Hausratversicherung einbruch

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Einbruch: FГјnf Punkte, die bei einer Hausratversicherung wichtig sind

Kaum eine ZeitungslektГјre, bei der man nicht von Einbruchsmeldungen aufgeschreckt wird. Der besorgte BГјrger prГјft deshalb seine Hausratpolice darauf, ob er optimal versichert ist. Kein Wunder, dass auch die Stiftung Warentest erneut das Thema Einbruchsschutz aufgreift.

Kaum zu glauben – übers Dach eingestiegen

Man wundert sich darüber, was es nicht alles gibt. In München deckten die Einbrecher in einem Nobelviertel sogar Dachziegel ab, heißt es in einem Zeitungsbericht. Dann durchschlugen sie das Dämmmaterial und stiegen über das Dachgeschoß von oben ins Haus ein. Sie erbeuteten Schmuck im Wert von mehreren 1.000 Euro.

Die Polizei berichtet häufig vom Aufhebeln der Terrassentüren. Auch über diesen Weg ergattern die Langfinger eine lohnende Beute. Silberbesteck, Uhren, Schmuck und sogar HiFi-Anlagen lassen sie meist mitgehen. Die Ware verkaufen sie dann auf dem Schwarzmarkt zu einem Bruchteil des Wertes.

Schuhe vor dem Haus stehen lassen

Ein Haus darf deshalb nicht unbewohnt erscheinen, raten Sicherheitsexperten. Beispielsweise erwecken Schuhe vor der Haustüre den Eindruck, dass jemand daheim ist. Abschreckend ist auch folgender Aufkleber auf dem Briefkasten: „Vorsicht! Wachsamer Nachbar!“

Eine Hausratversicherung ist dennoch unentbehrlich. Denn im Ernstfall ersetzt sie den Schaden. Doch auf was soll man dabei besonders achten? Wir verraten, welche fünf Fragen bei der Hausratversicherung häufig gestellt werden:

  • Was gehГ¶rt zum Hausrat? Alles, was in einem Haushalt zur privaten Nutzung dient. Das kГ¶nnen Sachen zur Einrichtung sowie zum Ge- oder Verbrauch sein.
  • Was ist mit Autoreifen und CampingausrГјstungen? Auch sie gehГ¶ren zum Hausrat, also auch in der Garage gelagerte Winterreifen und SportgerГ¤te.
  • In welcher HГ¶he wird beim Diebstahl von Wertsachen EntschГ¤digung geleistet? Im Classic-Tarif der HUK-COBURG sind Wertsachen bis 40 % der Versicherungssumme versichert. FГјr u. a. Bargeld, Wertpapiere und Schmucksachen greifen zusГ¤tzliche EntschГ¤digungsgrenzen, wenn diese nicht in bestimmten StahlschrГ¤nken aufbewahrt werden.
  • Was ist ein Unterversicherungsverzicht? Hier wird im Schadensfall nicht geprГјft, ob eine Unterversicherung vorliegt. Was ist eine Unterversicherung? Eine Unterversicherung besteht, wenn der Neuwert des Hausrats erheblich Гјber der vereinbarten Versicherungssumme liegt. Normalerweise hat das KГјrzungen an der EntschГ¤digungsleistung zur Folge. Diese erfolgen auch bei kleinen SchГ¤den im VerhГ¤ltnis der Versicherungssumme zum Versicherungswert. Wenn der Unterversicherungsverzicht vereinbart ist, verzichtet der Versicherer auf solche KГјrzungen. Er leistet dann maximal bis zur vereinbarten Versicherungssumme.
  • Wo gilt die Hausratversicherung? Der Versicherungsschutz fГјr Ihren Hausrat gilt weltweit. Also zum Beispiel auch bei Reisen oder wenn GegenstГ¤nde zeitweise zum Arbeitsplatz mitgenommen werden. Zu beachten ist aber, dass dieser Versicherungsschutz zeitlich und der HГ¶he nach begrenzt ist.

Noch ein Tipp der Stiftung Warentest: Nach ihren Untersuchungen hilft meist ein Querriegel, um eine solide Türe nachträglich zu sichern. Funktioniert bei Altbautüren ein Querriegel nicht, dann empfehlen die Tester ein Stangenschloss.

Meine Suche nach einer Information zur Installation von Rauchmeldern im Zuge einer Hausratversicherung hat kein Ergebnis gebracht. Ich bitte um Mitteilung, ob die Installation von Rauchmeldern eine Pflicht des VersNehmers ist.

Einbruchdiebstahl: Beklaut, versichert und sehr verärgert

Einbruchdiebstahl : Beklaut, versichert und sehr verärgert

Wohnungseinbrüche in Deutschland nehmen zu. Hausratversicherungen sollen zumindest vor finanziellem Schaden schützen. Doch viele Betroffene fühlen sich übervorteilt. Was Versicherte tun können, um sich zu schützen.

