Hinterbliebenenrente rechner

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Witwenrente berechnen – Deutsche Rentenversicherung

Im Falle eines Todes des Ehepartners haben Hinterbliebene ein Anrecht auf Witwenrente. Unser Witwenrente-Rechner ermittelt den Anspruch aus der groЯen und der kleinen Witwenrente, auch unter der Voraussetzung eines eigenen Einkommens oder Rentenbezuges.

Mit wie viel Witwenrente kann ich rechnen?

Die Hцhe der Witwenrente hдngt ab von verschieden Bestimmungen und Besonderheiten: Altes Recht oder neues Recht, groЯe oder kleine Witwenrente.

Das alte Recht trifft zu wenn Ihr Ehepartner vor dem 01.02.2002 gestorben ist. Falls er nach dem 31. Dezember 2001 gestorben ist, gilt das alte Recht auch, wenn die Ehe vor dem 01.01.2002 geschlossen wurde und mind. ein Ehepartner vor dem 02.01.1962 geboren wurde.

Das neue Recht trifft zu, wenn die EheschlieЯung nach dem 31.12.2001 stattgefunden hat. Aber auch dann wenn Sie frьher geheiratet haben und beide Ehepartner nach dem 1.01.1962 geboren wurden.

Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen der groЯen und kleinen Witwenrente, in Abhдngigkeit bestimmter Lebensumstдnde, die im Folgenden beschrieben werden.

Witwenrente Voraussetzungen

Die Anwartszeit von 5 Jahren in der gesetzlichen Rentenversicherung des Verstorbenen ist erfьllt, oder er hatte bereits eine Form von Rente bezogen. Der Hinterbliebene hat nicht anderweitig neu geheiratet. Die Ehe bestand zum Zeitpunkt des Todes fьr min. ein Jahr. Mit Erfьllung dieser Voraussetzungen besteht ein Anrecht auf die kleine Witwenrente.

GroЯe Witwenrente Voraussetzungen

Fьr ein Anrecht auf die groЯe Witwenrente mьssen folgende zusдtzliche Voraussetzungen gelten. Der Hinterbliebene, dessen Partner im Jahr 2012 stirbt, kann ab dem 45. Lebensjahr plus einen Monat die groЯe Witwenrente beantragen! Diese Altergrenze wird bis zum Jahr 2029 stufenweise angehoben auf das vollendete 47. Lebensjahr. Oder dieser erzieht ein unter 18 jдhriges Kind des verstorbenen Ehegatten. Oder der Hinterbliebene ist teilweise oder voll erwerbsgemindert.

Kleine Witwenrente

Die Kleine Witwenrente erhalten Hinterbliebene wenn die Voraussetzungen fьr die groЯe Witwenrente nicht erfьllt sind. Diese wird nach neuem Recht nur in den ersten zwei Jahren nach dem Tod des Ehepartners bezahlt. Ausnahme: Sie haben vor dem 01.01.2002 geheiratet und ein Ehepartner ist vor dem 02.01.1962 geboren, fьr diese gilt das alte Recht – Rentenaspruch bis zum Lebensende.

Anrechnung von Betriebsrente, VBL und Kapitaleinkьnften

Haben Sie Einkьnfte aus „Betriebsrenten, privater Rentenvorsorge, Kapital, VBL oder aus Zusatzrenten цffentlicher Versorgung“? Diese Einkьnfte werden unter folgenden Vorraussetzungen nicht auf die Witwenrente angerechnet:

  • der Ehepartner vor dem 01.01.2002 verstorben ist.
  • der Ehepartner nach dem 31.12.2001 verstorben ist und die aber vor dem 01.01.2002 geschlossen wurde und mindestens ein Ehepartner wurde vor dem 02.01.1962 geboren.

Sterbevierteljahr bei Witwenrente

In den ersten drei Monaten, nachdem die Ehegattin oder der Ehegatte verstorben ist, erhдlt der Hinterbliebene die volle Altersrente des Verstorbenen (die Rentenhцhe, die der Verstorbene als Altersrente erhalten hat/hдtte). Dies ist unabhдngig davon, ob der Hinterbliebene Anspruch auf die kleine oder die groЯe Witwenrente erhalten wird. Das eigene Einkommen des Hinterbliebenen spielt dabei keine Rolle, dieses wird nicht auf die Rentenleistung angerechnet.

Witwenrente fьr Beamte

Die Berechnung der Witwenrente fьr Beamte erfolgt in дhnlicher Form wie die Berechnung der Witwenrente fьr Personen in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Die Witwenrente bei Beamten betrдgt 60% der Pension des Verstorbenen, sofern die Ehe vor dem 01.01.2002 geschlossen wurde, ansonsten betrдgt sie 55%. Hinterbliebene Kinder erhalten 12% und Vollwaisen 20% der Pension. Hat der Hinterbliebene ein eigenes Einkommen, dann wird dieses anteilig gegengerechnet. Das Witwengeld betrдgt mindestens 20% vom Versorgungsbezug.

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Einkommenanrechnung bei Hinterbliebenenrente

Was das für Sie bedeutet

Wer einen nahen Angehörigen verliert, muss sich in der neuen Situation erst zurechtfinden. Damit zum seelischen Leid nicht noch finanzielle Sorgen kommen, gibt es die Renten wegen Todes. Dazu gehören in erster Linie Witwen-, Witwer- und Waisenrenten. Sie sollen helfen, den Lebensunterhalt der Hinterbliebenen zu sichern. Wenn ein höheres eigenes Einkommen vorhanden ist, können die Witwen- und Witwerrenten allerdings gekürzt werden.

