Hausratversicherung schadensfall

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Entschädigungen

Bei der Hausratversicherung werden Entschädigungen gezahlt, wenn versicherte Sachen durch versicherte Gefahren oder infolge einer versicherten Gefahr am Versicherungsort (Außenversicherung) zerstört oder beschädigt werden oder abhanden kommen.

Die Höhe der Entschädigung richtet sich bei zerstörten oder abhanden gekommenen Sachen nach dem Wiederbeschaffungspreis für diese Gegenstände um diese in gleicher Art und Güte wieder zu erlangen.

Bei beschädigten Sachen erfolgt die Entschädigung durch die Zahlung der notwendigen Reparaturkosten evtl. zuzügl. Wertminderung ggf. unter Anrechnung von Restwerten.

Auch die gesetzliche Umsatz- oder Mehrwertsteuer ist Bestandteil der Entschädigung.

Für manche Versicherungsleistungen gibt es Entschädigungsgrenzen:

Für versicherte Kosten (z.B. Aufräumkosten, Hotelkosten etc.) die aufgrund eines Versicherungsfalles entstehen, erhöht sich die vereinbarte Versicherungssumme nicht nur um 10 % durch die Vorsorgeklausel sondern nochmals um 10 % für versicherte Kosten.

Danach wird die Entschädigung der versicherten Kosten in der Hausratversicherung wie folgt berechnet:

Von dem entstandenen Schaden in Höhe von ( 52.000,- € zzgl. 9.500,- € Kosten ) 61.500,- € würde aufgrund der Erhöhung für Vorsorge und der Erhöhung für versicherte Kosten tatsächlich der gesamte Schaden bezahlt. Der Betrag liegt zwar über der eigentlichen Versicherungssumme, aber noch innerhalb der Spanne bis zur maximal verfügbaren Entschädigungsleistung.

Wertsachen

Zu den Wertsachen zählen:

  • Bargeld und auf Geldkarten aufgeladene Beträge
  • Wertpapiere und Sparbücher
  • Schmuck
  • Briefmarken, Münzen
  • Pelze
  • handgeknüpfte Teppiche
  • Antiquitäten, die über 100 Jahre alt sind (außer Möbel)

Für die Entschädigung der Wertsachen gelten

  • die allgemeine Entschädigungsgrenze

  • 1.000,- EUR für Bargeld
  • 2.500,- EUR für Wertpapiere, Sparbücher etc.
  • 20.000,- EUR für Schmuck, Edelsteine Briefmarken, Münzen etc.

Entschädigungszahlung

Steht der Anspruch des Versicherungsnehmers dem Grunde und der Höhe nach fest, so ist die Entschädigung innerhalb von 2 Wochen zu zahlen. Der Versicherungsnehmer kann einen Monat nach Meldung des Schadens den Betrag als Abschlagzahlung beanspruchen, der nach Lage der Sache mindestens zu zahlen ist.

Für die Verzinsung gilt: Die Entschädigung ist, soweit sie nicht innerhalb eines Monats nach Meldung des Schadens geleistet wird ,seit Anzeige des Schadens zu verzinsen. Die Zinsen werden zusammen mit der Entschädigung fällig. Der Zinssatz liegt 1 Prozent unter dem Basiszinssatz der EZB und beträgt mindestens 4 Prozent und höchstens 6 Prozent pro Jahr, soweit nicht aus rechtlichen Gründen ein höherer Zins zu zahlen ist.

Der Lauf der Fristen . ist gehemmt, so lange in Folge Verschuldens des Versicherungsnehmers die Entschädigung nicht ermittelt oder nicht gezahlt werden kann. Der Versicherer kann die Zahlung aufschieben, solange Zweifel an der Empfangsberechtigung des Versicherungsnehmers bestehen, solange gegen den Versicherungsnehmer oder einen seiner Repräsentanten aus Anlass des Versicherungsfalles ein behördliches oder strafgerichtliches Verfahren läuft.

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Hausratversicherung :  Im schlimmsten Schadensfall geht es ums Ganze

Worauf es bei der Hausratversicherung ankommt – fünf nützliche Tipps.

Sinnvoll ist eine Hausratversicherung für fast jeden. „Je wertvoller die Einrichtung, desto wichtiger“, erklärt Martin Oetzmann vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg. Für Studenten oder Azubis, die ihre erste eigene Wohnung beziehen und keine teuren Möbel besitzen, ist sie nicht erforderlich. Bei der Überlegung, ob man eine Versicherung benötigt oder nicht, hilft folgende Faustregel: „Man sollte sich überlegen, welchen Schaden man finanziell verkraften kann und welcher einen in den Ruin treibt“, sagt Karin Roller, Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Fünf Punkte, auf die es ankommt:

Preise vergleichen

Passende Policen müssen nicht teuer sein. Die Stiftung Warentest hat für die Zeitschrift „Finanztest“ 116 Tarife getestet. Dabei kam heraus: „Teure Verträge kosten dreimal so viel wie günstige.“ Das günstigste Angebot lag für den Modellfall einer Wohnung in Hannover bei 115 Euro jährlich. Das teuerste Angebot kam auf einen Jahresbeitrag von 531 Euro. Beim Preis kommt es aber stark darauf an, wo man wohnt.

