Hausratversicherung für mietwohnung

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Hausratversicherung Wer sie braucht, was man zahlt

Ob schöne Möbel, teure Technik oder gute Fahrräder: Wer sein Hab und Gut schützen will, braucht eine Hausratversicherung. Wie teuer die ist, hängt unter anderem von der Lage der Immobilie ab. Entscheidend ist aber auch die Versicherungssumme. Sollte man die Pauschalsumme der Versicherer wählen oder selbst den Hausrat beziffen?

Zurück aus dem Urlaub und die Wohnung ist ausgeräumt. Ein Feuer zerstört das gesamte Haus-Inventar. Ein Rohrbruch setzt das Wohnzimmer unter Wasser. In solchen und ähnlichen Fällen zahlt die Hausratversicherung. Doch nicht jeder braucht eine solche Police. Bevor man den Vertrag unterschreibt, sollte man verschiedene Angebote einholen. Die Preisunterschiede sind enorm.

Ein Brand bedeutet meistens Totalschaden.

"Eine Hausratversicherung ist nicht existenziell", sagt Hajo Köster, Justiziar des Bundes der Versicherten (BdV): "Wenn man nur einen kleinen bescheidenen Haushalt hat, als Student etwa, sehen wir eher keinen Bedarf." Bei einer größeren Wohnung oder gar einem Haus mit Inventar von einigem Wert hingegen könne sich der Abschluss durchaus lohnen.

Die Lage ist entscheidend

Wie bei allen Versicherungen gilt: Ein Tarifvergleich spart Geld. Die Versicherer haben Deutschland nach Risiko-Zonen eingeteilt. In Großstädten ist eine Versicherung teurer als auf dem Land. Aber auch innerhalb der Risikoklassen sind die Unterschiede beträchtlich, wie eine Analyse der Stiftung Warentest aus dem vergangenen Jahr ergeben hat. Sie liegen etwa für eine Großstadt zwischen 107 Euro beim günstigsten Anbieter und 588 Euro beim teuersten. Nicht ganz so groß sind die Unterschiede in einer Kleinstadt: Dort zahlen Kunden beim günstigsten Unternehmen im Test 46 Euro, beim teuersten 211 Euro.

Neben dem Preis kommt es auch auf die Versicherungsbedingungen an. Entscheidend ist, welche Schäden mitversichert sind. Besitzer eines teuren Fahrrads etwa sollten darauf achten, dass dieses bei Diebstahl ersetzt wird. Das erhöht zwar die Versicherungsprämie. "Eine spezifische Fahrradversicherung ist aber sehr viel teurer", erklärt Köster. Außerdem gilt die Hausratpolice für alle Räder des Haushalts, nicht nur für eines. Wichtig ist nach Kösters Meinung auch, Elementarschäden wie Hochwasser abzusichern. Die Versicherung von Glasbruchschäden sei hingegen in der Regel nicht notwendig.

Grobe Fahrlässigkeit ist mitversichert

Schäden durch grobe Fahrlässigkeit waren früher bei Hausratversicherungen grundsätzlich ausgeschlossen. Inzwischen müssen die Versicherer laut Gesetz zumindest einen Teil des Schadens bezahlen, wenn etwa der Kochtopf auf dem Herd stehen gelassen wurde. "Das birgt aber ein riesengroßes Streitpotenzial", erklärt Gabriele Zeugner, Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen. Nach der gesetzlichen Neuregelung enden solche Fälle nicht selten vor Gericht. Besser ist es, wenn im Vertrag von Vornherein Schäden durch grobe Fahrlässigkeit mitversichert sind. Meistens gilt dafür aber eine Höchstgrenze.

Grundsätzlich hängt es von der persönlichen Situation ab, was alles abgedeckt werden muss, wie Zeugner erklärt: "Wenn ich kein Aquarium oder Wasserbett habe, dann brauche ich das nicht zu versichern." Wichtig ist, die Versicherungssumme richtig anzusetzen. Hier gibt es für den Versicherungskunden zwei Methoden: Entweder er schätzt selbst den Wert seines Inventars und lässt diese Summe versichern oder er zahlt eine Pauschalsumme pro Quadratmeter.