Zu den Renten wegen Todes zählen auch Renten an überlebende eingetragene Lebenspartner, Witwen- oder Witwerrenten an vor dem 1. Juli 1977 geschiedene Ehegatten und Witwen- oder Witwerrenten nach dem vorletzten Ehegatten oder dem vorletzten eingetragenen Lebenspartner sowie Erziehungsrenten.

Wie funktioniert die Einkommensanrechnung bei Renten wegen Todes?

Ihr Einkommen wird nur dann tatsächlich auf Ihre Rente angerechnet, wenn es einen festgelegten Freibetrag übersteigt. Ab dem 1. Juli 2015 dürfen Waisen unbegrenzt hinzuverdienen. Ebenfalls kein Einkommen wird angerechnet auf die Witwen-/Witwerrente und die Hinterbliebenenrente an überlebende eingetragene Lebenspartner in den ersten drei Kalendermonaten nach dem Tod des verstorbenen Versicherten, dem so genannten Sterbevierteljahr.

Der Freibetrag für die Einkommensanrechnung ist mit dem aktuellen Rentenwert verknüpft. So ist sichergestellt, dass er mitwächst, wenn die Renten erhöht werden. Er beträgt für Witwen- und Witwerrenten und Erziehungsrenten das 26,4-fache des aktuellen Rentenwertes (zurzeit 31,03 Euro).

Wohnen Sie in den neuen Bundesländern, leitet sich der Freibetrag vom aktuellen Rentenwert (Ost), zurzeit 29,69 Euro, ab.

Der Freibetrag liegt damit zurzeit in den alten Bundesländern bei 819,19 Euro und in den neuen Bundesländern bei 783,82 Euro.

Wenn Sie Kinder haben, steigt der Freibetrag für jedes Kind, das grundsätzlich einen Anspruch auf Waisenrente hat, um das 5,6‑fache des aktuellen Rentenwertes. Es ist nicht notwendig, dass Ihr Kind die Waisenrente tatsächlich bezieht.

Henriette L. aus Hamburg ist Witwe. Ihr Kind befindet sich in einer Ausbildung. Ihr Freibetrag erhöht sich daher um 173,77 Euro auf insgesamt 992,96 Euro.

Für die Einkommensanrechnung wird Ihr Rentenversicherungsträger zunächst die Bruttobeträge Ihres Einkommens ermitteln. Davon werden Pauschalwerte abgezogen, um ein Nettoeinkommen zu erhalten. Die Pauschalwerte sollen den tatsächlichen Abzügen relativ nahe kommen.

Übersteigt Ihr Nettoeinkommen den Freibetrag, werden 40 Prozent des übersteigenden Betrages auf Ihre Rente angerechnet.

Henriette L. hat ein Nettoeinkommen von 1.200 Euro. Es übersteigt damit den Freibetrag um 207,04 Euro (1.200 Euro abzüglich 996,96 Euro). Davon 40 Prozent sind 82,82 Euro. Auf die Rente von Henriette L. werden 82,82 Euro angerechnet. Das bedeutet, dass ihre Witwenrente um diesen Betrag niedriger wird.

Was wird angerechnet?

Es werden nahezu alle Einkommensarten angerechnet.

Eine Ausnahme bilden allerdings die meisten steuerfreien Einnahmen und die Einnahmen aus Altersvorsorgeverträgen, soweit sie staatlich gefördert worden sind (Riester-Rente).

Zu den steuerfreien Einnahmen zählen das Arbeitslosengeld II, Leistungen wie die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder die Sozialhilfe.

In bestimmten Fällen gelten für Sie Übergangs- und Vertrauensschutzregelungen, nach denen dann weitere Einkommen nicht angerechnet werden.

Verdienen Sie mehr als 450,00 Euro monatlich, werden pauschal 40 Prozent abgezogen.

Henriette L. verdient als Verkäuferin 2.000 Euro brutto im Monat. Von ihrem Einkommen werden pauschal 40 Prozent abgezogen. Ihr Nettoeinkommen beträgt somit 1.200 Euro.

Wenn Sie eine Altersrente erhalten, werden für den Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie für eine eventuelle Steuerbelastung pauschal 13 Prozent abgezogen. Beginnt Ihre Altersrente nach dem 31. Dezember 2010, beträgt der Pauschalabzug 14 Prozent.

Erhalten Sie kurzfristiges Erwerbsersatzeinkommen (beispielsweise Kranken- oder Arbeitslosengeld), werden ebenfalls die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen. Zahlen Sie außerdem einen Zusatzbeitrag, erfolgt ein zusätzlicher Abzug um weitere zehn Prozent.

Bei der Einkommensanrechnung ist das monatliche Einkommen maßgebend. Beziehen Sie in einem Monat mehrere Einkommen, werden diese zusammengerechnet. Vergleichbare ausländische Einkommen werden ebenfalls berücksichtigt.

Bei Erwerbseinkommen (beispielsweise Arbeitsentgelt) und kurzfristigen Erwerbsersatzeinkommen (beispielsweise Kranken- und Arbeitslosengeld) gilt als monatliches Einkommen grundsätzlich das durchschnittliche Vorjahreseinkommen einschließlich etwaiger Sonderzahlungen (zum Beispiel Urlaubs- und Weihnachtsgeld) – bei Selbstständigen grundsätzlich ein Zwölftel des steuerpflichtigen Gewinns des Vorjahres.

