Haftpflichtversicherung für kleinkinder

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Kinder in der Privathaftpflicht

Im Familientarif sind Kinder kostenlos mitversichert

  • Zuletzt aktualisiert: 19. Mai 2016
  • Von: Annika Krempel

Das Wichtigste in Kürze

  • In einer Familienhaftpflichtversicherung sind Kinder bis zum Ende von Ausbildung oder Studium mitversichert, solange sie noch nicht regulär gearbeitet haben.
  • Kinder bis sieben Jahre sind nicht schuldfähig. Eltern müssen daher nicht für entstandene Schäden haften.
  • Viele Versicherungen bieten auch Tarife an, die Schäden durch schuldunfähige Kinder abdecken.

Manchmal geht es ganz schnell: Ein Moment der Unachtsamkeit, und schon haben Sie einen Unfall verursacht, der Ihre finanzielle Existenz bedroht. Und falls Sie Nachwuchs haben, ist diese Gefahr noch größer: Kinder verursachen eher einen Schaden als Erwachsene, weil sie die Konsequenzen ihrer Handlungen nicht immer überblicken können. Eine Haftpflichtversicherung, die für die finanziellen Folgen solcher Unglücke aufkommt, sollte daher jeder haben.

Während der Schulzeit und der ersten beruflichen Ausbildung schließt eine Familienhaftpflichtversicherung neben minderjährigen auch erwachsene Kinder ein – sogar wenn der Nachwuchs nicht mehr zu Hause wohnt. Als erste berufliche Ausbildung gelten Lehre und Studium, die ohne Unterbrechung aufeinander folgen. Wer nach dem Bachelor direkt einen Master macht, ist ebenfalls abgesichert.

Auch in der Wartephase nach der Schule schützt die private Haftpflicht ein Jahr lang. Falls das Kind nach der Lehre bereits erwerbstätig war und dann noch einmal ein Studium oder eine Lehre aufnimmt, muss es sich allerdings selbst versichern. Das gilt in der Regel auch, sobald es heiratet.

Wann Kinder mitversichert sind

Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 19. Mai 2016)

Falls Eltern ihre erwachsenen Kinder auch nach der ersten Berufsausbildung für eine befristete Zeit weiter mitversichern möchten, gibt es bei guten Haftpflichtversicherungen entsprechende Tarifangebote.

Mehr dazu im Ratgeber Haftpflichtversicherung

Julia Rieder

Expertin für Versicherungen

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Kleine Kinder haften nicht

Erst mit sieben Jahren gelten Kinder vor dem Gesetz als delikt- beziehungsweise schuldfähig, im Straßenverkehr sogar erst mit zehn Jahren. Das bedeutet, dass Eltern für kleine Kinder nicht haften müssen, wenn diese einen Schaden verursachen. Schießt ein sechsjähriger Junge einen Fußball durch die Fensterscheibe der Nachbarn, ist er schuldunfähig. Die private Haftpflichtversicherung, in der das Kind mitversichert ist, muss für den Schaden nicht aufkommen.

Eine Ausnahme gibt es: Haben die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt, springt die Versicherung ein.

Bei der Frage, wann genau Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzen, kommt es auf den Einzelfall an – das genaue Alter und die Reife des Kindes sind ausschlaggebend. Als Faustformel gilt laut dem Bundesgerichtshof (Urteil vom 24. März 2009, Az. VI ZR 51/08): Ist das Kind jünger als vier Jahre, muss es so beaufsichtigt werden, dass Eltern jederzeit eingreifen können. Eltern müssen Kinder bis sieben Jahre alle 15 bis 30 Minuten kontrollieren. Ältere Jungen und Mädchen dürfen auch über einen längeren Zeitraum unbeobachtet sein, die Eltern sollten aber ungefähr wissen, wo sich der Nachwuchs aufhält. Bei einer Sechsjährigen haben die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt, wenn sie zu weit von dem Mädchen entfernt sind, um es daran zu hindern, ein Auto zu zerkratzen. In diesem Fall haften die Eltern für ihr Kind, und die Haftpflichtversicherung muss den Schaden am Auto ersetzen.

