondern von der Situation des Unternehmens am Ende des Vertrags abhängig. Die Ratingagentur Assekurata hat für verschiedene Musterverträge in einer Hochrechnung die Gesamtverzinsung der Verträge errechnet – samt Schlussüberschuss. Demnach beträgt die Gesamtverzinsung einer klassischen Lebensversicherung oder Rentenversicherung 3,3 Prozent.

Die Kosten der Policen drücken die Rendite deutlich. Gäbe es keinen Abzug für Verwaltung und Abschluss, fiele die Gesamtverzinsung im Durchschnitt um 0,79 Prozentpunkte höher aus.

Altverträge belasten Neukunden

Das Hauptproblem für alle neuen Lebensversicherungskunden ist aber, dass die Versicherer viel Geld in die Hand nehmen müssen für die bereits bestehenden Altverträge mit hohen Garantieverzinsungen, also zum Beispiel aus den Jahren 1994 bis 1999. Damals haben die Versicherer noch 4 Prozent garantiert. Und diese Garantie müssen sie heute noch erfüllen, zu Lasten der Versicherten mit niedrigeren Garantien.

Assekurata hat ermittelt, dass die Anbieter 2016 für alle Verträge zusammengenommen eine durchschnittliche Garantieverzinsung von 2,9 Prozent aufbringen mussten – das ist viel mehr als die damals garantierten 1,25 Prozent, die Neukunden versprochen wurden. Mehr als die Hälfte aller Verträge hat einen Garantiezins von mindestens 3 Prozent.

Damit die Lebensversicherungen auch in Zukunft ihre Garantien erfüllen können, hat ihnen der Gesetzgeber die sogenannte Zinszusatzreserve auferlegt. Die Versicherer müssen diese Rücklage bilden, weil sie auch in den kommenden Jahren die hohen versprochenen Zinsen wahrscheinlich aus dem laufenden Geschäft nicht finanzieren können. Seit 2011 haben die Versicherungen 45 Milliarden Euro in dieser Reserve zurückgelegt. Für 2017 erwartet die Versicherungswirtschaft, dass weitere 20 Milliarden im Topf landen.

Dieses Geld brauchen sie vor allem, um die hoch verzinsten Altverträge bedienen zu können. Doch je länger die Phase der Niedrigzinsen anhält, desto mehr Verträge auch mit niedrigerem Garantiezins können sie dann nur noch aus der Reserve bezahlen. Bereits 2017 müssen auch schon Verträge mit einem Garantiezins von 2,8 Prozent aus dem Topf bezuschusst werden. Das schmälert die Aussichten für die Überschussbeteiligung für Neuverträge, denn das Geld, das die Versicherung erwirtschaftet, fließt erstmal in die Zinszusatzreserve.

Sollten die Zinsen weiterhin niedrig bleiben, werden Kunden wohl immer weniger Überschussbeteiligung bekommen. In der Studie fanden die Analysten von Assekurata heraus, dass die laufende Verzinsung, bei der auch die Überschüsse eingerechnet werden, für neuere Verträge schneller sinkt als bei alten.

Damit nicht genug: Die Bundesbank hat 2014 ausgerechnet, was passieren würde, falls bis 2023 die Zinsen konstant niedrig blieben. Das Ergebnis: 3 von 85 Lebensversicherern könnten ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen und wären wohl auf staatliche Sicherungsmaßnahmen angewiesen. Falls die Zinsen weiter sinken, wären laut Bundesbank sogar 13 Versicherer gefährdet. Wohlgemerkt: Die Bundesbank geht von ganz bestimmten Szenarien aus, die so nicht eintreten müssen. Aber die Studie zeigt trotzdem, in welcher ernsten Lage sich die Branche befindet.

Wo überall eine Lebensversicherung enthalten sein kann

Die Lebensversicherung steckt in vielen Verträgen, die oft für die Altersvorsorge abgeschlossen werden.