Hatten Sie im Vorjahr keine oder nur kurzfristige Einkünfte, dann gilt als monatliches Einkommen das laufende Einkommen – bei Selbstständigen ein Zwölftel des voraussichtlichen Jahreseinkommens.

Henriette L. erhält seit Januar 2011 eine Witwenrente.

Sie ist berufstätig und hatte im Jahr 2010 einschließlich ihres Weihnachtsgeldes ein Bruttoeinkommen von 24.000 Euro. Als monatliches Einkommen setzt ihr Rentenversicherungsträger daher 2.000 Euro (24.000 Euro : 12 Monate) an.

Haben Sie ein regelmäßiges Vermögenseinkommen, gilt als monatliches Einkommen grundsätzlich ein Zwölftel Ihrer erzielten Vermögenseinkünfte aus dem Vorjahr. Wurde ein Vermögenseinkommen nur einmalig gezahlt, gilt ein Zwölftel davon für die nächsten zwölf Kalendermonate als monatliches Einkommen. Zum Vermögen zählen nicht die angelegten beziehungsweise eingezahlten Beträge, sondern nur die daraus erwirtschafteten Erträge; also beispielsweise Sparbuchzinsen oder Mieteinnahmen.

Ausnahmsweise kann auch das laufende Einkommen berücksichtigt werden, wenn es um wenigstens zehn Prozent niedriger ist. Das kann beispielsweise sein, wenn das Arbeitsentgelt oder die Mieteinnahmen deutlich geringer als im Vorjahr ausfallen. Bei den dauerhaften Erwerbsersatzeinkommen – beispielsweise Altersrenten – wird stets vom laufenden Einkommen ausgegangen.

Unser Tipp:

Welche Einkommen im Einzelnen auf Ihre Rente angerechnet werden und in welchem Umfang diese Einkommen pauschal zu kürzen sind, erfahren Sie bei Ihrem Rentenversicherungsträger.

Übergangs- und Vertrauensschutzregelungen

Übergangs- und Vertrauensschutzregelungen bestimmen darüber, ob für Sie die alten oder neuen Regeln für die Einkommensanrechnung gelten. Zum 1. Januar 2002 wurden hier erhebliche Änderungen eingeführt. Vor 2002 wurden kurzfristige Erwerbsersatzeinkommen nicht angerechnet, wenn sie nicht von einem Sozialleistungsträger gezahlt wurden; beispielsweise Krankengeld aus einer privaten Versicherung. Betriebsrenten und private Versorgungsrenten unterlagen früher ebenfalls nicht der Einkommensanrechnung. Das galt auch für Zusatzrenten der öffentlichrechtlichen Versicherungs- und Versorgungseinrichtungen, für Höherversicherungsanteile aus einer Versichertenrente und für Vermögenseinkommen.

Die alten Regelungen bei Einkommensanrechnungen sind heute nur noch möglich, wenn für Sie die Übergangs- und Vertrauensschutzregelungen gelten.

Das ist der Fall, wenn Sie

  • eine Witwen- oder Witwerrente erhalten und der versicherte Ehepartner vor 2002 gestorben ist oder
  • Sie eine Witwen- oder Witwerrente erhalten und der versicherte Ehepartner zwar nach 2001 gestorben ist, aber Ihre Ehe vor 2002 geschlossen und mindestens einer von Ihnen vor dem 2. Januar 1962 geboren wurde.

Die genannten Regelungen gelten auch für eingetragene Lebenspartnerschaften und wenn Sie eine Erziehungsrente erhalten.

Jutta V. ist am 23. November 2010 im Alter von 49 Jahren gestorben.

Ihr Mann Günther beantragt für sich eine Witwerrente und für den gemeinsamen Sohn Markus eine Waisenrente. Markus ist 19 Jahre alt. Bei der Einkommensanrechnung gelten für den Vater die alten Regelungen, da die Ehe vor dem 1. Januar 2002 geschlossen und Jutta V. vor dem 2. Januar 1962 geboren wurde.

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Witwenrente Berechnung – Ermitteln Sie die Höhe

Wenn Sie kürzlich Ihren Ehepartner verloren haben, können Sie hier berechnen, welchen Anspruch auf Witwenrente Sie haben. Ihr eigenes Einkommen und der Rentenanspruch Ihres verstorbenen Partners werden je nach Ihrer persönlichen Situation miteinander verrechnet. Der Rechner berücksichtigt dabei die gemäß Gesetzgebung unterschiedlich zu behandelnden Einkommensarten zur Bestimmung Ihres anrechenbaren Nettoeinkommens. Die gesetzlichen Freibeträge für Sie und Ihre Kinder sowie Zuschläge für selbst erzogene Kinder werden je nach altem oder neuem Recht entsprechend ermittelt. Falls Sie waisenberechtigte Kinder haben, können Sie mit Hilfe des Waisenrenten-Rechners deren Ansprüche berechnen.

Der Rechner wird geladen .

