Haftpflicht vergleichen

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Private Haftpflichtversicherung Vergleich

Haftpflicht Vergleich

Knapp 45 Millionen Haftpflichtversicherungsverträge gibt es laut Statista.de in Deutschland (Stand 2015). Kein Wunder, die Versicherung ist zwar keine gesetzliche Pflicht, aber dennoch ein Muss. Und vor allem bekommt man schon für weit weniger als 100 Euro im Jahr sehr gute Tarife. Neue Tarife sind oftmals besser ausgestattet als Altverträge, stellte test.de fest. Selbst wer schon eine Haftpflichtversicherung hat, profitiert deswegen möglicherweise von unserem kostenlosen und unverbindlichen Vergleich.

Der Haftpflichtversicherungsvergleich bei Tarifcheck.de kostet Sie nur wenige Sekunden, ist unverbindlich, kostenfrei und filtert alle Ergebnisse entsprechend Ihrer Vorgaben. Die Ergebnisse werden übersichtlich aufgelistet und geben einen Überblick über die jeweiligen Tarifbausteine.

Geben Sie einfach an, ob Sie für die ganze Familie oder nur sich selbst eine Versicherung suchen. Auf Wunsch können Sie die Ergebnisse des Rechners weiter filtern und gezielt nach einzelnen Zusatzbausteinen suchen. Haben Sie einen passenden Tarif gefunden, können Sie über Tarifcheck.de bei Bedarf sofort einen Vertrag abschließen – selbstverständlich ebenfalls kostenlos und unter Wahrung strengster Datenschutzregelungen.

Unsere Partner

Was genau versichert die Haftpflicht?

Die Haftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, die Sie unabsichtlich bei Dritten verursachen: Bei der Renovierung wird die Wasserleitung beschädigt, man stolpert im Laden und zerstört antikes Geschirr, der Einkaufswagen macht sich auf dem Supermarktparkplatz selbstständig und bringt eine Seniorin zu Fall – in diesen Fällen ist die Haftpflicht gefragt.

Erhalten Sie von Dritten eine Schadenforderung, dann prüft die Versicherung für Sie deren Ansprüche. Werden die Forderungen abgewiesen und daraufhin gerichtlich angefochten, dann übernimmt die Haftpflichtversicherung gegebenenfalls auch die Gerichtskosten. Insgesamt unterscheidet man zwischen Vermögen-, Sach- und Personenschäden.

Vermögensschäden

Vermögensschäden sind mit einer geringeren Summe versichert als die anderen beiden Varianten. Ein Vermögenschaden kann etwa ein Einkommensausfall aufgrund einer Verletzung sein. Ein anderes Beispiel wäre, wenn eine Wohnung aufgrund eines Wasserschadens nicht wie geplant vermietet werden kann.

Sachschäden

Sachschäden beziehen sich auf das gesamte Eigentum von Personen oder Institutionen, so etwa auch Gebrauchsgegenstände und Bekleidung, aber auch öffentliche Straßen und Gebäude.

Personenschäden

Ein Personenschaden liegt dann vor, wenn ein anderer verletzt, vergiftet oder getötet worden ist. Es ist schlimm genug, mit Selbstvorwürfen zu leben, wenn Dritte durch das eigene Handeln zu Schaden kommen, selbst wenn dies unabsichtlich geschehen ist. Hat man keine Haftpflichtversicherung, können dazu noch hohe Geldforderungen folgen – etwa für Rehabilitationsmaßnahmen oder den behindertengerechten Umbau einer Immobilie.

Hat man keine Haftpflichtversicherung, muss man jedwede Schäden aus eigener Tasche zahlen. Hat man nicht genügend Kapital zur Verfügung, müssen dafür auch zukünftige Einnahmen aus einem Erbe oder Lottogewinn zur Schadenabzahlung genutzt werden.

Warum ein Vergleich?

Warum ein Vergleich, wenn ich schon eine Haftpflichtversicherung habe?

Test.de stellte fest, dass neuere Tarife oft weitaus besser sind als die von lange bestehenden Verträgen. Bereits Ende 2014 empfahl das Verbraucherportal deshalb, Tarife, die älter sind als fünf Jahre, mit neuen zu vergleichen, da diese höchstwahrscheinlich umfassender sein werden.

Ändern sich Ihre Lebensumstände, können Sie zudem vielleicht von günstigeren Tarifen profitieren. So gibt es beispielsweise Familien- oder Partnertarife, auch bestimmte Berufsgruppen profitieren von besonderen Vergünstigungen. Rentnerinnen und Rentner zahlen beispielsweise oftmals weniger als jüngere Menschen, da sie erfahrungsgemäß weniger Schäden verursachen.

Wer eine Haftpflichtversicherung abschließen sollte

Jede volljährige Person, die nicht mehr über die Eltern versichert ist, sollte eine Haftpflichtversicherung haben, damit sie im Ernstfall nicht lebenslang für einen versehentlich verursachten Schaden aufkommen muss. Die Versicherung ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, sollte aber in keinem Haushalt fehlen und ist sehr günstig. Man erhält sie bereits für einen Jahresbetrag im niedrigen zweistelligen Bereich.

Für Familien oder Singles mit Kindern, für Lebensgemeinschaften und Ehen gibt es besondere Kombi-Tarife. Kinder können bei den Erziehungsberechtigten mitversichert werden – das gilt auch für Stief-, Adoptiv- und Pflegekinder. Der Schutz gilt, solange die Kinder mit den Eltern im gleichen Haushalt leben. Haben Kinder bereits eine eigene Unterkunft, aber ihre erste Ausbildung, das erste Studium, den Wehr- oder Freiwilligendienst noch nicht abgeschlossen und sind nicht Teil einer eingetragenen Lebensgemeinschaft, können sie in der Regel ebenfalls noch über die Eltern versichert werden. Vorsicht: Einige Versicherer haben Sonderklauseln, die die Mitversicherung der Kinder bis auf ein gewisses Lebensalter begrenzen, prüfen Sie also bei Bedarf die Vertragsdetails.

Kinder, die eine geistige oder körperliche Behinderung haben, können bei ihren Eltern unabhängig vom Alter solange mitversichert werden, wie sie im gleichen Haushalt leben. Wohnen Sie aber beispielsweise in einem Pflegeheim oder in einem eigenständigen Haushalt, dann ist dieser Schutz nicht mehr gewährleistet.

Kinder, die jünger sind als acht Jahre, gelten als nicht schuldfähig. Verursachen sie einen Schaden, dann können sie dafür nicht finanziell belangt werden – es sei denn, die Erziehungsberechtigten haben ihre Aufsichtspflicht verletzt. Sind Sie sich nicht sicher, ob Ihr volljähriges Kind noch über Sie versichert ist, beziehungsweise ob noch über Ihre Eltern Versicherungsschutz besteht, fragen Sie sicherheitshalber bei Ihrer Versicherung nach.

Wie sich die Beiträge zusammensetzen

Eine Haftpflichtversicherung ist schon für weit unter 100 Euro pro Jahr erhältlich. Einfluss auf die Beitragshöhe haben Alter, Familienstand, etwaige Schadenleistungen in der Vergangenheit, der Berufsstand und natürlich die gewünschten Vertragsbausteine und Tarifdetails. Insgesamt ist der Versicherungsschutz im Verhältnis zur niedrigen Beitrag allgemein relativ umfangreich. Deshalb empfiehlt es sich, lieber jährlich ein paar Euro mehr zu zahlen, um dadurch den Schutz noch wesentlich zu erweitern.

Der Familienstand

Der Berufsstand

Der Umfang des Tarifs

Selbstbeteiligung

Schadenfreiheitsrabatt

Zahlungsmodi (jährlich oder in kürzeren Abständen)

Was Sie beim Abschluss beachten sollten

Bevor Sie einen Vertrag über eine Haftpflichtversicherung abschließen, sollten sie unbedingt einen Vergleich machen, denn einzelne Anbieter unterscheiden sich bezüglich Qualität, Leistungen, Tarifen und Preisen.

Zentral ist die Höhe der Deckungssumme für Personen- und Sachschäden – also der Betrag, den eine Versicherung bei diesen Schadenarten maximal auszahlen wird. Die Summe liegt bei vielen Versicherern meist automatisch bei 5 Millionen Euro und kann auf Wunsch erhöht werden. Eine hohe Deckungssumme macht Sinn. Erleidet jemand durch ein Missgeschick gesundheitliche Folgen, können die Forderungen im siebenstelligen Bereich liegen. Schon mit wenigen Euro mehr pro Jahr kann die Deckungssumme dabei wesentlich aufgestockt werden. Der Deckungsbetrag für Vermögenschäden ist meist sehr viel niedriger angesetzt. Schauen Sie auch hier, ob Sie mit dieser Summe einverstanden sind oder doch noch höheren Schutz wünschen.