Direktversicherung oder Pensionskasse Dies sind Formen der betrieblichen Altersvorsorge, hinter denen sich vor allem eine klassische Rentenversicherung verbergen kann. Eine Direktversicherung ist vor allem bei kleinen Unternehmen der gängigste Durchführungsweg. Die betriebliche Altersvorsorge ist durch die Förderung grundsätzlich attraktiv, insbesondere wenn der Arbeitgeber etwas dazuzahlt. Trotzdem sollten Sie genau prüfen, ob sich die Anlage in einer Rentenversicherung lohnt – und gegebenenfalls bei Ihrem Chef nach einer Alternative fragen.

Riester-Rentenversicherung – Sehr viele Riester-Verträge sind ebenfalls Rentenversicherungen, mit der dazugehörigen Förderung. Gerade hier fressen die Versicherungskosten einen großen Teil der Förderung wieder auf, was sich in einer niedrigeren durchschnittlichen Verzinsung niederschlägt, als oben beschrieben. Aber wenn Sie auf niedrige Kosten achten, gibt es durchaus auch gute Riester-Versicherungen. Wie Sie diese finden, lesen Sie in unserem Artikel Riestern mit Sicherheit. Machen Sie sich aber unbedingt mit unserem Riester-Ratgeber schlau, welche andere Formen des Riesterns es gibt und welche am besten zu Ihnen passt.

Diese Riester-Rente passt zu Ihnen

Sara Zinnecker

Expertin für Geldanlage

Altersvorsorge mit staatlicher Förderung

  • Speziell für Arbeitnehmer und Beamte.
  • Förderung durch Zulagen und Steuervorteile.
  • Versteuerung erfolgt im Rentenalter.

Unsere Anbieter-Empfehlung:

  • Rentenversicherung: Hannoversche, Huk24
  • Fondssparplan: DWS Toprente Dynamik über Online-Vermittler, Fairriester 2.0, Deka Zukunftsplan Classic, Uniprofirente Select (Fonds: Uniglobal II)
  • Wohn-Riester: Dr. Klein, Interhyp und Planethyp

Rürup-Rente – Die Rürup-Rente ist grundsätzlich für Selbstständige und Besserverdienende gedacht, als Ergänzung zur gesetzlichen Rente oder zu Ansprüchen aus einem Versorgungswerk. Sie ist grundsätzlich eine sehr rigide und unflexible Form der Altersvorsorge, deren Abschluss mit Vorsicht zu genießen ist und die nur bei bestimmten steuerlichen Konstellationen sinnvoll ist. Ob Sie dann ausgerechnet die Form einer klassischen Rentenversicherung wählen sollten, scheint sehr fraglich.

Rente gegen Einmalbetrag – Dabei handelt es sich um eine spezielle Rentenversicherung, in die der Versicherte einen (hohen) einmaligen Betrag einbezahlt, der dann sofort in eine lebenslange Rente umgewandelt wird. Ein solcher Vertrag kann sinnvoll sein, wenn Sie darauf hoffen, sehr alt zu werden und sich dagegen absichern wollen, dass Ihnen im hohen Alter das Geld ausgeht. Fachleute sprechen vom Langlebigkeitsrisiko. Wie bei allen lebenslangen Renten lohnt sich diese Versicherung nur, wenn Sie deutlich älter werden als der Durchschnitt. Auch hier gilt es, stark auf die Kosten zu achten, aber auch auf den sogenannten Rentenfaktor, denn dieser bestimmt die Höhe der Rente.

Wenn Sie bereits eine Lebens- oder Rentenversicherung haben

Kündigen Sie nicht vorschnell den bestehenden Vertrag. Unsere Warnung vor Lebens- und Rentenversicherungen bezieht sich auf neue Verträge. Für einen bestehenden Vertrag gelten andere Regeln:

Prüfen Sie in Ruhe, ob der Vertrag zu Ihnen passt und sich für Sie rechnet. Dazu können Sie beispielweise unseren Lebensversicherungsrechner benutzen. Viele alte Verträge haben hohe Garantiezinsen und sind heute eine sehr gute Geldanlage.

Wenn die Beiträge zu hoch sind, können Sie diese reduzieren oder den Vertrag ganz beitragsfrei stellen. Prüfen Sie aber, ob nicht eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung am Vertrag dranhängt und dadurch in Gefahr gerät.