Beispielberechnung Hinterbliebenenrente

Grundsätzliche Vorgehensweise bei der Berechnung der Witwenrente

Ihre Witwenrente errechnet sich aus dem Rentenanspruch des verstorbenen Partners. In den ersten drei Monaten stehen Ihnen 100% dieser Summe zu. Später erhalten Sie bei kleiner Witwenrente 25%, bei großer Witwenrente 55% (60% nach altem Recht) des Rentenanspruchs.

Allerdings soll die Witwenrente laut Gesetzgeber der Unterhaltssicherung dienen, so dass bei eigenen Einkünften des Hinterbliebenen die volle Höhe der Rente nicht erforderlich sei. Daher wird ein anzurechnendes pauschaliertes Nettoeinkommen anhand der Bruttoeinkünfte des Hinterbliebenen berechnet und als Hinzuverdienst angerechnet.

Nach Abzug von Freibeträgen von diesem Hinzuverdienst werden schließlich 40% des verbleibenden Nettoeinkommens auf den Rentenanspruch angerechnet, also davon abgezogen.

Eingabehilfe und Hintergrundinformation zum Witwenrenten-Rechner

Die Basis für die Berechnung der Witwenrente ist das sechste Sozialgesetzbuch. Hierin sind alle Regelungen zur gesetzlichen Rentenversicherung und damit auch zur Hinterbliebenenrente aufgeführt. Im folgenden erklären wir Ihnen die einzelnen Eingabefelder des Rechners.

Sie leben in (Lebensmittelpunkt)

Geben Sie als Witwe bzw. Witwer bitte an, ob Sie in den alten oder den neuen Bundesländern wohnen. Abhängig davon ist zum einen die Höhe des Nach Abzug von Freibetrags, der vom Nettoeinkommen abgezogen wird, bevor dieses auf die Höhe der Witwenrente angerechnet wird. Zum anderen ist bei Bezug der Witwenrente nach neuem Recht die Höhe des Zuschlags für Kindererziehung abhängig von der hier gemachten Eingabe.

Rentenanspruch des Verstorbenen

Geben Sie bitte den Rentenanspruch des Verstorbenen an. Hat der Verstorbene bereits eine Alters- oder Erwerbsminderungsrente bezogen, so geben Sie bitte deren Höhe an. Ansonsten entspricht der Rentenanspruch dem Anspruch auf Rente wegen vollständiger Erwerbsminderung des Verstorbenen zum Zeitpunkt seines Todes. Dafür muss die Wartezeit von fünf Jahren in der gesetzlichen Rentenversicherung des Verstorbenen erfüllt sein.

Anspruch nach altem oder neuem Recht

Anspruch auf Witwenrente nach altem Recht besteht, wenn

  • die Heirat vor 2002 stattfand und
  • einer der Ehepartner vor dem 2. Januar 1962 geboren wurde.

Im Jahr 2002 gab es bei der Hinterbliebenenrente eine Gesetzesänderung. Heute existieren beide Renten parallel. Sind also die beiden Voraussetzungen erfüllt, gilt aus Gründen des Bestands- und Vertrauensschutzes noch das vorteilhaftere alte Recht. Mehr dazu finden Sie in unserem Vergleich der Witwenrente nach altem und neuem Recht.

Selbst erzogene Kinder (Eingabfeld erscheint nach Auswahl „Neues Recht“)

Geben Sie bitte die Anzahl der Kinder an, deren Erziehung überwiegend durch Sie erfolgt ist.

Kinderzuschlag nur bei neuem Recht

Renten nach neuem Recht werden um einen Kinderzuschlag erhöht. Wenn Sie ein Kind bis zum dritten Lebensjahr erziehen oder erzogen haben, erhöht sich Ihre Witwenrente um einen Zuschlag. Dieser beginnt mit dem vierten Kalendermonat nach dem Tod Ihres Ehepartners.

Höhe des Kinderzuschlags

Der Kinderzuschlag wird in Höhe von monatlich 0,101 Entgeltpunkten für die ersten 36 Kalendermonate (insgesamt also 3,636 Punkte) für das erste Kind gewährt. Für die Erziehung weiterer Kinder werden entsprechend monatlich 0,051 Entgeltpunkte, also insgesamt die Hälfte (1,818 Punkte) gewährt. Multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert und den 55%, die es für die große Witwenrente gibt, ergibt sich ein Kinderzuschlag von 62,05 € West (59,37 € Ost) für das erste Kind bei großer Witwenrente. Für jedes weitere Kind gilt der jeweils halbe Betrag davon. Multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert und den 25%, die es für die kleine Witwenrente gibt, ergibt sich analog dazu ein Zuschlag von 28,21 € West (26,99 € Ost) für das erste Kind und für jedes weitere der jeweils halbe Betrag davon.

Waisenberechtigte Kinder

Geben Sie bitte als Witwe bzw. Witwer die Anzahl Ihrer waisenberechtigten Kinder an. Mit jedem dieser Kinder erhöht sich der Freibetrag für Ihr auf den Bezug der Witwenrente anzurechnendes Einkommen. Es ist nicht notwendig, dass Ihr Kind die Waisenrente tatsächlich bezieht.

Als waisenberechtigt gelten

  • leibliche und adoptierte Kinder,
  • Stief- und Pflegekinder, sofern sie im Haushalt des Verstorbenen lebten.
  • Enkelkinder und Geschwister, die im Haushalt des Verstorbenen lebten oder überwiegend von ihm unterhalten wurden

Mit Erreichen der Volljährigkeit erlischt grundsätzlich die Waisenberechtigung. Über diesen Zeitraum hinaus kann sie bei der Ausübung einer Ausbildung, wie Schule, betriebliche Ausbildung oder Erststudium weiterhin gewährt werden. Die Höchstaltersgrenze liegt für Kinder in Ausbildung und körperlich oder geistig Behinderten bei 27 Jahren.

