Hausrat und glasversicherung

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Glasversicherung

Lohnt sich nur bei teuren Glaseinbauten

  • Zuletzt aktualisiert: 12. Oktober 2016
  • Von: Anika Schulz

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Glasversicherung ist eine Zusatzversicherung zur Hausratversicherung.
  • Sie lohnt sich höchstens, wenn Sie viele Einbauten aus Glas haben – beispielsweise einen Wintergarten.
  • In der Hausrat sind nur Glasschäden versichert, die entstanden sind durch Feuer, Einbruchsdiebstahl, Leitungswasser oder Sturm und Hagel.
  • Für Schäden anderer Ursache kommt die Glasversicherung auf.

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Hausratversicherung immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Ein unaufmerksamer Moment beim Kochen und schon ist es passiert: Der schwere Edelstahltopf fällt aufs teure Cerankochfeld und es zerspringt. Ein Fall für die Hausratversicherung? Leider nein, denn die zahlt nur für Glasschäden, die durch Feuer, Einbruchsdiebstahl, Leitungswasser oder Sturm und Hagel entstehen.

Wenn Sie einen solchen Schaden absichern möchten, brauchen Sie einen Zusatzschutz: eine Glasversicherung.

Für wen lohnt sich das?

Nach unserer Erfahrung lohnt sich für durchschnittlich ausgestattete Haushalte keine extra Glasversicherung. Eine gute Faustregel: Vergleichen Sie das maximale finanzielle Risiko bei Glasbruch mit den Beiträgen für eine extra Police innerhalb von fünf Jahren.

Nur wer teure Glasarbeiten (Wintergarten, großflächige Fenster und Ähnliches) besitzt, sollte überschlagen, ob eine Glasversicherung sinnvoll ist.

Was ist in der Glasversicherung inbegriffen und was nicht?

Damit eine Glasversicherung einen Schaden übernimmt, muss kein großes Unglück passiert sein. Das Glas muss allerdings zersprungen sein. Schrammen und kleine Absplitterungen zahlt die Versicherung nicht.

Versichert sind fertig eingesetzte oder montierte Scheiben, Platten oder Spiegel aus Glas. Ebenfalls eingeschlossen sind künstlerisch aufgewertete Glasarbeiten wie beispielsweise eine aufwendig geschliffene Glastür.

Nicht versichert sind dagegen alle Arten von Glas, die nicht fest montiert sind – also Brillen, Geschirr und Lampen. Ausgeschlossen sind damit auch Fernseher, Computermonitore und Handydisplays.

Und obwohl sie fest installiert sind, sind auch Solaranlagen ausgeschlossen. Diese können und sollten über die Wohngebäudeversicherung abgesichert werden. Es ist allerdings möglich, besonders wertvolle Glasarbeiten, Aquarien oder Glasbausteine gegen Aufpreis zusätzlich zu versichern.

Was zahlt die Glasversicherung?

Die Versicherung ersetzt Ihnen den Schaden und kommt grundsätzlich auch für Notverglasungen und Aufräumarbeiten auf.

Beispiel: Sie haben einen Wintergarten. Kicken Sie oder Ihre Kinder aus Versehen einen Fußball in eine Außenscheibe, reguliert die Glasversicherung den Schaden. Sie lässt die Scherben beseitigen und den Wintergarten provisorisch flicken, damit es nicht hineinregnet. Anschließend kümmert sie sich um einen gleichwertigen Ersatz für die Scheibe und beauftragt eine Firma mit dem Einbau.

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Hausratversicherung immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Mehr dazu im Ratgeber Hausratversicherung

Annika Krempel

Expertin für Versicherungen

Schützen Sie Ihr Hab und Gut

  • Nutzen Sie Vergleichsportale im Internet.
  • Die Versicherung deckt Schäden u.a. durch Feuer, Leitungswasser oder Einbruch ab.
  • Versichern Sie sich auch gegen grobe Fahrlässigkeit und Rauch- und Rußschäden.

Von uns empfohlene Portale:

  • Mr-Money
  • finanzen.de
  • Finanzprofit
  • ohne Elementarschäden: Comfortplan

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Artikel verfasst von

ehemalige freie Finanztip-Mitarbeiterin

Anika Schulz ist ausgebildete Journalistin. Sie arbeitete bereits beim Peoplemagazin InTouch und bei verschiedenen Publikationen aus der BILD-Gruppe. Ihr Volontariat schloss sie erfolgreich beim Berliner Kurier ab. Für Finanztip schrieb sie bis zum 1. Juli 2016 im Bereich Versicherungen.