Bevor Sie kündigen, sollten Sie immer versuchen, Ihre Lebensversicherung zu verkaufen. Sie haben damit die Chance, einen höheren Wert zu erzielen als durch das Kündigen. Außerdem können Sie eine Beleihung in Erwägung ziehen.

Eine Kündigung kommt vor allem infrage, wenn der Vertrag erst wenige Monate oder Jahre alt ist und Sie sich über den Abschluss ärgern, zum Beispiel, weil ein Vermittler Sie dazu gedrängt hat. Denn dann können Sie durch Kündigen immerhin einen Teil der Abschlussprovision vermeiden, da diese meistens über die ersten fünf Jahre verteilt wird. Anders gesagt: In den ersten fünf Jahren sind die Kosten bei einer Lebens- oder Rentenversicherung besonders hoch.

Mehr dazu im Ratgeber Lebensversicherung kündigen

Annika Krempel

Expertin für Versicherungen

Alternativen zur Kündigung einer LV

  • Behalten Sie alte Policen mit hohem Garantiezins.
  • Bei langfristigem Geldbedarf sollten Sie die Versicherung verkaufen.
  • Bei kurzfristigem Geldbedarf können Sie Ihre Police beleihen oder beitragsfrei stellen.

Unsere Anbieter-Empfehlung aus dem Finanztip Ratgeber:

  • für Verkauf Cashlife, Policen Direkt, Partner in Life und Cumerius
  • für Beleihung LV-Kredit, SWK Bank

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Artikel verfasst von

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Kapitallebensversicherung Test

Wirtschaftmagazin €uro prüft Lebensversicherer

Das Magazin €uro veröffentlichte Anfang des Jahres 2017 einen umfangreichen Bericht zum Thema Zukunftsfähigkeit der Lebensversicherer. Im Zuge dessen wurde die Analysegesellschaft für Anlage- & Versicherungsprodukte beauftragt einen Test zu erstellen. Vier Bereiche wurden intensiv untersucht. Die Ergebnisse der einzelnen Teilbereiche haben einen unterschiedlich starken Einfluss auf das Gesamtergebnis.

Die Finanzkraft, die Bestandssicherheit und die Performance werden als besonders wichtig eingestuft, sodass deren Ergebnisse mit jeweils 30 Prozent in die Gesamtwertung einfließen. Die Kundenzufriedenheit ist in diesem Test weniger interessant und hat daher nur eine Wichtung von 10 Prozent. In den einzelnen Teilbereichen wurden wiederum folgende Daten bewertet (Auszug):

  • Finanzkraft: Eigenkapitalquote, Reserven, …
  • Bestandssicherheit: Anzahl Verträge, Wachstum, …
  • Performance: Verzinsung, Verwaltungskosten, …
  • Kundenzufriedenheit: Frühstorno- und Beschwerdequote

Das Gesamtergebnis ist erfreulich. Im Vergleich zum Vorjahr erhalten nun fünf statt vier Versicherer bescheinigt, dass sie sehr gute Zukunftsaussichten haben.

Die fünf sehr guten Lebensversicherer

  • Europa
  • Hannoversche
  • Allianz
  • Targo
  • Debeka

Allerdings muss auch erwähnt werden, dass die Zahl der Versicherungsunternehmen, deren Stabilität nur „befriedigend“ ist, ebenfalls angestiegen ist und nun bei sechzehn liegt (Quelle).

Der größte Teil der Anbieter erzielt jedoch gute Ergebnisse.

Testergebnisse wie dieses sind wichtig, da es sich bei der Kapitallebensversicherung um ein langfristig angelegtes Produkt handelt und die Versicherten sicher sein wollen, dass sie die Versicherungsleistungen im Alter auch erhalten.

Bei Fragen zur Kapitallebensversicherung, nehmen Sie Kontakt mit unseren unabhängigen Versicherungsmaklern auf. Wir unterstützen Sie gerne bei der Suche nach der passenden Versicherung. Telefonisch unter 030 – 922 77 527 oder per E-Mail unter [email protected]. Zudem haben Sie mit unseren Vergleichsrechner die Möglichkeit, die besten Tarife unter die Lupe zu nehmen.