Die Frage der Versicherungssumme

Wenn man die Versicherungssumme individuell angibt, sollte man den Wert möglichst exakt ausrechnen. Eine zu niedrig angesetzte Versicherungssumme kann nämlich dazu führen, dass man im Schadensfall deutlich weniger Geld ausgezahlt bekommt, wie die Stiftung Warentest vorrechnet: Beträgt die Versicherungssumme etwa 60.000 Euro, aber der Schadengutachter stellt fest, dass der Hausrat 90.000 Euro wert war, wird ein Drittel von der Entschädigung abgezogen – auch wenn es sich nicht um einen Totalschaden handelt. Bei 12.000 Euro Schaden erhält der Kunde also nur 8000 Euro.

Um das zu vermeiden, kann man die Pauschalvariante wählen. Diese liegt bei den meisten Versicherungsgesellschaften bei 650 Euro pro Quadratmeter. Bei einem 120 Quadratmeter großen Haus würde die Versicherungssumme also 78.000 Euro betragen. Im Gegenzug erklären die Versicherer dann einen Unterversicherungsverzicht. Im Versicherungsfall wird also der komplette Schaden bezahlt – maximal bis zur vereinbarten Versicherungssumme.

Trotzdem rät BdV-Justiziar Köster nicht zur Pauschalvariante. Die sei zwar für den Versicherungskunden bequemer, aber dafür auch ungünstiger. "Pauschal ist eigentlich immer daneben." Er empfiehlt vielmehr, seinen Hausrat genau unter die Lupe zu nehmen und so den tatsächlichen Wert des Inventars zu berechnen: "Dann zahlt man auch nicht mehr als nötig." Allerdings ist der Aufwand für den Hauseigentümer oder Mieter sehr hoch.

Mietrecht.org

Fensterscheibe in der Mietwohnung zerbrochen? Aquarium ausgelaufen? – Mieter haften in der Mietwohnung für alle Schäden die durch Sie selbst, Ihre Kinder, Besucher oder andere Mitbewohner (z.B. Haustiere) verursacht werden, grundsätzlich selbst. Dabei erstreckt sich die Haftung nicht nur auf die eigene Wohnung und Einrichtung, sondern auch auf die Wohnung des Nachbarn und dessen Einrichtung, wenn diese betroffen ist (z.B. Wasserschaden). Den Mieter können hier sehr hohe Kosten treffen. Aber nicht nur das – unerwartete Kosten und Schäden können dem Mieter einer Wohnung auch bei Einbruch und Diebstahl entstehen. Ist der Mieter nicht gut versichert kann das schnell ein finanzielles Desaster hervorrufen.

Für die Mieter einer Mietwohnung sind gewisse Versicherungen daher einfach unverzichtbar. In dem nachfolgenden Artikel, wird gezeigt welche Versicherungen ein Mieter tatsächlich braucht.

Inhalt: Welche Versicherungen braucht ein Mieter?

I. Wichtigste Versicherung der Mietwohnung: Haftpflichtversicherung

Der Abschluss einer Haftpflichtversicherung ist für daher jeden Mieter und besonders Familien mit Kindern oder Haustierbesitzer sinnvoll: üblicherweise werden alle Mietsachschäden abgedeckt. Das geht von der zerbrochenen Fensterscheibe, über den Teppich mit Brandlöchern bis hin zu den Dellen im Parkett. Wasser- und Brandschäden sind meist mitversichert. Während die bei jedem Mietshaus vom Vermieter abzuschließende Gebäudeversicherung, grundsätzlich alle Schäden an der Substanz des Hauses (z.B. Decken, Mauerwerk, Fassade, Dach etc.) und damit zusammenhängende Schadenersatzansprüche (z.B. bei Verletzung oder Schäden durch vom Dach fallende Eiszapfen etc.) abdeckt, greift die Haftpflicht für alle in der Mietwohnung eingebauten Gegenstände (z.B. Türen, Fenster, Waschbecken, Parkett, Teppichboden usw.). Normale Abnutzung in der Mietwohnung zählen allerdings nicht zu Schäden und sind vom Mieter auch nicht zu ersetzen.