Damit die Versicherung trotzdem zahlt

Kleine Unfälle mit Kindern passieren meist im privaten Umfeld, also bei Nachbarn oder Verwandten. Da Eltern sich diesen Menschen meist persönlich verpflichtet fühlen, möchten viele die vom Nachwuchs verursachten Schäden ersetzen, auch wenn sie das eigentlich nicht müssten. Dafür eignen sich Haftpflichtpolicen, die auch Schäden von schuldunfähigen Kindern ersetzen. Allerdings ist die Deckungssumme meist recht niedrig. Wählen Sie daher einen Tarif, der Schäden mindestens bis zu einer Höhe von 30.000 Euro ersetzt.

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Artikel verfasst von

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Redakteur bei Finanztip (bis Januar 2017)

Eric Brandmayer hat bei Finanztip volontiert. Er kümmerte sich als Redakteur im Versicherungsteam vor allem um die Themen Hausrat und Haftpflicht. Während seines Bachelors in Journalismus und Public Relations arbeitete er als Werksstudent beim Deutschen Olympischen Sportbund in der Pressestelle. Praktische Erfahrungen sammelte er zuvor in verschiedenen Redaktionen, in der Versicherungsbranche sowie als Autor.

Haftpflichtversicherung für Kinder

Inhaltsverzeichnis

Wichtiges zur Haftpflichtversicherung für Kinder

Schließen Sie eine Familienversicherung ab, um Ihr Kind in der Haftpflicht mitzuversichern.

  • Eltern haften für Ihre Kinder

    Achten Sie darauf, Ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen, um nicht für Schäden zu haften. Sollten Sie die Aufsichtspflicht tatsächlich verletzen, kommt die Haftpflichtversicherung für Schäden auf.

  • Tarifvergleich hilft bei der Auswahl

    Nutzen Sie einen Vergleichs-Rechner, um die besten Angebote für Ihre Familienversicherung zu finden.

  • Schnell ist es passiert: Ihr Kind verletzt beim Spielen aus Versehen ein anderes Kind, Spielzeug geht kaputt oder die Scheibe des Nachbarn wird durch einen Fußball zerschmettert. Der Schaden ist groß, die Kosten hoch – wer zahlt? Haben Sie nun eine Haftpflichtversicherung für Ihre Kinder abgeschlossen, bleiben Sie nicht auf den Kosten sitzen.

    Eltern sollten stets darauf achten, bei der Haftpflichtversicherung auch das Kind mitzuversichern – in der Regel handelt es sich hier um eine Familien-Haftpflicht. Auch Tagesmütter, die regelmäßig fremde Kinder beaufsichtigen, sollten mit ihrem Versicherungsgeber über mögliche Konditionen sprechen. Doch wie gestaltet sich eine solche Versicherung? Und wann haftet sie?

    Eltern haften für ihre Kinder

    Diesen Satz lesen Sie besonders häufig bei etwaigen Baustellen: „Eltern haften für ihre Kinder“. Das bedeutet, dass Eltern für den Schadensersatz verantwortlich sind, wenn Schäden durch ihre Kinder entstehen. Doch diese Regelung gilt nur dann, wenn Sie als Elternteil Ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Inwiefern diese Pflicht jedoch auszusehen hat, hängt stets von der jeweiligen Situation und der Reife des Kindes ab.

    Dabei müssen immer folgende Fragen beantwortet werden:

    • Wie alt ist das Kind und welche Aufsicht ist in diesem Alter nötig?
    • War der Nachwuchs zu lange unbeaufsichtigt?
    • Wie hoch ist der verursachte Schaden?
    • Konnten die Eltern überhaupt voraussehen, dass dieser Schaden verursacht wird?
    • Kann das Kind verstehen, welche Folgen sein Handeln hat?