Kapitallebensversicherung Testsieger

Im Test von Stiftung Warentest aus dem Jahr 2015 wurden sowohl die Beitragsrendite auf den Sparanteil als auch die Überschussbeteiligung für den Kunden ermittelt. Testsieger wurden:

  1. Europa mit einer Beitragsrendite von 5 Prozent und einer Überschussbeteiligung von 4,35 Prozent
  2. Cosmos Direkt mit einer Beitragsrendite von 4,50 Prozent und einer Überschussbeteiligung von 4,05 Prozent
  3. Bei Targo mit einer Beitragsrendite von 4,40 Prozent und einer Überschussbeteiligung von 4,60 Prozent
  4. Huk mit einer Beitragsrendite 4,30 Prozent und einer Überschussbeteiligung von 4 Prozent
  5. Öffentliche Braunschweig mit einer Beitragsrendite 4,30 Prozent und einer Überschussbeteiligung von 3,80 Prozent

Unbekannte KLV Versicherer oben im Test anzufinden

Aus der Erhebung von Stiftung Warentest gehen eher unbekannte Lebensversicherungen als Gewinner hervor. So kann vor allem die Lebensversicherung der Europa dem derzeit niedrigen Garantiezins trotzen. Angesichts der hohen Gesamtverzinsung auf den Sparanteil bildet sie neben der Leistung im Todesfall eine gute Altersvorsorge. Es gibt für die Versicherung die bestmögliche Note von insgesamt 5 Sternen. Über die Jahre summieren sich so die Unterschiede auf mehrere Tausend Euro.

Fordern Sie jetzt einen kostenlosen Vergleich an und wählen Sie anschließend das beste Angebot aus.

Modellfall für oben genannte Testergebnisse

Im Test hat ein 37 Jahre alter Kunde eine Kapitallebensversicherung über eine Laufzeit von 30 Jahren abgeschlossen. Dabei zahlt er monatlich 100 Euro in die Versicherung ein. Wichtiger als die Gewinnbeteiligung sind laut Experten die Renditeaussichten der Policen als der wichtigere Gradmesser auszumachen für die Kunden.

KLV ohne AV – Risikolebensversicherung

Bei der Risikolebensversicherung wird einzig der Todesfall abgesichert. Zusätzliche Altersvorsorge, wie bei der Kapitallebensversicherung können Versicherte hier nicht betreiben. Versichert wird hierbei lediglich das Todesfallrisiko (Je nach Gesundheit bei Abschluss teurer oder billiger). Einen Ratgeber zum Thema Risikolebensversicherung finden auch Sie hier (Risikolebensversicherung Test 2017).

Ergebnisse bei Finanztest

Auch das Magazin Finanztest (Ausgabe: 04/2002), aus dem Hause der Stiftung Warentest, hat die Konditionen der Kapitallebensversicherungen genauer untersucht. Im Vergleich standen insgesamt 126 Policen. Lediglich zwei Lebensversicherungen können bei Finanztest eine sehr gute Bewertung erzielen:

Auswertung der Lebensversicherungen

Auch bei der Stiftung Warentest kann der Kölner Versicherer überzeugen. Je nach Versicherung summieren sich die Unterschiede über die Jahre von bis zu 50.000 Euro. Mit den richtigen Lebensversicherungen können die Verbraucher so viel Geld sparen, bei den falschen Versicherungen aber auch viel Geld verlieren. Zum Jahre 2015 wurde zudem der Garantiezins für die Kunden auf 1,25 Prozent gesenkt. 2013 gab es keine Veränderung. Zuvor haben Versicherte noch 2,25 Prozent vom Versicherer erhalten können.

Lebensversicherung beim ARD Buffet

Inflationsausgleich

Sowohl bei der Risikolebensversicherung als auch bei der Kapitallebensversicherung sollten die Sparer die Inflation, die aktuell zwischen zwei bis drei Prozent liegt, ausgleichen. Es handelt sich hierbei um die sogenannte Beitragsdynamik.