Der Mieter deckt mit dem Abschluss der Haftpflichtversicherung alle Schäden ab, die an dem fremden Eigentum und anderen Personen, entstehen können. Zudem gibt es oft kostengünstige Zusatzoptionen, die zum Beispiel auch den Schlüsselverlust mit Schlossaustausch oder den Austausch einer vorhandenen Schließanlage in die Versicherung miteinschließen.

Die Haftpflichtversicherung ist daher eine Empfehlung für jeden Mieter, um sich vor hohen Kosten und Schadensersatzansprüchen zu schützen. Der Abschluss einer Haftpflichtversicherung kann allerdings vom Vermieter nicht erzwungen werden: „Mieter: Besteht eine Pflicht zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung?„.

II. Versicherung für den eigenen Hausstand: Hausratversicherung

Die Haftpflichtversicherung hilft allerdings nur begrenzt, denn eigene Schäden an Möbeln oder Haushaltsgegenständen sind nicht erfasst. In solchen Fällen greift nur eine entsprechende Hausratversicherung: die Deckung betrifft hier alle eigenen Einrichtungsgegenstände, Elektrogeräte und Gebrauchsgegenstände. Erfasst werden die verschiedensten Arten an Beschädigungen (z.B. durch Feuer, Sturm oder Hagel, Leitungswasser, Vandalismus) und sogar Verluste durch Straftaten wie Einbruchdiebstahl und Raub.

Der Abschluss dieser Versicherung ist besonders dann zu empfehlen, wenn Mieter bereits einen größeren Hausstand haben oder besonders wertvolle Einrichtungsgegenstände besitzen. Wenn Sie sich einen Überblick über die Hausratversicherung verschaffen möchten, sollten Sie auch den Beitrag: „Hausratversicherung für Mieter Pflicht? Kosten und Nutzen im Überblick“ lesen.

III. Versicherung für Streitigkeiten: Rechtsschutzversicherung

Welche Versicherungen der Mieter einer Mietwohnung braucht, muss der Mieter letztendlich selbst entscheiden: Kriterien wie z.B. der eigene Besitz oder die Mitversicherung bei einer Familie oder Haustieren spielen hier eine Rolle. Ratsam ist „als Minimum“ zumindest immer der Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung.

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Die wichtigsten Versicherungen für Mieter

Zuletzt aktualisiert am 08.05.2017

  • Wissen
  • Ratgeber
  • Versicherungen für Mieter

Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) besitzen rund 15 Prozent aller deutschen Haushalte keine private Haftpflichtversicherung. Eine kleine Fahrlässigkeit kann allerdings schnell teuer werden – und muss dann aus eigener Tasche bezahlt werden. Ausreichende Absicherung ist also wichtig, um im Schadensfall finanziell abgedeckt zu sein.

Inhaltsverzeichnis

Nicht nur als Hausbesitzer sollten Sie ausreichend versichert sein, auch als Mieter gilt es einige wichtige Versicherungen zu besitzen. Besonders grundlegend sind dabei vor allem zwei Versicherungen, die Sie besitzen sollten: Eine private Haftpflichtversicherung und eine Hausratversicherung. Und bei Bedarf auch am besten eine Rechtsschutzversicherung.

Wichtig: Eine private Haftpflichtversicherung

Die mitunter wichtigste Versicherung ist die private Haftpflichtversicherung: Mit dieser werden Schäden abgedeckt, die Sie an fremdem Eigentum verursachen. Die vereinbarte Versicherungssumme legt dabei fest, ob das Versicherungsunternehmen die Kosten sowohl für kleine Mängel als auch für große Beschädigungen trägt.

Die Beiträge einer Haftpflicht erscheinen in Relation zu den gedeckten Schadenssummen niedrig – denn bei Unfällen können rasch Schäden entstehen, deren Beseitigung sechsstellige Euro-Beträge erfordert.

Wichtig: Die Hausratversicherung

Um gegen Schäden im eigenen Haushalt versichert zu sein, benötigen Sie die Hausratversicherung. Diese greift, wenn Sturm, Feuer, Diebstahl, Wasserschäden oder ähnliche Faktoren für die Beschädigung verantwortlich sind – und erspart Ihnen damit immerhin finanzielle Unkosten, sollte es zu einem Schaden kommen.