Glasversicherung – Schutz durch die Hausratversicherung

Glasbruch ist nicht immer durch eine Hausratversicherung abgedeckt

„Glück und Glas, wie leicht bricht das“ – diese Redewendung wird oft zitiert, wenn es in einem Privathaushalt zum Glasbruch kommt. Doch mit einer Hausratversicherung, die auch Schutz gegen Glasbruch beinhaltet, können sich Versicherte gegen die Schäden durch zerstörtes Glas in ihrer Wohnung absichern. Ein Vergleich zeigt, ob eine separate Glasversicherung günstiger ist als eine Hausratversicherung mit einer eingeschlossenen Glasversicherung.

Absicherung gegen Glasbruch durch die Hausratversicherung

In den meisten Hausratversicherungen ist Glasbruch nicht standardmäßig enthalten. Doch zahlreiche Versicherungsgesellschaften bieten Zusatzbausteine an, die Glasschäden ebenfalls absichern. Die Versicherten müssen zwar einen Aufschlag für die Glasversicherung zahlen, es handelt sich aber in der Regel um einen geringen Betrag. Dafür sind Schäden an der sogenannten Mobiliarverglasung abgedeckt.

Dabei handelt es sich um Glasscheiben, die sich in Schränken, an Duschkabinen oder in Vitrinen befinden. Auch Bildverglasungen, Spiegel, Aquarien, Sichtfenster von Backofen oder Mikrowelle sowie das Kochfeld aus Glaskeramik oder Ceran gehören bei einigen Hausratversicherungen zur Mobiliarverglasung. Andere Versicherungen verlangen einen weiteren Zusatzbeitrag, wenn das Kochfeld, ein Aquarium oder ein Terrarium über die Glasversicherung versichert werden sollen.

Gebäudeverglasungen sind über die Wohngebäudeversicherung versichert

Glas im Außenbereich eines Hauses, wie zum Beispiel Fensterglas oder eine Terrassentür, ist über die Wohngebäudeversicherung gegen bestimmte Schäden versichert. So übernimmt die Wohngebäudeversicherung Schäden, die durch Sturm ab Windstärke acht, durch Leitungswasser, durch Feuer oder durch Hagel verursacht wurden. Auch die Verglasung eines Wintergartens oder das Glasdach einer Veranda gehören zur Gebäudeverglasung. Dabei sind auch Kunststoffscheiben im Versicherungsschutz enthalten.

In einigen Versicherungsbedingungen für die Wohngebäudeversicherung zählen auch Sonnenkollektoren oder Photovoltaikanlagen zu den versicherten Gebäudeverglasungen­. Andere Versicherungsgesellschaften hingegen lehnen die Absicherung dieser speziellen Verglasungen entweder ganz ab oder sie verlangen einen Zusatzbeitrag.

Glasversicherung haftet nur bei Glasbruch nicht bei Kratzern

Kratzer an den Glasflächen sind in der Regel nicht über die Glasversicherung abgedeckt. Hier sprechen die Versicherungsnehmer von sogenannten Schönheitsfehlern. Auch Hohlglas, aus dem zum Beispiel Trinkgläser oder Vasen bestehen, wird bei einem Bruch nicht ersetzt. Das gilt ebenso für Brillengläser und Smartphone-Displays. Auch hier zahlt die Glasbruchversicherung nicht. Hier sollten die Vertragsdetails der Glasbruchversicherung genau geprüft werden.

Über einen Versicherungsvergleich können Versicherte jedoch erfahren, ob die Hausratversicherung für weitere Kosten aufkommt. Dazu zählen beispielsweise Aufräumarbeiten nach einem Glasbruch oder die Erneuerung von Glasmalereien oder speziellen Verzierungen am Glas.

Welche Versicherung kommt für den Schaden auf

Geht Glas in einem Haushalt zu Bruch, sollte immer erst überprüft werden, ob eine andere Versicherung für den Schaden aufkommt. Handelt es sich um einen Schaden an der Gebäudeverglasung, kann die Wohngebäudeversicherung zuständig sein­. Die Hausratversicherung übernimmt gegebenenfalls Glasschäden nach einem Brand oder nach einem Einbruch. Wenn der Versicherte bei einer dritten Person durch Fahrlässigkeit Glas beschädigt, übernimmt seine Haftpflichtversicherung die Regulierung des Schadens.