Noch immer ist die kapitalbildende Lebensversicherung für viele Versicherte eine geeignete Anlageform, um Geld für die Rente zurückzulegen. Versichert sind zudem die Angehörigen (Familie und Kinder) im Todesfall. Aus eben dieser doppelten Absicherung zieht diese Form der Lebensversicherung auch ihre Vorteile. Ausgewählte Lebensversicherungen bieten noch immer hohe Renditen, wie der Kapitallebensversicherungs-Test gezeigt hat.

News zum Thema

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    Kapitallebens­versicherung

    Inhaltsverzeichnis

    Wichtiges zur Kapitallebensversicherung

    Da die Anbieter unterschiedliche Tarifstrukturen haben, sollten Sie vor einem Abschluss unbedingt einen Kapitallebensversicherungsvergleich durchführen.

  • Gebühren beachten

    Bei der Auswahl eines passenden Produktes sollten Sie die Gebühren miteinrechnen. Sind Sie unsicher, erfragen Sie diese beim Anbieter und bestehen Sie auf Transparenz.

  • Auszahlung auch ohne Todesfall

    Im Unterschied zur Risikolebensversicherung wird die Kapitallebensversicherung auch ausgezahlt, wenn bis zur Fälligkeit der Todesfall nicht eingetreten ist.

  • Wenn schlicht von der Lebensversicherung die Rede ist, ist meist die Kapitallebensversicherung gemeint. Im Unterschied zur Risikolebensversicherung deckt diese nicht nur die finanziellen Folgen eines frühzeitigen Ablebens des Versicherungsnehmers ab. Vielmehr handelt es sich auch um eine kapitalbildende Lebensversicherung, welche gleichzeitig zur Altersvorsorge dient: Tritt bis zur Fälligkeit der Todesfall nicht ein, bekommt der Versicherte je nach Vertrag eine monatliche Rente oder einmalig eine größere Summe ausbezahlt. Auch Mischformen sind möglich. Die Kapitallebensversicherung ist also eine Kombination aus privater Rentenversicherung und Risikolebensversicherung.

    Je nach Vertragsvereinbarungen können Sie die Lebensversicherung für verschiedene Zwecke nutzen. Ein Überblick:

    • Sparprodukt, meist zur Altersvorsorge
    • Restschuldversicherung
    • Vorsorge für die Hinterbliebenen
    • (Unechte) Erbschaftssteuerversicherung
    • Rückdeckungsversicherung in der betrieblichen Altersvorsorge für Pensionszusagen
    • Kapitalanlage für einen bestimmten Zweck (etwa als Aussteuerversicherung)

    Kapitallebensversicherungen können Sie nicht nur bei deutschen Anbietern abschließen. Besonders die britische Lebensversicherung gewinnt an Beliebtheit. Sie bietet zwar weniger Garantien als ihr heimisches Pendant, dafür verspricht sie jedoch deutlich höhere Renditen.

    Als Kapitallebensversicherung gegen Einmalbeitrag wird die Sofortrente bezeichnet. Hier zahlen Sie einmalig eine größere Summe ein und erhalten später monatlich einen bestimmten Betrag ausbezahlt.

    Vor- und Nachteile

    Wenn Sie sowohl die Vorzüge einer Risikolebensversicherung als auch die einer privaten Altersvorsorge nutzen möchten, bietet sich die kapitalbildende Lebensversicherung als Kombination aus beidem an. Neben ihren Vorteilen bringt sie jedoch auch einige Nachteile mit sich – ein Überblick:

    • Sichert im Todesfall des Versicherten die Hinterbliebenen finanziell ab
    • Eignet sich für die private Altersvorsorge
    • Kann im Todesfall für ausstehende Schulden einspringen
    • Garantien im Vertrag sorgen für eine gewisse Berechenbarkeit
    • Sie können die Lebensversicherung verkaufen oder beleihen
    • Schutz vor Verlust der Einlagen garantiert
    • Beitragszahlungen können bei veränderten finanziellen Verhältnissen ausgesetzt werden
    • Private Rentenversicherung zur Altersvorsorge in der Regel ergiebiger
    • Vorzeitiger Ausstieg meist zu ungünstigen Bedingungen
    • Gesundheitsprüfungen
    • Für neue Verträge keine steuerfreie Auszahlung mehr möglich

    Grundsätzlich empfiehlt es sich, vor einem Abschluss die Kapital-Lebensversicherung einem Vergleich mit anderen Modellen zu unterziehen. Eine Alternative könnten etwa jeweils eine eigenständige Risikolebensversicherung und eine Riester-Rente sein.