Kriminalität :  Das sind Deutschlands Einbruchshochburgen

Als Markus Becker* und seine Freundin nach einem langen Arbeitstag ihre Wohnung im fünften Stock im Düsseldorfer Stadtteil Flingern betreten wollten, mussten sie nicht nach dem Wohnungsschlüssel kramen – die Tür war schon offen. Einbrecher hatten die Tür in den Nachmittagsstunden einfach eingetreten. Alles Tragbare von Wert hatten sie mitgehen lassen: drei Computer, zwei teure Kameras mit Objektiven und Zubehör, eine kleine Digitalkamera sowie etwas Bargeld. Geschätzter Schaden einschließlich der beschädigten Wohnungstür: Rund 6500 Euro.

Ohne die Versicherung wäre das Paar aus Düsseldorf wohl allein auf den Kosten für die Wiederbeschaffung der geklauten Geräte sitzen geblieben. Die Hausratversicherung regulierte den Schaden schnell – allerdings nicht in voller Höhe. Die Versicherung stellte sich bei den teureren Positionen auf der eingereichten Diebesgutliste an. Das sechs Jahre alte Notebook, seinerzeit teuer und auf dem Stand der Technik, sollte etwa am aktuellen Preis eines vergleichbaren Computers gemessen werden – der heute als zu leistungsschwach und billig gilt. Auch die teure Spiegelreflexkamera, die das Paar erst vier Monate zuvor gekauft hatte, war inzwischen beim Internetdiscounter 200 Euro billiger zu haben. Den Fachhandelspreis wollte die Versicherung nicht als Maßstab nehmen. Insgesamt ersetzte die Versicherung aber knapp 90 Prozent des Schadens.

Kriminalstatistik :  Das sind Deutschlands gefährlichste Städte

So glatt lief es für Otto Clampe* aus einer Kleinstadt am Niederrhein nicht. Der Ruheständler und seine Frau hatten am Einfamilienhaus nur wenige Wochen zuvor nach einer Beratung durch die Kriminalpolizei Türen und Fenster mit modernen Schlössern und Riegeln ausstatten lassen. Aber als die Einbrecher während ihrer kurzen Abwesenheit am helllichten Tag in das Haus einbrachen, hielten die sich erst gar nicht mit Schlössern auf, sondern warfen mit einem Stein eine Scheibe ein – und stahlen den ganzen Tresor. Darin befanden sich Erbstücke wie antiker Schmuck, zahlreiche Sparbücher, Ersatzschlüssel und wichtige Originaldokumente. Der Schaden war immens. Zu allem Unglück stellte sich die Versicherung bei der Regulierung quer, denn beim Schmuck fehlte ein Beleg oder ein Gutachten über den Wert. Aber auch beim Ersetzen der Schlösser an Haus und Auto und vielen weiteren Punkten trat die Assekuranz auf die Kostenbremse. Clampe war seit mehr als dreißig Jahren treuer Versicherungskunde, nun ist er erbost: „Ich habe durch den Einbruch einen Verlust von mehr als 30.000 Euro zu tragen.“ Clampe hatte sich ganz klar mehr von seiner Versicherung erhofft.

Alle vier Minuten ein Einbruch

Das Risiko von Wohnungseinbrüchen steigt in Deutschland. Gegenüber 2011 ist laut der Polizeilichen Kriminalstatistik, die Mitte Mai vorgestellt wurde, die Zahl der Diebstähle nach Wohnungseinbrüchen um 8,7 Prozent auf 144.000 im Jahr 2012 gestiegen. Die Einbrüche am Tag sind sogar überproportional gestiegen und machen mehr als 40 Prozent der Fälle aus. Statistisch findet alle vier Minuten ein Einbruch statt. Die Aufklärungsquote ist mit knapp 16 Prozent niedrig.

Die Ursachen für den starken Anstieg bei den Einbruchdiebstählen sind nicht so einfach auszumachen, zumal die Aufklärungsquote für eine klare Indizienlage nicht ausreicht. Aber die Politiker sind nun alarmiert. Innenminister Hans-Peter Friedrich lässt vom Bundeskriminalamt jetzt ein bundesweites Lagebild erstellen, das als Grundlage für Beratungen der Landesinnenminister dienen soll. Dann soll sich zeigen, welche Maßnahmen geeignet sind, um eine weitere Zunahme der Einbruchdiebstähle zu stoppen.

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Redakteur Finanzen WirtschaftsWoche Online

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    Nach einem Einbruch bekommt man vom Versicherer eine Stehlgutliste – die muss der Bestohlene ausfüllen und dabei auch den Wert der gestohlenen Gegenstände in Euro und Cent angeben. Streitpunkt: Ist die Wohnung leergeräumt, muss der Versicherte beweisen, was gestohlen worden ist und was es wert war – nicht die Assekuranz.