Für diese Kosten kommt die Glasbruchversicherung auf

Eine Glasversicherung kommt in der Regel für folgende Kosten auf:

  • Vermittlung von geeigneten Handwerkern
  • Handwerkerkosten
  • Gegebenenfalls für eine ausreichende Notverglasung
  • Aufräumarbeiten

Lohnt sich eine Glasversicherung?

Für Versicherte stellt sich die Frage, ob sich der Abschluss einer Glasversicherung lohnt. Wird die Glasbruchversicherung als Teil der Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung mitversichert, sollte immer geprüft werden, wie sehr sich dadurch die Prämie erhöht. Eine separate Glasversicherung macht dann Sinn, wenn der Versicherte großflächige Fenster oder teure Glastische besitzt.

Durch einen Versicherungsvergleich lassen sich die Kosten der einzelnen Anbieter schnell und kostenlos vergleichen. Im Anschluss kann der Antrag für eine Glasversicherung – egal ob über die Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung – gleich gestellt werden.

Die Hausratversicherung kann aus verschiedenen Bausteinen zusammengestellt werden:

Hausratversicherung

  • Überspannungsschäden zu 100%
  • Testsieger mit beitragsfreier Glas- und Fahrradversicherung
  • Leistung auch bei grober Fahrlässigkeit

Hausratversicherung: Wichtiger Schutz zum kleinen Preis

Können Sie es finanziell verschmerzen, wenn Ihr Hab und Gut durch ein Feuer zerstört wird oder Schmuck und teure Elektronikgeräte aus Ihren vier Wänden geklaut werden? Lautet die Antwort darauf „Nein“, sollten Sie dringend über eine Hausratversicherung nachdenken. Denn mit ihr schützen Sie sich gegen die finanziellen Folgen, wenn Ihr Hausrat in Schutt und Asche liegt oder nach einem Diebstahl einfach nicht mehr da ist.

Obwohl die Leistungen der Hausratversicherung sehr umfassend sind, können Sie den wichtigen Schutz bereits zum kleinen Preis vereinbaren. Je nach Wohnort und Größe Ihrer Wohnung beziehungsweise Ihres Hauses zahlen Sie keine 40 Euro im Jahr. Im Gegenzug werden Ihnen Leistungen im fünf- bis sechsstelligen Bereich geboten. Vergewissern Sie sich mit dem Hausratversicherung Vergleichsrechner selbst. Er zeigt Ihnen, dass guter Schutz nicht teuer sein muss.

Weitere Informationen zur Hausratversicherung:

  • Was kostet eine Hausratversicherung?
  • Was ist versichert?
  • Bei welchen Gefahren hilft die Versicherung?
  • Ist eine Hausratversicherung sinnvoll?
  • Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
  • Worauf ist beim Vertragsabschluss zu achten?
  • Welche aktuellen Testsieger gibt es von Stiftung Warentest und Co.?
  • Besteht der Versicherungsschutz trotz Verletzung der Rauchmelderpflicht?

Was kostet eine Hausratversicherung?

Wie günstig Ihre Hausratversicherung ist, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab: Ihr Wohnort und die Größe Ihrer Wohnung. Wohnen Sie beispielsweise in einem Bezirk, in der öfter Einbrüche geschehen, kostet die Versicherung mehr. Oder ist Ihre Gegend dafür bekannt, dass es dort häufig zu Schäden durch schwere Gewitter kommt, ist damit zu rechnen, dass der Preis für den Versicherungsschutz höher ausfällt als in Regionen ohne solche Wetterphänomene.

Ein Test der Stiftung Warentest zeigt, wie stark der Beitrag für die Hausratversicherung allein aufgrund des Wohnortes variieren kann (Finanztest 10/2016). Demnach zahlen Versicherte in München (Postleitzahl 80804) für eine gute und günstige Hausratversicherung rund 60 Euro im Jahr. In Köln (Postleitzahl 50999) geht es dagegen erst bei 123 Euro los.