    Vergleich und Kosten

    Die Beiträge für eine kapitalbildende Lebensversicherung sind abhängig von Ihren persönlichen Umständen und Ansprüchen. Da die Anbieter unterschiedliche Tarifstrukturen haben, sollten Sie vor einem Abschluss unbedingt einen Kapitallebensversicherungsvergleich durchführen. Auf die Prämien nehmen dabei folgende Faktoren Einfluss:

    • Alter des Versicherungsnehmers
    • Vereinbarte Versicherungssumme
    • Gewünschte Vertragslaufzeit
    • Vereinbarte Einschlüsse (etwa lebenslanger Todesfallschutz)
    • Festgelegte Ausschlüsse

    Beim Kapitalversicherungsvergleich sollten Sie zudem die Gebühren beachten, die bei diesem Produkt anfallen können. Typischerweise gehören dazu:

    • Abschlussgebühren
    • Vermittlungsprovision
    • Verwaltungsgebühren

    Bestehen Sie bei diesen Kostenfaktoren unbedingt auf Transparenz.

    Um ein Angebot für eine Kapitallebensversicherung im Vergleich zu anderen beurteilen zu können, erfordert es einen gewissen Überblick. Ein Kapitallebensversicherungsrechner kann hier einen ersten Anhaltspunkt liefern. Damit Ihre individuellen Bedürfnisse optimal berücksichtigt werden, sollten Sie gerade in Anbetracht der langfristigen Bindung jedoch einen unabhängigen Experten den Kapitallebensversicherungsvergleich durchführen lassen. Dieser hat einen guten Überblick über den Markt und kann Ihnen anders als ein Kapitallebensversicherungsrechner auch Rückfragen beantworten.

    Rendite bei der Lebensversicherung

    Ein wichtiges Kriterium bei der kapitalbildenden Lebensversicherung ist die Rendite. Sie hat maßgeblichen Einfluss darauf, wie hoch später die Auszahlungen ausfallen. Gesetzlich vorgesehen ist ein Garantiezins von 1,75 Prozent. Im Regelfall ist die tatsächliche Rendite der Lebensversicherung jedoch deutlich höher. Sie hängt allerdings von den Entwicklungen auf dem nationalen und internationalen Geldmarkt ab. Die besten Chancen auf eine hohe Auszahlung haben Sie, wenn Sie risikobereit sind: So verspricht eine fondsgebundene Lebensversicherung eine Rendite, die weit überdurchschnittlich, aber im ungünstigsten Fall auch sehr niedrig sein kann.

    Sie sollten aber bei der Beurteilung eines Angebots nicht nur die Rendite der Lebensversicherung betrachten, wenn Sie es bewerten. Das Gegenstück sind die Gebühren. Achten Sie hier besonders auf:

    Im ungünstigsten Fall schmälern diese Gebühren bei der Lebensversicherung die Rendite erheblich.

    Besteuerung der Lebensversicherung

    Lange Zeit war die Lebensversicherung steuerfrei, sofern bestimmte Bedingungen eingehalten wurden. Heutzutage gilt das nur noch für ältere Verträge. Konkret sind die Erträge der kapitalbildenden Lebensversicherung steuerfrei, wenn:

    • Sie den Vertrag vor dem 1.1.2005 abgeschlossen haben
    • Mindestens zwölf Jahre Laufzeit vorliegen
    • Sie wenigstens fünf Jahre lang eingezahlt haben
    • Eine Todesfallsumme vereinbart wurde, deren Höhe mindestens 60 Prozent der Beiträge entspricht

    In allen anderen Fällen müssen Sie für die Erträge der Lebensversicherung Steuern zahlen. Die Art der Besteuerung der Lebensversicherung ist bei neueren Verträgen allerdings uneinheitlich und wiederum abhängig von Vertrag und Laufzeit: Grundsätzlich müssen auf hundert Prozent der Erträge Abgaben geleistet werden. Eine Ausnahme besteht, wenn:

    1. Der Vertrag mindestens zwölf Jahre läuft und
    2. Er erst nach dem vollendeten 60. Lebensjahr (bei Verträgen ab 2012 dem 62. Lebensjahr) fällig wird

    In diesem Fall müssen Sie auf die Erträge der Lebensversicherung 50 Prozent Steuern zahlen.