Ebenfalls wichtig ist die Überlegung, für wen man die Versicherung abschließt. Als gemeinsame Police für sich und den Nachwuchs? Für sich und die Lebenspartnerin oder den Lebenspartner? Auch wenn Sie nicht verheiratet sind, besteht die Möglichkeit, sich als Paar versichern zu lassen. Leben in Ihrem Haushalt Ihre Eltern, Schwiegereltern Au-Pairs oder andere Mitbewohner? Haben Sie Haustiere? Oftmals können Sie den gesamten Haushalt inklusive aller Haustiere versichern. Einige Haustiere benötigen eine gesonderte Haftpflichtversicherung, Pferde und Hunde zum Beispiel. Die Hundehaftpflichtversicherung ist dabei für bestimmte Hundearten je nach Wohnort gesetzliche Pflicht.

Wichtig sind wahrheitsgemäße Angaben, um den Schutz nicht zu gefährden. In der Regel fragen die Versicherer, ob Sie in der Vergangenheit bereits eine Haftpflichtversicherung in Anspruch genommen haben. Selbst wenn sich der Tarif durch wahrheitsgemäße Antworten eventuell um ein paar Euro pro Jahr erhöhen sollte, haben Sie dann die Gewissheit, optimal geschützt zu sein.

Zusatzbausteine der privaten Haftpflichtversicherung

Die Tarife der einzelnen Anbieter sind sehr unterschiedlich. Einige Zusatzbausteine sind je nach Unternehmen automatisch Bestandteil der Police, bei anderen Versicherungen müssen Sie explizit hinzubestellt werden und haben dann jeweils unterschiedlich hohe Deckungssummen. In jedem Fall wird aber auch die Absicherung von Zusatzbausteinen die Kosten der Haftpflichtversicherung nicht unerschwinglich teuer machen. Im Zweifelsfall sollte man deshalb nicht auf einen wichtigen Schutz verzichten, nur um ein paar Euro pro Jahr zu sparen. Im Folgenden finden Sie Bausteine, die potentiell bedeutsam sein können.

(Schaden- und / oder Forderungs-) Ausfalldeckung

Deliktunfähige Kinder unter acht Jahren mitversichern

Im Haushalt wohnendes Elternteil / Au-Pair / Mitbewohner

Allmählichkeitsschäden

Schlüsselversicherung

Internetschäden

Nebenberufliche Tätigkeiten

Fachpraktischer Unterricht

Tätigkeit als Tagesmutter / Kinderbetreuung

Ehrenamtliches Engagement / Freiwilligendienst

Gefälligkeitsschäden und Freundschaftsdienste

Hundehaftpflichtversicherung

Tierhalterhaftpflichtversicherung

Hüten von fremden Hunden oder Pferden

Geliehene, geleaste und verwahrte Güter

Schäden an gemieteten Räumen und Urlaubsunterkünften

Gewässerschäden-Risiko

Häusliche Abwasser

Betreiben eigener Anlage / erneuerbare Energien

Schäden durch Öltanks

Schutz im Ausland

Bausteine der Haftpflichtversicherung für Immobilienbesitzer

Generell sollten Sie als Immobilien- oder Grundstückseigentümerin oder Eigentümer neben der Haftpflichtversicherung einige weitere Versicherungen haben, die Sie im Ernstfall vor dem finanziellen Ruin bewahren, so beispielsweise eine Wohngebäudeversicherung, eine Elementarschadenversicherung, eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung oder auch eine Bauherrenversicherung.

Aber auch Haftpflichtversicherungen bieten je nach Anbieter wichtige Zusatzbausteine an. Dazu gehören Risiken durch Schäden auf dem unbebauten Grundstück, dem selbstgenutzten Wohneigentum sowie dem selbstgenutzten Ferienhaus im Inland oder europäischen Ausland. Auch Schäden durch vermietete Eigentumswohnungen im Inland, vermietete Einliegerwohnungen im selbstbewohnten Haus oder Mitversicherungen von kleineren Bauvorhaben sind eine Option.

Was man im Schadenfall tun muss

Müssen Sie Ihre Haftpflichtversicherung in Anspruch nehmen, sollten Sie diese schnellstmöglich benachrichtigen. Entsprechend des Versicherungsvertragsgesetztes haben Sie maximal eine Woche Zeit. Schildern Sie genau, was, wann, wo unter welchen Umständen geschehen ist und wer beteiligt war. Dokumentieren Sie den Vorfall durch Fotos, Videos und andere Nachweise. Sollten später noch weitere Informationen hinzukommen, beispielsweise Forderungen, Mahn- oder Gerichtsbescheide, sollten Sie auch diese umgehend an Ihre Versicherung weiterleiten. Behalten Sie dabei auf jeden Fall auch für sich eine Kopie aller Dokumente.

Ihre Haftpflichtversicherung überprüft anschließend den Schadenanspruch. Falls dieser abgelehnt wird, kann der Versicherungsgegner gegen Sie als Schadenverursacherin oder Verursacher klagen. Ihre Haftpflichtversicherung übernimmt dann die Kosten für den Rechtsstreit.

Gestehen Sie keine Schuld ein, und zahlen Sie nicht aus eigener Tasche Geld an Geschädigte, bevor der Tatbestand durch die Haftpflichtversicherung ermittelt worden ist.

Wann die Haftpflichtversicherung nicht zahlt

Die richtige Haftpflichtversicherung bietet Ihnen guten Schutz, allerdings ist auch die beste Haftpflichtversicherung nicht für alle Fälle zuständig.

Wurde der Schaden durch strafbare Handlungen, Delikte, Vertragsverletzungsverfahren oder mit Vorsatz herbeigeführt, muss die Verursacherin oder der Verursacher aus eigener Tasche für den Schaden aufkommen. Auch bei grober Fahrlässigkeit haben die Versicherer entsprechend § 81 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) die Leistungen entsprechend der Schwere der Fahrlässigkeit zu verringern.

Wurde der Schaden durch ein motorisiertes Fahrzeug wie ein Auto, Lkw oder Motorrad herbeigeführt, dann ist die Kfz-Haftpflichtversicherung zuständig. Umgekehrt zahlt die Haftpflichtversicherung jedoch, wenn Sie als Radfahrer oder Fußgänger versehentlich ein Kfz beschädigen. Auch Schäden durch die Nutzung anderer motorisierter (Wasser-)Fahrzeuge sind in der Regel nicht über die Privathaftpflichtversicherung abgedeckt. Viele Versicherer schließen auch Schäden aus, die bei der Jagd, bei Boxkämpfen oder Rennen entstanden sind.

Eigenschäden sind ebenfalls nicht abgedeckt – kippen Sie also versehentlich Kaffee über Ihren Computer, wird die Haftpflichtversicherung Ihnen keinen neuen PC finanzieren.

Das gleiche gilt für Schäden, die unter Vertragsnehmerinnen und Vertragsnehmern eines Vertrags oder innerhalb einer Familie passieren. Wenn Ihr Kind also beim Spielen bei Ihnen zuhause eine teure Vase umkippt, wird die Versicherung dafür nicht aufkommen. Beschädigt Ihr Kind jedoch eine Vase bei Dritten, so ist dies ein Fall für die Haftpflichtversicherung – es sei denn, man ist der Aufsichtspflicht nicht nachgekommen.

Generell gilt die Haftpflichtversicherung nur für das Privatleben, nicht aber für den beruflichen Rahmen. Risiken eines Dienstes, eines Amtes oder einer Arbeit müssen durch eine Berufshaftpflichtversicherung separat abgeschlossen werden. Diese ist insbesondere für Freiberufliche wichtig. Vorfälle bei ehrenamtlichen Tätigkeiten oder gar nebenberuflichen Tätigkeiten können mit einem Zusatzbaustein abgedeckt werden.

Einige Umstände sind zudem nicht automatisch bei allen Anbietern Vertragsbestandteil. Schäden, die bei sogenannten Gefälligkeits- und Freundschaftsdiensten entstehen, müssen in der Regel explizit durch Zusatzbausteine abgedeckt werden. Helfen Sie beispielsweise einem Bekannten beim Umzug und beschädigen dabei ein Klavier, zahlt die Versicherung nur, wenn Sie derartige Schäden vertraglich abgedeckt haben. Eine Auflistung möglicher Zusatzbausteine finden Sie weiter oben auf dieser Seite.