    Schadensbeispiel

    Ihr fünfjähriger Nachwuchs tobt mit Freunden auf dem Gehweg vor dem Haus. Dabei zerkratzt Ihr Kind unabsichtlich das Fahrzeug des Nachbarn. Sie haben jedoch nicht alle 15 bis 30 Minuten, sondern erst nach 60 Minuten nach Ihrem Nachwuchs geschaut. Somit haben Sie Ihre Aufsichtspflicht verletzt und müssen für den Autoschaden aufkommen.

    Hier also sind Sie dafür verantwortlich, den Schaden zu ersetzen – in diesem Fall greift der Versicherungsschutz der Haftpflicht.

    Aber: Sind Sie Ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen und der Schaden dennoch entstanden, sind Sie nicht dafür verantwortlich. Hier wiederum zahlt die Versicherungsgesellschaft nicht und der Geschädigte muss selbst für die Kosten aufkommen. Natürlich bieten viele Eltern in solchen Fällen an, die Kosten zu übernehmen, allerdings müssen sie diese dann aus der eigenen Tasche zahlen.

    In einigen Fällen übernimmt die Versicherung dennoch die Kosten, obwohl die Eltern ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen sind. Vor Gericht müssen deshalb stets folgende Fragen geklärt werden:

    1. Ist das Kind älter als sieben Jahre?
    2. Konnte das Kind die Konsequenzen seines Handelns abschätzen?
    3. Hat das Kind den Schaden vorsätzlich verursacht?

    Werden diese drei Fragen eindeutig positiv beantwortet, muss das Kind oftmals selbst für den Schaden haften. Hier lohnt die Familienhaftpflicht, die den Schaden abdecken kann. Denn andernfalls muss er mit Beginn der Volljährigkeit die Kosten begleichen.

    Aufsichtspflicht

    Kinder haften bis zur Vollendung des siebten Lebensjahres nicht vor dem Gesetz und ab diesem Zeitpunkt bis zur Volljährigkeit sind sie beschränkt haftbar. Verursacht jedoch ein Kind einen Schaden, haftet die Person die die Aufsichtspflicht über das Kind hatte. Der Gesetzgeber geht dabei zunächst immer von einem schuldhaften Nicht-Nachkommen der Aufsichtspflicht aus. Neben den Eltern können dies auch die Großeltern, die Pflegeeltern, die Tante oder die Nachbarn sein, welche die Aufsichtspflicht verletzt haben.

    Der Aufsichtspflichtige muss nur dann nicht für den Schaden haften, wenn er beweisen kann, dass der Schaden, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen passiert wäre. Einige Versicherungen bieten einen Einschluss des sogenannten Bausteins „Deliktunfähige Kinder“. Hier leistet die Versicherung auch, wenn ein Kind unter 7 Jahren einen Schaden verursacht hat, ohne dass die Aufsichtspflicht verletzt wurde.

    Welche Altersgruppen sind versichert?

    Ob die Versicherung haftet, hängt jedoch nicht nur von der Aufsichtspflicht der Eltern ab – auch die Einteilung der Altersgruppen ist hierfür entscheidend:

    Kinder unter 7 Jahren

    Kinder unter 7 Jahren gelten grundsätzlich als deliktunfähig. Deliktunfähige Kinder müssen nicht für den verursachten Schaden aufkommen, da sie schuldunfähig sind. Hier haften Eltern nur dann, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzen. Sie sollten deshalb darauf achten, dass auch deliktunfähige Kinder in Ihre Versicherung mit einbezogen werden. Im Straßenverkehr wird diese Regel sogar erweitert: Hier gelten Kinder bis zu einem Alter von zehn Jahren als deliktunfähig, da sie schnell überfordert sein können.

    Kinder zwischen 7 – 18 Jahren

    Kinder zwischen 7 und 18 Jahren werden üblicherweise in der Familienhaftpflicht mitversichert. Hierbei haften die Eltern jedoch nicht immer, denn je nach Situation muss der Nachwuchs selbst für den Schaden aufkommen. Dies ist etwa der Fall, wenn es die Konsequenzen seines Handelns nachvollziehen kann und die ausreichend geistige Reife besitzt, sein eigenes Handeln zu beurteilen. Konnte der Minderjährige also absehen, dass durch seine Tätigkeit ein Schaden entsteht, haftet er selbst. Konnte es sich dieser Konsequenzen jedoch nicht bewusst sein, haften meist die Eltern – besonders dann, wenn sie ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen sind.