    Ein gewisser Ausgleich ist es da, dass Sie die kapitalbildende Lebensversicherung bei der Steuer unter Umständen als Vorsorgeaufwendung bei den Sonderausgaben angeben und absetzen können, sofern sie den Anforderungen an eine lebenslange Leibrente genügt. Die Risikolebensversicherung ist ebenfalls steuerlich absetzbar.

    Fragen und Antworten

    Wie wirkt sich das Alterseinkünftegesetz auf die steuerliche Behandlung der Kapitallebensversicherung aus?

    Sie müssen die Erträge (Ablaufleistung minus eingezahlte Beiträge) voll mit Ihrem individuellen Einkommenssteuersatz versteuern. Ist die Versicherung aber bis zum Renteneintritt 12 Jahre gelaufen und Sie sind bei Auszahlung mindestens 60 Jahre alt, erhalten Sie die Hälfte der Erträge steuerfrei.

    Weil nur die zusätzlichen Kapitalerträge, nicht aber die eingezahlten Beiträge zu versteuern sind, ist die Steuerlast nach wie vor jedoch relativ gering. Weiterhin sinken die Einkünfte von Ruheständlern in vielen Fällen unter die Steuerfreibeträge, so dass Auszahlungen von Kapitallebensversicherungen nach Rentenbeginn in der Praxis häufig gar nicht oder nur wenig steuerbelastet sind. Versicherungsleistungen (Kapitalzahlung) im Todesfall bleiben nach wie vor einkommenssteuerfrei.

    Kann ich mir meine Kapital-Lebensversicherung nachträglich auch als monatliche Rente auszahlen lassen?

    Grundsätzlich wird die Leistung aus einer Kapitallebensversicherung in einer Summe fällig. Viele Versicherer bieten jedoch inzwischen eine sogenannte Verrentungsoption an. Diese ermöglicht Ihnen bei Ablauf der Versicherung zwischen einer einmaligen Kapitalleistung oder einer lebenslangen Rente zu wählen.

    Bietet ein Versicherer diese Option nicht an, haben Sie natürlich jederzeit die Möglichkeit, die Leistung aus Ihrer Kapitallebensversicherung als Einmalbeitrag in eine Rentenversicherung einzuzahlen und somit eine lebenslange Rente zu erhalten.

    Was ist der Unterschied zwischen garantierter Versicherungssumme und Ablaufleistung?

    Die garantierte Versicherungssumme ist Ihnen als Mindestleistung für den Todesfall oder für das Erleben des Ablaufs fest zugesagt. Diese Zusage gilt für die gesamte Vertragslaufzeit und ist deshalb von den Versicherern sehr vorsichtig kalkuliert.

    Entwickeln sich die zu Grunde liegenden Größen (z.B. die Zinsen) besser als für die Berechnung der garantierten Leistungen angenommen, entstehen Überschüsse, an denen Sie beteiligt werden. Die Ablaufleistung setzt sich aus der garantierten Versicherungssumme und den, auf Basis heutiger Erkenntnisse, geschätzten Überschüssen zusammen. Die Ablaufleistung ist daher nicht garantiert.

    Was passiert, wenn ich plötzlich arbeitslos oder berufsunfähig werde und die Beiträge nicht mehr zahlen kann?

    Grundsätzlich sind Sie, im Gegenzug zum Leistungsversprechen des Versicherers, zur Zahlung der vertraglich vereinbarten Prämie verpflichtet. Sollten Sie auf Grund Ihrer finanziellen Situation einmal nicht in der Lage sein, Ihre Beiträge zu bezahlen, bestehen folgende Möglichkeiten:

    Beitragsfreistellung: Bei einer Beitragsfreistellung werden Sie von der Beitragszahlung für Ihren Versicherungsvertrag befreit. Der Vertrag, und somit auch Ihr Versicherungsschutz, bestehen jedoch weiter, wenn auch mit einer verminderten Versicherungssumme. Die Höhe der beitragsfreien Versicherungssumme ist vom Beitrag und der bisher abgelaufenen Vertragsdauer abhängig. Sie wird im Allgemeinen auf den Beispielrechnungen, die Ihnen bei Vertragsabschluss übersandt werden, ausgewiesen. Außerdem können Sie die aktuelle Höhe Ihrer beitragsfreien Versicherungssumme jederzeit bei Ihrem Versicherer erfragen.