Haftpflichtversicherung und die Steuer

Beiträge für eine Haftpflichtversicherung können Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung als „Sonderausgabenabzug für sonstige Vorsorgeaufwendungen“ geltend machen. Insgesamt beträgt der dafür veranschlagte, jährliche Höchstbetrag 1.900 Euro. Auch etwa die Unfallversicherung kann als sonstige Vorsorgeaufwendung steuerlich geltend gemacht werden.

Insgesamt sind die Beiträge bei der Haftpflichtversicherung sehr gering, so dass Sie im Vergleich mit anderen privaten oder gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungen kaum ins Gewicht fallen.

Der Haftpflichtversicherung Änderungen mitteilen & Definition der Vorsorgeversicherung

Ändern sich Ihre persönlichen Lebensumstände, müssen Sie Ihre Haftpflichtversicherung darüber informieren. Dazu zählen beispielsweise Adressänderungen, Eheschließung, Scheidung und damit verbundene Namensänderungen. Auch Ihr beruflicher Status kann bedeutsam sein, da einige Berufsgruppen – wie etwa Beamtinnen und Beamte – Vergünstigungen erhalten und Rentnerinnen und Rentner in der Regel von besonders günstigen Tarifen profitieren.

Neue Risiken, die durch Änderungen im Privatleben dazukommen, sollten der Haftpflichtversicherung ebenfalls mitgeteilt werden. Allgemein gilt dabei bei allen Privathaftpflichtversicherungen die sogenannte Vorsorgeversicherung. Dies ist keine separate Versicherung, sondern automatischer Versicherungsbestandteil. Dieser besagt, dass sich im Laufe eines Versicherungsjahrs im Alltag die Risiken beständig ändern und diese neuen Risiken dann in der Regel bis zur nächsten Prämienfälligkeit mitversichert werden. Stirbt beispielsweise Ihr Haustier und Sie schaffen sich ein neues Tier der gleichen Art an, so ist dies meist mitversichert. Allerdings müssen Sie spätestens bei der nächsten Prämienfälligkeit diesbezügliche Änderungen angeben.

Die Vorsorgeversicherung gilt nicht für Risiken, die bei Ihrer persönlichen Haftpflichtversicherung als Extra-Zusatzbausteine ausgewiesen sind. Sind beispielsweise Schäden im Zuge ehrenamtlicher Tätigkeiten als Sonderbausteine definiert, und Sie werden ehrenamtlich tätig, müssen Sie dies sofort melden. Denn diesbezügliche Schäden werden nicht von der Vorsorgeversicherung übernommen.

Haftpflichtversicherung um Zusatzbausteine ergänzen

Auch nachträglich können Sie noch weitere Bausteine in den Tarif integrieren. Bevor Sie dies allerdings verbindlich tun, vergleichen Sie die Angebote anderer Haftpflichtversicherungen, die eventuell bessere Tarife mit den von Ihnen gewünschten Vertragsdetails anbieten.

Kündigung der Haftpflichtversicherung

Haben Sie bei Vertragsbeginn nichts Anderweitiges vereinbart, so endet der Haftpflichtversicherungsvertrag ein Jahr nach dem Abschluss. Er wird dann stillschweigend verlängert, wenn Sie nicht drei Monate vor Ablauf des Versicherungsjahres regulär kündigen.

Ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht haben Sie im Schadenfall – unabhängig von Höhe oder Ausmaß des Schadens. Abhängig davon, wie lange Ihr Vertrag bereits besteht, haben Sie eventuell auch bei einer Prämienerhöhung ein Sonderkündigungsrecht. Haben Sie und Ihre Partnerin / Ihr Partner je separaten Haftpflichtschutz, besteht eine Doppelversicherung. Die zuletzt abgeschlossene Haftpflichtversicherung kann im Fall einer Eheschließung und oft auch bei einer Partnerschaft frühzeitig gekündigt werden. Die andere wird vertraglich angepasst.

Wechsel der Haftpflichtversicherung

Ein Wechsel der Haftpflichtversicherung ist in der Regel meist zum Ende eines Versicherungsjahres möglich – den Vertrag können Sie regulär drei Monate vor Ablauf der Laufzeit kündigen. Haben Sie eine längere Laufzeit vereinbart, so können die Kündigungsfristen variieren. Details finden Sie in Ihrem Vertrag.

Einen Wechsel und die Kündigung der alten Haftpflichtversicherung sollte man stets so legen, dass man zu keiner Zeit ohne Versicherungsschutz ist. Ein Vorteil der Haftpflichtversicherung ist dabei, dass im Gegensatz zu anderen Versicherungen keine Wartezeit besteht. Sobald man den Vertrag unterzeichnet und die Beiträge gezahlt hat, besteht auch Versicherungsschutz.

Haftpflichtversicherung im Ausland

Oftmals gilt die Haftpflichtversicherung auch europaweit im Ausland, sofern man sich nur im Urlaub befindet. Allerdings variieren die Bedingungen der einzelnen Anbieter. Vor einem Auslandsaufenthalt sollten Sie sich im Zweifelsfall über die Konditionen des eigenen Vertrags informieren und sicherstellen, dass der Schutz auch für Ihr Reiseland gilt – insbesondere, wenn Sie außerhalb der Europäischen Union unterwegs sind.

Oftmals ist der weltweite und / oder europaweite Schutz zudem zeitlich begrenzt – fahren Sie also für einen längeren Zeitraum in die Ferne, sollten Sie vorher abklären, inwieweit die Versicherung langfristig greift.

Mieten Sie im Urlaub eine Ferienwohnung oder beziehen Sie ein Hotel, haken Sie nach, ob etwaige dort entstehende Schäden ebenfalls mitversichert sind. Wohnen Sie dauerhaft im Ausland, müssen Sie sich vor Ort versichern.

FAQ zur Haftpflichtversicherung FAQ zur Haftpflicht

Was genau versichert die Haftpflichtversicherung?

Wie funktioniert der kostenlose und unverbindliche Versicherungsvergleich bei Tarifcheck.de?

Wer braucht eine Haftpflichtversicherung?

Auch Haustiere können hohe Schäden anrichten, beispielsweise teure Einrichtungsgegenstände zerkauen, einen Verkehrsunfall provozieren oder einen Menschen durch Bisse oder Kratzer verletzen. Einige Tiere können über die reguläre Haftpflichtversicherung abgesichert werden, Hunde brauchen eine gesonderte Hundehaftpflichtversicherung.

Wann lohnt sich ein Wechsel der Haftpflichtversicherung?

Brauchen Kinder eine separate Haftpflichtversicherung?

Einige Haftpflichtversicherer machen jedoch Einschränkungen bezüglich des Lebensalters des Nachwuchses, erkundigen Sie sich also bei Bedarf über diesbezügliche Vertragsdetails. Sind Sie sich nicht sicher, ob Ihr Kind noch über Sie Schutz genießt, erkundigen Sie sich sicherheitshalber bei Ihrer Versicherung.

Welche Personengruppen können gemeinsam versichert werden?

Haustiere können – je nach Tierart – mit oder ohne Zusatzbausteine Teil der Haftpflichtversicherung sein oder separat mit einer Hundehaftpflichtversicherung oder Pferdehaftpflichtversicherung abgesichert werden.

Worauf muss ich beim Abschluss achten?

Wichtig ist außerdem, die Deckungssumme nicht zu niedrig anzusetzen, denn im Ernstfall müssen Sie eine Differenz zwischen Deckungssumme und realen Kosten selber tragen. Auch sind wahrheitsgemäße Angaben zu Lebensumständen wichtig, denn wird eine Frage irrtümlich falsch beantwortet, kann dadurch der gesamte Versicherungsschutz dauerhaft gefährdet werden.

Wie hoch sollte die Deckungssumme sein?

Was passiert, wenn der Schaden höher ist als die Deckungssumme?

Welche Zusatzbausteine gibt es?

Sind berufliche Risiken bei der Haftpflichtversicherung mit versichert?

Wann zahlt die Haftpflichtversicherung?

Wann zahlt die Haftpflichtversicherung nicht?

Generell gilt die Haftpflichtversicherung nur für das Privatleben, nicht für Risiken im Zuge der Berufsausübung. Nebenberufliche Tätigkeiten und Ehrenämter können unter Umständen durch Zusatzbausteine abgedeckt werden.

Auch Eigenschäden oder Schäden, die die Versicherten eines gemeinsamen Familienvertrages untereinander verursachen, gehören nicht dazu. Lassen Sie das Tablet Ihres Kindes fallen oder kippt Ihr Kind Kaffee über Ihre teure Stereoanlage, zahlt die Versicherung nicht. Passiert Ihnen oder Ihrem Kind dieses Missgeschick jedoch mit dem Eigentum Dritter, so kommt die Versicherung für den Schaden auf.