Sie sind (Berusstatus)

Geben Sie bitte als Hinterbliebener Ihren beruflichen Status an. Abhängig davon werden im folgenden Ihre möglichen unterschiedlichen Bruttoeinkünfte erfasst.

Eingabe der Bruttoeinkünfte

Von den folgenden Bruttoeinkünften werden durch den Rechner gesetzlich vorgegebene prozentuale Pauschalwerte abgezogen, um das für die Rentenanrechnung notwendige pauschalierte Nettoeinkommen zu bestimmen. Die Prozentwerte für den Pauschalabzug sind dabei gesetzlich so festgelegt, dass sie in etwa den realen Abzügen vom Brutto entsprechen. Die pauschalierten Netto-Einkünfte des Hinterbliebenen werden auf die Witwenrente angerechnet. Begründet wird dies vom Gesetzgeber damit, dass die Witwenrente der Unterhaltssicherung dienen soll und bei eigenen Einkünften die volle Höhe der Rente nicht erforderlich sei. Bitte berücksichtigen Sie im folgenden bei der Angabe des Einkommens jeweils das im letzten Kalenderjahr aus dieser Einkommensart erzielte Einkommen, geteilt durch die Zahl der Kalendermonate, in denen es erzielt wurde.

Lohn bzw. Gehalt (Pauschalabzug 40,0%)

Geben Sie bitte als Witwe bzw. Witwer Ihren monatlichen Bruttolohn bzw. Ihr Bruttogehalt an. Dazu gehören auch Vorruhestandsgeld und Überbrückungsgeld vom Arbeitgeber sowie Kurzarbeitergeld. Nicht dazu gehören Einkünfe aus einem Minijob sowie Kindergeld. Letzteres bleibt bei der Ermittlung des für die Witwenrente anrechenbaren Einkommens unberücksichtigt. Bei Einkommen aus Lohn bzw. Gehalt werden die hierzu gesetzlich festgelgeten 40,0% durch den Rechner pauschal abgezogen, um das für die Witwenrente anrechenbare pauschalierte Nettoeinkommen zu bestimmen.

Besoldung (Pauschalabzug 27,5%)

Geben Sie bitte Ihre monatlichen Bruttobezüge des öffentlichen Dienstes an. Bei Bezügen des öffentlichen Dienstes werden 27,5% pauschal abgezogen, um das für die Witwenrente anrechenbare pauschalierte Nettoeinkommen zu bestimmen.

Gewinn aus selbstständiger Tätigkeit (Pauschalabzug 39,8%)

Geben Sie bitte Ihren monatlichen Gewinn aus selbständiger Arbeit, aus Gewerbebetrieb oder aus Land- und Forstwirtschaft an. (ggf. gemindert um abziehbare Kinderbetreuungskosten) Bei Gewinnen werden die hierzu gesetzlich festgelgeten 39,8% durch den Rechner pauschal abgezogen, um das pauschalierte Nettoeinkommen zu bestimmen.

Einkünfte Minijob (Pauschalabzug 0,0%)

Geben Sie bitte als Witwe bzw. Witwer Ihre monatlichen Einkünfte aus Ihrem Minijob an. Bei Minijobs werden 0,0% pauschal abgezogen, um das pauschalierte Nettoeinkommen zu bestimmen.

Entgeltersatzleistungen (Pauschalabzug durch Sie)

Geben Sie bitte als Witwe bzw. Witwer den monatlichen Betrag folgender Leistungen an. Bei den Leistungen, für die Sozialversicherungsbeiträge an die Bundesagentur für Arbeit gehen, ziehen Sie diese Beiträge und weitere 10% bitte vor der Eingabe selber ab. Zu den Entgeltersatzleistungen zählen

Arbeitslosengeld II wird nicht negativ auf die Witwenrente angerechnet und ist daher nicht einzugeben.

Besonderheit bei altem Recht

Sofern Ihre Witwenrente nach altem Recht berechnet wird, geben Sie solche der obigen Leistungen, die nicht von Sozialleistungsträgern geleistet wurden hier bitte nicht an. Denn nach altem Recht wurden diese Leistungen nicht negativ auf die Witwenrente angerechnet. Hierzu zählt z.B. das Krankengeld von einer privaten Krankenversicherung.

Gesetzliche Rente (Pauschalabzug 14,0%)

Geben Sie bitte als Witwe bzw. Witwer hier Ihre monatliche Alters- oder Erwerbsminderungsrente (brutto) an. Bei Alters- bzw. Erwerbsminderungsrenten werden die hierzu gesetzlich festgelgeten 14,0% durch den Rechner für die Berechnung des Nettos pauschal abgezogen. Bei Leistungsbeginn vor 2011 würde der Abzug 13,0% betragen.