    Übrigens: Auch die Benutzung des Internets durch Minderjährige haben Sie als Eltern zu beaufsichtigen. Besprechen Sie mit Ihrem Nachwuchs also Regeln zur Nutzung und halten Sie diese schriftlich fest.

    Kinder über 18 Jahre

    In der Haftpflicht für das Kind sind auch Kinder über 18 Jahren mitversichert. Die folgende Tabelle gibt Aufschluss darüber, wann der Versicherungsschutz besteht und wann er erlischt:

    Ein Freiwilliges Soziales Jahr antritt

    Ein Referendariat beginnt

    Achten Sie bei Abschluss der Haftpflichtversicherung stets darauf, dass Ihre Kinder ausdrücklich mitversichert sind. Sinnvoll ist auch, wenn der Versicherungsvertrag eine Klausel enthält, die deliktunfähige Kinder mitversichert – dabei ist die Versicherungssumme allerdings oftmals begrenzt.

    Schritt für Schritt zu Ihrer Haftpflicht für Kinder

    Bevor Sie überhaupt eine Haftpflicht für Ihre Kinder abschließen, sollten Sie sich einen Überblick über die Angebote verschaffen. So haben Sie auch die Möglichkeit, eine besonders günstige und dennoch seriöse Versicherungsgesellschaft zu finden. Hierfür ist es sinnvoll, den FinanceScout24-Rechner zu verwenden:

    1. Nennen Sie im FinanceScout24-Rechner Ihr Alter und geben Sie an, wen Sie versichern möchten. Achten Sie schon hierbei darauf, auch Ihre Kinder mit einzuschließen.
    2. Sie gelangen nun zu einem Formular, in welchem Sie Ihre Angaben detaillierter angeben können. Geben Sie neben Ihrem Alter und den Versicherungsnehmern auch an, ob deliktunfähige Kinder unter 7 Jahre sowie ein oder mehrere Hunde mitversichert werden sollen.
    3. Geben Sie außerdem an, ob Sie eine Ausfalldeckung benötigen, ob es eine Vorversicherung gab und ob Sie im öffentlichen Dienst arbeiten.
    4. Klicken Sie auf den Button „Jetzt Tarife vergleichen“.
    5. Sie erhalten nun eine Liste von Anbietern, die zu Ihren Wünschen passen. Sie haben die Möglichkeit, die Ergebnisübersicht zu ändern: Wählen Sie hierfür einfach die Zahlweise, die Laufzeit, die Deckungssumme sowie die Höhe der Selbstbeteiligung.
    6. Bevor Sie einen Anbieter wählen, können Sie auch eine Beratung bei FinanceScout24 anfordern – nutzen Sie unsere Beratung entweder via E-Mail oder über unsere Kundenhotline.
    7. Um die einzelnen Angebote zu überprüfen, finden Sie neben den Logos der jeweiligen Versicherungsgesellschaften die Kundenbewertungen und alle wichtigen Infos. Auch das Siegel „Getestet“ gibt Aufschluss über die Seriosität des Unternehmens.

    Bei einem Klick auf „Leistungsumfang“ erhalten Sie zusätzlich ausführliche Informationen über den jeweiligen Versicherungsschutz. Hier sollte überprüft werden, welche Personen mitversichert sind und welche einzelnen Aspekte (berufliche Tätigkeiten, Leistungseinschlüsse, Wohnen, Fortbewegen, Schlüsselverlust) inbegriffen sind. Achten Sie hier auch auf etwaige Begrenzungen der Versicherungssumme.