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    Der Bund der Versicherten (BdV) empfiehlt daher, den Hausrat auf Video oder Fotos festzuhalten und Kassenbons aufzuheben. Wertgegenstände und elektronische Geräte sollte man einzeln fotografieren. „Schmuckstücke sollte man etwa beim Juwelier begutachten lassen“, sagt Bianca Boss vom BdV. Schließlich ist nicht jede alte Kette von Omi aus Sicht des Versicherers von gleichem Wert wie für den Erben. Ohne Gutachten oder sonstigen Nachweis können Versicherte dann leer ausgehen. Das Gutachten sollte man sicherheitshalber außerhalb der Wohnung lagern.

    Außerdem muss der Einbruch sofort bei der Polizei angezeigt werden – sonst wird der Schaden gar nicht erst vom Versicherer bearbeitet. Einbruchspuren werden zwar von der Polizei dokumentiert – Bianca Boss rät aber dazu, die Spuren selbst, etwa per Handykamera, zu sichern. Besonders wichtig ist es, den Versicherer sofort über den Einbruch zu informieren und nicht erst aufzuräumen. „Nicht nur die Polizei, auch der Versicherer muss die Möglichkeit haben, auf Wunsch einen Gutachter zu schicken“, sagt Boss. Dabei gilt eine Wartezeit von zwei Tagen auf den Gutachter als zumutbar – erst danach sollte man aufräumen.

    Besonders schwierig wird der Nachweis, dass wirklich eingebrochen wurde, weil die Täter immer professioneller werden. Oft sind die Spuren des Einbruchs kaum sichtbar.

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    Mitschuld, oder: Grob fahrlässig!

    Gerade im Sommer kommen viele in Versuchung und lassen bei kurzer Abwesenheit die Fenster gekippt – leider kann das einen Teil des Versicherungsschutzes kosten. War die Terrassentür gekippt, „erhält man möglicherweise „nur“ 75 Prozent des Schadens erstattet“, heißt es beim GDV. Seinen Vertrag sollte man vorab gut studiert haben: „Die Schlösser an Türen und Fenstern müssen mit den Vorschriften in den Versicherungsbedingungen übereinstimmen“, sagt Honorarberater Udo Traber von zeroprof. Bei „sehr schwerem Verschulden“, so der GDV, könne es auch sein, dass der Versicherte „keine Entschädigungsleistung erhält“. Auch Türen sollte man deswegen immer abschließen.

    Der BdV empfiehlt daher, schon beim Abschluss der Police auf einige Punkte zu achten: „Der Versicherer sollte auf eine Prüfung der groben Fahrlässigkeit verzichten“, sagt Boss. Eine solche Police sei zwar meist etwas teurer, vermeide aber späteren Ärger mit dem Versicherer.

    Wichtig sei es außerdem, dass der Versicherer darauf verzichtet, eine „Unterversicherung“ zu prüfen. „Ist der Kunde unterversichert, kürzt der Versicherer seine Auszahlung in der Höhe des Verhältnisses, die der Kunde unterversichert ist“, sagt Boss. Ein Beispiel: Versichert sind 20.000 Euro, der eigentliche Wert der gestohlenen Gegenstände liegt aber bei 40.000 Euro. Der Kunde ist damit um 50 Prozent zu gering versichert. Verzichtet der Versicherer nicht auf die Prüfung der Unterversicherung, bekommt der Geschädigte nun nicht etwa seine 20.000 Euro, sondern als Strafe dafür, dass er zu gering versichert ist, nur die Hälfte, also 10.000 Euro.

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    Der BdV rät außerdem, dass Kunden beim Abschluss einer Police darauf achten sollten, dass Wertgegenstände wie Schmuck, Bilder oder Edelsteine mit mindestens 20 Prozent der Versicherungssumme versichert sind. Noch besser ist es, wenn man vor Abschluss eines Vertrages auflistet, wie viel die Gegenstände wert sind – und man die Police darauf ausrichtet.

    Ratsam ist es auch, nicht gleich Geld für Handwerker auszugeben, sondern zunächst den Versicherer zu fragen, ob er die Kosten übernimmt.

    Die Regierung will nun den Einbau von Sicherheitstechnik finanziell fördern. Ein erster Schritt, so das Innenministerium auf Anfrage der WirtschaftsWoche, sei bereits getan, indem die vom Umweltministerium „geförderten KfW-Darlehensprogramme „Altersgerecht Umbauen“ oder „Energieeffizient Sanieren“ auf den gleichzeitigen Einbau von Sicherungstechnik ausgedehnt“ worden seien.

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    Korrespondentin Unternehmen (Frankfurt a. M.)

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    Источники: http://www.huk.de/blog/2016/03/einbruch-fuenf-punkte-die-bei-einer-hausratversicherung-wichtig-sind.html, http://www.wiwo.de/finanzen/vorsorge/einbruchdiebstahl-beklaut-versichert-und-sehr-veraergert/8260860.html, http://www.wiwo.de/finanzen/immobilien/hausratversicherung-kunde-in-der-nachweispflicht/10291192-2.html

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