Zusätzlich wird durch diese Versicherung auch ein Teil Ihres Hausrats abgesichert: Einrichtungs-, Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände werden durch die Police häufig abgedeckt. Sollte es hier zu einer Beschädigung kommen, können Sie dann mit der Erstattung des Neuwertes rechnen.

Optional: Eine Rechtsschutzversicherung

In einigen Fällen ist auch die Rechtsschutzversicherung vorteilhaft: Sie deckt üblicherweise die Kosten, die durch einen Rechtsstreit entstehen – doch nur, wenn Sie für den jeweiligen Lebensbereich versichert sind.

Vor allem zwischen Mieter und Vermieter oder auch mit Mietnachbarn kommt es oft zu Streitigkeiten, die nicht selten vor Gericht getragen werden. Eine Versicherung sollten Sie daher auch immer für diesen Rechtsbereich abschließen, sodass Sie finanzielle Sicherheit bei drohenden Auseinandersetzungen haben. Übrigens: Oft werden Selbstbeteiligungen in den Policen vereinbart; in so einem Fall sollten Sie immer auch prüfen, ob nicht eine außergerichtliche Einigung günstiger sein kann.

Sinn und Unsinn von Rechtsschutzversicherungen

In der Finanz-Kolumne äußert sich Prof. Dr. Steffen Sebastian objektiv und kritisch zu Finanzthemen. Lesen Sie hier, wann er eine Rechtsschutzversicherung für sinnvoll erachtet.

Haftpflichtversicherung: Fragen & Antworten

Durch diese Versicherungen sind Schäden abgedeckt, die Sie in ihrem Umfeld verursachen – das kann auf dem Grundstück Ihrer Nachbarn, in Ihrem Sportverein oder bei einem Ausflug geschehen. Die Haftpflichtversicherung greift zum Beispiel, wenn durch Ihre ausgelaufene Waschmaschine auch die Wohnung unter Ihnen beschädigt wird. Ebenso können Sie sich absichern, wenn Sie etwa beim Fahrradfahren mit einem Fußgänger kollidieren und dieser sich beim Sturz verletzt.

Wie wird die richtige Versicherungssumme berechnet?

Es wird empfohlen, eine Deckungssumme von mindestens drei bis fünf Millionen Euro für Personen- und Sachschäden zu vereinbaren – drei Millionen Euro gelten dabei als unterste Grenze.

Bei der Wahl des Versicherungsunternehmens lohnt es sich, wenn Sie verschiedene Anbieter miteinander vergleichen. Zudem bieten einige Unternehmen eine Selbstbeteiligung von bis zu 250 € an: Dadurch können Sie beim zu zahlenden Beitrag sparen.

Was sind „Obliegenheiten des Versicherungsnehmers“?

Unter Obliegenheiten des Versicherungsnehmers werden Handlungs- sowie Unterlassungspflichten für den Versicherungsnehmer verstanden. Diese Verhaltensweisen finden Sie stets in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Versicherungsunternehmen. Werden diese von Ihnen verletzt, kann sich die Versicherung weigern, im Schadensfall die Kosten zu tragen.

Bei diesen Obliegenheiten handelt es sich beispielsweise um folgende Aspekte:

  • Der Mieter muss im Schadensfall den Schaden so gering wie möglich halten.
  • Der Mieter muss den Schaden rechtzeitig der Versicherung melden.
  • Der Mieter muss der Versicherung bei einem Einbruchsdiebstahl eine Liste aller gestohlenen Gegenstände übermitteln.

Was passiert bei selbst verursachten Schäden?

Die Versicherung greift nicht, wenn der Schaden von Ihnen vorsätzlich verursacht wurde. Die Haftpflichtversicherung kommt aber für grobe Fahrlässigkeit auf.

Kann der Vermieter zum Abschluss einer Haftpflicht verpflichten?

Nein, ein Vermieter darf keine Klausel im Vertrag festhalten, durch die Sie zum Abschluss einer Versicherung verpflichtet werden (siehe § 307 BGB) – ist solche eine Vertragsklausel im Mietvertrag dennoch vorhanden, ist sie unwirksam.