    Vertragsunterlagen genau prüfen

    Lesen Sie sich vor Vertragsabschluss unbedingt die beiden Dokumenten „Allgemeine Bedingungen“ und „Besondere Bedingungen“ durch. In diesen ist jeder Aspekt der Versicherung enthalten.

    Achten Sie hier auf besondere Klauseln und überprüfen Sie, ob es evtl. Punkte gibt, mit denen Sie nicht einverstanden sind oder die Sie nicht nachvollziehen können.

    Beachten Sie vor Abschluss außerdem die folgenden Tipps, da diese helfen können, die ideale Versicherung zu finden:

    • Wählen Sie eine Versicherungssumme von mindestens drei Millionen Euro.

    So können Sie sichergehen, dass der Schutz auch zur Deckung von hohen Sachschäden sowie Personenschäden reicht.

  • Versichern Sie Internetschäden mit.

    Diese sichern Sie ab, wenn durch Ihr Zutun im Internet Dritte geschädigt werden – etwa durch einen Virus.

  • Zahlen Sie Ihre Prämie jährlich.
  • Versicherungsgesellschaften sehen oftmals Aufschläge vor, wenn die Prämie jeden Monat oder in jedem Quartal gezahlt wird. Dadurch wird der Versicherungsbeitrag insgesamt teurer.
  • Schließen Sie die Versicherung mit einer Laufzeit von einem Jahr ab.

    Dadurch haben Sie die Möglichkeit, relativ schnell zu einem Vertrag mit besseren Konditionen zu wechseln.

  • Haben Sie sich nun für einen geeigneten Anbieter entschieden, können Sie über den Button „Online abschließen“ problemlos einen Antrag bei der jeweiligen Versicherungsgesellschaft in Auftrag geben:

    1. Überprüfen Sie noch einmal Ihren gewählten Versicherungsschutz ob seiner Richtigkeit.
    2. Geben Sie anschließend den gewünschten Versicherungsbeginn sowie alle relevanten Daten zu Ihrer Persönlichkeit an. Möchten Sie auch Ihren Lebenspartner versichern, müssen Sie dessen Namen und Geburtsdatum ebenfalls angeben.

    Gültiger Versicherungsschutz

    Bedenken Sie, dass Sie bei dieser Vorgehensweise den Versicherungsschutz verbindlich und ohne Unterschrift beantragen. Sie können den Antrag alternativ auch ausdrucken, unterschreiben und per Fax an die Versicherungsgesellschaft schicken.

    Nach Prüfung und Identifikation Ihrer Person erhalten Sie alle nötigen Vertragsunterlagen via E-Mail oder per Post – der Versicherungsschutz besteht schließlich ab dem von Ihnen gewählten Zeitpunkt.

    Wollen Sie Ihr Kind vor den finanziellen Folgen von Unfällen schützen, hilft Ihnen hierbei die Kinderunfallversicherung.

    Sollten Sie sich auch für die optimale finanzielle Vorsorge Ihrer Kinder interessieren, empfehlen wir Ihnen sich in unserem Ratgeber zur Geldanlage für Kinder zu informieren.

    Fragen und Antworten

    Was bedeutet Ausfalldeckung bei der Haftpflicht für Kinder und ist diese sinnvoll?

    Es kann stets passieren, dass Sie durch Dritte geschädigt werden – beispielsweise, wenn Sie als Fußgänger mit einem Radfahrer zusammenstoßen. Nun ist es durchaus möglich, dass der Dritte den verursachten Schaden nicht begleichen kann. Hier kommt die Ausfalldeckung zum Einsatz: Ist diese in Ihrer Versicherung eingeschlossen, kommt Ihre Haftpflichtversicherung für den Schaden auf.

    So bleiben Sie nicht auf den Kosten sitzen. Besonders sinnvoll ist dies natürlich bei einer Privathaftpflichtversicherung für das Kind, da durch Unwissenheit des Kinds oder beim Spielen schnell einmal ein kleiner Unfall entstehen kann.

    Welche Vergünstigungen sind möglich?