    Vertragsänderung: Sie haben jederzeit die Möglichkeit, eine Vertragsänderung zu beantragen, um den Vertrag Ihren aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Sie können zum Beispiel den Beitrag reduzieren, nehmen damit aber eine geringere Versicherungssumme in Kauf. Durch eine Verlängerung der ursprünglichen Laufzeit verringert sich, bei gleichbleibendem Versicherungsschutz, Ihr Beitrag. Damit bleibt Ihre Todesfallabsicherung in der anfänglichen Höhe erhalten. Falls Sie eine solche Vertragsänderung wünschen, kann Ihnen Ihr Versicherer eine neue Beispielrechnung erstellen.

    Berufsunfähigkeit: Sollten Sie Ihre Kapitallebensversicherung mit einer Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung ausgestattet haben, wird im Falle einer Berufsunfähigkeit die Beitragszahlung vom Versicherer übernommen (sog. Beitragsbefreiung). Der Vertrag wird damit so gestellt, als hätten Sie die Beiträge während Ihrer Berufsunfähigkeit in voller Höhe selbst bezahlt. Sollten Sie keine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung abgeschlossen haben, stehen Ihnen die Möglichkeiten der Beitragsbefreiung oder einer Vertragsänderung offen.

    Kündigung: Eine Kündigung sollte immer die letzte Möglichkeit darstellen und in jedem Fall gut überlegt sein. Bei einer Kündigung innerhalb der ersten 12 Versicherungsjahre bzw. vor dem Erreichen des 60. Lebensjahres wird auf die Erträge Ihrer Lebensversicherung eine Kapitalertragssteuer in Höhe von 100% Ihres Einkommenssteuersatzes fällig.

    In den ersten Jahren liegt der Rückkaufswert deutlich unter der Summe der eingezahlten Beiträge. Da der Versicherer einen Teil der Prämie zur Deckung der Kosten für Abschluss und Verwaltung des Vertrages verwendet und ein weiterer Teil für Gefahrtragung (Auszahlung der durch vorzeitigen Tod anderer Versicherter fällig gewordenen Todesfallsummen) benötigt wird, fließt nur der verbleibende Teil in den Rückkaufswert. Viele Versicherungen nehmen außerdem noch einen Abzug vom Rückkaufswert vor. Die Höhe ist jeweils in den Versicherungsbedingungen geregelt.

    Wenn Sie nach Besserung Ihrer persönlichen, finanziellen Situation wieder einen Versicherungsschutz wünschen, muss dieser neu beantragt werden. Es wird dann Ihr aktuelles, höheres Eintrittsalter zu Grunde gelegt. Entsprechend zahlen Sie dann für die gleiche Versicherungssumme einen höheren Beitrag. Weiterhin können zwischenzeitlich aufgetretene Erkrankungen die Annahme des Antrags erschweren oder sogar unmöglich machen.

    Wer bekommt das Geld, wenn ich sterbe?

    Bei Antragstellung haben Sie die Möglichkeit, ein Bezugsrecht sowohl für den Todesfall als auch für den Ablauf Ihrer Versicherung festzulegen. Dieses Bezugsrecht regelt, wer die Versicherungsleistung bekommt. Eine Änderung des Bezugsrechtes ist während der Vertragslaufzeit jederzeit möglich. Haben Sie keinen Bezugsberechtigten angegeben, gilt im Todesfall die gesetzliche Erbfolge.

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    Источники: http://www.finanztip.de/kapitallebensversicherung/, http://www.testsieger-berichte.de/kapitallebensversicherung-test/, http://www.financescout24.de/vorsorge/kapitallebensversicherung.aspx

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