Es ist allerdings gesetzlich zulässig, dass Mieter und Vermieter vereinbaren, die Betriebskosten für eine Haftpflicht- und Sachversicherung umzulegen, wenn sie dem Schutz der Bewohner und des Gebäudes dienen. Im Schadensfall darf der Mieter jedoch nie schlechter gestellt werden, als wenn er die Versicherung selbst abgeschlossen hätte.

Sind Familienangehörige mit versichert?

In der privaten Haftpflichtversicherung sind Familienangehörige automatisch mit versichert. Abhängig vom jeweiligen Versicherungsunternehmen können auch Partner, die sich in einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft befinden, in die Versicherung mit aufgenommen werden.

Tipp: Sondertarife prüfen

Sollten Sie alleinstehend sein, informieren Sie sich bei Ihrer Versicherung, ob für Alleinstehende besondere Tarife greifen.

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Hausratversicherung: Fragen & Antworten

Alle Haushaltsgegenstände sowie Bargeld und Wertpapiere bis zu einer festgelegten Höhe sind mit dieser Versicherung abgedeckt, solange der Schaden nicht vorsätzlich verursacht wurde. Das Eigentum von Untermietern, die sich in Ihrem Haushalt befinden, ist allerdings nicht mit versichert.

Sorgfaltspflicht beachten

Entscheidet die Versicherung, dass Sie Ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen sind, muss sie den Schaden nicht begleichen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie Ihre Waschmaschine anstellen und die Wohnung verlassen – entsteht hierbei ein Wasserschaden, greift die Versicherung nicht.

Wie wird die richtige Versicherungssumme berechnet?

Um die Versicherungssumme ermitteln zu können, sollten Sie eine Liste aller zu versichernden Gegenstände im Hausrat anlegen. Dazu muss außerdem der jeweilige Wiederbeschaffungswert notiert werden. Die Kosten für alle Gegenstände summieren Sie anschließend – daraus ergibt sich die Versicherungssumme.

Es ist auch möglich, mit Unterstützung der Versicherung den Wert des gesamten Hausrats zu schützen: Pro Quadratmeter wird dabei ein Betrag festgelegt. Für diese Pauschalberechnung finden Sie bei einigen Versicherungsunternehmen Onlinerechner.

Was sind „Obliegenheiten des Versicherungsnehmers“?

Unter Obliegenheiten des Versicherungsnehmers werden Handlungs- sowie Unterlassungspflichten für den Versicherungsnehmer verstanden. Diese Verhaltensweisen finden Sie stets in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Versicherungsunternehmen. Werden diese von Ihnen verletzt, kann sich die Versicherung weigern, im Schadensfall die Kosten zu tragen.

Bei diesen Obliegenheiten handelt es sich beispielsweise um folgende Aspekte:

  • Der Mieter muss im Schadensfall den Schaden so gering wie möglich halten.
  • Der Mieter muss den Schaden rechtzeitig der Versicherung melden.
  • Der Mieter muss der Versicherung bei einem Einbruchsdiebstahl eine Liste aller gestohlenen Gegenstände übermitteln.

Was passiert bei selbst verursachten Schäden?

Die Versicherung greift nicht, wenn der Schaden von Ihnen vorsätzlich verursacht wurde. Darüber hinaus sind in der Hausratversicherung keine Beschädigungen versichert, die durch grobe Fahrlässigkeit des Mieters entstanden sind – das ist der Fall, wenn Sie Ihre Sorgfaltspflicht verletzen.

Kann der Vermieter zum Abschluss der Versicherung verpflichten?

Nein, ein Vermieter darf keine Klausel im Vertrag festhalten, durch die Sie zum Abschluss einer Versicherung verpflichtet werden (siehe § 307 BGB) – ist solche eine Vertragsklausel im Mietvertrag dennoch vorhanden, ist sie unwirksam.

Es ist allerdings gesetzlich zulässig, dass Mieter und Vermieter vereinbaren, die Betriebskosten für eine Haftpflicht- und Sachversicherung umzulegen, wenn sie dem Schutz der Bewohner und des Gebäudes dienen. Im Schadensfall darf der Mieter jedoch nie schlechter gestellt werden, als wenn er die Versicherung selbst abgeschlossen hätte.

Worauf beim Umzug achten?