    Ob Vergünstigungen möglich sind, hängt in der Regel vom jeweiligen Anbieter ab. So bieten zahlreiche Versicherungsgesellschaften Rabatte für bestimmte Altersgruppen an – meist handelt es sich hierbei um Senioren ab etwa 60 – 65 Jahre. Auch verbeamtete Versicherungsnehmer können oftmals von günstigeren Beiträgen profitieren.

    Geben Sie bei Abschluss eine Selbstbeteiligung an, können Sie damit ebenfalls den Versicherungsbeitrag reduzieren. Schadensfreie Vorversicherungen führen zusätzlich zu Vergünstigen. Um herauszufinden, inwiefern Sie Ihren Versicherungsbeitrag senken können, sollten Sie sich vorab informieren und verschiedene Anbieter vergleichen.

    Sind Kinder auch noch mitversichert, wenn sie nicht mehr zu Hause wohnen sondern auswärts studieren?

    Kinder sind auch mitversichert, wenn sie aus dem Haus ihrer Eltern ausziehen und an einem anderen Ort studieren oder eine Ausbildung absolvieren. Dabei gilt jedoch, dass die Volljährigen nur dann mitversichert sind, wenn sie noch nicht erwerbstätig, im Referendariat oder verheiratet sind. Auch erlischt der Versicherungsschutz, wenn sie ein zweites Studium beginnen oder eine Ausbildung nach dem Studium antreten. Sobald diese Situationen eintreten, muss das Kind sich selbst versichern.

    Was bedeutet Deliktunfähigkeit?

    Kinder unter sieben Jahren sind deliktunfähig. Das bedeutet, dass sie nicht schuldfähig sind – sie können die Konsequenzen ihres Handelns meist nicht nachvollziehen. Haben die Eltern ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt, muss der Geschädigte den Schaden selbst bezahlen.

    Wann haften Eltern für ihre Kinder?

    In der Regel haften Eltern nur dann für ihre Kinder, wenn sie Ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen sind. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie Ihren Nachwuchs unzureichend beaufsichtigen, während er in Ihrer Nähe spielt.

    Wann zahlt die Haftpflicht nicht für Schäden, die durch Kinder verursacht wurden?

    Die Versicherung zahlt im Regelfall nicht, wenn die Eltern ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen sind – möchten diese dennoch für den Schaden aufkommen, müssen sie diesen aus eigener Tasche zahlen. Auch kommt die Haftpflicht nicht für den Schaden auf, wenn der Nachwuchs diesen vorsätzlich verursacht hat.

    Was geschieht, wenn Kinder unter sieben Jahren Schäden verursachen?

    Kinder unter sieben Jahren sind durch das Gesetz deliktunfähig. Solange die Eltern im Schadensfall ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben, müssen sie bzw. die Versicherung auch nicht für den Schaden aufkommen. Sind die Eltern ihrer Aufsichtspflicht allerdings nicht nachgekommen, haften sie für den Schaden – haben sie diesen versichern lassen, zahlt die Versicherung.

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    Haftpflichtversicherung: Kinder umfangreich schГјtzen

    Wer Kinder hat, kennt es: Einen Moment nicht aufgepasst und schon wird mit Gegenständen gespielt, die eigentlich kein Spielzeug sind. Hat die kleine Tochter dann auch noch die nicht gerade günstige Porzellanpuppe der Freundin freudestrahlend aus dem Regal gezogen, wird die Situation schnell unentspannt. Schließlich bringen Scherben in diesem Fall eher Tränen als Glück. Und gerade kleinere Kinder können die Folgen ihres Handelns noch nicht richtig abschätzen.

    Im Fall der teuren Porzellanpuppe, ist Vorsicht auf jeden Fall besser als Nachsicht. Denn ist der Nachwuchs nicht ausreichend haftpflichtversichert, müssen die Eltern unter Umständen für das zerbrochene Sammlerstück der Freundin aufkommen. Gerade deshalb sollten sich Erziehungsberechtigte unbedingt darum kümmern, dass ihre Haftpflichtversicherung Kinder – möglichst jeden Alters – einschließt und eine entsprechende Familienhaftpflicht abschließen.