Pension (Pauschalabzug 25,0% (43,6% bei altem Recht))

Geben Sie bitte als Witwe bzw. Witwer hier Ihr monatliches Ruhegehalt oder vergleichbare Bezüge aus einem öffentlich-rechtlichen Dienst- oder Amtsverhältnis (brutto) an. Bei Pensionen werden die hierzu gesetzlich festgelgeten 25,0% (43,6% bei altem Recht) durch den Rechner für die Ermittlung des pauschalierten Nettos pauschal abgezogen. Bei Leistungsbeginn vor 2011 würde der Abzug 23,7% (42,7% bei altem Recht) betragen.

Berufsständische Versorgung (Pauschalabzug 29,6% (31,0% bei altem Recht))

Geben Sie bitte als Witwe bzw. Witwer hier die Höhe Ihrer monatlichen berufsständischen Versorgungsrente an. Statt der gesetzlichen Rente erhalten z.B. Ärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Anwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer diese auf einer gesetzlichen Pflichtmitgliedschaft beruhende Altersversorgung für kammerfähige freie Berufe. Bei berufsständischer Versorgungsrente werden 29,6% (31,0% bei altem Recht) durch den Rechner pauschal abgezogen. Bei Leistungsbeginn vor 2011 würde der Abzug 27,5% (29,0% bei altem Recht) betragen.

Lohn bzw. Gehalt im Ruhestand (Pauschalabzug 30,5%)

Falls Sie neben dem Bezug der Altersrente bzw. Pension noch beschäftigt sind, geben Sie bitte Ihren monatlichen Bruttolohn bzw. Ihr Bruttogehalt an. Nicht dazu gehören Einkünfe aus einem Minijob. Bei Arbeitsentgelt von Altersrentenbeziehern werden die hierzu gesetzlich festgelgeten 30,5% durch den Witwenrenten-Rechner pauschal abgezogen, um das für die Witwenrente anrechenbare pauschalierte Nettoeinkommen zu bestimmen.

Betriebsrenten und Zusatzversorgungen (Pauschalabzug 23,0%)

Diese Einkunftsart wird nur bei neuem Recht negativ auf die Witwenrente angerechnet. Geben Sie bitte als Witwe bzw. Witwer hier die Höhe Ihrer monatlichen Betriebsrenten bzw. Zusatzversorgungen an. Hinzuzuzählen sind hier z.B. Leistungen von berufsständischne Zusatzversorgungseinrichtungen, öffentlich-rechtlichen, kirchlichen, berufsbezogenen und tarifvertraglichen Zusatzversorgungskassen beziehungsweise -werken (zum Beispiel VBL, VAP, ZVK im Baugewerbe) Bei Betriebsrenten bzw. Zusatzversorgungen werden 23,0% pauschal abgezogen. Bei Leistungsbeginn vor 2011 würde der Abzug 21,2% betragen. Bei Betriebsrenten ohne nachgelagerte Besteuerung läge der Abzug bei 17,5%.

Private Lebensversicherungen (Pauschalabzug 12,7%)

Diese Einkunftsart wird nur bei neuem Recht negativ auf die Witwenrente angerechnet. Geben Sie bitte als Witwe bzw. Witwer hier die Höhe Ihrer monatlichen Renten mit dauerhafter regelmäßiger Auszahlung wegen Alters oder verminderter Erwerbsfähigkeit aus privaten Lebens- und Rentenversicherungen, allgemeinen Unfallversicherungen sowie sonstigen privaten Versorgungsrenten an. Leistungen aus einer Riesterrente werden nicht negativ auf die Witwenrente angerechnet und sind daher nicht einzugeben. Bei Renten aus privaten Lebensversicherungen werden 12,7% pauschal abgezogen.

Kapitaleinkünfte (Pauschalabzug 30,0%)

Diese Einkunftsart wird nur bei neuem Recht negativ auf die Witwenrente angerechnet. Geben Sie bitte die Höhe der Einkünfte aus Kapitalvermögen nach Abzug des Sparerpauschbetrags in Höhe von derzeit 801 € an. Bei Einmalzahlungen ist die Zahlung auf die dem Auszahlungsmonat folgenden 12 Monate aufzuteilen. (z.B. Auszahlung von 12.000 € am 14.5., damit vom 1.6. bis 31.5. je monatlich 1.000 € Bruttoeinkommen) Bei Einkünften aus Kapitalvermögen werden 30,0% pauschal abgezogen. Diese 30,0% gelten für alle Einkünfte, die der Abgeltungssteuer unterliegen. Haben Sie Kapitaleinkünfte, die nicht der Abgeltungssteuer unterliegen, tragen sie diese bitte unter „Einkünfte aus Vermietung oder Veräußerung“ ein. Denn dort werden zur pauschalierten Nettoberechung die dafür korrekten 25,0% in Abzug gebracht

Einkünfte aus Vermietung oder Veräußerung (Pauschalabzug 25,0%)

Diese Einkunftsart wird nur bei neuem Recht negativ auf die Witwenrente angerechnet. Geben Sie bitte als Witwe bzw. Witwer hier folgende Einkünfte an:

  • die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung nach Abzug der dafür erforderlichen Werbungskosten sowie
  • die Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften, sofern diese mindestens 600 € je Jahr betragen

Bei Einmalzahlungen, wie etwa eine Abfindung, ist die Zahlung auf die dem Auszahlungsmonat folgenden 12 Monate aufzuteilen. (z.B. Auszahlung von 12.000 € am 14.5., damit vom 1.6. bis 31.5. je monatlich 1.000 € Bruttoeinkommen) Bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung sowie aus Veräußerungsgeschäften werden 25,0% pauschal abgezogen.