Viele Schäden werden von der Versicherung ausgeschlossen, so beispielsweise Risiken durch Jagd, Boxkämpfe, Rennen oder Kampfhunde, beziehungsweise können nur über Zusatzbausteine abgedeckt werden, so beispielsweise Schäden durch Pferde oder durch Gefälligkeits- und Freundschaftsdienste.

Bei Schäden, die mit dem Kfz verursacht werden, zahlt die Kfz-Versicherung.

Bei grober Fahrlässigkeit können Haftpflichtversicherer entsprechend § 81 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) die Leistungen kürzen.

Was versteht man unter Vorsorgeversicherung?

Was passiert, wenn der Schaden höher ist als die Deckungssumme?

Gibt es beim Abschluss einer Haftpflichtversicherung eine Wartezeit?

Wie sind die Kündigungsfristen der Haftpflichtversicherung?

Wann habe ich ein Sonderkündigungsrecht?

Abhängig von der bisherigen Laufzeit Ihres Vertrags haben Sie zudem auch bei einer Prämienerhöhung eventuell ein Sonderkündigungsrecht.

Auch im Fall einer Doppelversicherung kann der kürzer bestehende Vertrag vorzeitig gekündigt werden, wenn der länger bestehende Vertrag den Umständen angepasst wird. Das wäre etwa dann der Fall, wenn zwei Individuen mit separater Haftpflichtversicherung sich nun zusammentun und einen gemeinsamen Haftpflichtversicherungsvertrag wünschen.

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Privathaftpflicht im Vergleich inklusive Testsieger

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Eine Privathaftpflicht ist unverzichtbar

Ob jung oder alt – eine private Haftpflicht ist ein absolutes Muss im Alltag. Als Verursacher eines Schadens haften Sie mit Ihrem privaten Vermögen in unbegrenzter Höhe. Insbesondere Personenschäden können existenzbedrohende Ausmaße annehmen. So sind Sie vor dieser finanziellen Gefahr geschützt.

Beitrag der Privathaftpflicht: Guter Schutz ist nicht teuer

Die Beiträge werden maßgeblich durch den konkreten Leistungsumfang (z. B. die Deckungssumme) sowie die Anzahl der versicherten Personen beeinflusst. Für Familien ist ein gemeinsamer Tarif, eine Familienhaftpflicht, empfehlenswert. Auf mehrere Familienmitglieder gerechnet bieten Familientarife eine kostengünstige Absicherung für Eltern und Kinder. Die Haftpflichtversicherung für Studenten bietet Studierenden eine preiswerte Versicherung. Von besonders günstigen Konditionen profitieren außerdem ältere Menschen – mit der Privathaftpflicht für Senioren.

Die wichtigsten Leistungen der Privathaftpflicht

Drei Arten von Schäden bilden den Kern der Leistungen der privaten Haftpflicht. Die Schadensbeispiele verdeutlichen die finanzielle Tragweite von Haftpflichtschäden.

Personenschäden sind Schäden, bei denen durch Ihr eigenes Verhalten andere Personen verletzt werden. Durch Folgekosten wie Verdienstausfall, Schmerzensgeld, lebenslange Rentenzahlungen oder Therapiekosten können sich Personenschäden schnell summieren.

Eine Fußgängerin biegt unaufmerksam aus einer Einfahrt auf den Radweg. Dabei stößt sie unglücklich mit einem Radfahrer zusammen. Nach dem Sturz bleibt der Radfahrer querschnittsgelähmt. Es fallen Kosten für Reha, Verdienstausfall und 24 Stunden-Pflege an. Schadenhöhe: 8,2 Millionen Euro

Wenn durch Ihr Verschulden Gegenstände anderer Personen beschädigt oder zerstört werden, liegt ein Sachschaden vor. Die private Haftpflicht ersetzt die Kosten für Reparatur oder Wiederbeschaffung. Dazu können auch Schäden an der gemieteten Wohnung gehören.

Ein 13-jähriges Kind spielt in einer alten Schule, die sich in der Sanierung befindet, mit einem Feuerzeug. Dabei fängt das gelagerte Material Feuer und die bereits halb sanierte Schule brennt vollständig aus. Die Kosten müssen die Eltern tragen. Deren Privathaftpflicht übernimmt allerdings den Schaden, da das Kind mit abgesichert ist. Schadenhöhe: 4,1 Millionen Euro

Ein Vermögensschaden liegt vor, wenn eine Person einen geldwerten Nachteil durch Ihr Handeln erfährt.

Ein Fußgänger überquert eine vielbefahrene Straße und übersieht dabei ein Auto. Der betroffene Taxifahrer macht eine Vollbremsung, ein Auffahrunfall ist die Folge. Da das Fahrzeug aufgrund der Reparatur eine Woche lang ausfällt, macht der Inhaber neben dem Sachschaden einen Vermögensschaden wegen des Verdienstausfalls geltend. Schadenhöhe: 1.000 €

Sinnvolle Zusatzleistungen der Privathaftpflicht

Gute Versicherungen enthalten viele Zusatzleistungen. Welche Zusätze für Sie von entscheidender Bedeutung sind, hängt auch von Ihrer Lebenssituation ab.

Forderungsausfalldeckung

Die Forderungsausfalldeckung kommt zum Tragen, wenn Sie selbst der Geschädigte sind. Nicht jeder verfügt über eine Privathaftpflicht, die Schadensersatz leistet. Im schlechtesten Fall bleiben Sie auf Ihren Kosten sitzen. Mit der Forderungsausfalldeckung, auch Ausfalldeckung genannt, beugen Sie diesem Risiko vor. Wenn Ihnen ein Schaden zugefügt wird und der Verursacher weder eine Versicherung hat noch den Schaden aus eigener Tasche begleichen kann, springt Ihre Privathaftpflicht ein.

Schlüsselverlust

Je komplexer die Sicherung, desto teurer ist meist der Austausch von Schlössern. Im hektischen Alltag kann ein Schlüssel schnell verloren gehen. Zugunsten der Sicherheit muss das entsprechende Schloss ausgetauscht werden. Die Schlüsselversicherung zahlt, wenn Sie zum Beispiel einen Firmenschlüssel oder den Haustürschlüssel eines Mehrfamilienhauses verlieren.

Mietsachschäden

Zu Mietsachschäden zählen beispielsweise Schäden an Böden, Bad- und Sanitäreinrichtung sowie Türen, Fenstern, Fensterrahmen und Wänden. Als Mieter einer Wohnung oder Einfamilienhauses haften Sie dem Vermieter gegenüber für Schäden.

Gefälligkeitsschäden

Bei Umzügen oder Renovierungen sind die eigenen Freunde oder Verwandte eine unersetzliche Hilfe. Umso ärgerlicher, wenn dabei Schäden – beispielsweise durch einen fallengelassenen Fernseher – entstehen. Mit dem Zusatz „Gefälligkeitsschäden“ zahlt die Privathaftflicht auch dann, wenn Sie bei Freunden oder Verwandten helfen.

Deliktunfähige Kinder

Kinder gelten bis zum 7. Geburtstag (im Straßenverkehr bis zum 10. Geburtstag) als schuldunfähig. In dieser Lebensspanne können Kinder nicht selbst, sondern ausschließlich ihre Eltern für Schäden haftbar gemacht werden. Eltern haften jedoch nur dann, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Gerade im näheren Umfeld fühlen sich viele Eltern in der moralischen Verantwortung, den Schaden zu ersetzen. Die private Haftpflicht leistet auch dann, wenn keine Verletzung der Aufsichtspflicht vorliegt.

Bringen Sie sich ehrenamtlich ein, empfehlen wir Ihnen, unbedingt auf eine Absicherung während Ihrer Tätigkeit zu achten. Ehrenamtliches Engagement in Ihrer Freizeit zählt nicht zu den Standard-Leistungen jeder Privathaftpflicht. Ob örtliche Tafel oder städtisches Tierheim: Geht versehentlich etwas zu Bruch oder kommt eine Person durch Sie zu Schaden, wird der Schaden ausgeglichen.

Drohnen in der Privathaftpflicht

Sie fliegen in Ihrer Freizeit bereits eine Drohne oder planen, sich einen Multikopter anzuschaffen? Bitte beachten Sie, dass in Deutschland für bestimmte Drohnenmodelle eine Versicherungspflicht besteht.

Allerdings zählen Drohnen nicht zum Standardschutz einer jeden Privathaftpflicht. Entsprechend leisten nicht alle Tarife für Schäden, die Sie mit einer Drohne verursachen. Wir raten dazu, diesen Leistungspunkt vor dem ersten Start bei Ihrem Versicherer zu erfragen oder direkt eine private Haftpflicht abzuschließen, die auch für Schäden durch Drohnen aufkommt.