    Ist eine Haftpflichtversicherung für Kinder nötig?

    Da Kinder oft weder die Ausmaße ihres Handelns, noch die daraus resultierenden Konsequenzen abschätzen können, ist eine Haftpflichtversicherung für sie in jedem Fall sinnvoll. Das heißt aber nicht, dass eine eigene Haftpflichtversicherung für jedes Kind notwendig ist. Gerade jungen Familien empfiehlt es sich, direkt nach der Geburt des Kindes eine Familienhaftpflichtversicherung abzuschließen, die nicht nur die Eltern, sondern auch den Nachwuchs absichert.So sind die Kinder bei dieser Variante quasi über ihre Eltern mitversichert.

    Wichtig: Trotz Familientarif sollten unbedingt die einzelnen Haftpflicht Leistungen der Versicherung studiert werden. Oftmals sind vor allem in Basis-Tarifen gerade Schäden, die von deliktunfähigen Kindern verursacht werden, nicht durch die Police abgedeckt. Für die Schäden kleiner Kinder unter 7 bzw. 10 Jahren besteht dann kein Haftpflichtschutz.

    Deliktunfähige Kinder: Wie ist die Haftung geregelt?

    Kinder unter 7 Jahren sind deliktunfähig, was so viel wie nicht schuldfähig bedeutet. Das heißt, sie sind nicht selbst für ihr Handeln verantwortlich. Bei der Haftung von Kindern im Straßenverkehr ist die Altersgrenze sogar noch höher: Hier gilt die Deliktunfähigkeit bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres.

    Oft sieht man den vermeintlichen Rechtssatz „Eltern haften für ihre Kinder“ auf Schildern stehen. Doch ist dieser Satz nicht zu verallgemeinern. Denn Eltern haften nicht immer für das Handeln ihrer Kinder. Dies ist jedoch der Fall, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Erst dann werden die Eltern für den Schaden, den ihre Kinder verursacht haben, zur Verantwortung gezogen. Ob und inwiefern eine Verletzung der Aufsichtspflicht vorliegt, muss im Einzelfall entschieden werden. Schließlich müssen Eltern ihre Kinder – je nach Alter – nicht rund um die Uhr beaufsichtigen.

    Aufsichtspflicht eingehalten

    Wurden die Eltern vom Gericht von jeder Verantwortung freigesprochen, so müssen sie den Schaden, den ihre Kinder verursacht haben, nicht bezahlen. Der Geschädigte würde also auf dem entstandenen Schaden sitzen bleiben. Oft fühlen sich Eltern jedoch trotzdem dazu verpflichtet, den Schaden ihrer Kinder wiedergutzumachen. Besonders, wenn der Schaden im engeren Umfeld entstand. Schließlich möchte es sich deswegen niemand mit Freunden oder der eigenen Familie verderben. In diesem Sinne würden die meisten Eltern wohl auch die zerbrochene Porzellanpuppe der Freundin ersetzen. Und das, obwohl sie von Rechtswegen her nicht dazu verpflichtet sind. Wurde eine zusätzliche Absicherung für deliktunfähige Kinder in die Haftpflichtversicherung aufgenommen, übernimmt die Haftpflicht in der Regel den Puppen-Schaden, auch wenn die Eltern ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben.

    Aufsichtspflicht verletzt

    Doch was geschieht, wenn die Eltern die Aufsichtspflicht tatsächlich verletzt haben? Deckt die Haftpflicht Kinder, die deliktunfähig sind, dann überhaupt ab? Hier kommt es darauf an, ob die Eltern Schäden durch deliktunfähige Kinder ausdrücklich mitversichert haben. Denn die meisten Basis-.Tarife verfügen nicht über diese Leistung. Wurde der Zusatz abgeschlossen, springt die Versicherung für den Schaden ein. Haben die Eltern auf die zusätzliche Leistung verzichtet, müssen sie die entstandenen Kosten selbst tragen. Erziehungsberechtigte sollten deshalb gut darüber nachdenken, ob sie das Risiko in Kauf nehmen oder lieber einen entsprechenden Aufpreis beim Jahresbeitrag der Familienhaftpflicht in Kauf nehmen möchten.