Neben dem Wohnort beeinflusst die Wohnfläche den Versicherungsbeitrag. Je größer Ihr Heim ist, desto mehr Gegenstände sammeln sich dort an. Wird die Versicherungssumme anhand der Wohnfläche berechnet, veranschlagt der Versicherer für jeden Quadratmeter einen festen Wert. Wohnen Sie auf wenigen Quadratmetern, ist die versicherte Gesamtleistung geringer und Ihre Hausratversicherung daher günstiger im Vergleich zu einer deutlich größeren Wohnung.

Was ist versichert?

Mit der Hausratversicherung sind Schäden an Ihrem Hausrat versichert. Vereinfacht gesagt schützen Sie mit der Versicherung alle frei beweglichen Dinge in Ihrer Wohnung beziehungsweise Ihrem Haus. Dazu zählen Haushaltsgeräte, Computer sowie Kleidung, also alltägliche Gebrauchsgegenstände. Zudem sind Einrichtungsgegenstände wie Ihre Möbel, beispielsweise Couch, Bett und Schrank, abgesichert. Darüber hinaus sind Einbaugegenstände wie eine Einbauküche abgedeckt. Zu beachten ist allerdings, dass die Versicherer für bestimmte Gegenstände unterschiedliche Leistungen bieten. So ist Schmuck und Bargeld meist nur bis zu einer Obergrenze versichert.

Bei welchen Gefahren hilft die Versicherung?

In welchen Fällen Sie sich in der Regel auf Ihre Hausratversicherung verlassen können, zeigt die folgende Tabelle.

Über die Außenversicherung der Hausratversicherung ist bei vielen Versicherern zusätzlich der Hausrat versichert, der sich nicht im versicherten Wohnhaus befindet. Aus diesem Grund zahlt die Versicherung zum Beispiel auch dann, wenn im Urlaub der Hoteltresor aufgebrochen und dort verwahrter Schmuck gestohlen wird. Viele Studenten sind zudem durch die Außenversicherung ihrer Eltern abgesichert, wenn sie ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft bezogen haben. Allerdings sind die Leistungen häufig bis zu einem gewissen Prozentsatz der Versicherungssumme gedeckelt.

Ist eine Hausratversicherung sinnvoll?

Zwar sind die durchschnittlichen Schäden, die Kunden ihrer Versicherung melden, nicht existenzbedrohend hoch. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft beziffert den Schadensdurchschnitt durch Feuer auf 1.295 Euro, durch Einbruchdiebstahl auf 1.622 Euro und durch Leitungswasser auf 1.283 Euro (Stand 2015, aktuellere Zahlen liegen nicht vor). Doch auch diese vergleichsweise kleinen Summen können die Haushaltkasse unangenehm belasten. Genau das wird mit einer Hausratversicherung vermieden. Zudem brauchen sich Versicherte keine Gedanken über die Kosten der Wiederbeschaffung machen, wenn doch ein größerer Schaden etwa durch einen Blitzeinschlag, auslaufendes Leitungswasser oder einen Einbruch geschieht.

Der Verbraucherzentrale Sachsen zufolge gewinnt die Versicherung „an Bedeutung, je mehr und je höherwertiger Hausrat vorhanden ist.“ Als Richtwert geben die Verbraucherschützer einen Inventarwert von rund 20.000 Euro an, ab dem eine Hausratversicherung sinnvoll ist.

Wie hoch muss Ihr Hausrat abgesichert sein?

Um den Hausrat ausreichend hoch zu versichern, legen die Anbieter in vielen Fällen einen bestimmten Wert pro Quadratmeter Wohnfläche fest. Meist liegt dieser zwischen 650 Euro und 750 Euro. Daraus ergibt sich eine Versicherungssumme, mit der Sie in der Regel bestens geschützt sind. Allerdings sollten Sie regelmäßig überprüfen, ob diese Summe im Falle eines Totalschadens Ihren gesamten Hausrat ersetzen könnte. Haben Sie sich im Laufe der Zeit neue Möbel zugelegt, zum Beispiel Ihre Küche neu eingerichtet, könnte Ihr Hausrat mehr wert sein, als durch die Versicherung abgedeckt ist.

Ist die Versicherungssumme zu gering, liegt eine Unterversicherung vor. Die Versicherung kann dann im Schadenfall die Leistung kürzen – unabhängig von der Schadenshöhe. Ermittelt das Versicherungsunternehmen beispielsweise eine Unterversicherung von zehn Prozent, reduziert sich die Auszahlung für den entstandenen Schaden ebenfalls um zehn Prozent. Achten Sie daher darauf, eine Hausratversicherung mit Unterversicherungsverzicht zu vereinbaren. Sie zahlt den Schaden komplett und nicht nur anteilig, sollte der Hausrat unterversichert sein.