Unsere Empfehlung: Klären Sie den Versicherungsschutz Ihrer Drohne frühzeitig.

Tipp: In unserem Vergleichsrechner finden Sie den Punkt „Drohnen“ in den Tarifdetails. Versicherer legen jedoch sehr individuell fest, welche Drohnen sie versichern. Achten Sie daher unbedingt auf Details und informieren Sie die Versicherungsgesellschaft über Ihre Drohne. Am besten lassen Sie sich den Versicherungsschutz schriftlich bestätigen. Dieser umfasst grundsätzlich nur die private Nutzung.

Ist dieser Versicherungsbaustein grundsätzlich nicht integriert, benötigen Sie eine separate Drohnenversicherung. Sie kann sowohl für eine private als auch für die gewerbliche Nutzung von Drohnen abgeschlossen werden.

Die private Haftpflicht im Test: Testsieger im Vergleichsrechner

Viele unabhängige Verbraucherportale und -magazine haben die Privathaftpflicht getestet. Ökotest hat zuletzt in der Ausgabe 1/2017 die Angebote der Versicherer bewertet. Dabei wurden Tarife mit Höchstleistungsgarantien auf den Prüfstand gestellt. Ziel dieser Angebote mit Marktgarantie ist es, die bestmöglichen Leistungen auf dem deutschen Versicherungsmarkt zu garantieren. Insgesamt wurden 23 Tarife von Ökotest unter die Lupe genommen. Ökotest empfiehlt, die private Haftpflicht über einen Versicherungsmakler abzuschließen. Die Testsieger von Ökotest und Finanztest finden Sie auch in unserem Tarifrechner. Für Sie haben wir die Ergebnisse aus Ökotest und Finanztest zusammengestellt: Privathaftpflicht im Test.

Häufig gestellte Fragen zur Privathaftpflicht

Welche Personen sind versichert? Was steckt hinter den Leistungen eines Tarifs? Wir beantworten die Fragen, welche unseren Mitarbeitern häufig gestellt werden, in unserem Bereich:

Unser Privathaftpflicht Versicherungsvergleich

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Private Haftpflicht­versicherung

Inhaltsverzeichnis

Wichtiges zur Haftpflichtversicherung

Achten Sie auf einen Familientarif, damit können Sie Ihren Partner und Ihre Kinder mitversichern und so sparen.

  • Hohe Deckungssummen sind wichtig

    Setzen Sie die Deckungssumme entsprechend hoch an, um auch größere Schäden abzudecken. Auch wenn es auf den ersten Blick verwundern mag, Schadenssummen können schnell ausufernd hoch sein.

  • Allmählichkeitsschäden mitversichern

    Überprüfen Sie, ob Allmählichkeitsschäden in der Police ausgeschlossen werden. Falls nicht, sollte die Deckungssumme als Immobilienbesitzer mindestens drei Millionen Euro betragen.

  • Vorgehen im Schadensfall

    Geben Sie im Schadensfall kein Schuldeingeständnis ab – dies ist sonst eher zu Ihrem Nachteil.

  • Betriebshaftpflichtversicherung für Selbstständige

    Schon ein kleiner Moment der Unachtsamkeit kann schwerwiegende Folgen für einen Unfallverursacher haben. Per Gesetz unterliegt er einer Haftpflicht und muss den Schaden wiedergutmachen – und das kann bei einer fehlenden Haftpflichtversicherung sogar die Existenz gefährden!

    Die passende und günstige Privathaftpflichtversicherung

    Wenn Sie über eine Haftpflichtversicherung verfügen, müssen Sie sich im Fall eines Schadens keine Sorgen machen. Sie übernimmt die Kosten und wehrt auch unberechtigte Schadensersatzansprüche ab. In jedem Fall lohnt es sich, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Sie sollten sich im Voraus informieren, welche Leistungen die private Haftpflichtversicherung beinhaltet.

    In der Regel sind folgende Schäden abgedeckt:

    Leistungsausschlüsse bei der Haftpflichtversicherung

    Bestimmte Schäden sind allerdings von der Leistung ausgeschlossen. Dazu zählen die folgenden:

    • Schäden an geliehenen, gepachteten oder gemieteten Sachen (Ausnahme Mietschäden)
    • Schäden, die vorsätzlich herbeigeführt wurden
    • Schäden, die Sie selbst erleiden
    • Schäden von Angehörigen, die mit Ihnen zusammen wohnen oder im Vertrag mitversichert sind
    • Schäden bei Gefälligkeitsarbeiten oder Freundschaftsdiensten
    • Schäden durch den Gebrauch eines Kraft-, Luft- oder Wasserfahrzeuges
    • Geldstraßen oder Bußgelder, vertragliche Verpflichtungen (z.B. Darlehensrückzahlung)
    • Körperliche oder materielle Schäden, die von anderen zugefügt wurden; für diesen Fall gibt es die optionale Ausfalldeckung, die oft bereits enthalten ist

    Einen Sonderfall bilden die Allmählichkeitsschäden: Hierbei handelt es sich um Schäden, die erst über einen längeren Zeitraum entstehen, beispielsweise durch Feuchtigkeit, Temperatur oder Gase. Vor Abschluss der Versicherung muss in jedem Fall überprüft werden, ob diese Schäden in der Police ausgeschlossen werden.

    Ältere Verträge schützen oft nicht bei Datenaustausch

    Wenn Sie schon länger Kunde bei Ihrem Haftpflichtversicherer sind, sollten Sie Ihren Vertrag unbedingt auf den Einschluss von Schäden durch elektronischen Datenaustausch bzw. durch Internetnutzung prüfen. Dazu zählen Schäden jeglicher Art, die durch den Austausch, der Übermittlung oder der Bereitstellung elektronischer Daten beim Empfänger verursacht werden.

    Die Nutzung des Internets und die Ablösung des Briefverkehrs durch E-Mails ist schneller zum Standard geworden, als man den damit verbundenen Risiken Herr wurde. Ein Mausklick kann heute ausreichen, um unbeabsichtigt Schäden in Millionenhöhe durch Viren, Würmer, Trojaner oder Phishing zu verursachen. Neuere Policen sichern solche Schäden häufig automatisch ab – viele ältere Verträge sind hierzu aber noch nicht auf dem aktuellsten Stand.

    Zusätzliche Versicherungen und optionale Leistungen

    Besondere Risiken können durch zusätzliche Versicherungen abgesichert werden, etwa über die Tierhalterpflicht, die Bauherrenhaftpflicht oder die Gewässerschadenhaftpflicht.

    Zusätzlich ist es möglich, gegen einen Mehrbeitrag weitere optionale Leistungen zu buchen:

    Mit der Ausfalldeckung werden Schäden abgesichert, die Sie selbst durch andere erleiden. Die Ausfalldeckung übernimmt in einem solchen Fall dann die Kosten, wenn die Gegenseite diese nicht tragen kann – entweder weil der Verursacher selbst nicht haftpflichtversichert ist oder finanziell nicht dazu in der Lage ist. Allerdings springt diese Ausfalldeckung erst ab einem höheren Betrag ein, z.B. bei Schadenssummen ab 2.500 Euro, und der Versicherte muss einen gerichtlichen Titel erwirkt haben.

  • Deckung für deliktunfähige Kinder

    Kinder bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres haften nicht für Schäden, die sie verursacht haben. Bei Schäden im Straßenverkehr liegt die Haftungsgrenze bei 10 Jahren. Für deliktunfähige Kinder haften Eltern nur dann, wenn sie nachweislich die Aufsichtspflicht verletzt haben. Bei einem Schadensfall, der nicht vorsätzlich vom Kind herbeigeführt wurde, werden die Kosten von der Haftpflichtversicherung übernommen. In jedem Fall sollten Sie darauf achten, dass Ihre Kinder mitversichert sind und die Schadenssumme ausreichend hoch ist.

  • Ehrenamt

    Das Ehrenamt ist keine private Tätigkeit und Schäden, die aus dieser Tätigkeit entstehen, sind daher nur dann mitversichert, wenn diese auch ausdrücklich eingeschlossen sind.

  • Schlüsselschäden

    Wenn Sie den Schlüssel Ihres Arbeitgebers verlieren, ist dies nur abgesichert, wenn der Versicherer diesen Zusatz anbietet und dies vertraglich abgeschlossen wurde.