Wie viel ist der Hausrat wert?

Diese Frage sollte möglichst genau beantwortet werden. „Ist der Wert zu hoch angesetzt, bin ich überversichert und zahle zu hohe Beiträge“, erklärt Oetzmann. „Setze ich den Wert zu niedrig an, bekomme ich im Schadensfall nicht alles ersetzt.“ Wer nicht jeden einzelnen Gegenstand seines Hausrats auflisten möchte, kann seinen Hausrat auch pauschal versichern lassen. Die Versicherer gehen hier häufig von einem Wert von 650 Euro pro Quadratmeter aus. „Aber besser ist es, die Versicherungssumme individuell zu berechnen“, sagt Oetzmann. Denn die Quadratmetervariante kann sich negativ auswirken. Falls man eine große Wohnung hat, kommt man auf eine hohe Versicherungssumme. Ist der Wert des Mobiliars niedriger, wird der Beitrag unnötig hoch. Ist die Wohnung klein, schrumpft auch der Beitrag. Übersteigt der Hausratwert die Versicherungssumme, ist man unterversichert.

Passenden Schutz wählen

Die Hausratversicherung sollte Schäden durch Einbruch, Diebstahl, Feuer und Sturm abdecken. „Darüber hinaus kann man sich überlegen, ob man sich auch gegen Schäden von Erdbeben oder Überschwemmungen versichern möchte. Das kommt aber auf den Wohnort an“, sagt Roller. Oetzmann empfiehlt, dass Überspannungsschäden bis zu 5000 Euro ersetzt werden sollten. Auch Schäden durch Wasser oder sonstige wärmetragende Flüssigkeiten etwa aus Solarheizungsanlagen sollten versichert sein. Wertsachen sollten mit mindestens 20 Prozent der Versicherungssumme versichert sein.

Auf günstige Bedingungen achten

Zu empfehlen sind Hausratversicherungen, bei denen der Versicherer im Schadensfall nicht überprüft, ob man grob fahrlässig gehandelt hat. Grob fahrlässig ist in den Augen der Versicherer, wenn man zum Beispiel ein Fenster im Erdgeschoss bei Abwesenheit nicht schließt. Nach dem neuen Versicherungsvertragsgesetz darf der Versicherer in solchen Fällen seine Leistungen kürzen. Lehrer oder Freiberufler sollten darüber hinaus darauf achten, dass das häusliche Arbeitszimmer mitversichert ist. Und wenn sich die Gefahrenlage ändert, sollte man seine Versicherung verständigen. „Wird ein Gerüst vor der Wohnung oder dem Haus aufgebaut oder ist man länger als 60 Tage nicht zu Hause, muss man dies der Versicherung melden.“

Pflichten beachten

Im Schadensfall müssen Kunden die Obliegenheitspflichten befolgen. Dazu gehört zum Beispiel, einen Einbruch, Vandalismus oder Brand sofort bei der Polizei anzuzeigen und eine Stehlgutliste anzufertigen. Danach sollte man alles detailliert der Versicherung melden. Hilfreich ist es, wenn man noch Nachweise über den Kauf vorlegen kann. „Es reicht aber auch, wenn man Fotos von seinen Möbeln und Wertgegenständen macht oder mit einer Videokamera den Hausrat filmt“, sagt Roller. Diese Nachweise sollte man zur Sicherheit bei Freunden, Verwandten oder im Bankschließfach aufheben. (dpa)

Hausratversicherung

So verhalten Sie sich bei einem Schaden

  • Zuletzt aktualisiert: 30. Januar 2017
  • Von: Annika Krempel

Das Wichtigste in Kürze

  • Achten Sie auf die sogenannten Obliegenheiten, die in den Versicherungsbedingungen aufgeführt sind.
  • Als Versicherter sind Sie verpflichtet, den Schaden möglichst klein zu halten.
  • Dokumentieren Sie alle Schäden und melden Sie sie dem Hausratversicherer umgehend.

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Ist ein in der Hausratversicherung abgedeckter Schaden entstanden, ist also die Wohnung überschwemmt oder das Fahrrad aus dem Keller gestohlen worden, hat der Versicherte einige Pflichten gegenüber seiner Versicherung. Im Versicherungsdeutsch heißen diese „Obliegenheiten“, sie sind in den Versicherungsbedingungen festgelegt.