Richtige Versicherungssumme wählen

Unser Hausratversicherung Vergleich berechnet die passende Versicherungssumme automatisch. Je nach Versicherer liegt der Wert bei 500 Euro bis 700 Euro pro Quadratmeter. Möchten Sie Ihren Hausrat besser versichern, können Sie manuell einen Betrag eingeben.

Worauf ist beim Vertragsabschluss zu achten?

Neben dem Unterversicherungsverzicht sollten Sie beim Abschluss der Hausratversicherung auf weitere Dinge achten, beispielsweise:

Grobe Fahrlässigkeit: Verzichtet die Versicherung auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit, sind auch Schäden abgedeckt, die wegen fahrlässigen Verhaltens entstanden sind. Dazu zählt zum Beispiel eine unbeaufsichtigt brennende Kerze oder ein trotz Unwetterwarnung nicht geschlossenes Fenster.

Obergrenzen: Für manche Bereiche legen die Versicherer Erstattungsgrenzen fest. So sind Wertsachen meist nur mit 20 Prozent bis 50 Prozent der Versicherungssumme versichert. Darüber hinaus gibt es für Bargeld, Schmuck und andere bestimmte Wertsachen feste Grenzen in Euro. Wenn Sie viel Wert auf eine möglichst hohe Erstattung legen, prüfen Sie die Versicherungsbedingungen verschiedener Anbieter genau.

Fahrraddiebstahl: Wird Ihr Rad nach einem gewaltsamen Einbruch aus der Wohnung oder dem abgeschlossenen Keller entwendet, können Sie sich im Allgemeinen auf Ihre Hausratversicherung verlassen. Da der Drahtesel jedoch eher geklaut wird, wenn Sie mit ihm unterwegs sind, empfiehlt es sich, einen Zusatzbaustein zu vereinbaren. Achten Sie dabei auf die vereinbarte Entschädigungssumme und darauf, dass der Versicherungsschutz für das Fahrrad rund um die Uhr gilt.

Elementarschaden: Möchten Sie, dass Ihr Hausrat bei Schäden durch Überschwemmung versichert ist, müssen Sie einen Schutz bei Elementarschäden vereinbaren. Angesichts der sich häufenden Fälle von Starkregen und Hochwasser ist diese Zusatzleistung eine sehr sinnvolle Erweiterung Ihrer Hausratversicherung.

Achtung: Einfacher Diebstahl und Trickdiebstahl sind in der Regel nicht abgesichert. Lassen Sie etwa Ihre Haustür aus Versehen einen Spalt offen und erleichtern Dieben damit den Einstieg, bleiben Sie auf dem Schaden sitzen. Wird Ihnen dagegen Gewalt angedroht, sind die geraubten Gegenstände über die Versicherung geschützt.

Welche aktuellen Testsieger gibt es von Stiftung Warentest und Co.?

Der Schutz der Hausratversicherung kann unterschiedlich gut ausfallen. Welche Versicherer Tarife mit einem sehr guten Leistungsumfang bieten, hat die Ratingagentur Franke und Bornberg für Focus-Money Ende 2017 ermittelt (Ausgabe 50/2017). Die 39 geprüften Hausratversicherungen mussten folgende Bedingungen erfüllen, um im Test berücksichtigt zu werden:

  • Hausrat ist außerhalb der vier Wände für mindestens drei Monate abgesichert (Außenversicherung)
  • Bewachungskosten der Wohnung werden nach einem Schaden für mindestens zwei Tage übernommen
  • Fahrraddiebstahl ist nachts versichert
  • Aquarien und Überspannungsschäden sind mitversichert
  • Schäden an Wertsachen werden mit mindestens 20.000 Euro oder 20 Prozent der Versicherungssumme übernommen

70 Prozent der Gesamtnote gehen auf die Bewertung der Leistungen zurück, 30 Prozent auf den Preis der Versicherung. Dazu wurden die Kosten für fünf verschiedene Städte erhoben.

Drei Hausratversicherungen sichern sich eine hervorragende Bewertung, weitere 15 sind sehr gut.