Elterngeld (Pauschalabzug 300 €)

Falls Sie als Witwe bzw. Witwer Elterngeld erhalten, geben Sie bitte hier dessen Höhe an. Bei Elterngeld wird der Sockelbetrag von 300 € nicht negativ auf die Witwenrente angerechnet. Der Sockelbetrag wird also somit durch den Rechner vom eingegebenen Elterngeld abgezogen, bevor vom verbleibenden Betrag schließlich 40% auf die Witwenrente angerechnet werden.

Beispiel für die Berechnung der Witwenrente

Herr Schwarz verstirbt 2017. Seine hinterbliebene Ehefrau möchte nun die ihr zustehende Witwenrente berechnen

  • Herr und Frau Schwarz wurden beide 1975 geboren und leben in Hamburg.
  • Sie haben 2005 geheiratet und zwei Kinder im Alter von acht und zehn Jahren.
  • Dem Verstorbenen Hern Schwarz hätte zum Zeitpunkt des Todes eine volle Erwerbsminderungsrente in Höhe von 1.500 Euro zugestanden.
  • Frau Schwarz verfügt über ein monatliches Bruttogehalt in Höhe von 2.000 Euro.
  • Sie erhält jährliche Zinszahlungen in Höhe von 2.000 Euro (nach Abzug des Sparerfreibetrags von 801 Euro bleiben demnach rund 100 Euro monatliche Kapitaleinkünfte).
  • Zudem verfügt sie über monatliche Mieteinnahmen von 500 Euro nach Abzug der Kosten.

1. Bestimmen, ob altes oder neues Recht für Frau Schwarz gilt

Im Jahr 2002 gab es bei der Hinterbliebenenrente eine Gesetzesänderung, die dazu führte dass gegenwärtig beide Renten parallel existieren. Mehr dazu können Sie auch im Vergleich der Witwenrente nach altem und neuem Recht nachlesen.

  • die Heirat vor 2002 stattfand und
  • einer der Ehepartner vor dem 2. Januar 1962 geboren wurde.

Für Frau Schwarz gilt demnach die neue Witwenrente, da die Bedingungen für die alte Witwenrente nicht zutreffen.

  • Bei neuem Recht muss die die Ehe im Gegensatz zum alten Recht mindestens ein Jahr bestanden haben.
  • Bei neuem Recht ist die kleine Witwenrente auf zwei Jahre befristet, beim alten Recht nicht.
  • Bei neuem Recht beträgt die große Witwenrente nur noch 55% der Rentenansprüche des Verstorbenen, nach altem Recht gelten 60%.
  • Bei neuem Recht werden nahezu alle Einkünfte des Hinterbliebenen negativ auf die Höhe der Witwenrente angerechnet. Nach altem Recht werden u.a. Einkünfte aus Vermögenseinkommen, aus privaten Lebensversicherungen sowie Betriebsrenten und Zusatzversorgungen nicht angerechnet.
  • Einziger Vorteil beim neuen Recht ist, dass ein Zuschlag wegen Kindererziehung geleistet wird.

Da die Ehe länger als ein Jahr bestanden hat, steht Frau Schwarz demnach eine Witwenrente zu. Die anderen Besonderheiten bei dem für sie geltendem neuen Recht werden im folgenden berücksichtigt.

2. Prüfen, ob Frau Schwarz die große oder kleine Witwenrente zusteht

Für die große Witwenrente gilt zunächst, – wie für die kleine Rente auch – dass der verstorbene Ehepartner die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt haben muss und im Falle der Rente nach neuem Recht die Ehe mindestens ein Jahr lang bestanden hat. Zusätzlich muss für das Anrecht aus die große Witwenrente mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt sein:

  • Als Hinterbliebener müssen Sie mindestens 45 Jahre und 6 Monate alt (2017) sein oder
  • im Haushalt lebt ein minderjähriges oder behindertes Kind (leiblich oder adoptiert) oder auch ein Kind des Verstorbenen aus dessen früherer Ehe oder
  • es liegt eine teilweise bzw. vollständige Erwerbsminderung bei Ihnen vor.

Die genannte Altersgrenze liegt 2017 bei 45 Jahren und 6 Monaten und wird jedes Jahr um einen weiteren Monat angehoben. Das heißt, ab dem Jahr 2029 können Hinterbliebene erst ab dem 47. Lebensjahr die große Witwenrente erhalten, sofern nicht eine der anderen beiden Voraussetzungen erfüllt ist. Hier finden Sie weitere Infos zur Altersgrenze und den Voraussetzungen für die kleine und große Witwenrente.

Da Frau Schwarz aktuell zwei minderjährige Kinder hat, erfüllt sie mindestens eine der obigen drei Bedingungen und hat somit Anspruch auf die große Witwenrente.

Die Auszahlung der großen Witwenrente ist im Gegensatz zur 24monatigen kleinen Witwenrente zeitlich nicht befristet, solange eine der drei obigen Bedingungen erfüllt ist. Dies gilt unabhängig davon, ob altes oder neues Recht gilt.

Grundsätzlich erlischt das Anrecht auf die große Witwenrente, sobald keines der drei Kriterien mehr zutrifft. Dies könnte 2027 geschehen, sobald das jüngere der beiden Kinder von Frau Schwarz volljährig wird. Jedoch ist Frau Schwarz dann bereits 52 Jahre alt und erfüllt damit die Altersgrenze für die große Witwenrente.