    Ob die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt haben, hängt nicht nur vom Alter des Kindes ab. So werden im Fall des Falles gleich mehrere Fragen gestellt:

    Wie alt ist das Kind genau?

    Wie lange war das Kind unbeaufsichtigt?

    War der verursachte Schaden fГјr die Eltern in irgendeiner Weise absehbar?

    Kann das Kind die Konsequenzen der eigenen Handlung überhaupt einschätzen?

    Wo wurde der Schaden verursacht?

    Welche Schadenshöhe liegt vor?

    Haftpflichtversicherung: Kind studiert, was nun?

    Tipps fГјr Studenten und Auszubildende

    Weiterführende Informationen zur Haftpflichtversicherung gibt es im Ratgeber zur Haftpflichtversicherung für Studenten. Auszubildende können sich im Azubi-Ratgeber über die Haftpflichtversicherung und weitere wichtige Versicherungen informieren.

    Junge Familien sollten also gleich zur Geburt der Kinder eine Familienhaftpflichtversicherung abschließen und daran denken, ebenfalls die Deliktunfähigkeit des Nachwuchses mitzuversichern.

    In dieser gemeinsamen Haftpflicht können Kinder bis zum 18. Lebensjahr und oft auch darüber hinaus, während einer Ausbildung oder einem Studium, versichert bleiben. Wie lange die Haftpflichtversicherung Kinder über den Familientarif absichert, ist von Versicherer zu Versicherer bzw. von Tarif zu Tarif unterschiedlich. Die jeweilige Reglung kann entweder der Versicherungspolice entnommen oder beim jeweiligen Versicherungsunternehmen erfragt werden,

    Doch endet der elterliche Versicherungsschutz des Nachwuchses auf jeden Fall bei

    Schadenhöhe ausreichend absichern

    Da die familiäre Haftpflichtversicherung Kinder und Eltern absichert, sollte eine entsprechend hohe Deckungssumme gewählt werden. Die Deckungssumme, auch Versicherungssumme genannt, ist der Höchstbetrag bis zu dem die Haftpflichtversicherung Kind und Eltern, die einen Schaden an einer anderen Person oder am Eigentum Dritter verursacht haben, schützt. Empfehlenswert ist deshalb eine Deckungssumme von 10 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden. Wobei man die Familie nicht mit weniger als 5 Millionen Euro Versicherungssumme absichern sollte. Schließlich steigt gerade bei Personenschäden die Schadenssumme schnell bis in die Millionenhöhe. Auch über die Vereinbarung einer Ausfalldeckung sollten beim Abschluss einer Familienhaftpflicht nachgedacht werden. Denn diese übernimmt die Kosten, wenn der Verursacher eines selbst erlittenen Schadens den entstandenen Forderungen nicht nachkommen kann. Welche Haftpflichtversicherung Kind und Eltern am besten absichert, sollte deshalb nicht in erster Linie vom Preis, sondern von den abgedeckten Leistungen abhängig gemacht werden.

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    Bitte beachten Sie: Aufgrund der Komplexität des Produktes Privathaftpflicht muss es sich bei den Tarifen jeweils um den identischen Tarif bei dem gleichen Versicherer handeln, da unterschiedliche Produkte bezüglich ihres Leistungsumfangs nicht vergleichbar sind. Auch Preisrabatte bei Sonderkonditionen anderer Anbieter, Aktionstarife oder eventuelle Mitarbeiter- oder Berufsrabatte können daher leider nicht berücksichtigt werden.

    Источники: http://www.finanztip.de/haftpflichtversicherung/kinder/, http://www.financescout24.de/haftpflichtversicherung/kinder, http://www.tarif-testsieger.de/haftpflichtversicherung/ratgeber/kinder/

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