Die drei Testsieger sind:

  • Medien-Versicherung „Premium“
  • Basler „Ambiente Top“
  • InterRisk „XXL ohne Beitragsanpassung“

Sie kosten je nach Musterstadt zwischen 77 Euro und 263 Euro im Jahr.

Obwohl alle drei Hausratversicherungen aus Sicht der Tester hervorragend sind, sollten Sie nicht auf einen genauen Leistungsvergleich verzichten. So zahlen die Testsieger beispielsweise für geschädigte Wertsachen mit 35 bis 50 Prozent der Versicherungssumme unterschiedlich viel. Auch bei Fahrraddiebstahl variiert die Absicherung. Zwei Anbieter zahlen bis zu 1.000 Euro, ein Versicherer leistet bis zu zwei Prozent der Versicherungssumme.

Nicht nur Focus-Money, sondern auch die Stiftung Warentest prüft regelmä%szlig;ig die unterschiedlichen Angebote zur Hausratversicherung. Seit einiger Zeit bringt der Test jedoch keine Testsieger mehr hervor, sondern zeigt vielmehr günstige Hausratversicherungen auf. Für die aktuelle Untersuchung (Finanztest 10/2016) wurde 108 Tarife von 52 Versicherern gegenübergestellt. Dabei ging die Verbraucherorganisation von einem 45-jährigen Modellkunden mit einer 100 Quadratmeter großen Erdgeschosswohnung aus. Alle Angebote sehen keine Selbstbeteiligung im Schadenfall vor.

Die günstigsten Hausratversicherungen mit Standardschutz (also beispielsweise ohne Fahrraddiebstahl) gibt es für die beiden Musterstädte bei folgenden Anbietern:

Anfang 2017 hat zudem das Magazin Öko-Test verschiedene Angebote in die Mangel genommen. Dabei haben sich die Tester auf Tarife mit Höchstleistungsgarantie konzentriert. Durch diese können Versicherte auch dann einen Schaden erstatten lassen, den der Vertrag nicht abdeckt, wenn es bereits andere Versicherungen gibt, die in dem konkreten Fall zahlen. Diese Garantie gibt es jedoch nicht zum Nulltarif. Für den Musterkunden liegt der Jahresbeitrag zwischen 134 Euro und 249 Euro.

Vier Tarife belegen den ersten Rang im Hausratversicherung Test. Diese sind:

  • Policenwerk „PremiumPlus2016“
  • Gegenseitigkeit Oldenburg „Top-Vit“
  • ConceptIF „CIF-PRO complete best advice VS“
  • ConceptIF „CIF-PRO complete best advice QM“

Die letzten drei genannten Angebote überzeugen zudem zusammen mit „Domcura Privat Top-Schutz“ von Domicura mit einer guten Bewertung in der Kategorie Hausratversicherungen mit Elementarschadenschutz.

Besteht der Versicherungsschutz trotz Verletzung der Rauchmelderpflicht?

In Deutschland besteht weitestgehend eine Rauchmelderpflicht. Da diese eine gesetzliche Sicherheitsvorschrift darstellt, wird sie in diversen Versicherungsbedingungen als verpflichtend für den Versicherten gesehen. Da Rauchmelder in erster Linie jedoch dem Schutz von Personen dienen und kaum dazu geeignet sind Brände zu verhindern, leisten viele Versicherer auch bei Nichteinhalten dieser Pflicht.

Der fahrlässige Verstoß gegen die Rauchmelderpflicht beeinträchtigt damit nicht den Versicherungsschutz der Hausratversicherung, zum Beispiel bei Interrisk, Interlloyd und VHV

Comfortplan wird von seinen Kunden mit 4.8 von 5 Sternen ausgezeichnet ( 6667 Bewertungen insgesamt, 461 in den letzten 12 Monaten).

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Die Stiftung Warentest hat in Ihrem aktuellen Hausrat-Finanztest (Oktober 2016) günstige Versicherungen für alle Altersgruppen bewertet. Diese Tipp-Tarife (zum Beispiel von Ammerländer, Medien, Docura oder NV-Versicherung) und viele mehr finden Sie auch in unserem Vergleich.

Источники: http://www.finanztip.de/hausratversicherung/glasversicherung/, http://www.verivox.de/glasversicherung/, http://www.comfortplan.de/hausratversicherung

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