  • Gefälligkeitsschäden

    Fügen Sie bei einer unentgeltlichen Hilfeleistung, etwa bei der Umzugshilfe, einer anderen Person einen Schaden zu, besteht kein Haftungsanspruch gegenüber dem Schädiger. Sie können dies aber bis zu einer festgelegten Schadengrenze mitversichern.

  • Für wen lohnt sich die Haftpflichtversicherung?

    Bei einem Blick auf die Leistungen dieser Versicherung wird schnell klar: Diese Versicherung lohnt sich für jeden. Wenn Sie einen Schaden verursachen, sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet, dafür aufzukommen – und das in unbegrenzter Höhe. Je nach Ausmaß des Schadens kann das sogar existenzbedrohend sein und in die Privatinsolvenz führen.

    Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie den Schaden aus Unvorsichtigkeit, Vergesslichkeit oder Vorsatz verursacht haben. Allerdings sollten Sie bedenken, dass die Haftpflichtversicherung für einen vorsätzlich verursachten Schaden nicht aufkommt.

    Kosten der Haftpflichtversicherung

    Der jährliche Beitrag für eine private Haftpflichtversicherung ist sehr gering, sodass Sie nicht aus Spargründen auf diese Versicherung verzichten sollten. Die Kosten variieren allerdings je nach persönlichen Präferenzen und der persönlichen Lebenssituation – ein Single zahlt weniger Beitrag als eine komplette Familie und zusätzliche Leistungen erhöhen den Beitrag.

    Eine Familie sollte für einen Rundumschutz etwa 60 Euro im Jahr veranschlagen. Entscheidend für die Wahl der passenden privaten Haftpflicht sollte aber nicht der Beitrag sein. Achten Sie beim Vergleich vielmehr auf die enthaltenen Leistungen und die Höhe der Deckungssumme. Auch die Höhe der Selbstbeteiligung hat Einfluss auf die Beitragskosten.

    Höhe der Deckungssumme

    Die Deckungssumme ist ein wichtiger Bestandteil der Versicherung und fest vertraglich vereinbart. Darunter ist die maximale Entschädigung zu verstehen, die der Versicherer für einen Schadensfall bezahlt. Diese kann zwischen 1 und 10 Millionen Euro liegen. Die Beitragsdifferenzen zwischen den Summen fallen meist so gering aus, dass es sinnvoller ist, die höhere Summe zu wählen.

    Bei Personen- und Sachschäden ist eine Deckungssumme von mindestens 3 Millionen Euro empfehlenswert, am besten aber 5 bis 10 Millionen. Denn gerade diese Schäden können schnell Millionenhöhe erreichen und Sie in einen finanziellen Ruin stürzen. Sind die Kosten nämlich zu gering gewählt, müssen Sie alle Kosten, die über die Deckungssumme hinausgehen, selbst tragen.

    Höhe der Selbstbeteiligung

    Wer seinen Beitrag verringern möchte, sollte sich für eine Privathaftpflicht mit Selbstbeteiligung entscheiden. Je höher diese ausfällt, desto geringer werden die zu zahlenden Versicherungsprämien. Im Schadenfall zahlen Sie nur die vereinbarte Selbstbeteiligung.

    Schäden unterhalb der Selbstbeteiligung

    Für Schäden, die unterhalb dieser vereinbarten Summe liegen, müssen Sie selbst aufkommen. Aus diesem Grund ist die Selbstbeteiligung nicht unbedingt sinnvoll. Zudem sind die Tarife generell so günstig, dass hier kein großes Einsparungspotential herrscht.

    Schritt für Schritt zur Haftpflichtversicherung

    Bevor Sie eine Versicherung abschließen, sollten Sie überlegen, welcher Tarif für Sie am sinnvollsten ist. Steht beispielsweise das Zusammenziehen mit Ihrem Partner bevor, lohnt sich der Familientarif. Überlegen Sie auch, welche Deckungssumme Sie benötigen.

    Ein Vergleich der Privathaftpflichtversicherung mit dem Rechner von FinanceScout24 lohnt sich stets, um ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Gehen Sie die folgenden Schritte:

    1. Geben Sie in unserem Rechner Ihr Alter und die Personen an, die Sie versichern möchten.
    2. Klicken Sie anschließend auf „Jetzt vergleichen“.
    3. Geben Sie im folgenden Formular an, ob Sie einen Hund mitversichern möchten und ob Sie eine Ausfalldeckung wünschen. Wichtig ist auch, ob Sie im öffentlichen Dienst sind und ob Sie zuvor schon einmal versichert waren.
    4. Klicken Sie nun auf „Jetzt Tarife vergleichen“.
    5. Sie gelangen nun zu einer Übersicht, in der Sie die Anbieter der Haftpflichtversicherung vergleichen können.
    6. In dieser Übersicht können Sie die Punkte zur Selbstbeteiligung, zur Deckungssumme, zur Zahlweise und zur Laufzeit nach Ihren Wünschen ändern.

    Auf Testsiegel achten

    Bei der Wahl der geeigneten Versicherung hilft es auch, auf die Testsiegel zu achten: Bei diesen Policen wurde ein Haftpflichtversicherungs-Test durchgeführt – die entsprechenden Noten geben an, wie gut die einzelnen Versicherungen abgeschlossen haben.

    1. Haben Sie eine geeignete Versicherung gefunden, klicken Sie auf „Leistungsumfang“: Hier können Sie überprüfen, was genau versichert ist und was von der Police ausgeschlossen wurde.
    2. Sie können nun entscheiden, ob Sie die Haftpflichtversicherung online abschließen oder ein Angebot anfordern möchten.

    Haben Sie sich für den Online-Abschluss entschieden, können Sie im Folgenden den Antrag ausfüllen:

    1. Geben Sie den Versicherungsbeginn und Ihre persönlichen Daten ein. Haben Sie sich für die Familienversicherung entschieden, müssen Sie auch die Daten aller anderen zu versichernden Personen angeben.
    2. Geben Sie nun Ihre Zahlungsdaten ein und entscheiden Sie, wie Sie den Beitrag zahlen möchten. Geben Sie außerdem alle wichtigen Daten zu Ihrer Vorversicherung sowie zu Vorschäden an.
    3. Abschließend können Sie sich alle vertragsrelevanten Dokumente herunterladen.
    4. Sie können den Antrag nun online abschließen. Bedenken Sie, dass Sie hierfür keine Unterschrift angeben können bzw. müssen. Möchten Sie diesen Schritt dennoch gehen, können Sie den ausgefüllten Antrag auch ausdrucken, unterschreiben und per Fax an die Versicherung schicken.

    Nachdem der Antrag bei der Versicherung eingegangen ist, wird dieser vom Versicherer geprüft. Im Regelfall müssen Sie mittels Postident-Verfahren Ihre Identität bestätigen. Abschließend erhalten Sie eine schriftliche Bestätigung, dass Ihr Versicherungsschutz besteht.

    Beim Partner mitversichert

    Wer mit seinem Partner in häuslicher Gemeinschaft lebt und ihn in seiner Haftpflicht-Police mitversichert, erspart ihm damit zwar einen eigenen Vertrag und die damit verbundenen Kosten – ein entscheidender Punkt entfällt allerdings auf diesem Wege: Die Deckung von gegenseitigen Ansprüchen. Wenn Sie sich also aus Versehen auf die Lesebrille Ihres Partners setzen und diese dabei zu Bruch geht, haben weder Sie noch Ihr Partner Anspruch auf Ersatz durch Ihre Haftpflichtversicherung. Dasselbe gilt für verheiratete Paare und die mitversicherten Kinder.

    Personenschäden können hingegen abgesichert werden: Achten Sie beim Abschluss einer Familienpolice darauf, dass sogenannte „Regressansprüche der Sozialversicherungsträger“ mitversichert sind. Andernfalls kann es teuer werden, wenn Ihr Partner durch Sie einen Schaden erleidet. Verursachen Sie etwa bei einer gemeinsamen Fahrradtour einen Unfall, bei dem Ihr Partner verletzt wird, müssen Sie im ungünstigsten Fall für dessen Behandlungskosten aufkommen, da gegenseitige Ansprüche sonst nicht gedeckt sind.

    Kinder mitversichern

    Kinder unter sieben Jahre sind per Gesetz deliktunfähig und müssen deshalb auch nicht für die von ihnen angerichteten Schäden geradestehen. Im Straßenverkehr, wo es oft besonders teuer wird, liegt die Altersgrenze sogar bei zehn Jahren.