3. Berechnen des Rentenanspruchs auf große Witwenrente vor Einkommensanrechnung

Nach neuem Recht beträgt der Anspruch auf grosse Witwenrente 55% der Rentenansprüche des Verstorbenen. Nach altem Recht sind es 60% seiner Rentenansprüche.

Frau Schwarz hat einen Rentenanspruch vor Anrechnung ihres Einkommens über 55% von 1.500 Euro, also 825 Euro.

4. Berechnen des Kinderzuschlags zum Anspruch auf große Witwenrente

Frau Schwarz hat ihre beiden Kinder in den ersten drei Lebensjahren überwiegend selbst erzogen. Daher erhöht sich die Witwenrente ab dem vierten Monat um einen Kinderzuschlag.

Der Kinderzuschlag zur grossen Witwenrente für das erste Kind beträgt für Frau Schwarz monatlich 55% von 3,636 × 31,03 € = 62,05 €.

Der Kinderzuschlag für jedes weitere Kind beträgt die Hälfte davon, also 31,03 €.

Somit steht Frau Schwarz ein Kinderzuschlag zur großen Witwenrente von insgesamt 93,08 € zu.

Der Kinderzuschlag wird nur beim Bezug von Witwenrente nach neuem Recht gewährt. Für die kleine Witwenrente wird er analog berechnet: Statt 55% werden hier 25% für die Berechnung des Kinderzuschlags verwendet.

Begrenzung des Zuschlags

Die Summe von Witwenrente vor Einkommensanrechnung und Kinderzuschlägen darf gemäß §88a SGB VI nicht den Rentenanspruch des Verstorbenen überschreiten. Diese Fallkonstellation könnte sich ergeben, wenn es für mehrere Kinder einen Zuschlag gibt und der Rentsanspruch des Verstorbenen gering ist. Dann werden die Kinderzuschläge soweit verringert, dass obige Summe maximal den Rentensanspruch des Verstorbenen ergibt. Dieser Fall tritt für Frau Schwarz allerdings nicht zu.

5. Berechnung des pauschalierten Nettoeinkommens von Frau Schwarz

Aus den Bruttoeinkünften von Frau Schwarz wird zunächst anhand der gesetzlich festgelegten pauschalen Abzüge ein pauschaliertes Nettoeinkommen berechnet:

6. Berechnung des allgemeinen Freibetrags von Frau Schwarz

Bevor das pauschalierte Nettoeinkommen letztlich zu 40% auf die Hinterbliebenenrente angerechnet wird, werden zunächst noch ihre Freibeträge berücksichtigt.

Da Frau Schwarz in Hamburg lebt, gilt in ihrem Fall der Rentenwert West und somit 26,4 × 31,03 € = 819,19 €.

Mehr zum Thema finden Sie im Ratgeberteil unter Freiträge auf anrechenbares Einkommen.

7. Berechnung des Freibetrags für die Kinder von Frau Schwarz

Bei zwei waisenberechtigten Kindern beträgt der Freibetrag für Kinder also 347,54 €.

8. Berechnen des für die Anrechnung relevanten Nettoeinkommens

Schließlich ergibt sich das relevante Nettoeinkommen durch Abzug des Freibetrags vom pauschalierten Nettoeinkommen.

9. Berechnen des anzurechnenden Einkommens von Frau Schwarz

Erst vom relevanten Nettoeinkommen werden dann letztlich 40% auf die Witwenrente angerechnet.

10. Berechnen der großen Witwenrente nach Einkommensanrechnung

Schließlich sind alle oben ermittelten Zwischenergebnisse zusammenzufassen, um die Höhe der Witwenrente für Frau Schwarz letztlich zu berechnen.

Frau Schwarz erhält somit während der ersten drei Monate nach dem Tod ihres Ehepartners den vollen Rentenanspruch in Höhe von 1.500 Euro ihres verstorbenen Ehemanns. Für dieses Sterbevierteljahr wird ihr Einkommen nicht negativ auf die Rente angerechnet, denn der erhöhte Rentenbetrag soll den Übergang auf die veränderten finanziellen Verhältnisse erleichtern.

Im Anschluss an das Sterbevierteljahr erhält Sie dauerhaft die große Witwenrente, deren Höhe bei den derzeitigen Einkommensverhältnissen von Frau Schwarz 726,77 Euro beträgt.

Falls Frau Schwarz erneut heiratet, wird die Zahlung eingestellt. Sie erhält jedoch bei der großen Witwenrente eine einmalige Abfindung in Höhe von 24 Rentenzahlungen, bevor sie Ihren Status als rentenberechtigte Hinterbliebene verliert. Bei der kleinen Rente besteht übrigens ein Anrecht auf Abfindung im Umfang der noch ausstehenden Zahlungen bis zum Ende der für die kleinen Rente gültigen zwei Jahre.

Die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Witwenrente

Lesen Sie die hilfreichen Antworten und Tipps zu den 10 wichtigsten Fragen zum Thema Witwenrente

Источники: http://www.brutto-netto-rechner.info/witwenrente.php, http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/2_Rente_Reha/01_Rente/04_in_der_rente/03_einkommenanrechnung_bei_der_witwenrente/00_einkommensanrechnung_bei_der_witwenrente_node.html, http://www.smart-rechner.de/witwenrente/rechner.php

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