Während eines Umzugs greift die Hausratversicherung üblicherweise für beide Wohnungen – allerdings nur für maximal zwei Monate. Aus diesem Grund sollten Sie sich schnellstmöglich am neuen Wohnort ummelden.

Wichtig ist außerdem, dass Sie den Vertrag auf die neue Wohnung anpassen: Ist sie größer, kann es im Falle eines Schadens dazu führen, dass die unveränderte Versicherung nicht den gesamten Hausrat abdeckt. Informieren Sie sich bei einem Umzug bei Ihrer Hausratversicherung; oftmals befinden sich auf den Webseiten der Unternehmen auch Berechnungstabellen mit Richtwerten.

Ist der Abschluss einer Glasversicherung sinnvoll?

Eine Glasversicherung greift, wenn Außen- oder Innenscheiben zerbrechen, die zu dem von Ihnen bewohnten Haus gehören. Dabei kann es sich sowohl um Fenster als auch um Kochfelder oder die Wände des Aquariums handeln. Allerdings wird ein Großteil dieser Glasschäden schon von anderen Versicherungen abgedeckt: Oftmals hat der Vermieter eine Gebäudeversicherung abgeschlossen, mit welcher Schäden an Fenstern und Glasfronten bezahlt werden können, die durch Unwetter entstanden sind. Die Hausratversicherung deckt zudem die Kosten ab, die durch Vandalismus entstanden sind.

Eine Glasversicherung ist also nur sinnvoll, wenn Sie als Vermieter oder Eigenheimbesitzer alle Glasfronten eines Haus gegen jedwede Art von Beschädigung absichern möchten.

Welche Konsequenzen hat eine Doppelversicherung?

Eine Doppelversicherung bedeutet, dass über mindestens zwei Versicherungen der gleiche Schadensbereich abgedeckt ist. Dies ergibt sich etwa, wenn zwei Parteien für sich selbst jeweils eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, nachfolgend jedoch heiraten. Ähnlich ist es auch bei einer Hausratversicherung, wenn eine Partei in einen schon bestehenden Haushalt zieht. In beiden Fällen sollte die später abgeschlossene Versicherung gekündigt werden, um zu hohe Beitragskosten zu vermeiden.

Verträge bei betrügerischer Absicht nichtig

Wurden mehrere Versicherungen in betrügerischer Absicht (um beispielsweise mehrfach kassieren zu können) geschlossen, sind alle Verträge nichtig – ggf. zieht dieser Umstand ein strafrechtliches Verfahren mit sich. Eine Doppelversicherung besteht allerdings auch, wenn Sie als Mieter eine private Haftpflichtversicherung besitzen und der Vermieter zeitgleich eine Gebäudeversicherung abgeschlossen hat. In diesem Fall muss geklärt werden, welches Unternehmen für den Schaden aufkommt. Haften Sie als Mieter für den Schaden, kann der Gebäudeversicherer einen anteiligen Ausgleich verlangen – andernfalls ist der Gebäudeversicherer verpflichtet, die Kosten für den Schaden zu tragen.

Das Wichtigste zusammengefasst

Vergleich der Angebote verschiedener Unternehmen lohnt sich: Es gibt verschiedene Versicherungssummen und dadurch unterschiedliche Beiträge. Mieter sind nie zum Abschluss einer Versicherung verpflichtet. Die Hausratversicherung sollte stets auf Größe der Wohnung angepasst werden. Bei Schadensfall sollte die Versicherung sofort schriftlich benachrichtigt werden. Bei Nichterfüllung der Sorgfaltspflicht greift die Hausratversicherung nicht. Bei vorsätzlich verursachten Schäden greift keine Versicherung. Haftpflichtversicherung versichert auch Familienangehörige. Doppelversicherung sollte umgehend überprüft und ggf. beendet werden.

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Mein Vermieter hat mir eine Versicherungspolice zur Zahlung in den Briefkasten geworfen. Ich weiß jetzt nicht ob ich diese begleichen muss? Ich zahle ja nicht seine Versicherung auch wenn diese für .

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Источники: http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Wer-sie-braucht-was-man-zahlt-article5060211.html, http://www.mietrecht.org/mietvertrag/versicherungen-mieter/, http://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/tipps-versicherungen-fuer-mieter

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