    Eltern deliktunfähiger Kinder haften nur dann für deren Schäden, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Wie die Aufsicht zu führen ist, richtet sich nach Alter, Entwicklungsstand und den persönlichen Eigenschaften des Kindes, sowie den jeweiligen Umständen und dem, was dem Aufsichtspflichtigen bei vernünftigen Anforderungen zugemutet werden kann. So muss ein siebenjähriges Kind beim Abbrennen einer Silvesterrakete ständig im Auge behaltet werden, während es beim Spielen im Sandkasten auch mal eine Zeit lang unbeaufsichtigt bleiben kann.

    Die Absicherung deliktunfähiger Kinder können Sie mit einer Haftpflichtversicherung für Kinder in Ihren privaten Haftpflichtschutz mit aufnehmen. Zu beachten ist aber, dass die Versicherungssumme meist nur zwischen 2.500 und 10.000 Euro liegt – höhere Deckungssummen sind zwar möglich, kommen aber selten vor.

    Haftpflichtversicherung wechseln: So geht’s

    Es lohnt sich, einen regelmäßigen Test und Vergleich der privaten Haftpflichtversicherung durchzuführen, um ggf. einen Anbieter mit besseren Konditionen zu finden. Beachten Sie hierbei die Kündigungsfrist: Üblicherweise haben Sie die Möglichkeit, Ihre Police schriftlich zum Ende eines Versicherungsjahres zu kündigen. Die ordentliche Kündigungsfrist liegt in der Regel bei drei Monaten. Kündigen Sie nicht rechtzeitig drei Monate vorher, verlängert sich Ihre Versicherung automatisch um ein weiteres Jahr.

    Zusätzlich zur ordentlichen Kündigungsfrist, haben Sie bei einer Beitragserhöhung durch die Versicherung sowie im Schadensfall die Möglichkeit Ihre Police außerordentlich zu kündigen. Weitere Informationen zum Sonderkündigungsrecht sowie zum Ablauf bei der Kündigung, erhalten Sie in unserem Ratgeber zum Thema Haftpflichtversicherung kündigen.

    Achten Sie außerdem darauf, dass der Versicherungsschutz der neuen Versicherung nahtlos an die alte anschließen sollte. So riskieren Sie keine Versicherungslücke, in welcher eventuell ein Schaden entsteht.

    Mithilfe unseres FinanceScout24-Rechners können Sie die verschiedensten Anbieter miteinander vergleichen, sie anhand der zuvor genannten Aspekte überprüfen und schließlich die geeignete Haftpflichtversicherung für Ihre Situation finden.

    Vorgehen im Schadensfall

    Haben Sie einen Schaden verursacht, gilt es richtig vorzugehen, damit Ihre Haftpflichtversicherung für den Schaden aufkommen kann. Wichtig ist dabei, auf die wichtigsten Aspekte zu achten:

    1. Begrenzen Sie den Schaden soweit wie möglich

    Ist der Geschädigte beispielsweise gestürzt, helfen Sie ihm auf und leisten Sie Erste Hilfe. Rufen Sie im Notfall außerdem einen Krankenwagen. Ist hingegen ein kleiner Brand entstanden, versuchen Sie diesen zu löschen – ohne sich dabei in Gefahr zu begeben.

  • Dokumentieren Sie den Schaden

    Dies gilt vorrangig für Sachschäden. Nutzen Sie einen Fotoapparat, um den Schaden zu dokumentieren. Dies kann die Versicherung später nutzen, um die Schadensabwicklung durchzuführen. Hilfreich sind außerdem Skizzen und Zeugenaussagen – dokumentieren Sie bei letzterem auch Namen und Kontaktdaten des entsprechenden Zeugen.

  • Melden Sie den Schaden Ihrer Versicherung

    Dies sollte am besten direkt nach Entstehung des Schadens erfolgen – hier reicht in der Regel auch eine telefonische Meldung. Melden Sie den Schaden aber unbedingt innerhalb einer Woche bei Ihrer Versicherung.

  • Schildern Sie den Unfallhergang wahrheitsgemäß

    Hierfür erhalten Sie von Ihrer Versicherung ein Schadensmeldungsformular. Erklären Sie zuerst, um was für einen Schaden es sich handelt. Schildern Sie anschließend, wie, wann und wo dieser entstanden ist. Fügen Sie außerdem Fotos bei, die Sie gemacht haben.

  • Geben Sie alle Forderungen an Ihre Versicherung weiter

    Erhalten Sie Klagen oder Mahnungen, leiten Sie all diese an Ihre Versicherungsgesellschaft weiter – diese wird sich anschließend darum kümmern und alles abwickeln.

  • Bei dieser Abwicklung sind allerdings Schritte zu beachten, die Sie keinesfalls gehen sollten, da Sie ggf. Ihren Versicherungsschutz verlieren können:

    Geben Sie kein Schuldeingeständnis ab!

    Seit der Gesetzesreform im Jahre 2008 kann Ihnen Ihre Versicherung den Versicherungsschutz zwar nicht mehr verweigern – dennoch können dadurch für Sie finanzielle Nachteile entstehen. Denn in vielen Fällen hat der Geschädigte beispielsweise eine Mitschuld, durch die sich der Schadensersatzanspruch reduziert.

    Wichtig ist, dass Sie keinesfalls schriftliche Eingeständnisse machen oder dem Geschädigten eine Summe nennen. Diese bestimmt nämlich die Versicherung – im Ernstfall müssen Sie die genannte Summe aus der eigenen Tasche zahlen, wenn die Haftpflicht dafür nicht aufkommt.

    Beschädigte Güter dürfen nicht weggeworfen werden!

    Weisen Sie den Geschädigten darauf hin, dass er die beschädigten Güter unbedingt aufheben sollte. Andernfalls kann es passieren, dass die Versicherung nicht zahlt, da sie das Ausmaß des Schadens nicht ermitteln kann.

    Leisten Sie keine Zahlungen vorab!

    Zahlen Sie nicht an den Geschädigten, bevor Sie dies nicht mit Ihrer Versicherung abgesprochen haben. Denn diese prüft erst, ob die Forderungen rechtens sind. Erst dann wird der Schaden reguliert. Zahlen Sie jedoch ohne Abstimmung eine Summe an den Geschädigten, wird Ihnen diese Summe von der Versicherung nicht erstattet.

    Fragen und Antworten

    Deckt die Haftpflicht auch Schäden, die ich am Arbeitsplatz verursache?

    Entstehen Schäden am Arbeitsplatz, muss die Versicherung des Arbeitgebers haften. Ihre private Haftpflichtversicherung deckt den Schaden in diesem Fall also nicht.

    Gilt die Haftpflicht auch im Ausland?

    Halten Sie sich nur vorübergehend im Ausland auf, dann gilt die Versicherung auch hier. Verlegen Sie Ihren Hauptwohnsitz allerdings ins Ausland, entfällt Ihr Versicherungsschutz und Sie müssen sich am neuen Wohnort um eine Haftpflichtversicherung kümmern.

    Ist auch meine Familie mitversichert?

    Grundsätzlich sind nur Sie automatisch versichert. Um auch Ihre Familie zu versichern, müssen Sie den Familientarif wählen. Dadurch sind Ihr Ehepartner oder Lebensgefährte/in und die minderjährigen Kinder beitragsfrei versichert. Haben Ihre volljährigen Kinder kein eigenes Einkommen oder üben sie keinen Beruf aus, dann sind sie bis zum 25. Lebensjahr mitversichert. Übrigens: Haben Sie geheiratet, werden Sie automatisch in die Versicherung Ihres Ehepartners aufgenommen (hierfür ist auch der Familientarif nötig). Besitzen sowohl Sie als auch Ihr Partner eine Versicherung, kann der jüngere Vertrag aufgehoben werden.

    Gibt es Wartezeiten, die zu beachten sind?

    Sobald Sie eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, beginnt Ihr Versicherungsschutz. Eine Wartezeit gibt es hierbei also nicht.

    Sind in der Haftpflicht auch Mietsachschäden abgesichert?

    Ja, durch diese Versicherung werden auch Mietsachschäden abgedeckt – allerdings nur, wenn die „Mietsachschadenklausel“ dies explizit einschließt. Beachten Sie bei Abschluss Ihrer Versicherung unbedingt, dass die Deckungssumme entsprechend hoch ist. Bedenken Sie auch, dass mit der Haftpflicht nur Eigentum des Vermieters abgedeckt wird und nicht Ihr eigenes.

    Sind Personenschäden mitversichert?

    Ja, Personenschäden sind mitversichert. Alle Personenschäden, die durch den Versicherten verursacht werden, sind über diese Versicherung abgedeckt.

    Tritt die Haftpflicht auch ein, wenn meine eigenen Sachen beschädigt werden?

    Nein, gegenüber den eigenen Sachen besteht keine Haftpflicht. Die Versicherung greift nur, wenn die Sachen Dritter beschädigt werden.