Verhalten im Schadensfall

Damit die Hausratversicherung den Schaden zahlt, müssen Sie folgende Punkte beachten:

Notmaßnahmen – Vermeiden Sie bei einem Schaden drohende Folgeschäden, wie Sie es auch tun würden, wenn Sie nicht versichert wären. Stellen Sie zum Beispiel das Wasser bei einem Wasserrohrbruch schnell ab. Reparaturen gehören aber nicht dazu (siehe unten).

Meldung – Melden Sie den Schaden so schnell wie möglich, anstatt einen oder zwei Tage zu warten. Denn bevor der Schaden beseitigt wird, hat die Versicherung in der Regel das Recht, einen Mitarbeiter den Schaden besichtigen zu lassen. Sie sollten der Versicherung den Vorfall zunächst telefonisch und anschließend schriftlich melden sowie im Detail beschreiben. Klären Sie mit ihr ab, ob Sie direkt handeln müssen, um zum Beispiel die Wohnung zu sichern, oder ob Sie den Schaden unberührt lassen sollen. Wurde ein Sparbuch gestohlen, muss der Inhaber das Konto so schnell wie möglich sperren lassen, um weiteren Schaden zu vermeiden. Bei einem Einbruch müssen Sie sofort Anzeige bei der Polizei erstatten, sonst weigert die Versicherung sich, zu zahlen.

Dokumentation – Machen Sie Fotos und Videos vom Schaden. Senden Sie diese dem Versicherer zu. Bei einem Einbruch müssen Sie außerdem der Polizei unverzüglich, also innerhalb weniger Tage, eine Liste der gestohlenen Gegenstände übergeben.

Reparatur – Lassen Sie den Schadensort unverändert und reparieren Sie nichts. Falls Sie das nicht vermeiden können, dokumentieren Sie Ihre Reparaturen durch Fotos und Rechnungen. Heben Sie die kaputten Gegenstände auf. Falls Sie später Schäden selber beheben wollen, sollten Sie zuvor klären, ob und welche Kosten die Versicherung übernimmt. Einige Anbieter weigern sich, Eigenleistungen zu bezahlen.

Der Versicherer kann Ihnen außerordentlich kündigen, nachdem er den Schaden abgewickelt hat. Es kann danach schwieriger sein, eine neue Versicherung zu finden. Überlegen Sie sich daher bei kleinen Schäden, ob Sie den Fall wirklich melden wollen oder ihn nicht lieber selbst tragen.

Entschädigung im Versicherungsfall

Die Versicherung zahlt bei beschädigten Gegenständen die erforderlichen Reparaturkosten. Ist eine Reparatur nicht notwendig, weil ein Möbelstück beispielsweise nur zerkratzt wurde, erstattet sie oft nur die Wertminderung. Ist die Reparatur dagegen nicht möglich oder die Sache abhandengekommen, zahlt sie in der Regel den Wiederbeschaffungswert eines neuwertigen Ersatzes.

Die Obergrenze für die Entschädigung ist grundsätzlich die vereinbarte Versicherungssumme, meist einschließlich Vorsorgebetrag. Die Vorsorge soll Preissteigerungen auffangen, falls die Versicherungssumme nicht reicht, um die Schäden zu ersetzen. In der Regel entspricht der Betrag 10 Prozent der Versicherungssumme. Für Wertsachen gilt meist eine besondere, niedrigere Entschädigungsgrenze.

Neben den Kosten für die verlorenen oder zerstörten Gegenstände bezahlt der Versicherer oft auch Dienstleistungen. Dazu gehören etwa Aufräumkosten. Falls der Hausrat transportiert oder eingelagert werden muss, sehen einige Tarife die Erstattung der Kosten vor. Dies gilt auch, wenn Sie vorübergehend in ein Hotel ziehen müssen.

Mehr dazu im Ratgeber Hausratversicherung

Annika Krempel

Expertin für Versicherungen

Schützen Sie Ihr Hab und Gut

  • Nutzen Sie Vergleichsportale im Internet.
  • Die Versicherung deckt Schäden u.a. durch Feuer, Leitungswasser oder Einbruch ab.
  • Versichern Sie sich auch gegen grobe Fahrlässigkeit und Rauch- und Rußschäden.

Von uns empfohlene Portale:

  • Mr-Money
  • finanzen.de
  • Finanzprofit
  • ohne Elementarschäden: Comfortplan

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Artikel verfasst von

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Источники: http://www.versicherung-vergleiche.de/hausratversicherung/entschaedigungen.htm, http://m.tagesspiegel.de/wirtschaft/immobilien/hausratversicherung-im-schlimmsten-schadensfall-geht-es-ums-ganze/10656944.html, http://www.finanztip.de/hausratversicherung/schadensfall/

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