    Wann leistet die private Haftpflichtversicherung?

    Die Haftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, die Sie als Versicherungsnehmer oder die versicherten Personen anderen fahrlässig oder grob fahrlässig zufügen. Die Haftpflichtversicherung deckt die alltäglichen Risiken, denen Sie als Privatperson ausgesetzt sind, ab: Personenschäden, Sachschäden, Vermögensschäden, Mietsachschäden. Risiken, die nur eine Minderheit betreffen, können und müssen Sie gesondert versichern: z.B. Hundehaltung, Vermietung von Immobilien, Gewässerschäden (Öltank), Bauherrenrisiko.

    Was bedeutet eigentlich „Haftpflicht“?

    Haben Sie einer anderen Person Schaden zugefügt, sind Sie dazu verpflichtet, diesen Schaden wiedergutzumachen – hierbei handelt es sich um die Haftpflicht. Sie müssen also Schadensersatz leisten, um den Verlust auszugleichen, den der Geschädigte erlitten hat.

    Ein Beispiel: Beim Joggen prallen Sie mit einer älteren Dame zusammen, deren Brille daraufhin auf den Gehweg fällt und zerbricht. Da Sie abgelenkt waren und deshalb an dem Unfall Schuld sind, müssen Sie die Brille ersetzen.

    Weshalb sollte ich auf eine hohe Deckungssumme achten?

    Eine hohe Deckungssumme ist wichtig, um sicherzugehen, dass auch größere Schadenssummen durch die Versicherung abgedeckt werden können. Denn alle Schadenssummen, die die Deckungssumme übersteigen, müssen Sie aus eigener Tasche zahlen. Dies kann schnell zu finanziellen Problemen führen.

    Wie sieht der Versicherungsschutz bei einer eheähnlichen Gemeinschaft aus?

    Ihr(e) Lebensgefährte/in ist natürlich mitversichert. Ihr(e) Lebensgefährte/in muss aber bei der Beantragung einer privaten Haftpflichtversicherung mit Name, Vorname und Geburtsdatum benannt werden.

    Für wen ist die Private Haftpflichtversicherung sinnvoll?

    Die private Haftpflichtversicherung zählt zu den wenigen Policen, die wirklich jeder haben sollte. Sie kommt für Schäden auf, die Sie anderen zufügen, und rettet Sie so im Ernstfall vor dem finanziellen Ruin. Denn wer anderen privat einen Schaden zufügt, muss dafür unbegrenzt haften. Aus Versehen eine teure Vase umgeworfen, den schweren Karton nicht richtig festgehalten, beim Radfahren nicht aufgepasst – ein kurzer Moment der Unachtsamkeit kann erschreckend langwierige und teure Folgen nach sich ziehen. Insbesondere wenn durch Ihr Verschulden Menschen verletzt werden, drohen millionenschwere Schadenersatzforderungen. Eine Privathaftpflicht übernimmt berechtigte Schadensersatzansprüche und wehrt unberechtigte Forderungen ab.

    Achten Sie beim Abschluss einer Privaten Haftpflichtversicherung auf Ihre momentane Lebenssituation. Familien sollten ihre Kinder mit in den Versicherungsschutz aufnehmen, für Singles bieten viele Versicherungen mittlerweile Spartarife an und Studenten sollten den Einschluss von Mietsachschäden in Erwägung ziehen.

    Welche Leistungen sind versichert?

    Generell sind Sach- und Personenschäden, sowie Vermögensschäden versichert. Um im Ernstfall voll abgesichert zu sein, sollten Sie einen Vertrag mit großzügig bemessener Deckung wählen.

    Faustregel: Sach- und Personenschäden sollten mindestens bis drei Millionen Euro gedeckt sein. Viele Gesellschaften bieten mittlerweile sogar fünf oder zehn Millionen Euro Deckung an. Das lohnt sich, denn auf die Höhe der Prämie hat die Deckungssumme alleine kaum Auswirkungen. Der Preis richtet sich stattdessen vor allem nach den eingeschlossenen Leistungen.

    Sachschäden geschehen zum Beispiel, wenn Ihnen aus Versehen die Waschmaschine ausläuft und dadurch fremdes Eigentum beschädigt wird. Oder Sie setzen sich aus Versehen auf die Brille Ihres Freundes. Geschieht Ihnen auf einer Grillparty ein Missgeschick und ein Gast erleidet dadurch Verbrennungen (Personenschaden), müssten Sie für alle notwendigen Kosten aufkommen, die für die Behandlung notwendig sind.

    Vermögensschäden hingegen kommen eher seltener vor. Als Beispiel kann angeführt werden, dass jemand einen Verdienstausfall erleidet, weil er durch sie unfallbedingt arbeitsunfähig wurde. Ein anderes Beispiel: Ihre Tochter spielt bei Freunden mit deren Telefon, ruft dadurch aus Versehen eine kostenpflichtige Hotline an und die Verbindung bleibt über mehrere Stunden erhalten. In dem Fall ist weder eine Sache noch eine Person zu Schaden gekommen, aber es wird unverschuldet eine hohe Telefonrechnung entstehen.

    Was geschieht bei Schäden, die durch Minderjährige verursacht werden?

    Kinder bis zu einem Alter von sieben Jahren sind deliktunfähig. Das bedeutet, sie haften nicht für ihren Schaden. Haben allerdings die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt, müssen sie für den Schaden aufkommen und die Versicherung greift ein. Ist Ihr Nachwuchs hingegen älter, muss stets für die individuelle Situation entschieden werden, ob Sie Ihre Aufsichtspflicht verletzt haben oder ob Ihr Kind selbst haftet. Hier ist es wichtig, dass Sie Ihren Nachwuchs in der Familienversicherung mitversichert haben.

    Ausführliche Informationen erhalten Sie in unserem Ratgeber Haftpflichtversicherung für Kinder.

    Können die Kosten für die Versicherung von der Steuer abgesetzt werden?

    Ja, die Kosten für die Haftpflichtversicherung lassen sich von der Steuer absetzen. Sie kann in der Steuererklärung als Vorsorgeaufwendung angegeben werden.

    Sind Studenten immer bei den Eltern mitversichert?

    Bei der Haftpflichtversicherung sind Studenten ein besonderer Fall: Manche von ihnen sind noch über die Eltern mitversichert, andere nicht. Ob das im Einzelfall so ist, hängt zunächst von der Wohnsituation ab: Lebt der Student nicht mehr bei den Eltern, profitiert er auch nicht mehr von deren Police. Doch selbst wenn sie noch im elterlichen Haushalt wohnen, kann eine eigene Haftpflichtversicherung für Studenten nötig sein, falls der Anbieter die Mitversicherung von volljährigen Kindern nicht vorsieht.

    Hier empfiehlt sich ein Blick in die genauen Vertragsbedingungen. In jedem Fall ist eine Haftpflichtversicherung für Studenten ratsam, nicht zuletzt weil sie als junge Menschen häufig besonders aktiv und damit überdurchschnittlich gefährdet sind, einen Schaden zu verursachen.

    Gibt es Rabattmöglichkeiten?

    Für alle, die sparen wollen, bietet es sich an, einen Selbstbehalt zu vereinbaren. Im Schadensfall muss der Versicherte dann einen Teil der Kosten selbst übernehmen. Je nach Versicherungsgesellschaft und Tarif liegt die Selbstbeteiligung meist zwischen 50 und 300 Euro. Wenn nichts passiert, kann man so langfristig eine große Ersparnis erzielen.

    Auch für Singles und Studenten gibt es günstigere Tarife.

    Welche Haftpflichtversicherungen gibt es für Selbstständige und Freiberufler?

    Für Unternehmen, Freiberufler und Selbstständige ist eine Berufshaftpflichtversicherung ausgesprochen wichtig. Sie haften nämlich grundsätzlich für Schäden, die durch ihren Betrieb beziehungsweise durch ihre betriebliche Arbeit Dritten zugefügt werden. Auch wenn für einen selbstständigen Unternehmer oft nur eine Berufshaftspflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben ist, ist es doch ratsam, weitere Versicherungen abzuschließen. Private Versicherungen greifen hier nicht, denn bei ihnen gelten andere Anforderungen; alleine schon bei der Frage nach der Ursächlichkeit. Hier erfahren Sie alles Wichtige über die Gewerbeversicherung und können sich unverbindliche Angebote einholen.

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    Источники: http://www.tarifcheck.de/haftpflichtversicherung/, http://www.vergleichen-und-sparen.de/privathaftpflicht/, http://www.financescout24.de/versicherungen/haftpflichtversicherung.aspx

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